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Sonntag, 11. Oktober 2026

The Glass Ceiling

 
Horroktober 2026

The Glass Ceiling

Story:

Martas Ehemann (Fernando Cebrián) geht beruflich auf Reisen. Marta (Carmen Sevilla) vermutet im Verlauf, aufgrund diverser Geräusche, Situationen, Gerüche und Dingen, die sie findet, dass ihre Nachbarin Julia (Patty Shepard) ihren kranken Ehemann getötet hat…

Meine Meinung:

Dass es von The Glass Ceiling eine US-Blu-Ray gibt wusste ich nicht. Die Info, dass der Film inzwischen Englisch freundlich auf Blu-Ray veröffentlicht wurde, verdanke ich einer Italienerin auf Instagram. Sie informierte mich, dass Severin Films den Film inzwischen veröffentlicht hat. Ich kannte von dem spanischen Film nur das Plakat mit der weissen Katze und hatte davon einen YouTube Link, auf welchem der komplette Film zu sehen ist (jedoch nicht Englisch freundlich), seit einigen Jahren abgespeichert. Aber ich kam nie zur Sichtung was eigentlich auch gut so ist, denn ohne verständliche Untertitel würde das Schauen keinen Spass machen.

Und als Katzenvater fand ich das Motiv mit der weissen Katze ansprechend. Der Film aus dem Jahr 1971 von Regisseur Eloy de la Iglesia (Murder in a Blue World) und gilt als sein Durchbruch. International dürfte der ein Jahr später entstandene The Cannibal Man sein berüchtigtster und bekanntester Film sein. The Glass Ceiling orientiert sich am italienischen Giallo und an dem Kino von Alfred Hitchcock. Gleich aus mehreren Arbeiten von Hitchcock soll sich The Glass Ceiling orientiert haben. Da ich diese Filme nicht kenne, kann ich dazu keine Beispiele nennen. Die Idee und die Frage, ob die Ehefrau nun verrückt, paranoid oder in den Wahnsinn getrieben werden soll, was meist im Finale in einem überraschenden Twist endet, ist auf jeden Fall im Genre nichts Neues.

Da blieben Filme in der Sammlung während andere (z.B. mit Carroll Baker) nicht in meine Filmsammlung aufgenommen wurden. The Glass Ceiling würde ich als soliden, sehr ruhigen und eher durchschnittlichen Film betiteln. Wo die Reise in etwa hingeht, lässt sich nicht unbedingt 100% vorhersagen, aber das Ende überrascht dennoch nicht wirklich, da einfach schon zu oft so ähnlich gesehen. Spannend war es trotzdem irgendwie und vor allem auch toll gespielt und der Film schön gefilmt. Dean Selmier kenne ich aus The Hunting Party und Patty Shepard aus Slugs. Carmen Sevilla spielt die Hauptrolle sehr souverän und überzeugend. Der Film ist jedoch sehr ruhig. Roten Lebenssaft wird kaum vergossen und nackte Tatsachen gibt es auch nur selten zu sehen.

Fazit: Nicht uninteressant. Den werde ich sicher in Zukunft nochmals in den Player legen!

Infos:

O: El Techno de cristal

Spanien 1971

R: Eloy de la Iglesia

D: Carmen Sevilla, Dean Selmier, Patty Shepard, Emma Cohen, Fernando Cebrián

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Okt. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (House of Psychotic Women: Rarities Collection Volume 2) = Englisch oder spanischer O-Ton mit englischen Subs, Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität. Region-All-Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2026).

Q - The Winged Serpent


Horroktober 2026

Q - The Winged Serpent

Story:

Ein mysteriöses Monster sorgt in New York für Angst und Schrecken. Die Polizei (u.a. David Carradine) tappt noch im Dunkeln. Gleichzeitig wird in Sachen Ritualmorde ermittelt und als Kleinganove Jimmy (Michael Moriarty), der nach einem verpatzen Coup von Gangstern gejagt wird, unabsichtlich auf das Nest des Monsters stösst, kommt ihm diese Entdeckung gerade recht…

Meine Meinung:

Q - The Winged Serpent, der mir als American Monster geläufiger ist (ich sah den als Kind im Free-TV), ist ein netter, kleiner Genre-Mix (Monsterfilm, Gangsterfilm, Krimi) und Film von New Yorker Larry Cohen (It's Alive, Deer Woman). Keiner schafft es so wie er (vielleicht noch William Lustig), die urbanen und authentischen Strassen New Yorks und dessen Leben auf die Leinwand zu bringen, wie er. Der Film wurde auf Wunsch eines Kumpels, der davon eine Besprechung für den Blog wünschte, neu gesichtet. Die Neusichtung war mir recht, zumal ich den Film auch seit unendlich vielen Jahren nicht mehr sah. Ich freute mich, den Film auffrischen zu können.

