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Dienstag, 21. April 2026

Normal

Normal

Story:

Ulysses (Bob Odenkirk) wird vorübergehend Sheriff in der Kleinstadt Normal. Dumm nur, als in dem ansonsten ruhigen Örtchen später nach einem Raubüberfall die Hölle los ist…

Meine Meinung:

Als ich im Kino den Trailer zu Normal sah, war ich überrascht. Ich hörte zuvor noch nie von diesem Film. Ich sah keine Plakate, keine Ankündigungen auf Social Media und auch in dem einzigen Forum, in welchem ich noch etwas aktiv bin, las ich nichts über Normal. Der Film kam wie aus dem Nichts.

Ich hatte aufgrund zwei Dingen, die ich im Trailer sah, Freude. Zum einen an Bob Odenkirk, der hier nach Nobody 2 in einer neuen Actionrolle zu sehen ist (und das noch mit einem Schnauz). Ich kenne von Bob Odenkirk nur Nobody und dessen Fortsetzung. Und Nobody finde ich nach wie vor super. Das zweite was mir sofort gefiel, waren starke Fargo Vibes. Davon liebe ich die Serie (vor allem die ersten vier Staffeln). Das Setting von Normal (friedliche Kleinstadt, verschneite Bilder und Landschaften) hat mich sofort gepackt

Der Film von Ben Wheatley (In the Earth, Kill List) ist relativ unterhaltsam und bietet einige Twists, die ich so nicht erwartet hätte. Der Film war hier und da auch blutiger als erwartet und es gab innovative Tötungen à la Final Destination zu sehen. Die Actionszenen bestehen mehrheitlich aus Schiessereien. Die waren für meinen Geschmack zu rasant und zu sehr à la John Wick inszeniert. Es gab auch einige Explosionen und ein bis zwei Kampfszenen.

Bob Odenkirk und der trockene Kleinstadthumor haben mir gefallen. Auch das Setting sowie der Start in den Film. Wenn der Song Paranoid von Black Sabbath als japanische Variante im Vorspann auf der Kinoleinwand zu hören ist, ist das schon eine sehr coole Nummer (der Film beginnt bei den Yakuza in Japan = Klischee-Bösewichte, leider im Film nicht ganz ernst zu nehmend).

Bei dem Humor, es handelt sich um eine Actionkomödie, zündete nicht jeder Gag. Auf der anderen Seite gab es auch kein Kinopublikum, welches für Stimmung gesorgt hat. Ganze zwei Menschen waren in der Vorstellung. Wo der Film schwächelt sind viele der anderen Haupt- und Nebenfiguren sowie einige Drehbuchentscheidungen, die zu nichts führen. Und schlimm war der CGI-Elch. Billige CGI-Tiere gehen für meinen Geschmack gar nicht.

Fazit: Okay für einen langweiligen Abend, aber leider nicht auf dem Niveau von Nobody!

Infos:

O: Normal

USA, Kanada 2025

R: Ben Wheatley

D: Bob Odenkirk, Lena Headey, Henry Winkler, Brendan Fletcher, Summer H. Howell, Jess McLeod

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 20.04.26

Fassungen: In Bern im Originalton mit deutschen Untertiteln und Uncut im Kino gesehen (ab 18 Jahren). Soll am 31.07.26 in Deutschland auf Blu-Ray und Co. erscheinen.

Dienstag, 20. Januar 2026

Japan Organised Crime Boss

Japanuary 2026

Japan Organised Crime Boss

Story:

Kôji Tsuruta (Tetsuo Tsukamoto) wird nach acht Jahren Gefängnis entlassen. Das Yakuza-Mitglied findet sich mitten in einem Yakuza-Krieg wieder. Zwei Banden kämpfen um die Vorherrschaft in Yokohama. Als Kôjis Boss ermordet wird, tritt er in dessen Fussstapfen und nimmt den Kampf auf…

Meine Meinung:

Japan Organised Crime Boss ist ein weiterer Yakuza-Film von Kinji Fukasaku (Wolves, Pigs and Men, Yakuza Graveyard, Hokuriku Proxy War). Die Ende der 60er Jahre Produktion hat mir sehr gut gefallen. Inhaltlich hat mich der Streifen an Kinji Fukasakus Film-Reihen Battles Without Honor and Humanity sowie New Battles Without Honor and Humanity erinnert. Japan Organised Crime Boss geht es ernster, dramatischer und ruhiger an, als andere Yakuza-Filme des Regisseurs.

Der Film hat einen simplen Plot, der mir jedoch, auch aufgrund der tollen Figurenzeichnung und der Dramatik, gut gefallen hat. Dazu passt dann auch das nihilistische, aber für Kinji Fukasaku typische und wenig überraschende Ende. Tetsuo Tsukamoto gibt einen wunderbaren Lead ab. Er, der noch an Ideale, Ehre und Ehrenkodexe denkt, sieht sich Mitten in einem Yakuza-Krieg wieder, der seine Opfer fordert. Stark gespielt. Auch der restliche Cast um Ryōhei Uchida, Bunta Sugawara und Tomisaburō Wakayama überzeugt. Der Film ist toll besetzt.

Bunta Sugawara (Street Mobster, Cops Vs. Thugs), oft im Yakuza-Kino von Kinji Fukasaku Zuhause, ist diesmal nur in einer kleinen Nebenrolle zu sehen. Ryōhei Uchida (Bakeneko: A Vengeful Spirit, Yakuza Wolf 2, Samurai Wolf), der Tetsuo Tsukamoto Blutsbruder spielt, macht das sehr gut. Ihm zur Seite steht der durchgehallte Yakuza-Boss Miyahara, gespielt vom grossartigen und wandelbaren Tomisaburô Wakayama (Sympathy for the Underdog). Spielte Tomisaburô Wakayama in Sympathy for the Underdog einen einarmigen, so spielt er hier einen drogensüchtigen Boss. Ein einarmiger kommt im Plot von Japan Organised Crime Boss dennoch auch zum Zuge. Die Action-Szenen sind blutig anzusehen und der Film ist optisch allgemein wunderschön anzusehen (vor allem die Sequenzen im Regen).

