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Samstag, 25. Juli 2026

Drunken Master

Drunken Master

Story:

Wong Fei-Hungs (Jackie Chan) Vater (Lam Kau) soll durch Profikiller Thunderleg (Hwang Jang-Lee) eliminiert werden. Wong Fei-Hung spannt zusammen mit Beggar So (Simon Yuen Siu-Tin), der ihn in Sachen Kung Fu ausbildet, um seinen Vater retten und den Feind besiegen zu können…

Meine Meinung:

Etwa ein halbes Jahr nach dem Erfolgsfilm Die Schlange im Schatten des Adlers startete im Jahr 1978 (im Oktober) der nächste Hit in den Hong Konger Kinos: Drunken Master! Erneut von Yuen Woo-Ping (Blades of the Guardians, The Buddhist Fist) und mit Namen wie Jackie Chan (Der Superfighter, City Hunter), Simon Yuen (Fist of the Double K, The Valiant Ones), Hwang Jang-Lee (Hitman in the Hand of Buddha, Boss) sowie Dean Shek (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin). Produziert wurde der Klassiker erneut von Ng See-Yuen (The Good and the Bad). Zusammen mit Die Schlange im Schatten des Adlers war der Film ein extremer Erfolg und machte aus Jackie Chan einen Star. Zudem wurden Kung-Fu-Komödien salonfähig. Es folgten unzählige Nachahmer.

Jackie Chan spielt hier den Volkshelden Wong Fei Hung, der später auch von anderen Stars gespielt werden sollte (z.B. von Jet Li in der Once Upon a Time in China Reihe). Und auch die Shaw Brothers sollten in der Hinsicht kurze Zeit später mitmischen = in Martial Club sollte Glatzkopf Gordon Liu in die Rolle des frechen Kung-Fu-Kämpfers schlüpfen, und sich im Finale einen spektakulären Kampf gegen Johnny Wang Lung-Wei liefern. Jackie Chan verkörpert Wong Fei Hung gekonnt. Jackie Chan kann sein Talent (Körperbeherrschung, seine Physik und sein Talent für Humor) gekonnt in den Film einbringen. Der Film bietet eine grosse Anzahl an Kampf- und Trainingsszenen.

Diese wurden von Regisseur Yuen Woo-Ping und Shaw Brothers Star Hsu Hsia (Eine Prise für tödliche Pfeifen) gekonnt choreographiert. Die Kampfszenen sind auf aller höchstem Niveau und steigern sich immer mehr und mehr. Der Film hat allgemein regelmässig Kampf- und Trainingszenen zu bieten, so dass kaum Längen aufkommen. Egal ob mit oder ohne Waffen oder mit Alltagesgegenständen, die in Kampfhandlungen integriert werden, gekämpft wird. Nebst Jackie Chan brillieren in diesen Szenen auch Simon Yuen, der seinen Meister spielt, sowie der koreanische Kicker Hwang Jang-Lee, den ich als Bösewicht immer gerne sehe. Das bekannte Wong Fei-Hung Theme ist mehrmals zu hören.

Wenn ich überhaupt etwas an Drunken Master bemängeln möchte, dann die ansonsten eher unauffällige Musik. Da bot Die Schlange im Schatten des Adlers coolere Musik in den Kampf- und Trainingszenen (oder im Vorspann). Und der Plot ist selbst für diese Art Film ausserordentlich dünn. Hwang Jang-Lee hat eigentlich relativ wenig Screentime und kommt fast nur im letzten Viertel vor. Bis zu dem Zeitpunkt ist eigentlich auch kaum ein wirklicher Handlungstrang ersichtlich. Aber das ist meckern auf hohem Niveau!

Fazit: Zurecht ein Klassiker!

