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Dienstag, 5. Mai 2026

Nazareno Cruz and the Wolf

 

Nazareno Cruz and the Wolf

Story:

Nazareno Cruz (Juan José Camero) wird als siebtes Kind geboren. Als er die schöne Griselda (Marina Magali) kennen und lieben lernt, erscheint Nazareno später der mysteriöse Fremde (Alfredo Alcón). Dieser verspricht ihm Macht und Reichtum, wenn er von Griselda ablässt. Kommt Nazareno dem nicht nach, wird er als Werwolf sein Dasein fristen. Nazareno glaubt den Geschichten des Fremden nicht und bleibt seiner Griselda treu. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Nazareno Cruz and the Wolf ist ein Mitte der 70er Jahre Werwolf-Film aus Argentinien und basiert auf einer Idee, die zunächst als Hörspiel konzipiert war. Und diese Idee soll angeblich auf einer Folklore aus Paraguay basieren. Der Film ist in Argentinien sehr bekannt und gilt als Klassiker. Ausserhalb Argentiniens widerfuhr dem Film weniger Erfolg und Anerkennung. Mir gefiel der Film nicht wirklich. Der Film wirkt wie ein Mix aus Werwolf-Film, Musical, Märchen, Komödie, Arthouse und wie ein Theaterstück.

Der Film wirkte mit seinen nur 86 Minuten deutlich länger. Es gab Längen und der Film ist alles andere, als eine Mainstream-Produktion. Das Schauspiel mutet öfters laienhaft und theatralisch an. Der Film war mir oft zu laut, zu windig (Dauerwind) und zu hysterisch (Protagonisten, die am Schreien sind). Die Musik oft auch unpassend. Einige Stücke stammten wohl wirklich aus einer Oper und Operngesang in nun wirklich nicht meins. When A Child Is Born, welches ich bisher nur aus Mondos kannte (Magia Nuda), passte da schon besser zur Surrealität seiner Szenen.

Die Darsteller sind mir allesamt unbekannt. Der Plot ist nicht gradlinig. Zu oft verliert sich der Film in ellenlangen Nebensequenzen, unbedeutenden oder sich wiederholenden Bildern. Hier und da gibt es einige stimmungsvolle oder interessante Aufnahmen zu sehen. Eine Art Darstellung der Hölle im letzten Viertel war nicht uninteressant. Der hier und da durchsickernde Klamauk gefiel mir nicht, passte aber zum Film als Ganzes. Wer auf Monster- und Werwolf-Effekte hofft, sollte diese Erwartungen gleich wieder im Keim ersticken. Als «Werwolf» dient ein normaler Wolf, der gefilmt wurde.

Fazit: Sicher stark Geschmackssache, aber Nazareno Cruz and the Wolf war definitiv nicht mein Fall…

Infos:

O: Nazareno Cruz y el lobo

Argentinien 1975

R: Leonardo Favio

D: Juan José Camero, Marina Magali, Alfredo Alcón

Laufzeit der US-Blu: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 05.05.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films vor (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt und es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Samstag, 7. März 2026

Dracula, Prisoner of Frankenstein

 

Dracula, Prisoner of Frankenstein

Story:

Dem Vampirjäger Sewart (Alberto Dalbes) gelingt es, Dracula (Howard Vernon) zu töten. Doch Wissenschaftler Frankenstein (Dennis Price) erweckt Dracula wieder zum Leben. Dieser soll ihm nun, wie auch sein Monster (Fernando Bilbao), als Werkzeug dienen. Derweil nimmt Sewart den Kampf gegen Dracula wieder auf…

Meine Meinung:

Dass ich Dracula, Prisoner of Frankenstein irgendeinmal schonmal als japanische DVD unter dem Titel Drácula contra Frankenstein sah, daran konnte ich mich nicht erinnern. Auch nicht, als ich mir den Jess Franco (Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne, Greta – Haus ohne Männer, The Sadist of Notre Dame) Film heute ansah. Der Film hat mir heute, wenn ich mit meinem uralten Review vergleiche, schlechter gefallen. Allerdings möchte ich mir erst in Zukunft bei einer weiteren Sichtung mit angepassten Erwartungen ein definitives Urteil erlauben.

