Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Tony Ching Siu-Tung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tony Ching Siu-Tung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 1. Juni 2026

Swordsman

Swordsman

Story:

Eine wertvolle Schriftrolle wird gestohlen. Wer die Inhalte dieser Schriftrolle kennt und umsetzen kann, der wird unbesiegbar sein. Der oberste Richter (Lau Shun) und seine rechte Hand (Jacky Cheung) machen es sich zur Aufgabe, die Schriftrolle zu finden. Dazu haben sie auch Dritte (u.a. Yuen Wah) beauftragt. Auch diverse Clans sind hinter dieser her. Ling Wu Chung (Sam Hui) sowie Kiddo (Cecilia Yip Tung) geraten in einer Färberei zwischen die Fronten der Parteien…

Meine Meinung:

Swordsman ist der Auftakt in eine dreiteilige Wuxia-Reihe mit fantasievollen Kämpfen, unzähligen Figuren und rasanter Wire-Work-Action. Obwohl die Dreharbeiten von Swordsman durch diverse Tatsachen chaotisch waren und zudem in die Länge gezogen wurden, wirkt das Endergebnis rund und zufriedenstellend. Je nach Datenbanken sind nämlich ganze fünf bis sechs Namen als Regisseure geleistet: Tsui Hark (The Blade), King Hu (Come Drink with Me), Ann Hui (The Secret), Andrew Kam (The Big Heat), Ching Siu-Tung (Duel to the Death) sowie Raymond Lee Wai-Man (Dragon Inn).

Tsui Hark wollte sein Idol King Ku auf dem Regiestuhl haben. Doch unterschiedliche Ansichten und Differenzen inklusive des Gesundheitszustands von King Hu sorgten dazu, dass dieser vor Beendigung des Filmes seinen Posten verliess. Dadurch wurde das Projekt vorübergehend auf Eis gelegt. Auf Druck von Produzenten und Investoren ging es später weiter und Tsui Hark sah sich gezwungen, selbst Regie zu führen. Da er jedoch noch in anderen Projekten feststeckte, wurden Ann Hui (sie half King Hu noch in Taiwan), Ching Siu-Tung (er sorgte für die Actionchoreographie), Raymond Lee Wai-Man & Andrew Kam angeheuert, damit sich Tsui Hark zeitweise auch anderen Produktionen widmen konnte.

Wie gesagt, dem Film sieht man diese "Störungen" nicht negativ an. Von den Originalszenen von King Hu soll nur sehr wenig Material im Film gelandet sein. Der Film wirkt in der Tat wie ein typischer 90er Jahre Wuxia à la Tsui Hark und Ching Siu-Tung. Es handelt sich bei dem Erstlingswerk der Reihe übrigens um eine Wuxia Literatur Verfilmung. Verfilmt wurde die Geschichte The Smiling, Proud Wanderer. Ob diese gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich diese nicht kenne. Swordsman sah ich seit fast 20 Jahren nicht mehr. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Der Film erreicht jedoch keine Kracher-Qualitäten. Dafür gab es die ein oder andere lahme Sequenz. Mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden war der Film auch zu lang.

Zudem gab es mind. drei Gesangsmomente, die ich zum Fremdschämen fand und die ich spulen musste. Da aber Sam Hui (The Private Eyes, Aces Go Places II, The Last Message) die Hauptrolle verkörperte (auch Sänger), war klar, dass er auch singen würde. Er bringt je nach Szene auch etwas zu viel Humor in den Film und ihm nehme ich den Action-Star nicht ganz ab, auch wenn er in der Hinsicht auch in anderen Filmen erfolgreich war (Dragon from Russia). Die Auftritte von Wu Ma (14 Blades) sowie Lam Ching-Ying (mit total billigem Fake-Bart) hätte man genau so gut streichen können. Die bringen kaum Mehrwert und werden gegen Ende als Flashback sogar nochmals unnötig wiederholt.

Wo der Film für mich nebst den rasanten und fantasievollen Actionmomenten überzeugte, war seine Wahl der Bösewichte. Yuen Wah (Iceman Cometh, Kung Fu vs. Acrobatic) war sehr solide und noch mehr Freude hatte ich Jacky Cheung (Bullet in the Head, Tiger Cage) sowie Lau Shun. Jacky Cheung passt mir manchmal gar nicht (z.B. Bullet for Hire). Hier war er aber von Anfang an stark, da er einen Bösewicht und die rechte Hand des Oberbösewichts spielt. Ohne humorvolle Slapstick-Einlagen. Und in dieser Rolle gefiel er mir ausserordentlich gut. So auch Lau Shun (The Ultimate Vampire), der am 29.06.26 verstorben ist. Er spielt den Eunuchen (in den deutschen Untertiteln als «oberster Richter») und Hauptbösewicht (und ich liebe das in dem Genre, wenn Eunuchen die Endgegner sind) und jede Szene mit ihm war ein Genuss. Die Färberei (welche fast wie ein abgelegenes Gasthaus wirkt) hatte zudem Dragon Inn, The Green Dragon Inn und Co. Vibes.

Fazit: 90er Jahre Wuxia-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Swordsman II

Infos:

O: Siu Ngo Gong Woo

HK, TW 1990

R: Tsui Hark, King Hu, Ann Hui, Andrew Kam, Ching Siu-Tung, Raymond Lee Wai-Man

D: Lau Shun, Jacky Cheung, Yuen Wah, Sam Hui, Cecilia Yip Tung, Lau Siu-Ming, Sharla Cheung Man, Fennie Yuen Kit-Ying, Wu Ma, Lam Ching-Ying

Laufzeit der deutschen DVD: 113:02 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / Neusichtung am: 01.06.26

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von e-m-s vor = reguläre HK-Fassung Uncut, in Deutsch/Kantonesisch mit deutschen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die Taiwan-Fassung (ZDF-Free TV, deutsche Blu-Ray von T&G Vision Film / Cargo Records, deutsche VHS-Fassungen) ist länger, aber die Erweiterungen sind bis auf eine Szene (blutige Handgelenkverletzung von einer Sekunde) vernachlässigbar. In Deutschland ist der Film als Meister des Schwertes veröffentlicht worden.

Freitag, 2. Mai 2025

Witch from Nepal

Witch from Nepal

Story:

Joe (Chow Yun-Fat) macht zusammen mit seiner Freundin (Yammie Lam Kit-Ying) in Nepal Urlaub, als er auf eine mysteriöse Frau (Emily Chu) trifft, die ihm magische Kräfte überträgt. Beide beginnen eine Affäre. Doch ein Katzen-Krieger (Dick Wei) ist hinter Joes Affäre her und trachtet ihr und ihrem Umfeld nach dem Leben. In den Strassen Hong Kongs kommt es zum finalen Duell…

Meine Meinung:

Aka Nepal Affair. Nachdem das US-Label Vinegar Syndrome den Film als Blu-Ray angekündigt hat (wie auch das UK-Label 88 Films), wollte ich meine HK-DVD, eine relativ alte Scheibe, verkaufen. Doch der Deal schlug fehl. So nutzte ich diese Chance, um mir den Film nochmals anzusehen, statt Witch from Nepal, eine Mitte der 80er Jahre Produktion aus Hong Kong, blind neu zu kaufen. Und das war eine korrekte Entscheidung. Denn der Film konnte mich eigentlich nicht mehr wirklich überzeugen und ein Neukauf ist ausgeschlossen und eigentlich müsste ich den Film auch aus der Filmsammlung verbannen.

Witch from Nepal, teilweise wirklich vor Ort in Tibet gedreht, ist nämlich vor allem eins: uninteressant und langweilig. Sehr langweilig. Wenn man bedenkt, welche Namen und welches Filmstudio hinter mit dem Projekt standen (Ching Siu-Tung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Alan Chui Chung-San, Phillip Kwok Chun-Fung, Golden Harvest) kann man eigentlich nur enttäuscht sein. Das dürfte zusammen mit The Scripture with No Words oder Naked Weapon der uninteressanteste Film von Regisseur Ching Siu-Tung (Duel to the Death, A Chinese Ghost Story, Wonder Seven) sein. Auch die kaum vorhandene Action ist im Grossen und Ganzen enttäuschend. Trotz bekannter Namen wie Alan Chui Chung-San (The 7 Grandmasters) und Venom Star Phillip Kwok (Hard Boiled).

Der ähnlich gelagerte (Filmstudio, Herstellungsjahr, Herstellungsland, Chow Yun-Fat) The Seventh Curse war da um Längen besser. In jeder Hinsicht. Chow Yun-Fat (Wild Search, City War, Scared Stiff) war solide. Aber allein durch seine Präsenz kann er die Qualität des lahmen Filmes und des lahmen Plots nicht verbessern. Dick Wei (No Way Back, Rosa, To Kill a Mastermind) als Katzen Geist-Krieger bekommt nur im Finale paar coole Szenen spendiert. Allgemein gibt es nur im Finale und vor dem Finale die besten Szenen zu sehen, die u.a. Zombies und einen Kampf zwischen Dick Wei und Chow Yun-Fat auf menschenleeren Strassen in Hong Kong beinhalten, inklusive eines sehenswerten Abganges von Dick Weis Figur.

Fazit: Kein Must See Titel. Dazu ist der Film viel zu langweilig…

Infos:

O: Qi Yuan

HK 1986

R: Ching Siu-Tung

D: Chow Yun-Fat, Dick Wei, Emily Chu, Lam Kit-Ying

Laufzeit der HK-DVD: 88:51 Min.