Gefolgt von: Drunken Master II

Infos:

O: Jui Kuen

HK 1978

R: Yuen Woo-Ping

D: Jackie Chan, Hwang Jang-Lee, Simon Yuen Siu-Tin, Dean Shek, Lam Kau, Linda Lin Ying, Chiang Kam, Fung Ging-Man, San Kuai, Tino Wong Cheung

Laufzeit der US-DVD: 111:10 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = Uncut, Englisch oder Kantonesisch (paar wenige Dialoge sind auch im Canto Track nur auf Englisch) mit englischen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (z.B. England) und in Deutschland auf DVD (als Sie nannten ihn Knochenbrecher).

Freitag, 27. Februar 2026

Legend of a Fighter

Legend of a Fighter

Story:

Father Fok (Phillip Ko Fei) ist ein berüchtigter Martial Arts Meister, der sein Wissen an seine Söhne weitergibt mit Ausnahme von Fok Yun Gap (Yuen Yat-Choh). Fok Yun Gap erhält mit Kong Ho San (Yasuaki Kurata) einen neuen Lehrer. Dieser ist in Wahrheit ein japanischer Kämpfer, der heimlich Father Foks Kampfstil studiert aber nebenbei Fok Yun Gap auch selbst in Sachen Kung Fu ausbildet. Danach macht sich Kong Ho San wieder auf den Weg nach Japan. 12 Jahre später rettet Fok Yun Gap (Leung Kar-Yan) seinen Vater und wird zum neuen Oberhaupt der Familie. Er zieht durchs Land und kämpft gegen Russen und Japaner - und besiegt sie alle. Da schicken die Japaner ihren besten Mann gegen Fok Yun Gap: Dessen ehemaligen Lehrer Kong Ho San…

Meine Meinung:

Legend of a Fighter lag acht Jahre ungesehen rum. Der Film hat allgemein einen sehr guten Ruf, so dass ich bei Namen wie Yuen Woo-Ping (Magnificent Butcher, The Buddhist Fist, Mismatched Couples), Yasuaki Kurata (Fist of Legend, Heroes of the East, Call Me Dragon), Leung Kar-Yan (Sleeping Fist, Knockabout, Die Tödliche Rache) und Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger, Cantonen Iron Kung Fu, The War of the Boundary) doch hohe Erwartungen an den Tag legte. Dazu Action vom Yuen Clan (The Miracle Fighters, The Champions). Was will man mehr?

Der Plot basiert auf dem chinesischen Volkshelden Fok Yun Gap. Dieser wurde später auch noch von Jet Li verkörpert. Nämlich 2006 in Fearless von Ronny Yu. Fok Yun Gap reiht sich damit zu anderen chinesischen Volkshelden um Fong Sai-yuk (u.a. gespielt von Jet Li, Meng Fei und Shaw Brothers Legende Alexander Fu Sheng) oder Wong Fei-Hung (u.a. gespielt von Jet Li, Vincent Zhao oder Gordon Liu). Und genau da hätten wir ein Problem von Legend of a Fighter: nebst der Tatsache, dass Fok Yun Gap hier von zwei Darstellern gespielt wird, nahm ich Leung Kar-Yan diese anmutige Heldenrolle nicht ab. Dafür sah ich Leung Kar-Yan zu oft in Kung Fu Komödien und als Comic-Charakter.

Zudem, und eigentlich überrascht mich das, waren seine Kampfkünste in dem Film auch nicht so gut wie jene seiner Co-Stars um Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata. Das Duo hatte nämlich weitaus bessere, agilere und flüssigere Kampfszenen zu bieten. Egal ob Trainings- oder Kampfszenen. Das überrascht, zumal Leung Kar-Yan ansonsten eigentlich in der Hinsicht nie enttäuscht. Und dass, obwohl der Yuen Clan hinter den Action-Szenen stand. So sind die Kampfszenen mit Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata die Highlights des Filmes. Das Finale kann daher dann leider auch nicht die Qualität der Kampfszenen vom Beginn oder Mittelteil erreichen, was leicht schade ist. Im Grossen und Ganzen ist das jedoch Meckern auf hohem Niveau. Es gibt genug spektakuläre Kampfszenen im Film, die zu überzeugen wissen. Der Humor dürfte nicht alles gefallen (z.B. Fung Hak-Ons Gastauftritt) und der Plot war sehr dünn und episodenhaft.

