Ich führte Paul und Seff zum Restaurant. Vor allem Paul war sehr hungrig. Bei mir ging es, obwohl ich seit 07.00 Uhr nur einen Protein-Riegel gegessen hatte. Aber ich bin es gewohnt, nicht viel zu essen. Das Restaurant hatte ich am Vorabend bereits besucht, so dass ich wusste, wo es lag. Ob sie noch Platz haben würden? Am Samstagabend war das Restaurant total voll. Immer ein gutes Zeichen. Dazu sehr gute Google-Rezessionen. Das Restaurant heisst Blue Orchid und steht fast gegenüber von meinem Hotel. Als wir ankamen, sah es fast ausgebucht aus. Es hatte 1-2 freie Tische. Uns wurde zuerst gesagt, an einem könnten wir höchstens eine Stunde sitzen. Wie nahmen an. Doch dann haben die Gäste, die den Tisch reserviert hatten, abgesagt (oder so was). Auf jeden Fall hiess es dann, dass wir uns mehr Zeit lassen können. Spannend ist, dass das Restaurant nur eine Insta-Seite, jedoch keine echte Homepage hat. Ich bestellte folgendes: Chicken-Satay mit cremiger Erdnusssauce als Vorspeise (war absolut hervorragend), zum Trinken Coca-Cola Zero und als Hauptgang nahm ich Cantonese Pork Chops mit Reis-Beilage. Das Essen war extrem gut. Auch Seff und Paul waren zufrieden, vor allem die Vorspeisen hatten es ihnen angetan. Sie hätten sich jedoch ihre Hauptgänge schärfer gewünscht. Es war ein schöner Abschluss eines fantastischen Tages. Danach überquerten wir die Strasse und es kam zum Abschied. Seff und Paul gingen Richtung Romford Station und ich ging überglücklich ins Hotel.
Ich bekam noch keine Bestätigungs-E-Mail von ConnectoTransfers. Das löste in mir, besonders nach der nicht sonderlich tollen Erfahrung von Samstagabend, leichtes Unbehagen aus. Ich las abends am Edward Lee Roman The Chosen weiter. Das war das zweite Buch, welches ich dabeihatte. Ich packte und war für Montagmorgen gut vorbereitet. Dann schrieb mir spät am Abend der Inder von ConnectoTransfers und bestätigte für Montagmorgen die Abfahrt um 09.00 Uhr. Ich war beruhigt. Weniger beruhigt war ich, als ich auf meinem Bett ein Insekt sah, welches ich tötete. Ich hatte etwas vorschnell gehandelt (die Spinne in der Dusche z.B. liess ich leben aber warf sie in den Gang des Hotels). Es war dunkel und ich las noch im Manchester United Forum und auf Social Media zum heutigen Event (Lichter des Raumes hatte ich schon gelöscht), als ich auf einmal durch das Handy Licht das Insekt sah und daher erschrocken bin. Mir schwante Böses da ich fand, dass das Insekt möglicherweise wie eine Bettwanze aussah. Ich konnte jedoch nicht mehr vergleichen, da nur noch ein Blutfleck übrig war. Ich googelte zum Thema, da ich in Neuchatel einmal Bettwanzen Erfahrungen gesammelt hatte. Ich fand auf dem Bett jedoch kein Blut, hatte am Körper keine Spuren und auch die Matratze (ich entfernte danach sämtliche Bezüge) waren rein und sauber. Keine Blutspuren, kein Bettwanzen-Befall. Ich fand nur eine kleine Spinne zwischen Matratze und Wand am Kopfteil. Dennoch war ich aufgrund dieser Situation etwas aufgewühlt und die Müdigkeit war verflogen.
