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Donnerstag, 10. September 2026

The Dragon's Executioner

The Dragon's Executioner

Story:

China in den 30ern:

Japaner haben das Sagen und gehen mit der chinesischen Bevölkerung nicht gerade zimperlich um. Ma Ta-Lang (Barry Chan) Angehörige werden zu Opfern der Japaner. Ebenso der Bruder von Hsu Hsiao-Chun (Doris Lung Chun-Erh). Beide nehmen den Kampf gegen die Japaner auf…

Meine Meinung:

Aka Chinese. The Dragon's Executioner ist ein Anfang der 70er Jahre Basher von Wu Min-Hsiung (Heroes in the Late Ming Dynasty, Chase Step by Step, The Green Dragon Inn) und eigentlich müsste ich den Film zum Verkauf anbieten, da ein 5/10er. Auf der anderen Seite war ich heute ausserordentlich schläfrig und es ist nicht auszuschliessen, dass ich sogar ein- bis zweimal beim Schauen eingeknickt bin. Also wurde ich dem Film nicht ganz gerecht. Auf der anderen Seite kann ich Kritikpunkte klar benennen, und die würden mir auch bei einem Rewatch wohl nicht besser gefallen.

Der Inhalt ist weder neu noch originell. Das ist auch nicht wirklich kritisch zu betrachten. Aber solche Inhalte mit 08/15 Bösewichten (= Japanern), gefallen mir als Setting immer weniger. Das ist ähnlich wie neue Zombiefilme. Das spricht mich auch kaum mehr an. Ich finde die Themen ausgelutscht. Dann hätte ich z.B. lieber eine typische Meister-Schüler-Rache-Story gesehen, als jene der bösen Japaner. Es wäre noch was Anderes gewesen, wenn es charismatische oder wirklich fiese Antagonisten gehabt hätte. Wenn möglich noch mit Namen wie Lung Fei oder Yasuaki Kurata. Aber Fehlanzeige. Die Bösewichte sind Luschen und Barry Chan fehlt es einem würdigen Gegner.

Dazu kommt, dass das Schauspiel in einigen Szenen unfreiwillig komisch anmutete, so z.B. ausgerechnet in der Schlussszene, obwohl diese dramatisch und ernst gedacht ist. Die Mimik von Barry Chan (Game of Killers, The Deadly Sword, The Death Player) oder dem Japaner, der noch durch das Schwert getötet wird, waren wirklich peinlich und die Sterbeszenen einfach schlecht gespielt. Ich denke, der miese Englische Dub hat das Gefühl und die Negativität zusätzlich verstärkt. Ansonsten gab es viele solide Kampfszenen. Barry Chan war solide. Etwas, was mich jedoch, vor allem beim den Kampfszenen, auch störte, war die Tatsache, dass in diesen meistens keine Musik zuhören ist. Nur Kampfgeräusche. Wie hätte z.B. ein Italo-Western Theme diese Szenen aufgewertet! Richtig toll war eigentlich nur Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu, The Cavalier, A Brave Girl-Boxer in Shanghai).

Fazit: Durchschnittlicher Basher!

Infos:

O: Chung Kuo Ren

Taiwan 1972

R: Wu Min-Hsiung

D: Barry Chan, Doris Lung Chun-Erh, Yi Yuan, David Tang Wei, Ko Yu-Min, Shao Lo-Hui, Wu La-Yun

Laufzeit der holländischen Betamax: 88:44 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die holländische Betamax von EVC vor = Statt 2,35:1 in 1,66:1, Englischer Dub (miese Synchro), wahrscheinlich Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es vom gleichen Label auch auf VHS. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

Dienstag, 8. September 2026

Shaolin Monk

Shaolin Monk

Story:

China im Jahr 528:

Ein Taoist-Priester (Chuan Yuan/ Chen Jen-Lei) trifft mit seinen Untergebenen in einer Stadt ein. Dort übernimmt er schnell die Kontrolle. Ihm gelingt es, das einfache Volk um den Finger zu wickeln. So lässt er z.B. Regen aufkommen. Danach sind ihm fast alle gehörig. Nur Chi Yun (Wen Chiang-Long) und Yen Chi (Judy Lee) erkennen die Gefahr, die vom Priester ausgeht. Da kommt ihnen ein Mönch (Chan Sing) gerade recht, um die Gefahr zu bannen…

Meine Meinung:

Shaolin Monk wird je nach Datenbank mit dem Film The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance verwechselt, da dieser je nach Fassung (z.B. die Betamax aus Indonesien) dort auch den Titel Shaolin Monk trägt und zudem gleicher Cast (Chan Sing, Philip Ko). Shaolin Monk, dessen On-Screen Titel Shaolin Tamo Buddhist Monk lautet, hat mir dabei deutlich besser gefallen als der andere «Shaolin Monk». Ich fand den Film besser, als ich es erwartet hätte. Ich konnte zwar nicht alle Motive verstehen, da keine englischen Untertitel, aber ich konnte dem Plot, nachdem ich ein anderes Review gelesen hatte, dennoch gut folgen.

Selten war es so einfach, Bösewichte (Chuan Yuan, Chen Jen-Lei, Phillip Ko Fei) und Helden (Wen Chiang-Long, Judy Lee, Chan Sing) auseinander zu halten, wie hier. Erstes sind keine dunklen Nachtszenen vorhanden und zweitens erkennt man schon an der Kleidung, wer zu den Helden oder Bösen gehört. Chan Sing (Big Boss of Shanghai) mimt den kaum besiegbaren Mönch, der seine Kampffähigkeiten jedoch bewusst zurückhält, auch wenn er hier und da von den Bösewichten angegangen wird. Judy Lee (The Lady Constable) und Wen Chiang-Long (Tiger Jungle) sind die Helden, die den Kampf gegen die Bösewichte aufnehmen.

Chuan Yuan spielt den Bösewicht, der wie ein Sektenguru anmutet. Er macht das toll. Vor dem Finale entpuppt er sich als falsche Identität, da eine Maske tragend und daher wird der Bösewicht im Finale dann von Chen Jen-Lei gespielt. Er liefert sich einen tollen Kampf gegen Judy Lee und Wen Chiang-Long, den nicht alle davon überleben. Erst im Finale taucht ein zweiter Bösewicht auf, natürlich mit weissen, langen Haaren. Dieser wird von Phillip Ko Fei (The Criminal) gespielt und ihn mag ich immer als Bösewicht. Er liefert sich dann den Finalkampf gegen Chan Sing. Auch das ist ein toller Kampf. Mit einzelnen Ausnahmen wird auf Klamauk verzichtet und der Film bietet skurrile Outfits und Frisuren (vor allem jene von Chan Sing) und die Musik hat Italo-Western Vibes.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin Zu Shi

HK 1976/1977 (je nach Quelle)

R: Lin Fu-Ti

D: Chan Sing, Judy Lee, Wen Chiang-Long, Chuan Yuan, Chen Jen-Lei, Phillip Ko Fei

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:52 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag das VHS von A-Joo Videoproduction vor = Tai Seng Master in Vollbild (ggf. noch gezoomt), in Mandarin mit koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus. Es gibt den Film in den USA und UK auf DVD, jedoch nur Englisch Dubbed. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Ebenso wenig deutsche Fassungen oder Blu-Ray Versionen (Stand: Sept. 2026).

