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Montag, 23. September 2024

The White Buffalo

The White Buffalo

Story:

Black Hills im Jahr 1875:

Bill Hickok (Charles Bronson) hat den immer wiederkehrenden Alptraum von einem mörderischen weissen Büffel, der Angst und Schrecken verbreitet. Angeblich wurde vor kurzem ein solches Tier erlegt. Dennoch macht sich Bill auf die Suche. Er wird von Charlie Zane (Jack Warden) begleitet. Als sie in Indianergebiet stossen, werden die Indianer auf sie aufmerksam. Vor allem Crazy Horse (Will Sampson). Doch bevor das Trio die Suche nach dem weissen Büffel fortsetzen kann, müssen andere Hindernisse in Form von schiesswütigen Kerlen behoben werden…

Meine Meinung:

The White Buffalo erinnert zwar an Filme wie Der Weisse Hai, Orca, Moby Dick, The Whale God oder den später entstandenen Yellow Fangs (= Wunschliste), dennoch ist der Film zu empfehlen. Zumindest für Charles Bronson (Das Gesetz bin ich, Death Hunt, Death Wish) Fans. Western- und Selbstjustiz-Star Charles Bronson arbeitete in The White Buffalo einmal mehr mit Regisseur J. Lee Thompson zusammen. Beide haben schon öfters Filme zusammengedreht (10 to Midnight, The Evil That Men Do, Messenger of Death, Death Wish 4). Horrorfans dürften J. Lee Thompson aufgrund Ab in die Ewigkeit kennen.

The White Buffalo ist ein Mix aus Western und Tierhorrorfilm. Das macht den Reiz aus, vor allem letzteres mag ich persönlich sehr. Der Film ist zwar kein Kracher, aber die Tierhorrorelemente sind stimmungsvoll und sehenswert. Die Effekte, die dabei genutzt werden, sind charmant und genau nach meinem Geschmack. Der weisse Büffel ist toll getrickst und wie er sich z.B. beim Start des Filmes durch die Indianer metzelt, ist nicht von schlechten Eltern. Dabei fungiert eine tolle Kameraarbeit und der weisse Schnee machen die Szenen atmosphärisch dicht.

Der weisse Büffel darf nebst Anfang dann erst wieder im Finale wüten. Zwar kommt er ab und zu noch vor, aber nur in den Alpträumen der von Charles Bronson gespielten Figur. Diese Szenen sind die Highlights des Filmes. Und wer Charles Bronson mag, wird den Film so oder so mögen. Die Co-Stars sind solide bis klischeehaft (die ganzen Stereotypen und mythologischen Darstellungen der Indianer). Der Rest der Story bzw. die Western-Szenen sind solide und ok, aber nichts Besonderes. Die Western-Verhältnisse dominieren den Tierhorrorplot. Umgekehrt wäre mir persönlich lieber gewesen, aber man kann nicht alles haben.

Fazit: Charles Bronson und Tierhorrorfilm-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: The White Buffalo

USA 1977

R: J. Lee Thompson

D: Charles Bronson, Jack Warden, Will Sampson

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 14.08.24

Fassungen: Die Erstsichtung erfolgte als deutsche DVD. Zwischenzeitlich lag die DVD aus Südkorea Zuhause. Diese wurde nun aber durch die US-Blu-Ray von Kino Lorber ersetzt. Film ist Uncut, die Bild- und Tonqualität sind hervorragend, es gibt zum O-Ton englische Subs. Scheint es in Deutschland noch immer nur auf DVD zu geben (Deutsch/Englisch ohne Untertitel). Titel: Der weisse Büffel.

Freitag, 16. März 2018

Rawhead Rex Review

Rawhead Rex

Story:

Der Amerikaner und Historiker Howard (David Dukes) und Familie machen Urlaub/Arbeit in Irland. Als durch Zufall ein Ungeheuer (der titelgebende Rawhead Rex) befreit wird, welches in der Kleinstadt für Morde sorgt (auch Howards Familie wird betroffen sein), verlängert sich Howards Aufenthalt ungeplant und ungewollt…

Meine Meinung:

Rawhead Rex gefällt mir auch heute noch. Der Film basiert auf einer Clive Barker Kurzgeschichte (vorhanden in seinen Büchern des Blutes, das genaue Band weiss ich nicht mehr – aber die Bücher sind absolut lesenswert) wie schon die Verfilmungen Candymans Fluch und Hellraiser (auch zwei tolle Filme).

