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Donnerstag, 29. Oktober 2026

Wild Nr. 84 (Hotel & Restaurant Bären Oberbottigen)

 

Adresse: Matzenriedstrasse 35, 3019 Bern

 

Heute stand ich um Punkt 07.00 Uhr auf, denn heute war Waschtag. Ich habe mich am Morgen und Vormittag zum Waschen eingeschrieben. Dazu sah ich mir den japanischen Film Vampire Girl Vs. Frankenstein Girl an und schrieb dazu den Bericht, gefolgt von Giallo am frühen Nachmittag. Danach reichte es sogar noch für eine Stunde Broforce zocken. Das Wetter war wechselhaft. Am Morgen düster und bewölkt, am Nachmittag schaute die Sonne kurz vorbei. Heute ging ich abends mit meinem Vater und dessen Freundin essen. Mein verspätetes Geburtstagsgeschenk. Ich war eingeladen. Heute sind wir im Hotel & Restaurant Bären Oberbottigen, welches wir ursprünglich am 14.10 besuchen gehen wollten aber dann noch ändern «mussten».


Im Hotel & Restaurant Bären Oberbottigen war ich schon dreimal essen, davon zweimal auch Wild. Die Speisekarte wurde angepasst (zum Teil). Es war nicht identisch mit der vor zwei Jahren mit der teilweisen Ausnahme der Vorspeisen und Desserts. Ich sah mir die Karte schon Mal im Voraus an und es gab mehrere Gerichte, die mich angesprochen haben. So freute ich mich auf heute Abend. Inzwischen ass ich vier Toast mit Honig und am späten Nachmittag machte ich mich hungrig auf den Weg zum Restaurant. In Niederwangen nahm ich den Bus, in welchem schon mein Vater und seine Freundin waren. Nach 2-3 Stationen stiegen wir in einen anderen Bus und liefen noch ca. fünf Minuten zum Restaurant.

Als wir ankamen (wir waren etwas zu früh), war noch niemand da. Wir wurden an den Platz geführt und empfanden das Ambiente als stimmungsvoll. Viel Holz. Das hat Charme. Das mag ich. Die Lampe des Tisches war aber viel zu grell und blendete mich. Aber die Lampe konnten wir stark senken, so dass das Problem zum Glück behoben wurde.  Die Jacken durften wir nicht über die Stühle hängen, da der Chef des Restaurants vor einigen Monaten über eine Jacke (!!!) stolperte, fiel und sich eine Verletzung zuzog und danach nicht arbeiten konnte. Daher musste man die Jacken in die Garderobe hängen. Das sorgte später bei einigen Gästen für Stirnrunzeln. Zu guten Gesprächen bestellte ich mir als…

 

 

…Vorspeise

Suppen-Duett

Marronisuppe & Kürbissuppe miteinander serviert

11.50 CHF

 

 

…Hauptgang

"Leo's & Fabio's Wild Duett"

Das Wildteller von unseren Auszubildenden.

Hirschmedaillon mit Wildsauce & Wildsaumedaillon mit Pfeffersauce

Serviert mit unseren Wildbeilagen

55.00 CHF

 

…Dessert

Gotte Gretlis Visitecreme

Gebrannte Creme nach altem Familienrezept mit Schlagrahm.

7.00 CHF

 

&

 

1 Portion Vermicelles

12.50 CHF

 

 