Sonntag, 30. August 2026

Emperor Oh Jak-doo 3

Emperor Oh Jak-doo 3

Story:

Busan in den 50ern:

Die beiden Freunde Chang-gi (Lee Ju-cheol) und Yong-pal (Oh Dong-yeong) versuchen ihr Glück in Busan. Sie geraten schnell an diverse Gangsterbanden, doch Chang-gi ist ein guter Kämpfer. Nachdem er erste Erfolge feiert und Gangster Bulgom (Song Geum-sik) im Kampf besiegt, sorgt das dafür, dass schon bald nächste Gegner auf ihn lauet. So einer ist Ma Cheon-su (Doppelrolle von Song Geum-sik), der vor Ort als «Texas Indian» bekannt ist und Busan dominiert. Doch Chang-gi will mit Ma Cheon-su eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Doch als ein unbekannter Mann namens Oh Jak-du (Na Han-il) auftaucht, verändert das alles…

Meine Meinung:

Emperor Oh Jak-doo 3 ist der dritte Teil einer Action- und Gangster-Reihe aus Südkorea. Der Film hat mit den Vorgängern jedoch nur noch wenig gemein, auch wenn der Star der ersten zwei Filme, Na Han-il (Boss), einen Gastauftritt hinlegt. Das liegt daran, dass der Film in Busan der 50er Jahre spielt. Regie führte Cho Myung-hwa, von dem ich bisher nur einen Film gesehen habe (= Special Mission: Beauty Corps). Emperor Oh Jak-doo 3 erwarb ich zu einem Zeitpunkt, wo ich fast alles, was mein ehemaliger Korea-Dealer mir an Filmen angeboten hat, auch gekauft habe. Auch solche 90er Jahre Action- und Gangsterfilme aus Südkorea, die sonst nirgendwo veröffentlicht wurden.

Und die meisten dieser Filme sind zwar solide, aber, wie ich mehr und mehr merke, nicht wirklich etwas für meine Sammlung. Es gibt Ausnahmen wie z.B. Bloody Mafia, doch leider war diese VHS-Version stark in Gewalt zensiert. Was sich im Gegensatz zu den Kung Fu Filmen und VHS aus Südkorea auch negativ auswirkt, ist das Fehlen von englischen Untertiteln. Zwar konnte ich dem Plot von Emperor Oh Jak-doo 3 zu einem grossen Teil folgen, aber mit der Zeit, und auch durch die Tatsache, dass mir der Cast total unbekannt ist und ich mit der Zeit die Figuren nicht mehr unterscheiden konnte, wusste ich auf einmal nicht mehr, wer wer ist und warum der gegen den kämpft.

Das ist natürlich schade und nimmt dem Film eine gewisse Dramatik. Auf der anderen Seite gab es im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art ziemlich viele Actionszenen zu bestaunen. Mehrheitlich Kampfszenen. Diese waren relativ ansehnlich in Szene gesetzt. Mit viele Kicks, übersichtlicher Kamera und ich denke, dass einige der Stars in dem Film einen Martial Arts Background haben. Lee Ju-cheol, der den Kämpfer des Duos spielt, spielte nebst bereits erwähnten Filmen wie Boss oder Special Mission: Beauty Corps auch in vielen anderen Filmen wie z.B. Always There mit. Auch Song Geum-sik war in einigen dieser 90er Jahre Actionfilmen zu sehen. Seine Anfänge machte er bereits Anfang der 80er in einigen südkoreanischen Kung Fu Filmen (The Yong-gwon Martial Arts, Manager of the Shaolin Hall, Shaolin: The Blood Mission).

Fazit: Wer seltene 90er Jahre Gangster- und Actionfilme aus Südkorea mag, kann durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Hwangje O Jakdu 3

Südkorea 1995

R: Cho Myung-hwa

D: Lee Ju-cheol, Song Geum-sik, Gu Min-ah, Na Han-il, Oh Dong-yeong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:24 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von J & J Home Video vor = Koreanischer O-Ton ohne Subs, solide Bild- und Tonqualität, unbekannter Uncut-Status (sah Uncut aus). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

Samstag, 29. August 2026

The Great Escape from Women’s Prison

The Great Escape from Women’s Prison

Story:

Japan marschiert im 2. Weltkrieg in Korea ein und übernimmt das Land. Yeung Fung Kow (Lee Dae-Geun) entscheidet sich, sich den Japanern anzuschliessen. Das sorgt für Differenzen was seine ehemalige Liebe oder seine Familienmitglieder (Mutter, Bruder) angehen. Yeung Fung Kow geht so weit, diese verhaften und ins Camp verschleppen zu lassen. Im Frauengefängnis müssen die Insassinnen schuften. Gnade gibt es nicht und auf Wiederhandlungen folgen Folterstrafen. Doch langsam macht sich, auch bei der Bevölkerung, Widerstand breit…

Meine Meinung:

The Great Escape from Women’s Prison ist zwar ein eher harmloser Vertreter des WIP (Women in Prison) Genres, dennoch empfand ich den Film, gerade auch mit angepassten Erwartungen, als solide. Zudem habe ich schon schlechtere solche Filme gesehen (Im Camp der gelben Tigerinnen, War Victims, Escape from Hell Hole, Bambuscamp 2. Teil- Die Tätowierung). Es handelt sich um eine Co-Produktion zwischen Taiwan und Südkorea. Daher sind auch zwei Regisseure, nämlich Ting Chung (Tiger Jungle, Two Assassins of the Darkness, Of Cooks and Kung Fu) sowie Jang Il-Ho (The Iron ManA Remodelled Beauty) als Regisseure gelistet.  Gedreht wurde vor Ort in Südkorea. Jang Il-Ho hat auch mind. drei Filme für die Shaw Brothers realisiert = Night of the Devil's Bride, The Deadly Knives sowie The Thunderbolt Fist.

The Great Escape from Women’s Prison bietet all die Klischees, die der Fan von diesem Genre erwarten kann. Was explizite Gewalt angeht, ist der Film harmlos. Was Nacktszenen angeht, gibt es hier nichts zu sehen (in einer Szene verdeckt eine Frau ihre Brüste, das ist alles). Dennoch funktioniert der Film. Es gibt WIP-Elemente, Shoot-Outs, Drama (auch durch die Familienkonstellation und der Tatsache des Überlaufens und Verrats), dennoch paar fiese Foltermomente und paar wenige blutige Details gibt es dennoch zu sehen. Und dann gibt es sogar noch eine kürzere Kampfszene. Die Drehorte in Südkorea sieht man dem Film positiv an.

Der Entscheid, fast komplett auf Humor und Klamauk zu verzichten (mit Ausnahme der adipösen Gefangenen) und die dramatischen Szenen zwischenmenschlichen Dilemmas in den Vordergrund zu stellen, passt und wirkt somit glaubhaft. Die Darsteller bestehen aus Koreanern und Chinesen, auch wenn es mehrheitlich Koreaner sind. Sie spielen mehrheitlich solide und glaubhaft. Der Inhalt kann sogar als historisch wichtig und sozialkritisch angesehen werden (Japanische Besetzung in Südkorea). Hier und da erinnerte mich der Film von seiner Inszenierung auch fast an einen Eastern, wenn sich die gefangenen Frauen z.B. in Rückblenden erzählen, warum sie im Gefängnis gelandet sind und jede ihre Geschichte erzählen darf.