Der Film ist, trotz der kurzen Laufzeit von nur 82 Minuten und trotz Beteiligung von diversen Moneten und Geschöpfen wie Dracula, Frankenstein, Frankensteins Monster und einem Werwolf (nur in den letzten acht Minuten oder so zu sehen), langweilig. Die 82 Minuten fühlten sich definitiv länger an. Der Film, der teilweise an Paul Naschy (Werwolf-Maske) oder Jean Rollin Werke erinnert hat, ist sehr dialogarm. Es wird praktisch nichts gesprochen in dem Film. Das war sonderbar. Der Film hat allgemein eine traumhafte und surreale Note. In Sachen Sex und Gewalt ist der Film völlig harmlos. 

Das sind dann auch die Pluspunkte des Filmes: die Bilder sind atmosphärisch dicht und stimmungsvoll eingefangen worden. Die Settings (Schloss) sind toll gewählt und wer Gothic-Stimmung mag, wird mehr als belohnt. Howard Vernon (Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein, The Other Side of the Mirror, Faceless) hat zudem stark gespielt. Die Frauen machten ihre Sache auch ordentlich. Bei den anderen Herren ist ein gewisses Overacting auszumachen und auch eine unfreiwillige Komik (z.B. Kampf Frankenstein gegen den Werwolf im Finale). Nach Antworten und Logik sollte nicht gesucht werden. Jess Franco schuf mit Dracula, Prisoner of Frankenstein eine Hommage an die Universal Gruselklassiker der 40er Jahre.

Fazit: Jess Franco Fans können einen Blick riskieren.

Infos:

O: Drácula contra Frankenstein

Frankreich, Liechtenstein, Portugal, Spanien 1972

R: Jess Franco

D: Alberto Dalbes, Howard Vernon, Dennis Price, Paca Gabaldón, Carmen Yazalde, Josyane Gibert, Fernando Bilbao, Geneviève Robert

Laufzeit der US-Blu: 82:59 Min.

Gesehen am: ? / 2. Sichtung am: 07.03.26

Fassungen: Ich habe den Film als japanische DVD von Atlus (Drácula contra Frankenstein) in der Sammlung (Best of Jess Franco Special Pack). Dieses kaufte ich 2010 in Japan im Urlaub. Über die Spezifikationen weiss ich nicht mehr Bescheid. Für die 2. Sichtung lag mir die US-Blu-Ray von Severin Films vor = Schuber, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität (vielleicht hier und da etwas dunkel), viele Extras (das Interview von Stephen Thrower ist interessant), Region-All-Disc und ganze fünf Audio-Optionen sind vorhanden inklusive englische Untertitel. Ich sah mir den Film in Deutsch an. In Deutschland ist der Film von Colosseo Film / AL!VE Uncut auf Blu-Ray zu haben (Titel: Die Nacht der offenen Särge).

Donnerstag, 10. April 2025

Wolf Man

Wolf Man

Story:

Nach dem Tod seines Vaters begibt sich Blake (Christopher Abbott) zusammen mit seiner Frau (Julia Garner) und ihrer Tochter (Matilda Firth) in die Wälder von Oregon, um im Anwesen von Blakes Vater Administratives zu erledigen.  Doch kurz vor ihrem Ziel, werden sie von einem monströsen Geschöpf angegriffen…

Meine Meinung:

Ende 2024 sah ich im Kino den Trailer zu Wolf Man. Dieser sah gut aus und machte Lust auf mehr. Mehr Infos (auch zu Cast und Crew) lagen mir nicht vor d.h. ich habe mir im Voraus bewusst keine weiteren Infos angeeignet. Ich ging ohne falsche Erwartungen und ohne Weiteres über den Film gesehen oder gelesen zu haben in die Kinovorstellung. Leider war Wolf Man nach Nosferatu im neuen Jahr bereits der 2. Kinofilm, der sich nicht lohnt, gesehen zu werden.

Wolf Man, eine weitere Werwolf Mär seitens Universal im modernen Gewand (viele Reviews vergleichen den Film mit Die Fliege), stammt von Leigh Whannell. Das wusste ich im Voraus auch nicht, was auch gut so ist. Sonst hätte ich eventuell zu viel erwartet und wäre noch enttäuschter gewesen. Leigh Whannell verdanken wir vor allem Upgrade und The Invisible Man (das war ein kommerziell erfolgreicher Versuch, dem Universal Stoff neues Leben einzuhauchen).