Rawhead Rex ist ein Low-Budget Film. Dem muss man sich bewusst sein. Viele halten die Maske des Monsters für billig. Ich empfand Charme und Nostalgie und mir gefällt das Aussehen des Monsters. Ziehe ich jedem CGI Monster/Maske vor. Ich mochte die Effekte im Film schon immer. Grosses Plus, auch wenn mehr Bluteffekte hier und da wünschenswert gewesen wären. Trotz Budget gibt es ein paar nette Make-Up und Gore-Szenen und auch einige aufwändigere Feuer-Stunts zu bewundern.

Es ist sehr lange her, dass ich die Bücher gelesen habe (über zehn Jahre). Meinem alten Review entnehme ich, dass die wichtigsten Inhalte umgesetzt wurde und auch im Film vorkommen (wie der Rawhead Rex aus der Gefangenschaft befreit wird, das Schicksal von Howards Sohn, die Taufe mittels Urinstrahl…). Ich empfand den Film heute nicht mehr als langweilig. Auch die Füllszenen mochte ich, da mir die Figuren allesamt sympathisch waren (und gut gespielt, sogar die Kinder-Darsteller).

Der Film gefällt mir nämlich auch sehr wegen seinem Irland- und vor allem dem Kleinstadt-Feeling/Setting. Genau nach meinem Geschmack. Das mag ich einfach. Daher kann ich Rawhead Rex fast nicht schlecht finden und freue mich, dass der Film 2017 liebevoll restauriert wurde. Dass der Film jedoch auch nicht gefallen kann, ist mir bewusst. Hier kommt es stark auf persönliche Präferenzen an – und die sprechen in meinem Fall klar für den Film, auch wenn «er vielleicht billig ist und wenig Highlights» bietet.

Fazit: Stark Geschmackssache. Qualitativ erreicht der Film natürlich nicht die Qualität des Buches und/oder anderer Barker Verfilmungen (Hellraiser, Candyman), aber für meinen Geschmack ein sehr sympathischer Film den ich immer wieder gerne sehe.

Infos:

O: Rawhead Rex

Großbritannien, Irland 1986

R: George Pavlou

D: David Dukes, Kelly Piper, Hugh O'Conor, Cora Venus Lunny, Ronan Wilmot

Laufzeit der US-Blu: Ca. 89 Min.

1. Sichtung: Dez. 2008 / 2. Sichtung und Review überarbeitet am: 11.01.18

Fassungen: Für die 2. Sichtung lag mir die US-Blu Ray vor = beste Fassung weltweit. Das Unrated Master wurde in 4K neu restauriert und strahlt in neuem Glanz. Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Dazu gibt es einen Schuber, Booklet (sehr mässig), exklusive Extras und englische Subs. Liebevolle Vö zu diesem Genre-Film. In Deutschland nur Uncut von CMV auf DVD zu haben (alle anderen Fassungen basieren auf der R-Rated Fassung = zensiert) = altes Master, keine Subs, aber O-Ton auch vorhanden.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Yongary Monster from the Deep Review

Yongary Monster from the Deep

Story:

Ein Riesen-Monster, Yongary getauft, welches zuerst für ein Erdbeben gehalten wurde, legt Städte in Südkorea in Schutt und Asche. Militär und Wissenschaftler versuchen das Monster zu stoppen…

Meine Meinung:

Die Koreaner brachten mit Yongary (Originaltitel: Taekoesu Yonggary) 1967 die Antwort auf Japans Godzilla (1954). Dem Film folgte ein Remake (1999 – leider 95% nur CGI Szenen das Monster betreffend und daher für mich nicht interessant) und somit gibt es mind. drei koreanische Kaijū Streifen – der noch nicht erwähnte Film ist auch ein ganz besonderer Fall: Pulgasari von 1985. Der Film ist ein besonderer Fall, da es sich um einen nordkoreanischen Film handelt. Ein südkoreanischer Regisseur (Shin Sang-ok) und dessen Frau wurden aus Hong Kong nach Nordkorea entführt, wo sie mehrere Jahre lebten. Shin Sang-ok drehte für den nordkoreanischen Diktator sechs Filme, von welchen Pulgasari der bekannteste ist. Danach konnten beide, der Regisseur und seine Frau, während eines Aufenthaltes in Wien, von ihren nordkoreanischen Agenten fliehen und lebten später in den USA. Dies als Randnotiz.

