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Donnerstag, 8. August 2019

A Man to Respect Review

A Man to Respect

Story:

Steve Wallace (Kirk Douglas) sass drei Jahre im Knast und kommt Frei. Es dauert nicht lange, bis seine ehemaligen Arbeitgeber ihm zu verstehen geben, dass sie wieder gerne mit ihn zusammenarbeiten würden (Steve ist ein Profi im Einbrechen und Stehlen). Steve lehnt ab. Steve lernt später durch Zufall Marco (Giuliano Gemma) kennen. Da ihm seine ehemaligen Arbeitgeber im Nacken sitzen plant Steve den letzten Coup – zusammen mit seinem Schützling Marco, welchen er für den finalen Raub ausbildet. Steves Freundin (Florinda Bolkan) ist davon wenig begeistert und am Ende läuft nichts wie geplant…

Meine Meinung:

Als ich vor dem Schauen die Inhaltsangabe studierte, dachte ich nicht, dass der Film sonderlich spannend und/oder ein potenzieller Kracher sein könnte. Ich war, das gebe ich zu, skeptisch. Vor allem aufgrund der Thematik mit dem Einbrechen und wegen Kirk Douglas. Die Deutsch-Ital. Co-Produktion, in Deutschland gedreht, war jedoch viel besser als befürchtet und, und das ist das schöne, ein echter Kracher! Eine solche Spannung habe ich in diesem Genre schon lange nicht mehr erlebt. Das VHS aus Japan ist Uncut und andere Fassungen (US-DVD, deutsche DVD) sind zensiert – ich kann mir auch vorstellen, dass Handlung und/oder Szenen, welche die Figuren mehr beleuchten, fehlen. Und das ist ein Jammer, denn der Film funktioniert als Ganzes sehr gut. Jede Szene, die entfallen würde, wäre eine zu viel.

Der Film überzeugt durch seine interessante, sich langsam aufbauende und vor allem extrem spannende Story. Das Ende gefiel mir auch (erinnerte leicht an Hitch-Hike). Zu Gute kommt dem Film, dass die Figuren, allen voran das Trio Kirk Douglas (macht auch in den Action-Szenen eine gute Figur), Ital. Western Held Giuliano Gemma (Blutiges Blei) und Florinda Bolkan (welche in Don’t Torture a Duckling die Ketten zu spüren bekommt) genug Tiefe bekommen, dami ihre Schicksale dem Zuschauer nicht egal sind.

Die Musik steuerte Ennio Morricone (u.a. verantwortlich für Soundtrack in Die Rache bin ich) bei und auf sporadische Action-Szenen wird, trotz des Einbrecher-Settings, nicht verzichtet. Das Highlight dürfte vor allem die lange Auto-Verfolgungsjagd sein, die sehenswert in Szene gesetzt wurde.

Fazit: Wer das Ital. Polizei- und Gangster-Setting mag, sollte sich diesen Kracher und Geheimtipp vom Der Mann aus Virginia Regisseur Michele Lupo, auch wenn mehr Wert auf Figuren und Story legend als andere Vertreter seiner Art, nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Un Uomo da rispettare

Deutschland / Italien 1972

R: Michele Lupo

D: Kirk Douglas, Giuliano Gemma, Florinda Bolkan, Wolfgang Preiss, Reinhard Kolldehoff, Romano Puppo, Bruno Corazzari

Laufzeit des jap. VHS: Ca. 111 Min.

Gesehen am: 22.05.19

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan von Visual Book vor = Uncut, Englischer Ton, japanische Subs, gute Bildqualität. In Deutschland zumindest auf DVD erhältlich, jedoch stark zensiert (96 statt 111 Minuten). Zudem soll die DVD technisch schlecht sein («schlechte Bildqualität», «Ton ist auch sehr schlecht»). Eine deutsche Uncut Fassung auf DVD / Blu Ray gibt es nicht (Stand: Mai 2019).

Dienstag, 18. September 2018

Fury in Shaolin Temple Review






 Von Gordon Liu signiert

 
Webmaster mit Gordon Liu 2010 in Amsterdam
 
Fury in Shaolin Temple

Story:

Zwei Söhne (Gordon Liu und Bruce Lai) werden als Kind getrennt und wachsen bei anderen Vätern auf, um am Ende den Tod ihrer Väter zu rächen und gemeinsam ihre Kampffähigkeiten zu vereinen, um den bösen Shaolin Mönch besiegen zu können…

Meine Meinung:

Low-Budget Old School Kung Fu Film aus HK bzw. Südkorea von Godfrey Ho (Eagle vs. Silver Fox) bzw. Choe Hyeon-Min und Gordon Lius dritter Ausflug nach Südkorea nach seinen Arbeiten Shaolin Drunken Monk (in Südkorea gedreht) und Raiders of Buddhist Kung Fu (Südkoreanische Produktion, wieder von Godfrey Ho).

