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Mittwoch, 27. September 2023

The Expendables 3

The Expendables 3

Story:

Barney Ross (Sylvester Stallone), Anführer der Expendables, bekommt es mit einem ehemaligen Mitglied seiner Bande zu tun: Stonebanks (Mel Gibson). Um ihn zu schnappen wird ein neues Team (Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz) zusammengestellt. Doch damit hat Barney keinen Erfolg. Stonebanks kann entkommen und Barneys Team gefangengenommen. Barney und sein altes Team (Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li) plus neue Mitglieder und alte Bekannte (u.a. Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger) schicken sich nun an, Stonebanks zu beseitigen und die jungen Kollegen zu retten…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der bisher gesamthaften doch eher durchschnittlichen The Expendables Reihe (nur der 2. Teil ist noch in der Sammlung) ist der bis dato schlechteste Teil der Reihe und nicht mehr empfehlenswert! Der Film von Patrick Hughes bietet dem Zuschauer nicht mehr das, wofür die Reihe eigentlich Mal stehen sollte (Anlehnung an die US-80er Jahre Actionfilme) und enttäuscht auf ganzer Linie! Der dritte Teil wird nicht in die Sammlung integriert und ist in Sachen Action, Abwechslung / Story, Screen-Time der Stars, coole Sprüche (es gibt im Ganzen nur einen wirklich coolen Dialog), Gewaltlevel und Effekte schlechter als seine beiden Vorgänger (The Expendables und The Expendables 2).

Die Laufzeit ist zu lang, die Story und einige Wendungen oder Vorgehensweisen der Figuren absolut unlogisch, das Einbringen der neuen, jungen 08/15 Expendables ein grosses Desaster während die alten Stars kaum zu sehen sind (Dolph Lundgren z.B.). Jason Statham (The Meg) bekommt auch weniger Actionszenen und Jet Li (The One) kommt nur am Ende ca. fünf Minuten zum Einsatz, nachdem er bereits im Vorgänger kaum zu sehen war. Sehr schade! Harrison Ford war okay, Wesley Snipes (Blade) auch aber Antonio Banderas (Assassins – Die Killer) hat mit seinem Klamauk extrem genervt (Film ist so oder so viel zu zahm, harmlos und pseudo lustig). Aus der Negativität ragt nur Mel Gibson (Lethal Weapon) als Bösewicht heraus. Ordentlich, solide.

Dank der PG-Rating Freigabe, um mehr Zuschauer in die Kinos zu locken, darf nicht auf blutige Action gehofft werden. Diese gibt es schlicht nicht. Die Actionszenen am Anfang und Mittelteil waren allesamt schlecht, langweilig und total billig in Szene gesetzt. Die Effekte (vor allem das viele CGI) sind nochmals verschlechtert worden im Vergleich zu den Vorgängern und konkurrieren schon mit den alten The Asylum Produktionen. Nur im langen Finale ist die Action besser inszeniert, aber um ehrlich zu sein, auch alles andere als grandios: es gibt kaum Abwechslung, kaum Kämpfe, unblutige Shoot-Outs.

Fazit: Der bisher schlechteste «Expendables»!

Gefolgt von: The Expendables 4

Infos:

O: The Expendables 3

USA, Frankreich 2014

R: Patrick Hughes

D: Sylvester Stallone, Mel Gibson, Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz, Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li, Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen: DVD: 126:13 Min.

Gesehen am: 2015

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche UT vorhanden. Gibt es natürlich auch auf Blu-Ray. DVD schon lange entsorgt/verkauft, da mir Film nicht gefallen hat.

Freitag, 19. August 2022

Scream 4 Review

Scream 4

Story:

 

Sidney (Neve Campbell) kehrt 15 Jahre nach den Ereignissen der vergangenen Filme wieder nach Woodsboro zurück. Grund: Marketing für ihr Buch, in welchem sie ihre Geschichte erzählt. Doch mit ihrer Rückkehr taucht ebenfalls ein unbekannter Killer auf. Polizist Dewey (David Arquette) und seine Frau Gale (Courtney Cox) versuchen den Täter zu schnappen...