Fazit: Nicht ganz der erhoffte Kracher, aber noch immer über dem Durchschnitt anzusiedeln!

Infos:

O: Fok Yuen Gap

HK 1982

R: Yuen Woo-Ping

D: Phillip Ko Fei, Yuen Yat-Choh, Yasuaki Kurata, Leung Kar-Yan, Lau Hok-Nin, Brandy Yuen Jan-Yeung, Huang Ha, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-DVD: 88:47 Min.

Gesehen am: 27.02.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, leider von 2,35:1 zu 1,78:1 beschnitten. Die Extras der Disc fehlen bei meiner Version. Ggf. handelt es sich bei der Disc um die holländische HKL-Ausgabe in welcher die Extras "oft fehlen sollen" (vom Hörensagen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Mittwoch, 22. Mai 2024

We're Going to Eat You

We're Going to Eat You

Story:

Agent 999 (Norman Tsui) ist hinter dem Dieb Rolex (Melvin Wong) her. Dieser versteckt sich in einem kleinen Dorf. Agent 999 und ein weiterer Dieb (Hon Kwok-Choi) landen in diesem Dorf, in welchem sich Rolex versteckt hält. Agent 999 hofft auf Hilfe des örtlichen Chiefs (Eddy Ko). Dumm nur, dass das Dorf vom Kannibalismus lebt und sich über das «Frischfleisch» freut…

Meine Meinung:

Tsui Hark (Knock Off, The Twin Dragons, Black Mask 2: City of Masks) hat Blut geleckt. Nach seinem Erstlingswerk, The Butterfly Murders, dreht er nur ein Jahr später einen zweiten Film für Seasonal Film: We're Going to Eat You! Diesmal liess sich Tsui Hark vom Ital. Kannibalenfilm und vor allem dem Backwood- und Terrorklassiker Blutgericht in Texas inspirieren. Dazu kommt knackige Martial Arts und amüsanter Slapstick und Klamauk und fertig ist das nächste, sehenswerte Kapitel in der damals noch jungen Karriere von Regisseur Tsui Hark.

Obwohl ich z.B. die Ernsthaftigkeit und den Verzicht von Humor in The Butterfly Murders genossen und gelobt habe, so will ich gerade den Slapstick in We're Going to Eat You nicht missen. Dies in Verbindung mit blutigen Kannibalen-Gore und Kung-Fu macht den Film zu einem herrlich irrwitzigen und unterhaltsamen Vergnügen. Aus dem «Vorgänger» kehrt Eddy Ko (Das Todesduell der Shaolin, The Jade Fox) zurück, der nun eine der Hauptrollen als böser Chief des Kannibalen-Dorfes spielt.

Sein Overacting ist herrlich und jede Szene mit ihm ist ein Genuss. Sein Gegenüber wird von Shaw Brothers Star Norman Tsui (The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains, The 36th Chamber of Shaolin) gespielt. Er ist eine wirklich coole Socke und geniesst es sichtlich, als Held und Hauptstar des Filmes im Mittelpunkt zu stehen. Beide machen in den Kampfszenen eine gute Figur. Diese sind spektakulär. Das resultiert aus Corey Yuen (Buddha Killer, Fong Sai Yuk), der die rasanten Action-Szenen meisterhaft choreographiert hat.

Besonders jene in der engen Gasse oder dem Schlachthaus sind sehenswert geworden. Aber auch die restlichen Kampfszenen machen Laune, zumal viele Waffen und Gegenstände involviert sind. Hon Kwok-Choi (Crocodile Evil) gibt zudem einen aberwitzigen Comic-Charakter ab, während Melvin Wong (Two Fists Against the Law, Crimson Street) mehr eine Nebenrolle spielt und vielleicht von allen genannten Stars am schwächsten agiert. Nebst Eddy Ko kehrt auch Michelle Yim (Ambitious Kung Fu Girl) aus The Butterfly Murders zurück. In einem Gastauftritt darf Tai Bo (Back Home, Two Toothless Tigers) gegen Norman Tsui antreten und aufgespiesst werden. Längen gibt es keine und es wurde Musik aus Dario Argentos Suspiria geklaut. Die hat gut zu den Szenen gepasst.

