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Montag, 16. Februar 2026

Send Help

 

Send Help

Story:

Die kaufmännische Angestellte Linda (Rachel McAdams) und ihr Chef (Dylan O'Brien) überleben als einzige einen Flugzeugabsturz und finden sich auf einer Insel wieder, wo sie angespült wurden. Linda, die zuvor von ihrem Chef schikaniert und lächerlich gemacht wurde und zudem ein Survival-Fan ist, bekommt nun die Chance, dass sich das Blatt wendet, als sie ihren Chef verletzt und ausgeliefert vorfindet…

Meine Meinung:

Als ich den Trailer zu Send Help im Kino sah, fand ich die Ausgangslage amüsant und originell. Als ich sah, dass der Film dann noch von Sam Raimi (The Evil Dead, Evil Dead II, Intruder), sollte ein Kinobesuch beschlossene Sache sein. Leider wurde der geplante Kinobesuch nicht umgesetzt (siehe Fassungen). Und das war sogar besser so, denn Send Help hat mir leider nicht wirklich sonderlich gut gefallen. Da war Drag Me to Hell für meinen Geschmack nach wie vor sein letzter guter Film von ihm. Leider wurde Send Help auch hier und da mit Drag Me to Hell vergleichen. Ob ich zu viele Erwartungen hatte?

Ich denke nicht. Das Hauptproblem war, dass mir beide Hauptfiguren nicht gefallen haben. Natürlich stark gespielt, aber beide waren mir null sympathisch. Im Gegenteil: beide haben mich sogar genervt. Ihre Wandlungen sind unglaubwürdig, was irgendwo auch okay ist, da fiktiver Film. Aber wenn die Hauptpersonen nerven und keine Identifikationsfiguren darstellen, dann hat ein Film, egal wie gut er ist, schon verloren. Auch der Verlauf der Handlung war zäh und am Ende eigentlich auch unlogisch. Es wird zu wenig daraus gemacht. Und mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden war mir der Film auch zu lang und dafür passierte zu wenig.

Schlimm waren leider auch viele CGI-Effekte, was schade ist. Und das gilt auch für einige der Ekel-Szenen (mit dem Schwein z.B.). Das war schade. Einzig und allein die Szene mit dem Erbrechen am Strand war toll, da wirklich super eklig und sehr an Drag Me to Hell erinnernd (in welcher die Hauptdarstellerin Leichenwasser in den Mund bekommt). Hier ist es nun Erbrochenes. Das war die einzige Szene, in der ich Schmunzeln musste. Bruce Campbells Cameo-Auftritt habe ich nämlich verpasst, sonst hätte ich auch in dieser Szene geschmunzelt. Die anderen Nebenfiguren sind uninteressant.

Fazit: Geschmackssache. Kommt leider definitiv nicht an Drag Me to Hell ran. Wäre auf Netflix und Co. besser aufgehoben gewesen, als im Kino…

Infos:

O: Send Help

USA 2026

R: Sam Raimi

D: Dylan O'Brien, Rachel McAdams

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 113 Min.

Gesehen am: 15.02.26

Fassungen: Da der Film in Bern leider nur synchronisiert und nicht im O-Ton lief, sah ich mir den Film in Englisch via Stream an. Eine deutsche DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Feb. 2026).

Dienstag, 28. Juni 2022

Harte Ziele Review

Harte Ziele

Story:

 

Reiche Gangster (Lance Henriksen, Arnold Vosloo) organisieren für Reiche (u.a. Joe Warfield) Menschjagden in New Orleans. Doch als die Tochter (Yancy Butler) eines Opfers (Chuck Pfarrer) und deren Helfer (Jean-Claude Van Damme) unbequeme Fragen stellen, laden auch diese auf der Abschussliste…

 

Meine Meinung (Unrated Fassung & XXL Rohschnitt-Fassung = Sneak Preview Fassung):

 

Früher habe ich Harte Ziele als besten US-Film von John Woo (The Killer, A Better Tomorrow, Hard-Boiled) betitelt. Heute kann ich das nicht mehr sagen. Dazu müssten zuerst Neusichtungen von Operation: Broken Arrow und Im Körper des Feindes her. Auf jeden Fall ist Harte Ziele für sich gesehen ein unglaublich toller Film und das damalige US-Debüt von John Woo (Windtalkers).

 

John Woo, dem Sam Raimi (Tanz der Teufel) zur Seite stand (Studio hatte Angst, dass Woo zu wenig gut Englisch kann), hatte leider Probleme mit seiner Wunschfassung und dem Studio. Sieht man sich den XXL Rohschnitt-Fassung (=Sneak Preview Cut) an und schaut, was davon in der Un- oder R-Rated (Kinofassung) übrig ist, ist das ein echtes Ärgernis. Die XXL Rohschnitt-Fassung (= Sneak Preview Cut) bietet mehr John Woo Feeling und ist für Fans die bessere Filmfassung.

 

Die Unrated Fassung, welche auch in Gewaltszenen nach wie vor teilweise stark zensiert ist, ist dennoch auch eine gut schaubare Fassung. Ausserdem mag ich die deutsche Synchronisation, da ich Harte Ziele als Kind/Jugendlicher zuerst im deutschen Free-TV sah und selbst in der stark verstümmelten Fassung mochte ich den Film. John Woo abreitet mit Jean-Claude Van Damme (The Last Mercenary). Dieser macht, mit Ausnahme von seiner Frisur, eine gute Figur, so war er doch auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

 

Vor allem die Zeitlupen-Szenen im Finale komme Van Damme gut zu stehen: da kann er Stunts wie Saltos einlegen, seine Kicks demonstrieren und Gegner blutig ins Jenseits befördern. Für eine US-Actionfilm gibt es sehr viel Action und wenig Plot zu sehen. Der Plot um Menschenjagd ist dünn, aber perfekt geeignet, um dem Fan spektakuläre und blutige Action zu bieten.

 

Das New Orleans Setting kommt dem Film auch gut zu stehen und auch die Musik mochte ich. Sehr Freude hatte ich ausserdem an den Bösewichten des Filmes: Lance Henriksen (House III, Piranha II – Fliegende Killer) und Arnold Vosloo harmonieren prächtig miteinander und sind schön fies, diabolisch und charismatisch.

 

Zudem ist der Film schön politisch unkorrekt (z.B. gegen Übergewichtige wie Eliott Keener, bekannt aus Angel Heart). Abstriche gibt es bei Yancy Butler (zu naiv, unglaubwürdig), dem Humor (weiblicher Cop und Geburtstagskuchen in Schublade) und dem Overacting von Jean-Claude Van Dammes Filmonkel (Nervt: Wilford Brimley). Wobei er bei Neusichtung weniger nervte als früher. Sam Raimis Bruder Ted hat, wie dazumal (Candymans Fluch) üblich, seinen obligatorischen Gastauftritt.

 

Fazit: Harte Ziele ist einer der besten Filme von John Woo und Jean-Claude Van Damme und jedem Actionfan uneingeschränkt zu empfehlen! 

 

Gefolgt von: Hard Target 2

 

Infos:

 

O: Hard Target

 

USA 1994

 

R: John Woo

 

D: Jean-Claude Van Damme, Yancy Butler, Lance Henriksen, Arnold Vosloo, Wilford Brimley, Chuck Pfarrer, Robert Apisa, Joe Warfield, Ted Raimi

 

Laufzeit der deutschen DVD / XXL Rohschnitt-Fassung: 116:24 Min.

 

Neusichtung am: 14.06.22

 

Fassungen: Es gibt mind. fünf Fassungen:

 

1. R-Rated Kinofassung: Schrott, da stark zensiert. 

 

2. Unrated Fassung: Gut schaubar und gibt es auf DVD / Blu-Ray, aber im Gegensatz zur XXL

Rohschnitt-Fassung noch immer in Handlung, Action und Gewalt zensiert. 

 

3. XXL Rohschnitt-Fassung = Sneak Preview Fassung. Die Fassung läuft ca. 116 Minuten. Bei der Fassung handelt es sich eigentlich um die Sneak Preview Fassung. Bei dieser waren die Gäste mit Zeitlupenszenen, Flashbacks und Gewaltszenen nicht zufrieden. 

 

4. Rohschnittfassung von 127 Minuten mit Time-Code (auch Workprint Fassung genannt). 

 

5. Rohschnittfassung von 122 Minuten mit Time-Code (auch Workprint Fassung genannt).

 

Interessant ist, dass der 127minütig Rohschnitt/Workprint Fassung zwar keine Musik und einen laufenden Timecode zeigt, dafür aber eine bessere Bildqualität und ein besseres Bildformat aufweist als die XXL Rohschnitt-Fassung. Und: es gibt sogar noch hier und da etwas mehr Gewalt-Spitzen (Leiche länger zu sehen, ein weiterer Typ wird im Finale erschossen, mehr Einstellungen als der Farbige erschossen wird). 

 

 





 

XXL Rohschnitt-Fassung/Sneak Preview Vs. Unrated DVD

 

 

Mittwoch, 15. April 2020

Intruder Review

Intruder

Story:

In einem Supermarkt geht nachts ein unbekannter Killer umher und dezimiert die Angestellten…

Meine Meinung:

Dem Dream Team aus The Evil Dead um Scott Spiegel (Regie), Sam Raimi (Nebenrolle), Ted Raimi (Nebenrolle) und Bruce Campbell (Cameo am Ende als Polizist) gelang mit Intruder ein bekannter 80er Jahre Slasher, der vor allem durch seinen überdurchschnittlichen Blutgehalt für Furore sorgte.

Der Film hat die Neusichtung aktuell bestanden, auch wenn der Film in meinen Augen ausser den Effekten und den kreativen Tötungsszenen sonst kaum mehr etwas zu bieten hat, sieht man Mal von paar speziellen Kameraperspektiven à la Scott Spiegel und dem fiesen, bösen Ende ab.

Das Ende gefiel. Was weniger gefiel war die erste lahme Hälfte. In den ersten 30 Minuten passiert gar nichts. Da kann man gut nebenbei noch andere Dinge erledigen. Den ersten Mord gibt es ab 33 Minuten und selbst in der Unrated Fassung ist der Film nicht gänzlich Uncut – mind. zwei Morde sind im Workprint länger und deutlich blutiger/brutaler. Schade, dass diese zwei Szenen nicht komplett restauriert und in die Unrated eingefügt wurden…

Die Effekte sind sehr gut getrickst worden. Wenn man mit anderen Slasher aus der Zeit vergleicht (z.B. die Freitag der 13. oder Halloween Reihe), so haben diese zusammengefasst in Sachen Effekte und Blutgehalt keine Chance gegen Intruder, der einer der blutigsten 80er Slasher überhaupt ist. Die starken Effekte stammten, und dies überrascht wenig, von der KNB-FX Group, die einen durch und durch hervorragenden Job gemacht haben.

Bei Intruder handelt es sich um einen Low-Budget Film. Dies sieht man dem Film, ausser bei den Effekten und Kameraführung, auch an. Vor allem der ein oder andere der Laiendarsteller war nicht immer überzeugend und das Overacting des Killers zuweilen gar lächerlich.

Interessantes Detail zum Killer: auf vielen Motiven (VHS Cover etc.) wird der Killer sichtlich erkennbar als Hauptmotiv aufs Front-Cover geklatscht – da kommen schon fast Erinnerungen an DVD-Menüs zu Der New York Ripper auf, die auch die Identität des Killers preisgaben.

Fazit: Zwar kein Kracher (bzw. nur was die Effekte angehen), aber für 80er Slasher Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Intruder

USA 1989

R: Scott Spiegel

D: Elizabeth Cox, Renée Estevez, Dan Hicks, David Byrnes, Sam Raimi, Ted Raimi, Bruce Campbell

Laiufzeit der US-Blu: 87:35 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: 24.02.20

Fassungen: Mir lag die Code Free US-Blu Ray von Synapse films vor = Erstklassige Bild- und Tonqualität, keine Subs, exklusive Extras, Uncut. Diese liebevolle Synapse Vö lässt keine Wünsche offen. Eine weitere Limited Edition bieten als dritte Disc den Workprint an, der in einigen Mordszenen sogar noch länger und blutiger ist als die Unrated Fassung. In Deutschland Uncut auf Blu-Ray von CMV zu haben.

Montag, 14. Oktober 2019

Evil Dead II Review


Horroktober 2019
Evil Dead II

Story:

Ash (Bruce Campbell) schlägt sich in einer Waldhütte gegen Dämonen, heraufbeschworen aus dem Buch der Toten, dem Necronomicon, herum und kämpft um sein Leben. Zu seiner Person stösst später eine Gruppe dazu…

Meine Meinung:

Teil zwei der kultigen «Tanz der Teufel» Reihe ist weniger gut als Teil eins. Dies ausfolgenden Gründen: Teil eins war bedrohlicher, ernster, unheimlicher. Man spielte mit den Erwartungen des Zuschauers. Es wird mehr Stimmung und Nostalgie geboten und es gibt deutlich mehr Splatter als im 2. Film.

Trotzdem ist Teil zwei alles andere als ein schlechter Film. Im Gegenteil: er hat mir aktuell besser denn je gefallen! Zwar handelt es sich fast mehr um ein Remake als um eine Fortsetzung (Story aus Teil eins wird quasi nur neu aufgelegt), doch der Unterhaltungswert des Fun-Splatters ist sehr hoch. Dasselbe gilt für das Tempo. Der Film hat eine Laufzeit von knapp etwas mehr als 80 Minuten (mit Abspann) und die Handlung und Action legen sofort los. Keine lange Einleitung, keine Längen. Ash ist praktisch permanent den Dämonen, dem Wahnsinn und skurrilen Gegnern ausgesetzt. Das macht enorm viel Spass und Bruce Campbells Karriere wurde danach so richtig lanciert (im B-Film).

Andere Namen sind wenig bekannt und interessant. Bruce Campbell hat den Film mit produziert. Auf dem Regiestuhl nahm erneut Sam Raimi Platz. Wo die zwei auftauchen, dürfen Namen wie Ted Raimi (spielt einen der Dämonen), Rob Tapert (Produzent von Teil eins oder der Ash Vs. Evil Dead Serie, die viel später erscheinen sollte) oder Scott Spiegel (Bruce Campbell legte in dessen Intruder einen Gastauftritt hin) nicht fehlen.

Nebst weniger Längen, mehr Ash, grossem Unterhaltungswert sieht man dem Film das höhere Budget deutlich an – vor allem die Effekte sind stark geworden und genug nach meinem Geschmack (nur der von Ted Raimi gespielte Dämon sieht doch arg billig aus). Das gilt nicht nur für Splattereffekte sondern für die Dämonen-Make-Up Masken, Stop-Motion Effekte und sonstige Effekte (die Monster-Bäume, die Baum-Hand, die lebenden Gegenstände wie Stühle, Lampe, Hirsch-Kopf) waren Spitzenklasse. Das farbige Blut (wegen der Freigabe) passte aber auch wunderbar dazu, da herrlich surreal. Für die Effekte war die KNB FX Group zuständig.

Fazit: Wer Teil eins mochte, kann sich Teil 2 bedenkenlos ansehen! Fun-Splatter vom Feinsten!

Gefolgt von: Die Armee der Finsternis

Infos:

USA 1987

R: Sam Raimi

D: Bruce Campbell, Sarah Berry, Dan Hicks, Kassie Wesley DePaiva, Ted Raimi

Laufzeit der US-DVD: 84:12 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Mir lagen die US-DVD von Anchor Bay vor (Book of the Dead Edition* und die Tin Box) = * Uncut (Kinofassung), Englischer Ton, keine Subs, exklusive Extras, sehr gute Bild- und Tonqualität. Für die Kinofreigabe wurde der Film zensiert. Es gibt Bootleg, Workprint- und Alternative-Fassungen (mexikanische TV-Fassung). Auf der deutschen Blu-Ray befindet sich eine Fassung mit mehr Szenen (die z.T. aus dem Making of stammen).

Dienstag, 30. Oktober 2018

The Evil Dead Review

Horroktober 2018 Spezial
The Evil Dead

Story:

Eine Gruppe von Freunden (u.a. Bruce Campbell) verbringen ihr Wochenende auf dem Land in einer Blockhütte. Durch Zufall wird das Böse in Form von Dämonen zum Leben erweckt, welche die Gruppe zu dezimieren beginnt…

Meine Meinung:

The Evil Dead ist ein Klassiker des Horrorgenres. Der Film hat in den Jahren zwei Fortsetzungen, ein gutes Remake und eine TV-Serie erfahren, die sich alle lohnen (mehr oder weniger), wobei mir Teil eins nach wie vor am besten gefällt. Ursprung des ganzen war der Kurzfilm Within the Woods (1978) von Sam Raimi, in welchem er die «The Evil Dead» Geschichte vorneweg nimmt. Star Bruce Campbell war in Within the Woods ebenfalls schon mit an Bord (dort jedoch als Bösewicht) wie auch im drei Jahre späteren Film The Evil Dead (jedoch neu in der Rolle des Helden).

Als Horrorfilmfan sollte man den Film kennen und früher oder später stösst man auf diesen legendären Titel, der in Deutschland eine tragische Zensur-Geschichte inklusive langem Verbot innehatte (inzwischen aufgehoben, mehr dazu unter Fassungen). Dies machte den Film für Horrorfilmfans nur umso interessanter. Es war in meiner Jugendzeit, als ich mir den Film als VHS holte (DVD gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht). Kostenpreis schon damals: 99 Franken für das Astro VHS! Das waren noch Zeiten!

Die Erwartungen dazumal waren immens hoch und wurden nicht enttäuscht: der Film gefiel mir damals sehr gut und tut es auch heute noch! Sam Raimi, inzwischen zum Regisseur in Hollywood aufgestiegen (Darkman, Schneller als der Tod, The Gift, Spiderman 1-3, Drag Me to Hell), werde ich weiterhin vor allem mit The Evil Dead, seinem besten und bekanntesten Werk, in Verbindung bringen.

Gekonnt spielt Sam Raimi mit den Erwartungen des Zuschauers, um eine einfache und simple Story zu erzählen, die funktioniert, ohne ein grosses Budget verschlungen zu haben (ein Auto, eine Hütte, paar Effekte, fertig). Das liegt auch daran, dass es vor allem Freunde und Bekannte des Regisseurs waren, die am Film mitgewirkt haben. Diese konnten sich vor allem in der Horrorszene einen Namen machen.

Bruce Campbell war der einzige der Stars, welche danach Karriere machten. Er konnte eine grosse Fan- und Kultgemeinde um sich scharen. Es war in unzähligen Horrorfilmen zu sehen (Maniac Cop, Thou Shalt Not Kill... Except, Brain Slasher, Waxwork 2, My Name Is Bruce). Auch Ted Raimi, der Bruder vom Sam, und Scott Spiegel, waren am Film und im späteren Horrorfilm beteiligt: Intruder (toller 80er Jahre US-Slasher), From Dusk Till Dawn 2 (Direct to Video Fortsetzungen zum Klassiker), 2001 Maniacs (Remake), Blood Rage (toller 80er Jahre Slasher), Shocker (Film von Wes Craven), Candyman (Kurzauftritt in einer Clive Barker Verfilmung) oder Hard Target (bester US-John Woo Streifen).

The Evil Dead bietet abgefahrene, originelle und innovative Kamerafahrten, einen hübschen Score, stimmungsvolle Bilder, einen ruhigen Spannungsaufbau, WTF Momente (Szene mit dem Baum – anhand dieser überrascht die FSK16 Freigabe doch) und wunderbare Spezialeffekte. Hier und da sieht man einigen der Effekte (oder Dämonenmasken) ihr Alter an. Aber im Grossen und Ganzen, wenn man das Budget und Entstehungsjahr berücksichtigt, müssen die Effekte als grandios abgetan werden. Vor allem im Finale gibt der Film, was Blut- und Zerstörungseffekte angehen, nochmals alles (Schmelzen, durch Riesenkrallen zerfetze Dämonen-Körper etc.). Unglaublich und das Warten während dem Film (wie gesagt: der Film ist ruhig, baut sich langsam auf, wer von Beginn an Dämonen und Splatter erwartet, wird enttäuscht werden) lohnt sich!

Fazit: Horrorklassiker, den man als Horrorfilmfan gesehen haben sollte! 

Gefolgt von: Evil Dead II

Infos:

USA 1981

R: Sam Raimi

D: Bruce Campbell, Ellen Sandweiss, Richard DeManincor, Betsy Baker, Theresa Tilly

Laufzeit der US-DVD: 85:26 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 30.10.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anchor Bay vor (Book of the Dead Version) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs, u.a. DTS Tonspur. Gibt es inzwischen in Deutschland Uncut und Frei vor Verbot, auf Blu-Ray (von Sony und Nameless) in Deutsch/Englisch mit deutschen./eng. Subs in diversen Fassungen und Auflagen. Wurde nach Freisprechung vom landesweiten Verbot in Deutschland neu ab 16 Jahren freigegeben. Einige Book of the Dead Ausgaben sollen sich zersetzen (die Verpackung) - mein Exemplar ist zum Glück nicht betroffen.