Fazit: Für Kinji Fukasaku und Yakuza-Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Nihon boryoku-dan: Kumicho

Japan 1969

R: Kinji Fukasaku

D: Tetsuo Tsukamoto, Bunta Sugawara, Ryôhei Uchida, Noboru Ando, Tomisaburô Wakayama

Laufzeit der UK-Blu: 96:17 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-Blu von Radiance vor = Wendecover, Booklet, Uncut Fassung, O-Ton, Englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt ein Extra, indem Kinji Fukasaku über sein Leben erzählt. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Freitag, 16. Januar 2026

Underworld Beauty

Japanuary 2026

Underworld Beauty

Story:

Dieb Miyamoto (Michitarô Mizushima) hat es nach seiner Gefängnisstrafe auf Diamanten abgesehen, die er vor seiner Verhaftung versteckt hat. Zudem will er Mihara (Tôru Abe), der beim damaligen Raub verletzt wurde, helfen. Doch Yakuza Boss Ôyane (Shinsuke Ashida), der die Diamanten für sich haben will, spielt ein doppeltes Spiel mit Miyamoto und Mihara. Daraus resultiert Miharas Tod. Miyamoto plant zusammen mit Miharas Schwester (Mari Shiraki) die Diamanten zurückzuholen…

Meine Meinung:

Underworld Beauty ist ein Frühwerk von Seijun Suzuki (The Incorrigible, Teenage Yakuza, Story of a Prostitute), der später einige Kracher wie Tokyo Drifter, Branded to Kill, Youth of the Beast und Detective Bureau 2-3: Go to Hell, Bastards! inklusive Arthouse Filme wie Yumeji und Co. auf die Leinwand gezaubert hat. Underworld Beauty ist ein in s/w gedrehter Ende der 50er Jahre Streifen und gehört zum Sub-Genre Japanese Film Noir mit Figuren aus der Gangster- und Yakuza (Unter)Welt.

Leider hat mir Underworld Beauty nicht sonderlich gefallen, so dass der Yakuza-Streifen nicht in meine Filmsammlung integriert wird. Der Film war mir schlicht zu alt und zu harmlos. Die Inszenierung wirkte auf mich angestaubt, hölzern und öde. Der Film war schlicht und ergreifend einfach langweilig. Dazu gehörte auch die Musik, die mir nicht gefiel. Die war auch lahm und eher nervend. Auch der Cast konnte mich grösstenteils nicht überzeugend. Mit Abstrichen gefällt Mari Shiraki, die aber von einem schwachen Drehbuch ausgebremst wird.

Der Film hat praktisch keine Action-Szenen. Im Finale gibt es ansatzweise so was wie eine Schiesserei zu sehen. Aber auch diese kann den Film nicht besser machen. Allgemein sind die s/w Bilder schick anzusehen und z.T. stimmungsvoll eingefangen worden. Die Optik und Kameraeinstellungen lassen das Talent, welches Seijun Suzuki später einen Karriereschub vollbringen sollten, hier und da aufblitzen. Alles in allem kann ich den Film jedoch nur Hardcore Seijun Suzuki-Fans empfehlen.

Infos:

O: Ankokugai no bijo

Japan 1958

R: Seijun Suzuki

D: Michitarô Mizushima, Mari Shiraki, Tôru Abe, Shinsuke Ashida

Laufzeit der UK-Blu: 87:09 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Radiance vor = Wendecover, Booklet, Uncut, O-Ton mit englischen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es u.a. einen Kurzfilm von Seijun Suzuki. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Mittwoch, 14. Januar 2026

Wolves, Pigs and Men

Japanuary 2026

Wolves, Pigs and Men

Story:

Jiro (Ken Takakura), ein Yakuza-Mitglied, wird nach drei Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Das passt dem Iwasaki Clan nicht. Diese wollen Jiro aus der Stadt wissen und beauftragen Jiros älteren Bruder Kuroki (Rentaro Mikuni), sich darum zu kümmern. Doch als Jiro und ein Kumpel (Shinjirō Ehara) zusammen mit Jiros jüngerem Bruder Sabu (Kinya Kitaoji) eine Geld- und Drogenlieferung des Iwasaki Clan stehlen und sich danach gegenseitig betrügen, sorgt dies für eine Spirale aus Gewalt und Tod…

Meine Meinung:

Wolves, Pigs and Men ist ein Frühwerk des späteren Meister-Regisseurs Kinji Fukasaku (Samurai Reincarnation, Battle Royale, The Green Slime). Ein in s/w gedrehter Yakuza-Film der die Genres Yakuza, Action und Drama miteinander verbindet. Der Film erinnerte mich z.T. an spätere Filme von Quentin Tarantino (vor allem an Reservoir Dogs). Letzterer war ein bekennender Fan von Kinji Fukasaku und Quentin Tarantino war bekannt dafür, sich von seinen Lieblingsfilmen- und Regisseuren inspirieren zu lassen. Wolves, Pigs and Men ist dabei aber kein Kracher, aber die Qualität, die Kinji Fukasaku in späteren Produktionen aufzeigen sollte, sind dennoch spür- und erkennbar.

Was mir am Film am meisten gestört hat d.h. nicht gefiel war einerseits die Musik inklusive musikalische Gesangsszenen sowie in einzelnen Szenen der Humor und Klamauk. Das wirkte peinlich und unpassend, aber passte zum Zeitgeist der Produktion (Halbstarke, Rock-’n’-Roll-Ära). Nebst Jazz bin ich kein Fan von Saxophon-Klängen und leider gibt es hier solche zu hören. Der Plot und seine Szenen sind z.T. etwas repetitiv (die Folter-Szenen). Und einige der Nebendarsteller agierten leicht laienhaft (die erste Sterbeszene von Sabus Kumpel).

Abgesehen davon war ich auch positiv überrascht, wie viel Tiefe der Plot, die Hauptcharaktere und die Dramatik bekommen. Das hatte schon fast Heroic Bloodshed Vibes und die Brüder auf beiden Seiten zu sehen, erinnerte mich an John Woos Filme A Better Tomorrow 1 + 2. Auch dort trugen die Protagonisten Sonnenbrillen, um cool zu wirken. So auch in Wolves, Pigs and Men. Seine stärksten Momente hat der Film in seinem nihilistischen Ende. Etwas, was auch in späteren Filmen von Kinji Fukasaku immer wieder zu sehen sein würde.

Beim Cast haben mich die Hauptdarsteller am meisten überzeugt. Ken Takakura (A Fugitive from the Past), Rentaro Mikuni (The Fugitive Samurai) sowie Kinya Kitaoji (Battles Without Honor and Humanity: Deadly Fight in Hiroshima) haben ihre Sache sehr ordentlich und glaubhaft verkörpert. Shinjirō Ehara (Outlaw: Kill!, Invasion of the Neptune Men), der Jiros Komplize mimt, spielte auch überzeugend. Der Rest fällt leicht bis deutlich ab. Teilweise gab es auch Momente, die fast an einen Western erinnert haben. Tierfreunde werden in einer Sequenz schlucken, wenn Hunde verängstigt durch die Müllberge gescheucht werden.

Fazit: Lässt das Talent von Kinji Fukasaku aufblitzen, ist aber noch kein Must Have Titel aus seiner Filmographie.