Fazit: Auch die 2. Regie-Arbeit von Tsui Hark kann bedenkenlos empfohlen werden!

Infos:

O: Di Yu Wu Men

HK 1980

R: Tsui Hark

D: Norman Tsui, Melvin Wong, Eddy Ko, Fung Fung, Hon Kwok-Choi, Tai Bo

Laufzeit der HK-DVD: 89:49 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 10.03.24

Fassungen: Mir liegen die franz. DVD von HK Vidéo (Tsui Hark Box) und die HK-DVD von Mei Ah vor. Für das Review wurde die HK-DVD gesichtet = Schuber, O-Ton, englische Subs, Uncut HK-Fassung, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland (zensiert) unter dem Titel Wir kommen und werden euch fressen nur als VHS (Stand: März 2024). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2024).

Dienstag, 21. Mai 2024

The Butterfly Murders


The Butterfly Murders

Story:

Tien Lung (Wong Shu-Tong), Leder des Tien Clans, wird von Master Shum (Chang Kuo-Chu) um Hilfe gebeten: um und im Schloss Shum sollen tödliche Attacken von Schmetterlingen erfolgt sein. Tien Lung macht sich zusammen mit seinen Männern (u.a. Danny Chow Yun-Kin) und anderen Martial Arts Helden, z.B. Green Shadow (Michelle Yim), auf dem Weg zum Schloss. Dort finden sie in den unterirdischen Katakomben u.a. Master Shum, dessen Frau (JoJo Chan Kei-Kei) und den Gelehrten Fong (Lau Siu-Ming) vor. Master Shum scheidet ebenfalls aufgrund der Schmetterlinge dahin, was zur Folge hat, dass sein Wille verlesen wird. Dessen Aufruf folgen die Thunders (Tino Wong Cheung, Eddy Ko). Als diese vor Ort ankommen und gleichzeitig ein maskierter Killer beginnt, die Teilnehmer anzugreifen, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

The Butterfly Murders sah ich vor ca. 20 Jahren oder so erstmals als französische DVD d.h. ich verstand kein Wort, da keine englischen Subs. Dazumal war ich jünger und schaute mit dem Kumpel am Wochenende oft 5-7 Filme am Stück bis tief in die Nacht hinein. Damals gab es viele Filme noch nicht (auf DVD) und HK Vidéo hat (in Frankreich) viele tolle Filme auf DVD veröffentlicht: erstmals restauriert und/oder im Originalbildformat. Darunter war auch eine Box mit den drei Erstlingswerken* von Tsui Hark (*The Butterfly Murders, We're Going to Eat You & Dangerous Encounter - 1st Kind).

Den Film nun nach all den Jahren wieder zu sehen, diesmal mit englischen Subs, war ein absoluter Genuss. Es fühlte sich wie eine Erstsichtung an, da ich kaum mehr was wusste. Mir waren die Schmetterlinge, die Katakomben, der maskierte Killer und Eddy Ko im Gedächtnis geblieben. Mehr nicht. Also war eine Spannung, bis zum Ende, gegeben. Der Film ist eine Seasonal Film Produktion. Produzent Ng See-Yuen feierte mit Jackie Chan grosse Erfolge (Snake in the Eagle's Shadow, Drunken Master) und wollte auf dem Markt nebst den Shaw Brothers und/oder Golden Harvest bestehen können.

