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Montag, 14. April 2025

Pro-Life (Masters of Horror)

Pro-Life (Masters of Horror)

Story:

Der religiöse Dwayne Burcell (Ron Perlman) plant, mit seinen Söhnen und via Waffengewalt, seine schwangere Tochter aus einer Abtreibungsklinik, in welche sich das Mädel selbst begeben hat, zurückzuholen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Pro-Life ist eine Folge der 2. Masters of Horror-Staffel. Regie führte Horror-Meister John Carpenter (Halloween, The Thing, Cigarette Burns), die (zuweilen recht unauffällig und wenig spezielle) Musik besorgte sein Sohn Cody. Gemeinsam treten sie Live via Live-Band auf und spielen Film-Soundtracks (z.B. sah ich die Band am NIFFF 2016). Pro-Life schlug vor der Veröffentlichung hohe Wellen. Das Thema (Abtreibungen) ist, zumindest in den USA in konservativen Kreisen, ein kontrovers gesehenes Setting.

In diesem Setting einen Horrorfilm mit einigen Gewaltspitzen zu drehen, sorgte dazumal für viel Wirbel. Nüchtern betrachtet wurde damals übertrieben. «Don't Believe the Hype», würde ich meinen. Ja, es gibt 2-3 nette Gore-Momente. Aber einige Szenen geschehen auch nur off-screen, sind viel zu kurz zu sehen und/oder doch auch mit CGI-Mithilfe belastet und das grösste Manko stellt die Tatsache dar, dass am Ende viel zu viele der potenziellen Opfer überleben.

Die Figuren haben z.T. schon auch leicht genervt und waren im Grossen und Ganzen etwas klischeehaft gezeichnet. Daher war es schade, dass am Ende doch die Mehrheit überlebt. Ron Perlman (Blade II, Alien - Die Wiedergeburt, Schlafwandler) ist sicher der bekannteste Name. Er spielt eine der Hauptrollen und macht das solide und souverän. Für die Effekte war Howard Berger (Jason Goes to Hell: The Final Friday, Bride of Re-Animator, Nightwish) und sein Team verantwortlich. Dass dennoch hier und da auf CGI gesetzt wurde, war schade.

Was die Effekte angehen, hatte ich an den Creature-Effects Freude. Da taucht im Finale Satan im Gummikostüm auf. Nett. Noch cooler war sein Sohn, der im Film geboren wurde. Das Monster, eine krabbelnde Monstrosität und ein Mix aus Baby und Spinne, hatte The Thing, Spider Labyrinth und Stephen Kings Es Vibes. Das waren die Highlights des Filmes. Was hingegen auch wieder eine Art Potenzialverschwendung darstellt ist die Tatsache, dass beide Geschöpfe praktisch für null Horror sorgen. Es wird nur ein Typ in die «Hölle gezogen», aber alle anderen Menschen lassen sie leben. Schade.

Fazit: Solider Durchschnitt. Pelts bleibt bisher der Favorit, was die 2. Masters of Horror Season angeht!

Infos:

O: Pro-Life

USA, Kanada 2006

R: John Carpenter

D: Caitlin Wachs, Emmanuelle Vaugier, Mark Feuerstein, Jeremy Jones, Ron Perlman

Laufzeit der US-DVD: 57:14 Min.

Gesehen am: Juli 2007 / Neusichtung am: 07.02.25

Fassungen: Gesehen via Masters of Horror: Season 2 Box Set (US-DVD) von Anchor Bay = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs. Gibt es in Deutschland von Nameless auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs).

Freitag, 31. Mai 2024

Imprint (Masters of Horror)



Imprint (Masters of Horror)

Story:

1800 Japan:

Amerikaner Christopher (Billy Drago) reist nach Japan, um die Frau (Michie Itô) zu finden, welche er dort einst kennen und lieben lernte. Stattdessen findet er eine im Gesicht entstellte Prostituierte (Yûki Kudô), welche ihm erzählt, was mit seiner grossen Liebe geschehen ist…

Meine Meinung:

Takashi Miike (Gozu, One Missed Call) bekam die Ehre, die damals letzte (13.) Episode der Masters of Horror Reihe (1. Staffel) beizusteuern. Dies nebst namhaften Horror- und Genre-Regisseuren wie Tobe Hooper (Blutgericht in Texas), Dario Argento (Jenifer), Larry Cohen (It's Alive), John McNaughton (Alienkiller), Mick Garris (Schlafwandler), Stuart Gordon (Dolls) oder John Carpenter (Cigarette Burns). Für den Japaner eine Ehre. Umso bedauerlicher war die Tatsache, dass ausgerechnet diese Episode im US-TV nicht gezeigt wurde.

Warum? Simpel: der Inhalt war zu extrem! Imprint basiert auf einem Roman von Shimako Iwai (Titel: Bokke e, kyōtē) und bietet nebst weiteren Themen der japanischen Folklore und Mythologie ("Futakuchi-onna =ふたくちおんな, "two-mouthed woman") Inhalte wie Folter, nackte Tatsachen, Abtreibungen und Inzest. Zu viel für die prüden Amerikaner. Imprint empfand ich früher als gut und solide. Diese Meinung vertrete ich auch nach der neusten Sichtung und ich kritisiere auch mehr oder weniger das, was mir früher missfiel.

Der Plot ist nämlich relativ unspektakulär. Zu repetitiv. Der Inhalt kann als eine Art Kammerspiel mit Hero (Jet Li-Film) Vibes bezeichnet werden. Das heisst es werden diverse Geschichten erzählt, die das Schicksal der Figuren bestimmen. Am Ende dominieren dann die mythologischen und übernatürlichen Elemente, die mich irgendwie auch an Takashi Miikes Lesson of the Evil erinnert haben (die «lebende» Schusswaffe). Das waren ähnlich abgefahrene Make-Up Effekte wie sie in Imprint im Finale und zuvor offenbart werden. Die Föten sind dabei sehr eklig und die Folterszenen sind in der Tat hart anzusehen, aber auch fesselnd, da mit nötiger Sorgfalt inszeniert. Zudem sind die Aufnahmen extrem ästhetisch in Szene gesetzt. Einer gewissen Faszination kann man sich daher nicht entziehen. Als Folterer ist übrigens Shimako Iwai, der Autor des Romans, selbst zu sehen.

Die Optik, Kostüme und Kulissen waren stark. Auch die Musik. Der Film hat seine Stärken in den Bildern und Optik, weniger im Plot. Das Schauspiel der Beteiligten Michie Itô (Silence), Youki Kudoh und Billy Drago (The Hills Have Eyes, Invasion U.S.A.) war hingegen auch durchgehend stark und glaubhaft. Auch die Nebenfiguren werden gekonnt gespielt. Schräg war halt die Tatsache, dass die Japaner alle Englisch sprechen. Nicht nur schräg, sondern auch etwas unglaubwürdig. Ob das so gedreht wurde oder später synchronisiert, weiss ich nicht.

Fazit: Solide Abschluss-Folge des 1. Masters of Horror Staffel!

Infos:

O: Imprint (Masters of Horror)

USA, Kanada, Japan 2005

R: Takashi Miike

D: Billy Drago, Yûki Kudô, Michie Itô, Toshie Negishi, Mame Yamada

Laufzeit der UK-DVD: 63:16 Min.

Gesehen am: März 2007 / Neusichtung am: 28.03.24

Fassungen: Mir lag die Masters of Horror Series One Volume Two - 6 Disc Set vor. Dieses wurde von diversen Regisseuren am NIFFF signiert. Imprint liegt Uncut und in Englisch vor. Die Bildqualität würde ich als gut bezeichnen. Es gibt exklusive Extras, die ich ggf. noch schauen werde, um mehr Hintergründe zum Film zu erfahren. Es gibt leider keine englischen Untertitel. Imprint gibt es inzwischen auch in Deutschland Uncut - einzeln auf Blu-Ray von Splendid oder als ganze Staffel von Nameless Media (hätte sogar Untertitel zum O-Ton). Inzwischen hat noch Claudio Simonetti signiert:



Donnerstag, 15. Februar 2024

Return of the Dinosaurs

Return of the Dinosaurs

Story:

Durch einen Kometen kommt es zu Umweltkatastrophen und die Erde ändert sich. Es herrschen prähistorische Verhältnisse und plötzlich leben wieder Dinosaurier im Land. Eine Gruppe von «Dinosaur Catcher» überwacht und beschützt die Dinosaurier und versetzt diese in sichere Gebiete. Eine nicht immer ungefährliche Arbeit, zudem es Organisationen gibt, welche die Dinosaurier auch jagen und erlegen möchte…

Meine Meinung:

Return of the Dinosaurs ist ein Zusammenschnitt von der japanischen Serie Kyoryu Tankentai Born Free aka Dinosaur Expedition Born Free. Es handelt sich um eine Tsuburaya Productions-Serie, die diverse Merkmale zu einem originellen Sehvergnügen vereint: Gezeichnete Animationen, Miniaturarbeiten, Puppen und Stop-Motion Effekte für die Dinosaurier. Insgesamt gibt es 25 Episoden mit einer Laufzeit von je 30 Minuten.

So gesehen kann in einem Spielfilm als Zusammenschnitt nur wenig gezeigt werden und viel fehlt. Dafür ist der Film, der knapp 80 Minuten läuft, sehr actionreich und kurzweilig. Und Fans von Animes, charmanten Effekten à la Godzilla und Co. und Dinosauriern voll auf ihre Kosten. Quasi ein langer Trailer und/oder Werbefilm, um zu schauen, ob dies einem gefällt oder nicht. Denn das Ziel ist, wie könnte es anders sein, die komplette Serie zu erwerben (die aber sehr teuer ist, mehr dazu unter Fassungen).

Der Plot ist nebensächlich. Wie so oft kommt auch ein Kind als Hauptfigur vor, Bösewichte oder ein überzeichneter Charakter, dessen Stimme in der holländischen Fassung auch leicht nervt - passt aber zum Overacting der Figur. Die Animationen sind genau nach meinem Geschmack und passen zu den Animes, die ich früher in den 90ern immer auf RTL 2 im Free-TV guckte. Die Dinosaurier-Effekte sind charmant und genau nach meinem Geschmack.

Stop-Motion Effekte waren in Japan eher selten, auch wenn es Ausnahmen gibt wie Diva in the Netherworld oder andere Serien (Demon Hunter Mitsurugi). Wer japanische Tsuburaya Produktionen mag, egal ob Filme oder Serien, sollte sich Return of the Dinosaurs (oder die Original-Serie) nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Return of the Dinosaurs

Japan, USA 1984

R: Larry Smith

D: -

Laufzeit der holländischen VHS: 82:00 Min.

Gesehen am: 31.12.23

Fassungen: Aus der 25 Episoden starken japanischen Serie Kyoryu Tankentai Born Free wurde 1984 ein Film-Zusammenschnitt erschaffen (von Larry Smith), der in diverse Länder (Deutschland, USA, Holland) verkauft wurde. Mir lag das VHS aus Holland von Videorama vor = Uncut, sehr gute Bildqualität, Vollbild, Dubbed in Holländisch. Es wurde das deutsche Master verwendet (On Screen Titel: Rückkehr der Dinosaurier). Die Originalserie gibt es u.a. in Italien auf DVD und wird zu hohen, 3stelligen Beträgen gehandelt.

Donnerstag, 5. Oktober 2023

Stephen Kings Es

Horroktober 2023

Stephen Kings Es

Story:

In der Kleinstadt Derry treibt Es (Tim Curry), das Böse, sein Unwesen. Kinder fallen dem Bösen in Clown-Gestalt zum Opfer. Eine Gruppe von Kindern (Seth Green, Emily Perkins, Jonathan Brandis, Adam Faraizl, Marlon Taylor, Brandon Crane, Ben Heller) sagen Es den Kampf an…

Meine Meinung:

Stephen Kings Es war einer der ersten Horrorfilme, den ich als Kind nebst Filmen wie Jaws, Link – Der Butler, Friedhof der Kuscheltiere, A Nightmare on Elm Street 1 & 2, Critters 1, 2 & 3, Aliens oder Child’s Play 2 sah. Und mich extrem ängstigte, vor allem die Musik! Daher hat Stephen Kings Es, eigentlich eine TV-Mini-Serie (nur zwei Episoden stark und auf VHS, DVD und Blu-Ray als ein langer Film veröffentlicht), basierend auf einer Stephen King (The Stand - Das letzte Gefecht, Später, Schwarz - Der Dunkle Turm Band 1) Geschichte, bei mir ganz viel Nostalgie-Bonus!

Und daher mag ich den Film auch heute noch sehr. Der unter ähnlichen Umständen entstandene The Tommyknockers kann dagegen einpacken und auch die Neuverfilmungen zu It (It & It Chapter 2) erreichen für mich persönlich nie und nimmer die Klasse, Emotion und Freude der 1990er TV-Fassung von Regisseur Tommy Lee Wallace (Halloween III – Season of the Witch). Nebst Nostalgie-Bonus gefällt mir das Kleinstadt-Setting und die Zeit Epoche der 50er Jahre. Tim Curry (Congo) als Clown Pennywise ist ebenfalls stark und jede Szene mit ihm ein Genuss.

Die Musik sorgt nebst dem bildlichen Grauen für viel Stimmung und Gänsehaut. Viele Effekte zeigt der Film nicht und fast alle Taten finden im off Screen statt. Dennoch gelingt es dem Film und einzelnen Szenen, böse zu sein und Kinderängste zu beschwören. Die Kinder werden stark gespielt und ich mochte deren Parts und die 1. Filmhälfte mehr, als die 2. Filmhälfte, wo die Kinder dann als Erwachsene nach Derry zurückkehren, um erneut gegen Es anzutreten. 

Was Effekte angehen überzeugt Pennywise-Aussehen. In einzelnen Szenen verändert er seine Zähne zu spitzen, scharfen Waffen. Daneben gibt es einen abgetrennten Kopf in einem Kühlschrank zu sehen, ein Spinnen-Monster, ein schmelzendes Gesicht, ein Skelett und einen Werwolf (da kam Paul Naschy Feeling auf) zu sehen. Was die Stars angehen, sind sicherlich ein sehr junger Seth Green (Austin Powers 1-3, Die Killerhand, Ticks), Tim Curry, Olivia Hussey (Virus, Turkey Shoot, Undeclared War) und John Ritter (Bride of Chucky, Bad Santa, The Stone Killer) die mir bekanntesten Namen. Trotz drei Stunden Laufzeit fand ich den Film zu keiner Sekunde langweilig.

Fazit: Wer sich von Clowns fürchtet, findet mit Tim Curry einen diabolisch bösen und herrlich sehenswerten Bösewicht wieder, der Kinder «zum Fressen gern hat»! Ja, es schwingt viel persönliche Nostalgie mit, aber in meinen Augen kann ich den Film auch abgesehen davon nur empfehlen!

Infos:

O: It

USA 1990

R: Tommy Lee Wallace

D: Seth Green, Tim Curry, Emily Perkins, Jonathan Brandis, Adam Faraizl, Marlon Taylor, Brandon Crane, Ben Heller, Olivia Hussey, John Ritter

Laufzeit der deutschen DVD: 179:40 Min.

Neusichtung am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner Bros. vor = die TV-Mini-Serie (zwei Teile) wurde als ein Film auf die DVD (auf beiden Seiten bespielt) geklatscht. Dabei wurden einige Szenen, ein Ab- und Vorspann der Original-TV-Fassung entfernt. «Uncut» ist dabei nur die US-LD. Die deutsche DVD ist für mich qualitativ absolut i.O. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. O-Ton, Subs und Audiokommentare als Bonus sind enthalten. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 20. Dezember 2022

We All Scream for Ice Cream Review

We All Scream for Ice Cream 

Story:

 

Eis-Verkäufer Buster (William Forsythe), durch einen Kinderstreich ums Leben gekommen, sucht diese während ihrem Erwachsenenalter als Geist heim, um sich für seinen Tod zu rächen…

 

Meine Meinung: 

 

Was irgendwie skurril witzig à la Street Trash, Killer Klowns from Outer Space oder The Stuff (wobei ich den total überbewertet und schlecht finde) wirkt, plus Schmelz-Szenen, ist in Wahrheit eine sehr schwache Episode der 2. Masters of Horror Staffel von Regisseur Tom Holland, der es, wenn man seine Filme Child’s Play oder Fright Night ansieht, besser kann. We All Scream for Ice Cream lohnt sich kaum.