Infos:

O: Ôkami to buta to ningen

Japan 1964

R: Kinji Fukasaku

D: Ken Takakura, Shinjiro Ehara, Kinya Kitaoji, Rentaro Mikuni

Laufzeit der US-Blu: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Film Movement vor = zwei Filme in einem Set, Schuber, Booklet, New 2K Restorations, Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt als Extras Interviews mit Beteiligten der Produktion. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Dienstag, 6. Januar 2026

Yakuza Graveyard

Japanuary 2026

Yakuza Graveyard

Story:

Detektiv Kuroiwa (Tetsuya Watari) verliebt sich in die Ehefrau eines Yakuza-Bosses. Dem Yakuza-Boss der Nishida Gang. Der Boss sitzt im Gefängnis, als sich Kuroiwa in Keiko (Meiko Kaji) verliebt. Derweil bahnt sich zwischen der Nishida und dem Yamashiro Gang ein Krieg an und auch die Polizei ergreift Partei für eine der beiden Gangs…

Meine Meinung:

Yakuza Graveyard ist ein weiterer Yakuza-Film von Kinji Fukasaku (The Boss's Head, Graveyard of Honor, Tora! Tora! Tora!). Diesmal konnte mich seine Arbeit jedoch nicht überzeugen. Das hat mich überrascht und das kam unerwartet. Der Plot war nichts Besonderes. Die Inhalte kennt der Fan irgendwie schon, wie auch die Musik, die sich gefühlt immer nach der Battles Without Honour and Humanity Klängen anhört. Was ich dem Film positiv anmerken muss, sind einige optische und psychedelische Spielereien mit ungewöhnlichen Kameraeinstellungen und dem Spiel mit Farben.

Aufgrund der Tatsache, dass es eher wenig Action gibt (auch der Blutgehalt ist niedrig), kommt es zu Längen. Die Liebesgeschichte und Dramatik haben nicht funktioniert. Das wirkte nicht glaubhaft und steril. Diese Szenen haben nichts in mir ausgelöst. Der Funke sprang nicht rüber. Zudem fand ich Tetsuya Watari und Meiko Kaji (Female Prisoner #701: Scorpion) in ihren Rollen als Leads schwach. Und auch in der Hinsicht war ich überrascht, vor allem von der Leistung und Darbietung von Tetsuya Watari. Das hat er in anderen Werken (Tokyo Drifter, Outlaw: Gangster VIP) deutlich besser gemacht.

Leider waren auch die anderen Figuren nicht interessant. Tetsuya Watari soll zwar cool wirken (trägt fast immer die Sonnenbrille), aber er war am Ende nur ermüdend und nicht wirklich sympathisch. Zuweilen wirkt der Film auch etwas zu lustig und das Ende war wenig überraschend und vorhersehbar.

Fazit: Schafft es leider nicht in meine Filmsammlung!

Infos:

O: Yakuza no hakaba: Kuchinashi no hana

Japan 1976

R: Kinji Fukasaku

D: Tetsuya Watari, Meiko Kaji, Hideo Murota, Tatsuo Umemiya

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Radiance vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland unter dem gleichen Titel von REM auf DVD erschienen.

Freitag, 2. Januar 2026

Hokuriku Proxy War

Japanuary 2026

Hokuriku Proxy War

Story:

Yakuza Kawada (Hiroki Matsukata) hat einen Disput mit seinem Boss, der sich nicht an Versprechen hält. Kawada holt sich diese mit Gewalt. Mr. Yasuhara schwört Rache und setzt ein Kopfgeld auf Kawada aus. Die Kanai Gruppe um Boss Kanai (Sonny Chiba) sieht das grosse Geld und Kanai schickt 50 Killer los, um sich Kawada zu schnappen…

Meine Meinung:

Hokuriku Proxy War ist ein weiterer Yakuza-Film von Kinji Fukasaku (Battle Royale 2, Crest of Betrayal, Virus). Das soll Kinji Fukasaku letzter Yakuza-Film gewesen sein, der sogar einen Mord inspiriert haben soll und/oder umgekehrt auf einem Mord beruhen soll. Es handelt sich natürlich um eine gängige Yakuza-Geschichte, wie Fans sie aus anderen Filmen von Kinji Fukasaku kennen. Am ehesten hat mich der Film an Battles Without Honour and Humanity erinnert, was die chaotische Kameraarbeit in den Actionszenen und z.T. die Musik angehen. Und dank dem verschneiten Setting kamen auch Tokyo Drifter Vibes auf.

Ich würde sagen, dass der Film etwas weniger ernst wirkt als andere Gangster-Filme des Regisseurs. Ob dies gewollt oder durch das Overacting ungewollt ist, sei Mal dahingestellt. Ich ging mit etwas falschen Erwartungen an den Film. Sonny Chiba, der eine kleine Nebenrolle spielt, erwartet ich in einer grossen Hauptrolle. Aber das ist nicht korrekt. Er bekommt nur wenig Szenen, keine Action-Szene spendiert und schade ist die Tatsache, dass er, nachdem seine Figur verhaftet wurde, auch nicht mehr vorkommt. Das passt allgemein zum offenen Ende, das mir nicht gefallen hat.

Sonny Chiba (Doberman Cop, The Golden Bat, Legend of the Eight Samurai) spielt einen Yakuza Boss und fällt vor allem durch seine extravaganten Kleidungstil auf. Die Hauptrolle spielt Hiroki Matsukata (Cops vs. Thugs, Battle of the Dragons, New Battles Without Honor and Humanity). Er macht das gut und mit all seiner Erfahrung. Er spielte in unzähligen Yakuza oder Ninja-Filmen mit. Dennoch fühlt der Zuschauer, dass er nie Angst um die von Hiroki Matsukata gespielte Figur haben muss. Er steht über allen und gerät nie ernsthaft in Gefahr. Das wirkt in der Tat zu cartoonhaft, um wirklich eine Spannung zu generieren. Dennoch ist überraschend für dramatische Szenen gesorgt, was die Frauenrollen angehen. Und diese funktionieren gut.

Fazit:  Wer das Yakuza Kino von Kinji Fukasaku mag, dürfte nicht enttäuscht werden!

Infos:

O: Hokuriku dairi sensô

Japan 1977

R: Kinji Fukasaku

D: Hiroki Matsukata, Sonny Chiba, Yumiko Nogawa, Mikio Narita, Yôko Takahashi, Takeo Chii, Tatsuo Endo

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 98 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Radiance Films = auf 3000 Stück limitiert, Wendecover, Booklet, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, diverse exklusive Extras (Interviews). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Sympathy for the Underdog

Japanuary 2026

Sympathy for the Underdog

Story:

Nach zehn Jahren Gefängnis kehrt der ehemalige Gangster-Boss Gunji (Kôji Tsuruta) in die Freiheit zurück. Sein damaliger Feind hat nun das Sagen, seine Territorien übernommen und führt ein gigantisches Gangster-Syndikat. Gunji beschliesst, sich eine neue Truppe aufzubauen und danach Okinawa anzusteuern…

Meine Meinung:

Sympathy for the Underdog ist sehenswertes Yakuza-Kino des japanischen Ausnahme-Regisseurs Kinji Fukasaku (Swords of Vengeance, Street Mobster, Battle Royale), der viele Yakuza- und Gangsterstreifen realisiert hat. Sympathy for the Underdog gehört dabei sicherlich zu den besten Werken des fleissigen Japaners. Ich hatte an dem Film und den Figuren grosse Freude. Im Vergleich zu anderen Filmen von Kinji Fukasaku, die im Yakuza-Universum angesiedelt sind, geht es in Sympathy for the Underdog weniger komplex und immer verständlich zu und her.