Also nahm Tsui Hark (Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten, A Better Tomorrow 3, Aces Go Places III) die Herausforderung an und feierte mit The Butterfly Murders ein beachtliches Regiedebüt. Der Film ist innovativ, alles andere als 08/15 und die New Wave Vibes und der Verzicht auf Slapstick und HK-Klamauk, sonst oft im HK-Kino der Zeit zu sehen, waren ein kluger Schachzug. Der Film ist ein wilder Genre-Mix aus Krimi, Tierhorror, Mystery und Kung-Fu-Film. Der in Taiwan gedrehte Film bietet einen tollen Soundtrack (z.B. Vorspann), eine spezielle Kameraführung (fühlte mich an Dario Argentos Phenomena und dessen Insektenszenen erinnert) und abwechslungsreiche Settings. Viele Aufnahmen erinnern ans jap. Samurai und/oder Italo-Western Kino.

Der Plot ist zunächst wirr und verschachtelt. Viele Parteien und vieles wird lange nicht beantwortet. Das sorgt für eine pausenlose Spannung. Auch die dunklen, verwinkelten Räume in den Katakomben lassen hier und da Suspense und Grusel-Stimmung entstehen. Ich empfand den Film als interessant, fesselnd und zu keiner Sekunde langweilig. Ich mochte auch die 1. Filmhälfte, in welches es kaum Martial Arts zu sehen gibt. Der Cast war glaubhaft, superb und passend. Lead Wong Shu-Tong (Kopfgeldjäger aus Dirty Kung Fu) strahlt eine unglaubliche Präsenz aus. Aber auch der restliche Cast war einfach klasse. Von den Namen kenne ich nur Eddy Ko (Kwan-Fu – Das Schwert des Todes), der in Zukunft in weiteren Filmen mit Tsui Hark mitspielen sollte.

Fazit: In meinen Augen einer der besten Filme von Tsui Hark!

Infos:

O: Dip Bin

HK 1979

R: Tsui Hark

D: Wong Shu-Tong, Chang Kuo-Chu, Danny Chow Yun-Kin, JoJo Chan Kei-Kei, Michelle Yim, Lau Siu-Ming, Tino Wong Cheung, Eddy Ko

Laufzeit der HK-DVD: 88:30 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 10.03.24

Fassungen: Mir liegen die franz. DVD von HK Vidéo (Tsui Hark Box) und die HK-DVD von Mei Ah vor. Für das Review wurde die HK-DVD gesichtet = Schuber, O-Ton, englische Subs, Uncut HK-Fassung, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch in Deutschland unter dem Titel Die Todesgrotten der Shaolin auf DVD (Deutsch/Canto mit Subs). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2024). Auf der HK Vidéo DVD gibt es ein 22minütiges Interview mit Tsui Hark, welches sich auf für nicht Französisch sprechende Personen eignet, da Tsui Hark in Englisch spricht.

Donnerstag, 17. August 2023

Two Fists Against the Law

Two Fists Against the Law

Story:

Durch Zufall wird offenbart, dass Master Tai (Hwang Jang-Lee) Opium schmuggelt. Ein Polizist (Melvin Wong) und Co. (Chik Ngai-Hung & Alan Chui Chung-San) sagen ihm den Kampf an…

Meine Meinung:

Two Fists Against the Law ist eine von vielen Kung Fu Komödien, die Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre, vor allem in Hong Kong, erschienen sind. Two Fists Against the Law ist dabei sicherlich weniger bekannt als andere Titel dieser Art. Der Film hat auf den Filmdatenbanken imdb.com und letterboxd.com wenig schmeichelhafte Reviews erhalten. Es handelt sich um eine Seasonal Film Corporation Produktion von Ng See-Yuen (The Good and the Bad, Game of Death II).

