Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Fine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fine werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 6. Juli 2025

A Mysterious Weapon

A Mysterious Weapon

Story:

Paul (Paul Chun Pui) wird bei einer Eskorten-Begleitung verletzt und danach durch den hinterlistigen Sek (Sek Kin) und seine Männer (u.a. Simon Yuen) hineingelegt. Sek hat es auf die potenzielle Freundin von Paul abgesehen und vergiftet sogar dessen Vater und schiebt es Paul in die Schuhe. Paul wird durch seine Schwester (Suet Nei), die in den Bergen Kampftechniken lernte, gerettet. Gemeinsam sagen sie Sek den Kampf an…

Meine Meinung:

Bei A Mysterious Weapon handelt es sich um einen dieser typischen Mitte bis Ende der 60er Jahre Canto-Schwertkampffilme à la Paragon of Sword and Knife, The Virgin Sword und Co. Regie führte Ling Yun. Diese Filme sind i.d.R. wenig bekannt. A Mysterious Weapon lag mir ungesehen als Kassette aus Südkorea vor. Der Film wurde zu Ehren von Suet Nei, die am 3. Juli dieses Jahres ihrem Ehemann (der im Film nebst Lau Kar-Leung die Kampf-Choreographie beisteuerte) in den Tod folgte, angesehen.

Die VHS aus Südkorea hat keine englischen Subs und liegt statt im O-Ton Canto in Mandarin vor. Es dürften ca. zehn Minuten an Film-Material fehlen (am 29. März 2019 lief eine ca. 84minütige Fassung im HK-Filmarchiv, während die VHS aus Südkorea ca. 75 Minuten läuft). Ein Kumpel von mir hat englische Subs erstellt, so dass ich die koreanische VHS-Fassung mit englischen Subs schauen konnte. Es handelt sich um einen klassischen, altmodischen Schwertkampffilm. Der Film ist solide und englische Subs sind definitiv keine verkehrte Sache, da es doch auch viele Dialoge zu hören gibt.

Die z.T. blutigen Kampfszenen sind solide. Der Cast ist bei all diesen Filmen (à la Paragon of Sword and Knife) ähnlich wie auch die z.T. etwas naiven Geschichten und/oder Handlungen der Figuren. Nebst Suet Nei sieht man hier auch wieder Namen wie Kenneth Tsang Kong (Angel Terminators), Der Mann mit der Todeskralle Bösewicht Sek Kin (natürlich auch hier als Bösewicht), Paul Chun (Wild Search) oder Drunken Master Star Simon Yuen. Ich hatte Freude, dass er u.a. zweimal gegen Suet Nei kämpfen darf. Diese setzt u.a. ihre Haare, was ich sehr originell und fantasievoll fand, als Waffe ein. Cool!

Fazit: Solide!

Infos:

O: Tie fa hong gu

HK 1969

R: Ling Yun

D: Suet Nei, Paul Chun Pui, Sek Kin, Simon Yuen, Kenneth Tsang Kong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 75 Min.

Gesehen am: 05.07.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Fine vor = läuft 75 Minuten statt 84 Minuten (2019 lief im HK-Filmarchiv eine 84minütige Fassung), Vollbild, statt O-Ton Kantonesisch Dubbed in Mandarin mit koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2025).

Samstag, 28. Dezember 2024

The Invincible Space Streaker

The Invincible Space Streaker

Story:

Ein verrückter Wissenschaftler versucht aus Kindern Monster zu kreieren. Es gelingt ihm, diese in sein Labor zu locken. Er verspricht den Jungen, diese in «Superhelden» zu verwandeln. Doch er beginnt, diese in Tiere zu verwandeln. Dem Junge Hsiao Wen gelingt es, den Prozess zu stoppen (indem er auf die Schaltfläche uriniert). Hsiao Wen und seinem Freund gelingt die Flucht. Sie finden den guten Bruder des verrückten Wissenschaftlers, Dr. Pau lautet sein Name. Dieser verwandelt Hsiao Wen in einen Superhelden, der den Kampf gegen den bösen Bruder aufnimmt…

Meine Meinung:

Dass japanische Genre Tokusatsu war in den 70ern sehr populär. Im Kino, wie auch im TV. Auch international sorgten Filme und Serien für Aufsehen. Filme wie Kamen Rider oder Ultraman waren bei Fans sehr gefragt. Dies ruf auch Filmemacher in Hong Kong, Thailand und Taiwan auf den Plan, die ebenfalls von diesem Erfolg profitieren wollten. Aus Taiwan kam die «Rider» Film-Reihe um The Super Rider V3 (aka Frankensteins Kung-Fu Monster), The Super Riders with the Devil (aka Der Krieg der Infras) und The Five of Super Riders. Die Shaw Brothers, eines der dazumal grössten Filmstudios in Hong Kong, drehten den unterhaltsamen The Super Inframan mit Danny Lee und Thailänder Sompote Sands kam mit Hanuman and the 5 Kamen Riders und The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army und sorgte für jahrelange Rechtsstreitigkeiten mit Tsuburaya Productions.

Natürlich gibt es noch weitere Filme (wie z.B. Roboter der Sterne). Der hier besprochene The Invincible Space Streaker stammt auch aus Taiwan und wurde nach dem Erfolg der «Rider» Filme aus Taiwan gedreht. Regie in diesem Low-Budget Film, der selten ist, führte Regisseur Yu Chik-Lim (The Escaped Convict, Return of the Kung Fu Dragon, The Plot) für die Produktionsfirma Hwa Kuo Movie Studio (Midnight Cowgirl, Shaolin Kung Fu Mystagogue, Right Overcomes Might) und produziert wurde der Film von Michael Fung Kin-Kuen (Daggers 8, Midnight Angel, The Bloody Fists). Weder Produzent Michael Fung noch die Produktionsfirma Hwa Kuo Movie Studio haben weitere Filme dieser Art produziert.

Das heisst, dass The Invincible Space Streaker wohl kein besonders grosser Erfolg war, auch wenn davon Export-Fassungen in Länder wie Indonesien (PAN Video), Libanon, Ägypten und Pakistan verkauft wurden. YouTube Vergleichsvideos und Plakate zeugen davon, oder die Tatsache, dass mir asiatischen Filme (aus Taiwan) als VHS aus dem Libanon (Calamity) oder Ägypten (Golden Fists of a Duo) vorliegen. Da gab es definitiv einen Markt, auch wenn der Grossteil solcher VHS verschollen scheint (von einigen 35mm Prints ganz zu schweigen). Wenn man sich The Invincible Space Streaker ansieht, weiss man auch, warum der Film kein grosser Erfolg war.

Im direkten Vergleich mit anderen Filmen dieser Art (z.B. Frankensteins Kung-Fu Monster) ist The Invincible Space Streaker deutlich lahmer und teilweise sogar richtig langweilig. Es gibt weniger Action und viel weniger Monster und Effekte zu sehen. Das Budget ist sichtbar kleiner und der Plot ist sehr repetitiv. Der Junge, der den Superhelden spielt, muss nach Gefechten immer wieder im Labor geflickt werden. In der Zeit können die Bösewichte ihre Kräfte wieder bündeln und neu angreifen. Das wiederholt sich sicher 2-3x, so dass das wenig Abwechslung bietet. Gegen Ende nehmen immerhin die Action-Sequenzen zu, welche leider durch das Vollbild nicht schön zur Geltung kommen (2,35:1 wäre das korrekte Bildformat). Die Figuren (zwei Professor, viele Kinder und eine Lehrerin) werden vor allem sehr überzeichnet dargestellt.

Fazit: Nur knapp dank der Action im letzten Viertel und einigen charmanten Effekten zu empfehlen!

Infos:

O: Fei tian dun di jin gang ren

Taiwan 1977

R: Yu Chik-Lim

D: Chen Pei-Ling, Lin Hsiao-Hu, Chan Yan, Wu Yu-Kang, Chin Liu, Lan Yun

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 77:43 Min.

Gesehen am: 18.11.24

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Fine vor = Mandarin O-Ton, koreanische Subs. Vollbild. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2024). Die Bild- und Tonqualität sind gut. Nur das Vollbild nahm ich in einigen Kampf- und Actionszenen als störend war. Ggf. wurde zum Vollbild dazu noch zusätzlich gezoomt (um eventuell feste englische und chinesische Subs aus dem Bild zu schieben).