Leider kann er mit Wolf Man nicht an seine ehemaligen Filme anknüpfen. Aber auch von diesem Vergleich losgelöst ist der Film unglaublich schlecht. Der Start in den Film war mir nicht sympathisch. Die Figuren sind total unsympathisch, das Schauspiel zum Teil schlecht und die Figuren stammen direkt (aus der modernen) Hölle. Das ganze Intro (Vater-Sohn auf Jagd) wie auch die später gezeigten Familienprobleme (viel Familien-Drama) nerven total. Hätten die Filmemacher einfach weglassen sollen.

Mich haben weder Christopher Abbott (Possessor) noch Julia Garner (Apartment 7A) inklusive Matilda Firth überzeugt. Der Film war zu keiner Sekunde spannend oder gruselig, fühlte sich länger an als die wirkliche Laufzeit und der Film ist, mehr oder weniger die ganze Zeit, stockdunkel. Das Finale war enttäuschend und auch der Plot war eigentlich total hohl, da vorhersehbar und kaum vorhanden. Der Film wäre als Kurzfilm oder Werbevideo für handgemachte Effekte (Verwandlung vom Menschen zum Monster) besser gewesen.

Das Monster sieht einem Werwolf kaum ähnlich und vor allem das Gesicht sieht, obwohl es mehrere Stufen der Verwandlung durchlebt, auch im Finale irgendwie aus wie zuvor. Alles gleich. Der Kampf der zwei Monster war mies und wirkte unpassend. Dies hätte eher in einen Marvel-Film gepasst, aber nicht in einen Horrorfilm. So was mag ich nicht. Die Dialoge waren auch mies. Gut sind eigentlich nur 2-3 Effekte (sieht vor allem handgemacht aus, aber oft zu dunkel oder zu schnell geschnitten) und die «Visuals», von denen es 2-3 innovative Sequenzen gibt.

Fazit: Nicht zu empfehlen und langweilig!

Infos:

O: Wolf Man

USA 2025

R: Leigh Whannell

D: Julia Garner, Christopher Abbott, Sam Jaeger, Benedict Hardie, Matilda Firth

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 104 Min.

Gesehen am: 27.01.25

Fassungen: Im Kino gesehen = Uncut, Englischer O-Ton, deutsche und franz. Untertitel. Eine deutsche Blu-Ray und Co. sind noch nicht angekündigt (Stand: Jan. 2025).

Samstag, 28. Oktober 2023

The Werewolf vs. Vampire Woman

Horroktober 2023

The Werewolf vs. Vampire Woman

Story:

Zwei Mädels (Gaby Fuchs, Barbara Capell), die an einer These über eine Vampir-Legende arbeiten, geraten in einem abgelegenen Ort zwischen die Fronten eines Werwolfes (Paul Naschy) und einer Vampirin (Patty Shepard)…

Meine Meinung (International Export «Nude» Version):

The Werewolf vs. Vampire Woman ist einer der besten Filme mit Paul Naschy (The Night of the Executioner), in welche er erneut in die Rolle des Werwolfes Waldemar Daninsky schlüpft. Wenn ich das richtig gelesen habe, zum fünften Mal (von gesamthaft zwölf Filmen). The Werewolf vs. Vampire Woman hat mir dabei besser gefallen als seine Werwolf-Filme Night of the Werewolf, The Fury of the Wolfman und The Beast and the Magic Sword. The Werewolf vs. Vampire Woman kann es gut mit einem meiner Favoriten, The Werewolf and the Yeti, aufnehmen.

Der Film hat für mich eine ganz spezielle, eigene Stimmung. Ein langsamer Aufbau des Plots, diverse Horrormomente (Leichen, Werwölfe, Vampire), atmosphärische Vampir-Szenen in Zeitlupe, unterschwellige (Lesbische) Erotik. Dabei hat der Film definitiv Tombs of the Blind Dead, Jess Franco (Vampyros Lesbos) und Jean Rollin (Requiem for a Vampire) Vibes. Viele Szenen wirken hypnotisch, traumhaft und surreal. Das hat mir ausgezeichnet gefallen. Auch die Settings passen perfekt zum Geschehen (Gruften, Anwesen, Wälder in der Nacht, Backwood-Stimmung) wie auch die Kleinstadt-Stimmung. Die wenigen Masken und Blut-Effekte sind solide in Szene gesetzt. Der Film legt mehr Wert auf Plot und Stimmung, als auf Blut und Splatter.

