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Montag, 23. März 2026

Two Great Cavaliers

 

Two Great Cavaliers

Story:

Ming-Rebellen (u.a. Angela Mao, John Liu) versuchen ihren Kollegen (Leung Kar-Yan), der aufgrund einer gestohlenen Namensliste vergiftet wurde, zu retten und dabei die tyrannische Regierung und dessen Truppen (u.a. Chan Sing) zu Fall zu bringen…

Meine Meinung:

Aka Two Great Cavalier. Two Great Cavaliers von Yang Ching-Chen (Shaolin Heroes, Gambling Ghost Are Ready) ist eine kleine, unabhängig von grossen Studios produzierter Eastern aus Taiwan. Und ein extrem sehenswerter dazu. Im Vergleich zu anderen Filmen aus der Zeitspanne wird auf einen Schüler-Meister-Rache Plot sowie Klamauk (oder komische, billige «Archivmusik») verzichtet. Dafür gibt es verhältnismässig viel Kampfszenen zu sehen. Und das von Beginn an. Somit freue ich mehr auf ungesehene Filme des Regisseurs (Trouble Maker Coming, 18 Fatal Strikes).

Ich habe mich vor der Sichtung um den Plot bemüht, da zuerst als südkoreanisches VHS (Nicht Englisch freundlich) gesehen. Und der Plot ist simpel. Dünn. Mittel zum Zweck. Ming-Rebellen gegen Verräter. Eine Namensliste. Das übliche. Dem Plot kann problemlos gefolgt werden. Die Hauptfiguren sind Angela Mao (The Association, The Great Cheat), John Liu (Mars Villa, The Death Duel of Kung Fu) sowie Wen Chiang-Long (Tiger Jungle). Alles Helden. Leung Kar-Yan (Legend of a Fighter) kommt nur am Anfang und Ende vor. Chan Sing (Tiger Force) als Bösewicht und Endgegner auch. Die drei genannten Helden prügeln sich durch den Film, um am Ende zusammen gegen Chan Sing bestehen zu können. Simpel.

Besonders Fans von Angela Mao und John Liu werden mit dem Film bestens bedient und kommen voll auf ihre Kosten. Die beiden spielen die Hauptrollen, haben viel Screentime und beide zeigen viel von ihrem Können. Es gibt sicher fast alle fünf Minuten eine Kampfszene zu sehen. Die Kampf-Choreographie rockt und macht Spass. Daneben gefällt der Film auch durch sonderbare, bunte Kostüme und Gimmicks (z.B. der Schlag von Chan Sing, der seine Opfer lebensbedrohlich vergiftet). Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Die Kampfszenen gefallen, sogar in der mir vorliegenden Vollbild Fassung (2,35:1 wäre das Originalbildformat). Chan Sing gibt, einmal mehr, einen wunderbaren Fiesling und Endgegner ab.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Ci Xiong Shuang Sha

Taiwan 1978

R: Yang Ching-Chen

D: Angela Mao, Leung Kar-Yan, John Liu, Chan Sing, Wen Chiang-Long, Lin Mei-Ling, Shih Chung-Tien, Chin Lung, Ching Kuo-Chung

Laufzeit der VHS aus Südkorea: 86:32 Min. / Laufzeit der VHS aus Amerika: 93:03 Min.

Gesehen am (als Korea-VHS): 22.03.26 / Sichtung der US-VHS: 23.03.26

Fassungen: Ich bin im Besitz der US-VHS von Tai Seng = statt Mandarin Dubbed in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs, Vollbild, sehr gute (im Vergleich zum VHS aus Südkorea heller und schärfer) Bild- und Tonqualität. Das ich diese VHS habe, wusste ich nicht mehr, als ich einige Jahre später die VHS aus Südkorea kaufte. Diese ist im O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs, auch Vollbild, mässige (zu unscharf und in Nachtszenen zu dunkel) Bild- und störende Tonqualität (Mal leise, Mal laut, nach ca. 50 Min. Ton ca. 1-1.5 Sek. asynchron). Ob beide Fassungen Uncut sind, ist mir nicht bekannt. US-DVDs (nur Englisch Dubbed) und eine franz. Fassung (die ich als DVD-R von einem Deutschen bekam) sind zensiert. Was fehlen soll, ist mir nicht bekannt. Die koreanische VHS wirkte komplett, ebenso das US-VHS, welches jedoch sogar länger läuft (1:1 kann ich leider nicht vergleichen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2026).

Sonntag, 14. Dezember 2025

Wounded Tracks Review

Wounded Tracks

Story:

Interpol-Agent Xu Le aus Singapur (Lee Nam-Sing) ermittelt in Hong Kong gegen Gangster-Boss Zhang Tie (Norman Tsui). Er will den Tod eines Kollegen rächen und dessen Namen reinwaschen. Die Mission wird erschwert, als sich Xu in Zhnags Freundin Sharon (Yammie Lam Kit-Ying) verliebt…

Meine Meinung:

Bei Wounded Tracks handelt es sich um einen Film aus Singapur, wobei es auch eine Co-Produktion mit Hong Kong sein könnte. Weil teilweise wurde auch in Hong Kong gedreht und Regie führte nämlich Benny Chan (Raging Fire, The Magic Crane), der mehrere Blockbuster wie Rob-B-Hood, New Police Story, Who Am I? oder Call of Heroes drehte. Und es kann auch sein, dass es sich ggf. um einen TV-Film oder um eine Direct to Video Vö handelt. In vielen Datenbanken ist der Film erst gar nicht gelistet.

Daher habe ich von Wounded Tracks auch nicht allzu viel erwartet. Meine Hoffnungen lagen vor allem auf Norman Tsui (The Secret, City War, The Challenger), der im Film mitwirkt. Er spielt den Bösewicht. Leider kann er allein den Film nicht retten d.h. qualitativ so aufwerten, so dass der Film gut genug wäre, um in meine Filmsammlung aufgenommen zu werden. Der Film beginnt gut. Ich würde sogar sagen, dass das erste Viertel des Filmes das beste des Filmes ist.

Warum? Die Anzahl an diversen Actionszenen ist zu Beginn am höchsten. Danach flacht der Film jedoch ab. Der Plot ist reiner 08/15 Inhalt und erinnert an andere Filme (A Better Tomorrow und sogar Cheap Killers Vibes kommen auf, was die Beziehung von Xu Le und seinem «Kumpel» angehen), ohne jedoch dessen Qualitäten zu erreichen. Es gibt Längen und ich mochte die Helden nicht wirklich. Wenig sympathisch. Dass dann noch Namen wie Nick Cheung (Breaking News) mitmischen, den ich nicht sonderlich mag, hilft auch nicht, mich zu überzeugen. Norman Tsui als Bösewicht bleibt leider auch hinter den Erwartungen und das Finale war gar enttäuschend und unspektakulär.

