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Montag, 24. Juli 2017

Hard Target 2 Review

Hard Target 2

Story:

Ein Ex-Martial Artist (Scott Adkins) wird unter falschem Vorwand in den Dschungel nahe der thailändischen Grenze für einen «Wettkampf» eingeladen. Der richtige Grund für dessen Einladung: es wird eine Menschenjagd veranstaltet und er ist das Opfer, welches es zu jagen gilt…

Meine Meinung:

Der 2. Teil kann natürlich mit dem 90er Jahre Klassiker Harte Ziele von John Woo und mit Jean Claude Van Damme nicht mithalten, ist aber ein durchschnittlicher und solider B-Film geworden, der direkt auf VHS / DVD erschienen ist.

Die Story ist simpel: Scott Adkins wird von den Gangstern gejagt. Mehr muss man nicht wissen, viel mehr gibt es nicht zu sehen. Die Story erinnert natürlich stark ans Original, auch einige der Dialoge, Zeitlupenaufnahmen (Merkmale des John Woo), die Waffe des Gangsterbosses (à la jene von Lance Henriksen im Original), wie der Schriftzug im Vorspann eingeblendet wird (nach fliegendem Pfeil = war genauso im Original) und sogar weisse Tauben kommen als Hommage an John Woo vor!

Der Film hat einige exotische Momente, da fast nur im Dschungel und Wildnis spielend. Die Action ist okay. Paar durchschnittliche Kampfszenen, Verfolgungsjagden, nette Zeitlupenaufnahmen, blutige Shoot-Outs, paar Explosionen und kleinere Stunts. Natürlich ist die Qualität nicht so gut wie bei Adkins besseren Werken (Undisputed 2-4, Ninja 1-2, Savage Dog) aber doch besser als seine Van Damme Zusammenarbeiten (vor allem die früheren) aber im Grossen und Ganzen okay.

Das Hauptproblem des Filmes sind einige kitschige Dramaszenen (die Frau die Adkins auf der Flucht trifft und deren Hintergründe, das Ende, warum Adkins nicht mehr kämpft etc.) und vor allem sind 95% alles Bösewichte, die Adkins jagen, absolute Flaschen und bieten keinen Charme oder Sympathien und stellen auch keine ernstzunehmenden Gegner dar (da waren Lance Henriksen und Arnold Vosloo in Teil eins ganz andere Granaten).

Aber wie erwähnt: Direct To Video Film, da war kein allzu grosses Budget vorhanden und das meiste ging wohl für die Drehorte, die Action und Adkins drauf, da bleib also nichts für andere Granaten als Gegenspieler.

Da doch schlechter als andere Adkins Filme kann ich den Film auch nur den ultimativen Adkins Fans, die alles mögen, nur schon wenn der Name Scott Adkins auftaucht, empfehlen. Allen anderen empfehle ich Savage Dog und Co., ebenso Neueinsteigern in Sachen Scott Adkins.

Infos:

O: Hard Target 2

USA 2016

R: Roel Reiné

D: Scott Adkins, Robert Knepper, Rhona Mitra, Temuera Morrison, Ann Truong

Laufzeit der deutschen DVD: 99.16 Min.

Gesehen am: 14.06.17

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Wendecover ja, Uncut, O-Ton und dazu deutsche UT vorhanden.

Freitag, 21. Juli 2017

Die Nacht der lebenden Toten Review


 
Webmaster mit George A. Romero am NIFFF 2006
Die Nacht der lebenden Toten

Story:

Barbara (Judith O'Dea) und deren Bruder Johnny (Russell Streiner) besuchen das Grab ihres Vaters. Dort angekommen passiert eine schreckliche Tragödie: Ein herumirrender Mann (Ein Zombie) fällt sie an und tötet Johnny. Barbara flieht und flüchtet sich in ein Haus und trifft dort auf Ben (Duane Jones), welcher die Situation unter Kontrolle zu haben scheint. Zusammen schliessen sie sich in dem Haus ein, doch die lebenden Toten kommen langsam aber unaufhaltbar näher…

Meine Meinung:

Night of the Living Dead ist ein absoluter Klassiker des Genres, der Mutterfilm aller Zombiefilme und George A. Romeros Erstlingswerk, welches mit mehreren Fortsetzungen belohnt wurde, von denen sicherlich Dawn of the Dead und Day of the Dead erwähnenswert sind (alles danach kann man eigentlich vergessen).

1968 wurde der Film veröffentlicht und sorgte überall für Entsetzen und für Staunen, und so wurde der Film als erster seiner Art, ein Film eines nicht familienfreundlichen Genres, ins New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen, wo er heute noch steht (Später folgte z. B. Blutgericht in Texas).

George A. Romeros Idee, den Film vollkommen in s/w zu drehen, gibt dem Film eine dichte und beklemmende Atmosphäre, welche bis zum heutigen Tag nichts an ihrer Faszination verloren hat. Die Geschichte ist simpel, doch wurde sie sehr spannend umgesetzt. Es gibt kein Entkommen, langsam aber sicher schreiten die lebenden Toten immer näher an das Haus heran, einfach geniale Szenen.

Ausserdem kritisierte der Regisseur den Vietnamkrieg, was vor allem in den schrecklichen Schlussszenen sehr deutlich wird inklusive Rassismus (Tipp dazu: Abspann nicht vergessen bis zum Ende zu gucken). George A. Romero, der Regisseur des Filmes, setzte auf gute aber unbekannte Darsteller. Der Sound und die Kameraführung sind ebenfalls sehr gut gelungen (z.B. das Spiel mit Licht und Schatten im Keller am Ende mit der Leiche).

Die wenigen Make-up Effekte sind gut und für die damalige Zeit sicher auch sehr krude ausgefallen, so sieht man ganz deutlich, wie lebende Tote Gedärme und Körperteile zu fressen beginnen.

Auch in der heutigen Zeit hat dieser Klassiker nichts von seiner magischen Aura oder dem schonungslosen Ende verloren, ganz im Gegenteil: Das Thema Zombie ist bis heute nicht aus dem Kino/TV verschwunden (Serien wie Walking Dead, Filme Dead Shack oder It Stains the Sands Red um paar 2017 Beispiele zu nennen, Neuveröffentlichungen von Dawn of the Dead und Land of the Dead von Shout Factory 2017). Jeder versucht, ein Stück vom Kuchen haben und origineller als der andere sein zu wollen.

1990 folgte von Effektkünstler Tom Savini das Remake zu Night of the Living Dead, welches zwar gelungen ist, jedoch nicht an das Original heranreichen konnte.

Sicher einer der besten Klassiker dieses Genres und ein wegweisendes Werk, welches man als Horrorfan gesehen haben sollte!

Gefolgt von: Dawn of the Dead

Infos:

O: Night of the Living Dead

USA 1968

R: George A. Romero

D: Duane Jones, Judith O'Dea, Russell Streiner

Laufzeit der deutschen DVD: 95:51 Min.

Review überarbeitet: 17.07.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Marketing vor = Uncut, Deutscher Ton (früher zensierte Stellen sind in Englisch mit Subs), O-Ton auch an Bord, sehr gute Bildqualität. Die deutsche Synchro Fassung ist gut geworden.

Montag, 5. Juni 2017

The Darkness Review

The Darkness

Story:

Während einem Ausflug in die Wüste nimmt der autistische Sohn mehrere magische Steine mit nach Hause, welche böse Geister beinhalten und welche starten, die Familie (u.a. Kevin Bacon) zu bedrohen…

Meine Meinung:

The Darkness war ein Spontankauf – ich erhoffte mir einen stimmungsvollen, spannenden und unheimlichen Film mit guten Schreckmomenten.

In dieser Hinsicht kann The Darkness jedoch nicht vollumfänglich überzeugen. Der Film ist schlechter als andere seiner Art d.h. ich bin nie erschrocken und unheimlich war der Streifen auch nicht. Dazu kommt, dass die Familie und deren Probleme zu stark klischeehaft sind. Das Finale war dann leider auch sehr unspektakulär und viel zu schnell vorbei.

Die Darsteller waren alle etwas blass, die Figuren 08/15 Zeichnungen (Alkohol trinken, Sohn Autist, Tochter Essstörungen, Vernachlässigung…), zu wenig Spannung etc.

Einige Szenen waren jedoch stimmungsvoll und haben eine dichte Atmosphäre geschaffen, sodass der Film knapp in der Sammlung verweilen darf. Einige Zuschauer werden sich sicher auch gut gruseln, aber wer dies gerne hat und nur schwer zu erschrecken ist, für den ist The Darkness nur ein laues Lüftchen. Denen empfehle ich andere Filme der letzte Jahre (Sinister, The Canal, Conjuring 1 + 2, Ouija: Ursprung des Bösen, The Descent…).

Infos:

O: The Darkness

USA 2016

R: Greg McLean

D: Jennifer Morrison, Lucy Fry, Kevin Bacon, Ming-Na Wen, Radha Mitchell

Laufzeit der deutschen Blu Ray: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 01.05.17

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität (auch O-Ton mit deutschen Subs in DD 5.1 vorhanden), Wendecover. Die deutsche Synchro habe ich nicht getestet.