Paul Naschy spielt sehr souverän und solide. Die Mädels machen ihren Job auch sehr gut und sind vor allem auch sehr hübsch anzusehen. Gaby Fuchs, Barbara Capell, Yelena Samarina und Patty Shepard sah man in vielen anderen Euro-Cult Streifen wie Mark of the Devil, The Killer Is One of Thirteen, Slugs oder Daughter of Dracula. Der Film ist eine Co-Produktion. Geld floss auch aus Deutschland. HIFI Stereo 70 Kg, welche u.a. die legendären Hexen-Filme Hexen bis aufs Blut gequält und Hexen geschändet und zu Tode gequält produziert haben, produzierten The Werewolf vs. Vampire Woman mit.

Fazit: Für Paul Naschy Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: La Noche de Walpurgis

Spanien, Deutschland 1971

R: León Klimovsky

D:  Paul Naschy, Gaby Fuchs, Barbara Capell, Yelena Samarina, Patty Shepard

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Okt. 2023

Fassungen: Mir lag die US-Fassung von Vinegar Syndrome vor = UHD (International Export «Nude» Version), Blu-Ray (International Export «Nude» Version) und Blu-Ray (Spanish «Clothed» Version and «Nude» Integral Version). Ich guckte die International Export «Nude» Version = Uncut, gute wenn auch hier und da etwas zu dunkle Bildqualität, sehr gute Tonqualität, Spanisch/Englisch mit englischen Subs, viele Extras. Die Bildqualität der deutschen Blu-Ray von Subkultur gefällt mir, wie Bildvergleich-Seiten zeigen, besser. In Deutschland heisst der Film Nacht der Vampire.

Montag, 16. Oktober 2023

Full Eclipse

Full Eclipse

Story:

Cop Max Dire (Mario Van Peebles) wird mehr oder weniger gegen seinen Willen in eine Werwolf-Selbstjustiz-Polizisten-Gruppe um Boss Adam Garou (Bruce Payne) integriert, mit tödlichen Folgen…

Meine Meinung:

Anthony Hickox hat in den 90ern einige Horrorfilme gedreht, mit welchen er auf sich aufmerksam machte. Die Filme haben mir jedoch meist nicht mehr zugesagt und sind doch mehr schlecht als recht gealtert, z.B. Warlock: The Armageddon oder Hellraiser III: Hell on Earth. Auch Waxwork plus Fortsetzung (Waxwork II: Lost in Time) gefielen mir vor paar Jahren bei Neusichtungen schlechter als früher (jedoch noch nicht neu im Blog beschrieben). Ob Sundown: The Vampire in Retreat einer Neusichtung standhalten würde, dürfte auch bezweifelt werden.

Nun ist der britische Regisseur vor kurzem (am 09.10.23) verstorben. Um ihn zu Ehren, standen nun Neusichtungen von Full Eclipse oder Sundown: The Vampire in Retreat im Raum. Ich entschied mich für Full Eclipse. Bei Full Eclipse handelt es sich um einen HBO-TV-Film. Und zwar um einen richtig guten TV-Film. Der Film erinnert dabei zwar an grosse Vorbilder wie John Woo und dessen HK-Actionkino à la Hard Boiled und Co. oder den Bruce Willis Klassiker Stirb langsam 2, aber das stört nicht. Im Gegenteil.

Der Film hat die 2. Sichtung bestanden. Full Eclipse macht viel Spass und ist actionreich und kurzweilig. Für einen TV-Film ist der Film (für 1993) auch sehr blutig geraten und Bruce Payne (The Keep, Necronomicon) gibt einen herrlich schmuddeligen Fiesling ab. Es gibt sehr viele blutige Shoot-Outs, coole Zeitlupen-Aufnahmen und auch viele Zivilisten sterben. Besonders im ¼ des Filmes lässt es der Film ordentlich krachen, bevor es dann etwas ruhiger (mit Plot und dem Einführen von neuen Figuren) weitergeht.