Fazit: Kein Must See Titel aus Benny Chans Karriere!

Infos:

O: 傷城記

Singapur 1994

R: Benny Chan Muk-Sing

D: Lee Nam-Sing, Norman Tsui, Yammie Lam Kit-Ying, Nick Cheung Ka-Fai, Ben Ng Ngai-Cheung

Laufzeit der US-VHS: 88:24 Min.

Gesehen am: 13.11.25

Fassungen: Mir lag das Vollbild-US-VHS von Tai Seng vor = solide Bild- und Tonqualität, Kantonesischer Ton, keine Untertitel, sah Uncut aus. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2025).

Samstag, 6. Dezember 2025

Ninja Kung Fu Review


Ninja Kung Fu

Story:

Japaner attackieren China und dringen ins Land ein. Ihr Ziel ist es, den Kaiser (Ti Lung) zu töten und ein wertvolles Buch über Kampftechniken zu finden. Die Chinesen suchen nach einem Meister und dessen drei Schüler (Phillip Kwok Chun-Fung. Chiang Sheng, Lu Feng), die es mit den Japanern (Yasuaki Kurata) aufnehmen sollen…

Meine Meinung:

Aka Ninja in the Deadly Trap. Ich sah den Film aus Taiwan, in welchem China von Japanern bedroht wird, seit dem Januar 2008 nicht mehr. Ich habe Ninja Kung Fu und dessen Inhalte mit jenem aus A Life of Ninja verwechselt. Bei letzterem handelt es sich auch um eine 80er Jahre Produktion aus Taiwan, das Wort Ninja kommt im Titel ebenso vor und teilweise spielt auch der gleiche Cast mit (Yasuaki Kurata). Ninja Kung Fu hat die 2. Sichtung bestanden.

Der Film ist, trotz Shaw Brothers Cast und Ähnlichkeiten zu diversen Shaw Arbeiten (z.B. Heroes of the East oder Five Element Ninjas), eine unabhängige Film-Produktion. Scheinbar war die Produktion auch etwas chaotisch, wenn man sieht, wie viele Regisseure einige der Film-Datenbanken listen. Laut hkmdb führten z.B. ganze vier Personen Regie. In einem Interview gab Venom-Star Phillip Kwok Chun-Fung, der im Film mitspielt und auch Regie führte an, dass die «Nicht-Actionszenen» aufgrund Dreh- und Produktionsprobleme von Pao Hsueh-Li (Blooded Treasury Fight) beendet wurden. Was genau es für Probleme sind, wollte Phillip Kwok im Interview nicht verraten.

Sieht man dem Film seine chaotischen Produktions- und Drehbedingungen an? Eigentlich nicht. Auffallend ist nur, dass die 2. Hälfte und das Finale klar besser sind als der Rest. Das liegt aber schlicht an der Tatsache, dass dort die meisten Action-Sequenzen zum Tragen kommen. Der Plot ist relativ dünn. Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra, The Avenging Eagle, The Convict Killer) als General ist in einer Rolle ohne Kampfszenen zu sehen. Dem sollten sich Fans bewusst sein. Ihr Idol oder Liebling ist kein Actionheld in dieser Rolle. Als Bösewicht und Anführer der Japaner (logisch und konsequent) ist natürlich kein geringerer als Yasuaki Kurata (Millionaires Express, V.I.P., Return of the Sister Street Fighter) zu sehen.

Die Kampfszenen sind zuweilen blutig, fantasievoll, voller Ninjas und tollen Eins zu Eins Duellen. Vor allem im letzten Viertel. Die drei Venom Stars Phillip Kwok Chun-Fung (Hard Boiled, Das Höllentor der Shaolin), Lu Feng (Death Ring, Heaven and Hell) sowie Chiang Sheng (The Rebel Intruders, Crippled Avengers) mögen zwar nicht das Charisma anderer Stars aus jener Zeit besitzen, doch was ihre Kampffähigkeiten und die Choreographie angehen, sind sie erste Sahne. Die spielen die drei Helden des Filmes, die China vor den Japanern rettet. Die Kampfszenen im letzten Viertel sind spektakulär und sehenswert ausgefallen. Nur schon allein deshalb lohnt sich die Sichtung des Filmes.

Fazit: Für Eastern Fans ein gefundenes Fressen!

Infos:

O: Sui Si San Chuen

Taiwan 1981, 1982 (je nach Quelle)

R: Pao Hsueh-Li, Phillip Kwok Chun-Fung, Chiang Sheng, Lu Feng

D: Phillip Kwok Chun-Fung, Lu Feng, Ti Lung, Yasuaki Kurata, Chiang Sheng

Laufzeit der US-VHS: 96:15 Min. / Laufzeit der HK VCD: 52:44 & 40:31 Min.

Gesehen am: Januar 2008 / Neusichtung am: 14.09.25 / Sichtung der HK-VCD: 13.02.26

Fassungen: Den Film sah ich früher als US-DVD von Tai Seng. In der Hoffnung für eine O-Ton Fassung kaufte ich mir via FB-Auktion das VHS aus den USA (Tai Seng). Dort heisst der Film Ninja Kung Fu. Schade ist, dass der Film dort neu auf Kantonesisch eingesprochen wurde (mit festen englischen und chinesischen Untertiteln). Mühsam ist, dass die Original-Dialoge in Mandarin noch (leise) zu hören sind. Diese sind, wie auch allgemein der Ton (Kampfgeräusche, Musik) sehr leise abgemischt, was ein komisches Filmvergnügen abgibt. Teilweise hat man fast das Gefühl, eine VCD zu schauen die falsch abgemischt ist (wenn Mandarin und Kantonesisch gleichzeitig aus den Boxen dröhnen). Im O-Ton ist die HK-VCD von Ocean Shores (Canto und Mandarin ohne Subs). In Widescreen scheint bisher nur die VHS aus Japan zu sein (Englischer Dub). In Deutschland ist der Film nur zensiert auf VHS zu haben (Titel: Der Clan der Ninja). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2025). Nachtrag Feb. 2026: Endlich in einer O-Ton Fassung (Mandarin ohne Subs) gesehen via HK-VCD von Ocean Shores. Kommt besser als beim US-VHS (Canto Dub aber Mandarin Dialoge noch leicht hörbar, Umgebungsgeräusche/Musik bei Dialogen kaum zu hören). Wäre zwar jetzt auch in Deutschland erschienen und die deutsche Synchro soll top sein (wurde das jap. VHS als Master gebraucht da Widescreen), aber die VCD war schon auf dem Weg. Tolle Kampfszenen. Keine Untertitel, solide Bild- und Tonqualität. In einem Auktionshaus in HK gefunden. 