 

Meine Meinung:

 

Nach dem dritten Teil hätte ich nicht daran gedacht, dass ein vierter Teil folgen würde. Doch dann tauchten die ersten Gerüchte auf und plötzlich war er da: Scream 4! Wieder von Regisseur Wes Craven (Wes Craven's New Nightmare), dem seit seinen ersten zwei Scream Streifen als Regisseur keine weiteren grossen Würfe mehr gelangen und wieder mit dem Team um Neve Campbell, Courtney Cox und David Arquette.

 

Neutral betrachtet fand ich es sehr gut, dass sich die Filmemacher für den vierten Teil so lange Zeit gelassen haben. Seitdem doch eher durchschnittlichen dritten Teil sind knapp elf Jahre vergangen und der vierte Teil bekam sehr gute Kriterien und mehr als nur einmal las ich, dass der Film auch der blutigste der Reihe sein sollte (was ja kein Qualitätsmerkmal sein sollte, aber doch auch ganz gut sein kann). Ich war voller Vorfreude und ging ins Kino und Pustekuchen - der Film war die reinste Enttäuschung!

 

Wirklich gut war nur der Beginn des Filmes und ein bis zwei kleine Details (Robert Rodriguez als Stab Regisseur), aber sonst eine kleine Enttäuschung und noch einen ganzen Zacken schlechter als der dritte Teil (soweit ich mich erinnern kann). Der Story fehlt es an Nervenkitzel, Spannung, Härte und Selbstironie. Craven hat dies vor allem im ersten Film perfekt auf die Leinwand gezaubert. Schon im dritten Teil konnte er die Waage nicht mehr halten, der Film war zu harmlos, echte Spannung und Nervenkitzel fehlten und nun genau dasselbe nochmal.

 

Craven kann nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen. Scream 4 hat nicht eine einzige spannende oder schreckhafte Szene. Die Ironie, welche man aus Scream kennt, sucht man vergebens und der Film war mir deutlich zu lustig Was den Härtegrat angeht, fand ich die Fortsetzung zudem harmlos. Vielleicht einen Hauch härter als der dritte Teil, aber vom Blutgehalt kommt der nicht an die ersten zwei Teile der Reihe heran. Vieles findet im off statt und die Morde sind im Grossen und Ganzen auch unoriginell wie auch die Story und die billige, zu konstruierte und danach auch klischeehafte Auflösung, von den schlechten Darstellern Mal ganz zu schweigen (betrifft vor allem alle Jungdarsteller).

 

Selten einen so lahmen, harmlosen und wenig stimmungsvollen Ghostface gesehen! Da nutzt auch das Detail nicht, dass sich Craven ironisch und via Film-im-Film Momente an den ewigen Remakes und Fortsetzungen auslässt. Schade um Craven, der damit nur sein Talent verschwendet und erneut zeigt, dass ihm schon lange kein richtig guter Film mehr gelungen ist (Finanzieller Erfolg hin oder her).

 

Fazit: Eine Fortsetzung welche die Welt nicht braucht!

 

Gefolgt von: Scream 5

 

Infos:

 

O: Scream 4

 

USA 2011

 

R: Wes Craven

 

D: Neve Campbell, David Arquette, Courtney Cox, Emma Roberts, Hayden Panettiere

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 110:47 Min.

 

Gesehen am: Mai 2011

 

Fassungen: Ich sah den Film Uncut im Schweizer Kino (Mai 2011). Da mir der Film nicht gefiel, wanderte Scream 4 nicht in die Sammlung. Den Film gibt es inzwischen in Deutschland auf DVD und Blu-Ray. Von Universal in Deutsch/Englisch mit deutschen oder englischen Subs. Uncut.