Montag, 13. März 2023

Chinese Kung Fu Against Godfather Review


Chinese Kung Fu Against Godfather 

Story:

 

Tong (Cliff Lok) wird von seiner Mutter (Lai Cheuk-Cheuk), der er verspricht, anständig zu bleiben, zum Arbeiten aus China nach Amsterdam zu Cousin Charles (Eddy Ko) geschickt. Doch dieser führt das China-Restaurant unseriös. Das Geld fliesst durch Drogen. Charles arbeitet für den Godfather (Jan Willem Stoker). Als sich Tong weigert und zu Robert (Lee Kwan) flüchtet, schickt der Godfather seine Männer los, um ihn und die Drogen zu finden…

 

Meine Meinung:

 

Noch vor The China White (1989) und Amsterdam Connection (1978) gingen asiatische Filmemacher nach Europa drehen. Besser gesagt nach Amsterdam (vor allem) und nach Paris (noch vor John Liu und seinen Filmen). Nach seiner Arbeit für die Shaw Brothers mit Crazy Nuts of Kung Fu stand Taiwanese Lee Tso-Nam (King of Dinosaurs) mit Chinese Kung Fu Against Godfather noch an seinen Anfängen. Ich empfand den Film, obwohl kein Kracher, als sehr kurzweilig und unterhaltsam.

 

Wie zuletzt Kung Fu Männer im Wilden Westen (Kung-Fu Brothers in the Wild West) zieht es hier den mir nicht sonderlich sympathischen Cliff Lok (Shaolin Death Squads) nach Holland. Er spielt den typisch naiven Good Guy. Seriös, unsicher, naiv. Zusammen mit seinem geringen Charisma und damaligen «Schauspieltalent» sorgt er für einige unfreiwillig komische Szenen.

 

Für gewollt komische Szenen ist hingegen Lee Kwan (The Rebellious Reign) zuständig. Viel Overacting und Comic-Charakter (z.B. die Kung Fu Übungen mit den westlichen Frauen). Wer HK-Klamauk nicht mag, wird dessen Figur und seine Szenen hassen. Eddy Ko (The Postman Fights Back) ist mehr in einer Neben- statt einer Hauptrolle zu sehen. Zudem sollten Fans wissen, dass er nur im Finale am kämpfen ist. Zuvor nie.

 

Ich empfand den Film, obwohl kein Kracher, als sehr kurzweilig und unterhaltsam. Das lag vor allem am Humor, dem Trash-Faktor und dem Holland/Amsterdam und Paris-Setting. Es hätte gerne mehr und bessere Kampfszenen geben dürfen. Eigentlich überzeugen nur die Finalkämpfe, in denen der Cliff Lok gegen diverse Gweilo-Gangster, Eddy Ko und am Ende gegen den "Godfather" kämpft. Das Vollbild stört hier zum Teil.

 

Die Kulissen hingegen sind schön abwechslungsreich und exotisch. Es gibt viel Sightseeing zu sehen. Am Anfang und im Finale Windmühlen (auch in den Kampf involviert), der Eiffelturm kommt kurz vor, das weltberühmte Rotlichtviertel (es wird vor einem Sex-Shop gekämpft), eine Grachtenrundfahrt ist zu sehen (Füllszene) wie auch ein Zoo-Besuch mit Löwen und Giraffen. Letzterer ebenso als Füllmaterial aber auch, um eine Verbindung zwischen die durch Cliff Loks gespielter Figur und der Holländerin Ine van Veen aufzubauen.

 

Fazit: Fans von 70er Jahre Low-Budget Kung Fu Filmen können einen Blick riskieren! Kein Kracher, aber macht vor allem durch das Setting und den Trash-Gehalt (und die kurze Laufzeit) Spass!

 

Infos:

 

O: Da Xiang Li Da Nao Ou Zhou

 

Taiwan, HK, Holland 1974

 

R: Lee Tso-Nam

 

D: Cliff Lok, Eddy Ko, Jan Willem Stoker, Lee Kwan, Peter Yim, Lai Cheuk-Cheuk, Ine van Veen, Erwin Gijsberta, Willie Van Egmond

 

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 76:11 Min.

