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Donnerstag, 19. Juni 2025

Ghost House - A True Story

Ghost House - A True Story

Story:

Eine Gruppe von jugendlichen Freunden (Catherine Hung Yan, Sunny Chan Kam-Hung, Linda Cheung Lan-Ying, Tamara Guo, Ng Ka-Fai, Willie Wai Kar-Hung, Gary Mak Wing-Lun), die am Strand ihr Wochenende verbringen, sehen sich durch einen Sturm genötigt, in einem abgelegenen Haus zu übernachten. Der Anfang vom Ende…

Meine Meinung:

Ab 1995 interessieren mich Produktionen aus Hong Kong deutlich weniger. Es gibt zwar einige sehenswerte Titel, die danach veröffentlicht wurden (Black Mask, Cheap Killers), aber im Grossen und Ganzen schaue ich Filme die vor 1995 veröffentlicht wurden. Ghost House - A True Story sah ich beim Kollegen. Eine HK-Produktion aus dem Jahr 1995, von welcher ich noch nie was hörte. Regie führte Lai Kai Keung, der nur wenig Filme realisiert hat. Der einzige bekannte Titel ist Love, Guns & Glass mit Simon Yam, den ich gut fand und auch in der Sammlung stehen habe.

Ghost House - A True Story ist so ein Titel, den ich jetzt nicht zwingend in der Sammlung haben müsste. Wäre es mein Blindkauf gewesen, würde ich den Film in die Sammlung integrieren. Aber den Film nur beim Kollegen gesehen zu haben heisst, den Film wahrscheinlich nicht zu kaufen. Für die Wunschliste ist der Film am Ende doch zu wenig speziell. Der Film fängt wie ein US-Slasher an (ohne jegliche Nacktszenen) und spielt dann ausschliesslich in einem Spukhaus. Dabei fühlte wir uns an Filme wie Amityville Horror, The Evil Dead oder die Ital. La Casa Reihe erinnert. Auch ein magischer Spiegel kommt vor. Ein immer gern gesehenes Sujet in einem Spukhaus-Film.

Der Film ist kurzweilig. Die Darsteller sind mir allesamt unbekannt. Sie spielen, um ehrlich zu sein, sehr fiese und unsympathische Figuren. In US-Slashers was das ja oft nichts anders. Die Figuren nerven und als Zuschauer hat man dann seinen Spass, wenn die von einem Jason oder Michael gemeuchelt werden. Die Teens werden von Catherine Hung Yan (Wing Chun), Sunny Chan Kam-Hung (Cheap Killers), Linda Cheung Lan-Ying (Fong Sai Yuk II = Singer), Tamara Guo (Women on the Run), Ng Ka-Fai (Black Dream), Willie Wai Kar-Hung (Thunderbolt) und Gary Mak Wing-Lun (Wonder Seven) gespielt. Der böse Geist wird von Roderick Lam Chung-Kei (Suburb Murder) dargestellt. Der macht das hübsch fies.

Der Film bietet stimmungsvolle Momente. Der Film spielt fast ausschliesslich im Spukhaus. Fast eine Art Grusel-Kammerspiel. Obwohl der Film keine Nacktszenen bietet, gibt es einige schlüpfrige Momente, Sex-Szenen und mehrere Rape-Sequenzen mit dem Geist, bei dem die Opfer jedoch nicht entkleidet werden. Die Figuren sind, wie bereits erwähnt, sehr fies miteinander. Da wird weder vor Homosexuellen noch Krüppeln halt gemacht. Das Teasing gegen solche Randgruppen wird mit vielen kruden Momenten untermauert. Schön fand ich auch das Ende. Das fand ich überrascht, passte aber irgendwie zur humorlosen Vorstellung und Stimmung des Filmes.

Fazit: Nicht uninteressanter Spukhaus Horror aus Hong Kong!

Infos:

O: Meng Gui Tu Fang

HK 1995

R: Lai Kai Keung

D: Catherine Hung Yan, Sunny Chan Kam-Hung, Linda Cheung Lan-Ying, Tamara Guo, Ng Ka-Fai, Willie Wai Kar-Hung, Gary Mak Wing-Lun, Roderick Lam Chung-Kei

Laufzeit der malaysischen DVD: Ca. 83 Min.