 

Trotz der Laufzeit von ca. einer Stunde ist der Film langweilig. Der Plot ist lahm, einzelne Szenen, Figuren und die Kinder nerven und ich wurde mit 90% der Figuren und Schauspieler und derer Arbeit nicht warm. Die ewigen Rückblenden, die den Plot, die Motive und den Kinderstreich erklären, nerven. Schlecht in Szene gesetzt. Zudem unglaubwürdig (die Kinder sind solche Ärsche).

 

Als Ausnahme ist nur William Forsythe (Deadly Revenge - Das Brooklyn Massaker) zu nennen. Er hat ja auch Erfahrungen im Horrorfilm (Halloween, The Devil's Rejects) und ist allgemein ein herrlich vielseitiger Schauspieler. Nach dieser Rolle als Eis-Verkäufer und Clown Buster könnte er eigentlich glatt eine True Crime Rolle von John W. Gacy übernehmen. Die passende Statur hätte er. Netflix, bitte melden! Nachtrag: wie ich sehe, spielte er diesen tatsächlich - und zwar in Dear Mr. Gacy aus dem Jahr 2010!!!

 

Als ich im Vorspann sah, dass die KNB-FX Group für die Effekte zuständig war, freute ich mich auf einige herrlich skurrile Make-Up-Schmelz-Effekte. Immerhin haben diese in vielen Filmen tolle Arbeiten realisiert, man beachte Effekte in Filmen wie Land of the Dead, The Hills Have Eyes, Kill Bill Vol. 1, Scream, From Dusk Till Dawn, Reservoir Dogs, Intruder, A Nightmare on Elm Street Part 5, Halloween 5: The Revenge of Michael Myers, Dr. Giggles oder Bride of Re-Animator. Aber leider enttäuscht der Film auch in der Hinsicht. Harmlos, unblutig und zu viel CGI-Einsatz. Schade!

 

Fazit: Wenig lohnenswerte Episode!

 

Infos:

 

O: We All Scream for Ice Cream (Masters of Horror)

 

USA, Kanada 2007

 

R: Tom Holland

 

D: William Forsythe, Brent Sheppard, Maxwell Neck, Tim Henry 

 

Laufzeit der US-DVD: 57:13 Min.

 

Neusichtung am: 18.12.22

 

Fassungen: Mir lag die US-Gesamtbox der 2. Staffel der Masters of Horror Serie vor = von Anchor Bay via Totenkopf-Verpackung, Englischem O-Ton, keine Subs, solide Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Splendid Uncut (Deutsch/Englisch, keine Subs) auf DVD.

Samstag, 12. November 2022

Cigarette Burns Review

 
NIFFF 2006

Cigarette Burns

Story:

 

Ein Film- und Requisiten Sammler (Udo Kier) sucht nach dem legendären und verschollenen Film La Fin Absolue du Monde, der die Zuschauer in den Wahnsinn treiben soll. Kirby (Norman Reedus) wird beauftragt, den Film zu finden…

 

Meine Meinung:

 

Cigarette Burns ist John Carpenters (Das Ding aus einer anderen Welt, Halloween) Beitrag zur Masters of Horror Serie (1. Staffel). Aufgrund seiner Gewaltdarstellung war die Episode, zumindest in Deutschland, anfänglich nur zensiert erhältlich. Das machte die Runde und so erstaunt es nicht, dass das NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2006 (nebst u.a. Deer Woman) u.a. Cigarette Burns aufführte.