Ich freute mich sehr auf die Vorspeise. Denn einerseits habe ich immer Lust auf die Kürbissuppe, auf der anderen Seite hörte sich auch die Marronisuppe (mit glasiertem Marroni) sehr fein an. Kürbissuppe war gut, aber nicht so gut wie an anderen Orten. Dennoch tat es gut, die frische, heisse Suppe zu kosten. Das gleiche galt für die Marronisuppe, welche ich an diesem Abend favorisiert habe. Und dazu gab es ein glasierten, sehr köstliches Marroni. Meine Begleitungen nahmen keine Vorspeise. Ich nahm mir Zeit und freute mich danach auf den Hauptgang. Inzwischen füllte sich der Saal immer mehr. Laut den Angestellten ist das Restaurant ab heute für drei Tage total ausgebucht. Das merkte man auch: der Mehraufwand für die Angestellten nahm zu, die Wartezeiten wurden länger und/oder gewisse Dinge gingen vergessen (meine Begleitungen wollten zum Hauptgang jeweils ein 2. Glas Wein und erst beim dritten Mal sagen klappte es). Auf den Hauptgang freute ich mich sehr, da endlich ein Gericht mit Wildschwein (auf der Karte als Wildsau bezeichnet). Es war abgesehen vom Rehrücken, den man via Vorstellung hätte bestellen müssen, das teuerste Wildgericht auf der Karte. Die Freundin meines Vaters sowie ich haben es bestellt. Wir hätten es fast übersehen, da es auf der Speisekarte vor Ort NICHT bei den Wildgerichten, warum auch immer, aufgeführt wurde (während es auf der Online-Speisekarte bei den Wild-Gerichten stand). Der Hauptgang war sehr gut wie auch das Dessert. Die gebrannte Creme war gut, kam aber nicht aus diese in Zürich oder Steffisburg ran. Dafür war die Vermicelles ausgezeichnet. Dass war seit letztem Sonntag das beste Wild-Essen diese Woche. Dass die Wartezeiten länger wurden, störte mich nicht. Um 21.10 Uhr verliessen wir das Restaurant. Ich begleitete meinen Vater und dessen Freundin zur Busstation, wo ich sie um 21.21 Uhr verabschiedete. Ich lief über Feldweg und am Waldrand entlang nach Hause und sah mir danach noch eine Episode der Serie Fauda an und schrieb dann noch gleich diese Zeilen.

 

Fazit:

Hervorragend

Sehr gut

Gut

Enttäuschend




























Giallo

Horroktober 2026

Giallo

Story:

In Turin geht ein unbekannter Killer um. Inspector Enzo Avolfi (Adrien Brody) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Giallo von Meister Dario Argento (Wax Mask, Spiel mir das Lied vom Tod, Two Evil Eyes) sah ich seit 16 Jahren nicht mehr. Der Giallo aus dem Jahr 2009 hat die Neusichtung nicht bestanden. Mir gefiel der Film deutlich weniger gut als früher. Bei der Erstsichtung war ich wohl vor vielen schlechten Meinungen geblendet und daher leicht positiv überrascht gewesen, da ich wahrscheinlich mit unterirdischen Erwartungen an den Film ging. Dies war aktuell nicht mehr der Fall. Ich ging nun losgelöst und neutral an den Film. Auf der anderen Seite muss gesagt werden, dass zur damaligen Zeit alle Filme von Dario Argento nicht mehr wirklich toll waren, wenn man sich Titel wie Do You Like Hitchcock?, The Card Player, Dracula 3D oder sein neustes Werk Dark Glasses, vor Augen führt. Der letzte wirkliche gute Spielfilm war, abgesehen von den Masters of Horror Abenteuern Pelts und Jenifer, Sleepless.

Im Vergleich zu Mother of Tears, der auch kein Kracher darstellt, ist Giallo nochmals ein Downgrade. Es gab scheinbar weniger Budget, alles wirkt wie in einem leicht besseren TV-Film und auch in Sachen Effekte wurde, im Vergleich zu Mother of Tears, deutlich weniger geboten. Gut möglich, dass das am Cast lag. Aus Spanien war Elsa Pataky mit dabei, die zuvor in den Horrorfilmen Beyond Re-Animator sowie Romasanta für Furore sorgte. Und mit Adrien Brody in einer Doppelrolle hatte man einen gestandenen Star dabei. Überraschend ist, dass die Identität des Killers schon vor der 50. Minute entlarvt wird. Es wird kein Geheimnis daraus gemacht. Spannend ist, dass der Killer auch von Adrien Brody (mit viel Make-Up, um ihn zu entstellen) dargestellt wurde. Der macht das solide.

Ansonsten plätschert der Plot völlig uninteressant, ohne Spannung, Stimmung oder Höhepunkte, einem schwachen Finale entgegen. Alles wirkt irgendwie auf Sparflame gedreht. Wie eine etwas bessere Tatort-Folge. Alles wirkt und fühlt sich belanglos an, da die Figuren relativ wenig Charisma haben. Einzelne Momente, die Fans aus vergangenen Gialli kennen (Traumata der Charaktere), werden hier teilweise auf unglaubwürdige Art und Weise (Inspector Enzos Vorgeschichte) auf die Spitze getrieben. Die Musik war leider schwach. Einige wenige Gore-Szenen waren ganz nett. Diese lassen sich aber an einer Hand abzählen.