Yongary Monster from the Deep hat mir gut gefallen, auch wenn ich lieber eine O-Ton Fassung gesehen hätte. Zwar ist das Englisch alles andere als schlecht synchronisiert, aber es war komisch, alle Koreaner Englisch sprechen zu hören. Die Stimme des kleinen Jungen tönte dann leider z.B. auch viel älter. Paar der Füllszenen waren lahm und uninteressant – auch nach dem Finale hätte der Film schon zu Ende sein können, anstatt danach noch uninteressante Handlungselemente zu zeigen. Die Story ist 08/15 – wer Godzilla und Co. kennt, kennt auch den Inhalt von hier. Schon unzählige Male zu Gesicht bekommen.

Doch das wichtigste im Film sind die Effekte, und diese fand ich stark. Für die Effekte hat man sich Hilfe aus Japan genommen, da diese die Spezialisten auf dem Gebiet sind (die halfen auch dem nordkoreanischen Diktator bei den Effekten für Pulgasari). Auch das Studio Toei, in Japan sehr bekannt, hat den Film unterstützt. Die Effekte (Militär gegen Monster, Miniaturbauten, Zerstörungsorgien an der Stadt und an Gebäuden seitens Yongary, Bewegungen, Kostüm und Gimmicks von Yongary) sind schöne Effekte geworden, welche die wirklichen Vorteile des Filmes sind (warum auch sonst sollte man sich einen solchen Film sonst ansehen?).

Und in dieser Hinsicht überzeugt der Film klar. Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass es, sobald Yongary auftaucht, es eigentlich fast nahezu ohne Pause Action zu sehen gibt bis zum Finale inklusive hier und da kindlicher Humor (die Tanzszene des Monsters).

Fazit: Für Fans von Godzilla und Co. uneingeschränkte zu empfehlen!

Infos:

O: Taekoesu Yonggary

Japan, Südkorea 1967

R: Kim Ki-duk, Seo Yun-sung

D: Oh Yeong-il, Nam Jeong-im, Lee Soon-jae, Moon Kang

Laufzeit der US-DVD: Ca. 80 Min.

Gesehen am: 05.01.18

Fassungen: Mir lag die US DVD von Kino Lorber vor = hervorragende Bildqualität, nur Englisch Dubbed, 80 Min. Film-Fassung. Somit länger als alle zuvor erhältlichen Fassungen. Leider fehlt der O-Ton. Eine angebliche 100minütige südkoreanische Originalversion soll nicht Mal mehr in den Archiven in Korea vorhanden sein, so dass diese Fassung wohl als Uncut angesehen werden muss (auch wenn die Story teilweise zerschnippelt / gestrafft wirkt). Selbst in Korea lief der Film nur in der US-Fassung Englisch Dubbed im Free-TV (mit koreanischen Subs).

Dienstag, 5. September 2017

Dr. Orloff’s Monster Review

Dr. Orloff’s Monster

Story:

Melissa (Agnès Spaak) kehrt in ihr Anwesen zurück. Dort trifft sie auf den mysteriösen Wissenschaftler Dr. Conrad Jekyll (Marcelo Arroita-Jáuregui), der an einer frankenstein-ähnlichen Kreatur arbeitet, welche er mit hoher Tonfrequenz steuern kann – als Mordwerkzeug. Melissa versucht hinter das Geheimnis um den Tod ihres Vaters zu kommen und gerät damit auf die Abschussliste von Dr. Conrad Jekyll – dessen Pläne erschwert werden, weil sein «Roboter» (Hugo Blanco) plötzlich Erinnerungen von früher wahrnimmt und dann ist da noch die Polizei (Pastor Serrador), der rumzuschnüffeln beginnt…

Meine Meinung:

Im Vergleich zu anderen ähnlichen Filmen von Jess Franco, die wären:


Der Schreckliche Dr. Orloff (Dr. Orloff’s Monster stellt die Fortsetzung dar, auch wenn eher ein Remake)


Dann doch eher ein durchschnittlicher Film von Jess Franco. Allerdings bin ich mir nicht bewusst, ob die mir vorliegende Fassung der Originalfassung entspricht oder nicht. Der Film ist okay und kann man schauen, aber es gibt so gut wie keine Höhepunkte in dem Film.

Action, Gewalt oder Sex sucht man vergebens und die Story erinnert eher an eine billige Frankenstein Kopie als etwas Eigenes. Dazu kommen Längen und der typische, platte Humor (z.B. Polizist der die Frau des Etablissements befragt und sichtlich irritiert ist wegen ihrem heissem Aussehen) so dass ich den Film nur hartgesottenen Jess Franco Fans empfehlen kann, welche noch so jeden Schund ihres Lieblings ansehen und verschlingen.

Technisch ist der Film gut und das s/w sorgt hier und da für eine tolle Optik und Stimmung – gerade in den Szenen mit dem Gewitter kommt dies schön zur Geltung. Leider sind auch diese Szenen eher Mangelware, so dass der Film auch nicht durchgehend mit einer dichten, stimmigen Atmosphäre aufwarten kann.

Die Darsteller sind solide und bemüht. Agnès Spaak ist hübsch und agiert gut – sie spielt jedoch im Gegensatz zu anderen Frauenrollen auf welche Franco gerne zurückgriff (Lina Romay, Montserrat Prous) eher ein wehrloses Opfer als eine Frau mit «Frauenpower», die sich ihrer Haut zu wehren weiss. Beides hat seinen Reiz.

Fazit: Wie oben bereits erwähnt nur ultimativen Franco Allessehern zu empfehlen da wenig Highlights und mit Längen...

Infos:

O: El Secreto del Dr. Orloff

Frankreich, Spanien, Österreich 1965

R: Jess Franco

D: Hugo Blanco, Agnès Spaak, Perla Cristal, Marcelo Arroita-Jáuregui, Pepe Rubio, Pastor Serrador

Laufzeit der US DVD: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 11.08.17

Fassungen: Mir lag die US DVD von Kino Lorber / Redemption vor = Franz. O-Ton, englische UT, gute Bildqualität, Laufzeit ca. 84 Min. Als Bonus sind Alternativszenen vorhanden, die auf eine härtere Fassung (Nacktszenen) schliessen lassen. Daher bin ich nicht sicher, ob diese US Fassung die ungeschnittene Originalfassung darstellt. Alternative Importfassungen und/oder die deutschsprachigen Fassungen dürften der US DVD entsprechen…

Mittwoch, 5. April 2017

Daughter of Dracula Review

Daughter of Dracula

Story:

Ein Polizist (Alberto Dalbés) und ein Reporter (Fernando Bilbao) untersuchen die Mordserie an jungen Frauen. In Verdacht gerät: Graf Max Karlstein (Daniel White) und dessen Nichte (Britt Nichols). Doch nur der Sekretär des Grafes (Jesus Franco aka Jess Franco) kennt die Wahrheit hinter den Morden doch niemand schenkt ihm Glauben…

Meine Meinung:

Dieser Jess Franco Vampirfilm, ein wenig an den britischen Hammer Filmen jener Zeit orientiert, hat mir sehr gut gefallen.

Das lag zu einem an der einfachen und gut verständlichen Story, die zu unterhalten vermag. Die Darsteller machen ihre Sache auch sehr gut. Jess Franco selbst ist in einer grossen Rolle zu sehen und ich muss sagen, er agiert sehr gut. Jess Franco Liebling Howard Vernon ist ebenfalls mit dabei.

Das altmodische Setting fand ich klasse und die Frauen, allen voran Britt Nichols als weiblicher, verführerischer Vampir, waren toll anzusehen. Da kommen wir auch zum nächsten positiven Aspekt: der Film bietet viel Erotik und nackte Haut (nochmals: Britt Nichols u.a. in Lesbenszenen).

Franco hat viel Gefühl bewiesen und diese Szenen erotisch und nie schmuddelig oder plump in die Geschichte einfliessen lassen. Was Gewaltszenen angehen, so darf der Fan keine wirklichen Effekte erwarten (hier und da etwas rote Farbe die Halswunden darstellen nach dem Biss des Vampirs). Braucht es aber auch nicht – denn der Film macht auch so viel Spass als Jess Franco Fan!