 

Cigarette Burns nehme ich aktuell nur noch als durchschnittlich wahr. Der Plot ist eigentlich gut, aber an der Umsetzung hapert es. Der Wahn und die Besessenheit kommen unglaubwürdig zu Geltung. Eine echte Spannung ist nicht gegeben und ich fand den Film auch nicht speziell stimmungsvoll. Technisch gut gemacht, die Zeit geht mehr oder weniger vorbei. Das auf jeden Fall.

 

Die Musik war ok, aber nichts Besonderes (von Carpenters Sohn Cody). Was Stars angehen kann Carpenters Beitrag punkten. Zum einen spielt der damals beliebte Norman Reedus mit. Ihn sah man dazumal in Filmen wie Der blutige Pfad Gottes, Blade 2 oder 8MM. Alles Filme, die bei den Fans gut angekommen sind. Und über Alt-Star Udo Kier (Blood for Dracula, Flesh for Frankenstein) brauche ich keine Worte verlieren.

 

Die Effekte sind stark in Szene gesetzt. Die Effekte sind blutig geraten. Da durfte sich die KNB-FX Group (From Dusk Till Dawn) so richtig austoben. Auf der anderen Seite merkt man der Produktion an, dass vor allem damit gepunktet werden sollte. Zum Schocken. Daher verwundert es auch nicht, dass die Szenen teilweise selbstzweckhaft wirken. Da die Wirkung aber entfällt, da sich der Film stimmungsvoll nicht entflammt, wirken selbst die originell kreierten Effekte-Sequenzen nicht Besonders d.h. bleiben nicht in Erinnerung.

 

Fazit: Es gibt bessere (Jenifer), aber auch schlechtere Masters of Horror Folgen (Dance of the Dead). Solider Durchschnitt!

 

Infos:

 

O: Cigarette Burns (Masters of Horror)

 

USA, Kanada 2005

 

R: John Carpenter

 

D: Norman Reedus, Colin Foo, Udo Kier

 

Laufzeit der UK-DVD: 58:52 Min.

 

Neusichtung am: 08.10.22

 

Fassungen: Gesehen via UK-DVD Box (Masters of Horror Series One, Volume One - 7 Disc Set) = Uncut, O-Ton, englische Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Hat, qualitativ aus heutiger Sicht, bereits viel Luft nach oben. Die Box wurde am NIFFF von Mick Garris (Schöpfer der Serie) signiert. Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray von Nameless Media (Season 1 Komplettbox). In Deutsch/Englisch mit Subs.

Dienstag, 13. September 2022

The Damned Thing Review

The Damned Thing

Story:

 

1981 musste Kevin Reddle mit ansehen, wie sein Vater durchdrehte, seine Mutter tötete, ihn zu töten versuchte um dann von einer unsichtbaren, höheren Macht bestialisch getötet zu werden. Ca. 20 Jahre später: Kevin Reddle (Sean Patrick Flanery), nun örtlicher Sheriff, wird erneut mit der brutalen Macht von dazumal konfrontiert, als es in der Stadt zu mysteriösen Todesfällen kommt und Chaos ausbricht…

 

Meine Meinung:

 

Ich war zum Essen verabredet und hatte noch etwas mehr als eine Stunde Zeit. Was tun? Eine Masters of Horror Folge schauen! Ich entschied mich für The Damned Thing. Die Folge gehört zur 2. Staffel und stammt von Tobe Hooper, dessen Beitrag für die 1. Staffel in meinen Augen massiv enttäuscht hat (Dance of the Dead). Auch The Damned Thing ist alles andere ein Kracher, aber bei weitem nicht so mies wie Dance of the Dead.

 

Würde es sich bei The Damned Thing um eine Einzel-DVD handelt, würde ich sie aus der Sammlung verbannen. Aber die Folge gehört zu einem Set, welches die ganze 2. Staffel beinhaltet = bleibt in der Sammlung bestehen. The Damned Thing ist 08/15 Durchschnitt. Die Episode startet eigentlich ganz gut, aber bietet die 1-2 Highlights gleich zu Beginn (= eine wunderschöne, handgemachte Splatter-Szene).

 

Danach flacht die Episode ab. Zwar gibt es noch mind. zwei weitere Gore-Szenen, aber die können das Niveau der Szene vom Anfang nicht halten. Es gibt auch Längen und zu viel Klischees. Beziehungsprobleme, Wiederholungen, spannungsarm, doofes Ende und Ted Raimis (Harte Ziele, Candyman's Fluch, Intruder, Evil Dead II) Part war auch nicht der Bringer. Hauptsache man hat einen grösseren Genre-Namen dabei, damit man mit ihm werben kann.

 

Fazit: Ohne Ansprüche kurzweilig, aber nichts Besonderes. Tobe Hooper ist irgendwie deutlich überbewertet. Komme immer mehr zum Schluss, dass Blutgericht in Texas ein Glückstreffer war…

 

Infos:

 

O: The Damned Thing

 

USA, Kanada 2005

 

R: Tobe Hooper

 

D: Sean Patrick Flanery, Marisa Coughlan, Alex Ferris, Brendan Fletcher, Ted Raimi

 

Laufzeit der US-DVD: 57:20 Min.

 

Neusichtung am: 06.09.22

 

Fassungen: Siehe Pelts!

Mittwoch, 7. September 2022

Dance of the Dead Review





Dance of the Dead

Story:

 

Im Club Doom Room, von MC (Robert Englund) geleitet, tanzen die Toten. Als Peggy (Jessica Lowndes) dort ihre vermisste Schwester entdeckt, eskaliert die Situation…

 

Meine Meinung:

 

Die Mehrheit der Masters of Horror TV-Folgen, einer Serie aus dem Jahr 2005 die es auf zwei Staffeln brachte, sah ich lange nicht. Ausnahmen wie vor kurzem Pelts oder Jenifer waren die Ausnahmen. Nun hatte ich vor dem Fussball-Klassiker Manchester United - Liverpool noch eine Stunde Zeit. Keine Zeit für einen Spielfilm, aber Zeit für eine Masters of Horror Folge.

 

Ich entschied mich für Dance of the Dead von Tobe Hooper (Blutgericht in Texas, The Texas Chainsaw Massacre 2, The Toolbox Murders). Wie auch andere Horror-Grössen wie Takashi Miike (Ichi the Killer), Stuart Gordon (Re-Animator), Mick Garris (Schlafwandler) oder John Carpenter (Halloween), bekam auch Tobe Hooper eine Ausgabe spendiert.

 

Leider hat mich Dance of the Dead nach Neusichtung extrem enttäuscht. Der Film ist, und das ohne zu übertrieben, in jeder Hinsicht grottenschlecht und nicht sehenswert. Die betrifft alles: Eine Spannung ist nicht vorhanden. Der Film wirkt weder stimmig noch atmosphärisch. Gore-Effekte? Fehlanzeige! Originaler Inhalt? Negativ!  Kameraführung zu modern, viel zu verwackelt, nervt wie Sau. Figuren uninteressant, nicht sympathisch und aus der Hölle. Robert Freddy Krüger Englund (A Nightmare on Elm Street) einmal mehr mit Kaspertheater à la The Mangler, 2001 Maniacs und Co. Null Unterhaltungswert und auch die Musik war nicht mein Fall.

 

Fazit: Dance of the Dead ist ein Totalausfall. Die Episode bietet nicht eine gute Szene. Zeitverschwendung und nicht lohnenswert!

 

Infos:

 

O: Dance of the Dead

 

USA 2005

 

R: Tobe Hooper

 

D: Jessica Lowndes, Genevieve Buechner, Jonathan Tucker, Robert Englund

 

Laufzeit der UK-DVD: 58:50 Min.

 

Neusichtung am: 22.08.22

 

Fassungen: Gesehen via UK-DVD in der Box Masters of Horror Series One Volume Two - 6 Disc Set = Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Englisch, keine Subs. Gibt es in D von Nameless Media auf Blu-Ray (Deutsch/Englisch mit deutschen Subs). In den USA ist die 1. Season von Star auf Blu-Ray veröffentlicht worden (mit englischen Subs). Die DVD-Box wurde am NIFFF von diversen Regisseuren signiert.