In den Reviews auf Letterboxd wurde vor allem der Klamauk stark kritisiert. Ich fand Two Fists Against the Law solide und hatte damit meinen Spass. Ich hatte jedoch auch das Privileg, den Film im Originalton zu schauen. In Englisch synchronisiert, wäre der Film sicher kaum auszuhalten. Der Humor betrifft vor allem das übertrieben gezeichnete Aussehen und die Optik einiger Nebenfiguren (To Siu-Ming, Chiang Kam): Adipös, falsche Zähne, schielende Augen, Warzen mit Haaren etc. Der Vergleich mit Dean Shek trifft es ziemlich gut…

Abgesehen davon ist der Plot zunächst etwas wirr und episodenhaft. Wie so oft in dem Genre. Es gibt auch lahme Füllszenen. Die Musik war jedoch ok und der Cast sehr gut. Und die Kampfszenen waren erste Sahne. Der Film startet in der Hinsicht bereits spektakulär, wenn einige der Stars zum Film-Intro Kampfdemonstrationen vorführen. Alan Chui Chung-San (Crazy Horse and Intelligent Monkey, The 7 Grandmasters), der im November des Jahres 2022 verstorben ist, ist hier in einer seltenen Hauptrolle zu sehen. Für die Kampf-Choreographie zeichnete sich Chung Fat (Shadow Cop) verantwortlich, der auch in einer Nebenrolle zu sehen ist (mehr Gastauftritt).

Alan Chui Chung-San macht eine gute Figur. Was die Helden angeht ist er die Hauptperson gefolgt von Chik Ngai-Hung. Ein junger Melvin Wong (Above the Law) spielt mehr eine Nebenrolle. Aber er kämpft auch, u.a. gegen Hwang Jang-Lee, der im Finale auch zu einer fliegenden Waffe (à la Guillotine) greift. Hwang Jang-Lee (Hard Bastard) ist natürlich der Bösewicht und Star des Filmes. Er macht einen fantastischen Job und einige seiner spektakulären Kicks sind toll eingefangen worden inklusive Einsatzes von Zeitlupe. Ist der Film in den ersten ¾ lustig, so ist der Film im Finale ernst, blutig und hart – der Ton kippt, was im Eastern-Genre der damaligen Zeit so oft zu sehen war.

Fazit: Kein Kracher, aber durch und durch ok und gut! Old School Kung Fu Film-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Shuang La

HK 1980

R: Chen Chuan

D: Alan Chui Chung-San, Hwang Jang-Lee, Chik Ngai-Hung, Melvin Wong, Chung Fat, To Siu-Ming, Chiang Kam

Laufzeit der HK-VCD: 55:56 Min. (1. Disc) / 34:03 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 22.07.23

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Mei Ah vor = Vollbild, solide Bildqualität, Canto/Mandarin Audio, keine Subs, Uncut. Das VHS vom gleichnamigen Label hätte englische Subs. Auf Amazon Prime (US) gibt es eine English Dubbed Fassung. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2023).

Samstag, 18. Februar 2023

Lackey and the Lady Tiger Review



Lackey and the Lady Tiger

Story:

Big Brother (Mars) wird von diversen Personen gedemütigt und verprügelt (u.a. To Siu-Ming, Chiang Kam, Charlie Chan Yiu-Lam, Chiu Chi-Ling, Lee Chun-Wa, Fung Ging-Man), da er kein Kung Fu kann. Er trifft auf Helen (Tien Niu), die sich als Junge ausgibt. Sie bringt ihm Kung Fu bei. Später wird Big Brother dann noch von Helens Vater (Sek Kin) unterrichtet. Dieser muss sich im Finale einem tödlichen Feind (Hwang Jang-Lee) stellen. Da kommt ihm die Hilfe von Big Brother und Helen gerade recht…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg ihrer Jackie Chan Produktionen Die Schlange im Schatten des Adlers und Drunken Master haben Seasonal Film um Produzent Ng See-Yuen (Game of Death II) eine weitere Ende 70er Jahre Kung-Fu Komödie ins Rennen geschickt: Lackey and the Lady Tiger! Dieser ist kein Kracher, aber gut. Für einen Kracher-Status bietet der Film zu viele 08/15 Inhalte.