Mir waren nur noch ein bis zwei Bilder und Szenenabfolgen präsent. Und ich wusste noch, dass David Carradine (Lone Wolf McQuade, Sundown - The Vampire in Retreat, Kill Bill Vol. 1 + 2) sowie Michael Moriarty mitwirken. Mehr wusste ich nicht mehr. Michael Moriarty gehört dabei zu den Stammschauspielern von Larry Cohen und war auch in Cohens Filmen The Stuff, It’s Alive III: Island of the Alive sowie A Return to Salem’s Lot zu sehen. Er macht das hier richtig gut und spielt den Typen mit grosser Klappe und noch grösserem Überlebensinstinkt sehr gut. Auch die Gangster, die ihm nachjagen, sind toll gespielt und David Carradine macht einen sehr soliden und souveränen Job.

Der Film bietet bereits in den ersten 20 Minuten nackte Tatsachen, Monster (meist aus Stop-Motion getrickst mit Ausnahme, wenn der Schnabel oder die Kralle in Nahaufnahme zu sehen ist), Effekte (Leiche, die gehäutet wurde) und Gangster-Momente zu sehen. Vielleicht ist der Mix aus drei Handlungen etwas zu viel des Guten. Auf der anderen Seite bietet es dem Zuschauer mehr Abwechslung und es kaschiert ggf. die Tatsache, dass nicht sonderlich viel Budget zur Verfügung stand und der Monsterplot allein hätte für die Laufzeit wohlmöglich nicht ausgereicht (oder hätte bedeutet, dass es Längen gegeben hätte). Für einen Low-Budget Film sind die Effekte, die viel Charme haben, sehr gelungen. Ein ganzes Team aus individuellen Spezialisten war dafür zuständig, angeführt von David Allen und Randall William Cook. Diese haben viel Erfahrung, was Stopmotion und andere Effekte angehen (in Filmen wie Dolls, Bride of Re-Animator, The Thing).

Fazit: Charmante Arbeit von Larry Cohen!

Infos:

O: Q

USA 1982

R: Larry Cohen

D: Michael Moriarty, Candy Clark, David Carradine, Richard Roundtree, James Dixon, Malachy McCourt, Fred J. Scollay

Laufzeit der US-DVD: 92:38 Min.

Gesehen am: Kindheit / Neusichtung: Okt. 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Blue Underground vor, die von Larry Cohen am NIFFF signiert wurde = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität (u.a. gibt es eine 6.1 DTS-Tonspur), O-Ton Englisch ohne Subs. Als Extras gibt es u.a. einen Audiokommentar mit Regisseur Larry Cohen. In Deutschland gibt es den Film, der dort als American Monster veröffentlicht wurde, inzwischen auch eine Blu-Ray (Deutsch/Englisch mit deutschen und englischen Untertiteln). Die US-Blu-Ray hat keine englischen Subs.

The Oily Maniac

 


Horroktober 2026

The Oily Maniac

Story:

Im Affekt tötet Uncle Ah Ba (Ku Feng) einen Gangster, der ihn erpresst und wird zum Tode verurteilt. Vor seiner Hinrichtung erzählt Uncle Ah Ba seinem Sohn Sheng Yung (Danny Lee) ein Geheimnis. Mit diesem kann sich Sheng Yung in den «Oily Maniac» verwandeln. Die Zeit der Rache scheint gekommen, doch dann unterscheidet der Oily Maniac nicht mehr zwischen Gangstern und Unschuldigen…

Meine Meinung:

The Oily Maniac basiert auf einer südostasiatischen Folklore des Orang Minyak. In den 50ern wurden mind. drei malaysische Filme realisiert (The Oily Man, The Curse of the Oily Man sowie The Oilyman Strikes Again). Der zweite der drei Filme wurde vom späteren Shaw Brothers Gründer Run Run Shaw produziert. Daneben wurden in den letzten 20 Jahren noch einige neue Filme mit dem Orang Minyak gedreht, wobei es sich um, hier im Westen, unbekannte Komödien handelt. Die bekannteste filmische Umsetzung ist die hier besprochene Hong Kong Variante der Shaw Brothers = The Oily Maniac.