Fazit: WIP-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Da nu ji zhong ying / Yeosu daetalok

Taiwan, Südkorea 1976

R: Jang Il-Ho, Ting Chung

D: Lee Dae-Geun, Yoon Mi-Ra, Han Mi-Ja, Nam Soo-Jeong, Do Keum-Bong, Kao Chiang, Chang Pei-Shan

Laufzeit der US-VHS: 98:53 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed HK-VHS von Ocean Shores (Omni Video vor) = Solider Dub, solide Bildqualität, Vollbilds statt Widescreen. Laufzeit 98:53 Minuten. Die Mandarin Kassette ist ca. zwei Minuten kürzer als ein «Uncut Print auf YouTube» (98:47 Min). Die Szenen, die in der Mandarin VHS fehlen sollen, hatte ich den Eindruck, dass diese ggf. auf dem Englisch Dubbed VHS drauf waren. Da es eher unwichtige Szenen sind, spielt es jedoch nicht so eine grosse Rolle. Ich werde noch vergleichen. Der Film müsste aktuell gerade in Deutschland als Straflager der Geschändeten von X-Rated auf Blu-Ray veröffentlicht worden sein. Ob dort die Uncut Fassung (à la YouTube Print) auch an Bord sein wird, ist mir nicht bekannt. Immerhin soll die Fassung in Deutsch und Mandarin vorliegen. Ob es eine VHS in Südkorea gibt und sich die südkoreanische Fassung von der taiwanesischen Fassung (abgesehen von der Sprache) unterscheidet, weiss ich nicht. Es handelt sich um eine Co-Produktion beider Länder.  

Freitag, 21. August 2026

The Return of the Shaolin Chef

The Return of the Shaolin Chef

Story:

Horim (Elton Chong) ist Koch. Eines Tages tauchen Japaner bei ihm auf, verprügeln ihn und töten seine Frau. Sie halten Horim für den Koch Hwang Hwa-bu (Wang Ryong). Eine Verwechslung. Horim nimmt danach zusammen mit Hwang Hwa-bu eine Stelle als Koch in einem Shaolin-Kloster an. Dort spioniert er, wie Hwang Hwa-bu trainiert. Und Horim versucht, so ebenfalls sein Kung Fu zu verbessern, um sich später für den Tod seiner Ehefrau rächen zu können…

Meine Meinung (Südkoreanische Originalversion):

The Return of the Shaolin Chef ist die Fortsetzung von The Shaolin Chief Cook. Es handelt sich um eine südkoreanischen Kung-Fu-Film von Kim Jung-yong (The Undertaker in Sohwa Province), dessen Film im Ausland vor allem durch die Verschlimmbesserung von Godrey Ho (Lethal Panther, Ninja Terminator) bekannt geworden ist. Von Kim Jung-yong, der viele Filme, die später von Godfrey Ho verunstaltet wurden und sich interessant anhören, liegen mir ungesehen mind. noch zwei Titel vor (Deadly Shaolin Longfist, Arahan). In der Vergangenheit sah ich beim Kumpel Dragon Against Vampire.

Ich wurde durch meinen Filmkumpel aus London und dessen Insta Account auf The Return of the Shaolin Chef aufmerksam. Zudem, als ich auf FB das VHS zum Kaufen sah, hat mein Kumpel aus London den Film auch empfohlen. Das reichte mir aus, den Film zu kaufen und ich habe den Kauf nicht bereut. Ich empfand den Film besser, als ich das erwartet hätte. Die Fassung hat keine Untertitel und obwohl es sich um eine Fortsetzung handelt, kann der Story problemlos gefolgt werden. Anders scheint es bei der Godfrey Ho Fassung zu sein. Die soll, wahrscheinlich durch das Entfernen von und danach neu hinzugefügten Szenen, wirr sein.

Der Film bietet mehr Kämpfe, als ich das erwartet hätte. Und zwar von Beginn an. Der Plot ist simpel. Böse Japaner töten die Ehefrau von Elton Chong, der sich daraufhin einem anderen Chef Koch anschliesst und heimlich Kung Fu lernt, um sich am Ende rächen zu können. Simpel, unterhaltsam und mit vielen sehenswerten Kämpfen. Natürlich gibt es auch Klamauk, aber auch in der Hinsicht war dieser weniger störend, als es z.B. das VHS Artwork suggeriert. Zudem mutet der Film oftmals härter und dramatischer an, als erwartet. Elton Chong macht eine gute Figur und überzeugt in den sehenswerten Kampfszenen. Ich muss versuchen, mehr Filme von ihm, vor allem als südkoreanische Originalfassungen, in die Finger zu kriegen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Fans sehenswert!

Infos:

O: Dol-aon sorimsa jubangjang

Südkorea 1982

R: Kim Jung-yong

D: Elton Chong, Wang Ryong, Choe Jeong-il, Jin Nu-ri, Kook Jong-hwan, Kim Hak-jun

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS vor = Uncut, O-Ton Koreanisch, keine Untertitel, gute Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Auf dieser VHS befindet sich dien unveränderte Originalversion von Kim Jung-yong und nicht die später erstellte und neu zusammen gebastelte Fassung von Godfrey Ho, die verändert ist (entfernte Szenen, neu gedrehte Szenen, Dubbed, neue Musik etc.).

Mittwoch, 19. August 2026

The Secret Shaolin Kung-Fu

The Secret Shaolin Kung-Fu

Story:

Wu Han Wei (Li Yi-Min) arbeitet in einem Restaurant und wird von seinem blinden Grossvater (Ku Cheng) in Sachen Martial Arts ausgebildet. Er soll alle sechs Techniken des Butterfly Kampfstiles lernen. Im Restaurant trifft Wu Han Wei auf einen Bettler (Hsu Pu-Liao), der Wein stiehlt. Daraufhin entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft. Gleichzeitig gerät Wu Han Wei zwischen die Fronten, da im ganzen Ort Bettler abgeschlachtet werden. Damit versuchen Bösewichte, den Anführer des Bettler-Clans aus der Reserve zu locken…

Meine Meinung:

The Secret Shaolin Kung-Fu ist eine weitere Copy-Cats Variante von Die Schlange im Schatten des Adlers. Der Film stammt aus dem gleichen Jahr und stammt von Regisseur Ko Pao (Ninja Kids, The Seven Commandments of Kung Fu) und ist in meinen Augen eine der besseren Kopien des Jackie Chan Klassikers. Dasselbe gilt für Hauptdarsteller und Jackie Chan Klon Li Yi-Min (The 7 Grandmasters, The Mystery of Chess Boxing, Mission Kiss and Kill), der hier eine exzellente Darbietung an den Tag legt. Eastern Fans werden mit dem Film bestens bedient.

Der Film startet mit einem coolen Vorspann, in dem Li Yi-Min bereits seine Kampf Demonstrationen vorführen darf. Allgemein gibt es, gerade im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art, hier deutlich mehr Kampfszenen zu sehen. Und das von Anfang an. Somit wird es nie langweilig. Der Plot ist etwas wirr, aber weniger episodenhaft wie in anderen Streifen dieser Art. Zudem gibt es einige skurrile Momente, wenn z.B. ein Mann ohne Arme und Beine in der Gegend rumgetragen wird, diverse Personen konfrontiert die sich dann selbst töten. Im Vergleich zu The Crippled Masters handelt es sich bei dem Krüppel in The Secret Shaolin Kung-Fu jedoch nicht um einen echten Krüppel und kämpfen darf dieser hier auch nicht.

Der Film bietet nebst exzellenten Kampf- und Trainingsszenen auch einige lustige Momente, die halt typisch waren für diese Kung Fu-Komödien. Etwas mehr Härte in den Kampfszenen wären wünschenswert gewesen (immerhin werden viele Mitglieder des Beggar Clans getötet). Das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Die Kampfszenen vor und im Finale sind eine Wucht. Nur schon deshalb lohnt sich die Sichtung. Wenn es etwas zu optimieren gäbe, dann die Tatsache, dass bei vielen langen Kampfszenen keine Musik zu hören ist. Das ist schade. Ein fetziger Soundtrack zu den tollen Kampfszenen wäre ein Sahnehäubchen gewesen.

Fazit: Für Old School Kung-Fu Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Hu Die Shi Ba Shi

HK 1979

R: Ko Pao

D: Li Yi-Min, Chang Chung-Kui, Hsu Pu-Liao, Sun Jung-Chi, Ku Cheng

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:46 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Sam Boo Production Co. vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, Uncut-Status unbekannt (Sah aber Uncut aus). Es gibt diverse Import-DVDs, jedoch liegen diese nur Englisch Dubbed vor. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

Freitag, 14. August 2026

One-Armed Swordswoman

One-Armed Swordswoman

Story:

Li Feng (Cheung Ching-Ching) kämpft gegen Bösewichte und Mörder. Sie nimmt den Kampf gegen die Banden auf, doch nicht immer kommt sie rechtzeitig, um die Unschuldigen vor dem Tod zu bewahren. Doch eines Tages wird sie von einem Gegner, der ein vergiftetes Schwert als Waffe benutzt, überwältigt und als Folge wird ihr der Arm amputiert. Ein mysteriöser Mann, Black Dragon genannt, trainiert sie. Sie schwört Rache an den Tätern…

Meine Meinung:

One-Armed Swordswoman ist Taiwans Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker The One-Armed Swordsman mit Superstar Jimmy Wang Yu. Der Film von Chin Sheng-En (Bronze Head and Steel Arm) ist für Eastern Fans sehenswert. Der Film ist ein Mix aus Wuxia und Drama. Der Film legt besonders am Anfang ein Höllentempo vor. In den ersten 30 Minuten gibt es praktisch nur pausenlose Kämpfe zu sehen. So bietet der Film in den ersten 30 Minuten mehr Kämpfe, als andere Filme in den ersten 60 Minuten. Das Budget war klein. Es wurde fast nur Outdoor gedreht.

Der Plot ist simpel und Cheung Ching-Ching (Queen of Fist, The Magnificent Chivalry, Sorrowful to a Ghost) macht als weiblicher Jimmy Wang Yu eine gute Figur. Interessant ist, dass ihr Arm nicht im Kampf abgetrennt wird, sondern von dem mysteriösen Mann, der sie rettet, amputiert wird um die Verbreitung eines tödlichen Giftes zu stoppen (durch eine Wunde am Arm). Bevor 30 Minuten um sind, ist Cheung Ching-Ching schon als einarmige kämpfend zu sehen. Das ging deutlich schneller als im Shaw Brothers Klassiker von Chang Cheh. Die männlichen Figuren wirken mehrheitlich uninteressant (gilt sowohl für Bösewichte wie auch Helden).

Die Kampfszenen sind solide. Es gibt typische Trampolin-Sprünge, einiges an Gewalt (z.T. zensiert oder vor zensiert) und auch auf den typischen Fantasy-Einschlag aus taiwanesischen Eastern muss der Fan nicht verzichten, was einige Ideen und Gimmicks der Gegner oder Waffen angehen. Dieser teilweise fast trashig anmutenden Parts des Filmes macht den Reiz aus und heben den Film in einigen Kampfmomenten auch von anderen Filmen dieser Art (oder aus Filmen aus Hong Kong) ab. Wenn der Film schwächelt, dann im Mittelteil aufgrund mehrere dialoglastiger und zu dramatischer Szenen. Doch dafür entschädigt die erste halbe Stunde, die pausenlos Kämpfe bietet und auch vor dem Finale dreht der Film in der Hinsicht wieder auf.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Nu Du Bei Do

Taiwan 1972

R: Chin Sheng-En

D: Cheung Ching-Ching, Tin Ming, Lui Ming, Chiang Ming, Li Chiang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:03 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung).

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Jeil Home Video Production vor = solide Bild- und Tonqualität, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, Vollbild statt Widescreen (Vorspann in Widescreen). Deutsche Fassungen (VHS sowie DVD = Li Feng - Die einarmige Schwertkämpferin) und andere Importe (VHS aus Holland) sind zensiert. Die deutsche Fassung läuft nur 75 Min. Es fehlt Handlung und Gewalt (Köpfung, Mord an Kind). In Holland (82 Minuten) fehlt weniger, aber auch da wurde bei der Köpfung oder beim abgetrennten Arm die Schere angesetzt. So auch bei der VHS aus Südkorea, die auf der holländischen Fassung (wohl gleicher Print) zu basieren scheint. Cuts sind mir nur vier aufgefallen: Mord an Kind (wobei länger als bei der deutschen Fassung), Mord an Mutter, Arm wird abgetrennt und Bösewicht wird im Finale geköpft. Eine Uncut-Fassung ist mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Selbst das taiwanesische Filminstitut listet den Film mit einer Laufzeit von 74 Minuten. Gut möglich, dass die VHS-Fassungen aus Holland und Südkorea der aktuell längsten Fassung zum Film entsprechen und der Film ggf. schon so für das Kino zensiert wurden.

Donnerstag, 13. August 2026

Manhood

Manhood

Story:

In Taipei herrscht zwischen zwei Gangsterbanden Krieg. Bei einer Schiesserei wird Drug Lord Lei Zhenxiao erschossen. Ma So (Ma Sha) stellt sich daraufhin der Polizei und wandert für sieben Jahre ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung will Ma So von den Gangs nichts mehr wissen. Doch zwei Banden sind hinter den Drogen vom damals geplatzten Deal her, die dazumal versteckt wurden. Doch Ma So bleibt standhaft, zumal ein mysteriöser Mann (Ga Lun) ihm mehrfach gegen die Attacken der Gangster hilft. Doch dann entführt Gangsterboss Jia (Chen Hung-Lieh) Ma Sos Schwester als Druckmittel…

Meine Meinung:

Manhood ist ein Taiwan Black Movie und einer der besseren dieser Sorte. Der Film bietet inhaltlich zwar nichts Neues und gewisse Klischees (Ex-Gangster arbeitet in Auto-Werkstatt), dafür war der Film unterhaltsam, bot viel Action und war auch in Sachen Gewalt nicht zurückhaltend. Inhaltlich erinnert der Film sogar etwas an den Italo-Kracher Milano Kaliber 9. Regie führte Lin Ying, von dem ich nur einen anderen Film kenne (= Little Flying Dragon). Ungesehen müsste mir noch Survival of a Dragon als holländische VHS vorliegen.

