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Montag, 3. August 2026

Das Geheimnis der Todesschlange

Das Geheimnis der Todesschlange

Story:

Wan Li (Bruce Li) und Chuen Sing (Larry Lee Gam-Kwan) wollen auf der Schlangeninsel ein altes Volk studieren. Dort treffen sie jedoch auf einem Perlen suchenden Gangster (Nick Cheung Lik) ehe Wan Li knapp ein Kampf mit dem Stammesanführer Great Wizard (Chan Sing) überlebt. Er wird von Princess Ankawa (Dana) gefunden und gesundgepflegt. Beide verlieben sich, sehr zur Missgunst von Great Wizard. Dennoch lässt Great Wizard Wan Li nach Hong Kong zurückkehren. Dafür muss Princess Ankawa jedoch Great Wizards Sohn (San Kuai) heiraten. Derweil plant Wan Li, auf die Insel zurückzukehren, um seine grosse Liebe zu retten…

Meine Meinung:

Aka Bruce Lee in New Guinea. Das Geheimnis der Todesschlange sah ich seit Ewigkeiten nicht. Ob ich den überhaupt schonmal auf Deutsch sah (die Erstsichtung muss dazumal beim Kumpel als US-DVD gewesen sein)? Es wird immer offensichtlicher, dass der Film in der kommenden Box von Severin Films (The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 2) enthalten sein wird. Zudem gibt es Gerüchte über eine Langfassung d.h. Uncut- und Alternativfassung. Ich war also motiviert, den Film aufzufrischen.

Bei Das Geheimnis der Todesschlange handelt es sich um einen trashigen Bruceploitation-Streifen mit Bruce Lee Klon Bruce Li (Counter Attack, The Dragon Lives, The New Game of Death) in der Hauptrolle. Ansonsten hat der Film und dessen Inhalt nichts mit Bruce Lee zu tun. Regie führte Yang Chi-Yao und scheinbar wurde echt vor Ort in New Guinea gedreht. Mehrheitlich spielt die Handlung auf der «Schlangeninsel». Der Film ist solide, kurzweilig und unterhaltsam. Aber dennoch nicht ganz ein Kracher. Dafür war der Film zu harmlos und die Kampfszenen doch zu unspektakulär.

Der Trash-Faktor entsteht durch das Overacting der Bösewichte, durch den grenzdebilen Humor (die Söhne von Chan Sing oder die zwei schielenden Begleiter von Bruce Li), in der Uncut-Fassung auch durch die Nacktszenen und durch einen Fake-Gorilla (Kostüm tragender Mensch), der auch einmal kämpft, nachdem Addy Sung Gam-Loi (4 Robbers) die Mädels am Strand erschreckt hat. Die Outfits und Kleider waren sehr exotisch und erinnerten an den taiwanesischen Film Return of the Kung Fu Dragon mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (und auch mit Chan Sing). Beim Plot sollte nicht nach Realismus gesucht werden.

Bruce Li macht seine Sache ordentlich. In Nebenrollen als Kämpfer sind noch Bolo Yeung (Bruce, Hong Kong Master, Enter Three Dragons) sowie Lee Hoi-Sang (The Kung-Fu Warrior, Die Schlitzaugen mit dem Superschlag) zu sehen. Letzteren habe ich aufgrund seiner ungewohnten (langen) Haarpracht inklusive Schnauz zuerst fast nicht erkannt. Beide machen ihre Sache ordentlich. Als Bösewicht und Endgegner ist Chan Sing (Shaolin Monk, Two Great Cavaliers) zu sehen, der mit seinem Overacting begeistert, ohne lächerlich zu wirken. Und Dana (The Super Inframan) bringt so was wie eine Spur Marketing und Erotik in den Film. Aufgewertet wird der Film durch die Tatsache, dass die deutsche Synchronisation sehr gelungen ist.

Fazit: Bruce Li und Chan Sing Fans können bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: She Nu Yu Chao

HK 1978

R: Yang Chi-Yao

D: Bruce Li, Larry Lee Gam-Kwan, Nick Cheung Lik, Chan Sing, Dana, San Kuai, Bolo Yeung, Lee Hoi-Sang, To Siu-Ming, Yue Tau-Wan, Addy Sung Gam-Loi

Laufzeit der deutschen DVD: 84:17 Min.

Gesehen am: Dez. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von cmv-Laservision vor. Die Vorteile dieser Version sind a) das Widescreen-Format und b) die deutsche Qualitätssynchronisation (dem englischen, miesen Dub klar vorzuziehen). Leider handelt es sich bei der deutschen Fassung um eine alternative, harmlose Fassung (in vier Szenen sind Frauen bekleidet statt nackt). Die Uncut-Nacktszenen sind als Bonus auf der DVD. Warum man keine echte Uncut gebastelt und z.B. als Bonusversion angeboten hat, ist mir nicht bekannt. Die Bildqualität ist sehr mässig und entspricht nicht dem DVD-Zeitalter = sehr unscharf und in Wald- und Nachtszenen viel zu dunkel, so dass kaum was zu erkennen ist. Eine O-Ton Fassung (mit oder ohne Subs), eine Blu-Ray oder UHD sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Es ist gut möglich, dass der Film in der kommenden The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 2, die 2027 erscheinen soll, enthalten sein wird.

Samstag, 16. Oktober 2021

Blood for Dracula Review


Horroktober 2021

Blood for Dracula

Story:

Graf Dracula (Udo Kier) ist dem Tode nahe. Ihm fehlt das Blut einer Jungfrau und in Rumänien erwecken sie zu viel Aufsehen. Also reist Graf Dracula mit seinem Diener Anton (Arno Jürging) nach Italien, wo sie sich das Blut einer Jungfrau erhoffen. Doch die Suche nach einer Jungfrau lässt den Grafen verzweifeln und ein herumschnüffelnder Bediensteter (Joe Dallesandro) wird zur Gefahr…

Meine Meinung:

Früher gefiel mir Blood for Dracula aka Andy Warhol's Dracula schlechter als sein Erstlingswerk und Vorgänger Flesh for Frankenstein (Andy Warhol's Frankenstein). Nach Neusichtung muss ich meine alte Meinung revidieren: Blood for Dracula gefällt mir praktisch genau so gut wie Flesh for Frankenstein.

Der Film ist halt einfach, und das sollte man im Voraus wissen um die Erwartungen korrekt anzupassen, zahmer. Will heissen: es gibt massiv weniger Splatter-Szenen und diese beschränken sich auch lediglich aufs Finale. Wer die gleiche Schlachtplatte wie beim Vorgänger erwartet, dürfte enttäuscht werde (und das war früher bei mir der Fall, denke ich).

Blood for Dracula wartet um das gleiche Dream Team aus Flesh for Frankenstein auf: Paul Morrissey führte wieder Regie und das Trio um Udo Kier (Puppet Master: The Littlest Reich, Brawl in Cell Block 99), Joe Dallesandro (Die Grausamen Drei, The Climber) und Arno Juerging sind wieder mit von der Partie, auch wenn sie alle neuen Charaktere spielen, blieben ihre Eigenschaften die gleichen: Udo Kier der dramatische Bösewicht, an dessen Seite sein loyaler «Diener» Arno Juerging und Joe Dallesandro mimt den Frauenhelden und Helden allgemein.

Das Schauspiel der oben drei genannten Stars ist, wie auch jenes der Nebenfiguren, perfekt. Das Schauen macht grosse Laune und amüsiert. Dies auch bedingt durch eine grossartige deutsche Synchronisation und der Tatsache, dass der Film per se kein reiner Horrorfilm ist. Blood for Dracula würde ich als Mix aus Drama, Komödie und Horror betiteln (vor allem Komödie). Einige Dialoge sind köstlich und regten in Verbindung mit dem Overacting zum Schmunzeln an. Besonders Arno Juerging war in der Hinsicht grandios und lief Udo Kier und Joe Dallesandro fast den Rang ab. Dazu kommt, dass der Soundtrack schön gefühlsvoll klang und perfekt zum Geschehen gepasst hat.

Fazit: Für Euro-Cult Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Dracula cerca sangue di vergine... e morì di sete!!!

Italien, Frankreich, USA 1974

R: Paul Morrissey

D: Udo Kier, Joe Dallesandro, Arno Juerging, Maxime McKendry, Milena Vukotic

Laufzeit der deutschen DVD: 103:12 Min.

Neusichtung am: Okt. 2021 / 1. Sichtung der Blu-Ray: Ende Dez. 2024

Fassungen: Siehe Flesh for Frankenstein. Gibt es in D von CMV auf Blu-Ray. Wer keinen deutschen Ton braucht kauft den US-Import (3-Disc 4K UHD + Blu-ray + CD Digipack) von Severin Films. Nachtrag Dez. 2024: Für eine weitere Sichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von CMV vor. Der Film ist Uncut, die deutsche Sprachfassung erstklassig und die Bild- und Tonqualität sind hervorragend und der alten deutschen DVD um Längen überlegen. Die Fassung ist ein Mediabook mit DVD/Blu-Ray und Booklet und auf 333 Stück limitiert. Ich mag den "Frankenstein" zwar lieber da mehr Screentime von Arno Jürging, Udo Kier und mehr Effekte, aber dennoch macht auch "Dracula" richtig viel Laune und bietet ein spassiges Sehvergnügen. 

Dienstag, 13. Oktober 2020

Flesh for Frankenstein Review


Horroktober 2020

Flesh for Frankenstein

Story:

Baron Frankenstein (Udo Kier) und sein Assistent Otto (Arno Jürging) wollen neues Leben (einen Mann und eine Frau) erschaffen und gehen dabei über Leichen – zudem planen sie dank den zwei selbst erstellten Menschen Kinder in die Welt zu stellen. Dumm nur, dass der Diener und Sexsklave (Joe Dallesandro) von Barons Schwester (Monique van Vooren) seinen ehemaligen, getöteten Kumpel (Srdjan Zelenovic) als «Barons» Experiment wieder erkennt…

Meine Meinung:

Flesh for Frankenstein ist in meinen Augen die beste Verfilmung der Frankenstein Geschichte. Paul Morrissey, der oft mit Künstler Andy Warhol zusammenarbeitete (der Film heisst zum Teil auch Andy Warhols Frankenstein), der den Film auch produzierte, schuf Anfang der 70er mit beliebter 3D-Technik die wohl blutigsten, verrückteste und unterhaltsamste Frankenstein Variante.

Der Film, der durch eine grandiose deutsche Synchronisation und das Over-Acting aller Beteiligten, allen voran von Udo Kier (sicherlich eine seiner besten Rollen!), gefällt, erzählt eine Mischung aus Frankenstein-Motiven, sexuellen Perversionen und viel Blut. Dabei ist der Film sehr unterhaltsam aber auch nicht ernst zu nehmen, was den Schockfaktor angeht.

Dafür sind einige Tricks und Spezialeffekte als solche viel zu gut zu erkennen (die Köpfung). Tabubrechender sind die Szenen, die eine Art Nekrophilie beinhalten. Udo Kier (Suspiria, Bacurau) ist wie gesagt eine Wucht. Er alleine trägt nebst deutscher Sprachfassung, Blutgehalt und Schmuddel-Szenen den Film von allein.

Aber auch der restliche Cast ist sehenswert: Joe Dallesandro (Die wilde Meute) war Stamm-Schauspieler in Filmen von oder um Themen von Andy Warhol und auch der Deutsche Arno Jürging passt mit seinem verrückten Auftreten (diese Augen, dieser verrückte Blick!) perfekt in eine Rolle und steht Udo Kier in Sachen Over-Acting, vor allem im Finale, in nichts nach. Monique van Vooren Schauspiel sind auch sehenswert wie ihre Nacktszenen.

Der gleiche Cast war auch für Blood for Dracula verantwortlich, wobei dieser deutlich zahmer und weniger actionreich ausgefallen ist als die Frankenstein-Variante, die es für meinen persönlichen Geschmack zu bevorzugen gilt. Wer das blutige Schmuddel-Horrorkino der 70er Jahre mag (alles was sich mit dem Begriff Euro Cult zusammenfassen lässt), sollte sich diesen sehenswerten Film, im besten in deutscher Synchronisation, nicht entgehen lassen!

Fazit: Für jeden Horrorfilm-Fan klar zu empfehlen!

Infos:

O: Carne per Frankenstein

Italien, USA, Frankreich 1973

R: Paul Morrissey

D: Udo Kier, Arno Jürging, Joe Dallesandro, Monique van Vooren, Srdjan Zelenovic, Dalila Di Lazzaro

Laufzeit der deutschen DVD: 94:50 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2020 / Sichtung der deutschen Blu-Ray: Mitte Dez- 2024

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Marketing Film vot = Double Feature mit Blood for Dracula, Uncut, gute Ton- und Bildqualität, grandiose deutsche Synchro. Gäbe es inzwischen auch von diversen Labels auf Blu-Ray: Criterion (USA), XT Video («Österreich»), CMV (Deutschland). Nachtrag Dez. 2024: Das Upgrade (der alten Marketing DVD zur CMV Blu-Ray) hat sich gelohnt. Das alte Master (Marketing DVD) war sehr dunkel. Die neue Blu-Ray hat nicht nur eine sehr gute Bildqualität, sondern ist auch sehr hell. Einige der super blutigen Szenen kommen so blutiger und viel besser zur Geltung. Der Film ist eine der besten, wenn nicht gar die beste Frankenstein Interpretation. Udo Kier und allgemein der ganze Cast sind wunderbar wie deren Overacting und die grandiose deutsche Synchronisation macht unendlich viel Spass. Ein Genuss, den Dialogen und dem Schauspiel zu lauschen. Ich musste so viel Schmunzeln. 

Dienstag, 15. September 2020

Der Silberspeer der Shaolin Review




Der Silberspeer der Shaolin

Story:

Der Kämpfer mit dem Silberspeer, Lung Fei-Yung (Jimmy Wang Yu), wird von Hu (Hu Chin) angeheuert, drei Kämpfer (Blacky Ko Shou-Liang) zu töten. Grund: Kan (Kan Ti-Men) trachtet Hu nach dem Leben und die drei Killer sollten Hu töten. Lung Fei-Yung nimmt den Auftrag an und gerät zwischen die Fronten von der Fehde von Hu und Kan. Dabei kann er niemandem trauen…

Meine Meinung:

Diesen Jimmy Wang Yu Eastern aus Taiwan hatte ich nicht so geil in Erinnerung und wurde nun bei einer Neusichtung positiv überrascht! Nicht dass ich den Film früher schlecht gefunden hätte, aber ich mag diese fantasievollen und optisch schönen Taiwan-Eastern einfach! Und der Film ist wirklich sehenswert.

Der Story kann man gut folgen und es gibt nur vereinzelt im Mittelteil paar Längen, ansonsten bietet der Film sehenswerte Action-Szenen, die vor allem durch den Einsatz von Waffen, den abwechslungsreichen Settings, den Effekten, dem Blut- oder Fantasiegehalt überzeugen.

So gibt es nebst Silberspeer auch tödliche Waffen mit Schlangengift, den Einsatz von Feuer (Finale) und eine fliegende Waffe die direkt aus dem Shaw Brothers Film The Flying Guillotine stammen könnte. Kämpfe finden in Höhlen, in einer Leichenkammer, im Schnee oder sogar unter Wasser statt und die Gegner sind teilweise auch Skelette.

Jimmy Wang Yu (The Chinese Boxer) ist ultracool und unbesiegbar. Der Film ist voll und ganz auf ihn zugeschnitten. Sein Aussehen und seine Waffe erinnern an seine Rolle aus Haruschi - blanke Schwert der Rache (aka The Desperate Chase).

Auch der restliche Cast hat gefallen: Hu Chin (Kung Fu Kids) spielt das typische, falsche Miststück, während Chang Yu (Assassin Vs Assassin) als Verräter, Kan Ti-Men (The Imperial Sword Killing the Devil) als natürlich weisshaariger Bösewicht und Blacky Ko (Invincible) gleich in einer 3er Rolle (die drei Killer, die Wang Yu tötet) zu sehen ist.

Vom Regisseur kenne ich selbst keine Filme. Nur The Traitorous liegt noch ungesehen rum. Viel hat er laut Datenbanken auch nicht gemacht. Der Film wird zusätzlich durch eine grandiose und deutsche Synchronisation aufgewertet. Macht Spass beim Zuhören. Die Dialoge sind qualitativ top.

Fazit: Für jeden Jimmy Wang Yu Fan ein Must See Titel!

PS: Nicht zu verwechseln mit The Silver Spear!

Infos:

O: Xue Lian Huan

Aka The Deadly Silver Spear

Taiwan 1977

R: Sung Ting-Mei

D: Jimmy Wang Yu, Hu Chin, Kan Ti-Men, Chang Yu, Blacky Ko Shou-Liang

Laufzeit der deutschen DVD: 85:10 Min.

Gesehen am: April 2008 / Review überarbeitet: 04.07.20

Fassungen: Mir lag für die Erstsichtung vor zwölf Jahren die deutsche DVD von CMV vor = nicht Uncut. Ansonsten gäbe es an der Fassung nichts auszusetzen. Die zensierten Szenen sind auf Bonus auf der DVD. Für die aktuelle Sichtung lag mir nun die deutsche Uncut Fassung von Imperial Pictures vor = die Szenen wurden aus einer schlechten Quelle hinzugefügt = egal, Hauptsache der Film ist jetzt Uncut. Das Label hat optisch jedoch Mist gebaut: Cover-Artwork hat nichts mit dem Film zu tun (zudem auf modern getrimmt) plus falsche Stab-Angaben und falsche Inhaltsangabe. Folge: die Disc wird in die CMV Hartbox gepackt, da schickes Artwork! Die deutsche Fassung ist aber zu empfehlen da: gute Bildqualität, Widescreen und die deutsche Sprachfassung ist qualitativ hochwertig! Eine Fassung im O-Ton und/oder O-Ton mit Subs ist mir nicht bekannt und es gibt keine Blu-Ray (Stand: Juli 2020).

Samstag, 6. April 2019

Roboter der Sterne Review

Roboter der Sterne

Story:

Im Bermuda Dreieck verschwinden viele Schiffe und Flugzeuge. Grund: Aliens, welche die Erde mit Hilfe ihrer Roboter übernehmen möchten. Diesen stellt sich der Professor (Jamie Luk Kim-Ming) und seine Helden (u.a. Stephan Yip Tin-Hang, Maggie Li Lin-Lin, Paul Chun Pui) entgegen, die mit ihren Robotern den Kampf gegen die Aliens aufnehmen…

Meine Meinung:

Roboter der Sterne ist, zumindest in der deutschen Sprachausgabe, unfreiwillig komische und trashige Unterhaltung, die dank den Sprechern, der Kreativität und Originalität der Dialoge ihresgleichen sucht! Ein Filmerlebnis, wie man es nicht alle Tage vorgesetzt bekommt!

Dank der kurzen Laufzeit und seiner vielen verrückten Ideen ist der Film sehr unterhaltsam, kurzweilig und abwechslungsreich. Der Film aus HK ist ein Zusammenschnitt aus zwei japanischen Serien namens Sûpâ robotto Reddo Baron und Sûpâ robotto Mahha Baron in welchem jedoch mit HK-Darstellern gearbeitet wurde. Ob einzelne Effekte-Szenen 1:1 verwendet und/oder leicht verändert nachgebaut wurden, ist mir nicht bekannt, da ich die Serie nicht kennt (zumindest Sûpâ robotto Reddo Baron gäbe es auch in den USA mit englischen Subs, werde ich wohl früher oder später erwerben).

Fakt ist, dass der Film einfach absolut verrückt ist. Bunt, kindisch, fantasievoll, amüsant, zum Schmunzeln anregend, charmant – gerade wegen den steifen, ernsten Darstellern und den köstlichen Dialogen! Der Fantasie der Macher schien keine Grenzen gesetzt. Der Film bietet Aliens, die die Welt übernehmen möchten (mit einem sehenswerten Anführer, dessen Haarpracht die Farbe ändern kann), Riesen-Roboter, die sich à la Godzilla bekämpfen und die Schergen der Aliens (in Rugby-Outfit) werden durch Martial Arts à la Serien wie Kamen Rider bekämpft.

Die Effekte, Miniaturbauten und Dialoge waren dabei die Highlights des Filmes. Wer die japanische Kunst solcher Effekte und Filme/Genres mag (Godzilla, Gummimonster, Riesenroboter, Sience-Fiction, Kaiju, Miniaturbauten etc.), dem sei dieser völlig bizarre Genre-Beitrag absolut zu empfehlen.

Positiver Nebeneffekt: das Interesse an den zwei TV-Serien ist gestiegen und diese werden auf die Wunschliste gesetzt – es dürfte interessant zu sehen sein, was alles 1:1 von der Serie gestohlen und/oder nachgebaut (Effekte, Sets) wurde.