Ob der Film wirklich in Okinawa gedreht wurde oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis. Das Setting wirkt aber authentisch und ist die perfekte Wahl, für eine Gangster-Geschichte. Zudem ist das hier das erste Mal in einem japanischen Film, in dem auch von Personen vom «Mainland» gesprochen wird. Etwas, was ich sonst nur aus dem Hong Kong Kino kenne, wenn sich in diesen Filmen z.B. Gangstern oder Polizisten aus China nach Hong Kong «verirren». Das fand ich amüsant.

Der Plot ist simpel und nichts Neues. Dafür sehr unterhaltsam und cool inszeniert. Das gilt auch für die Figuren. Speziell zwei Namen möchte ich erwähnen. Zum einen Kôji Tsuruta (Killer’s Mission). Die Hauptfigur des Filmes. Er, der immer eine Sonnenbrille trägt ist die Coolness in Person. Egal in welcher hitzigen Situation er sich befindet. Wie er mit dem Gegner verhandelt und/oder Forderungen stellt, liess mich schmunzeln. Ultra coole Darbietung. Kôji Tsuruta trägt den Film allein. Seine Männer sind solide, fallen aber, vor allem im Vergleich, etwas ab. Ungesehen liegt mir noch Japan Organized Crime Boss vor. Auch von Kinji Fukasaku. Und der wird im Japanuary folgen…

Der zweite Name, der mir grosse Freude bereitet hat, war Tomisaburō Wakayama (Zatoichi and the Chest of Gold, Samurai Reincarnation, Eight Men to Kill). Der Star der Okami-Reihe, besser bekannt als Lone Wolf & Cub. Er spielt den Boss in Okinawa. Den einarmigen Boss. Er hat was von einem «Comic-Charakter» aufgrund seines Aussehens: nur ein Arm, Narben im Gesicht, mit Granaten bewaffnet. Eine auffällige und intensive Erscheinung.  Toll, ihn hier als Gangster-Boss zu sehen. Ich hatte an jeder Szene mit ihm Freude.

Die Darsteller haben ihre Sache im Grossen und Ganzen alle ordentlich gemacht. An der Frauenrolle hatte ich auch Freude. Sie hatte etwas Tragisches an sich, vor allem bei dem Ende. Wer das Kino von Kinji Fukasaku kennt, dürfte in etwas erraten, wie der Film endet. Das ist vielleicht das einzige kleine Manko des Filmes: das Finale ist vorhersehbar und ¨überrascht nicht. Im Gegenteil: es wird genauso eintreffen, wie erwartet. Die wenigen Action-Momente (vor allem Shoot-Outs) sind blutig geraten.

Fazit: Für Yakuza- und Kinji Fukasaku Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Gefolgt von: Gambler's Counterattack

Infos:

O: Bakuto gaijin butai

Japan 1971

R: Kinji Fukasaku

D: Kôji Tsuruta, Tomisaburō Wakayama, Noboru Ando, Akiko Kudo, Hideo Murota

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 92:53 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Radiance Films = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, diverse Extras (Booklet, Audiokommentar etc.). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Mittwoch, 5. November 2025

Crying Freeman Review

Crying Freeman

Story:

Als der Sohn eines Yakuza Bosses von einem Profikiller namens Freeman (Mark Dacascos) getötet wird, schaltet sich die franz. Polizei (Rae Dawn Chong, Tchéky Karyo) in die Sache ein, nur um den Vater (Mako) kurz danach ebenso ins Jenseits befördert zu wissen. Doch der Freeman wurde von einer Zeugin (Julie Condra) erkannt. Diese gilt es, auszuschalten. Doch der Freeman verliebt sich…

Meine Meinung:

Crying Freeman basiert aus einem japanischen Comic, welches vom Franzosen und HK-Filmliebhaber und Gründer von HK Vidéo (eine franz. DVD-Label) Christophe Gans inszeniert wurde. Produziert wurde das Ganze von Horror-Spezialist Brian Yuzna (Dentist II, Faust: Love of the Damned, The Guyver). Zuvor folgten bereits weitere Comic-Verfilmungen aus Hong Kong (Dragon from Russia, Killer's Romance). Brian Yuzna und Christophe Gans lernten sich bei Necronomicon kennen.

Als Titelfigur, die zum Töten gezwungen wird, macht Mark Dacascos (John Wick: Chapter 3) eine starke Figur. Wohl nebst seinen Rollen in Der Pakt der Wölfe (erneute Zusammenarbeit zwischen ihm und Regisseur Christophe Gans) sowie Drive seine beste Rolle. Nicht nur schauspielerisch vermag er zu überzeugen, sondern auch in den Actionszenen. Seine Martial Arts Fähigkeiten brachte er gekonnt in den Film ein. Dass Christophe Gans das HK-Actionkino liebt, sieht man Crying Freeman jeder Sekunde an.

Speziell das Kino von John Woo (Hard Boiled, The Killer, A Better Tomorrow) dürfte es Christophe Gans angetan haben. Der Film strotz nur so vor John Woo Vibes, mit Ausnahme der blutigen Shoot-Outs. Das ist auch das einzige, kleine Manko, welches der Film aufweist. Für so viele Shoot-Outs sind diese sehr harmlos und relativ unblutig inszeniert, auch wenn es hier und da eine blutige Sequenz zu sehen gibt. Die Action-Szenen bestehen aus Shoot-Outs, Schwertkampfszenen, vielen Slow-Mo Momenten und echten Explosionen. Ein Hochgenuss.

Ob der Inhalt 1:1 das japanische Comic widerspiegelt, ist mir nicht bekannt, da ich dieses nicht kenne. Die Liebesgeschichte nimmt zum Glück nicht zu viel Platz ein und wirkt nicht zu übertrieben oder schnulzig. In weiteren Rollen sieht man Namen wie Rae Dawn Chong (The Borrower, Commando), Tchéky Karyo (Kiss of the Dragon), Masaya Katô (Gozu, Re:Born) oder Byron Mann. Der Film wurde zu Ehren von Tchéky Karyo angesehen, der gestern verstorben ist. Zwar sehe ich Tchéky Karyo lieber als Bösewicht (Kiss of the Dragon), aber er macht seine Sache mehr als ordentlich.