Einzelne Szenen im weiteren Verlauf wirken zwar hier und da etwas angestaubt und fast schon zum Fremdschämen (so à la US-Superhelden-Filme) und/oder billiger, aber der Film findet sich im Verlauf dann wieder. Die Anzahl blutigen Szenen und Make-Up Masken steigen vor und im Ende wieder an. Das Finale bietet dann sogar einen Werwolf (tolles Kostüm), der optisch gelungen ist. Der B-Star Cast macht auch abgesehen von Bruce Payne Spass: Mario Van Peebles, Patsy Kensit (Lethal Weapon 2), Tony Denison (Dementia), Anthony Hickox Liebling Paula Marshall (Malignant), Dean Norris (Starship Troopers) oder Willie C. Carpenter (Harte Ziele).

Fazit: Für B-Action-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Full Eclipse

USA 1993

R: Anthony Hickox

D: Mario Van Peebles, Bruce Payne, Patsy Kensit, Tony Denison, Paula Marshall, Dean Norris, Willie C. Carpenter

Laufzeit der Schweizerischen DVD: 92:57 Min.

Gesehen am: / Neusichtung am: 13.10.23

Fassungen: Mir lag die Schweizer DVD von Atlantis Film vor = nur in Deutsch (gute Synchro), gute bis durchschnittliche (dunkle Szenen) Bildqualität, Uncut (Unrated) Fassung. Es scheint bisher keine Blu-Ray/UHD zu geben (Stand: Okt. 2023).

Montag, 18. September 2023

Der Werwolf von Washington

Der Werwolf von Washington

Story:

Jack (Dean Stockwell) arbeitet für das Weisse Haus und wird in Ungarn, nachdem er von einem Wolf gebissen wurde, zu einem Werwolf. Als er in die USA zurückkehrt, tauchen kurz Zeit später die ersten Leichen auf. Politik und Polizei ermitteln…

Meine Meinung:

Der Werwolf von Washington hat mir nicht gefallen. Der Film wurde nur geschaut, da Bonusfilm der Das Monster von Tokio Blu-Ray. Letzterer wurde als Titel für den kommenden Horroktober ausgewählt. Da ich denke, dass mir auch Das Monster von Tokio wenig zusagen dürfte und das Set verkauft/entsorgt werden wird, guckte ich mir vor dem Oktober den Bonusfilm an. Der Werwolf von Washington lohnt sich definitiv nicht.

Der Low-Budget-Film versucht sich als Horror-Satire. Vorbild sind politische Seitenhiebe auf die damalige Politik um US-Präsident Nixon, wenn ich das in Reviews richtig gelesen habe. Davon habe ich keine Ahnung (bin Jahrgang 1985), so dass diese Politik-Szenen für mich total lahm und uninteressant sind. Und leider nehmen besonders diese Szenen viel Platz ein. Wirkliche Horrorparts gibt es nicht. Nicht Mal von echtem Grusel würde ich sprechen.

Der Plot ist lächerlich, unglaubwürdig, unlustig und einfach langweilig. Der Film fesselt nicht und es wird keine Spannung oder Stimmung generiert. Auch die Szenen, die in Ungarn spielen sollen, haben null Atmosphäre (ok, auch die Bildqualität war jetzt alles andere als der Hit). Die mir unbekannten Darsteller waren auch nicht wirklich toll und die Figuren eigentlich durchs Band wenig sympathisch, das Schauspiel wenig glaubhaft. Gore oder coole Verwandlungsszenen gibt es nicht zu sehen.

Fazit: Zeitverschwendung!

Infos:

O: The Werewolf of Washington

USA 1973

R: Milton Moses Ginsberg

D: Biff McGuire, Clifton James, Beeson Carroll, Jane House, Michael Dunn, Thayer David

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 87:55 Min.

Gesehen am: Ende August 2023 / Anfang Sept. 2023

Fassungen: Der Film ist als Bonusfilm auf der deutschen Blu-Ray von Das Monster von Tokio enthalten = durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch, keine Subs, Uncut.

Montag, 24. Oktober 2022

Dracula's Castle Review


 
Horroktober 2022

Dracula's Castle

Story:

Fotograf Glen Cannon (Gene Otis Shane) und seine Freundin erben ein Schloss. Dieses wird jedoch von zwei Vampiren (Alexander D'Arcy, Paula Raymond), einem Butler (John Carradine) und einem degenerierten Frauenentführer (Ray Young) bewohnt…

Meine Meinung (TV-Fassung):

Dracula's Castle ist meine 3. Al Adamson Erfahrung und bisher werde ich mit dem Trash-Filmer und seinen Arbeiten nicht wirklich warm. Dracula's Castle ist schaubar, aber auch ein Film mit Längen, der phasenweise lahm, billig und belanglos ist. Das heisst ein Film, wo man gut nebenbei noch Dinge erledigen kann (Zocken, im Internet surfen etc.).