Der Plot ist simpel. Für Unterhaltung ist garantiert. Auch die Figuren überzeugen im Grossen und Ganzen. Als Lead und Antiheld wurde ein früherer Gangster gecastet, der in mehreren Taiwan Black Movies mitwirkte: Ma Sha (The Masks, Golden Fists of a Duo, Mad Rose), der im Vorspann in den Credits Maa Sha genannt wird.  Er ist natürlich die ideale Wahl für die Hauptrolle, auch wenn ich ihn etwas lieber als Bösewicht statt als Held sehe. Doch als Bösewicht ist auch ein bekannter Name an Bord = Chen Hung-Lieh (A Taste of Cold Steel, The Cannibals, On the Waterfront). Und diesen sehe ich immer gerne als Bösewicht.

Etwas schade ist, dass es keinen wirklichen Finalkampf zwischen Ma Sha und Chen Hung-Lieh gibt. Abgesehen davon sind noch Violet Pan Ying-Zi (The Guy at Simenting) und Ga Lun (Red Spell Spells Red) als Co-Stars zu sehen. Die Actionszenen bestehen aus Kampfszenen, Shoot-Outs, Folterszenen und Szenen, in denen mit Messern, Stichwaffen, Ziegelsteinen, Ketten oder Schwerkraft (aus der Höhe in den Tod fallen) gekämpft und getötet wird (inklusive einer abgebrochenen Flasche). Der Film ist härter und blutiger, als andere Filme dieser Art. Cool war auch, dass zu einer Kampfszene die Musik von Tangerine Dream aus Sorcerer zu hören ist.

Fazit: Für Fans von Taiwan Black Movies zu empfehlen!

Infos:

O: Nan Zi Han

Taiwan 1982

R: Lin Ying

D: Ma Sha, Violet Pan Ying-Zi, Ga Lun, Chen Hung-Lieh, Liu Chun, Han Hsiang-Chin, Yi Yuan

Laiufzeit der südkoreanischen VHS: 90:12 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Es gibt keine DVD, Blu-Ray, UHD oder deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026). Die VHS aus HK ist stark in Gewalt zensiert (5-6 Min.), hätte jedoch englische Subs. Die VHS aus China ist bis auf eine Szene mit Brüsten Uncut, aber ohne Englische Untertitel. Eine DVCD aus China ist komplett Uncut (auch keine englischen Subs). Ich sah den Film als südkoreanische VHS von Dae Joo Cinema Co. = Uncut-Status unbekannt, Audio mit koreanischen Subs, mässige (Nachtszenen) bis durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Vollbild statt Widescreen Es scheint auch in den USA eine VHS zu geben (von Tai Seng). Dazu habe ich jedoch keine weiteren Infos. Die VHS aus Südkorea sah in Sachen Action, Gewalt und Brüste Uncut aus.

Mittwoch, 12. August 2026

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile

Story:

Ein Cop aus Hong Kong (Chow Yun-Fat) ist hinter zwielichtigen Gestalten und Traiden (u.a. John Chang Wu-Lang, Fung Ging-Man) her. Er begibt sich auf eine Undercover-Mission. Bei seiner Arbeit verliebt er sich in die Sängerin Peng Yuehong (Cecilia Wong Hang-Sau), die unter der Geisel der Triaden steht…

Meine Meinung:

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile ist eine Goldig Films (The Dragon Lives Again, Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, The Gold Connection) Produktion aus dem Jahr 1976 mit dem späteren Superstar Chow Yun-Fat (Long Good Bye, Full Contact, The Story of Woo Viet) in der Hauptrolle, der später in weiteren Filmen von Goldig Films, wie auch Co-Star John Chang Wu-Lang (nämlich in 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange), zu sehen war (nämlich in Hot Blood). Bei dem Film handelt es sich vor allem um ein Drama.

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile hat zwar New Wave Vibes und zeigt im Vorspann die Polizei (dieser wird im Vorspann für ihre Mithilfe am Film auch gedankt), aber da Chow Yun-Fat einen Undercover-Cop spielt, hat es nur wenig wirkliche Polizeiarbeit im Film zu sehen. Es folgen lustige Szenen, es folgen Gamble-Szenen, es folgen Liebesgeschichte und viele Dialoge. Es gibt praktisch keine Action, dem sollten sich Zuschauer bewusst sein. In vielen Dramen aus Hong Kong wird auf Action oder Kampfszenen nicht verzichtet, hier allerdings heisst es praktisch tote Hose. Nur im kurzen Finale am Strand gibt es ein-zwei Kämpfe inklusive einer Slow-Mo Aufnahme und mind. zwei blutige Shoot-Outs.

Zwar bietet die VHS nur koreanische Untertitel, so dass ich den Dialogen nicht wirklich lauschen konnte, aber auch mit englischen, verständlichen Subs wäre der Inhalt für meinen Geschmack zu langweilig und unspektakulär gewesen. Zudem ist der Film auch sehr harmlos, sieht man von den kurzen Action-Szenen im Finale oder dem Plastiksack voller Urin (Bestrafung einer Prostituierten) ab. Nacktszenen gibt es (zumindest in dieser südkoreanischen VHS) keine. Chow Yun-Fat, Cecilia Wong Hang-Sau (Shaolin Mantis) sowie John Chang Wu-Lang (Kung Fu Master Named Drunk Cat) spielen das solide. Fung Ging-Man (Lackey and the Lady Tiger) passt auch gut in seine Rolle.

Fazit: Höchstens für Hardcore-Fans von Chow Yun-Fat interessant. Mir war der Film zu langweilig, so dass der Film nicht in die Filmsammlung kommt…

Infos:

O: Lao Jia Xie Pai Gu Ye Zi

HK 1976

R: Richard Yeung Kuen

D: Chow Yun-Fat, John Chang Wu-Lang, Fung Ging-Man, Cecilia Wong Hang-Sau

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A-Jin Production Trading Go vor = Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs (O-Ton wäre Kantonesisch), statt Widescreen in Vollbild, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Uncut-Status unbekannt. Dialoge und Ton im letzten Viertel asynchron. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

Dienstag, 11. August 2026

The Young Dragons

The Young Dragons

Story:

Fan Ming (Lau Kong) ist ein Polizist auf der Suche nach Gangster Boss Lung (Chiang Nan). Der Kleinkriminelle Kin (Henry Yu) gerät zwischen die Fronten und auch dessen und Fan Mings Umfeld (Hu Chin, Tanny Tien Ni, Ho Kwong-Ming, Ng Ming-Choi) bekommen durch die rechte Hand von Gangster Boss Lung, Wan Fei (Fung Hak-On) ist sein Name, zu spüren, was es heisst, sich mit Boss Lung anzulegen…

Meine Meinung:

Durch eine Diskussion mit einem Amerikaner, der zum Teil auch für diverse Labels zu arbeiten scheint und von dem ich in Vergangenheit auch schon VHS abgekauft habe, wurde ich motiviert, mir von dem John Woo (Harte Ziele, Just Heroes, Silent Night) Frühwerk The Young Dragons das VHS aus Südkorea zu kaufen (mehr dazu unter Fassungen). Das sorgte nicht nur für einen Fassungsvergleich, sondern auch für eine Neusichtung. Ich sah The Young Dragons, der 1973 beendet aber erst zwei Jahre später veröffentlicht wurde, seit April 2010 nicht mehr. Stolze 16 Jahre.

The Young Dragons markiert, nachdem er bei den Shaw Brothers, besonders unter die Fittiche von Chang Cheh, als Assistent Director und Co. (für Produktionen wie The Boxer from Shantung oder The Blood Brothers), Erfahrungen sammeln konnte, sein Regie-Debüt. John Woo drehte nur vereinzelt Kung-Fu-Filme. Nach The Young Dragons folgten The Dragon Tamers (den ich nicht gar nicht habe oder kenne), The Hand of Death sowie Last Hurrah for Chivalry. Last Hurrah for Chivalry ist für mich ein Meisterwerk. The Hand of Death solide. The Young Dragons hat die Zweitsichtung bestanden. Ich hatte den Film nicht mehr so stark in Erinnerung.

Ich würde sagen, dass mir The Young Dragons besser als früher gefallen hat und der Film ist stärker als The Hand of Death. Der Film ist fast humorlos, was dem Film gut bekommt, sieht man Mal von der Szene mit Dean Shek (The Big Risk) oder Henry Yus Sidekick ab. Der Ton des Filmes wird gegen Ende hin brutaler, wenn auch vor Mord und Vergewaltigung nicht zurückgeschreckt wird. Allgemein haben mir die Bösewichte um Chiang Nan (Blood Reincarnation), Cheng Lei (Sketch) und Li Min-Lang (Payment in Blood) gut gefallen. Und am meisten Freude hatte ich, was die Bösewichte angehen, an dem fiesen Fung Hak-On (Bruce Lee the Invincible). Ich mag ihn in solchen Rollen.

Bei den Helden hat vor allem Henry Yu (Black List) überzeugt. Sehr coole Darbietung. Es ist zwar etwas naiv und unglaubwürdig, wie schnell zwischen Henry Yu und Lau Kong (Pituitary Hunter) eine Freundschaft entsteht, aber die typischen Heroic Bloodshed Merkmale, für jene John Woo später bekannt werden sollte, sind hier schon auszumachen. Dazu gehören Inhalte wie Verrat, Freundschaft, Aufopferung, Dramatik und tolle Slow-Mo-Aufnahmen. Die Kameraarbeit (Einstellungen) und Wahl der Musik waren teilweise überdurchschnittlich gut und heben den Film von anderen Filmen dieser Art und dieser Zeit ab. Die Kampfszenen, u.a. von Jackie Chan (Drunken Master) choreographiert, sind eindrücklich, vor allem im Finale.

Fazit: Beachtliches Regiedebüt!

Infos:

O: Tie Han Rou Qing

HK 1973-1975

R: John Woo

D: Lau Kong, Chiang Nan, Henry Yu, Hu Chin, Tanny Tien Ni, Ho Kwong-Ming, Ng Ming-Choi, Fung Hak-On, Li Min-Lang, Cheng Lei, Shing Fui-On, John Woo, Dean Shek

Laufzeit der HK-DVD: 93:18 Min.

Gesehen am: April 2010 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026). Der Film wurde nach seiner Entstehung (eigentlich eine unabhängige, Indie-Produktion) aufgrund seines Gehaltsgrades nicht veröffentlicht und verboten Der ursprüngliche Titel sollte Farewell, Buddy lauten. Danach kam Golden Harvest ins Spiel und sicherte sich die Rechte des Filmes. Nach angeblichen Nachdrehs und neuem Titel wurde der Film dann als die bekannte The Young Dragons Version veröffentlicht. Die HK-DVD von Joy Sales/Fortune Star (The Legendary Collection) ist mind. 40 Sekunden zensiert (Vergewaltigung). Uncut sind die DVDs aus Frankreich und Japan (beide nicht Englisch freundlich). Die HK-DVD hat englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind gut, hier und da etwas dunkel. Woos Original-Version scheint nicht zu existieren. Ich kaufte mir noch die VHS aus Südkorea (von Saekyong) um das auszuschliessen. In Südkorea wurde auch John Woos Originalversion von Heroes Shed no Tears erstmals veröffentlicht. Ein wichtiger Schatz, der dort entdeckt wurde. Sollte sich das wiederholen? Nein. Die VHS aus Südkorea ist in Mandarin, in Vollbild mit koreanischen Untertiteln. Folgende Schnitte hat die Fassung und da erlaube ich mir, meine englischen Texte meiner Social-Media-Kanäle zu zitieren:

«i compared today the young dragons as hk-dvd from joy sales/fortune star (the legendary collection) with the korean vhs. it’s is more or less the same version with the missing nude/r*pe scene like the hk-dvd.

the korean vhs is in full-screen, in mandarin and with korean subtitles. in some of the night scenes the vhs is a little bit more brighter. the audio is clearer. twice a text appears in the picture and told the viever something like "Saekyong (the korean vhs-label) is thanking you for watching"

Unfortunately there are no extra-scenes in the korean-vhs. no second «heroes shed no tears».

besides the nude scenes following scenes are missing in the korean-vhs version:

1. The Golden Harvest Logo at the beginning looks in the korean-vhs different.

2. After henry yu steals the weapons, we see the gangster discussing the issue. some dialogues are missing.

3. before the comedy scene with dean shek in the brothel, a man gives a hooker a claps to the ass (no nuditdy). this short scenes is missing in the tape.

4. missing is also this: a train arrives. after that we see lau kong walking the alley with his fan. some random guy is smoking.

5. after the scene with henry yu riding the horse, following is missing in the korean vhs version = the three bad guys drinking alcohol and laughing with the hookers.

6. before the final fight henry yu fights against mr. mustache and another guy. 36 seconds are missing in the korean version.

7. Henry Yu fights outside the house against some guys those weapons are sticks. henry yu rolls in slow mo the stairs down to the grass. in the garden henry yu fights aginst them. Fung Hak-On is watching him. 59 seconds are missing.

8. after the injured lau kong leans against the tree, more fights between henry yu and Fung Hak-On are shown. 50 seconds are missing.

9. from the great final fight between them both, more scenes are missing. this includes some really impressive slow-mo scenes. 1 minute and 24 seconds are missing."