Gesehen am: 22.03.25

Fassungen: Mir lag die Code Free (auch wenn das Cover von Code 3 spricht) DVD von Speedy Video aus Malaysia vor. Wahrscheinlich Uncut. Bei 1-2 Szenen waren wir uns nicht sicher, ob ggf. eine Nacktszene mit Brüsten zensiert wurde. Allerdings waren sämtliche Online Fassungen, welche ich davon sah, identisch zur DVD aus Malaysia. Zudem wird auch in Reviews davon gesprochen, dass es keine Nacktszenen zu sehen gibt. Die DVD bietet O-Ton und feste englische und chinesische Subs. In HK scheint es den Film nur auf VCD und LD zu geben. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Donnerstag, 2. November 2023

The Changeling

Horroktober 2023

The Changeling

Story:

Musik-Lehrer John Russell (George C. Scott) verliert bei einem tragischen Unfall seine Tochter und seine Ehefrau. Er will zur Ruhe kommen, abschalten und sich verschanzen – dazu mietet er sich in einem einsamen Haus in Seattle, auf dem Lande, ein. Doch schon bald häufen sich mysteriöse Ereignisse. Spukt es in dem Gebäude? Ein Medium soll dies klären…

Meine Meinung:

The Changeling stand seit Jahren, seit ich auf Blu-Ray.com und/oder Foren das Cover der japanischen Blu-Ray sah, auf der Wunschliste. Mehr wusste ich zum Film, den ich dieses Jahr in London gekauft habe (siehe London Bericht), nicht. Ich mag klassische, ältere Grusel- und Spukhaus-Filme: siehe Werke wie Das Omen, Der Exorzist oder The Amityville Horror. Umso erstaunter war ich, dass mir The Changeling nicht wirklich gefallen hat. Der Film wird nicht in die Sammlung integriert.

Hauptgrund ist die Tatsache, dass der Film einfach langweilig ist. Besonders in den ersten ¾ passiert so gut wie nichts Aufregendes. Und ich bin jemand, der langsame Spannungskurven mag d.h. dem nicht unbedingt abgeneigt bin. Aber hier passiert wirklich kaum etwas. Auch in Sachen Grusel und Atmosphäre war der Film, sogar mehrheitlich in den Grusel-Parts, enttäuschend. Es gibt vereinzelt Momente, die waren besser, aber im Grossen und Ganzen bietet der Film kaum etwas, um je wieder angesehen zu werden.

Persönlich mag ich auch Musik-Unterricht und Musik-Lehrer nicht. John Russell, die Hauptfigur, war mir wenig sympathisch und ich hatte wenig Mitgefühl mit ihm und seinem Verlust, obwohl der Start in den Film bei stimmungsvollen, verschneiten Bildern, durchaus zu Gefallen weiss. Aber mit ihm wurde ich nicht warm. Die Piano-Szenen trafen als Setting nicht meinen Geschmack. Da hätte ich lieber eine Frau als Hauptfigur gesehen, die mehr mit ihren Gefühlen und Emotionen gespielt hätte. Das wirkt im Gruselfilm einfach besser, so wie auch im Slasher-Film.

Fazit: Da muss ich mich einem Kommentar, den ich auf Letterboxd gelesen habe, fast anschliessen:

«This movie was so boring I became mummified watching it.»

Quellehttps://letterboxd.com/cornwoman/film/the-changeling/

Traurig, aber wahr!

Infos:

O: The Changeling

Kanada 1980

R: Peter Medak

D: George C. Scott, Trish Van Devere, Melvyn Douglas, John Colicos, Madeleine Sherwood

Laufzeit der UK-Blu: 106:49 Min.

Gesehen am: Okt. 2023

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Second Sight vor = Uncut, gute bis hier und da etwas zu dunkle Bildqualität für meinen Geschmack, O-Ton und englische Subs vorhanden. In Deutschland bisher nur auf DVD (von Kinowelt zu haben). Der deutsche Titel lautet Das Grauen. Camera Obscura haben davon eine Blu-Ray und UHD angekündigt.

Mittwoch, 11. Oktober 2023

Amityville 3-D

Horroktober 2023

Amityville 3-D

Story:

Reporter John Baxter (Tony Roberts) zieht ins Amityville-Mörder- und Spukhaus ein. Er glaubt den Geschichten nicht. Nicht Mal dann, als in seinem Umfeld Personen durch mysteriöse Unfälle sterben. Doch Johns Frau (Tess Harper), welche die Scheidung will, denkt ganz anders und will die gemeinsame Tochter (Lori Loughlin) nicht in der Nähe des Hauses wissen. Doch diese hält sich nicht an die Warnung der Mutter, mit Folgen…

Meine Meinung:

Der dritte Teil sprang auf den 3D-Zug der 80er auf. Interessanterweise betraf dies nicht nur den dritten Teil der Amityville-Reihe, sondern auch die dritten Teile der Freitag der 13. und Jaws-Reihe (Friday the 13th Part III und Jaws 3-D). Zufall? Das sorgt in der 2D-Fassung für einige gewollte Szenen, in denen demonstrativ Dinge in die Kamera gehalten werden (à la Freddy's Dead: The Final Nightmare). Macht das die Fortsetzung sehenswert?

Leider nein! Der Film kommt definitiv nicht an die Vorgänger (The Amityville Horror und Amityville II: The Possession) heran. Das liegt daran, dass der Film weniger Horror, Stimmung und Effekte bietet als die Vorgänger. Zuweilen ist der Film sogar amüsant & komisch, gepaart mit Längen und viel zu wenigen Horrorszenen. Einige der CGI-Effekte sind, aufgrund des 3D Verfahrens, billig animiert. Der Film wirkt mehr wie ein billigerer Aufguss der ersten Teile.

Am Plot wurde ansonsten wenig verändert, auch wenn hier erstmals so was wie The Conjuring und Insidious Momente vorneweg genommen werden. Was Effekte angehen gibt es gefühlt drei sehenswerte Szenen: Wasserleiche (vor dem Finale), Monster (Finale) und das Skelett. Die Szene mit dem Auto und der Frau ist in der Tat realistisch, äusserst brutal und grausam in Szene gesetzt. Das habe ich schon schwer geschluckt, da unschöne Vorstellung. Aber leider ein rares Highlight in einem ansonsten relativ harmlosen und lahmen Film.

Fazit: Kann das Niveau der Vorgänger nicht halten und fliegt aus der Sammlung!

Gefolgt von: Amityville: The Evil Escapes

Infos:

USA 1983

R: Richard Fleischer

D: Tony Roberts, Tess Harper, Robert Joy, Candy Clark, John Beal, Leora Dana, John Harkins, Meg Ryan, Lori Loughlin

Laufzeit der US-DVD: Ca. 93 Min.

Neusichtung am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Full- oder Widescreen Edition, Uncut (keine 3D Fassung), Englischer O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch in Deutschland auf Blu-Ray (von NSM Records / AL!VE). Uncut, Deutsch/Englisch mit Untertiteln (Deutsch, Englisch).

Samstag, 5. August 2023

Amityville II: The Possession

Amityville II: The Possession 

Story:

 

Eine neue Familie (u.a. Burt Young, Rutanya Alda, Jack Magner, Diane Franklin) zieht ins Amityville Haus. Der älteste Sohn wird von einem Dämon besessen und das Grauen beginnt erneut…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem sehenswerten Erstlingswerk war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Wer konnte ahnen, dass die Amityville Reihe eine der erfolgreichsten Horrorreihen überhaupt werden würde? Der Film hat mir genau so gut gefallen wie der Vorgänger. Beide haben einzelne Stärken. The Amityville Horror fand ich z.B. stimmungsvoller und spannender. Dafür war Amityville II: The Possession schmuddeliger und effektgeladener. Beides mag ich.

 

Regie führt Damiano Damiani, der damit sein US-Debüt als Regisseur feierte. Von Damiano Damiani kenne ich ansonsten einige seiner sehenswerten Ital. Film-Arbeiten wie Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert, Das Verfahren ist eingestellt: Vergessen Sie's! oder Allein gegen die Mafia (Serie). Ansonsten haben noch Namen wie Tommy Lee Wallace (Halloween III – Season of the Witch), Dino De Laurentiis (Death Wish) oder die echten Ed & Lorraine Warren mitgearbeitet (Conjuring 3 hatte, im Nachhinein betrachtet, klare Amityville 2 Vibes).

 

Der Film hat mir gefallen. Ich fand den Streifen unterhaltsam. Viele Dinge wusste ich nicht mehr. Die 1. Hälfte spielt fast ausschliesslich im Gruselhaus. Die 2. Hälfte dann an mehreren Orten, z.B. auch auf der Polizeistation, vor Gericht oder im Krankenhaus. Das Ende hatte The Sentinel Vibes. Die Spezialeffekte sind gelungen. Es wird mit aufblasbaren "Luftballons" gearbeitet. Solche Effekte waren damals in Mode (The Ghost Informer, The Beast Within). Der beste Effekt ist aber das Dämonengesicht, welches zur Geltung kommt, nachdem sich die Haut in Fetzen vom Schädel löst. Sehr cool und genau nach meinem Geschmack!

 

Der Film, der ursprünglich schmuddeliger gewesen sein soll (Rape-Szene, Inzest-Sex-Szene), überzeugt durch einen guten Cast. Jack Magner gibt den besessenen Sohn glaubhaft, Diane Franklin zieht auch in ihrem damals zweiten Film blank und auch die Cops oder Priester agieren gut. Leicht stereotypisch vielleicht, aber das mag ich. Abstriche gibt es beim Filmvater: ein gewaltbereiter Tyrann. Warum hat der Dämon nicht diesen ausgewählt? Seine Wahl wäre aus Sicht des Dämonen nachvollziehbarer gewesen.

 

Zudem hat es mehr Reiz, wenn eine intakte Familie durch den Dämon «zerfällt». In Amityville II war die Familie schon von Beginn an zerrüttet = weniger Reiz. In der Hinsicht gefiel mir der 1. Film besser. In Sachen Effekte und Schmuddel stellt die 1. Fortsetzung jedoch einen der besten Filme der Reihe dar!

 

Fazit: Sehenswerter Spukhaus- und Dämonen-Film!  

 

Gefolgt von: Amityville 3-D

 

Infos:

 

O: Amityville II: The Possession

 

USA, Mexiko 1982

 

R: Damiano Damiani

 

D: Burt Young, Rutanya Alda, Jack Magner, Diane Franklin, James Olson

 

Laufzeit der US-DVD: CA. 104 Min.

 

Neusichtung am: 26.06.23

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs. Gab es lange Zeit nur zensiert in Deutschland. Von NSM nun aber auch in Deutsch auf Blu-Ray zu haben (Deutsch/Englisch mit Subs).

Samstag, 15. Juli 2023

The Amityville Horror

The Amityville Horror 

Story:

 

Kathy (Margot Kidder) und Ehemann George (James Brolin) inklusive Kinder ziehen in ein neues Haus. Dumm nur, dass dort das Böse lauert und versucht, die Familie in den Suizid zu treiben…

 

Meine Meinung:

 

The Amityville Horror war wohl so was wie der Prototyp des Spukhaus-Genres. Der Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, unzählige Fortsetzungen generierte (z.B. Amityville - A New Generation) und auch ein Remake folgen liess (im Jahr 2005) inklusive inoffizieller Filme (Amityville Vibrator), überzeugt auch heute noch. Zumindest wenn man gerne auch ältere Filme und das klassische Gruselkino von dazumal mag. Heute sind Spukhaus-Geschichten (à la The Conjuring und Co.) jedoch nichts Spezielles mehr.

 

The Amityville Horror hat mir gut gefallen. Ich sah den Film nur einmal und wusste seit meiner Erstsichtung nichts mehr. Ich mag den Aufbau des Filmes. Die Familie wird mehr oder weniger sympathisch dargestellt (inklusive Playmate Margot Kidder als sexy Mutter) und der Film nimmt sich für die Story, Spannung und Stimmung Zeit. Filme, die dazumal mir dem Bösen und religiösen Themen Horror im Kino verbreitet haben, waren in den 70ern angesagt. Siehe Filme wie The Omen oder Der Exorzist.

 

Ich empfand den Film trotz seiner Laufzeit von fast zwei Stunden für keine Sekunde langweilig. Das Unheil ist von Anfang an spürbar und nimmt quälend langsam seinen Lauf. Dazwischen gibt es immer wieder tolle Flashbacks auf die vergangenen Momente, welche sich in dem Haus abgespielt haben (das Massaker). Diese werden z.B. gekonnt kurz eingefügt, wenn sich Kathy und George mit der Maklerin das neue Wohnheim ansehen. Toll gemacht. Auch spätere Alptraum-Szenen oder wie das Böse auf die Priester und Co. reagiert, wurde sehenswert inszeniert.

 

Fazit: Sehenswert für Fans von The Omen  und Co.!

 

Gefolgt von: Amityville II: The Possession

 

Infos:

 

O: The Amityville Horror

 

USA 1979

 

R: Stuart Rosenberg

 

D: Margot Kidder, James Brolin, Rod Steiger, Don Stroud, Natasha Ryan, Amy Wright

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 118 Min.

 

Neusichtung am: 13.05.23

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor (zusammen mit dem 2. und 3. Teil in einer Box) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Es gibt exklusive Extras. Gibt es auch in Deutschland und inzwischen auf Blu-Ray.

Montag, 25. Februar 2019

Sweet Home Review

Sweet Home

Story:

Eine TV Crew dreht eine Dokumentation über einen berühmten Maler. Dazu suchen sie dessen ehemaliges Anwesen auf und kommen einem tödlichen Geheimnis auf die Spur…

Meine Meinung:

Mix aus japanischen Horrorelementen, The Amityville Horror, House, diversen Slashern/Backwood-Filmen und Poltergeist. Und wer Vergleiche zum NES Spiel mit dem gleichnamigen Titel Sweet Home erkennt, erkennt richtig: Film und Videospiel (von Capcom) wurden zeitlich veröffentlicht.

Bei Sweet Home handelt es sich um einen japanischen Horrorfilm und um einen richtigen Leckerbissen sprich Highlight sprich Kracher! Leider ist der Film selten, viel zu wenig bekannt und ausserhalb Japans offiziell nie veröffentlicht worden, so dass Sweet Home nicht die Anerkennung findet, die er verdient.

Der Film hebt sich dank wunderschönen Kameraeinstellungen und ein Gespür für das perfekte Timing, was das Zusammenspiel von Kamera und Soundtrack angehen, von US-Slashern ab. Bietet in dieser Hinsicht einen Mehrwert. Teilweise erinnert der Film rein vom fantastischen Inhalt her, auch an Ital. Klassiker von Dario Argento.

Der Inhalt ist zwar dünn, doch das ist nicht negativ (in einem Slasher / Spukhaus Setting erwarte ich auch nicht eine sonderlich tiefgründige Story). Die mir unbekannten Darsteller machen allesamt einen guten Job – so auch der dazumal noch relativ unbekannte Regisseur Kiyoshi Kurosawa, der später einige bekannte und erfolgreiche Filme drehen sollte – so. z.B. 1997 Cure und spätere Werke wie Before We Vanish (war am NIFFF 2018 zu sehen), Creepy (war am NIFFF 2017 zu sehen) oder Pulse (im Original: Kairo).

Im Gegensatz zu seinen späteren Werken erzeugt der Film nicht nur durch Settings, Kameraeinstellungen und stimmungsvollen Bilder Grusel und Angst, sondern man setzt auch auf spektakuläre Spezialeffekte. Für diese holte man sich den Amerikaner Dick Smith an Bord, der u.a. die Effekte für Filme wie Der Exorzist, Scanners oder The Sentinel inszenierte. Mit ihm war ein absoluter Fachmann an Bord, was man den aufwändigen Effekten (vor allem das Finale, typisch in seiner Grösse und Wucht, japanisches Kino halt) zu jeder Sekunde ansieht. Der Film ist kein Splatterfest, aber auf 2-3 tolle Momente darf sich der Fan durchaus freuen (und die Kreation im Finale toppt dann nochmal fast alles zuvor Gezeigte).

Fazit: Fans von japanischen Horrorfilmen absolut zu empfehlen!

Infos:

O: Suwîto hômu

Japan 1989

R: Kiyoshi Kurosawa

D: Jûzô Itami, Nobuko Miyamoto, Nokko, Shingo Yamashiro, Tsutomu Yamazaki

Laufzeit der jap. LD: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 04.01.19

Fassungen: Mir lag die jap. LD von Toho vor = Uncut, japanischer O-Ton, keine Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Der Film ist offiziell nie ausserhalb Japans veröffentlicht worden. Es gibt daher keine legalen Fassungen mit englischen Subs (Stand: Jan. 2019). Eine dt. Vö gibt es natürlich auch nicht (Stand: Jan. 2019). Die LD ist sehr teuer (175 USD bis über 200 USD). Ich habe 175 USD gezahlt. Auch das jap. VHS ist nicht günstig (ab 100 USD).

Montag, 11. Dezember 2017

The Conjuring 2 Review

The Conjuring 2

Story:

1975: Lorraine and Ed Warren (Patrick Wilson, Vera Farmiga), welche im Namen der Kirche paranormale Geschehnisse untersuchen, reisen nach England, Nordengland. Dort helfen sie einer Familie, dessen Haus scheinbar von paranormalen Ereignissen betroffen ist...

Meine Meinung:

Wem schon der ersten Film (The Conjuring) vom Gruselspezialisten James Wan (Insidius) Gefallen hat kann sich die Fortsetzung bedenkenlos ansehen. Der zweite Teil ist kein billiger Aufguss, sondern ein ebenbürtiger Film, der das schon hohe Niveau von Teil eins halten kann.

Der Film beruht wie auch Teil eins auf einer wahren Geschichte (Enfield Poltergeist). Ob alles genau so stimmt, weiss ich nicht. Aber im Abspann sieht man echte Live Bilder und hört Ausschnitte von echten Tonaufnahmen des Enfield Falles. Auf alle Fälle wurde das alles filmisch toll umgesetzt.

Aus Teil eins kehren Patrick Wilson und Vera Farmiga zurück. Sie wie auch die anderen Beteiligten machen einen super Job. Sehr intensiv gespielt was auch für die Kinder/Jugenddarsteller gilt (ohne dies hätte der Film gar nicht funktioniert). Zugute kommt dem Film, dass die Figuren überhaupt nicht oberflächlich sind. Man nimmt sich für diese Zeit, sie werden gut und tief charakterisiert. Auch beim Aufbau der Story nimmt man sich Zeit. Trotz der stolzen 134 Min. wurde der Film zu keiner Sekunde langweilig.

Nun die wichtigste Frage: ist der Film spannend? Erschaudert man? Ich muss sagen, dass ich nie zusammengezuckt und/oder erschrocken bin (viele andere im Kino jedoch schon). Trotz dessen ist der Film sehr spannend, stimmungsvoll, unheimlich und sorgte auch bei mir für Gänsehaut (mehrfach, auch bei 2. Sichtung auf Heimmedium).

Nur schon wegen diesem schön intensivem Gruseln lohnt sich der Film auf jeden Fall. Dazu kommt, dass der Film technisch erste Sahne ist - und auch die Kameraführung und Einstellungen tragen viel zur unheimlichen Spannung bei. Das alte Flair (London, England der 70er Jahre) gefällt mir persönlich auch sehr gut, so dass ich nur sagen kann: Ab ins Kino bzw. ab in den Warenkorb!
 

Infos:

O: The Conjuring 2

USA 2016

R: James Wan

D: Vera Farmiga, Patrick Wilson, Madison Wolfe

Laufzeit der deutschen Blu Ray: 133:52 Min.

Erstsichtung: 22.07.16 (Kino Schweiz) / 2. Sichtung: 08.12.17

Fassungen: Nach Kinobesuch lag mir die deutsche Blu Ray von Warner Bros. vor = Uncut, Wendecover, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs an Bord. Bei einem solch gruseligem Film ist eine gute Bild- und Tonqualität sehr wichtig – daher kaufte ich die Blu Ray!

Dienstag, 10. Oktober 2017

Witchtrap Review

Witchtrap

Story:

Das Lauder Haus gilt als von Geistern besiedelt. Mysteriöse Unfälle und Suizide sind dort geschehen. Der neue Inhaber plant ein Bed and Breakfast zu eröffnen. Dazu soll das Haus exorziert werden. Ein Team von paranormalen Experten und zwei Cops, welche die Sicherheit garantieren sollen, nehmen sich dem Haus an. Es dauert nicht lange, bis es die ersten Opfer zu beklagen gibt…

Meine Meinung:

80er Jahre B-Spukhaus Horror der versucht, eine übernatürliche Story zu erzählen aber dabei dann doch die 08/15 Slasher Schiene à la Halloween oder Freitag der 13. fährt, in welcher die Figuren nur Kanonenfutter darstellen und nach ca. 40 Minuten einer nach dem anderen aus dem Film scheidet.

Das hat mir zugesagt, da ich 80er Jahre Horrorfilme, Spukhaus Motive und auch Slasher Filme gerne mag. Es handelt sich um einen B-Film. Originalität sollte man ebenso wenig erwarten wie Spannung oder wirklich talentierte Darsteller und intelligente Dialoge. Im Gegenteil – der Film versucht ernst zu sein, aber scheitert an seiner unfreiwilligen Komik und lächerlichen Dialogen.

Dafür gibt es alles, was der 80er Jahre Horrorfan will: Nackte Tatsachen (u.a. Scream Queen Linnea Quigley, bekannt aus Return of the Living Dead), Klischees, unfreiwillige Komik und blutige Splattereffekte (nur in der Unrated Fassung).

Daher: für mich genau das richtige, auch wenn Längen (in den ersten 40 Minuten) vorhanden sind (auch das gehört zu dieser Art Film – halt der typische Filmaufbau mit Füllszenen).

Fazit: Für US 80er Jahre Horrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: Witchtrap

USA 1989

R: Kevin Tenney

D: Linnea Quigley, James W. Quinn, JP Luebson, Clyde Talley, Virginia Miller, Judy Tatum

Laufzeit der US Blu: 91:24 Min.

Gesehen am: 15.09.17

Fassungen: Mir lag die US Blu Ray / DVD Combo Fassung vor. All Region Blu Ray. Erstklassige Bild- und Tonqualität. Selbst englische Subs und exklusive Extras finden sich auf der Scheibe. Film ist selbstverständlich Uncut. Die deutschen Ausgaben haben keine Subs zum O-Ton, kaum Extras, Bildqualität dürfte nicht der US Ausgabe entsprechen (weil das Master für die US Blu vom Regisseur und Cinematographer überwacht und abgesegnet wurde) und: sind nur Rated R, während die US Blu Ray der Unrated Fassung entspricht. D.h.: die deutschen Fassungen sind in mehreren Splatterszenen zensiert. Bisher stellt nur die US Blu Ray die Unrated Fassung dar. Alle anderen Fassungen weltweit sind zensiert.

Dienstag, 18. April 2017

The Boogey Man Review


 
 
The Boogey Man

Story:

Ein scheinbar magischer Spiegel holt die schreckliche Vergangenheit eines Geschwisterpaares wieder ein und es dauert nicht lange, bis es die ersten Opfer zu beklagen gibt…

Meine Meinung:

Dem Deutschen Regisseur Uli Lommel gelang mit The Boogey Man ein Welterfolg, welchen ihn über Nacht zum gefragten Regisseur machte. Der Film, der zunächst sichtlich durch John Carpenters Halloween beeinflusst scheint, geht im Verlauf der phantastischen Story jedoch seinen eigenen Weg.

Mir hat der Film gut gefallen. Der Mix aus Halloween, Amityville Horror und Poltergeist (Spukhaus Elemente, böser Spiegel, fliegende Gegenstände, übernatürliches Element als Mörder) Elementen machen den Film origineller und abwechslungsreicher, als er zunächst erscheint.

In seinem Tun erinnert der Film natürlich an einen Slasher – was vor allem die fantasievollen Morde betrifft. Der Film ist durch eine gute Kameraarbeit und durch einen tollen Soundtrack (an Halloweens Theme und Giallo Soundtracks erinnernd) sehr stimmungsvoll, die Figuren sind überzeugend (Suzanna Love war später gar mit Uli Lommel zusammen und spielte auch in späteren Filmen von ihm mit). John Carradine ist mir hingegen nicht Mal aufgefallen – wahrscheinlich sieht er jünger ganz anders aus und daher fiel er mir nicht auf.

Fazit: Für 80er Jahre Slasher bzw. Horrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: The Boogeyman

USA 1980

R: Uli Lommel

D: Suzanna Love, Ron James, John Carradine, Nicholas Love, Raymond Boyden

Laufzeit der UK Blu: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 19.03.17

Fassungen: Mir lag die UK Blu Ray von 88 Films mit Wendecover (eine Seite ziert den Alternativtitel The Bogey Man) vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, keine englischen UT zum O-Ton. Als Bonus gibt es u.a. einen Trailer mit dem Regisseur. In Deutschland Uncut in diversen Auflagen von diversen Labels auf Blu Ray veröffentlicht worden.

Sonntag, 12. März 2017

Amityville - A New Generation Review

Amityville - A New Generation

Story:

Ein Artist erhält von einem Obdachlosen einen Spiegel geschenkt. Was der Artist, seine Mitbewohner und Nachbarn nicht wissen: der Spiegel stammt aus dem ehemaligen Amityville Spukhaus und ist verflucht. Es dauert nicht lange, bis die erste Leiche gefunden wird. Die Polizei (Terry O'Quinn) beginnt zu ermitteln...

Meine Meinung:

Der 7. und bisher vorletzte Teil der Originalreihe ist solider Horrordurchschnitt den man sich als Horrorfan gut Mal ansehen kann. Man darf kein Meisterwerk erwarten, aber so für Zwischendurch und ohne grössere Erwartungen zu haben (bzw. als anspruchslose und kurzweilige Unterhaltung) wird man doch ganz gut unterhalten. Da hat mir z.B. Teil drei der Reihe doch weniger gut gefallen.

Einige werden sagen, dass die Spiegel Story nicht originell ist. Doch ein Wechsel war willkommen - man kann nicht in jedem Teil eine Spukhausgeschichte aufwärmen, immer und immer wieder. Das wäre auch nicht originell gewesen. So gesehen empfand ich die Spiegelgeschichte, wenn allgemein im Genre nicht neu, doch als willkommene Abwechslung. Auch die diversen Figuren in dem Gebäude (Künstler, Artisten, Ausgeflippte...) passen gut zur Story (z.B. die Malerin). Es ist interessant, welche Dinge die Leute Dank dem Spiegel tun. Und wer jetzt denkt, das hat mir der Originalreihe nichts mehr gemeint der irrt: es wird ein Querverweis und Link zu den früheren Werken aufgestellt. Ob dies glaubhaft oder an den Haaren herbeigezogen ist kann der Zuschauer selbst wählen. Zumindest bietet der Film in dieser Hinsicht paar schöne Szenen (Anstalt Rückblende).

Doch die Filmemacher waren bei Fortsetzungen schon immer kreativ, so auch hier. Viel Gore darf man nicht erwarten und es ist ein Teil der Reihe, der sicherlich am wenigsten Effekte bietet. Aber im Grossen und Ganzen ist der Film grundsolide, technisch gut in Szene gesetzt. Von den Figuren gefällt vor allem The Stepfather Star Terry O'Quinn in der Nebenrolle als sympathischer Polizist. Der Rest ist okay, aber nicht der Rede wert. Etwas nackte Haut gibt es auch zu sehen.

Wer die Rehe mag, kann sich gut auch diesen Teil ansehen! Solide! Weitere Horrorfilme in welchen Spiegeln eine Rolle spielen: Mirror, Mirror & Mirrors.

Infos:

O: Amityville - A New Generation

USA 1993

R: John Murlowski

D: Ross Partridge, Julia Nickson, Lala Sloatman, Terry O'Quinn

Laufzeit der TW DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 28.08.16

Fassungen: In Deutschland scheinbar bisher nur auf VHS veröffentlicht worden, dafür Uncut (Stand: Aug. 2016). Mir lag die DVD aus Taiwan vor = Uncut, durchschnittliche Bildqualität, dafür DD 5.1 und u.a. englische UT zum englischen O-Ton (US DVD nur 2.0 Sound und keine englische UT).