Fazit: Inhaltlich nichts Besonderes, aber sehr solide, erotische und unterhaltsame Jess Franco Arbeit! Seinen Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

PS: Wurde in Deutschland unter dem kultigen Titel Eine Jungfrau in den Krallen von Vampiren veröffentlicht!

Infos:

O: La Fille de Dracula

Frankreich, Portugal, Spanien 1972

R: Jess Franco

D: Britt Nichols, Anne Libert, Alberto Dalbés, Howard Vernon, Jesús Franco, Fernando Bilbao, Daniel White

Laufzeit der US DVD: Ca. 82 Min.

Gesehen am: 28.02.17

Fassungen: Mir lag die US DVD vor (gibt vom gleichen Label auch eine Blu Ray Ausgabe): Uncut, sehr gute Bildqualität, Franz. O-Ton und englische UT, Extras (Trailer, alternative Szenen, Audiokommentar). In Deutschland von X-Rated auf DVD erhältlich (auch u.a. mit O-Ton und Subs).

Montag, 23. Januar 2017

Night Angel Review


Night Angel

Story:

Lilith (Isa Jank), die Hure Satans, nistet sich als Modell in einem Mode-Magazin bzw. dessen Büros ein um die dir Männer dort verführen und töten zu können....

Meine Meinung:

Spontankauf da US 80er Jahre Horror der bisher noch nicht auf DVD veröffentlicht wurde und der als hübsch exotisches jap. VHS zu erwerben war! Da konnte ich mich nicht zurückhalten und der Blindkauf hat sich sehr gelohnt.

Der Film des Schweizers und Halloween 5 Regisseur hat mir sehr gut gefallen. Der Film bietet zudem Mal keine 08/15 Story und ist optisch mit tollen Licht- und Schatteneffekten versehen. Die Optik kommt vor allem im Mode-Setting des Filmes und den damit verbundenen, teilweise etwas schrägen Figuren (Outfits, Friseuren etc.), sehr gut zur Geltung.
Die Darsteller sind okay und solide, die Story ist nicht wirklich spannend aber eben unterhaltsam und ohne wirkliche Längen.

Dass beste am Film sind jedoch zweifellos die viele blutigen und teilweise skurrilen Make-Up Kreationen und Effekte! Gore wird geboten, nackte Haut auch und ebenso schöne Monsterkostüme welche Steve Johnson entsprungen sind (machte u.a. für Return of the Living Dead 3 die Effekte)! Teilweise haben die Arbeiten an die Effektkreationen des japanischen Künstlers Screaming Mad George erinnert, der für viele Brian Yuzna Streifen für die Effekte verantwortlich war. Hier mischte er jedoch nicht mit, dafür aber z.B. Greg Nicotero aus der KNB FX Group. Speziell die eine Alptraumszene möchte ich hervorheben, in welcher Lust, Sex und Gewalt zu einem skurrilem Ganzen vermischen und den Fan somit ein tolles Effekte Spektakel bieten!

Wer 80er Jahre US Horrorfilme mag sollte sich Night Angel nicht entgehen lassen. Ein kleiner, feiner Geheimtipp! Sehr schade, dass es diesen Film bisher nicht auf DVD gibt!

Infos:

O: Night Angel

USA 1989

R: Dominique Othenin-Girard

D: Isa Jank, Linden Ashby, Debra Feuer, Helen Martin, Karen Black

Laufzeit des jap. VHS: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 19.09.16

Fassungen: Es gibt keine DVD und die deutsche Fassung (VHS) ist nur zensiert erhältlich (Stand: Sept. 2016). Mir lag das VHS aus Japan zur Verfügung: Uncut, gute und helle Bildqualität, O-Ton mit festen jap. UT. Alternative Uncut VHS: US und/oder holländische Fassung! Nachtrag 30.06.19: Für eine 2. Sichtung lag mir neu die US-Blu Ray von Kino Lorber vor = Weltpremiere als DVD bzw. Blu-Ray, Uncut, Englischer Ton, keine Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Die wunderbaren Effekte, die in ihrer Surrealität her an die Arbeiten von Screaming Mad George erinnern, kommen wunderbar zur Geltung. Film besteht auch 2. Sichtung dank vieler toller Splatter- und Masken/Make-Up Effektkreationen bzw. Effekten.