Dienstag, 4. August 2026

Orthodoxy Chinese Kung-Fu

Orthodoxy Chinese Kung-Fu

Story:

Ein Paar bildet ihren Adoptivsohn in Sachen Martial Arts aus. Sie bringen ihm «Orthodoxy Chinese Kung-Fu» bei und lassen ihn danach in die weite Welt ziehen, damit er sich einen Namen machen kann. Er erlebt diverse Abenteuer, bestreitet diverse Duelle und erlernt immer wieder neue Kampftechniken. Diese sind auch dringend nötig, als vor dem Finale sein Meister getötet wird. Daraufhin schwört der Adoptivsohn Rache…

Meine Meinung:

Orthodoxy Chinese Kung-Fu ist ein seltener Eastern, der aktuell in einigen Datenbanken nicht zu finden ist (ofdb, LB), was sich aber noch ändern wird (in der LB sollte er in einigen Stunden bis einigen Tagen auftauchen). Es handelt sich um eine Kung Fu-Komödie aus dem Jahr 1980 aus Taiwan. Regie führte Yu Han-Hsiang (Tai Chi Shadow Boxing, A Brave Girl-Boxer in Shanghai). Der Cast ist mir relativ unbekannt. Keine wirklich grossen Namen dabei. Mir sagen nur Betty Pei Ti (Intimate Confessions of a Chinese Courtesan) sowie Wang Hsieh (The Black Falcon) etwas. Clement Yeh Chao-Hsu taucht, wenn ich nicht irre, nur für den Finalkampf auf. Markantes Äusseres. Ihn sah ich auch in anderen Eastern (Against Rascals with Kung Fu).

Der Film hat mir gefallen. War sehr solide und vor allem unterhaltsam, auch wenn die wirklich grossen Namen und Stars fehlen. Ich bin auch nicht sicher, wen den Helden gespielt hat. Laut einem YouTube Kommentar soll der männliche Schüler von einer Frau (Wei Hai-Min) gespielt worden sein, was ich mir kaum vorstellen kann. Sah zumindest sehr männlich aus. Wei Hai-Min (The 72 Desperate Rebels) ist eine bekannte Opernsängerin- und Schauspielerin aus Taiwan. Und da die Filme auch nicht mit Originaldialogen gedreht wurden, kann es zumindest sein, dass sie einen jungen Kerl spielt. Die Bildqualität der VHS war jetzt auch nicht super scharf, um das perfekt klären zu können.

Auf jeden Fall hat der Schüler seine Sache in den Kampfszenen ordentlich gemacht. Es gibt diverse Wettkämpfe und «Kampfschulen», die zum Zuge kommen. Zum Beispiel eine reine Frauenkampfgruppe oder eine Kampfschule nur bestehend aus Blinden. Am Ende läuft dann doch alles «nur» auf eine Rache-Story hin. Es gibt sicher alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen und der Ton des Filmes ist wechselhaft. Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Im Finale gar brutal, wenn mit Messern gekämpft wird und der Schüler dann den überraschenden Tod seines Meisters und Adoptivvaters rächen muss.

Fazit: Sehr solide und Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Tu bao zi da tong guan

Taiwan 1980

R: Yu Han-Hsiang

D: Ling Yun, Wei Hai-Min, Lu Wei, Hu Chin, Ko Hsiang-Ting, Wei Ping-Ao, Betty Pei Ti, Wang Hsieh, Clement Yeh Chao-Hsu

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:41 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A Joo Video Production vor = Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Untertiteln. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

Montag, 3. August 2026

Fight Among the Supers

Fight Among the Supers

Story:

Zwei Geister aus der Hölle (Lu Feng und Chiang Sheng) tragen seit Jahrzehnten Duelle gegeneinander aus. Nun suchen sie auf der Erde nach neuen Schülern (Chai Kuang-Ning, Peter Chang Chi-Long). Bis sie diese finden, werden diese jedoch mehrfach zu den Opfern der Geister, die sich mit ihnen die Zeit vertreiben und sich durch Magie mit ihnen und ihrem Umfeld einen Spass erlauben. Als am Ende eine Frau (Ling Sin) entführt wird, vereinen sich die zwei Schüler und Geister, um die Bösewichte zu besiegen und die Frau zu retten…

Meine Meinung:

Fight Among the Supers ist ein spezieller Film. Einige sagen, es sei eine Antwort bzw. ein Nachahmer von The Miracle Fighters und Co. Andere sagen, es sei eine Art Remake des Sammo Hung Klassikers Odd Couple, in welchem zwei Kämpfer ebenso über Generationen hinweg Duelle austragen und Schüler suchen und ausbilden, die dann für sie und in ihrer Disziplin kämpfen. Das Cover sah cool aus und der Film unbekannt. Daher schlug ich (bei einem südkoreanischen Shop) zu und kaufte die Videokassette.

Fight Among the Supers ist kein Kracher, aber auch nicht schlecht. Solides Mittelmass. Cool fand ich die Tatsache, dass beide Geister von Shaw Brothers bzw. Venom-Stars gespielt werden. Und die hatten sichtlich Spass in ihren Rollen. Da wäre zum einen Chiang Sheng (The Imperial Sword Killing the Devil, Ninja Kung Fu, Crippled Avengers) und zum anderen Lu Feng (The Brave Archer, The Rebel Intruders, Das Höllentor der Shaolin). Beide machen bereits im ulkigen und fantasievollen Vorspann eine gute Figur. Der macht Lust auf mehr, wie auch die gestohlene Musik, die mehrheitlich zu hören ist.

Der Plot ist dünn, etwas wirr und nicht gradlinig, aber immer kurzweilig, unterhaltsam und abwechslungsreich. Es ist immer was los. Es gibt natürlich viel Klamauk und Zauber. Die Kampfszenen sind erstmals nur ok. Es werden auch diverse Gegenstände in die Kampfszenen integriert. Mehrheitlich spielt der Film in einem Restaurant (die Schüler sind Kellner). So nach 40 Minuten folgen dann Höllenszenen, an denen ich Freude hatte. Da kommen diverse Gestalten auf die Erde und versuchen das Mädel im Restaurant zu entführen. Einige der Bilder und Aufnahmen waren dabei stimmungsvoll (Slow-Mo, Nebelmaschinen).

Mit Ausnahme von Lu Feng und Chiang Sheng ist mir der Cast unbekannt. Chai Kuang-Ning und Peter Chang Chi-Long machen einen soliden Job. Nach den Höllenszenen folgt dann schon das Outdoor-Finale, welches fast einem waschechten Wald-und-Wiesen-Klopper entspricht. In diesen sind die Kampfszenen auch rasant, qualitativ am besten und gut gefilmt, auch wenn das Vollbild, vor allem am Anfang des Filmes, doch relativ störend war (2,35:1 wäre das Originalbildformat). Das Verhältnis mit Rumblödeln der Schüler durch die Geister, die Höllenszenen und das Finale stimmte nicht ganz. Ich hätte lieber etwas mehr von den Höllenszenen oder mehr und längere Fights wie im Finale gesehen. Aber am Ende ist es Geschmackssache. In einer Szene, in der Alltagsgegenstände zusammen eine Art «Monster» bilden und durch Magie ein Eigenleben entwickelt, fühlte ich mich an den Film November erinnert.

Fazit: Kein Kracher, aber ein obskurer Beitrag in der Karriere von Lu Feng und Chiang Sheng (und perfekt geeignet, um das VHS-Cover Ende Sept. in London von Lu Feng signieren zu lassen!).