Diesmal darf Mars in einer ungewohnten und seltenen Hauptrolle als Schüler, Star und Hauptperson ran. Er, der sonst meist Nebenrollen (Police Story) spielte oder alternativ (Stunts, Martial Arts Director etc.) vor der Kamera stand (in Filmen wie The Young Master, Mr. Nice Guy oder sogar neuen Produktionen wie Limbo), macht in den Kampf- und Trainingsszenen eine gute Figur und macht von seinem ganzen Können gebrauch.

Warum der Film kein Kracher ist? Dafür ist der Film vor allem in den ersten 60 Minuten zu unspektakulär, der Humor zu albern und ein Plot nicht vorhanden. Das Ganze wirkt sehr episodenhaft und Hwang Jang-Lee als Bösewicht kommt in den ersten 59 Minuten vielleicht ganze fünf Sek. vor. Einige Klischees (Tien Niu als Tomboy) gefallen mir weniger. Die Szene mit der Katze war zudem nicht neu und sah man schon 1972 in Joseph Kuos The Death Duel. Dafür rockt der Film dann in den letzten 40 Minuten derbe.

Da folgt eine spektakuläre Kampfszene nach der anderen, in denen nicht nur Mars, sondern auch Tien Niu (Widow Warriors), Hwang Jang-Lee (seine Stock-Kämpfe sind so stark wie in Hell's Windstaff), Sek Kin (Enter the Dragon), Charlie Chan Yiu-Lam (Two Wondrous Tigers) oder Linda Lin Ying (The Ring of Death) eine gute Figur abgeben. In weiteren Nebenrollen sind viele bekannte Gesichter wie Fung Ging-Man (The Convict Killer), Chiu Chi-Ling (His Name Is Nobody), To Siu-Ming (The First Vampire in China), Chiang Kam (Wooden Man) oder Lee Chun-Wa (Dreadnought) zu sehen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Sau maau hok gwan ying cheung

HK 1980

R: Norman Law Man, Siao Lung

D: Mars, Tien Niu, Sek Kin, Hwang Jang-Lee, To Siu-Ming, Chiang Kam, Charlie Chan Yiu-Lam, Chiu Chi-Ling, Lee Chun-Wa, Fung Ging-Man, Linda Lin Ying

Laufzeit der HK-VHS: 97:37 Min.

Gesehen am: 25.10.22

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Universe vor = Vollbild, gute Bildqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. In Spanien soll es eine Blu-Ray geben (mit diversen Audio-Optionen und diversen Subs) = 35mm Print! Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Okt. 2022). Die spanische Blu-Ray ist nur auf 200 Stück limitiert. Nachtrag 12.05.23: für eine 2. Sichtung lag mir nun die spanische Blu-Ray von Zinemaxploitation vor = 35mm Print in sehr guter Bildqualität, mehr Bildinformation als beim HK-VHS, O-Ton und englische Subs. Uncut. Liebevolle Bootleg-Disc. Hier ein Bildvergleich:




Freitag, 17. September 2021

Snake in the Eagle’s Shadow Review

Snake in the Eagle’s Shadow

Story:

 

Chien Fu (Jackie Chan) muss in seiner Kampfschule immer als Prügelknabe herhalten. Vor allem als der Meister (Charlie Chan Yiu-Lam) auswärts ist, wird er oft von Meister Li (Dean Shek) gedemütigt. Dies treibt Chien Fu in die Arme von Beggar, Pai Chang Tien (Simon Yuen Siu-Tin). Sie werden Freunde. Pai Chang Tien ist ein Kung Fu Meister und Meister der Schlangen-Technik. Er bringt die Technik Chien Fu bei. Dieser wendet sie später an. Dumm nur, dass somit Feinde (Roy Horan, Hwang Jang-Lee) von Pai Chang Tien auf ihn aufmerksam werden, die sich das Ziel gesetzt haben, alle Snake Fist Kämpfer zu töten…

 

Meine Meinung:

 

Snake in the Eagle’s Shadow ist der Klassiker, welchen Jackie Chan zusammen mit der «Fortsetzung» Drunken Master (gleiches Dream Team) zum Star machte! Was zuvor Lo Wei in seinen Produktionen mit Jackie Chan nicht gelang (z.B. Dragon Fist, Fearless Hyena II…), gelang nun dem Film von Yuen Woo-Ping. 1975 gründete Produzent Ng See-Yuen (A Haunted House) die Seasonal Film Corporation und Snake in the Eagle’s Shadow war für das Studio ein grosser Erfolg und Hit.