Ich sah The Oily Maniac bisher nur einmal. Dies habe ich nun geändert. Ich empfand den Film nach der neuen Sichtung zwar als relativ unterhaltsam, kurzweilig und nicht langweilig, dennoch stellt der Film von Regisseur Ho Meng-Hua (The Psychopath, The Mighty Peking Man, The Flying Guillotine, Evil Black Magic) für mich am Ende nur eine durchschnittliche Produktion dar. Das lag vor allem an der Tatsache, dass ich praktisch mit allen Figuren im Film nicht warm wurde. Keine Sympathieträger. Danny Lee (Dr. Lamb, Love to Kill, Asian Connection) spielt einen an Krücken laufenden Krüppel. Sein Schauspiel hat mich genervt und er war mir in der Rolle nicht sympathisch.

Zwar sind noch andere grosse Namen wie Ku Feng (The Black Tavern, The Avenging Eagle) oder Lily Li (Iron Bodyguard, Four Riders) an Bord, aber die machen den Film auch nicht unbedingt besser, wobei Lily Li noch am solidesten agiert. Ku Feng spielt nur eine kleine Nebenrolle (mit schrecklicher Perücke). Der restliche Cast ist ansonsten nicht der Rede wert. Dem Film kann ein gewisser Trash-Faktor definitiv nicht abgesprochen werden. Die wenigen Kampfszenen sind langsam und unspektakulär, das ewige Geschrei vom Monster auch fast schon nervend wie die dreist gestohlene Musik aus Jaws. Langweilig wird es jedoch, wie gesagt, nie und der Film überzeugt ansonsten durch das charmante Gummimonster sowie einer sehr grossen Portion Sleaze.

Fazit: Horror- und Trash-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: You Gui Zi

HK 1976

R: Ho Meng-Hua

D: Danny Lee, Ku Feng, Lily Li, Wa Lun, Wang Hsieh, Tung Lin, Angela Yu Chien, Terry Lau Wai-Yue

Laufzeit der UK-Blu: 90:32 Min.

Gesehen am: März 2008 / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Four) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2026).

Wild Nr. 65 (Gasthof Sternen Murzelen)

Adresse: Murzelenstrasse 50, 3034 Murzelen

 

 

Heute stand ich kurz vor 09.00 Uhr auf und sah mir bereits den ersten Horroktober-Titel an = Bloody Sex. Filet, meine Katze, schaute mit und führte Milchtritte auf meinem Bauch und Torso durch. Ich war froh, dass endlich geheizt wird da meine Wohnung seit paar Tagen sehr kalt war. Danach sah ich mir noch zwei Folgen von Cape Fear an. Die Serie würde ich bald beenden. Danach habe ich noch viel geputzt. Das Wetter war wechselhaft. Erst nass, dann Sonne, dann leider wieder nass und regnerisch. Den Vormittag verbrachte ich entspannt, da ich sämtliche Berichte vom Vortag noch gestern Abend/Nacht schrieb. Am Nachmittag reichte es sogar noch für etwas zocken (Broforce). Heute würden wir in Murzelen essen gehen. Bestellter Rehrücken für zwei Personen. Der Klassiker. In Murzelen waren wir sicher schon 5-6x.





Erstmals würden wir jedoch an einem Wochenende (d.h. Samstag) nach Murzelen gehen und es war gut, dass ich die ÖV-Verbindungen gecheckt habe. Denn am Samstag fährt das Postauto nur einmal pro Stunde zum Restaurant. Wir hatten auf 18.00 Uhr reserviert. Mit der reduzierten ÖV-Verbindung würden wir zu früh (ca. 17.35 Uhr) oder zu spät (ca. 18.35 Uhr) vor Ort sein. Wir entschieden uns, die frühere Variante zu nehmen. Und wir hatten auch noch Glück. Die Busverbindung von 16.00 Uhr fiel aus (Betriebsstörung). Die 17.00 Uhr Verbdingung fuhr zum Glück. Ich war auch gespannt, ob es mit der Rehrücken-Bestellung geklappt hatte oder nicht. Neu kann man auf der Homepage Online reservieren und auch gleich die Bestellung des Rehrückens kommunizieren. Bis letztes Jahr war beides nur telefonisch möglich.

Als ich mein Haus verliess, begann es wieder zu regnen. Zum Glück nur leicht. In der Stadt traf ich meinen Vater und meine Stiefmutter. Beide waren heute eingeladen (Umsetzung Geburtstagsgeschenk). Sie waren bis vor kurzem im Urlaub und ich auch abwesend, so würde es viel zu erzählen geben. Der Besuch in Murzelen hat für uns drei schon Tradition. Im Bus beobachtenden wir eine irre Szene, als eine Frau mit Rollator fast schreiend und weinend den ganzen Bus wissen liess, dass sie nicht rückwärtsfahren kann. Beim Laufen in den vorderen Teil des Busses schlug sie sogar nach Gästen, die schon auf ihrem Platz sassen, aus. Irre. Der Bus hatte ca. zwei Min. Verspätung und fuhr teilweise extrem schnell in den Kurven Richtung Murzelen. Als wir dort ankamen, regnete es nicht mehr. Wir kamen ca. 17.35/17.40 Uhr vor Ort an.






