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Sonntag, 15. Februar 2026

Iron Angels III


Iron Angels III

Story:

Moon (Moon Lee) nistet sich in einer thailändischen Terrororganisation ein, um deren Anführerin (Katy Hickman) und ihre Truppe unschädlich machen zu können. Dabei wird sie von ihrem Team um weitere «Angels» (Alex Fong, Ralph Chan Shing-Gwai, Kharina, Mark Steinborn) unterstützt…

Meine Meinung («Unrated» Fassung):

Iron Angels III macht, wie bereits die zwei Vorgänger (Iron Angels und Iron Angels II), Spass. Der Film stammt erneut von Teresa Woo bzw. Dang Tak-Wing und Stanley Tong Gwai-Lai (The Stone Age Warriors, Project S, First Strike) und aus den Vorgängern kehren immerhin noch Moon Lee (A Serious Shock! Yes Madam!, Blood Sister, The Nocturnal Demon), Alex Fong (Cheap Killers, The Killer from China, Devil Cat) sowie Kharina zurück. Leider gibt es kein Wiedersehen mit Elaine Lui. Der Film legt diesmal vor allem Wert auf Moon Lee (Anfang) und Alex Fong (Mittelteil).

Der Film bietet tolle Actionszenen. Diese bestehen als knackigen, harten Kampfszenen mit oder ohne Waffen, Ringduelle oder Gruppenkämpfe. In denen machen vor allem Moon Lee und Alex Fong eine gute Figur. Moon Lee darf dabei auch mit Nunchakus kämpfen. Alex Fong überzeugt vor allem in dem spektakulären Ringkampf gegen Thailänder Panna Rittikrai (Bangkok Knockout). Letzterer gilt quasi als Mentor von Ong-Bak und Tom Yum Goong Star Tony Jaa (Striking Rescue, Paradox). Iron Angels III wurde z.T. in Thailand gedreht. Dort spielt die Handlung. Einem bekannten Gesicht wie Panna Rittikrai dann eine längere Kampfszene zu schenken, war ein gekonnter Schachzug der Macher.

Der Film unterhält. Der Plot ist nur Mittel zum Zweck. Der Beginn im Zug ist fast etwas zu viel des Gutes, was Moon Lees Darbietung angeht. Warum sie dann z.B. im Finale nicht mehr mitwirkte, war für mich unverständlich. Im Netz finden sich auch keine Infos dazu, warum sie dort gefehlt hat (war sie z.B. verletzt?). Das Finale bietet viele blutige Shoot-Outs, aber leider keine Kämpfe. Die Bühne gehört dort Alex Fong und Ralph Chan Shing-Gwai. Letzterer ist nebst Gweilo Mark Steinborn der 2. Comic-Charakter im Film, der hier und da nervt. Aber in seinen Actionszenen überzeugt er. Der Cast ist allgemein sehr international. Kharina, die schon im 2. Film mitwirkte, stammt aus Thailand und die blonde Anführerin der Terrororganisation, gespielt von Katy Hickman, wurde durch ein Inserat in einer San Francisco Zeitung auf das Projekt aufmerksam. Abenteuerlich!

Fazit: Vielleicht nicht mehr ganz so toll wie die beiden Vorgänger, aber dennoch für Fans von Moon Lee und Co. sehenswert!

Infos:

O: Tian shi xing dong 3

HK, Thailand (je nach Quelle) 1989

R: Teresa Woo

D: Moon Lee, Katy Hickman, Alex Fong, Ralph Chan Shing-Gwai, Kharina, Mark Steinborn, Panna Rittikrai

Laufzeit der deutschen Blu-Ray («Unrated» Fassung): 92:07 Min.

Gesehen am: Feb. 2012 / Neusichtung am: 14.02.26

Fassungen: Früher sah ich den Film via deutsche DVD. Inzwischen habe ich die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome in der Sammlung. In der ist aber «nur» die reguläre HK-Fassung enthalten. Daher kaufte ich mir für die Sammlung die neue deutsche Blu-Ray von Shamrock Media. Diese haben aus Extra-Material (ca. 30 Sek. an z.T. blutigen Shoot-Outs aus einer singapurischen oder malaysischen Fassung) eine Langfassung gebastelt. Diese wurde im deutschen Mediabook (DVD, Blu-Ray, Booklet) als «Unrated» Fassung tituliert und liegt u.a. im O-Ton mit deutschen Subs vor. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Als Extras gibt es im Booklet ein schriftliches Interview mit Katy Hickman, welches informativ ist.

Mittwoch, 18. November 2020

Born to Fight Review

Born to Fight

Story:

Terroristen nehmen in Thailand ein kleines Dorf als Geisel, um ihren Anführer (Nappon Gomarachun) freizupressen. Das Massaker beginnt. Doch die Dorfbewohner plus ein Polizist (Dan Chupong) sagen den Terroristen (Chattapong Pantana-Angkul) vereint den Kampf an…

Meine Meinung:

Born to Fight, ein Actionfilm aus Thailand, habe ich bei Veröffentlichung 2004 ziemlich abgefeiert wie zuvor Ong-Bak und Nachfolger und Konsorten (z.B. Tom Yum Goong). Im Vergleich mit genannten Filmen ist Born to Fight schlechter gealtert.

Die Euphorie ist heuer kaum mehr vorhanden. Trotzdem muss man fairerweise sagen, dass Born to Fight einige absolut spektakuläre und wahnsinnige Action- und vor allem Stunt-Einlagen zu bieten hat, die auch aktuell noch der Wahnsinn und unerreicht sind!

Wenn ich an die letzten Jahre zurückdenke ist es schwer, die besten Actionfilme zu betiteln. Tom Yum Goong zähle ich noch immer dazu. Auch Titel wie The Raid 1 + 2 sind nach wie vor sehr spektakulär. Es kamen auch Filme aus anderen Ländern wie Hardcore Henry oder Mad Max: Fury Road, die beide sehenswert waren.

Was mich an Born to Fight störte: die Figuren waren einem zu 99% egal. Und zu 99% waren diese nicht sympathisch, haben kein Schauspieltalent und auch deren Charisma ist gleich null. Eine Identifikationsfigur fehlt und der Patriotismus, in dem sich auch Kinder, Alte und Krüppel als Racheengel widerspiegeln, fand ich doof und nervend.

Einige der Action-Szenen waren auch nicht spektakulär, sondern lahm (z.B. Action-Szenen die einen Fussball als «Waffe» beinhalten»). Man hat ehemalige National-Sportler und Martial Arts Kämpfer in den Film integriert. Die haben es zwar technisch drauf, sind aber keine wirklichen Schauspieler. Immerhin der Hauptheld (Dan Chupong) und quasi sein «Endgegner» (Chattapong Pantana-Angkul) boten immerhin etwas mehr Klasse als der Rest.

Beide kennt der Fan aus anderen Actionfilmen aus Thailand: Ong-Bak 1-3, Dynamite Warrior, Vengeance of an Assassin. In Verbindung dessen steht auch Regisseur Panna Rittikrai, Thailands Action-Regisseur Nr. 1 und quasi «Mentor» und Entdecker von Ong-Baks Tony Jaa. Dieser führte in Born to Fight Regie und war auch für die Action-Szenen bzw. die Choreographie zuständig.

Panna Rittikrai kann mit vielen Thai. Action-Filmen als Regisseur und/oder Darsteller in Verbindung gebracht werden: Bangkok Knockout (spielt er den Endgegner), den Mitte 80er Jahre Born to Fight (auch hier: tolle Stunts!), Thai Police Story (hört sich interessant an – Thai. Police Story Variante?), Iron Angels 3 (HK Action), Thailand Killer (auch mit Tony Jaa) oder Battle Warrior (mit Tony Jaa und Panna Rittikrai als Zombie!).

Die Action beschränkt sich auf tödliche Stunts, Explosionen, blutige Shoot-Outs, kürzere Kampfszenen. Die Highlights waren für meinen Geschmack: de LKW-Stunts zu Beginn mit der Police Story Hommage, die Kämpfe mit Dan Chupong, die Stunts mit Fahrzeugen, Autos und Motorrädern (völlig verrückt). Die restlichen Action-Szenen sind relativ lahmer Durchschnitt. Der Film ist aber kaum langweilig, da es mit einer Ausnahme von ca. 15-20 Minuten nach den ersten Action-Szenen «etwas Story» gibt. Danach folgt mehr oder weniger Dauer-Action bis zum Abspann, der mit Outtakes der Stunt-Szenen aufwartet (= sehenswert).

Fazit: Erreicht nicht die Klasse von Ong-Bak, Tom Yum Goong und Co. und ist schlecht gealtert. Trotzdem dank einigen völlig abgefahrenen Stunts für den Action-Freund des asiatischen Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Gerd ma lui

Thailand 2004

R: Panna Rittikrai

D: Nappon Gomarachun, Santisuk Promsiri, Dan Chupong, Piyapong Piew-on, Somrak Khamsing

Laufzeit der thai. DVD: 90:40 Min.

Gesehen am: März 2005 / Review überarbeitet am: 02.08.20

Fassungen: Mir lag die Thai. DVD von J-Bics vor = Schuber, gute Bild- und Tonqualität (u.a. DTS Ton, keine Subs), Uncut. Gibt es inzwischen auch in Subs oder in Deutsch in Deutschland (von e-m-s) und auch als Blu-Ray. Die fehlenden Subs der Thai. Fassung (der thai. DVD) sind verschmerzbar da der Film kaum Story hat.