Infos:

O: Bei hai shuang xian xi to long

Taiwan 1984

R: Huang Kuo-Chu

D: Lu Feng, Chiang Sheng, Chai Kuang-Ning, Peter Chang Chi-Long, Ling Sin

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:43 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Life Production vor = Vollbild statt Widescreen, O-Ton Mandarin mit koreanischen, chinesischen und englischen Subs. Uncut Status unbekannt. Solide Bildqualität. Das UK-VHS soll in Widescreen, dafür in Kantonesisch sein (O-Ton ist Mandarin). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

The Immigrant Policeman

The Immigrant Policeman

Story:

New Yorker Cop Peter (Anthony Tang Ho-Gwong) und sein Partner Jimmy (Franklin Liu) sind einer Lieferung aus Hong Kong auf der Spur. Inhalt: gefälschte Uhren. Die Spur führt zum vermissten Vater von Peter (Kenneth Tsang Kong)…

Meine Meinung:

The Immigrant Policeman hat mir nur mässig gefallen. Es handelt sich bei dieser Produktion aus Hong Kong um ein Drama aus dem Jahr 1989. Regie führte Luk Chi Gong und das sollte, zumindest laut Filmdatenbanken, seine einzige Regiearbeit bleiben. Zwar gibt es vereinzelt auch wenige Momente, in denen z.B. von Schusswaffen oder anderen Mordgegenständen Gebrauch gemacht wird, aber am Ende sind diese Momente viel zu selten, um als Action-Drama durchzugehen.

Der Film nimmt sich dem Thema Immigration an. So spielt die Handlung in New York und betrifft Cop Peter, der von Anthony Tang Ho-Gwong (Princess Madam) gespielt wird. Dieser wird von seinem schwarzen Partner (der natürlich auch Chinesisch spricht, wie alle Menschen in New York) unterstützt. Dessen Name wird als Franklin Liu gelistet. Mir ist nicht bekannt, ob das sein richtiger Name ist oder es sich um ein Pseudonym handelt. Die Drehorte vor Ort und das New York Setting heben den Film von anderen HK-Produktionen aus der Zeit ab.

Anthony Tang Ho-Gwong macht seine Sache solide. Ein Schauspieler, der mir ansonsten nicht bekannt ist. Anders sieht es aus was die Co-Stars Kenneth Tsang Kong (The Virgin Sword, Drugs Area) und Phillip Chan (Carry On Yakuza, Gun Is Law, Foxbat) angehen. Letzterer war gern als Polizist zu sehen, da auch in echtem Leben ein Polizist gewesen. Das hat ihn für solche Produktionen ausgezeichnet, auch wenn er hier den Gangster spielt und nicht einen heroischen Cop. Ich sah mir den Film als südkoreanische Fassung an und die Tatsache, dass der Film nicht im O-Ton vorlag und englische Untertitel fehlten, machte das dialoglastige Drama langatmig.

Fazit: Für meinen persönlichen Geschmack zu viel Drama, zu wenig Action.

Infos:

O: Jing cha ye yi min

HK 1989

R: Luk Chi Gong

D: Anthony Tang Ho-Gwong, Kenneth Tsang Kong, Franklin Liu, Phillip Chan

Laufzeit der koreanischen VHS: 86:13 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Jung Woo Cinema vor = statt O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit koreanischen Subs, sah Uncut aus. Solide bis zu dunkle Bildqualität. Zudem habe ich noch eine Kopie der US-VHS von Rainbow (Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

Samstag, 25. Juli 2026

The Criminal

The Criminal

Story:

Hung (Jimmy Wang Yu) ersticht in Notwehr als 12jähriger einen Mann und wandert danach für zehn Jahre ins Gefängnis. Sein Vater (Wang Yin) ist selbst Richter. Als Hung nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, folgen Spannungen innerhalb der Familie. Eine Gangster-Bande (u.a. Phillip Ko Fei), angeführt von Lung Fei, buhlt um Hung und will diesen in die Bande integrieren, um damit den Richter auszuschalten…

Meine Meinung:

The Criminal ist zwar kein Kracher in der langen Karriere des Shaw Brothers Superstars Jimmy Wang Yu (The One-Armed Swordsman, The Chinese Boxer, Die Todesbucht der Shaolin), dennoch aber ein nicht uninteressanter Film in dessen Filmschaffen. Bei The Criminal handelt es sich um ein Drama aus Taiwan von Regisseur Li Su (Midnight Cowgirl, The Chinese Whimsy, Duel with Death) aus dem Jahr 1977. Li Su drehte bereits zuvor einmal mit Jimmy Wang Yu. Und zwar den Film The Magnificent Chivalry. Ich würde den Film mit Jimmy Wang Yus Arbeit in The Black Friday sowie dem Shaw Brothers Streifen My Son vergleichen.

Alle drei Filme sind per se keine Action- oder Kung-Fu-Filme. Aber in allen drei Filmen geht es dann doch nicht ohne, wobei The Criminal sicherlich noch eine leicht höhere Anzahl an Kampfszenen bietet, als z.B. The Black Friday. The Criminal ist mehrheitlich ein Familiendrama mit sozialem Kommentar. Dieser lautet, dass es sich nicht auszahlt, gegen das Gesetz zu verstossen. Der Inhalt bringt zudem den Vater sowohl den Sohn in ein ethisches Dilemma. Das Ende wirkt konsequent. Ich hatte auf jeden Fall Freude, Jimmy Wang Yu Mal in einem modernen Setting zu sehen. Der Film hat viele Dialoge und meine VHS hatte keine englischen Untertitel. Dennoch konnte ich dem Plot problemlos folgen.

Nebst Jimmy Wang Yu kannte ich vor allem Namen wie Lung Fei oder Phillip Ko Fei (liefet sich einen Kampf gegen Jimmy Wang Yu). Lung Fei spielt eine grosse Rolle, da Anführer der Gangster. Trotz fehlendem Bart und Schnauz war Lung Fei (Eunuch of the Western Palace, Kung Fu Mama, The Cavalier) gut zu erkennen. Er liefert sich im Finale einen Schlagabtausch gegen Jimmy Wang Yu und er macht das, wie auch Phillip Ko Fei (mehr ein Gastauftritt), sehr solide. Der Mix aus Familiendrama, etwas Gangster-Action inklusive 70er Jahre Feeling (Musik, Kleider) sowie Gerichtsfilm und Sozialkritik hat meiner Meinung nach gut funktioniert, so dass ich den Film, zumindest Hardcore-Fans von Jimmy Wang Yu, empfehlen kann.

Infos:

O: Pan Jue

Taiwan 1977

R: Li Su

D: Jimmy Wang Yu, Lung Fei, Wang Yin, Phillip Ko Fei, Tao Chi, Nancy Lau Nam-Kai, Li Hsiang, Tu Man-Sheng, Kou Feng, Li Chiang, Lee Man-Tai

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 82:59 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Dae Yeong Video Production vor = Statt Widescreen Vollbild, O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs, unbekannt ob Uncut/Cut (am Ende, als sich der Vater vom Duo am Bahnhof verabschiedet und den Zug besteigt, wirkte es abgehackt. Eine Nacktszene war hingegen zu sehen), solide Bildqualität. Es scheint den Film auch von Ocean Shores zu geben (als VHS und unter dem Titel The Verdict). Zudem gibt es den Film in den USA von Rainbow auf VHS (Mandarin mit englischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026). Szenen aus The Criminal wurden zudem für den späteren «cut & paste» Film Thundering Ninja verwendet.