Montag, 22. September 2025

Struggle for a Vengeance Review

Struggle for a Vengeance

Story:

Chi Hsiao-Lan (Li Hsuan) liebt Chien Shih Jen (David Tang Wei) und umgekehrt. Beide stammen von verfeindeten Familien. Szu-Ma Hsiao (Wan Chung-Shan) begehrt Li Hsuan selbst und fällt zusammen mit externen Bösewichten einen Plot, um seine Feinde zu vernichten…

Meine Meinung:

Struggle for a Vengeance ist ein Anfang der 70er Jahre Basher, wie es sie zu vielen gab (oder noch geben sollte). Wie schon bei Golden-Headed Eagle kam der Film aufgrund Li Hsuan in die Auswahl, da sie mich in The Avenger überzeugte und ich plante, mehr mit ihr zu sichten. Struggle for a Vengeance hat mir nicht nur gut gefallen, sondern ich empfand den Film als Kracher. Struggle for a Vengeance war besser als erwartet. Ich wurde durch und durch positiv überrascht.

Die Produktion aus Taiwan von Chang Mei-Chun (The Phoenix und ungesehen liegt mir noch Imperial Lady Mi vor) bietet kaum Plot. Die Motive erinnern dabei an Filme mit Wang Yu (z.B. The Chinese Boxer). Der Film ist total unterhaltsam und es gibt sicherlich alle fünf Minuten eine Kampfszene zu sehen. Obwohl das Vollbild an dieser Stelle leider störender als üblich war, gefällt der Film. Sehr sogar. Struggle for a Vengeance ist wahrscheinlich einer der besten und vor allem blutigsten Basher, die ich je gesehen habe. Der Wahnsinn! Staunt man im Verlauf des Filmes immer wieder, so ist es das schier unendlich lange und harte Finale, welches zu überzeugen und begeistern weiss.

Wan Chung-Shan (Intimate Confessions of a Chinese Courtesan, A City Called Dragon) überzeugt als kaum zu besiegender Killer (wobei es nicht ganz klar ist, warum er auf einmal unbesiegbar scheint da er es zuvor nicht war) und im Gegensatz zu Golden-Headed Eagle sah man hier deutlich mehr von Li Hsuan. Sie spielt eine der wichtigen Hauptrollen im Film (und praktisch die einzige Frauenrolle). Sie kann viel zeigen und ihre Rolle bringt durch die Love-Story zu David Tang Wei (The Flying Dragon, The Silver Spear) auch eine Spur Dramatik und Gefühl in den ansonsten ultrabrutalen Film.

Fazit: Einer der besten und blutigsten Basher! Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Tie zhang chuan chang tui

Taiwan 1971

R: Chang Mei-Chun

D: Li Hsuan, David Tang Wei, Wan Chung-Shan, Yi Yuan, Li Yimin, Ko Hsiang-Ting, Tsui Fu-Sheng, Wu Tong-Chiao, Shih Feng, Shih Feng

Laufzeit der US-VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 26.06.25

Fassungen: Beim Kumpel als US-VHS von Tai Seng gesehen. Leider nur in Kantonesisch (statt O-Ton Mandarin) und in Vollbild statt 2,35:1 (Vollbild war diesmal sehr störend). Dafür war die Bildqualität gut, der Film Uncut und es gab englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2025).

Samstag, 20. September 2025

Golden-Headed Eagle Review

Golden-Headed Eagle

Story:

Master of Wu Yue Hall (Wu Min-Hsiung) ist in Wahrheit ein Mörder. Seine «Tochter» Fang-Fang (Li Hsuan) hat er als Baby entführt und sich danach als ihr Vater ausgegeben. Die Eltern hat er getötet. Fang-Fang trifft später auf Hero Sung (Chiang Ming), der ihr das Leben rettet. Dieser macht sich auf, eine Kampfschule zu besuchen. Er hat Beziehungen zu dessen Meister. Dieser will Hero Sung mit seiner Tochter (Feng Chun-Ping oder Yoon Da-Mi) verheiraten, was anderen Schülern (= Bösewichte, die ein doppeltes Spiel spielen, u.a. gespielt von Lee Dae-Yeop) nicht passt. Sie gieren selbst nach dem Mädel und hängen Hero Sung danach mehrere Straftaten an…

Meine Meinung:

Als ich The Avenger sah fiel mir Li Hsuan positiv auf. Als ich Ende Juni einen gestandenen Kung Fu und Eastern Kollegen traf, schickte ich ihm zuvor mehrere Filmtitel von Schwertkampffilmen, in denen Li Hsuan mitspielt. Ich wollte mir mehr Filme von ihr ansehen. Es waren Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre Titel, welche ich recherchierte. So kam ich in den Genuss des taiwanesischen aber in Südkorea gedrehten Golden-Headed Eagle (aka Golden Owl) von Li Kuan-Chang, dessen The Knife of Devil's Roaring and Soul Missing mir noch ungesehen vorliegt. Die hkmdb listet zudem auch einen südkoreanischen Regisseur. Ob es eine eigene, veränderte/alternative südkoreanische Fassung gibt, ist mir nicht bekannt.

Der Film ist sehr solide und ist Fans solcher klassischen Schwertkampffilmen der 60er und 70er Jahre zu empfehlen. Der Film erzählt einen Plot, wie sie Fans des Genres schon kennen. Es werden noch diverse Twists aus dem Hut gezaubert. Auch solche kennt der Fan. Einige Dinge werden nicht erklärt, was aber, denke ich, nicht wirklich schlimm ist. Der Film legt mit viel Action los und führt nach und nach die vielen Figuren ein, wobei einige dann auch verschwinden, ehe sie kurz vor dem Finale wieder auftauchen. Chiang Ming (Tsu Hong Wu) war als Held ok, aber ich hätte lieber mehr von Li Hsuan als von ihm gesehen. Sie war mir charismatischer als er.