Danach fand ich trotzdem Schlaf. Ich schlief bis ca. 04.00 Uhr durch und erwachte. Den Wecker hatte ich heute um 06.00 Uhr gestellt. Um 09.00 Uhr war die Abfahrt geplant. Ich schlief nochmal voll ein und war todmüde, als der Wecker mich um 06.00 Uhr weckte. Ich hatte nur noch einen gratis Kaffee übrig, den dritten trank ich gestern nach dem Restaurantbesuch. Ich denke, erst jetzt spüre ich die Spuren meines Trips und die Müdigkeit. Ich war parat als mich am Morgen der Operator aus Indien mit einer Anfrage nervte. Er wollte wissen, warum ich schon so früh am Flughafen sein möchte und dass dies doch viel zu früh sei und eine spätere Abfahrt besser wäre. Ich empfand das als dreist und frech. Ich kaufte und zahlte für eine Dienstleistung und es kann ihm scheissegal sein, warum ich so früh am Flughafen sein möchte. Ich ging darauf gar nicht ein und schrieb ihm, dass ich um 09.00 Uhr abfahren wolle. Mir schwante jedoch Böses, da es bald 09.00 Uhr sein würde. Ich vermutete, dass der Fahrer nicht parat war und daher die Anfrage des Operators. Erneut sehr fragwürdig, alles andere als zuverlässig und unprofessionell. Es wird meine letzte ConnectoTransfers Erfahrung sein. Mit dem Operator war abgemacht, dass ich um 09.00 Uhr am Hoteleingang draussen warten würde. Ich bekam keine spezifischen Infos (Typ Auto, Farbe des Wagens, Nummer des Wagens). Ich versuchte also einen Plan B zu finden, falls der Fahrer nicht auftauchen würde. Die Anzeige via Routenplaner finde ich, speziell auf dem Handy, sehr unübersichtlich. Also versuchte ich es mit dem SBB-App. Das kenne ich, bin ich gewohnt und ist sehr übersichtlich. Und tatsächlich fand ich heraus, dass es eigentlich sehr einfach ist, von Romford zum Flughafen Stansted zu gelangen. Vom Hotel habe ich ca. zehn Minuten zu Fuss zu Romford Station. Von dort kann ich direkt zur Liverpool Street Station fahren und von dort den Direktzug zum Flughafen nehmen. Natürlich wäre die Reisezeit länger, aber ich habe, wie immer, genug Zeit eingerechnet für solche Fälle. Ich checkte aus und ging nach draussen. Es war kein Fahrer da und ich bekam von ihnen auch keine weiteren Infos. Ich gab mir persönlich 15 Minuten Wartezeit. Sollte kein Fahrer erscheinen, würde ich via ÖV zum Flughafen reisen. Ich dachte trotzdem, dass der Fahrer auftauchen würde, aber wahrscheinlich erst gegen 09.30 Uhr, wie es der Operater gerne gehabt hätte. Aber ich war zu stolz, mich dem Arschloch zu fügen, also ging ich, wie mit mir vereinbart, um 09.15 Uhr und hinterliess auch keine Infos. Sollten sie dann auf mich warten. Wenn ich 09.00 Uhr buche, dann soll die Abfahrt auch um die Uhrzeit sein, vor allem da wir das gestern Abend nochmals evaluiert hatten. Und auf eine solche Warterei wie am Samstagabend hatte ich keine Lust. Nie mehr ConnectoTransfers. Ich lief also zum Bahnhof und kaufte dort am Schalter mit echten Menschen, so schön, dass es das noch gibt, für 37 GBP ein Ticket bis zum Flughafen. So kam ich doch noch in den Genuss der englischen Metro und ich mag die, muss ich sagen. Das hat Charme. Als ich Liverpool Street Station erreichte, war es ein leichtes, den Zug zum Flughafen zu finden. Abfahrt sollte in sechs Minuten sein und der Zug war überfüllt und hatte am Ende ca. sechs Minuten Verspätung. Es war nicht die Express-Verbindung, solche jene, die zuvor noch ca. vier Haltestellen bedienen würde. So weiss ich immerhin, wie ich in Zukunft ohne Fahrdienst vom Flughafen zum Hotel und umgekehrt komme. Top.