Fazit: Sehenswerter und optisch ansprechend, schicker Action-Film. Wer das damalige HK-Actionkino mochte, dürfte an Crying Freeman seine Freude haben! Schade, dass Christophe Gans nicht mehr Filme realisiert hat…

Infos:

O: Crying Freeman

Frankreich, Japan, Kanada, USA 1995

R: Christophe Gans

D: Mark Dacascos, Julie Condra, Rae Dawn Chong, Tchéky Karyo, Mako, Masaya Katô, Byron Mann

Laufzeit der franz. DVD: 97:27 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 01.11.25

Fassungen: Mir lag die franz. DVD von Metropolitan vor. Uncut, auch heute noch eine hervorragende Bild- und Tonqualität. Einziges Manko: keine englischen Subs d.h. nur franz. Zwangsuntertitel. Es gibt wenige Dialoge in Japanisch, welche ich somit nicht verstanden habe. Inzwischen gibt es den Film auch in Deutschland Uncut auf Blu-Ray oder UHD (Turbine Medien). War der Film früher zu VHS und DVD-Zeiten noch ab 18 Jahren freigegeben, wurde das in der Zwischenzeit folgerichtig nach unten korrigiert.

Samstag, 21. Juni 2025

Last Days of the Boss

Last Days of the Boss

Story:

Shuichi Nozaki (Bunta Sugawara) plant einen Yakuza Boss zu töten, mit dem er eine offene Rechnung zu begleichen hat. Dies zum Missfallen seines und anderer Clans, die sich währenddessen chaotischen und feindseligen Situationen ausgesetzt sehen…

Meine Meinung:

Last Days of the Boss ist der dritte und letzte Teil von Kinji Fukasakus (Crest of Betrayal, Message from Space, The Green Slime) New Battles Without Honor and Humanity Reihe und der Film der Reihe, der die grösste Anzahl von Actionszenen bietet. Dafür war der Plot nach meiner Meinung nach am schwächsten. Was Actionszenen angehen, gibt der Film vor allem am Anfang mächtig Gas, ehe sich nach und nach der Plot und die Figuren entwickeln und vorgestellt werden.

Der Doku-Stil kommt dem Film, wie in den Filmen zuvor oder der Original-Reihe Battles Without Honour and Humanity, erneut gutzustehen. Kinji Fukasaku versteht sein Handwerk wie kein anderer, wenn es darum geht, blutige und chaotische Action-Szenen zu generieren. Meist wird mit Schusswaffen oder Stichwaffen verletzt und getötet. Bunta Sugawara ist erneut die Hauptfigur und der Antiheld der Stunde. Er macht eine tolle Figur und spielt die Hauptfigur, die den Yakuza Clans Kopfzerbrechen bereitet.

Ein nicht unwichtiger Sub-Plot beinhaltet Chieko Matsubara. Den Star aus der Outlaw: Gangster VIP-Reihe und/oder Tokyo Drifter. Aber ausgerechnet dieser Sub-Plot fand ich erschreckend unspektakulär. Chieko Matsubara spielt im Film die Schwester von Bunta Sugawara und dessen Ehemann steht vor der Entscheidung, Bunta Sugawara zu töten oder nicht was für innere Konflikte in den Beziehungen führt. Der Film hätte aber genau so gut ohne diese Szenen funktioniert. Der Sub-Plot war eigentlich unnötig, auch wenn versucht wird, damit etwas Dramatik in den Plot zu packen. Die Musik war das bekannte Theme und stark.

Fazit: Actionreicher Abschluss einer sehenswerten Yakuza-Trilogie!

Infos:

O: Shin jingi naki tatakai: Kumicho saigo no hi

Japan 1976

R: Kinji Fukasaku

D: Bunta Sugawara, Isao Bitô, Takeo Chii, Takuya Fujioka, Seizo Fukumoto, Eiji Gô, Takuzo Kawatani, Chieko Matsubara

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 24.03.25

Fassungen: Gesehen via New Battles Without Honor and Humanity: The Complete Trilogy US-Blu-Ray von Arrow Video = alle drei Teile in einer Box, Booklet, Wendecover, O-Ton, englische Subs, Uncut, leider eine viel zu dunkle Bildqualität, was an der Restauration liegt. Egal in welchen Modus ich den TV einstelle, das Bild war mir praktisch die ganze Zeit über zu dunkel, was sehr genervt hat. Das Interview mit dem Drehbuchautor (als Bonus auf der Disc) war hingegen informativ. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Montag, 26. Mai 2025

Guts of a Beauty

Guts of a Beauty

Story:

Eine Krankenschwester macht es sich zum Ziel, den Suizid einer Patientin zu rächen…

Meine Meinung:

Aka Entrails of a Beautiful Woman. Bei Guts of a Beauty handelt es sich um den zweiten Teil der «Guts Trilogie» von Kazuo 'Gaira' Komizu (Guzoo: The Thing Forsaken by God - Part I). Die Fortsetzung ist ok und solide. Wer den ersten Teil mochte, wird auch den zweiten mögen, auch wenn die Filme bis dato von einem Highlight-Faktor weit entfernt sind. War der erste Film mehr im Backwood-Slasher-Setting zu Hause, spielt der 2. Film im Yakuza-Setting.

Es geht um eine Frau, die Opfer der Yakuza wird. Sie wird vergewaltigt und mit einer speziellen Droge gefügig gemacht. Die Krankenschwester, die das Opfer später betreut, will deren Tod durch Suizid rächen. Die Krankenschwester (typischer Erotik-Fetisch in Japan und anderswo) setzt auf vollen Körpereinsatz, um ein Yakuza Mitglied nach dem anderen in den Tod zu schicken. Dazu helfen ihr auch die Drogen, mit welchen sie sich in ein schleimiges Monster verwandelt.

Einzelne Szenen des Filmes sah ich bereits im Bonusmaterial zum ersten Teil. Mind. eine Splatterszene und wie das Monster aussieht. Bemängelte ich im ersten Film das «Monster» als Mensch mit Schlamm bedeckt, so gibt es hier wirklich ein monströses Geschöpf zu sehen. Ohne Haut, blutig und schleimig. Dies hat mich an einige der hautlosen Gestalten aus Hellraiser 1 + 2 erinnert. An den Effekten hatte ich grosse Freude. Die Effekte (Monster und Gore) waren die Highlights in Guts of a Beauty.

Die sehenswerten Splatter- und schleimigen Monstereffekte sind jedoch erst im letzten Viertel des Filmes zu sehen. Zuvor gibt es Längen. Vor allem Längen und viel nackte Haut und Sex. Mir hätte der Film besser gefallen, wenn die Rache und die Monster-Effekte schon ab Mitte des Filmes vorgekommen wären, statt erst gegen Ende. Eine Szene erinnerte mich an den Edward Lee Roman Header 2. Da musste ich schmunzeln!