Im Mittelteil gibt es nach einem starken Beginn einen kleinen Hänger und die Naivität der einzelnen Figuren war etwas fragwürdig und unglaubwürdig, aber auch das kennt der Fan solcher Filme. Das ist nicht Neues. Wo der Film punktet ist sein blutiges Finale. Allgemein ist der Film in seinen Schwertkämpfen nicht gerade harmlos. Es gibt eine Menge an Blutspucken und Gewalt in den Kampfszenen. Als Bösewichte überzeugen Im Hae-Rim (Devil Spider), Lee Dae-Yeop sowie Wu Min-Hsiung (Heroes in the Late Ming Dynasty).  Und dank dem Südkorea-Setting hebt sich der Film von den Kollegen aus Hong Kong oder den in Taiwan gedrehten Kollegen ab.

Fazit: Solider Schwertkampffilm aus Taiwan!

Infos:

O: Gam tau ying

Taiwan 1969, 1970 (je nach Quelle)

R: Li Kuan-Chang, An Hyeon-Cheol

D: Wu Min-Hsiung, Li Hsuan, Chiang Ming, Feng Chun-Ping, Yoon Da-Mi, Choe Seong-Ho, Lee Dae-Yeop, Im Hae-Rim

Laufzeit der US-VHS: Ca. 78 Min.

Gesehen am: 26.06.25

Fassungen: Ich sah den Film beim Kumpel. Ihm lag der Film als US-VHS von Tai Seng vor (unter dem Titel Golden Owl). Vollbild, keine Subs, Canto statt in Mandarin. Daher sahen wir uns eine DVD-R Fassung an. Dort ist der Film mehrheitlich in Mandarin (einzelne Szenen aus einem unzensierten Kanto Print hinzugefügt) und es wurden englischen Subs erstellt. Quellen dazu waren eine VoD Widescreen Version (in Canto) und Vollbild aber Mandarin Version von FLK-Cinema (ich hatte zuerst eine VCD vermutet, da ca. fünf Minuten vom Film beide Tonspuren gleichzeitig erklingen, also Mandarin und Kantonesisch). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2025).

Samstag, 28. Juni 2025

Death Ring

 

Death Ring

Story:

Sun (Lee Chung-Yat) kämpft um das Herz einer Frau und tötet dabei unwillentlich seinen Gegenspieler. Der Vater der Frau (Chen Kuan-Tai) empfiehlt Sun, zu fliehen. Er geht nach Thailand. Dort wird er u.a. mit dem Vater der Verstorbenen (Chan Sing) konfrontiert, der im Kampf schwer verletzt wird (Ti Lung mischt dort auch noch mit). Viele Jahre später geht es um die Söhne der Protagonisten, welche ihren Rachedurst stillen und nach ihren Vätern suchen und zusammen in einem Thai.-Box-Turnier aufeinandertreffen…

Meine Meinung:

Death Ring ist ein komischer Film und kein Kracher. Wirklich schlecht ist die Mitte der 80er Jahre und zum Teil in Thailand gedrehte Produktion aber auch nicht. Der Film stellt eine Zusammenarbeit des Godfather of Kung Fu, Regisseur Chang Cheh (The Shanghai Thirteen, Chinatown Kid, Vengeance!), und Venom-Star Lu Feng (The Rebel Intruders, Vier gnadenlose Rächer, Ninja Kids) dar, der im Film auch eine Nebenrolle spielt. Chang Cheh hat wohl die Szenen in Hong Kong gedreht und Lu Feng jene in Thailand. Das dürfte auch das wirre und zusammenhängende Skript erklären.

Der wirre Plot war zusätzlich durch fehlende englische Untertitel, viele Zeitsprünge im Setting und hier und da durch eine mässige Bildqualität zusätzlich erschwert. Der lahme und sehr wirre Teil betrifft den Mittelteil des Filmes, wo es gar zu Längen kommt. Die besten Szenen und auch die besten Kampfszenen hat der Film in den ersten 20 Minuten. Die sind sehenswert. Die dort vorgeführten Kampfszenen sind rasant, knackig und spektakulär choreographiert. In diesen mischen dann auch Alt-Stars wie Chen Kuan-Tai (Heroes Two), Ti Lung (trägt eine ähnliche Kleidung wie in The Shanghai Thirteen) und Chen Sing (Tough Guy) mit. Deren Kämpfe gehören natürlich auch zu den Highlights des Filmes.

Danach flacht der Film, wie erwähnt, ab. Zwar gibt es hier und da Mal einen Kampf zu sehen, doch die Qualität der Kampfszenen der ersten 20 Minuten wird danach nie mehr erreicht. Es gibt mind. zwei solide Turnier-Thai.-Box-Szenen und auch im Finale folgen noch einige Prügeleien. Die erreichen aber nur noch solide Qualität. Lu Feng taucht erst später im Film auf und spielt nur eine Nebenrolle. Die Hauptfigur wird von Lee Chung-Yat (The Nine Demons) gespielt. Nebst ihm hat auch Co-Star Cheung Tai-Lun schon oft mit Chang Cheh gedreht (The Naval Commandos).

Fazit: Kein Must See Titel. Dazu gibt es im Mittelteil zu wenig Action und der Plot ist zu konfus. Nur für Hardcore-Fans von Chang Cheh zu empfehlen!

Infos:

O: Lei Tai

HK 1984

R: Chang Cheh, Lu Feng

D: Lu Feng, Chan Sing, Ti Lung, Chen Kuan-Tai, Lee Chung-Yat, Cheung Tai-Lun, Chai Kuang-Ning, Ho Kang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 84:19 Min.

Gesehen am: Juli 2010 / Neusichtung: Ende März 2025

Fassungen: Für meine damalige Erstsichtung lag mir die US-DVD von Tai Seng vor. Uncut, Vollbild, nur Englisch Dubbed. Die DVD wurde 2011 von Chen Kuan-Tai signiert. Für die 2. Sichtung lag mir die VHS aus Südkorea vor. Dieses hat den Vorteil des Mandarin O-Tones. Dazu gibt es koreanische Subs. Die Bildqualität ist durchschnittlich bis mässig (dunkle Szenen). Vollbild. Sah Uncut aus. Eine O-Ton Fassung mit Subs ist mir nicht bekannt (Stand: März 2025). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025).