Am Flughafen kannte ich den Weg und war extrem schnell durch sämtliche Kontrollen. Ich hatte heute noch gar nichts gegessen und so war ich hungrig. In der Halle steuerte ich das gleiche Restaurant an, wie schon letzten April. Statt Englisch Breakfast (fand ich auf der Karte auch nicht mehr), bestellte ich mir das Menü Grilled Mix (Chicken, Pork, Lamb) mit Reis. Auf den Salat habe ich verzichtet und dazu nach ich Coca-Cola Zero. Und damit gab ich mein restliches Bargeld aus. Zu dem Zeitpunkt der Bestellung war es ca. 11.20/11.30 Uhr gewesen. Erst jetzt ging ich wieder Online (WLAN des Flughafens) und fand insgesamt 12 Nachrichten. Sechs vom Operator aus Indien und sechs vom Fahrer. Wie ich vermutete tauchte er auf, aber halt nicht um die gebuchte Zeit, obwohl der Fahrer sowie der Operator jammerten, sie wären um 09.00 Uhr da gewesen und hätten ganze 44 Minuten auf mich gewartet. Arschlöcher. Abschaum. Ich reagierte nicht, machte davon einen Screenshot für meine spätere Beschwerde/Rezessionen und löschte die Chats. Gut genährt verliess ich das Lokal und setzte mich in die Halle. Ich musste ca. 15 Minuten warten, bis das Gate angezeigt wurde und machte mich danach zum Gate. Dort standen schon andere Fluggäste an, ich stellte mich ebenso an. Es dauerte jedoch lange, bis wir ins Flugzeug konnten. Wir sollten auch ca. 20 Minuten Verspätung haben. Dennoch war ich einer der ersten, die im Flugzeug waren. Im Flugzeug sass eine alte Frau neben mir. Vermutlich auch etwas allein und einsam. Sie ist aus London und wird einen Monat in Biel sein, da sie hier auch Familie hat. Sie war der Typ, die einen vollquatscht. Ich war in der Hinsicht zu lieb und wollte ihr nicht sagen, dass ich auf Konversation keinen Bock habe. Es war auch mehr ein zuhören, da fast nur sie sprach und erzählte. Also wendete ich eine Outdoor-Regel aus den USA an: "Play dead if it's brown, fight back if it's black". Bezieht sich auf Handlungen, wenn du von Bären angegriffen wird. Und je nach Bär wird unterschieden. Ich stellte mich daher «tot» d.h. schlafend, als das Flugzeug zu rollen begann, wobei ich sagen muss, dass ich wohl wirklich auch mehrfach eingenickt bin, da der Flug ultraschnell zu Ende war. Erst beim Landen wachte ich wieder auf. So konnte sie mich nur vor dem Starten und beim Landen vollquatschen. Ich war extrem schnell aus dem Flughafen und verpasste leider den Bus und somit den 16.30 Uhr Zug nach Bern um ca. fünf Minuten.
In Basel kaufte ich daher noch Feuchttücher ein (Katzenkotze), da ich Zuhause keine mehr habe. Ich wollte mir auch noch ein Monats-GA für den Okt. kaufen, aber das verschiebe ich, da es später wird, als erwartet. In Basel war es wärmer als in London. In Basel regte ich mich ab der SBB auf. Sie sagten, dass der am wenig ausgebuchte Wagen auf Gleis C ankommen würde. 2. Klasse. Doch dann fuhren dort die Wagen der ersten Klasse ein. Der Zug war überfüllt. So musste ich durch Menschenmassen hetzen, um zu den 2. Klasse Wagen zu gelangen und noch einen Platz zu finden. Mühsam. Aber ich schaffte es. Gleichzeitig kam mir später ein amüsantes Geburtstagsgeschenk für meinen Kumpel in den Sinn. Dem, dem ich gerne ein Uwe Boll Geschenk gemacht hätte. Die Fahrt verlief ohne Probleme. In Bern musste ich noch ca. 15 Min. auf den Zug warten und kam dann um ca. 18.40 Uhr zu Hause an. Da war erst Mal auspacken, Kaffee machen, Katzenkisten reinigen und Filmzimmer saugen angesagt inklusive Fütterns der Katzen. Und natürlich gab es noch etliche Google Rezessionen. Leider hat die automatische KI von Google die für ConnectoTransfers mehrfach gelöscht und nicht zugelassen. Das gute ist aber, dass die mir selbst Links geschickt habe, wo ich sie intern gut oder schlecht bewerten konnte und da habe ich bis ins Detail gesagt, was nicht gut lief. Ich schrieb auch, wenn sie Eier hätten, sollen sie mir das Geld für die zweite Fahrt, die nicht stattfand, zurück buchen (was sicher nicht passieren wird). Ich entschied, heute nicht mehr den ganzen Bericht zu schreiben, dazu war ich zu müde. Zu Ehren von Richard Harrison sah ich mir Das Schlangenmonster an (Review folgt). Derweil bekam ich Hunger und bestellte noch Fast-Food und erst spät am Abend fand ich doch noch Motivation, an den Berichten des Blogs zu starten. Die signierten Items habe ich dann erst am nächsten Tag am Nachmittag ins Regal geräumt. Da musste ich noch Platz schaffen.





















