 

Gesehen am: 21.01.23

 

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Fine vor = solide Bildqualität, nur Vollbild, in einer Nackt-Szene zensiert (Brüste), O-Ton (90% Mandarin & 10% Englisch) mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs. Scheinbar gibt es zwei Fassungen: eine mit mehr Sex und in einer stirbt Cliff Lok am Ende, in der anderen überlebt er. In Deutschland lief der Film zumindest im Kino (Kung Fu tötet den Paten). Eine deutsche Fassung scheint es jedoch nicht zu geben (Stand: Jan. 2023). Es gibt auch keine DVD/Blu-Ray (Stand: Jan. 2023).

Samstag, 3. April 2021

Keep Out of Danger Review

Keep Out of Danger

Story:

 

Eine junge Frau wird von einem mysteriösen Killer mit entstellter Fratze brutal getötet. Danach geht der Spuk im wahrsten Sinne des Wortes weiter: treibt ein Geist sein Unwesen? Die tötende Fratze schlägt auf jeden Fall nochmals zu und die Hausherren bangen um ihr Leben…

 

Meine Meinung:

 

Grusel/Horrorfilme aus Hong Kong und Taiwan, vor allem ältere Titel, sind für mich interessant. Zuerst weil ich das Genre mag, zudem weil viele dieser Filme selten und kaum zu bekommen sind. Zum Beispiel Titel wie:

 

A Haunted House (mir nur als US-VHS bekannt), The Blue Lamp in Winter Night (mir nur als VHS/Beta aus Indonesien bekannt), The Song in Midnight (mir nur als VHS/Beta aus Indonesien bekannt), The Old House (mir nur als VHS/Beta aus Indonesien bekannt) oder The Obsessed (mir nur als VHS/Beta aus Indonesien oder VCD aus HK bekannt).

 

Dass ich auf Keep Out of Danger, eine taiwanesische Produktion aus dem Jahr 1980 überhaupt aufmerksam wurde, verdanke ich dem Zufall. Ich suchte stundenlang auf einer Auktionsseite in China nach «恐怖 VHS" (Horror VHS) und stiess dort auf das Cover der südkoreanischen VHS zu diesem Film. Das VHS war relativ stark verschimmelt, trotzdem bot ich mit. Als ich immer überboten wurde, und der Preis die 100USD Marke überstieg, bot ich nicht weiter.

 

Zum Glück fand mein Korea-Dealer ein sauberes Exemplar ohne Schimmel und so kam ich nun in den Genuss des seltenen Filmes. Ich finde im Internet kein einziges Review zum Film – egal auf welchen Datenbanken ich guckte (ofdb, imdb, LB, YT, Douban, hkmdb). In einigen Datenbanken ist der Film nicht Mal gelistet…

 

Dies ist immer etwas doof, da ich somit keine Hilfestellung habe was die Story angeht – da das VHS zu 99% keine englischen Subs haben würde. So war es denn auch hier - der Story und vor allem den Motiven konnte ich nicht folgen (vor allem den Motiven nicht). Damit werde ich also dem Film nicht ganz gerecht mit meiner Meinung.

 

Der Film selbst ist ok aber hat auch einige negative Seiten sprich lahme Längen (Drama-Szenen, mögliche Liebesbeziehung). Ich dachte sogar schon, ob ich das VHS auf FB für 100-200 USD verkaufen soll (würde sicherlich weggehen). Aber kurz vor einer Stunde wurde der Film besser. Das Tempo nahm zu, Gruselszenen sind zwar rar, aber stimmungsvoll in Szene gesetzt, wenn auch durch das Vollbild einiges an seiner Wirkung beraubt/reduziert.

 

Der Film spielt im klassischen Setting und ist ein Mix aus Kostümfilm, Drama (mögliche Liebesgeschichte inklusive), Grusel, Ghost-Film und gar Slasher (= ein irrer mit einer Maske und einer Sichel tötet blutig Menschen). Vor allem Letzteres überraschte mich, so dass der Film doch (wenn auch knapp) in die Sammlung aufgenommen wird. Die Szene im Finale erinnerte mich an Filme wie Two Evil Eyes / Your Vice is a Locked Room And Only I Have the Key.

 

Fazit: Für Fans von seltenen, klassischen Gruselstreifen aus Asien zu empfehlen! 

