Nach dem Event mit Yukari Oshima in Nürnberg freute ich mich auf einen faulen Dienstag. Ich wollte lange schlafen (bevorzugt bis am Mittag oder frühen Nachmittag da am gleichen Tag Nachtdienst) und mir weiterhin Folgen der Serie Banshee: Small Town. Big Secrets ansehen. Zudem wollte ich mir dennoch ein bis zwei weitere Filme mit Lu Feng ansehen, um diese ggf. doch noch zum Signieren ans Event nach London mitzunehmen, u.a. The Flag of Iron. Als ich in Nürnberg war, hatte ich leichte Probleme mit dem rechten Auge. Dem habe ich aber kaum Beachtung geschenkt. Wohl die Glücksgefühle oder andere Dinge, die das in den Hintergrund gedrängt haben (das starke Kopfweh). Am Dienstag gelang es mir leider nicht wirklich, auszuschlafen. Am Dienstag starteten meine vier Nachtdienste. Bis am Samstagmorgen. Mit meinem rechten Auge stimmte wirklich etwas nicht. Als ich The Flag of Iron startete merkte ich es: Ich sah verschwommen, verschleiert, hatte ein Fremdkörpergefühl im Auge und die weissen, englischen Untertitel der IVL-DVD haben mich geblendet. Mit anderen Worten, ab zum Arzt. Ich müsste jedoch zuerst eine Krankenkasse-Hotline anrufen, bevor ich einen Termin machen darf. Ich googelte und sah, dass das bei frauenärztlichen und augenärztlichen Notfällen nicht der Fall ist. Also rief ich direkt beim Augenarzt, wo ich vor ca. 2-3 Jahren schon war, an, und konnte zum Glück für am gleichen Nachmittag einen Termin ergattern.
Meine Chefin informierte ich, da ich heute Nacht für alle Bewohner Medikamente richten sollte (plus Bestellungen und Betäubungsmittelkontrolle). Und wenn es so bliebe mit meinem Auge, würde das nicht möglich sein. Sie sagte, sie könne es übernehmen und ich würde dann zu den Bewohnern (Pflegebewohnern) schauen und regulären Nachtdienst tätigen (wobei ich eigentlich froh war, für die Medis eingeteilt zu sein, da ich eben nicht im Nachtrhythmus war und dementsprechend müde sein würde). Ich sah schon das Schlimmste: Netzhautablösung, Operation und noch schlimmer, ich würde das Lu Feng Event am Samstag verpassen. Zum Glück war das nicht der Fall. Der Augenarzt, so sagte er mir, fand eine Augenwimper innerhalb meines oberen Augenlids. Er sagte, die sei innerhalb des Lids gegen das Auge gewachsen und dass er so was noch nie gesehen hätte. Insgeheim hoffte ich auf einen Fremdkörper, denn meist hören Beschwerden sofort auf, wenn dieser entfernt wird. Und das war der Fall. Dennoch gab er mir ein Rezept für Augenmedis, da das rechte Auge sehr trocken sei. Zudem solle ich in einem Monat den Augendruck, der bei den letzten Messungen vor 1-2 Jahren angeblich leicht grenzwertig erhöht war (warum sagte mir das keiner?), checken lassen. Medis gekauft und bis heute kaum gebraucht. Den Termin für den Augendruck zu checken werde ich im November planen. Dazu muss ich aber abwarten, bis ich den Arbeitsplan bekomme (bzw. den habe ich eigentlich schon, was ich vergessen habe, da ich die Nächte noch nicht auf meinen Kalender übertragen habe). Auf jeden Fall hörten die Beschwerden, wie insgeheim erhofft, sofort auf. Ich war froh, aber es war ein mühsamer Tag vor meinem ersten Nachtdienst. The Flag of Iron sah ich mir dann auch erst am nächsten Tag an. Und für Banshee: Small Town. Big Secrets Folgen reichte es auch noch. Vor London beendete ich sogar die 2. und 3. Staffel (die erste Staffel ist jedoch noch immer die beste).