Der Film erzählt eine leicht abgewandte und modernisierte Vampir-Geschichte. Die Szenen mit dem Werwolf (ca. sieben Minuten), kommen nur in der längeren TV-Fassung vor und haben mit dem Originalplot nichts zu tun. Diese sollen von Jean Hewitt stammen, nicht von Al Adamson (Blood of Ghastly Horror) selbst.

Wie gesagt: der Film ist billig (ok, sollte bei einem Al Adamson nicht überraschen), zu lahm, zu alt, zu uninteressant. Es gibt, wie gesagt, Längen und praktisch keine Höhepunkte. Auf nackte Haut oder Effekte darf man nicht hoffen. Eine Spannung ist nie vorhanden und leider auch kaum Stimmung. Die Ranch, die als "Schloss" diente, kann den Eindruck nicht vermitteln, auch wenn es 1-2 nette Szenen gibt (Folterkammer, Särge).

Die wenigen Highlights betreffen die Werwolf-Szenen, eine Auto-Stunt (runter die Klippe) und einen fliegenden, brennen Dummy. Allgemein ist das Finale fast das einzig sehenswert im Film, wo Mal etwas passiert. Ansonsten ist der Film schleppend und zäh in Szene gesetzt. John Carradine ist übrigens der Vater von David Carradine (Kill Bill: Vol. 1 & 2).

Infos:

O: Blood of Dracula's Castle

USA 1969

R: Al Adamson, Jean Hewitt

D: John Carradine, Paula Raymond, Alexander D'Arcy, Robert Dix, Gene Otis Shane, Jennifer Bishop, Vicki Volante

Laufzeit der US-Blu: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Siehe Blood of Ghastly Horror. Es sind zwei Fassungen aufgespielt: die reguläre Kinofassung oder die ca. sieben Min. längere TV-Fassung (mit den Werwolf-Sequenzen). Letztere hat eine bessere Bildqualität. Restauriert, Uncut, O-Ton, englische Subs. Gibt es in Deutschland von als WGF / SchröderMedia (als Bonusfilm auf der Billy the Kid gegen Dracula DVD).

Sonntag, 11. Juli 2021

Teddy Review

NIFFF 2021 Spezial

Teddy

Story:

Der junge Teddy (Anthony Bajon), der in einem Massage-Salon arbeitet, wird eines Tages von einer unbekannten Kreatur verletzt – mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Teddy ist ein französischer Genre-Film und Mix aus Coming of Age und Werwolf-Film.  Der Trailer war auf eine Art auch interessant. Es gibt allgemein zu wenig gute Werwolf-Filme. Da kommen mit spontan nebst einigen Paul Naschy Filmen (The Werewolf and the Yeti) vor allem Klassiker wie Das Tier, Werwolf von Tarker Mills oder An American Werewolf in London in den Sinn.

Natürlich boten auch andere Filme starke Werwolf-Szenen (z.B. I Tre volti del terrore, Dog Soldiers, Howling 3, Howling 4) und/oder müssten Neusichtungen bestehen (Bad Moon, Ginger Snaps Reihe), aber wirklich viele tolle Werwolf-Filme gibt es nicht, vergleichen mit anderen Sub-Genres des Horrorfilmes (Slasher gibt es z.B. jeder Menge Sehenswerte).

Teddy lässt sich eigentlich gut mit erwähntem Ginger Snaps oder der franz. Produktion Raw vergleichen, wobei letzterer auch am NIFFF gezeigt wurde. Teddy ist quasi ein Coming of Age Film und die männliche Variante von Raw, in dessen Story eine Frau die Hauptperson war. Die Coming of Age Anteile in Teddy wiegen mehr. Viele Werwolf-Szenen dürfen nicht erwartet werden.

Trotzdem mochte ich den Film irgendwie. Der Film hat einen sonderbaren Humor und ich mochte die Kleinstadt-Stimmung. Jeder kennt hier jeden, und Teddy und Familie sind bei den anderen Einwohnern nur wenig beliebt. Das sorgt natürlich (nebst mysteriösen Attacken von einem Wolf) für Spannungen.