Mittwoch, 8. Juni 2022

Jenifer - Masters of Horror Review





Jenifer - Masters of Horror

Story:

 

Cop Frank (Steven Weber) rettet in einem Einsatz eine mysteriöse Frau namens Jenifer (Carrie Anne Fleming) - im Gesicht furchtbar entstellt und kognitiv minderintelligent. Jenifer übt auf Frank einen grossen Reiz aus, so dass er sie sogar bei sich zu Hause aufnimmt, ohne seinen Sohn oder vor allem seine Ehefrau davon zu unterrichten. Keine gute Idee…

 

Meine Meinung:

 

2005 wurde eine neue Serie Horror-Serie auf die Horrorgemeinschaft losgelassen: Masters of Horror. Diese brachte es auf zwei Staffeln und einen weiteren Ableger (Fear Itself). Der Kopf hinter dem Projekt: Mick Garris (Schlafwandler)! Dieser gab diversen Horror-Legenden eine Chance, sich mit einer Episode in der Serie zu verwirklichen, z.B. John Landis (Deer Woman), Tobe Hooper (Dance of the Dead) oder John Carpenter (Cigarette Burns).

 

Doch auch ausländische Regisseure wie Takashi Miike (Imprint) oder Dario Argento (Dark Glasses) bekamen ihre Chance. Dario Argento durfte in der 2. Staffel dann sogar nochmal ran (Pelts). Jenifer ist ok. Kein Kracher, aber absolut ok. Kurzweilig und solide, aber auf der anderen Seite auch vorhersehbar. Dennoch gefällt Argentos Episode. Guter Durchschnitt.

 

Es gelingt Dario Argento einige fiese und unheimliche Momente einzufangen - aufgrund Jenifers entstelltem Aussehen (Mund, Fratze, Augen). Da hat die KNB-FX Group (Wishmaster, Nightwish) ganze Arbeit geleistet. Jenifer ist furchteinflössend, wie auch ihre Taten. Es gibt einig sehr blutige und saftige Splatter-Szenen zu sehen. Diese sind vor allem auf Därme fixiert. Leider beinhaltet eine dieser Szenen auch eine Katze, so dass Tierfreude viel Kraft aufbringen müssen.

 

Die Musik steuerte Claudio Simonetti (Suspiria, Dawn of the Dead, Demons, Inferno) bei, mit welchem Argento auch in Pelts wieder zusammenarbeiten sollte. Die Musik für Jenifer sagte mir jedoch mehr zu. Wo der Film Probleme hat, ist in der Glaubwürdigkeit seiner Figuren: Franks Wandel und Obsession mit Jenifer ist nicht nachvollziehbar. Als Zuschauer fasst man sich da mehr als einmal an den Kopf. Das macht den Plot dann eben auch vorhersehbar und zuweilen spannungsarm. Obwohl nur 55 Minute Laufzeit, gabs Längen.

 

Fazit: Solide Episode mit Optimierungsbedarf mit Ausnahme der schönen Splatter-Effekte!

 

Infos:

 

O: Jenifer - Masters of Horror

 

USA 2005

 

R: Dario Argento

 

D: Steven Weber, Carrie Anne Fleming, Laurie Brunetti, Harris Allan, Kevin Crofton, Beau Starr

 

Laufzeit der UK-DVD: 55:41 Min.

 

Neusichtung am: 08.05.22

 

Fassungen: Mir lag die Episode als UK-Ausgabe Vol. 2 vor (Season 1 wurde als Vol. 1 und Vol. 2 aufgesplittet veröffentlicht), von Anchor Bay in einer schicken Box veröffentlicht. Diverse Regisseure haben diese an diversen NFFF Besuchen signiert (Takashi Miike, Larry Cohen, John McNaughton, Mick Garris). Jenifer liegt Uncut in einer guten Bild- und Tonqualität vor. In Englisch ohne Subs. In Deutschland als Einzel-DVD raus (Uncut, Deutsch/Englisch, keine Subs) oder als Gesamtbox von Nameless Media (Deutsch/Englisch mit deutschen Subs) auf Blu-Ray.