Danach arbeitete ich noch drei Nächte von Mittwoch bis Samstagmorgen. Zudem habe ich jeden Tag einen Teil meiner Wohnung geputzt. Das gab auch etwas mehr zu tun, da ich natürlich am Samstag nicht putzen konnte und am Freitag würde ich schon packen. Ich hatte Glück und die drei Nächte waren total ruhig. Eine andere Nachtwache las nachts die Könizer Zeitung und informierte mich über Wild-Werbung. Ich bekam so Lust darauf, dass ich ggf. am 2.10 spontan Wild essen gehe. Und zwar in Gümmenen (die Zugstation kenne ich nur von meinen NIFFF-Reisen) im Gasthof Kreuz. Vor allem das Hasenrückenfilet würde mich interessieren. Etwas, was ich noch nie gegessen habe. Ich habe via WhatsApp noch für Interessierte gesucht, aber niemanden gefunden (die kommen schliesslich alle im Oktober und 1.11 an die Reihe). Daher werde ich dort allein gehen. Somit wären es dann potenziell 26-Wild-Essen dieses Jahr, wenn alles läuft wie geplant:-) Da muss ich die Tage unbedingt anrufen und reservieren. Und ich merke, dass ich zwischen dem 19.9-1.11 keinen einzigen freien Tag mehr habe. Alles verplant:-) Gepackt habe ich am Freitag und ich freute mich sehr auf London. Sogar mehr als auf Nürnberg. Einfach weil die Stimmung ganz anders sein wird und auch, weil ich meine Londoner Freunde Seff und Paul sehen werde. Und wir werden essen gehen. Ich schlug beiden ein chinesisches Restaurant vor, welches ich gefunden habe. Sieben Minuten vom Kino entfernt und praktisch gegenüber von meinem Hotel. Sehr gute Google Rezessionen. Oder, falls sie das nicht wollen, wieder ins brasilianische Fleisch-Restaurant vom letzten Mal. Beide waren mit dem chinesischen Restaurant namens Blue Orchid einverstanden. So wäre das auch organisiert. Als Teaser posteten Ricky Baker und Toby Russell, die das Lu Feng Event veranstalten, schon Bilder von Lu Feng, der Anfang oder Mitte Woche zusammen mit seiner Ehefrau in London gelandet ist. Sightseeing mit Lu Feng. Und das Dinner, welches sie mit Liu Feng und Fans geplant haben, fand am Samstagabend statt. Da wurden auch sehr amüsante Bilder auf Social Media gepostet. Ricky Baker hat mich vor ca. einer Woche sogar gefragt, ob ich dort auch kommen wolle, da noch ein freier Platz. Da ich aber erst um 19.00 Uhr in London landen sollte, ist das unmöglich. Trotz ehrte es mich, dass er mich direkt gefragt hat.
Am Freitag packte ich. Mit meiner Chefin hatte ich vereinbart, dass ich am Samstagmorgen am Ende meines Nachtdienstes statt um 07.15 Uhr zehn Minuten früher um 07.05 Uhr gehen würde. So reicht es mir auf den 07.17 Uhr Bus. Am Samstag habe ich weniger ÖV-Verbindungen für nach Hause und so wäre ich 30 Minuten früher zu Hause. Das klappte. Ich war früh zu Hause. Dort sah ich, dass Filet, mein Kater, nachts zweimal viel erbrochen hatte. Im Schlafzimmer (schon eingetrocknet) und im Wohnzimmer (frisch). Es war Nahrung ersichtlich im Erbrochenen. Ich machte mir Sorgen, vor allem da Filet, als ich nach Hause kam, nicht, wie üblich, zur Tür gerannt kam. Das ist unüblich. Auf der anderen Seite hatte er vor ca. einem Jahr auch schon Mal eine kürzere Phase, in der er mehr erbrochen hat. Danach stellte ich die Nahrung um. Ich reinigte alles, und brauchte praktisch alle Feuchttücher auf. Ich habe meine Kollegin, die die nächsten drei Tage meine Katzen hüten würde, darüber informiert. Neue Feuchttücher zu kaufen, würde nicht drin liegen. Jetzt heisst es ab ins Bett, mind. drei Stunden schlafen, hoffentlich nicht verschlafen und nach dem Mittag ab nach Basel und von dort ab nach London. Ich stellte den Wecker auf 11.30 Uhr. Das wären 3h20Min. Schlaf. Ich erwachte voller Panik, schaute auf mein Handy, sah, dass der Alarm ausgestellt war und es war zu dem Zeitpunkt 11.38 Uhr. Glück gehabt. Danach sah ich, dass Filet nochmals wenig erbrochen hatte und nun brauchte ich die noch restlichen Feuchttücher zum Putzen und informierte die Kollegin erneut. Danach hiess es duschen und nach dem Mittag ging es nach Bern. Dort kaufte ich ein Twix, ein kleines Sandwich und ein grosses Sandwich. Das grosse Sandwich sollte als Abendessen in London im Hotel dienen. Das Twix ass ich jetzt, das kleine Sandwich wollte ich später verzehren. Der Zug nach Basel hatte leicht Verspätung. Ich war aber gut dran. Mit dem Bus ging es im Sonnenschein zum Flughafen, wo ich das kleine Sandwich ass und noch Geld wechselte (ich hatte jetzt ca. 200 GBP dabei, wenn ich mich nicht irre, ohne das Geld für Autogramme).