Sonntag, 15. Juni 2025

Tough Guy


Tough Guy

Story:

Inspektor Cool Head (Chen Kuan-Tai) untersucht zusammen mit Verbündeten (Judy Lee) einen Mordfall…

Meine Meinung:

Aka Iron Monkey Strikes Back. Nach dem Erfolg von Iron Monkey mit Chen Kuan-Tai wurde Tough Guy, nicht zu verwechseln mit dem HK Basher aus dem Jahr 1972 mit dem gleichnamigen Titel, in einigen Ländern als «Fortsetzung» vermarktet. Das erklärt auch den Alternativtitel Iron Monkey Strikes Back. Es sind jedoch unabhängige Filme und Tough Guy ist keine Fortsetzung von Iron Monkey. Der Film von Shaw Brothers Regisseur Pao Hsueh-Li (The Boxer from Shantung, The Oath of Death, Blooded Treasury Fight) ist sehr gelungen und sehenswert.

Es handelt sich, ähnlich wie beim Shaw Brothers Film Killer Constable, um einen Plot, der einen gewissenhaften Inspektor sprich Beamten beinhaltet. In beiden Filmen kommen sich Intrigen und Verschwörungen innerhalb des Kaiserpalastes auf die Spur und die Gegner gehen dabei über Leichen. So ist es auch hier. Chen Kuan-Tai (Little Flying Dragon, Deadly Duo, Crippled Avengers) spielt die Hauptrolle und er macht das fantastisch. Cool, abgeklärt, darf viel von seinem Kampf-Können demonstrieren und hier und da gibt er sich schlitzohrig. Fans von ihm werden voll auf seine Kosten kommen.

Hier und da taucht Judy Lee (Revenge of Shaolin Kid, The Legend of Mother Goddess, Revengeful Swordswoman) auf. Sie hat eigene Motive und wird mehrfach von Chen Kuan-Tai gerettet. Ihren Charakter mochte ich etwas weniger, da «beggar-look». Ich mag Figuren im Eastern, die sich als Bettler tarnen, irgendwie immer weniger, umso mehr ich davon in klassischen Filmen sehe. Keine Ahnung warum. Sie zeigt weniger Körpereinsatz als Chen Kuan-Tai. Als Hauptbösewicht agiert gekonnt Chan Sing (Die Todespagode des gelben Tigers, Bruce Tuan – 7 Promise, The Legendary Strike), der schon in Zakato – Die Faust des Todes mit Chen Kuan-Tai zusammen vor der Kamera stand. Chan Sing kämpft nur zweimal gegen Chen Kuan-Tau. Beide schenken sich im äusserst brutalen und blutigen Finale nichts. Der Film ist toll. Viele harte Kampfszenen machen den Film zu einem Must See Titel!

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Jue Dou Lao Hu Zhuang

HK, Taiwan 1978/1980 (je nach Quelle)

R: Pao Hsueh-Li

D: Chen Kuan-Tai, Chan Sing, Judy Lee, Chang Fang-Hsia, Ou-Yang Sha-Fei, Yan Chung-Shing, Lu Wei

Laufzeit der US-VHS: 93:56 Min.

Laufzeit der VHS aus Taiwan: 93:47 Min.

Gesehen am: Aug. 2011 / Neusichtung am: 22.03.25 / Sichtung der VHS aus Taiwan: Aug. 2026

Fassungen: Bei der Erstsichtung im Aug. 2011 sah ich die leicht zensierte Englisch Dubbed DVD aus England. Diese habe ich inzwischen nicht mehr. Ich kaufte dazumal eine VHS aus Südkorea in der Hoffnung, den Film gefunden zu haben (Artwork entsprach dem korrekten Film). Doch es handelte sich schlussendlich um einen anderen Film. Die 2. Sichtung erfolgte nun als US-VHS von Tai Seng. Statt O-Ton Mandarin liegt der Film in Kantonesisch (ohne Untertitel) vor. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Vollbild. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025). Eine O-Ton Fassung (mit oder ohne Subs) ist mir nicht bekannt. Nachtrag Aug. 2026: Inzwischen habe ich die US-VHS verkauft/entsorgt, da eine O-Ton Fassung gefunden. Für eine Neusichtung lag mir nun die VHS aus Taiwan von New Ship vor = Vollbild (diesmal empfand ich es als relativ störend), keine Untertitel, sah Uncut aus und im O-Ton Mandarin. Die Bild- und Tonqualität waren solide. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Die ersten 20 Minuten waren lahm und Judy Lees Look gefiel mir wenig. Aber danach nimmt der Film Fahrt auf und die Kampfszenen sind erstklassig. Vor allem Chan Kuan-Tai macht eine sehr gute Figur. Das lange und harte Duell gegen Chen Sing im Finale macht den Film schon sehenswert. Zuerst kämpfen sie ohne Waffen, danach mit Waffen. Chen Kuan-Tai und Judy Lee harmonieren prächtig zusammen. Pflichtprogramm für Eastern Freaks! 

Samstag, 17. Mai 2025

7 Commandments of Kung Fu

7 Commandments of Kung Fu

Story:

Hsiao Peng (Li Yimin), der in der Apotheke seines Onkels (Ku Cheng) arbeitet, findet eines Tages den verletzen Martial Arts Meister Lung Szu-Hai (Chang Yi). Dieser zieht durch das Land, um Kung Fu Meister herauszufordern. Hsiao Peng pflegt ihn gesund und wird zu Meister Lungs Schüler. Danach ziehen sie durchs Land. Doch nach und nach bröckelt die Fassade von Lung Szu-Hai, der sich als Killer entpuppt. Nachdem dieser Hsiaos Onkel tötet, plant Hsiao dessen Tod zu rächen…

Meine Meinung:

Aka The Seven Commandments of Kung Fu. Nach dem Erfolg von Drunken Master und Co. waren Kung Fu Komödien angesagt. 7 Commandments of Kung Fu von Ko Pao (Ninja Kids) macht dabei keine Ausnahme, auch wenn es mit den humoristischen Momenten doch schneller vorbei ist, als in anderen Kung Fu Komödien dieser Art. Andere Kung Fu Komödien starten kurz vor der 60. Minute mit dem eigentlichen Plot und/oder der Zunahme von Ernsthaftigkeit. 7 Commandments of Kung Fu startet dabei deutlich früher. Somit sind die Szenen mit pubertierendem Klamauk (die viele abführende Medikamente beinhalten) gut auszuhalten.