 

Jackie Chan soll im Gegensatz zu den Lo Wei Produktionen mehr Freiheiten genossen haben. Der Mix aus Kung Fu, Humor und dem Charisma des Stars verhalfen dem Film zum Welterfolg. Jackie Chan war nun der neue Star am Himmel. Lange genug suchten die Filmemacher nach dem Ableben von Bruce Lee nach einem neuen geschäftstauglichen Kung Fu-Helden. Nun war er gefunden.

 

Jackie Chan wirkt sympathisch, charismatisch und macht in den spektakulären Kampf- und Trainingsszenen eine gute Figur. Der Plot um zwei Kampftechniken und Meister-Schüler wurde danach tausendfach kopiert und war ein immer gern gesehenes Sujet. Simon Yuen Siu-Tin (Iron Bridge Kung-Fu) spielt seine typische Rolle als Bettler-Meister. Er überzeugt auch, dank der grossartigen Choreographie von Regisseur Yuen Woo-Ping (Born Invincible).

 

In weiteren Rollen: Dean Shek (The Bravest Fist), der für den Comedy-Anteil zuständig ist, Fung Hak-On (Mission to Kill), der gleich zu Beginn des Filmes durch Haupt-Bösewicht Hwang Jang Lee (Iron Angels) stirbt, wobei letzterer seine Sache sehr gut macht. Ihn mag ich einfach, vor allem als Bösewicht. Als Bösewicht gibt es auch Gweilo Roy Horan zu sehen. Dieser stand zuvor bereits mit Hwang Jang-Lee und Yuen Woo Ping vor der Kamera (in Snuff-Bottle Connection) – wobei er mir in Snuff-Bottle Connection auch definitiv besser gefiel als hier (mehr Kampfszenen). Trotzdem hat er sich in der Rolle als Priester ins Gedächtnis eingebrannt.

 

Was man dem Film ankreiden kann ist Folgendes: der Endkampf ist viel zu schnell zu Ende und Hwang Jang-Lee hat gegen Chan kaum eine Chance. Sprich: der Kampf ist weder lang noch spannend noch dramatisch! Das ist sehr schade aber wurde dann in Drunken Master korrigiert. Cool fand ich, wie Chan selbst (ohne Hilfe seines Meisters) eine neue Technik entwickelt, um gegen Hwang Jang-Lee bestehen zu können (dank einer Katze). Sehr cool: die Musik von Space - Magic fly! Rockt bereits im coolen Vorspann des Filmes, in welchem Jackie Chan vor rotem Hintergrund Kampf-Demonstrationen vorführt!

 

Fazit: Klassiker und jedem Old School Kung Fu und Jackie Chan Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Sau Ying Diu Sau

 

HK 1978

 

R: Yuen Woo-Ping

 

Produzent: Ng See-Yuen

 

D: Jackie Chan, Hwang Jang-Lee, Dean Shek, Roy Horan, Simon Yuen Siu-Tin, Fung Hak-On, Chiang Kam, Hsu Hsia, Chiu Chi-Ling, Charlie Chan Yiu-Lam

 

Laufzeit der HK-DVD: 97:09 Min.

 

Gesehen am: ? / Neusichtung: Anfang Juli 2021

 

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus Hong Kong von Mei Ah vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Für mich völlig ausreichend, so dass ich kein Blu-Ray Upgrade benötige. UK Ausgaben gibt es in England von 88 Films (zensiert im Kampf der Schlange gegen die Katze) und von Koch Media (Uncut – Deutschland).