Es ging flott und ohne Probleme durch sämtliche Kontrollen. Das läuft wie geschmiert. Ich kaufte noch zwei Protein-Riegel und Schokolade als Geschenk für Lu Feng. Vor meinem Gate wartete ich lange in einem Kaffee, wo ich ein Café Latte trank und Farm der Tiere weiterlas, welches ich auch schon im Zug nach Basel gelesen habe. Bald würde ich es durchhaben. Unten am Gate ist es nämlich total warm, da Sonnenseite. Ich beobachtete eine Krähe, die weit draussen auf einer Kamera sass. Ein gutes Omen für den Flug und das Wochenende. Beim Boarding war ich ganz vorne und daher schnell im Flugzeug. Dort las ich Farm der Tiere zu Ende, noch ehe wir gestartet sind. Toller Roman. Den Zeichentrickfilm lasse ich links liegen, da dort u.a. das Ende, auch weil der Film von der CIA produziert wurde, verändert wurde. Das Ende des Romans ist böser und mochte ich. Wir landeten pünktlich um 19.00 Uhr in London. Das Landen war sehr cool. Ich war, ohne Übertreibung, schon 13 Minuten später beim Ausgang des Flughafens. Nun war ich gespannt, ob es mit meinem Transport durch ConnectoTransfers klappen würde. Eine gewisse Nervosität war vorhanden, obwohl ich im April damit gute Erfahrungen gemacht hatte. Als ich mein Handy mit dem WLAN des Flughafens verband, poppte eine Nachricht via WhatsApp auf (ca. 18.40 Uhr). Da wurde ich (von einem Account aus Indien = ein Operater) informiert, dass der Fahrer mich beim Costa Café abholen/warten würde. Doch leider war das nicht der Fall. Insgesamt habe ich fast eine Stunde dort gewartet, und es kam niemand. Der Operater aus Indien hat weitere Falschaussagen kommuniziert und inzwischen hat auch der vor Ort diensthabende Fahrdienst Kontakt mit mir aufgenommen und die eine Hand wusste nicht, was die andere tat. Es war sehr mühsam. Nach einer Stunde Verspätung klappte es und um ca. 20.15/20.20 Uhr wurde ich durch meinen Fahrer nach Romford gefahren. Ich wollte mich nur noch entspannen und hatte null Bock auf Konversation, was mein Fahrer zum Glück akzeptiert hat. Trinkgeld gab es natürlich nicht. Die Fahrt dauerte ca. 49 Min. Beim Hotel (Travelodge London Romford) checkte ich ein und kaufte via PayPal für zwei Tage WLAN (ansonsten gibt es nur 30 Min. pro Tag). Im Hotel entspannte ich mich, packte aus und ass mein Sandwich. Mit dem Hotel war ich auf den ersten Blick sehr zufrieden: sehr grosses Zimmer und Bett, sauber, ich hörte die Strasse und den Strassenlärm durch Autos (finde ich total entspannend). Danach zog es mich trotzdem noch nach draussen. Auf dem Weg traf ich zwei Gäste des Hotels (Touristen oder Asylanten = laut London Kumpel Paul ist das Travelodge bekannt dafür, teilweise auch viele Asylanten zu beherbergen). Einer trug ein Manchester United Oberteil beschriftet mit der Nr. 7 (Flankengott Beckham). Ich lobte ihn und er und sein Kumpel hatten grosse Freude. Ich checkte die Umgebung. Das chinesische Restaurant ist in der Tat praktisch gegenüber dem Hotel und der Weg zum Kino fand ich problemlos. Danach war ich dementsprechend müde und schlief wunderbar, was nicht selbstverständlich ist, da Wechsel vom Nachtdienst ins Frei bzw. vom Nachtrhythmus in den Tagrhythmus.





























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