Gesehen am: Nov. 2008 / Neusichtung am: 10.02.25

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Universe vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Code Free, nicht anamorph, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Wer den Film mag, sollte die Vinegar Syndrome Blu-Ray (Double Feature zusammen mit The Seventh Curse) kaufen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025).

Freitag, 28. Juli 2023

A Chinese Ghost Story 2


A Chinese Ghost Story 2 

Story:

 

Schuldeneintreiber Ning Choi San (Leslie Cheung) begegnet im Wald diversen Monstern/Geistern, Autumn (Jacky Cheung), der ihm mittels Magie aus der Patsche hilft und den zwei Damen Windy Fu (Joey Wong) und Moon Fu (Michelle Reis). Die Mädels und Autumn verwechseln Ning und halten ihn für Swordsman Yan (Wu Ma). Zudem zieht eine Eskorte von Swordsman Hu (Waise Lee) durch die Wälder. Sie eskortieren Windys Vater, der exekutiert werden soll…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem Erfolg von A Chinese Ghost Story war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Erneut schicken Regisseur Ching Siu-Tung (Dr. Wai in the Scriptures with No Words) und Produzent Tsui Hark (Burning Paradise) Leslie Cheung (Little Dragon Maiden), Joey Wong (100 Ways to Murder Your Wife) und Wu Ma (Just Heroes) in ein wildes und spektakuläres Ghost-Adventure, wobei Wu Ma nur am Anfang und Ende des Filmes zu sehen ist.

 

Die Liebesgeschichte, Tragik und Romanze werden stark minimiert und der Action-, Fantasy- und Monstergehalt stark erhöht. Der Film hat von Beginn an ein fast pausenloses und hohes Tempo, welches den Film zu einem absoluten Vergnügen macht. Mir hat die Fortsetzung deutlich besser gefallen als den Vorgänger, den ich sogar etwas übertrieben finde (wird dem Hype nicht gerecht). Längen gibt es nicht und die neuen Gesichter fügen sich gekonnt in den Plot ein.

 

Statt Wu Ma dominieren neu Namen wie Michelle Reis (Fong Sai Yuk), Waise Lee (Shadow Cop) oder Jacky Cheung (Slickers Vs Killers). Sogar Ex-Shaw Brothers Altstar und Legende Ku Feng (The Avenging Eagle) bekommt einen Auftritt spendiert. Nebst Love-Story wurde auch Gesangsszenen mit Ausnahme von einer Szene (Leslie Cheung beim Baden) minimiert. Humor gibt es nach wie vor, aber düstere Horror-Parts (die Gangster-Kannibalen oder Leichenteile fressende Käfer im Finale) sind ebenso auszumachen.

 

Das Beste am Film sind die Fantasy-Elemente und vor allem die Monster-Effekte. Die sind der Wahnsinn: das Waldmonster ist einfach herrlich cool und charmant getrickst und dominiert in der ersten Hälfte des Filmes, als die Figuren mehr und mehr in den Plot eingefügt und dem Zuschauer vorgestellt werden. Vor dem Finale gibt es dann monströse Käfer zu sehen und im Finale einen Fake-Buddha und ein Riesen-Monster: einen Mix aus Drachen und Tausendfüssler. Wer auf altmodische Effekte abfährt, wird mit den sehenswerten Effekte-Kreationen in A Chinese Ghost Story 2 bestens bedient!

 

Fazit: Besser als der Vorgänger und jedem HK-Filmfan zu empfehlen!

 

Gefolgt von: A Chinese Ghost Story 3

 

Infos:

 

O: Sin Neoi Jau Wan II: Jan Gaan Dou

 

HK 1990

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Leslie Cheung, Jacky Cheung, Joey Wong, Michelle Reis, Waise Lee, Wu Ma, Ku Feng

 

Laufzeit der deutschen DVD: 98:49 Min.

 

Neusichtung am: Juni 2023

 

Fassungen: Siehe A Chinese Ghost Story! Das VHS aus Taiwan hat Exklusiv-Material zu bieten! Gibt es in Deutschland inzwischen auch auf Blu-Ray.

Donnerstag, 20. Juli 2023

Das Todesduell der Shaolin

Das Todesduell der Shaolin 

Story:

 

Der beste Kämpfer Japans, Hashimoto (Norman Tsui), macht sich auf den Weg nach China. Dort will er gegen den besten Kämpfer Chinas antreten – in einem Duell auf Leben und Tod. Sein Gegenüber ist Bo Ching Wan (Damian Lau). Der Shogun hat jedoch Bedenken, dass Hashimoto siegen wird und schickt seine Ninjas unter der Führung von Kenji (Eddy Ko) los. Diese versuchen, Bo Ching Wan unschädlich zu machen ganz zum Missfallen von Hashimoto…

 

Meine Meinung:

 

Das Todesduell der Shaolin aka Duel to the Death erinnert vom Setting und den Stars (Eddy Ko, Norman Tsui) an Patrick Tams Das Schwert. Im direkten Vergleich ist Das Schwert der deutlich bessere Film. Das soll aber nicht heissen, dass Das Todesduell der Shaolin ein schlechter Film ist. Aber die Musik fand ich wenig speziell, am Anfang gibt’s Längen und auch unpassenden Humor (Hon Kwok-Choi Rolle) und ein Damian Lau ist halt kein Adam Cheng.

 

Der Film stellt das Regiedebüt des späteren A Chinese Ghost Story Regisseurs Tony Ching Siu-Tung (Dragon Inn, Wonder Seven, The Sorcerer and the White Snake) dar und war ein voller Erfolg an den Kinokassen. Er war auch schon hier als Action-Regisseur tätig und schrieb auch am Drehbuch mit. Kein wirklich origineller Plot, aber bietet genug Unterhaltung, um zu überzeugen. Die Kampfszenen sind rasant und fantasievoll eingefangen worden, auch dank den japanischen Ninja-Gimmicks und Einflüssen.

 

Auch das Finale ist, wenn auch nur kurz, sehenswert und bietet genug blutiges Spektakel, um in Erinnerung zu bleiben. Wo Damian Lau schwächelt, überzeugen in den Hauptrollen Namen wie Norman Tsui (Invitation of Ghost) oder Eddy Ko (Chinese Kung Fu Against Godfather). Die machen beide einen fantastischen Job. Flora Cheung Tin-Oi, die einzige Frau im ganzen Film, ist auch überzeugend und in einem Gastauftritt ist Wilson Tong (Snake Deadly Act) zu sehen.

 

Fazit: Kein 100%iger Kracher, aber für ein Regiedebüt erstaunlich gelungen. HK-Filmfans greifen zu!

 

Infos:

 

O: Saang Sei Kyut

 

HK 1983

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Norman Tsui, Damian Lau, Eddy Ko, Flora Cheung Tin-Oi, Paul Chang Chung, Yeung Chak-Lam, Wilson Tong

 

Laufzeit der deutschen DVD: 82:50 Min.

 

Neusichtung am: 25.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher DVD vor = Deutsch/Mandarin/Englisch mit deutschen und englischen Subs. Im Gegensatz zum ähnlichen Film Das Schwert kann die deutsche Synchro nicht überzeugen, so dass ich im O-Ton mit deutschen Subs guckte. Der Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind gut, aber man sieht dem Master das Alter an. Fans sollten daher die Blu-Ray aus England kaufen (Eureka!). Diese dürfte qualitativ deutlich besser sein plus exklusive Extras (Booklet, Interviews etc.).

Freitag, 5. Mai 2023

A Chinese Ghost Story

A Chinese Ghost Story 

Story:

 

Der junge und naive Schuldeneintreiber Ling Choi San (Leslie Cheung) gerät an einen weiblichen Geist, ohne es zu wissen. Lip Siu Sin (Joey Wong), so heisst sie, und er verlieben sich. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, als Lip Siu Sin in der Hölle zwangsverheiratet werden soll. Ling Choi San versucht zusammen mit dem Schwertkämpfer Yin Chek Ha (Wu Ma) Lip Siu Sins Seele zu retten, damit sie wiedergeboren werden kann. Doch der Tree Demon (Lau Siu-Ming) hat etwas dagegen…

 

Meine Meinung:

 

A Chinese Ghost Story ist sicherlich einer der erfolgreichsten Mitte der 80er Jahre HK-Filme überhaupt. Der Film gewann Preise (Avoriaz Fantastic Film Festival, Fantasporto, Fantafestival, Golden Horse Film Festival), bekam Fortsetzungen (zwei) und ein Remake (2011) spendiert. Der Film wurde für viele der Beteiligten wie Leslie Cheung (Little Dragon Maiden), Joey Wang (100 Ways to Murder Your Wife), Wu Ma (A Taste of Cold Steel), Ching Siu-Tung (Dragon Inn), Tsui Hark (Black Mask 2: City of Masks), Phillip Kwok (Forbidden Arsenal), Sally Yeh (Crimson Street) oder Alan Chui Chung-San (The 7 Grandmasters) zu einem grossen Erfolg in ihren Karrieren.

 

Interessant ist, dass laut einem Toby Russell Interview, Regisseur und Choreograph Ching Siu-Tung sich von früheren Robert Tai Filmen hat inspirieren lassen, was die rasanten Action-Szenen und Choreographien angehen. Unter anderem aus Filmen wie Shaolin Vs. Ninja und Ninja – The Final Duel. So soll Ching Siu-Tung in Duel to the Death Actionsequenzen verwendet haben, die man fast 1:1 in Shaolin Vs. Ninja sah. Aber ich sage immer: besser geklaut als selbst schlecht gemacht!