Teilweise sind der Film und manche Szenen auch herrlich naiv-dramatisch wie seine Figuren. Abgerundet wird der Film von wenigen sehenswerten Effekten (bis vielleicht eine CGI Szene im Finale, die man aber fast nicht erkennt, wurde gut kaschiert).

Teddys Körper beginnt sich nach dem Biss zu verändern. Dass sorgt für 3-4 eklige Szenen (Zeh, Zunge, Auge, Fingernagel), die wirklich gut getrickst wurden und wo viele NIFFF Zuschauer den Blick abgewandt haben. Ich hatte stattdessen Freude. Das Ende war dramatisch und traurig.

Fazit: Wer Coming of Age Filme mit sonderbarem Humor und Horrorzuschlag mag, kann sich Teddy gut ansehen!

Infos:

O: Teddy

Frankreich 2020

R: Ludovic Boukherma, Zoran Boukherma

D: Anthony Bajon, Christine Gautier, Ludovic Torrent 

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 88 Min.

Gesehen am: NIFFF 2021

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton mit englischen. Subs. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2021).

Freitag, 28. Mai 2021

The Fury of the Wolfman Review

The Fury of the Wolfman

Story:

Professor Daninsky (Paul Naschy) trägt den Werwolf-Fluch in sich. Als er feststellen muss, dass seine Ehefrau ihn betrügt, ist dies ihr vorübergehendes Todesurteil. Doch die verrückte wie geniale Dr. Ilona Ellman (Perla Cristal) hat es auf Daninsky abgesehen – sie arbeitet an einer Gedankenkontrollen-Maschine und braucht dazu auch die Leiche von Daninsky toter Ehefrau…

Meine Meinung:

Ich kenne bisher nur wenige der Paul Naschy Werwolf-Filme, in welchen er die fiktive Figur Daninsky verkörpert. In meinen Augen ist und bleibt The Werewolf and the Yeti der bisher beste Paul Naschy Werwolf-Film. Um Längen.

Zuletzt sah ich einige Naschy Werke, die mich nicht 100% überzeugt haben: The Beast and the Magic Sword oder The Mummy’s Revenge, um zwei Beispiele zu nennen. Auch The Fury of the Wolfman fällt in diese Kategorie. Kein Kracher, es gibt deutlich bessere Paul Naschy Arbeiten/Rollen/Filme aber absolut solide und ok.

So gesehen kann The Fury of the Wolfman gut angesehen werden. Die Story fand ich zunähst relativ konfus. Liegt vielleicht auch daran, dass ich die Werwolf-Filme von Naschy nicht chronologisch schaue und ich noch lange nicht alle habe und kenne.

Vor allem die 1. Filmhälfte empfand ich als relativ lahm, unspektakulär und langweilig. Zudem gabs für meinen Geschmack zu wenig Splattereffekte. Ab Mitte des Filmes wird der Film dann immer besser und besser. Die Action-Parts steigen: es gibt mehr Effekte, mehr Horror- und Gruselstimmung wenn auch oft bekannte Inhalte (Eifersucht, Werwolf, Mad Scientist) vorkommen.

Die Darsteller sind allesamt solide. Keiner ragt wirklich aus der Masse hervor und die Frauen sind deutlich zurückhaltender als in anderen Naschy-Streifen (obwohl ich die Extended mit mehr Nackt-Szenen gesehen habe).

Bei The Fury of the Wolfman soll es sich um den dritten Teil der Reihe handeln und der Start besteht aus Szenen aus älteren/vorherigen Teilen der Reihe (Recycling).

Fazit: Nur für Paul Naschy Fans interessant!

Infos:

O: La Furia del Hombre Lobo

Spanien 1972

R: José Maria Zabalza

D: Paul Naschy, Perla Cristal, Mark Stevens, Veronica Lujan

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 01.03.21

Fassungen: Mir lag die US-Blu Ray von Scorpion Releasing vor = Infotext auf der Rückseite des Covers, Schuber, Englisch/Spanisch mit englischen Subs, zwei Fassungen (nur der Extended Cut ist Uncut), exklusive Extras (u.a. Audiokommentare). Die Bildqualität ist bis auf die von einem VHS stammendem Master (Sex-Szene) hervorragend. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2021).