Der Neusichtung lag nun eine O-Ton Fassung vor, welche deutlich besser kommt als die englische Sprachfassung, die, wie so oft, schlecht synchronisiert ist. Am schlimmsten sind jedoch, zweifelslos ohne, die Englischen Sprachfassungen von Ocean Shores – kann ich mir heute nicht mehr anhören. Je nach Film schaue ich dann sogar lieber in Chinesisch ohne Subs (mit Subs immer, wenn es hat, aber längst nicht alle Filme haben Subs, gerade was Ocean Shores VCDs und LDs angeht – am besten würde man mit den HK Ocean Shores VHS fahren, die aber kaum mehr zu bekommen sind, und wenn, dann vor allem nur die Englisch Dubbed Versionen).

Zurück zu Fury in Shaolin Temple:

die Story ist ein bisschen konfus und man merkt, dass zu viele Ideen in den Film und die kurze Laufzeit gesteckt wurden. Der Film hat Charme und einige Ideen und Szenen gehen als reinen Trash durch, was jedoch Spass macht (z.B. die Hommage an The 18 Bronzemen). Es gibt vertauschte Babys, die Suche nach einem Manuskript, böse Mönche, Shaolin Tempel, eine Rachegeschichte und diverse Kampfstile, u.a. auch den Drunken Stiel, der von Bruce Lai (wusste gar nicht, dass dies nur sein Künstlername ist und er in Wahrheit Koreaner ist und Jang Il-Do heisst) und auch Phillip Ko (Brothers From Walled City) benutzt wird. Letztere hat nur einen Gastauftritt mit einer Kampfszene.

Gordon Liu hat mir gut gefallen. Er tritt, wie auch Bruce Lai, phasenweise in den Hintergrund. In den Szenen, in denen er kocht oder abwäscht / in der Küche arbeitet, verbindet er diese Handlungen geschickt mit seinen echten Martial Arts Fähigkeiten. Die Kampf- und Trainingsszenen sind alle sehr solide bis gut. Gegen Ende nimmt sowohl die Anzahl von Kampfszenen wie auch die Qualität derselben zu. Man muss sich aber bewusst sein, dass es sich um einen billigen Wald-und-Wiesen Klopper handelt.

Die koreanische Natur kommt dabei, oft wie auch Taiwan als Drehorte, schön zur Geltung (z.B. Trainingsszenen vor schöner Kulisse wie einem grossen Wasserfall). Gordon Liu (Cheetah On Fire), für mich eine Shaw Brothers Legende, hat mir auch in den Produktionen abseits der Shaw Brothers immer gut gefallen. Da macht Fury in Shaolin Temple, Low Budget hin oder her, keine Ausnahme!

Fazit: Gordon Liu und Old School Kung Fu Film Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin zhen ying xiong

Südkorea, HK 1982

R: Godfrey Ho, Choe Hyeon-Min

D: Gordon Liu, Chang Yi-Tao (aka Bruce Lai), Gam Kei Chu, Lee Fat Yuen, Lee Gang-jo, Shin Wu-cheol, Phillip Ko

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 86 Min.

Gesehen am: Juni 2009 / Review überarbeitet am: 20.07.18

Fassungen: Mir liegen die US-DVD von Videoasia und das VHS aus Japan von Visual Book vor. Die US-DVD ist leider nur Englisch Dubbed. US-VHS Master. Das Set kommt aber mit anderen Gordon Liu bzw. Filmen der «Lau Familie» daher (Odd Couple, Breakout from Oppression, His Name is Nobody, Two Graves to Kung Fu und Revenge of the Patriots) und die DVD habe ich 2010 in Amsterdam von Gordon Liu signieren lassen = bleibt in der Sammlung. Die VHS aus Japan ist nun die bevorzugte Fassung, da O-Ton Fassung (Mandarin mit jap. Subs). Bildformat ist gleich wie bei der US-DVD, es lag aber ein Originalmaster vor (keine englischen Titeleingebungen und Credits, sondern alles in Chinesisch). Farben leicht blasser als bei der DVD, ansonsten gut schaubar. Billig auf Ebay gekauft (ca. 20 USD).