Inhaltlich macht der Film dabei also keine Überraschungen. Der Film wird sogar als eine Art HK-Remake des Italo-Western Day of Anger mit Lee Van Cleef und Giuliano Gemma angesehen. Dabei schlüpft unser akrobatischer Held Li Yimin (The 7 Grandmasters) in die Rolle des Giuliano Gemma und Dauer-Bösewicht Chang Yi (Die Tödliche Rache) spielt auch hier schlussendlich den Bösewicht, und nicht, wie ich das zuerst falsch erwartet habe, Lung Fei (The Ming Patriots). Letzterer spielt nur eine kürzere Nebenrolle. Das gibt dem Film eine interessante Wendung, da Chang Yi nicht von Beginn an als super fieser Bösewicht dargestellt wird.

Die Musik, gerade in den lustigen Momenten, ist keine bekannte Dudelei, die der Fan aus unzähligen solchen Filmen kennt. Schade, hat man passend zum Italo-Western Inhalt, keine gestohlene Italo-Western Musik in die Szenen integriert. Das wäre cool gewesen. Li Yimin macht als Schüler eine starke Figur, gerade auch dank seiner Akrobatik und Physis. Im Vorspann zeigt er bereits, teilweise im Split-Screen, sein Können. Lung Fei gefällt als Bösewicht und an Chang Yi als, natürlich weisshaariger Bösewicht, hatte ich auch Freude. 

Er gefällt mir als Bösewicht einfach besser statt als Held. Er gibt einen starken Gegner ab. Allgemein wechselt der Ton schnell von der Komödie zum härteren Eastern. Ab einem gewissen Zeitpunkt folgt praktisch nur noch Kampfszene auf Kampfszene. Die Choreographie kann sich dabei sehen lassen. Die Ringe und/oder übergrossen Gottesanbeterinnen aus Stroh, die zum Trainieren dienen, sind innovativ.

Fazit: Für Old School Kung Fu und Chang Yi Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Gong Fu Qi Jie

HK 1979

R: Ko Pao

D: Li Yimin, Ku Cheng, Chang Yi, Lung Fei, Hsiao Hou-Tou, Ma Chin-Ku

Laufzeit der US-VHS: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 19.02.25

Fassungen: Ich sah beim Kollegen die US-VHS von Tai Seng = eine 1:1 Kopie der HK-VHS von Video Village = Vollbild, Mandarin O-Ton, feste englische und chinesische Subs, die an den Seiten stark beschnitten sind. Das zweite HK-VHS von Ocean Shores ist zwar auch im O-Ton, hat aber keine englischen Subs. DVDs gibt es z.B. in England (nur Englischer Dub). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025).

Mittwoch, 29. Mai 2024

Golden Buddha Against the Snake Phantom

Golden Buddha Against the Snake Phantom

Story:

Ein Dschungel-Volk und ihr Dörfchen wird von Schlangenmenschen überfallen: Tiere werden gefressen, Frauen vergewaltigt und getötet. Die Bewohner haben genug und suchen sich Hilfe, um die Schlangenmenschen zu bekämpfen. Ein darauf spezialisierter Mann, Old Chang und seine Söhne, nehmen sich dem Problem an, aber am Ende muss ein Mönch Hilfe leisten, der das Böse in der Gegend bekämpft…

Meine Meinung:

Golden Buddha Against the Snake Phantom aka King Kong vs The Snake Phantom fällt in die gleiche Kategorie wie die seltenen Filme Daughter of Devil Fish, Lady Master Snake oder Elephant Wife = Thai. Filmproduktionen, die es in ihrem Heimatland und/oder weltweit nicht in ihrem Originalton zu sehen gibt dafür in seltenen Auslandsfassungen auf VHS oder VCD Dubbed in Chinesisch d.h. Mandarin und/oder Kantonesisch. Und somit sind die Filme, immerhin in dieser Form, dem Fan erhalten. Und im Fall von Golden Buddha Against the Snake Phantom sogar mit englischen Untertiteln.

Gut möglich, dass es sich ggf. auch um eine Co-Produktion zwischen Thailand und HK/Taiwan handelte. Ist aber nur eine Vermutung. Scheinbar war der Japaner Nishimoto Tadashi für die Produktion, die in Thailand gedreht wurde und in dieser US-VHS-Fassung sicherlich grösstenteils mit geklauter Musik aus westlichen Filmen daherkommt, so ertönt zu Beginn das Psycho Theme, als F/X Director tätig. Nebst thailändischem Cast (Piyamas Monayakol, Chaiyan Sorakrai, Ratanaporn Intarakamhaeng) sind auch Chinesen zu sehen (Lee Man-Tai, Mang Ding-Goh). Der Film legt, vor allem zu Beginn, ein hohes Tempo an den Tag. Der Film überrascht mit Tiersnuff und nackten Tatsachen. Alles in allem gibt es wenig bis fast keinen Klamauk im Film zu sehen, was sich positiv auf die Sichtung auswirkte. Daher empfand ich den Film als angenehmer als z.B. Daughter of Devil Fish oder Lady Master Snake. Es gibt mehr Action, weniger Füllszenen und weniger Längen und die gestohlene Musik passte meistens gut.

Richtige Effekte gibt es dagegen kaum zu sehen. Das Finale mit den Riesen, welches ans Kaiju-Genre à la Godzilla, Calamity, The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army, King of Dinosaurs, Space Monster Wangmagwi oder Pulgasari erinnert, war in der Tat absolut lahm und unspektakulär. Keine Ahnung, was sich die Macher da gedacht haben. Lahmer geht es nicht. Und einmal wird eine echte Schlange als Riesen-Schlange ins Bild kopiert. Ansonsten gibt es eigentlich keine Effekte zu sehen. Ansonsten werden echte Tiere gebraucht und gezeigt und im Mittelteil und Finale gibt es viel Kung Fu zu sehen. Nicht auf dem Niveau der damaligen HK- und TW-Produktionen, aber bemüht.

Fazit: Diese obskure Rarität ist Fans des thailändischen Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Ngû yaks

Thailand 1982 (je nach Quelle: HK, Taiwan)

R: Chih Chen

D: Piyamas Monayakol, Chaiyan Sorakrai, Ratanaporn Intarakamhaeng, Lee Man-Tai, Mang Ding-Goh

Laufzeit der US-VHS: 87:33 Min.