Fazit: Solide Fortsetzung!

Gefolgt von: Rusted Body

Infos:

O: Bijo no harawata

Japan 1986

R: Kazuo 'Gaira' Komizu

D: Megumi Ozawa, Ayako Ishii, Seira Kitagawa, Ken Yoshizawa, Shinji Sekikawa, Kazuhiro Sano

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 68 Min.

Gesehen am: 02.03.25

Fassungen: Gesehen via Gaira's Guts Trilogy von 88 Films (UK-Blu-Ray) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, ca. 14minütiges Interview mit dem Regisseur. In mind. einer Szene zensiert via Fogging Zensur. Wer Deutschen Ton braucht, muss zur Blu-Ray aus Österreich greifen (von Shock Entertainment).

Montag, 24. März 2025

The Boss's Head

The Boss's Head

Story:

Juni 1968:

Als der drogensüchtige Schwager (Tsutomu Yamazaki) des Bosses der Owada-Familie (Ko Nishimura) einen Auftrag nicht ausführen kann, übernimmt Shuji Kuroda (Bunta Sugawara) diesen Job. Dafür wandert er sieben Jahre hinter Gitter. Als er entlassen wird, fordert er seine Bezahlung für den Job, doch das Geld bleibt zunächst aus. Kuroda bleibt hartnäckig und sorgt zusammen mit weiteren Machtspielen innerhalb der Owada-Familie und mit Intrigen gegenüber anderen Clans für Unruhe…

Meine Meinung:

The Boss's Head ist der zweite Teil der neuen Trilogie von Kinji Fukasakus New Battles Without Honor and Humanity Reihe. The Boss's Head hat mir dabei mehr zugesagt als sein Vorgänger (= New Battles Without Honor and Humanity). Zudem und im Vergleich zur Original-Reihe (= Battles Without Honour and Humanity) mag ich die Tatsache, dass die Geschichten von Film zu Film zu Ende erzählt werden und Star Bunta Sugawara (Cops Vs. Thugs, Yakuza Law) jeweils immer wieder neue Charaktere spielt. Das macht die Werke leicht unterhaltsamer und weniger komplex.

The Boss's Head, der eine angenehme Laufzeit von ca. 94 Minuten bietet, unterhält dabei von Beginn an. Der Plot ist an sich nichts Neues: einmal mehr wandert Bunta Sugawara für eine Yakuza-Gang in den Knast und sieht sich danach genötigt, dort für Chaos und Unruhe zu Sorgen, um eigene Gerechtigkeit walten zu lassen. Dass macht den Plot relativ simpel und unterhaltsam. Der Film bietet dabei auch mehr Action-Sequenzen als der Vorgänger, der mir fast zu ruhig erzählt wurde. An blutigen Momenten und abgefahrenen, wilden und chaotischen Kameraeinstellungen à la Kinji Fukasaku mangelt es dem Werk definitiv nicht.

Kinji Fukasaku (Swords of Vengeance, Samurai Reincarnation, Crest of Betrayal) schöpft in der Fortsetzung aus dem Vollen. Der Plot ist Mittel zum Zweck, Längen entdeckte ich nicht, starke Kamera Arbeit, blutige Action, cooler Antiheld (Bunta Sugawara). Aber auch der restliche Cast ist sehenswert: Meiko Kaji (Female Prisoner #701: Scorpion, Lady Snowblood), Yuriko Hishimi (bringt Erotik in den Film), Junkichi Orimoto (Message from Space, The Mole Song: Undercover Agent Reiji, Samurai Wolf), Asao Uchida (Tora! Tora! Tora!, Living Skeleton, Sister Street Fighter) oder Kō Nishimura (The Sword of Doom, Hanzo the Razor: Sword of Justice, Gorath). The Street Fighter Legende Sonny Chiba legt zudem einen Cameo-Auftritt hin.

Fazit: Für Fans von jap. Yakuza- und Gangsterfilmen zu empfehlen!

Gefolgt von: Last Days of the Boss

Infos:

O: Shin jingi naki tatakai: Kumicho no kubi

Japan 1975

R: Kinji Fukasaku

D: Seizo Fukumoto, Meiko Kaji, Hideo Murota, Mikio Narita, Bunta Sugawara, Tsunehiko Watase, Ko Nishimura, Tsutomu Yamazaki, Sonny Chiba

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 09.01.25

Fassungen: Gesehen via New Battles Without Honor and Humanity: The Complete Trilogy UK-Blu-Ray von Arrow Video = alle drei Teile in einer Box, Booklet, Wendecover, O-Ton, englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Bonus gibt es u.a. ein Interview mit dem co-screenwriter des Filmes (welches relativ mässig war, ca. 12 Minuten). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Mittwoch, 15. Januar 2025

13 Steps of Maki

Japanuary 2025

13 Steps of Maki

Story:

Maki (Etsuko Shihomi) ist die Anführerin einer Frauentruppe genannt 13 Steps. Mit dem Karate, welches sie von ihrem Vater (Sonny Chiba) gelernt hat, weiss sie sich zu wehren. Bis sie eines Tages im Knast landet. Dort erwartet sie Schikane und Folter. Sie muss überleben. Derweil geht es auch ihrer Gang und weiteren Gangs an den Kragen (unter Drogen setzen, sich prostituieren gehen etc.). Maki gelingt die Flucht und sie kennt nur ein Ziel: Rache!

Meine Meinung:

13 Steps of Maki ist zwar in der «The Sonny Chiba Collection, Volume 2» von Shout Factory enthalten, es handelt sich aber nicht wirklich um einen «Sonny Chiba Film». Das ist eine kleine Mogelpackung. Ja, Sonny Chiba (Swords of Vengeance, Karate for Life, Samurai Reincarnation) spielt im Film mit, aber er kommt nur in einer einzigen Szene vor. In einer kurzen Flashback-Szene, in welche er seine Tochter, gespielt von Sister Street Fighter Star Etsuko Shihomi (Soul of Bruce Lee, Message from Space, The Executioner II: Karate Inferno), Karate beibringt.

Fans, besonders jene von Sonny Chiba, sollten dies vorher wissen. Ansonsten sind falsche Erwartungen und Enttäuschungen vorprogrammiert. 13 Steps of Maki, was ich nicht wusste, basiert auf einem Comic. Bei dieser Toei-Produktion handelt es sich also um eine Comic-Verfilmung. Dazu passt dann auch das Overacting der Figuren wunderbar dazu. Der extrem kurzweilige Film (nur 78 Minuten Laufzeit) ist äussert unterhaltsam. Etsuko Shihomi gibt eine wunderbare Antiheldin und Rächerin ab.

Regisseur Makoto Naito, von dem ich scheinbar keinen einzigen anderen Film kenne, hat ganze Arbeit geleistet. Der Film bietet von Beginn an (nur schon der grandiose Vorspann macht Lust auf mehr) Unmengen an Schlägereien, blutigen Szenen, viel nackter Haut und Sleaze. Teilweise kommen klar WIP (Women in Prison) Motive zum Tragen. Fast jeder zieht hier blank, nur Etsuko Shihomi nicht. Sie bleibt sich treu und ihre Figur kann den Gefahren trotzen. Der Mix aus harter Frauengang-Action, Yakuza und WIP machen den Plot hübsch abwechslungsreich. Actionszenen dominieren das Geschehen.

Fazit: Pflichtprogramm für Exploitation-Fans!

Infos:

O: Wakai kizoku-tachi: 13-kaidan no Maki

Japan 1975

R: Makoto Naito

D: Etsuko Shihomi, Sonny Chiba, Misa Ohara, Hiroshi Kondô, Hiroshi Nawa

Laufzeit der US-Blu: Ca. 78 Min.

Gesehen am: Jan. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory vor (= The Sonny Chiba Collection, Volume 2) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Extras. In dem Set sind mehrere Sonny Chiba Filme enthalten. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Samstag, 4. Januar 2025

One Percenter

Japanuary 2025

One Percenter

Story:

Action-Darsteller Toshiro (Tak Sakaguchi) will auf einer abgelegenen Insel einen Indie-Actionfilm drehen. Dumm nur, dass dort eine andere Crew ebenso ihr Glück versucht und noch dümmer, als plötzlich eine Yakuza-Truppe vor Ort auftaucht, um Geschäfte abzuwickeln…

Meine Meinung:

One Percenter ist der neuste Actionfilm mit Versus-Star Tak Sakaguchi (Bad City, Rise of the Machine Girls). Nachdem mich Re:Born, der Film hat nun auch schon wieder mehrere Jahre auf dem Buckel, wie die Zeit vergeht, nicht 100% überzeugte, hielt ich für One Percenter meine Erwartungen klein. Und auch One Percenter ist definitiv kein Kracher geworden. In meinen Augen ist Tak Sakaguchi ein Darsteller, der genau einen wirklichen Hit (Versus) gelandet hat und danach nie mehr an dessen Erfolg anknüpfen konnte. Etwas, was es auch in der Musikbranche gibt («One-Hit-Wonder»).

One Percenter ist zwar, wie erwähnt, kein Kracher, dafür hat der Film sein Herz am rechten Fleck. Die Gedanken und die Motivation am Projekt, das alle mit Herzblut dabei waren, sieht man dem Film an, was wiederum sympathisch ist. Der Film erinnert eigentlich auch leicht an Versus: Low-Budget, begrenzte Settings (abgelegene Insel, Fabrik, Wälder), Action und etwas Gewalt und mittendrin Tak Sakaguchi als Star und Held des Filmes. Der Plot ist relativ dünn, das Ende mochte ich jedoch nicht. Hätten sich die Filmemacher auch sparen können.

Schade ist es auch, wie das Duell im Finale endet. Viele der Action-Szenen waren nichts Besonderes und repetitiv. Wie oft benutzt Tak Sakaguchi seinen Gegner als Schutzschild? Wie oft macht er die gleichen Bewegungen? Die Slow-Mo Aufnahmen im Finalkampf wirkten auf mich billig (und nackte Männerfüsse sind wahrlich nicht sexy). Liegt aber auch einfach an der billigen, digitalen Optik, wie heute oft Filme gedreht werden. Künstlich. Wenn die von Tak Sakaguchi gespielte Figur Toshiro sich im Film negativ über Kampfszenen im Filmgeschäft äussert (Dass das mehr ein "tanzen" wäre, als echtes kämpfen) ist es als Folge schade anzusehen, wenn dann ausgerechnet auch viele seiner Kampfszenen und die Choreographie dazu mehr an einen Tanz statt an einen Kampf erinnern.

Abgesehen davon ist der Film kaum langweilig, da viel Action und eine One-Man-Show. Ich war auch froh, dass Tak Sakaguchi junger Sidekick in den Hintergrund gerät und kaum mehr eine Rolle spielte. Die Bösewichte waren hübsch überzeichnet, einige Dialoge und Anliehen (Stirb langsam, Jackie Chan, Bruce Lee) waren aber schon fast zu viel des Guten und mit Gewalt (war nette Knochenbrüche) wurde auch nicht gespart. Und es gab natürlich auch einige gute Kampfszenen, aber nicht wirklich was Neues und/oder was vom Hocker gehauen hat. Die Wahl der Musik hat gut zum Film gepasst. Hier und da kam fast Italo-Western Stimmung auf. Schön.

Fazit: Kein Kracher, aber Fans von Tak Sakaguchi können einen Blick riskieren!

Infos:

O: 1%er One Percenter

Japan 2023

R: Yûdai Yamaguchi

D: Tak Sakaguchi, Shô Aoyagi, Itsuji Itao, Rumika Fukuda, Shogo Miyakita, Kenjirô Ishimaru

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 84 Min.

Gesehen am: Jan. 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von third window films vor = Uncut, Wendecover, jap. O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Dienstag, 10. September 2024

The Killing Game

The Killing Game

Story:

Profikiller Narumi (Yûsaku Matsuda) taucht nach fünf Jahren Pause wieder auf. Er wird von zwei verfeindeten Yakuza Bossen angeheuert, den jeweils anderen zu töten. Und dann sind da noch zwei Frauen (Kaori Takeda, Yutaka Nakajima), die Narumi in der Vergangenheit bei einem Job verschont hatte und/oder dessen Angehörige durch die Hand Narumis starben…

Meine Meinung:

Wie schon der Vorgänger (The Most Dangerous Game) gefiel mir leider auch der 2. Teil der «Game Trilogy» mit Yûsaku Matsuda (Kagero-za) nicht. Der dazumal grosse Star, der Ende der 80er an Blasenkrebs starb, spielt in einem Film von Tōru Murakawa (der alle drei Filme realisierte) erneut die Hauptrolle als Killer Narumi. Leider ist der Plot relativ dünn. Es gibt wenig Action und dementsprechend viele Längen.

Der Film ist harmloser als der Vorgänger. Obwohl Yûsaku Matsuda erneut sehr cool wirkt, werde ich mit ihm einfach nicht warm. Ich fand seine Figur wenig interessant und weder charismatisch noch sympathisch. Einzelne Elemente, die wir zu sehen bekommen, wirken wie klägliche Kopien von Yakuza Filmen von Kinji Fukasaku, ohne dessen Qualität auch nur annährend erreichen zu können. Das Auftauchen von Sidekicks und Humor, empfand ich als unpassend. 

Ansonsten war der Cast solide. Die Gangster-Bosse und auch die Frauen haben gut gespielt. Ein weiteres Manko ist der Einsatz der Musik: ich bin kein Fan von Jazz-Musik und davon gibt es jede Menge im Film. Was die wenigen Actionszenen angehen, haben nur zwei überzeugt. Der Rest war belanglos.

Fazit: Ich denke, da habe ich mir nach der Yokai Monsters Collection einen weiteren Arrow Video Blindkauf getätigt, der sich nicht gelohnt hat…

Gefolgt von: The Execution Game

Infos:

O: Satsujin yugi

Japan 1978

R: Tôru Murakawa

D: Yûsaku Matsuda, Kei Satô, Yutaka Nakajima, Kenji Imai, Kaori Takeda, Kôjirô Kusanagi

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 91:49 Min.

Gesehen am: 18.06.24

Fassungen: Siehe The Most Dangerous Game = alle drei Teile in einer Box von Arrow Video, Uncut, O-Ton, englische Subs, Schuber, Booklet, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2024).

Montag, 1. April 2024

The Punisher

The Punisher

Story:

Frank Castle (Dolph Lundgren) sinnt nach dem Tod seiner Familie auf Rache an Gangster-Boss Gianni Franco (Jeroen Krabbé). Der für totgeglaubte Castle zieht als «Punisher» mordend durch die Unterwelt. Während sein Ex-Partner (Louis Gossett Jr.) weiterhin nach Frank sucht, beansprucht in der Gegend die Yakuza (Kim Miyori, Zoshka Mizak) ihre Vorherrschaft und erklärt Franco den Krieg, was Franks Rachepläne durcheinander bringt…

Meine Meinung:

The Punisher ist nebst Blade die einzige sehenswerte Marvel-Verfilmung, die bisher veröffentlicht wurde. Alles andere, vor allem der ganze neue Schrott, sind uninteressanter, herzloser CGI-Mist, absoluter Kommerzschund und ein Haufen Scheissdreck. Nur meine Meinung. The Punisher aus dem Jahr 1989 ist dabei auch bis heute die beste The Punisher Verfilmung. Das Remake mit John Travolta und Thomas Jane war missraten und schlecht. Besser machte es die später veröffentlichte Direct to Video-Produktion Punisher: War Zone mit Rom-Star Ray Stevenson als «The Punisher».

Überraschend sehenswert war die Netflix-Serie Marvel's The Punisher aus dem Jahr 2017. Besonders die 1. Staffel und die ersten drei Folgen der 2. Staffel waren in der Tat starke Action-Unterhaltung. Etwas vom Besten, was ich in den letzten Jahren in Sachen Action in einer US-Serie gesehen habe. Dennoch bleibt die 80er Jahre Fassung von Mark Goldblatt (Dead Heat) und mit Action-Star Dolph Lundgren (Showdown in Little Tokyo) der beste Punisher. Ob die Verfilmung des Comics jedoch gelungen und inhaltsgleich ist, ist mir, da ich die Comics nicht kenne, nicht bekannt.

War mir auch nicht bewusst ist, ist die Frage, warum Regisseur Mark Goldblatt nicht mehr Filme als Regisseur realisierte. Nebst The Punisher zähle ich nur Dead Heat zu seinen Regiearbeiten. Warum war seine Karriere so schnell wieder vorbei? Immerhin war der Film, gerade in der Fan-Szene, doch sehr beliebt. Dolph Lundgren war dazumal nebst anderen Action-Helden wie Bruce Willis (Stirb langsam), Arnold Schwarzenegger (Running Man), Sylvester Stallone (Rambo 2 - Der Auftrag), Jean-Claude Van Damme (Bloodsport), Chuck Norris (The Delta Force), Charles Bronson (Death Wish 3) oder Steven Seagal (Nico) auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

Dolph Lundgren passt von seiner Statur, dem Aussehen und dem Outfit perfekt in die Rolle des Punisher. Man nimmt ihm den gequälten Menschen glaubhaft ab. In den Action-Szenen macht er eine gute Figur. Explosionen, Stunts, einen hohen Bodycount, kürzere Kampfszenen, innovative Tötungsszenen und kreative Waffen (Messer, Samurai Schwert, tödliche Ohrringe, Gift…) runden den actionreichen und schwer unterhaltsamen Film ab. Besonders gegen Finale bekommt der Film mehr und mehr einen Videospiel-Charakter, in welchem sich Dolph Lundgren und Co. durch «diverse Level» kämpfen. Auch die Musik fällt positiv auf.

Auch optisch gibt es coole Farbspiele und Settings. Ansonsten herrschen die üblichen 08/15 80er-Jahre US-Film Klischees, die Fans von dieser Art Film erwarten. Der Film ist kreativ brutal: nebst blutigen Shoot-Outs wird auch Mal das ein oder andere Körperteil abgehackt. Es hatte schon seine Gründe, dass der Film vor seinem Kino-Release Federn lassen musste. Nebst Dolph Lundgren überzeugen auch der leider vor kurzem verstorbene Louis Gossett Jr. (sein Verhör an Castle ist schauspielerisch eine der intensivsten und besten Momente des Filmes), Jeroen Krabbé (Spetters), Kim Miyori und dessen Filmtochter Zoshka Mizak. Letztere bleibt als stumme Tochter und Killerin für die Yakuza und ihrem Finalkampf gegen Dolph Lundgren definitiv in Erinnerung. Schade, dass sie keine Karriere in der Filmwelt erfuhr und so schnell verstarb (Krebs).

Fazit: Einer der besten Filme mit Dolph Lundgren und der beste Punisher!

Infos:

O: The Punisher

USA, Australien 1989

R: Mark Goldblatt

D: Dolph Lundgren, Jeroen Krabbé, Louis Gossett Jr., Kim Miyori, Zoshka Mizak

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 89:16 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 29.03.24

Fassungen: Mir lag die japanische Laserdisc von Herald Videogram und die deutsche Blu-Ray von Koch Media vor. Als ich damals die LD kaufte, gab es die deutsche Blu-Ray noch nicht. Der Film wurde für die R-Rated Freigabe zensiert. Wie bei anderen Filmen auch (A Nightmare on Elm Street, A Nightmare on Elm Street Part 5) wurden von den Studios die falschen Master für DVD/Blu-Ray restauriert: die zensierte Kinofassungen statt Uncut-Prints. Und die LD aus Japan bot eben diesen Uncut Print. Koch Media haben dem Film eine Uncut-Fassung gegönnt: die ehemals zensierten Szenen fallen leicht ab (qualitativ), ansonsten ist das qualitativ eine Top-Vö: hervorragende Bild- und Tonqualität, Steelbook, zwei Blu-Ray Discs (Film und Extras) und der Film liegt in Deutsch oder Englisch (mit deutschen Untertiteln) vor. Die deutsche Synchronisation ist jedoch sehr gelungen.