Donnerstag, 13. September 2018

Revanchist Review

Revanchist

Story:

Als Triaden-Mitglied Ah Fay in einer Undercover Aktion in einer anderen Gang als Spion entlarvt und getötet wird, schwört sein bester Kumpel Fong Rache. Doch nicht der Gangsterboss des verfeindeten Clans ist der wahre Täter, sondern vielmehr deren rechte Hand - Dick (Zhang Feng-Yi), der sich nun auch Fongs Freundin zur Frau nehmen will - gegen ihren Willen...

Meine Meinung:

Durchschnittlicher Triaden-Streifen von dem man nicht zu viel erwarten sollte. Eher schwach war die teilweise arg schwachsinnige und vor allem 08/15 Storyline ohne Überraschungen und die eher blassen Figuren, die nur wenig Charisma zu bieten haben (bis auf Zhang Feng-Yi als fieser Bösewicht).

Zudem gab es für meinen Geschmack dann (mit Ausnahme des Finales) doch zu wenig Action d.h. gar Längen. Taiwans Star Alexander Lo Rei (mit Van Darm Frisur à la Harte Ziele) spielt eine unbedeutende Kurzrolle. Der restliche Cast kenne ich nicht.

Die Action an sich ist selten, teilweise jedoch recht blutig und sehr übertrieben (viele Drahtseil-Aktionen und die Kämpfer wirbeln durch die Lüfte als gäbe es keine Schwerkraft). Das ist vor allem in zwei Actionszenen (Spion Vs Zhang Feng-Yi, Fong Vs Zhang Feng-Yi im Finale) nicht schlimm: im Gegenteil: dort wo Bösewicht Zhang Feng-Yi kämpfen darf, da macht es richtig Laune! Viel geht kaputt, rasant und Staub aufwirbelnd, Blut fliesst ebenfalls und wie zu den besten Shaw Brothers Zeiten wollen die Protagonisten, obwohl stark verletzt und verwundet, nicht sterben.

Fazit: Die Actionszenen und vor allem das Finale retten den Film, so dass man als HK Actionfan dann doch noch erfreut wird!

Infos:

O: Xin Bao Chou

HK 1993

R: Zong Gan Jin

D: Canti Lau Sek Ming, Zhang Fengyi, Wong Hap, Choi Wang, Alexander Lo Rei, Yip Wing Cho

Laufzeit der HK VCD: 94:26 Min.

Gesehen am: Juni 2016

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2018). Mir lag die HK VCD aus HK von Mei Ah vor = Uncut, durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, feste englische UT. Es gäbe noch eine taiwanesische DVD, welche technisch jedoch der HK VCD entsprechen soll.

Montag, 3. September 2018

Bad Cat Review

NIFFF 2016 Spezial
Bad Cat

Story:

Kater Sheros Leben ändert sich schlagartig, als: sein Sohn auftaucht, er sich in eine neu hergezogene Katze verliebt, er von seinem Zuhause verstossen und von einem Zombie gejagt wird...

Meine Meinung:

Bad Cat, ein türkischer Animationsfilm und scheinbar eine Verfilmung eines gleichnamigen türkischen Comics, war besser als erwartet und bot für am NIFFF prima Unterhaltung! Der Film ist toll animiert, legt von Beginn an ein hohes Tempo fest welches er gut bis zu seinem Ende halten kann.

Der Film ist kurzweilig und unterhaltsam. Vor allem aber auch derber als ich dachte (Aussprache, Gags, Zombie in der Hauptgeschichte, sehr schwarzer und makabrer Humor) und das Publikum am NIFFF hatte sichtlich seinen Spass an dem Film. Zwar sitzt nicht jeder Spruch / Gag / Verweis, aber im Grossen und Ganzen sorgen Shero und seine Freunde doch für viele Lacher und eine gute Unterhaltung.

Man darf einfach keine Realität in der Geschichte erwarten (z.B.: das Zombie kommt immer wieder um Shero zu töten), dann wird man gut unterhalten. Der Film war wirklich lustig und unterhaltsam. Perfektes Kino für am ersten NIFFF Tag, aber jetzt nicht zwingend ein Film welchen ich mir zwecks persönlichem Geschmack in die Sammlung stellen müsste.