Fazit: Dario Argento hin oder her, kein Must Have Titel!

Infos:

O: Giallo

Italien, Grossbritannien, Spanien, USA 2009

R: Dario Argento

D: Adrien Brody, Emmanuelle Seigner, Elsa Pataky, Robert Miano, Valentina Izumi

Laufzeit der thailändischen DVD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Gesehen als thailändische DVD von Rose Media & Entertainment = Englischer Ton (plus Subs), wahrscheinlich Uncut, solide Bild- und Tonqualität. In Deutschland gibt es den Film von Sony auf Blu-Ray.

Vampire Girl Vs. Frankenstein Girl

Horroktober 2026

Vampire Girl Vs. Frankenstein Girl

Story:

Zwei Mädchen (Yukie Kawamura, Elly Otoguro) sind in den gleichen Jungen (Takumi Saitoh) verliebt. Durch äussere Umstände wird eines der Mädchen zu einem Vampir, während die andere von einem irren Arzt nach ihrem Tod durch diverse Leichenteile zu einem Monster wird. Der Kampf (um den Jungen) geht in die nächste Runde…

Meine Meinung:

Vampire Girl Vs. Frankenstein Girl, der nach dem Erfolg von The Machine Girl und Tokyo Gore Police entstanden ist, bringt zwei klassische Horrormotive in einem Film unter. Vampire und Frankensteins Monster. Der Film vom Regie-Gespann Yoshihiro Nishimura (Mutant Girls Squad, Meatball Machine Kodoku) und Naoyuki Tomomatsu (Stacy: Attack of the Schoolgirl Zombies) ist in der Tat herrlich abgedreht und absolut fantasievoll. Viel Overacting und viele bizarre Ideen erwarten den Fan. Doch reicht das aus, um in der Sammlung verweilen zu können? Negativ. Vampire Girl Vs. Frankenstein Girl fliegt aus der Sammlung. Ich empfand den Film am Ende nur noch als durchschnittlich.

Der Humor war oft zu lächerlich, zu übertrieben, zu unlustig. Dazu kommt, und das ist einer der zwei Hauptgründe, dass ich mit den Figuren im Allgemeinen nicht warm wurde. Die waren alle durch die Bank unsympathisch, vor allem unsere zwei Mädels, die den Film eigentlich mittragen sollten. Besonders Yukie Kawamura als Vampirin konnte mich so gut wie nicht überzeugen. Elly Otoguro machte ihren Part etwas besser, aber dennoch waren mir beide nicht sympathisch. Und vom Jungen reden wir erst gar nicht. Da haben mir Nebenfiguren (die Krankenschwester z.B.) besser gefallen. Allgemein fand ich jedoch viele der Figuren schlecht gecastet.

Langweilig wird es zwar nie (bei den überdrehten Inhalten und der kurzen Laufzeit), aber der zweite Hauptgrund, der mich störte, waren billige CGI-Effekte. CGI-Gore, Verwandlungen oder «Monsterkämpfe» sind eine Beleidigung für das Auge. Dann lieber sein lassen. Das offene Ende gefiel mir auch nicht und die Musik war im Grossen und Ganzen auch sehr belanglos. Einige der handgemachten Effekte, innovativen Ideen und Monsterkreationen waren hingegen wirklich auch cool anzusehen und haben mir hier und da ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und mich Schmunzeln lassen. Für die Effekte zeichneten sich u.a. Regisseur Yoshihiro Nishimura (Exte: Hair Extensions), Kazuhide Shimohata (One Cut of the Dead) sowie Yuta Okuyama zuständig.

Fazit: Geschmackssache. Wer die Filme à la The Machine Girl und Co., und speziell deren ganzen Nachzügler, mag kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Kyûketsu Shôjo tai Shôjo Furanken

Japan 2009

R: Yoshihiro Nishimura, Naoyuki Tomomatsu

D: Yukie Kawamura, Takumi Saitoh, Elly Otoguro

Laufzeit der UK-DVD: 84:28 Min.

Gesehen am: April 2010 / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von 4Digital Asia vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, jap. O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt nebst Schuber ein Making of. In Deutschland von Cinestrange Extreme auf Blu-Ray zu haben (Deutsch/Jap. mit deutschen Subs und Uncut).