Infos:

O: Tie Chao Ren

HK / Japan 1974

R: Kwok Ting-Hung

D: Stephan Yip, Maggie Li Lin-Lin, Paul Chun, Jamie Luk Kim-Ming, Liang Shao-Hua, Godfrey Ho

Laufzeit der deutschen DVD: 83:04 Min. (Extra Fassung)

Gesehen am: 07.02.19

Fassungen: Gesehen beim Kollegen als deutsche DVD von CMV. Der Hauptfilm soll von einer 35mm Rolle stammen = leider viele Frame-Cuts (darunter auch Folter- und Gewaltszenen die fehlen). Die alte VHS Fassung, welche die Szenen alle beinhaltet, ist jedoch auch als Bonus an Bord aber hat eine schlechtere Bildqualität. Film liegt nur in der kultigen deutschen Synchronisation vor (mit englischen, nicht festen Subs). Andere Fassungen (gar mit O-Ton und Subs) sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2019). 

Mittwoch, 14. Februar 2018

Zeder Review

Zeder

Story:

Student und Schriftsteller Stefano (Gabriele Lavia) kommt dank einer Schreibmaschine, welche er von seiner Freundin Alessandra (Anne Canovas) geschenkt bekommen hat, sogenannten K-Zonen auf die Spur. Die Theorie besagt, dass in solchen Zonen Tote wieder auferstehen. Stefano ist magisch fasziniert und macht es sich zur Aufgabe, mehr darüber herauszufinden. Mit unschönen Folgen…

Meine Meinung:

Zeder ist ein nicht uninteressanter Genre-Beitrag von Pupi Avati, einem Regisseur, der oft unterschätzt wird und im Horrorgenre sicherlich weitaus weniger bekannt ist, als z.B. Dario Argento, Lucio Fulci oder Mario Bava. Gerade in deutschsprachigen Raum. Sein bekanntester Titel dürfte Das Haus der lachenden Fenster sein.

Zeder ist kein Zombiefilm – dem sollte man sich bewusst sein. Da besteht die Gefahr, mit falschen Erwartungen an den Film heranzugehen. Sich jedoch zu viele Infos vorab zu holen, könnte auch schädlich sein, weil die Gefahr besteht, sich inhaltliche Überraschungen zu verderben. Wenn man jedoch schon viele Genre-Filme gesehen hat, wirkt das Ende z.B. nur wenig überraschend. Man könnte Stephen King auch vorwerfen, sich für seine Buchgeschichte (welche dann auch verfilmt wurde = Friedhof der Kuscheltiere) bei Zeder und dessen Ideen bedient zu haben.

Wer Pupi Avatis Werk Das Haus der lachenden Fenster gesehen hat, weiss in etwa, was ihn auch hier erwartet: stimmungsvolle, unheimliche Bilder, authentische Settings und Drehorte, Verschmelzung von Übernatürlichem und Wissenschaft, langsamer Aufbau, wenig Effekte/Action, Spannungskurve durch Plot und Verlauf wird aufrechterhalten und die Darsteller / Figuren waren allesamt in ihren Leistungen überzeugend und sympathisch (und gutaussehend = an Anne Canovas gerichtet). Den Soundtrack fand ich okay, aber nicht speziell oder überdurchschnittlich.

Ich muss zugeben, dass auch ich, wie sicher auch andere, zuerst einen anderen Film erwartet haben (eben Zombiefilm). Daher freue ich mich schon darauf, wenn ich den Film in Zukunft mir richtigen Erwartungen sichten werde. Besagter Das Haus der lachenden Fenster gefiel mir nämlich auch erst nach der 2. Sichtung richtig gut.

Fazit: Für Fans des Ital. Horrorkinos der 80er Jahre zu empfehlen! 

PS: Zu Pupi Avati - wo bleibt dessen Arcane Sorcerer mit deutschen oder englischen Subs? Labels - bitte veröffentlichen!!!

Infos:

O: Zeder

Italien 1983

R: Pupi Avati

D: Gabriele Lavia, Anne Canovas, Paola Tanziani, Cesare Barbetti, Bob Tonelli

Laufzeit der deutschen DVD: 95:20 Min.

Gesehen am: 04.01.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von CMV vor = Uncut, gute Bildqualität, Synchro Fassung hört sich gut an (Englisch und Ital. mit Subs wären auch als Option anwählbar). Wer den Film zu seinen Favoriten zählt, sollte die kommende deutsche Blu-Ray von X-Rated kaufen. Für diese soll ein exklusives HD Master erstellt worden sein. Dürfte sicher besser aussehen als die CMV DVD.