Gesehen am: 24.03.24

Fassungen: Mir lag die VHS aus den USA von Tai Seng vor = Dubbed in Kantonesisch dafür mit englischen & chinesischen Subs. Mittelmässige Bildqualität. Im Vergleich zu einem Youtube-Print in schlechterer Bildqualität, dafür Uncut (im Youtube Print, der keine chinesischen Subs bietet, sind Nacktszenen zensiert). Der Print auf Youtube hat auch englische und chinesische Subs, ist aber in Mandarin Dubbed statt Kantonesisch Dubbed. Eine O-Ton Fassung in Thailändisch ist mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung, keine DVD und keine Blu-Ray (Stand: März 2024).

Sonntag, 10. März 2024

The Buddhist Fist

The Buddhist Fist

Story:

Si Ming (Tsui Siu-Ming) wird eines Verbrechens beschuldigt, welches er nicht begangen hat. Sein Schulfreund Shang (Yuen Shun-Yi) beginnt eigene Ermittlungen anzustellen und begibt sich in Gefahr, als ein Mordanschlag auf ihn verübt wird…

Meine Meinung:

Ich habe mir The Buddhist Fist im Originalton Kantonesisch ohne Subs angesehen, da die Disc keine Untertitel bietet. Ich habe mich über den Plot im Voraus informiert: zwei Schulkinder sind Freunde und helfen sich gegenseitig. Später eröffnet einer einen Barber-Strore und der andere wird Mönch. Der, der den Barber-Store führt, ist die Hauptperson. Der Mönch kommt deutlich weniger vor. Am Ende stehen sich beide als Feinde gegenüber.

Warum das so ist und wie die Bösewichte das hinbekommen haben, kann ich aufgrund fehlender Subs nicht sagen. Falls ihr euch auch dazu entscheidet, den Film im O-Ton zu schauen, macht es Sinn, sich zuvor über die Darsteller und den Plot zu informieren. Der Film von Yuen Woo-Ping (Hero Among Heroes) bietet in den Hauptrollen seinen Yuen Clan - da kenne ich fast jedes Gesicht aus dem ein oder anderen Familienfilm der Zeit. Wer Böse und wer Gut ist, sieht man den Figuren auch an. Warum nun Person A gegen Person B kämpft, ist meiner Meinung nach zweitrangig.

Yuen Shun-Yi spielt den Helden und Barber-Bedienstete. Ihn kennt man z.B. aus Drunken Tai Chi oder Shaolin Drunkard. Sein Gegenüber, der Mönch (nur grosse eine Nebenrolle würde ich sagen), wird von Tsui Siu-Ming (Mirage) gespielt. In etlichen Nebenrollen sind Mitglieder des Yuen Clans zu sehen: Simon Yuen (Crystal Fist), Yuen Yat-Choh (Postman Strikes Back), Brandy Yuen Jan-Yeung (Dreadnought) oder Yuen Cheung-Yan (A Heroic Fight). Die meisten Gesichter kannte ich aus Dreadnought, Drunken Tai Chi oder den Miracle Fighters Filmen (The Miracle Fighters, Shaolin Drunkard, Taoism Drunkard).

Simon Yuen verstarb während den Dreharbeiten und wurde quasi durch Fan Mei-Sheng ersetzt (wie schon in The Magnificent Butcher). In einer Nebenrolle ist noch Addy Sung Gam-Loi (Die Todesrächer von Bruce Lee) zu sehen. Die Kampfszenen stammen vom Yuen Clan und ich muss sagen, dass The Buddhist Fist in der Tat wohl einer der Top 5 Filme des Yuen Clan und von Regisseur Yuen Woo-Ping in dessen langen Karrieren darstellt. Die Anzahl Kampfdemonstrationen sind der Wahnsinn und die Choreographie ist einfach nur spektakulär und unglaublich. Von der ersten Sekunde ein Genuss auf aller höchstem Niveau! Ich kam aus dem Staunen kaum mehr heraus. 

Wie Gegenstände in die Kämpfe und die Choreographie integriert wurden, ist einfach nur innovativ. Es gibt etliche Kämpfe und jeder darf mehrfach ran - diesen fähigen Personen in Sachen Kung Fu zuzusehen, macht einfach höllisch viel Spass! Der Humor ist typisch übertrieben wie auch das Overacting und Aussehen der Figuren - mich störte es wenig, in vielen Reviews kostet das dem Film aber viele Punkte. In Englisch dürfte der Humor deutlich weniger unterhaltsam sein, aufgrund des Englischen Dubs.

Fazit: Eine der besten und spektakulärsten Filme/Arbeiten des Yuen Clan inklusive Yuen Woo-Ping!

Infos:

O: Fat Jeung Lo Hon Kuen

HK 1980

R: Yuen Woo-Ping, Tsui Siu-Ming

D: Tsui Siu-Ming, Yuen Shun-Yi, Simon Yuen, Yuen Yat-Choh, Brandy Yuen Jan-Yeung, Yuen Cheung-Yan, Addy Sung Gam-Loi, Fan Mei-Sheng

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tai Seng vor = Widescreen, O-Ton ohne Subs (Englischer Ton ist auch auf der Disc), Uncut, Code Free Disc, sehr gute Bild- und Tonqualität. Eine Fassung mit O-Ton und englischen Subs, eine Blu-Ray und eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Samstag, 22. April 2023

The Legendary Strike


The Legendary Strike 

Story:

 

Ming Dynastie: Lord Yun (Carter Wong) ist hinter einer Perle her. Diese wird vor seinem Tod von Ko Fung (Mars), einem Fake-Mönch, verschluckt. Lord Yun schickt seine Männer (u.a. Chan Sing und Casanova Wong) los, die Perle zu finden. Doch auch Rebellen (u.a. Angela Mao, Paul Chu Kong, Park Jong-Kuk, Chin Kang) sind hinter der Perle her…

 

Meine Meinung:

 

The Legendary Strike von Huang Feng (in einigen Datenbanken wird zusätzlich Kim Jong-Seong als Regisseur angegeben), der viele der bekanntesten Filme mit Angela Mao drehte (Lady Whirlwind, Hap Ki Do, When Taekwondo Strikes, Stoner, The Tournament, The Himalayan), hat mir gut gefallen. Gedreht wurde in Südkorea und erzählt wird ein typischer Plot: böser Kaiser, gute Rebellen, Agenten, Intrigen, ein "Gasthaus", viel Natur und viele bekannte Namen machen den Film zu einem unterhaltsamen Sehvergnügen für Kung-Fu-Fans.