 

Infos:

 

O: 玄機 / Xuan ji

 

Taiwan 1980

 

R: Yao Feng-Pan


D: Li Chen, Shih Chun, Shih SzuTin Ping-Chun, Tsao Chien           

 

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:38 Min.

 

Gesehen am: 12.01.21

 

Fassungen: Mir ist nur das VHS aus Südkorea von Fine bekannt = leider nur Vollbild, dafür scheinbar Uncut und im O-Ton. Mit koreanischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: 12.01.21).

Dienstag, 8. Dezember 2020

The Unbeaten 28 Review


The Unbeaten 28

Story:

Wu Shao Tung (Meng Fei) wird vom Wu Tang Clan Anführer (Jack Long Shi-Chia) ausgebildet. Es muss 28 Kammern voller Waffen, Fallen und Gegner bestehen, um am Ende dem bösen Yen Chan tin (Mark Long Kuan-Wu) entgegentreten…

Meine Meinung:

The Unbeaten 28 ist klassisches Old School Kung Fu Kino aus Taiwan von The 18 Bronzemen Regisseur Joseph Kuo (The Death Duel, Shaolin Temple Strikes Back), von welchem mir noch einige Eastern / Kung Fu Filme ungesehen rumliegen (Born Invincible, The 7 Grandmasters, Sorrowful to a Ghost, Hero of Kwangtong, The Ghost's Sword, Evil Karate) und/oder auf der Wunschliste stehen (The Mystery of Chess Boxing, V. I. P.).

The Unbeaten 28 sah ich vor vielen Jahren als Englisch Dubbed Fassung. Ich wusste bei der aktuellen Neusichtung als Mandarin Fassung kaum mehr etwas über den Film. Der Film, der ebenso von Joseph Kuo produziert wurde inklusive Drehbuches, beginnt mit einer typischen Szene im Genre: eine Familie wird nahe zu ausgelöscht. Nur ein Baby überlebt.

Aus diesem wird unser Held Wu Shao Tung, gespielt von Meng Fei (The Silver Spear). Dieser macht einen guten Job und ist sympathisch. Danach nimmt der Film Settings aus Die 36 Kammern der Shaolin oder The 18 Bronzemen auf. Unser Held muss nämlich zu 90% der Laufzeit Prüfungen in diversen (Shaolin) Kammern bestehen und gegen Fallen, Kämpfer und Statuen (Papp-Gestalten) ankämpfen und überleben.

Dabei kommt der Fantasy- und ein gewissen Trash-Faktor zum Tragen, in einer Szene auch doofer Klamauk und Overacting (der eine Kämpfer, der sich wie ein Kind benimmt). Die Action-Szenen sind dann am besten, wenn Meng Fei gegen echte Menschen kämpfen darf. In diesen Szenen sind auch die Choreographien am besten.

Der Hauptplot – die Rachegeschichte und der Kampf gegen Bösewicht Mark Long Kuan-Wu ist praktisch nur sporadisch zu sehen und macht die anderen 10% der Laufzeit aus. Der Finalkampf ist auch überraschend und für einige Fans sicherlich fragwürdig, wie Mark Long Kuan-Wu besiegt wird. Einige hätten sicher lieber gesehen, wie er im Kampf statt durch höhere Gewalt gestorben wäre. Aber auch das passt zum sonderbaren Fantasy- und Trash-Faktor des Filmes…

Fazit: Für Old School Kung Fu Film Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Wu Dang Er Shu Ba Chi

Taiwan 1980

R: Joseph Kuo

D: Meng Fei, Jack Lung Sai-Ga, Mark Lung Goon-Mo, Nancy Yen, Jeannie Chang

Laufzeit der Korea-VHS: 81:49 Min.

Gesehen am: Sept. 2010 / Review überarbeitet am: 23.09.20

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor: eine US-Bootleg Englisch Dubbed DVD (ein Double Feature mit Shaolin King Boxer), welche von Chen Kuan-Tai signiert wurde (und nur deshalb in der Sammlung bleibt) und das VHS aus Südkorea von Fine vor = Wahrscheinlich Uncut, solide Bildqualität (Vollbild) dafür im O-Ton mit englischen, chinesischen & koreanischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2020).