 

Der von Tsui Hark produzierte Film gefällt vor allem durch drei Dinge:

 

1. Die spektakulären Action-Szenen und die rasante Choreographie! Das muss, dazumal Mitte der 80er Jahre im Kino, schon sehr cool gewesen sein! Es überrascht daher nicht, dass der Film an so vielen Film-Festivals lief, viele Nominierungen erntete und auch mehrere Preise gewann. Die Kamera ist am Geschehen immer dabei ohne unübersichtlich zu sein. Etliche Filmemacher sprangen danach auf den Zug auf und präsentieren ähnliche Action-Szenen. Nebst Regisseur Ching Siu-Tung waren auch Venom-Star Phillip Kwok und Alan Chui Chung-San an der Choreographie beteiligt. Letzterer arbeitete auch in besagten Robert Tai Filmen mit.

 

2. Der Fantasy-Aspekt. Der ist ziemlich cool! Ich würde definitiv nicht von Horror oder einem Märchen sprechen, sondern von einem Fantasy-Film. Es wird eine, scheinbar chinesische literarische Vorlage verfilmt. Es gab schon frühere Verfilmungen. Wie so oft waren die Shaw Brothers in der Hinsicht Vorreiter und haben den Stoff bereits 1960 mit The Enchanting Shadow verfilmt. Es gibt in den Kampfszenen Magie, es gibt diverse coole Monster und damit auch starke Effekte! Zwei Szenen waren so verrückt (mit Monster und Verwandlungen), die hätten genau so gut aus einem japanischen Film stammen können! Hut ab!

 

3. Der dritte Punkt, der mir sehr gefiel war die Musik! Egal ob damit der Song ist, den Wu Ma in einer Szene vorträgt oder das Titelgebende Theme gesunden von Star Leslie Cheung selbst und/oder Sally Yeh! Ein Genuss für die Sinne, jede Szene mit der Musik ist automatisch einfach toll anzusehen! Überdurchschnittlich schön!

 

Abgesehen von diesen drei Punkten muss ich jedoch anfügen, dass ich A Chinese Ghost Story ansonsten auch für etwas überbewertet halte. Der Plot ist sehr dünn und hätte Straffungen vertragen. Lange Zeit passiert eigentlich kaum etwas d.h. der Plot schreitet erst kurz vor dem Finale voran. Dass die von Leslie Cheungs gespielte Figur oftmals wieder in die Stadt zurückkehrt, sorgt für unnötigen Klamauk (Wong Jing) und Längen. Die Szenen tun nichts zur Sache und sind eigentlich lahmes Füllmaterial. Allgemein hätte man den Klamauk streichen sollen.  Und die Hauptfigur war zu naiv, um glaubhaft zu sein. Da waren Joey Wong und Wu Mas Charaktere besser skizziert. Mir ist auch bewusst, dass "das meckern auf hohem Niveau" ist.

 

Fazit: Sehenswerte und effektive Fantasy-Action aus HK! Nicht 100% perfekt, aber dennoch klar zu empfehlen!

 

Gefolgt von: A Chinese Ghost Story 2

 

Infos:

 

O: Sin Neoi Jau Wan

 

HK 1987

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Leslie Cheung, Joey Wong, Wu Ma, Lau Siu-Ming, Lam Wai, Wong Jing

 

Laufzeit der deutschen DVD: 91:54 Min.

 

Neusichtung am: 14.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von e-m-s vor = Box mit allen drei Teilen. Sehr gute Bild- und Tonqualität (sähen doch nur alle HK-Filme aus der Zeit so gut aus!), O-Ton, deutsche Subs, Uncut. In Taiwan (auf VHS) ca. zwei Minuten länger (unbedeutende Sequenzen, Frames. Dialoge).

Dienstag, 13. August 2019

Dr. Wai in the Scriptures with No Words Review


Dr. Wai in the Scriptures with No Words

Story:

Chow (Jet Li) schreibt für eine Tageszeitung Fantasy- und Abenteuergeschichten. Er schreibt über den King of Adventures (Jet Li), der zusammen mit seinen Gefährten (u.a. Takeshi Kaneshiro) abenteuerliche Geschichten erlebt. Sein neuster Auftrag: die Schrift ohne Worte zu finden. Doch diverse Bösewichte (u.a. Billy Chow) sind auch hinter dieser her…

Meine Meinung:

Nebst The One und The New Legend of Shaolin der nächste Jet Li Titel, der aus der Sammlung fliegt. Die meisten Jet Li Filme bzw. deren letzten Sichtungen sind sicher zehn Jahre oder länger her. Nun werden sie neu geschaut – und nicht alles gefällt mir wir früher. Ich hielt Dr. Wai in the Scriptures with No Words auch früher für kein Highlight, aber dass ich den Film heue so grottig finde, hat mich schon überrascht.

Der Film hat mich inhaltlich nicht überzeugt. Die ganze Rahmenhandlung hat genervt, war uninteressant, die Szenen in der Moderne wirkten deplatziert und haben, durch die ständigen Wechsel, viel Stimmung kaputt gemacht. Zudem sorgte es für Längen.

Es gab für meinen Geschmack zu wenig Action und diese war, bis auf vielleicht 1-2 Szenen, nie wirklich toll. Der Film wirkt comicartig übertrieben – dies gilt für Settings (diese sind auch am aufwändigsten), Effekte (die jedoch Charme haben) und den Blödel-Humor, der nicht allen zusagen dürfte. Leider nervte der Humor und einige Figuren auch – so wurde z.B. der Japaner Takeshi Kaneshiro als doofer Sidekick vollkommen verschenkt!

Billy Chow kann nicht an andere Rollen als Bösewicht anknüpfen, Rosamund Kwan war solide und Collin Chou fiel mir nicht auf (ob er den Bösewicht mit Maske spielte?). Jet Li war solide – wobei seine Schauspielleistung vor allem die Rolle der Figur in der Rahmenhandlung betreffend schlecht gespielt war.

Dazu kommt, dass der Soundtrack mega billig war und die DVD technisch übel vertont. Nochmals zur enttäuschenden Action: Tony Ching Siu-Tung war diesmal nicht nur Action-Regisseur, sondern auch Regisseur – gerade er, der für tolle Action-Szenen in Filmen wie The Killer, Butterfly Sword, Dragon Inn oder Wonder Seven verantwortlich war, liefert in Dr. Wai in the Scriptures with No Words eine mehr oder weniger mässige und enttäuschende Arbeit ab – als Regisseur und als Action-Regisseur.

Fazit: Nur für ultimative Jet Li Freaks zu empfehlen!

Infos:

O: Mo Him Wong

HK 1996

R: Ching Siu-Tung

D: Jet Li, Takeshi Kaneshiro, Billy Chow, Rosamund Kwan, Charlie Yeung Choi-Nei, Law Kar-Ying, Collin Chou

Laufzeit der HK DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 24.05.19

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Mei Ah vor = Solide Bild- und schlechte Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Langfassung (es gibt einen kürzeren Cut der auf alle Szenen aus der Rahmenhandlung verzichtet = könnte diesmal tatsächlich besser sein). Gäbe sogar eine HK-Blu-Ray. Die franz. DVD z.B. hat beide Fassungen und exklusive Extras. Die deutschen Fassungen sind nur in Deutsch. Nachtrag 28.06.24: Für eine weitere Sichtung lag mir die neue UK-Blu-Ray von Eureka vor. Ich bekam das Set (drei Jet Li Filme in einer Collection) geschenkt, ansonsten hätte ich mir das Ding nicht geholt, denn sowohl Dr. Wai in the Scriptures with No Words wie auch My Father is a Hero flogen inzwischen aus der Sammlung. Ich wollte dem Film aber, zumindest in der internationalen Fassung ohne die ganzen modernen Szenen, nochmals eine Chance geben. Das Set ist qualitativ natürlich der alten HK-DVD weit überlegen. Die internationale Fassung fällt qualitativ aber leicht ab, wie ein Vergleich mit HK-Kinofassung zeigt. Ein Manko ist auch, dass die Fassung nur in Englisch oder Mandarin vorliegt und nicht im O-Ton Kantonesisch. Der Film konnte mich auch in dieser Fassung nicht überzeugen. Ja, es gibt vereinzelt paar nette Fantasy-Momente und Jet Li, Billy Chow und Collin Chou bieten auch paar coole Kampfszenen. Aber alles andere ist lahm und uninteressant, vor allem "Beigemüse" Takeshi Kaneshiro und der ganze Spy Romance-Plot mit Rosamund Kwan hätte auch gestrichen werden können. 

Sonntag, 26. Mai 2019

The Killer


The Killer

Story:

Jeff (Chow Yun-Fat) ist ein Profikiller. Bei einem Auftrag verletzt er die Sängerin Jennie (Sally Yeh Chian-Wen). Jeff macht es sich zur Aufgabe, Geld zu sparen um Jennie im Ausland eine Operation finanzieren zu können, welche sie vor einer Erblindung durch die Verletzung bewahren würde. Es soll Jeffs letzter Auftrag werden. Doch seine Auftraggeber (Paul Chu Kong, Shing Fui-On, Ricky Yi Fan-Wai) setzen ihn selbst auf die Abschussliste. Zu Hilfe kommt Jeff Cop Li Ying (Danny Lee Sau-Yin)…

Meine Meinung:

The Killer ist einer der besten John Woo Filme und war eine meiner ersten Erfahrungen in Sachen HK-Kino während meiner Jugendzeit nebst Filmen wie Heroes Shed No Tears, Bullet in the Head, Story of Ricky und A Better Tomorrow 1, 2 & 3 (in den damals erschienenen Laser Paradise Fassungen). Die grossen John Woo Klassiker (dazu gehört auch noch Hard Boiled) habe ich sehr lange nicht mehr gesehen – denke letzte Sichtungen sind ca. zehn Jahre oder mehr her.

Seitdem guckte ich andere John Woo Filme (The Crossing Part 1 und 2, Manhunt, schnupperte an seinen alten Komödien wie From Riches to Rags, To Hell with the Devil und freue mich über zukünftige Vös zu Last Hurrah for Chivalry) und muss sagen, dass seine alten HK-Filme unerreicht bleiben. Da kommen auch seine guten US-Filme nicht ran (Im Körper des Feindes, Harte Ziele, Operation: Borken Arrow), aber zuletzt ging es mit Woo bergab. Leider.

The Killer hat mir auch nach der neusten Sichtung, trotz Dramatik und Herzschmerz, noch immer sehr gut gefallen. Die Dramatik störte nicht. Sie wurde gut in die Action-Szenen integriert wie auch die Figurenzeichnung um Freundschaften, Aufopferung, Verrat, Loyalität. Merkmale, die das Kino von John Woo ausmachen und die er von seinem Mentor Chang Cheh zu Shaw Brothers Zeiten aufmerksam studiert hatte. Genauso gut hätten man Danny Lee und Chow Yun-Fat durch David Chiang und Ti Lung und John Woo durch Chang Cheh ersetzen können – der Film hätte wohl ähnlich ausgesehen!

The Killer ist wunderschönes Action-Kino, welches zu keiner Sekunde langweilig ist. Die Action-Szenen, die wunderbar choreographiert wurden (u.a. von Tony Ching Siu-Tung), sehen fantastisch aus. Zeitlupenaufnahmen, überlegt geschnitten, symbolträchtig (weisse Tauben), wie ein Ballett und eine einstudierte Kunst. Stars Chow Yun-Fat (spielte in vielen anderen John Woo Filmen mit) und Danny Lee (startete wie John Woo seine Karriere auch bei den Shaw Brothers) geben alles, Sally Yeh überzeugt ebenso und sang das Theme zum Film.

Andere Figurenzeichnungen überzeugen ebenso (Paul Chu Kong, Kenneth Tsang) und die Bösewichte waren sehr solide wobei ich Shing Fui-On schon überzeugender und fieser erlebt habe. In einer kleinen Nebenrolle, auch als Bösewicht, ist noch Tommy Wong Kwong-Leung zu sehen. Die Action-Szenen sind einige der besten, welche das HK-Actionkino der goldenen Generation je hervorgebracht hat. Einem grossen Budget (produziert von Tsui Hark) sei Dank! John Woo musste den Film am Ende doch noch straffen (mehr dazu unter Fassungen = Taiwan Fassung), um ihn massentauglicher zu machen.

Dennoch: absolutes Meisterwerk mit traurigem, berührendem Finale voller Action und Dramatik! Einer der besten HK-Action- und John Woo Filme und Fans des Genres absolut zu empfehlen!

Infos:

O: Dip Huet Seung Hung

HK 1989

R: John Woo

P: Tsui Hark

D: Chow Yun-Fat, Danny Lee, Sally Yeh, Paul Chu Kong, Kenneth Tsang, Paul Chu Kong, Shing Fui-On, Ricky Yi Fan-Wai

Laufzeit der UK DVD: 107:12 Min. / Laufzeit der UK-Blu-Ray (Extended Taiwanese Preview): 136:49 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 14.04.19 / Sichtung der Arrow Video Blu-Ray: 30.04.26

Fassungen: Mir lag die UK DVD von HKL vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut, exklusive Extras. Bildqualität auch für heutige Verhältnisse noch sehr gut und für mich absolut ausreichend. In Deutschland Uncut von ems zu bekommen (DVD). Wer eine Blu-Ray möchte, sollte die US-Ausgabe nehmen (wegen Originaltonformat). Die Taiwan Fassung (Taiwan VHS, Franz. DVD) bietet mehr Handlung aber auch mehr Gewalt. Die franz. Langfassung ist hingegen nicht komplett – es fehlen ca. sieben Minuten im Vergleich zur taiwanesischen Langfassung. Dafür hat die franz. Langfassung eine deutlich bessere Bildqualität und mehr Bild. Nachtrag April 2026: Die neue UK-Blu-Ray von Arrow Video lässt praktisch keine Wünsche offen (Schuber, Booklet, Postkarten, Bild- und Tonqualität, viele Extras). Ich habe mir dieses Set nur wegen der taiwanesischen Fassung geholt. Die befindet sich drei Mal im Set: Einmal in der regulären Fassung, dann in einer Extended Fassung mit VHS-Inserts (= Extended Taiwanese Preview) und dasselbe nochmals als "Unrestored Print" (= viel zu dunkel, würde ich nicht empfehlen). Ich sah die Extended Taiwanese Preview Fassung an. Die läuft im Gegensatz zur regulären Kinofassung (107:12 Min.) länger (= 136:49 Min.) und ist statt in Kantonesisch in Mandarin. Die Mehrheit der Bildqualität ist gut. Neu eingefügte Szenen sind oftmals leicht dunkler und die VHS-Inserts in einer schlechteren Bildqualität und auch nicht in Widescreen. Dennoch ist dies die bis dato längst mögliche Fassung des Filmes, welche ich als eine Art Workprint sehe, bevor John Woo den Film auf Wunsch des Studios für den Kinostart zurecht stutzen musste. Einziges Manko: 1.2 Sec. im Finale wurden vergessen und sind somit nach wie vor Taiwan-VHS-exklusives Bildmaterial. Der Film hat mich auch in dieser Fassung überzeugt, auch wenn einige der dramatischen Momente deutlich zu dramatisch sind und ich Sally Yehs Song kacke finde. Aber die Action ist schon geil und rockt derbe! 

Mittwoch, 29. August 2018

Naked Weapon Review

Naked Weapon

Story:

Auf einer Insel werden entführte Mädchen zu Killerinnen ausgebildet. Viele Jahre später: Ein Polizist (Daniel Wu) versucht die Killerinnen (u.a. Maggie Q und Anya) aufzuhalten und einer Mutter (Cheng Pei-Pei) zu helfen, ihre Tochter zurückzubekommen. Doch derweil machen sich auch andere Gangster (Andrew Lin Hoi) auf die Suche nach den «China Dolls», so wie die Killerinnen von der CIA genannt werden…

Meine Meinung:

Nach dem Hit Naked Killer versucht Produzent und Script-Writer Wong Jing erneut mit dem Nikita Thema und Action und Erotik zugleich, einen Hit zu landen. Diesmal nicht mit Clarence Ford (Chep Killers) als Regisseur, sondern mit Tony Ching Siu-Tung, der auch für die Action zuständig war. Immerhin ein erfahrener Bursche, wenn es um schwindelerregende, großartig choreographierte Action geht, siehe seine Arbeiten für Klassiker wie Duel to the Death, A Chinese Ghost Story, Swordsman, The Raid, Wonder Seven, Butterfly Sword, The Heroic Trio oder Dragon Inn.

Umso enttäuschender fällt das Ergebnis in Naked Weapon aus. Und ein zweiter Naked Killer ist es leider auch nicht geworden. Der komplett in Englisch gedrehte Film ist zwar nicht langweilig, aber das Gezeigte ist nicht wirklich gut. Das Nikita Thema mag ich allgemein nicht (vor allem Nikita als Film mag ich nicht), da stellt nur Black Cat 2 eine Ausnahme dar, daher hätte zumindest die Action gut sein müssen, um mich überzeugen zu können.

Doch leider enttäuscht die Action auf ganzer Linie. Billig, zu modern, zum Teil unübersichtliche Kameraführung, lächerliche Matrix Spielereien. Dazu kommen weitere Parts, welche dafür sorgten, dass mir der Film nicht wirklich zusagte:

Nikita Setting (wie bereits erwähnt) und viel schlimmer: unsympathische Figuren mit null Charisma. Durchs Band. Fängt bei den Mädels an (Maggie Q und Anya), gilt auch für die Helden (Daniel Wu) und wird sogar noch mieser, wenn es um den Bösewicht geht: Andrew Lin Hoi grottenschlecht, zum Teil peinlich und unfreiwillig komisch (gerade einige Sequenzen im Finale beim Kampf waren einfach nur zum Kopfschütteln und warum muss er mit offenem Hemd kämpfen?). Vor allem diese Gründe plus die absolut enttäuschende Action sorgen dafür, dass der Film, obwohl nicht langweilig, für meinen Geschmack nicht gut genug ist bzw. er mir nicht gefallen hat = DVD fliegt aus der Sammlung! Zum Glück war die Scheibe billig…PS: nur Cheng Pei-Pei (ehemaliger Shaw Brothers Star) war okay und erträglich in ihrer Nebenrolle!

PS: Das Spiel wiederholte sich 2012 mit Naked Solider ein drittes Mal (wieder Wong Jing, diesmal jedoch für die Action zuständig: Corey Yuen Kwai und Yuen Tak)

Infos:

O: Chek Law Dak Gung

HK 2002

R: Ching Siu-Tung

D: Maggie Q, Anya, Daniel Wu, Cheng Pei-Pei, Andrew Lin Hoi

Laufzeit der koreanischen DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Mir lag die DVD aus Südkorea vor (für ca. fünf CHF auf ebay gekauft, also fast geschenkt) = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton (Englisch) und englische Subs vorhanden. Uncut. In Deutschland auf DVD oder Blu-Ray auch Uncut und im O-Ton mit deutschen Subs zu bekommen (MC One und Nameless Media). Film wurde komplett in Englisch gedreht.