 

Der Plot ist dünn aber nie langweilig. Immer wieder tauchen neue Figuren, Stars oder Kampfszenen auf. Langweilig wird es nie. Die bekanntesten Namen sind Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin), Chan Sing (The Good and the Bad), Casanova Wong (Bloody Mafia), Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer) und Mars (Lackey and the Lady Tiger). Mars spielt dabei nur eine kleine Rolle. Carter Wong und Angela Mao kommen zunächst auch nur sporadisch vor.

 

Am meisten Screentime bekommen zuerst Namen wie Paul Chu Kong, Park Jong-Kuk, Chin Kang oder die als Bösewichte stark funktionierenden Chan Sing und Casanova Wong. Die Bösewichte haben mir fast am besten gefallen. Chan Sing und Carter Wong sehe ich gerne als Bösewichte. Carter Wong hat dabei schon mehrfach überzeugt und abgeliefert (siehe Filme wie Born Invincible oder Shaolin Death Squads). Fans von Angela Mao sollten nicht zu viel erwarten: sie taucht spät auf und in den ersten 60 Minuten kämpft sie nur einmal. Zumal sie gegen Feinde im Kampf Schwierigkeiten hat. Casanova Wong zeigt eindrucksvoll wie gut er kicken kann.

 

Wer das 70er Jahre Kung-Fu-Kino aus Hong Kong mag, sollte sich den Film nicht entgehen lassen! Wenn ich dem Film etwas ankreiden kann, dann nur das teilweise offene, doch leicht unbefriedigende Ende…

 

Infos:

 

O: Lang Tzu Yi Chao

 

HK 1978

 

R: Huang Feng, Kim Jong-Seong

 

D: Carter Wong, Mars, Chan Sing, Casanova Wong, Angela Mao, Paul Chu Kong, Park Jong-Kuk, Chin Kang

 

Laufzeit der China VHS: 83:47 Min.

 

Gesehen am: 09.04.23

 

Fassungen: In meiner Sammlung befindet sich die Code Free DVD von Tai Seng (US-DVD). Diese liegt leider nur Englisch Dubbed vor. Die DVD kaufte ich im Sommer 2022 und lies die Ausgabe in meinem Ausflug nach New York, Queens von Angela Mao signieren. Später kaufte ich mir ein China VHS = Bootleg und Kopie der seltenen HK-VHS von Lex Video. Die Bildqualität ist (wohl weil Kopie von Kopie) relativ dürftig aber in meinen Augen bis auf zwei bis drei Nacht-Szenen dennoch gut schaubar. Vorteil gegenüber der US-DVD: O-Ton und englische & chinesische Subs. Eine Wohltat gegenüber dem Englischen Dub! Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: April 2023).

Freitag, 24. März 2023

Silver Maid Review

Silver Maid

Story:

 

Silver Maid (Wu Hsiao-Hui) sucht ein Heilmittel für ihren kranken Grossvater (Chang Feng). Sie gerät dabei zwischen die Fronten von zwei verfeindeten Clans (u.a. Wan Jie, Wu Pin-Nan)…

 

Meine Meinung:

 

Silver Maid ist ein seltener Film und Mix aus Wuxia und Fantasy-Streifen aus Taiwan aus dem Jahr 1969. Selten heisst z.B. in der ofdb.de nicht gelistet, auf Youtube nicht zu finden (ausser dem Intro) und sämtliche Film-Datenbanken oder Shops (amazon.com) verzeichnen keine Reviews (hkmdb, imdb, Letterboxd). Das will schon was heissen! Mir war das Cover / Originalplakat schon länger bekannt und ich hoffte auf tolle Kaiju-Momente/Effekte (siehe unten bei Fassungen).

 

Nun gesehen muss ich sagen, dass es ausser einer Szene keine wirklichen Kaiju/Monster-Effekte zu sehen gibt. Da täuscht das Plakat leicht – zwar kommen in einer Szene ein Frosch, ein Tausendfüssler und eine Spinne vor, aber die verwandeln sich sofort in menschliche Kämpfer, so dass ohne Kaiju-Effekte, welche ich ansonsten so gerne mag, gekämpft wird. Der Plot ist leicht wirr. Für den Inhalt war ein bekannter Name zuständig: der letztes Jahr verstorbene Ni Kuang (The Seventh Curse, Demon of the Lute, The Cat).

 

An der Schlange hatte ich Freude, auch wenn die Szene extrem unspektakulär ist. Cool war hingegen Lead Wu Hsiao-Hui (The 7 Grandmasters). Das junge Mädel war sympathisch und hat nicht genervt. In anderen solchen Filmen empfand ich Kinder oft als nervend, wie auch viel doofer Klamauk (z.B. The Boy and a Magic Box). Wu Hsiao-Hui hat mich irgendwie an den späteren Child of Peach Star Lin Hsiao-Lu erinnert. Der restliche Cast ist mir sonst unbekannt.

 

Die Kampfszenen sind solide, aber nicht mehr. Nichts Neues und unblutig. Jedoch trübt die Vollbild-Fassung (= an den Seiten stark beschnitten) den Spass sichtlich ein. Der Film bietet zwar nicht wirklich Spektakel in Sachen Martial Arts, dafür sind wenig Längen zu verzeichnen. Der Film hat ein hohes Tempo und wird in seinen 92 Minuten eigentlich nie langweilig. Der fast gänzliche Verzicht auf Klamauk war auch eine gute Entscheidung.

 

Fazit: Kein Kracher, aber für Fans des Taiwan-Fantasy Kinos und weil selten, interessant!

 

Infos:

 

O: Yin gu

 

Taiwan 1969

 

R: Fu Nan-Du

 

D: Wu Hsiao-Hui, Chang Feng, Wu Pin-Nan, Wan Jie, Sally Chen Sha-Li, Su Chen-Ping

 

Laufzeit der US-DVD: 92:00 Min.

 

Gesehen am: 09.03.23

 

Fassungen: Ausser dem seltenen VHS aus Taiwan, welches ich nur einmal bei einer Auktion sah, ist mir nur die US-DVD von Tai Seng bekannt. Im Gegensatz zu älteren Tai Seng Scheiben ist diese Disc auch selten. Es handelt sich um die Mandarin with English Subtitles Fassung. Statt 2,35:1 nur Vollbild und stark an den Seiten beschnitten. Dafür im O-Ton und mit englischen Subs. Bild- und Tonqualität waren angenehm gut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2023). 

 

Schade, dass die US-DVD nicht das Artwork der TW-VHS verwendet hat: