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Mittwoch, 3. Februar 2021

Project S Review

Project S

Story:

Gangster (Yu Rong-Guang, Alain Guernier, Ailen Sit Chun-Wai, Dick Wei) sorgen in Hong Kong für Unruhe. Eine Ermittlerin aus China (Michelle Yeoh) wird nach HK geschickt, um die dortige Polizei (Emil Chow Wah-Kin, Fan Siu-Wong, Bill Tung) zu unterstützten. Dumm nur, dass ihr Ex-Freund der Chef der dortigen Gangster ist…

Meine Meinung:

Project S ist ein sehr guter, moderner HK-Actionfilm der 90er Jahre und kann ich jedem Fan der damaligen HK-Filme nur empfehlen. Der Film von Stanley Tong (Stone Age Warriors) ist als Spin-Off der erfolgreichen Police Story Reihe zu verstehen, in welchem Michelle Yeoh (Wonder Seven) auch zu sehen war (in dritten Teil der Reihe).

Der Film bietet eine simple Story, die von Beginn an bis zur letzten Sekunde rasant, spannend und actionreich unterhält. Dazu kommt, dass der Film mit Ausnahme der Gastauftritte von Eric Tsang (Ghost Punting) und Jackie Chan (Fearless Hyena II) auch düster und humorlos gezeichnet ist.

Langweilig wird es nie und es ist immer was los. Die Actionszenen bestehen aus langen, spannenden und harten Shoot-Outs, sehenswerten und aufwändigen Stunts und harten, toll choreographierten Kampfszenen. In den Kampfszenen geht viel kaputt und Gegner werden durch Scheiben und/oder in Gegenstände getreten/geworfen = absolut sehenswert!

Michelle Yeoh überzeugt sehr in den Kampfszenen. Eine ihrer besten Kämpfe hat sie im Finale, als sie gegen einen Riesen-Gweilo kämpft! Der Kampf ist hart anzusehen und einfach nur innovativ uns spektakulär wegen dem Grössenunterschied (da gabs ja auch einen Kampf von Jet Li in Kiss of the Dragon oder von Tony Jaa in Tom Yum Goong, wo die Gegner ihnen von der Körpergrösser her deutlich überlegen waren – und wollen wir an der Stelle nicht den Game of Death Kampf von Bruce Lee gegen Kareem Abdul Jabbar vergessen).

Auch Yu Rong-Guang (Fox Hunter), mit welchem Michelle Yeoh bereits in Wing Chun zusammen vor der Kamera stand, gefällt als Anführer der Bösewichte und in den Kampfszenen. Auch das HKer Polizei-Duo, die mir namentlich unbekannten (Nachtrag: Fan Siu-Wong ist "Ricky" aus Story of Ricky) Emil Chow Wah-Kin und Fan Siu-Wong waren in ihren Kampfszenen stark. Vor allem im Kampf gegen Dick Wei (Mismatched Couples).

Jackie Chan darf in seinem Cameo-Auftritt, wie auch Yukari Oshima (Iron Angels) zu Beginn des Filmes, eine tolle Kampf-Darbietung zum Besten geben. Nebst Michelle Yeoh kehrt auch Bill Tung aus den Police Story Filmen «zurück». Die Actionszenen sind sehr abwechslungsreich und phasenweise sehr spannend (Finale oder die lange Belagerung, Stürmung und Schiessereien gegen die Gangster-Bande im Häuserblock).

Fazit: Jedem HK-Action-Fan uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Chiu Kap Gai Waak

HK 1993

R: Stanley Tong

D: Michelle Yeoh, Yu Rong-Guang, Alain Guernier, Ailen Sit Chun-Wai, Emil Chow Wah-Kin, Fan Siu-Wong, Bill Tung, Dick Wei, Yukari Oshima, Jackie Chan, Eric Tsang,

Laufzeit der UK-DVD: 102:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2009 / Review überarbeitet am: 04.11.20

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von MIA / Hong Kong Classics vor = solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Alternativen mit O-Ton und englischen Subs (= UK oder US-Tai Seng VHS) sind rar. Englisch Dubbed Fassungen (US-DVD) sind zensiert. HK Fassungen haben keine Subs. In Deutschland nur auf VHS erschienen (Uncut aber nur in Vollbild und Synchro soll schlecht sein). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Nov. 2020).

Sonntag, 24. Mai 2020

Guns of Dragon Review



Guns of Dragon

Story:

Ein HK Cop (Ray Lui), mit Ehefrau in New York im Urlaub, trifft dort auf mehrere Gangster (Mark Cheng, Patrick Lung Kong, Jackson Lau Hok-Yin) aus Hong Kong, die damals den Tod seines Partners zur Folge hatten. Die Gangster machen es sich nun zum Ziel, den Cop zu töten, während die New Yorker Polizei (u.a. Alex Fong) den HK Cop als Zeuge und Köder betrachtet…

Meine Meinung (bezieht sich auf die UK Fassung):

Guns of Dragon ist fetzige Anfang der 90er HK-Bloodshed-Action vom Feinsten! Der Film hat mich, selbst in der leicht zensierten UK Fassung (mehr dazu unter Fassungen) überzeugt. Die Story ist eine Mittel zum Zweck Story. Die Figuren sind überzeichnet, besonders die Bösewichte (wobei ich deren Overacting mochte, passt gut zum Film) und John Shum (Pedicab Driver) in er Nebenrolle nervte (verschwindet allerdings auch wieder von der Bildfläche).

Was nebst Overacting bei den Bösewichten gefällt sind folgende Dinge:

die exotische Story. Der Film spielt mehrheitlich in New York und dies gibt dem Film ein exotisches Flair, auch wenn der Film nebst Hing Kong in Kanada gedreht worden sein soll. Viele Szenen sind auch in Englischer Sprache.

Kaum Längen.

Und das beste: viel Action. Mehrheitlich sehr blutige Shoot-Outs die im Heroic Bloodshed Stil à la John Woo in Szene gesetzt wurden. Doch nicht nur das: es folgen hier und da auch kurze Kampfsequenzen, die hart ausgefallen sind, plus Verfolgungsjagden und einige abgefahrene Stunts! Es wird zudem viel dem Erdboden gleichgemacht und es gibt sogar eine Polizei-Revier Stürmung à la The Terminator.

Die Action rockt und in dieser Hinsicht lässt es der Film definitiv krachen! Dazu ein Cast mit bekannten Gesichtern wie Ray Lui (The Bund, A Man From Holland, To Be Number One), Mark Cheng (Rendezvous of Japanese Kanto, The Godfather’s Daughter Mafia Blues, The Longest Nite) oder Alex Fong (Cheap Killers, Devil Cat, Escape from Coral Cove) = perfekt!

Fazit: Wer gerne die modernen Actionfilme mit viel Schusswaffen-Action aus Hong Kong, vor allem der Anfang der 90er Werke, mag, sollte sich den Film auf die Wunschliste setzen!

Infos:

O: Hu Xue tu long zhi nong tian xian jing

HK 1993

R: Tony Leung Siu-Hung

D: Ray Lui, Patrick Lung Kong, Yvonne Yung Hung, Alex Fong, John Shum, Mark Cheng

Laufzeit der UK-LD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 29.03.20 / Neusichtung: 29.08.22

Fassungen: Mir lag die UK-LD von Hong Kong Classics/MIA vor = zensiert aber eine noch immer gut schaubare Fassung (in Sachen Gewalt weniger zensiert als die HK und/oder deutsche Fassung, insgesamt fehlen ca. 30 Sekunden), O-Ton, englische Subs, gute bis durchschnittliche Bildqualität. Die völlig unzensierte Fassung lief auf PRO7 (deutschem Free-TV) und die DVD aus Griechenland (dürfe Englisch Dubbed sein) dürfte auch Uncut sein (vom Hörensagen). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: März 2020). Nachtrag 31.08.22: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die neue deutsche DVD von Imperial Pictures / Cargo Records vor = Wendecover, Uncut, Deutsch oder Canto/Englisch mit englischen Subs für die Canto-Dialoge. Ich war erstaunt, dass die Uncut Fassung scheinbar aus einem Guss besteht und die Bild- und Tonqualität waren viel besser als erwartet (siehe Bild). Damit die beste Vö zu diesem Streifen, der zwar dreist aus The Terminator und Stirb langsam klaut, aber durch seine doofe Story, dem Overacting der Bösewichte (vor allem Mark Cheng & Jackson Lau) und den soliden, sehenswerten Actionszenen (blutige Shoot-Outs, kurze Kampfszenen) zu überzeugen und unterhalten weiss. 




Sonntag, 30. Juni 2019

Born to Defend Review

Born to Defend

Story:

Nachdem Ende des 2. Weltkrieges gerät Ex-Soldat Jet (Jet Li) an stationierte US-Soldaten, die ihm das Leben zur Hölle machen. Was am Anfang als Prügeleien begann, endet in einem Kampf auf Leben und Tod, nachdem unschuldiges Blut vergossen wurde…

Meine Meinung:

Nachdem Jet Li mit The Shaolin Temple über Nacht zum Superstar wurde führte er bereits kurze Zeit später das erste Mal Regie: Born to Defend hiess sein Regiedebüt, bei welchem es auch bleiben sollte. Jet Li liess es danach bei der Schauspielerei. Auf einer Seite schade, da Born to Defend alles andere als schlecht ist, auf der anderen Seite hat er damit alles richtig gemacht, wenn man auf seine lange Karriere in Hong Kong (Once Upon a Time in China, Swordsman 2, Fist of Legend, Black Mask), in Hollywood (Lethal Weapon 4, Forbidden Kingdom, The Expendables), Frankreich (Kiss of the Dragon, Danny the Dog) und wieder Hong Kong (Fearless, The Warlords) und zuletzt China (The Sorcerer and the White Snake, Flying Swords of Dragon Gate 3D, Badges of Fury) zurückblickt.

Born to Defend ist zwar kein Highlight, aber Jet Li hatte als Regisseur und zugleich Hauptdarsteller alle Freiheiten dieser Welt, und dies sieht man dem Film, vor allem in den realistischen Kampfszenen, positiv an. Die Story ist natürlich nur Mittel zum Zweck. Am Anfang bietet der Film gar Kriegsszenen, ehe die von Jet Li verkörperte Figur in seinen Heimatort zurückkehrt, wo US-Soldaten, natürlich alle grundtief böse und Sadisten (ansonsten mussten immer die Japaner oder Engländer diese Rolle im HK-Kino füllen), für Ärger sorgen.

Was zunächst «harmlos» beginnt, mit Prügeleien und angepinkelten US-Soldaten, wird im Vergleich immer ernster und tödlicher. Der Film ist sehr humorlos und ernst, das mochte ich. Die Charakterisierung der bösen Amis störte mich nicht. Durch den HK-Film bin ich das aus anderen Filmen gewohnt und für mich ist das nicht Realismus, sondern ein passendes Klischee, welches ich heuer nicht mehr missen möchte.

Die Story hat paar Längen, originell ist anders und es gibt in der Tat auch gar nicht sonderlich viele Actionszenen. Aber wenn Mal gekämpft wird, dann haben es die Szenen in sich. Ich würde sagen, dass kaum bis kein Wirework im Einsatz war. Die Kampfszenen sind hart, schnell realistisch, spektakulär choreographiert und vor allem auch übersichtlich gefilmt und eingefangen worden.

Paulo Tocha, der einen der US-Soldaten spielt, hat Erfahrung im HK- und Martial Arts Kino: Bloodsport, Hong Kong Godfather (sogar für die Shaw Brothers) oder Arbeiten von Godfrey Ho und Tomas Tang. Der böse Hauptdarsteller und die Hauptfigur, der General, wird vom Schweden Kurt Roland Pettersson gespielt – der Riese scheint Martial Arts Background zu haben und dessen zwei langen, harten und spannenden Kämpfe gegen Jet Li alleine rechtfertigen, den Film in die (Jet Li) Sammlung zu stellen.

Vor allem der Grössenunterschied der zwei Darsteller, der wirklich gewaltig ist, wurde absolut spektakulär in die sehenswerten Kampfszenen integriert. Vor allem das harte Finale, in welchem später auch diverse Gegenstände, Waffen und Stunts nicht fehlen dürfen (alles top gefilmt, z.T. für mehr Spektakel Zeitlupeneinsätze), zeigt dies besonders eindrucksvoll.

Fazit: Born to Defend ist allen Jet Li Fans, nur schon wegen den Kampfszenen, zu empfehlen!

Infos:

O: Jung Wa Ying Hung

HK, China 1986

R: Jet Li

D: Jet Li, Kurt Roland Petersson

Laufzeit der UK DVD: 88:38 Min.

Gesehen am: Feb. 2006 / Review überarbeitet: 08.05.19

Fassungen: Mir lag die UK DVD von MIA vor = Uncut Fassung im O-Ton mit englischen Subs. Durchschnittliche bis dürftige (zu dunkle) Bildqualität. Die US-DVD (oder dteutsche DVD) bietet eine um Welten bessere Bildqualität. Nachteil: zensiert und kein O-Ton.