Aber noch mal: klar besser als erwartet und vor allem eins: bietet wirklich eine gute Unterhaltung!

Infos:

O: Kötü Kedi Serafetti

Türkei 2016

R: Ayse Ünal, Mehmet Kurtulus

D: -

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 84 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 (Juli)

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Türkisch mit u.a. englischen UT. Es gibt noch keine deutsche Fassung (Stand: Sept 2018).

Sonntag, 19. August 2018

The Nude Body Case in Tokyo Review




NIFFF 2014 Special

The Nude Body Case in Tokyo

Story:

Ling (Elsa Yeung) ist eine Tanzlehrerin aus HK. Ihre beste Freundin Meihua wird in Japan von Gangstern getötet. Um mehr Hinweise über die Tat zu erfahren, reist Ling nach Japan und trifft sich mit Meihuas Schwester Meifeng. Doch beide bekommen ebenso die Gewalt der Gangster zu spüren. Ling kann verletzt entkommen (u.a. ein Auge verloren) und sinnt auf blutige Rache…

Meine Meinung:

Auf die Retro-Reihe von alten taiwanesischen Filmen ("Taiwan Black Movies") war ich sehr gespannt und so hatte ich, als Fan von alten asiatischen Filmen, auch an Woman Revenger (On Screen Titel des Filmes) meinen Spass! Der Film ist eine sichtliche Anlehnung an die japanischen Pinky Violence Filme aus den 70ern mit Themen wie Rache, Prostitution, Gangster und Frauen, die den Ton durchgeben und, wenn es hart auf hart kommt, auch gut zulangen können!

Viele Szenen haben mich ans japanische Kino erinnert, halt einfach paar Nummern billiger, schliesslich haben wir es hier auch "nur" mit einer Billigproduktion aus Taiwan zu tun. Der Film braucht auch ein wenig, um in Fahrt zu kommen und hier und da gibt es eine lahme Füllszene. Das Alter sieht man dem Film auch an (Kleider, Frisuren...), wobei es auch schöne Musikstücke und gestohlene Filmmusik (Dawn of the Dead, mind. zweimal zu hören) aus anderen Filmen gibt, die gut zu den ausgewählten Szenen passen.

Hat man die erste, eher lahme Filmhälfte erst einmal hinter sich gebracht, wird der Fan solcher Film bestens belohnt: Folterungen (Frau wird an ein Kreuz gebunden, umgedreht, dann mit Sirup übergossen und Ameisen machen sich ans Werk), angedeutete Vergewaltigungen, Rachestory, Kung Fu Kämpfe (in denen macht vor allem Elsa Yeung, bekannt aus Challenge of the Lady Ninja und Co., eine sehr gute Figur) und einen Brocken Gewalt.

Besonders die Szene mit dem Auge (à la Christina Lindbergs Figur im schwedischen Rape and Revenge Streifen Thriller) oder der Hand waren etwas härter, ansonsten gibt es nur wenig Blut zu sehen, nackte Haut interessanterweise nur wenig aber dafür gibt es eine coole Gamble Szene die mich an die Zatoichi Reihe erinnert hat.

Weiter positiv ist das Japan-Setting. Es gibt viele schöne Bilder aus Japan zu sehen, die dem Film auch optisch interessanter machen (die Szenen im Badehaus, im Schnee, Fuji im Hintergrund).

Sicher kein Highlight aber diese kleinen Schmuddel-Perlen sind für meinen Geschmack alles andere als uninteressant und ich denke, gerade aus Taiwan gäbe es diesbezüglich noch einige Perlen zu entdecken…

Infos:

O: Shin Sung Ga Jok

Taiwan 1981

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Elsa Yeung, Liu Dekai, Ko Keung, Ma Sha

Laufzeit der HK VCD: Ca. 80 Min.

Gesehen am: Erstsichtung im Juli 2014 am NIFFF / 2. Sichtung 04.06.18 (HK VCD)

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2014 gesehen in Mandarin mit englischen UT. Leider scheint es von dem Film keine DVD / VCD zu geben. Mir ist nicht bekannt, was für ein Master dem NIFFF zur Verfügung stand. Der Film lief 2013 auch am New Yorker Festival (auch Taiwan Black Movies Reihe), allerdings liefen dort viel mehr solche Filme und der Regisseur war anwesend. Das NIFFF Master könnte in 1-2 Szenen auch zensiert gewesen sein. Die Qualität glich einem VHS, für meinen Geschmack war es aber zufriedenstellend, selbst auf der grossen Kinoleinwand (und ich bin deutlich miesere Filmmaster gewohnt). Nachtrag 04.06.18: vier Jahre später fand ich eine HK VCD von Winner’s = O-Ton, keine Subs, solide Bildqualität. Sehr selten, sehr teuer (100 USD war der Preis den ich zahlen musste) aber möglicherweise Uncut (im Vetgleich mit einem VHS aus China oder Youtube Fassungen ist die VCD "Uncut" - im China VHS fehlen sämtliche Nacktszenen und auch Gewalt (z.B. die Szene mit dem Kreuz und den Ameisen soll völlig fehlen). 

Montag, 25. Juni 2018

Chongqing Hot Pot Review

NIFFF 2016 Spezial
Chongqing Hot Pot

Story:

Drei Restaurantbesitzer wollen ihr Restaurant vergrössern. Beim Umbau stossen die drei Freunde auf einen Safe einer Bank. Die Verlockung ist da das Geld zu stehlen. Ressourcen sind knapp, Schulden sind hoch, Schuldeneintreiber drohen mit dem Tod. Umsetzung folgt. Blöd nur, dass sie nicht die einzigen sind, welche planen, die Bank auszurauben…

Meine Meinung:

Chongqing Hot Pot ist ein Film, den man sich gut einmal ansehen kann. Sofern man an der chinesischen Kultur und dem chinesischen Kino nicht abgeneigt ist. Der Film war wirklich in Ordnung und gar besser als erwartet. Die Story ist ein Mix aus Drama, Liebesgeschichte, Action, Triaden, hier und da etwas schwarzer Humor.

Viele Szenen erinnern ans HK Kino und die Drehorte vor Ort sind der Hammer: die Optik und Stimmung sind trostlos und düster (Beton, Beton und noch mal Beton), kombiniert mit Tradition (Hot Pot Restaurants, Gambling, das Versorgen der Ältesten durch die Familie, arme Verhältnisse aus denen man auszubrechen versucht) und Moderne (die sehr moderne und eindrückliche Brücke und /oder Schienenbahn).

Der Film ist schön gefilmt, speziell die Szenen mit dem Regen oder die Verfolgungsjagd durch die engen Gassen der Stadt am Ende des Filmes. Die Darsteller, mir allesamt unbekannt, machen einen guten Job. Die Figuren werden gut gezeichnet, tiefgründig charakterisiert und der Film bietet gar Emotionen und Gefühl, gegen Ende hin auch Spannung (Geiselnahme in der Bank).

Und wenn die Protagonisten am Ende einfach nicht sterben wollen und die Dramatik überhand gewinnt, fühlt man sich sogar an die guten, alten Shaw Brothers Zeiten erinnert. Hier und da gibt es einige Längen, doch im Grossen und Ganzen ein guter Film.

Jetzt nicht unbedingt etwas für die Sammlung, aber wirklich kein übler Film. Vor allem: ich wurde am NIFFF mit dem Film bestens unterhalten und wäre der Film z.B. ein Geschenk gewesen, würde ich Chongqing Hot Pot in der Sammlung belassen!

Infos:

O: Chongqing Hot Pot

China 2016

R: Qing Yang

D: Chen Kun, Qin Hao, Bai Baihe

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 97 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 (Juli)

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Mandarin mit u.a. englischen UT. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2016). Nachtrag 25.06.18: Gibt es inzwischen in Hong Kong auf DVD oder Blu-Ray im O-Ton mit englischen Subs. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Juni 2018).