Es hat mit der Reservation geklappt und sie scheinen einen neuen Chef zu haben. Der von letztem Jahr scheint schon wieder weg zu sein. Das Haus war heute total ausverkauft. Warmes essen gibt es laut Karte und Homepage erst ab 18.00 Uhr. Aber sie schienen froh zu sein, uns schon bedienen zu können da ausgebucht. Wir hatten einen guten Platz, nahmen aber lästige und nervende Fliegen wahr (halt auf dem Land, aktuell draussen zu wenig kalt). Die störten interessanterweise aber nur jetzt. Als später das Essen kam, waren sie weg. Als wir das Apero bestellten, war es ca. 17.45 Uhr. Mein Vater und Stiefmutter nahmen keine Vorspeise. Die Vorbestellung des Rehrückens hat geklappt. Und ich erfuhr in Murzelen eine Premiere: erstmals seit all den Jahren hatten sie, als «Tagessuppe», eine Kürbiscremesuppe, welche ich natürlich als Vorspeise nahm. Die Speisekarte war identisch zu den Jahren zuvor d.h. sie haben regulär nur wenig Wild-Vorspeisen und die, die sie haben, sind bereits sehr deftig. Das wurde mir in den letzten Jahren mit dem Rehrücken, der in zwei Gängen serviert wird, und mit dem Dessert, manchmal fast zu viel. So war ich froh, dass es jetzt die Suppe gab. Ein gutes Omen. Mein Essen sah wie folgt aus:

 

 

Vorspeise

1 Tagessuppe (= Kürbiscremesuppe)

7.50 CHF

 

Hauptgang

Plattenservice

Auf Vorbestellung, ab 2 Personen

«Selle de chevreuil Maison»

Rehrücken am Knochen rosa gebraten

mit Cognac flambiert,

reich garniert mit Früchten, Rotkraut, Rosenkohl,

hausgemachte Spätzli und Wildrahmsauce

75.00 CHF (pro Person)

 

Dessert

Vermicelles

11.00 CHF

 

 

Die Suppe wurde schnell, um ca. 17.50 Uhr gebracht. Und die war total lecker und ein Genuss. Das war eigentlich auch mein Frühstück, da ich heute noch gar nichts gegessen habe. Auch von der Menge war die Suppe sehr fein. Sehr heiss, sehr lecker, einfach ausgezeichnet. Ich hoffe, sie werden in Zukunft im Oktober immer Kürbiscremesuppe als Tagesuppe haben. Das passt einfach zum Herbst und der Wildzeit. Der erste Gang des Rehrückens wurde auch schnell serviert. An unserem Tisch hatten wir diesmal mehr Beleuchtung als in den letzten Jahren, so dass meine Bilder diesmal auch nicht zu dunkel wirkten. Die Angestellten machten ihren Service sehr souverän und der erste Gang war himmlisch. Extrem hohe Qualität, purer Genuss. Danach kamen mehr und mehr Gäste und Gruppen. Der Raum (und auch die anderen Räumlichkeiten) füllten sich. Die Wartezeit für den zweiten Gang nahm zu, was aber nicht schlimm war. Wir führten gute Gespräche ehe später der 2. Gang serviert wurde. Der ist immer kleiner als der erste Gang. Meine Stiefmutter bekam diesmal dennoch etwas mehr Fleisch als ich, was aber nicht schlimm war. So blieb danach noch Platz für ein Dessert. Ich musste mich zwischen dem Schokoladenmousse und dem Vermicelles entscheiden. Ich nahm letzteres und es war eine der besten Vermicelles, welches ich je gegessen hatte. Danach zahlte ich und hatten auch Glück mit dem Bus, der ca. 20 Minuten später fahren sollte. Als wir das Restaurant verliessen sahen wir, dass wirklich jede Räumlichkeit ausgebucht war, sogar im 1. Stock ging es noch weiter. Unglaublich! Auch mit dem Regen hatten wir Glück. Es regnete nicht. Auch in Niederwangen nicht. Als ich Zuhause ankam, entschied ich mich, noch gleich einen weiteren Horroktober Titel zu sichten und mir ein gemütliches, starkes Kaffee zu gönnen…

 

 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend