Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Roy Cheung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Roy Cheung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 23. November 2025

They Came to Rob Hong Kong Review

They Came to Rob Hong Kong

Story:

Mao (Roy Cheung), ein Gangster aus Hong Kong, entkommt in China der chinesischen Polizei (u.a. Kara Hui, Ann Bridgewater). Mao stellt vor Ort eine Gruppe aus Verbündeten (u.a. Chin Siu-Ho, Dean Shek, Sandra Ng, Stanley Fung, Eric Tsang, Charlie Cho Cha-Lee, Shing Fui-On) zusammen. Jenny (Chingmy Yau) wird ihre Ausbildnerin. Ihr Zielt ist es, in Hong Kong einen grossen Coup zu landen…

Meine Meinung:

They Came to Rob Hong Kong sah ich zufällig, als ich ein befreundetes Ehepaar besuchte via YouTube auf ihrem TV. Es handelt sich um eine Ende der 80er Jahre Actionkomödie aus Hong Kong und um einen Film von Clarence Ford (Info), der dieses Jahr zu jung verstorben ist. Zu dem Zeitpunkt habe ich praktisch alle seine Filme, die ich auf dem Blog noch nicht beschrieben hatte, gesichtet. They Came to Rob Hong Kong hatte ich nie, aber ich glaube, den Film auf einer Wunschliste notiert zu haben.

Wir wurden positiv überrascht. Wer das moderne Kino aus Hong Kong mag (Ende 80er Jahre, 1990-1995), dürfte mit They Came to Rob Hong Kong viel Spass haben. Der Film hat eigentlich kaum Plot. Dieser dient mehr als Aufhänger und dem Selbstzweck. Zum Banküberfall kommt es z.B. nie. Roy Cheung (School on Fire, Wild Search) spielt den Gangster, der sich gleich zu Beginn u.a. mit Kara Hui (Mrs K, Madam City Hunter) harte Kämpfe und coole Stunts abliefert (inklusive eines blutigen Shoot-Outs).

Danach kommt es zur Rekrutierung der Einzelpersonen, die Roy Cheung meint, für seinen Banküberfall brauchen zu können. Und hier ändert sich der Ton des Filmes weg von harter Action zu Slapstick, Situationskomik, Blödeleien, sexistischem, derbem und politisch unkorrekten Humor. Mit anderen Worten: zu viel Spass! Der Film erinnert dabei von dem Tonfall und dem Mix (Action und Klamauk) an die «Lucky Stars» Film. Dass dann auch noch zwei der «Lucky Stars», nämlich Eric Tsang (The Last Blood, Hitman) und Stanley Fung (Thrilling Story, Winners Takes All), hier zu sehen sind, passt perfekt dazu.

Der Film ist spassig und unterhaltsam. Klamauk im ständigen Wechsel mir rasanten Kampfszenen, die spektakulär anzusehen und stark choreographiert wurden. Venom-Star Phillip Kwok (Holy Flame of the Martial World, The Cat) hat diese choreographiert. Dazu kommt ein unglaublicher Cast. Noch nicht erwähnte Namen wären z.B. Chin Siu-Ho (Fast Fingers, The Seventh Curse), Dean Shek (By Hook or by Crook, Aces Go Places), Sandra Ng (Forced Nightmare, The Inspector Wears Skirts), Charlie Cho Cha-Lee (Who Cares, The Two Jolly Cops), Shing Fui-On (Running Mate, Brave Young Girls) und eine junge Chingmy Yau (Raped by an Angel, City Hunter).

Fazit: Nebst The Man from Vietnam, Naked Killer und Cheap Killers der beste Film von Clarence Ford!

Infos:

O: Ba bo qin bing

HK 1989

R: Clarence Ford

D: Roy Cheung, Kara Hui, Ann Bridgewater, Chin Siu-Ho, Dean Shek, Sandra Ng, Stanley Fung, Eric Tsang, Charlie Cho Cha-Lee, Shing Fui-On, Chingmy Yau

Laufzeit der YouTube Fassung: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 15.08.25

Fassungen: Beim Kumpel via YouTube Kanal (den offiziellen von Mei Ah) gesehen. Im O-Ton mit chinesischen und englischen Subs. Dürfte das HD-Master der HK-Blu-Ray gewesen sein. Diese läuft jedoch 98 Minuten (Online finde ich Versionen, die 98:41 Min. laufen), während die YouTube Fassungen nur 90:52 und 91:02 Minuten (Mandarin und Canto) laufen. Der YouTube Print soll zensiert sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Donnerstag, 20. November 2025

Wicked City Review

Wicked City

Story:

Die Dämonen-Welt ist in Aufruhr. Dämon Shudo (Roy Cheung) will der alleinige Herrscher über die Dämonenwelt werden. Zwei Dämonenjäger (Jacky Cheung, Leon Lai) sind hinter den Dämonen her. Doch dann verliebt sich einer der Dämonenjäger in eine Dämonin (Michelle Reis) und umgekehrt…

Meine Meinung:

Wicked City ist ein Anfang der 90er Jahre Film aus Hong Kong und basiert auf einem japanischen Comic von Hideyuki Kikuchi. Wicked City ist nicht zu verwechseln mit dem japanischen Anime. Der Film aus Hong Kong wurde von Tsui Hark (The Butterfly Murders, We're Going to Eat You) produziert.  Regie führte der mir unbekannte Peter Mak Tai-Kit (Enemy Shadow). Das ist das zweite Mal, dass die Filmemacher aus Hong Kong einen japanischen Comic verfilmt haben (der andere Film stellt Story of Ricky dar).

Mir gefällt der Film, den ich bisher immer nur als Laserdisc sah. Der Film hat eine ziemlich abgefahrene Handlung voller verrückter Ideen, einen wirklich grossen und bizarren Ideen- und Fantasiereichtum und bietet viele sehenswerte Gummimonster, Verwandlungs- und sonstige CGI-Effekte. Für Fans solcher charmanten Effekte und Fantasy-Action-Szenen ist Wicked City sehenswert geworden. Die Action rockt. Die Liebesgeschichte hätte man vielleicht etwas straffen können, aber bringt noch etwas Dilemma in den Plot.

Zwar sitzt nicht jeder (CGI)Effekt, die Musik empfand ich als belanglos und lahm und von Leon Lai (Fun and Fury, Run) bin ich kein allzu grosser Fan, dennoch gefällt der Film mit Namen wie Roy Cheung (der spielt natürlich den Bösewicht, Jacky Cheung (Tiger Cage, Pom Pom & Hot Hot), Michelle Reis (The Sword of Many Lovers, A Chinese Ghost Story 2), Yuen Woo-Ping (Iron Monkey, Wing Chun) und Japaner Tatsuya Nakadai (Battle of the Japan Sea). Wicked City wurde zu Ehren von Tatsuya Nakadai angesehen.

Tatsuya Nakadai verstarb vor zehn Tagen. Er war eine Legende des japanischen Kinos. Er spielte in Klassikern wie Harakiri, Sword of Doom und in den Filmen von Akira Kurosawa. Er spielt nebst Jacky Cheung, Leon Lai und Michelle Reis die vierte Hauptrolle im Film. Er spielt den Vater von Roy Cheung und bekommt deutlich mehr Screentime als Roy Cheung. Tatsuya Nakadai ist von Anfang an bis zum Finale dabei. In einer japanischen Comic-Verfilmung einen Japaner im Cast zu haben, war sicher auch aus kommerziellen Gründen eine gute Idee, um möglichst viele Japaner in die Kinos zu locken.

Fazit: Abgefahrene Comic-Verfilmung!

Infos:

O: Yao Shou Du Shi

HK 1992

R: Peter Mak Tai-Kit

D: Roy Cheung, Jacky Cheung, Leon Lai, Michelle Reis, Tatsuya Nakadai, Yuen Woo-Ping, Carman Lee

Laufzeit der US-LD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Aug. 2016 / Neusichtung am: 17.11.25

Fassungen: Gesehen via US-LD von Image Entertainment = durchschnittliche Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Inzwischen gibt es davon nicht nur eine deutsche Uncut-DVD (als Mutant City in Deutsch oder Kantonesisch ohne Untertitel), sondern auch eine Blu-Ray (in HK mit O-Ton und englischen Subs). In Japan gibt es eine leicht längere Fassung, dafür wurde eine Nacktszene durch eine harmlosere Einstellung ausgetauscht.

Donnerstag, 6. Februar 2025

Wild Search

Wild Search

Story:

Polizist Lau Chun-Pong (Chow Yun-Fat) und Co. (Tommy Wong Kwong-Leung) sind hinter Waffenschmugglern und Gangstern (Paul Chun Pui, Ho Yik-Ming, Roy Cheung) her. Bei einem Einsatz wird eine Frau getötet. Dessen Schwester (Cherie Chung Cho-Hung) könnte das Puzzleteil sein, um den Fall zu lösen. Lau verliebt sich in sie und umgekehrt. Doch die Ermittlungen gegen die Gangster und das Auftauchen ihres Ehemannes werden zu Stolpersteinen…

Meine Meinung:

Wild Search ist ein Ende der 80er Jahre Film aus Hong Kong von Ringo Lam (The Twin Dragons, Aces Go Places IV, Full Contact). Der Film ist ein Mix aus Actionfilm, Love-Story und Drama im modernen Setting. Der Film hat mir gut gefallen, auch wenn ich auch gerne etwas mehr Actionszenen statt dramatischen Momenten gesehen hätte. Aber es ist schlussendlich schon gut so, wie es ist. Ringo Lam arbeitet hier einmal mehr mit Superstar Chow Yun-Fat (City War, Scared Stiff, The Seventh Curse) zusammen.

Die Action ist, wie man es von Ringo Lams Arbeiten meist nicht anders kennt (Undeclared War, Touch and Go), realistischer und bodenständiger inszeniert als in anderen HK-Actionfilmen aus der Zeit. Und es gibt wieder einmal tolle Auto-Stunts und Crashs zu sehen d.h. auch Autos werden gekonnt in die Actionszenen integriert. Im Finale darf dann auch echtes Feuer nicht fehlen. Das Attentat Versuch auf Chow Yun-Fat hatte jedoch klare The Terminator Vibes. Roy Cheung bewegt sich in einer Szene 1:1 wie Arnie. Die Shoot-Outs haben allgemein viel Wucht und sind packend anzusehen.

Roy Cheung (The Magnificent Scoundrels, Beast Cops, High Voltage) und auch The Killer Star Paul Chun (Quick Swordsman, Fight Back to School 3) sind als Bösewichte und Dreckskerle perfekt besetzt. Roy Cheung hat es schon immer verstanden, fiese Charaktere darzustellen. Eine seiner besten Rollen verdankt er auch Ringo Lam in School on Fire. Aber auch dem Overacting von Paul Chun zuzusehen, macht grosse Laune. Tommy Wong Kwong-Leung (A Chinese Ghost Story 3, Justice My Fool, A Day Without Policeman) und Cherie Chung (The Good, the Bad & the Beauty, The Dead and the Deadly) überzeugen auch. Shaw Brothers Star Ku Feng (The Black Falcon, The Deadly Breaking Sword, Die Todespagode des gelben Tigers) fiel mir hingegen gar nicht auf…

Fazit: Zu empfehlen!

Infos:

O: Bun Ngo Cong Tin Ngaai

HK 1989

R: Ringo Lam

D: Chow Yun-Fat, Roy Cheung, Tommy Wong Kwong-Leung, Cherie Chung Cho-Hung, Paul Chun Pui, Ho Yik-Ming, Roy Cheung, Ku Feng

Laufzeit der HK-DVD: 98:32 Min.

Gesehen am: 06.12.24

Fassungen: Mir lag die Code-Free-DVD aus Hong Kong von Mei Ah vor = gute Bild- und Tonqualität, nicht anamorph, O-Ton, englische Subs, Uncut. Die HK-DVD hat sogar (!!!) deutsche Untertitel! Den Film gibt es inzwischen in Hong Kong und England auf Blu-Ray. Die UK-Disc würde ich bevorzugen, da exklusive Extras. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).

Mittwoch, 18. September 2024

The Magnificent Scoundrels

The Magnificent Scoundrels

Story:

Shun (Stephen Chow) und Betsy Kwan (Teresa Mo Sun-Kwan) sind Kleingangster, die sich mit Betrügereien und Schwindeleien über Wasser halten und anderen das Geld aus der Tasche ziehen. Doch nun haben sie bei Gangstern (Roy Cheung, Yuen Wah) Schulden. Sie planen, eine Villa auszunehmen, die im Moment unbewohnt ist. Jedoch haben es auch andere Gauner (Wu Ma, Amy Yip, Tien Niu) auf die Villa abgesehen. Beide Parteien spielen ein doppeltes Spiel und versuchen, die andere Partei auszunehmen und zu betrügen…

Meine Meinung:

Stephen Chow (King of Comedy, Fight Back to School, Tricky Brains) hat in den 90er-Jahren unendlich viele tolle Komödien gedreht. Die Mehrheit davon sah ich jeweils nur einmal. Ich denke dabei an Filme wie Justice, My Foot!, Love on Delivery, Hail the Judge, Out of the Dark oder The God of Cookery. Auch The Magnificent Scoundrels gehört in die Sparte. Diese Lücke wurde nun geschlossen und der Film nach 2009 ein zweites Mal gesichtet. Ich wusste nicht mehr all zu viel über den Film, so dass ich am Anfang Zeit brauchte, um zu wissen, wer wen warum betrügen will.

Es nimmt zu Beginn doch etwas Zeit ein, die diversen Gruppierungen zu verstehen und bis die Handlung richtig startet. Das schmälert zuerst die Unterhaltung und die Sehgewohnheiten. Auch nicht jeder Joke sass. Es gibt drei Gruppen: Shun und Betsy Kwan, gespielt von einem wie immer wunderbar talentierten, amüsanten und aberwitzigen Stephen Chow. Sein Gegenüber, Teresa Mo Sun-Kwan, hat mich hingegen wenig überzeugt muss ich sagen. Die Beiden finden zusammen, haben Schulden und versuchen, an Geld zu kommen.

Die 2. Gruppe sind die Gangster. Diese werden wunderbar von Roy Cheung und Yuen Wah dargestellt. Letzterer läuft Roy Cheung den Rang ab. Tolles Overacting. Beide spielen Nebenrollen. Beide sind es aus ihrer Filmographie gewohnt, Bösewichte zu spielen. Da sind doch einige sehenswerte Filme wie Eastern Condors oder School on Fire dabei. Die 3. und letzte wichtige Gruppe ist die Gruppe angeführt von Wu Ma (Just Heroes), der mit zwei Frauen im Schlepptau arbeitet. Tien Niu (Lackey and the Lady Tiger) spielt seine «Ehefrau» und Amy Yip (She Shoots Straight) seine «Tochter», die sich an Stephen Chow ranmachen soll.

Bis auf die erwähnte Teresa Mo Sun-Kwan haben alle in ihren Rollen überzeugt. In einer nicht unwichtigen Nebenrolle ist Karl Maka (Skinny Tiger and Fatty Dragon) zu sehen. Er spielt quasi Stephen Chows Mentor. Gleichzeig war er nebst Danny Lee (Law with Two Phases) auch der Produzent des Filmes. Und Sandra Ng (Forced Nightmare) legt einen amüsanten Gastauftritt hin. Die Action-Szenen steuerte Corey Yuen (Spooky, Spooky) bei. Wie gesagt, der Beginn des Filmes war doch etwas zäh und wie ich sagte, nicht jeder Joke war lustig. Besonders schlecht empfand ich bei diesem Rewatch die Musik. Daher Stufe ich den Film auch nur noch als «gute» Arbeit ein, und nicht als Kracher oder Highlight in Stephen Chows Karriere. Die besten Jokes beinhalten Sabber, Urin, Amy Yips Brüste und Erbrochenes.

Fazit: Für Stephen Chow-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Ching Sing

HK 1991

R: Lee Lik-Chi

D: Stephen Chow, Wu Ma, Amy Yip, Karl Maka, Yuen Wah, Sandra Ng, Teresa Mo Sun-Kwan, Roy Cheung, Tien Niu

Laufzeit der HK-DVD: 92:43 Min.

Gesehen am: Okt. 2009 / Neusichtung am: 18.07.24

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) aus HK vor = Schuber, gute Bild- und Tonqualität. O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

Samstag, 16. Dezember 2023

Beast Cops

Beast Cops

Story:

Zwei Cops (Anthony Wong und Michael Wong) geraten zwischen die Fronten rivalisierender Triaden- (Patrick Tam, Roy Cheung) und Frauen (Kathy Chow) Geschichten…

Meine Meinung:

Beast Cops sah ich nur einmal im August des Jahres 2012 und wusste nichts mehr. Ich wusste nur, dass mir der Film damals gefallen hatte. Der überraschende Tod von Ray Luis Ex-Frau Kathy Chow (King of Gambler, The Holy Virgin Versus the Evil Dead, Fight Back to School III, The Private Eye Blues, Don't Give a Damn) war nun Ursache für die Neusichtung. Insgesamt wurden drei Filme mit Kathy Chow neu gesichtet.

Davon hat Beast Cops überzeugt. Sehr sogar. Der Film hat die 2. Sichtung bestanden. Der Film, ein Mix aus Cop, Triaden, Drama, Action, Komödie und Liebesgeschichte, macht einfach herrlich viel Spass und bietet abwechslungsreiche Unterhaltung. Der Film von Gordon Chan (Fight Back to School, Game Kids, Fist of Legend) und Dante Lam (Operation Red Sea) ist optisch schick, fetzig, cool und erinnert von der Musik an Pulp Fiction. Man merkt, dass 1997 vorbei war. Man kann gar von einem «New Wave» Film sprechen.

Die Story fesselt und unterhält. Die Liebesgeschichte und das Drama funktionieren. In der 1. Hälfte werden die Figuren um Anthony Wong (Ebola Syndrome), Michael Wong (Knock Off), Roy Cheung (From the Same Family), Kathy Chow (Cheap Killers), Patrick Tam (L Storm) und Sam Lee (Bio Zombie) intensiv vorgestellt, so dass diese dem Zuschauer auch ans Herz wachsen. Das Schauspiel ist wechselhaft, wie auch der Tonfall des Filmes. Die Figuren überzeugen bis in die kleinsten Rollen.

Im Finale z.B. gibt es blutige Action und Szenen, die gar aus einem Horrorfilm (Slasher) und/oder aus den besten CAT. III Filmen aus Anthony Wongs Karriere stammen könnten, so irre gut wie er spielt und so wie die Szenen gefilmt wurden. Spannung und Spektakel garantiert! Daneben immer wieder coole Musik, optisch tolle Einfälle, etwas zu lachen oder was fürs Herz. Die Action-Momente sind cool, jedoch selten. Dafür entschädigt das spannende und teilweise blutige Finale!

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Yau sau ying ging

HK 1998

R: Gordon Chan, Dante Lam (Co-Director)

D: Anthony Wong, Michael Wong, Patrick Tam, Roy Cheung, Kathy Chow, Sam Lee

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 110 Min.

Gesehen am: Aug. 2012 / Neusichtung am: 13.12.23

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Mega Star vor = O-Ton, englische Subs, Uncut, Code Free, solide Bild- und Tonqualität, nicht anamorph. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2023). Die UK-DVD von HKL könnte qualitativ besser sein. Auf jeden Fall hat sie mehr Bonusmaterial als die HK-DVD. Eine restaurierte Fassung auf Blu-Ray wäre wünschenswert!

Samstag, 20. Mai 2023

High Voltage

High Voltage 

Story:

 

HK-Cop Chiang (Donnie Yen) wird auf die Philippinen strafversetzt. Dort soll er einen Zeugen nach Hong Kong eskortieren. Doch der Zeuge wird von Gangstern getötet. Auftraggeber ist Gangster Dick (Roy Cheung), der einst Chiangs Frau tötete und inzwischen zum mächtigen Gangster-Boss aufgestiegen ist…

 

Meine Meinung:

 

High Voltage hatte ich als relativ durchschnittlich in Erinnerung. Ich sah den früher aber nur in schlechten Fassungen. Leider ist auch diese Version, eine DVD aus Malaysia und zu 99% nur eine Kopie der HK-LD, nicht wirklich besser: durchschnittliche bis schlechte Bildqualität. In doch nicht wenigen Nachtszenen und/oder der längeren Disco-Szene ist die Bildqualität viel zu dunkel. Wenn sich das Geschehen in den Tag verlagert, ist die Bildqualität absolut ausreichend.

 

Es handelt sich um einen Mitte der 90er Jahre Low-Budget Action-Film von Andrew Kam, der dem Fan paar Kracher wie Fatal Termination, Swordsman oder The Big Heat spendiert hat. An diese Filme reicht der in HK und auf den Philippinen gedrehte Film bei weitem nicht heran. High Voltage ist nicht schlecht, aber auch kein Kracher. Das Budget sieht man dem Film negativ an. Man sollte B-Actionfilm Erwartungen haben. Und langweilig ist der Film definitiv auch nicht.

 

Der Plot schwächelt, was noch egal wäre, wenn die Action zünden würde. Was Actionszenen angehen hat es für meinen Geschmack zu wenig. Die Kämpfe sind künstlich beschleunigt, was ich nicht mag. Zudem wird zu wenig gekämpft und mit Ausnahme von Donnie Yen waren wenig fähige Männer vor der Kamera, die ihr Martial Arts Können auf die Leinwand hätten bringen können. Die Shoot-Outs waren zu unblutig (Budget und schlechte Bildqualität).

 

Die Choreographie besorgte Donnie Yen (Wu Xia), der zu der Zeit experimentierte und kurze Zeit später auch sein Regie-Debüt (Legend of the Wolf, Ballistic Kiss) feiern sollte. Er macht seine Sache souverän. Mehr nicht. Ebenso Roy Cheung. Ihn mag ich zwar als Bösewicht (Fight Back to School, School on Fire, Escape from Coral Cove), aber hier kann er nicht komplett überzeugen. Ihm nimmt man diesmal die Rolle des harten Gangster-Bosses definitiv nicht ab. Unglaubwürdig. Den Rest vom Cast kann man vergessen. Auch ein Carter Wong (Shaolin Kung Fu - Der gelbe Tiger), der kaum zu sehen ist…

 

Fazit: Dem gebe ich nur, falls der einmal restauriert erscheinen sollte, nochmals eine Chance. Aber in dieser doch recht bescheidenen Qualität fliegen der Film und die DVD aus der Sammlung…

 

Infos:

 

O: Gao ya xian

 

HK 1994

 

R: Andrew Kam

 

D: Donnie Yen, Roy Cheung, Edu Manzano, Edith Au Ngoi-Ling, Marcus Fok Wing-Fu, Lui Siu-Ming, Carter Wong

 

Laufzeit der malaysischen DVD: Ca. 90 Min.

 

Neusichtung am: 19.04.23

 

Fassungen: Mir lag die malaysische DVD von Dragon Jester vor = HK-LD-Print d.h. Canto mit festen englischen & chinesischen Subs, Uncut. Nicht anamorph. Helle Szenen = ausreichend. Sämtliche Nacht- und Disco-Szenen = viel zu dunkel. Die deutsche DVD von Laser Paradise (Eastern Edition) habe ich auch als schlecht in Erinnerung. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: April 2023).

Donnerstag, 18. Mai 2023

The Big Heat


The Big Heat

Story:

 

Eine Bande von Cops (Waise Lee, Matthew Wong Hin-Mung, Phillip Kwok Chun-Fung, Lionel Lo King-Wah) ist hinter Gangstern (Paul Chu Kong, Peter Lai Bei-Dak) her…

 

Meine Meinung:

 

The Big Heat von Regiegespann Andrew Kam (Fatal Termination) und Johnny To (Loving You) sah ich sehr lange nicht. Der Film, ein düsterer, nihilistischer und zuweilen brutaler Crime-Gangster-Streifen hat die Neusichtung mehr als bestanden! The Big Heat ist ein Kracher, der vor allem dank seinem überdurchschnittlich hohen Grad an Gewalt für Furore sorgte.

 

Mehr die Handschrift von Andrew Kam statt Johnny To tragend (positiv gemeint) überzeugt der Film durch eine simple Cops Vs. Gangster-Story, in der Platz für wenig Humor und Klamauk besteht. Es geht humorlos, düster und zuweilen hoffnungslos zu, wenn viele Unschuldige das zeitliche Segnen (Krankenschwester, kleines Mädchen im Rollstuhl, Laborantin…) und auch die Helden gen Ende viel Schaden und Schmerzen (und Verluste) einstecken müssen.

 

Aber auch die Gangster werden nicht mit Samthandschuhen angefasst: die Tötungsszenen sind abwechslungsreich, kreativ und erinnern an Splatterfilme. Daher  nochmal um es erwähnt zu haben: in Sachen blutiger Effekte ist der Film im Vergleich zu anderen modernen HK-Action-Filmen überdurchschnittlich brutal. Es wird nicht nur einfach blutig erschossen, sondern auch andere Werkzeuge halten als Tötungs- und Gewaltinstrumente her: Fahrstühle, Autos, Gratanten, Skalpelle, Feuer, Bohrer etc.

 

Dazu brachte Produzent Tsui Hark (A Better Tomorrow 3) einen tollen Cast zusammen: Waise Lee (Shadow Cop), Venom-Star Phillip Kwok Chun-Fung (Hard-Boiled), Paul Chu Kong (The Killer), Stuart Ong (In the Line of Duty 3), Joey Wong (A Chinese Ghost Story) und in Kurzauftritten sogar noch Namen wie Roy Cheung (School on Fire), Michael Chow Man-Kin (Thou Shalt Not Swear) und Robin Shou (The Cyprus Tigers). Tsui Hark sorgt am Ende auch noch für einen Cameo-Auftritt. Waise Lee in einer seiner besten Rollen und Paul Chu gibt einen herrlich diabolischen Fiesling ab.

 

Fazit: Kracher des modernen HK-Actionkinos und absoluter Must Have Titel!

 

Infos:

 

O: Seng Fat Dak ging

 

HK 1988

 

R: Andrew Kam, Johnnie To, Tsui Hark (laut Waise Lee Interview)

 

D: Waise Lee, Matthew Wong Hin-Mung, Phillip Kwok Chun-Fung, Lionel Lo King-Wah, Paul Chu Kong, Stuart Ong, Betty Mak Chui-Han, Joey Wong, Peter Lai Bei-Dak, Michael Chow Man-Kin, Roy Cheung, Robin Shou

 

Laufzeit der HK-DVD: 92:30 Min.

 

Neusichtung am: 19.04.23 / Sichtung der US-UHD: Juli 2026

 

Fassungen: Mir lag die Code Free HK-DVD von Mega Star vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Sollte der jemals restauriert auf Blu-Ray erscheinen, würde ich sogar über ein Upgrade nachdenken. In Deutschland von HDMV erschienen (Deutsch/Englisch/Canto mit englischen Subs und auch Uncut). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: April 2023). Nachtrag Juli 2026: Für eine Neusichtung lag mir die neue US-UHD von Shout Factory vor. Diese wurde zusammen mit einer Blu-Ray in deren US-Vö veröffentlicht (inklusive Schuber). Die Restauration tat dem Film gut. Obwohl einige Momente nach wie vor etwas dunkel und griessig wirken (Liftschacht, Gänge im Krankenhaus), ist das gegenüber der alten HK-DVD eine Wohltat, den Film nun so schauen zu können. O-Ton und englische Subs sind vorhanden. Der Film, der nach wie vor überzeugt, ist zudem Uncut. Es gibt nebst einem Audiokommentar und zwei Interviews (nicht mit Filmbeteiligten) jedoch ein Interview mit Hauptdarsteller Waise Lee. Dieses dauert ca. 17 Minuten und empfand ich als informativ, da er über den Film und die Dreharbeiten spricht. So fragte sich Waise Lee, ob die Brutalität extra für den ausländischen Markt gedreht wurde. Die Dreharbeiten dauerten 16 Monate und der Umgang mit den Co-Stars sei sehr kollegial gewesen. Die erste Hälfte des Filmes hätte Andrew Kam gedreht. Doch Tsui Hark war nicht zufrieden und somit beendete Johnnie To den Film. Doch auch damit war Tsui Hark nicht zufrieden. Er nahm laut Waise Lee selbst auf dem Regiestuhl Platz, veränderte, schnitt oder drehte Szenen komplett neu und beendete den Film somit selbst. Leider soll der Film an den HK-Kinokassen ein Flop gewesen sein, da dazumal Olympische Spiele live im TV gezeigt wurden und viele diese schauten, statt ins Kino zu gehen. Einmal soll Waise Lee fast einen Hitzeschlag gehabt haben, als sie bei über 30 Grad die Strassen-Verfolgungsjagd gedreht haben. Phillip Kwok soll ihnen zudem Anweisungen gegeben haben, wie sie sich in den Actionszenen schützend zu verhalten haben. Tolles Interview. Waise Lee scheint kaum gealtert und ist ein sympathischer Typ. 

Dienstag, 15. November 2022

Aces Go Places V Review

Aces Go Places V

Story:

 

Die «Aces» (Sam Hui, Karl Maka) und Co. (Leslie Cheung, Nina Ni, Conan Lee, Ellen Chan, Walter Tso Tat-Wah) legen sich mit Gangstern (u.a. Melvin Wong, Mark Houghton, Deborah Grant) an, welche die Terrakotta-Figuren gestohlen haben…

 

Meine Meinung:

 

Aces Go Places V ist der fünfte und bisher letzte Teil der Aces Go Places Reihe, auch wenn deutlich später, 1997, noch Aces Go Places '97 folgte (= Wunschliste). Der gehört aber, so viel ich weiss, nicht offiziell zur Reihe und hat mehrheitlich keine guten Reviews abbekommen. Aces Go Places V hingegen, von Regisseur Liu Chia-Liang (Challenge of the Masters), kann qualitativ an den Vorgänger heranreichen. Somit sieht meine Aces Go Places Bestenliste wie folgt aus:

 

1. Platz: 2. Teil

2. Platz: 1. Teil

3. Platz teilen sich: 4. und 5. Teil

4. & letzter Platz: 3. Teil

 

Mit Ausnahme des dritten Teiles fand ich alle Teile mind. gut. Liu Chia-Liang und Action-Choreograph Lau Kar-Wing (Good Bad & Losers) verdanken wir, dass die Action im letzten Teil sehr Kung Fu und Martial Arts lastig ist. Sehr traditionell, auch wenn in modernem Setting spielen. Dafür gibt’s weniger Stunts, Roboter, Verfolgungsjagden und Gimmicks. Als Kung Fu Film-Fan hatte ich an den Kampfszenen meine Freude. Da gibt’s mehrere tolle Szenen (in Sam Huis Büro, Show-Kampf der zwei Festland Chinesinnen gegen die Aces oder natürlich das lange Finale).

 

Die Kampfszenen sind gut gefilmt, schön choreographiert, mit Humor versehen, es geht viel kaputt und es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Der Film beginnt recht unspektakulär und ein grosses Minus ist das Fehlen des typischen Mad Mission Theme. Die neue Musik passt mir nicht. Dafür bietet der Film einen grossen Unterhaltungswert und einen coolen Cast. Nebst Alt-Stars wie Sam Hui oder Karl Maka mischen neu mit:

 

Leslie Cheung (A Better Tomorrow) und Nina Li (The Defector – Der Dragon Fighter), die beide als neue Aces ins Team stossen. Gerade von Nina Li oder Ellen Chan (Fatal Love) hätte ich gerne mehr (Action-Szenen) gesehen. Dafür gibt es Gweilos (u.a. Mark Houghton), viel Martial Arts (die Kämpfe sind cool) und sympathische Neben- und Gast-Auftritte von Conan Lee (als Chinese Rambo), Melvin Wong (Bösewicht), Danny Lee (im Lager), Roy Cheung (Dito) oder Maria Cordero (School on Fire). Cool!

 

Fazit: Wer die Reihe mag, dürfte auch mit dem 5. Teil seinen Spass haben!

 

Infos:

 

O: San Zeoi Gaai Paak Dong

 

HK 1989

 

R: Liu Chia-Liang

 

D: Sam Hui, Karl Maka, Leslie Cheung, Nina Ni, Conan Lee, Danny Lee, Ellen Chan, Roy Cheung, Maria Cordero, Walter Tso Tat-Wah, Melvin Wong, Mark Houghton, Deborah Grant

 

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 102 Min.

 

Neusichtung am: 10.10.22

 

Fassungen: Siehe Aces Go Places mit dem Unterschied, dass auf der deutschen Blu-Ray in dem Fall O-Ton und Subs vorhanden sind.

Sonntag, 28. Februar 2021

Fight Back to School Review

Fight Back to School

Story:

Polizist Star Chow (Stephen Chow) und sein Informant (Ng Man-Tat) arbeiten als Undercover-Spione an einer Schule. Ihr Ziel: die gestohlene Waffe eines Polizisten (Barry Wong Ping-Yiu) zu finden. Derweil gerät Star Chow an echte Triaden (Roy Cheung Yiu-Yeung), Schulprobleme und verliebt sich in eine Lehrerin (Sharla Cheung Man)…

Meine Meinung:

Etwas vom Besten, was das Hong Kong Kino in Sachen Komödien in den 90ern zu bieten hatte, waren die vielen Produktionen mit Stephen Chow (Tricky Brains). Und wo Stephen Chow war, war dessen Sidekick Ng Man-Tat (Gameboy Kids, That’s Money, Blood Ritual, Satanic Crystals, The Armed Policewoman) nicht weit*. Letzterer ist, zumindest für mich überraschend, Ende Feb. (27.02.21) dieses Jahres verstorben. Daher gab es zwei Sichtungen, die das wechselhafte Schauspiel eines Ng Man-Tats gekonnt aufzeigen.

* Lung Fung Restaurant, All for the Winner, Triad Story, The Top Bet, Fist of Fury 1991, God of Gamblers Part III: Back to Shanghai, Justice, My Foot!, Royal Tramp, King of Beggars, The Mad Monk, A Chinese Odyssey Part One - Pandora's Box, Hail the Judge, Sixty Million Dollar Man, A Chinese Odyssey Part Two – Cinderella, The God of Cookery, The Lucky Guy, King of Comedy oder Shaolin Soccer

Fight Back to School ist der Auftakt zu einer 3teiligen Reihe, die bis auf den letzten Film von Gordon Chan (Fist of Legend) realisiert wurden. Danach nahm Wong Jing das Zepter zur Hand. Stephen Chow selbst ist der Star aller drei Filme und Sidekick Ng Man-Tat kommt immerhin in den ersten zwei Filmen vor. Daneben sind zu sehen: Sharla Cheung (Magic Crystal), Roy Cheung (School on Fire) und Paul Chun (In the Line of Duty III).

Der Film ist amüsant, lustig und unterhaltsam. Stephen Chow und seinem Treiben zuzusehen, macht einfach Laune. Wer dessen Mo Lai Tau (Nonsense Humor) mag, wird den Film mögen und sollte sich auch unbedingt die Fortsetzungen nicht entgehen lassen. Nebst viel Humor gibt es hier und da von Stephen Chow sogar in 2-3 Szenen knackige Kampfszenen zu sehen (was er ja auch in anderen Filmen, vor allem Fist of Fury 1991, unter Beweis gestellt hat).

Fazit: Allen Fans von Stephen Chow oder solchen, die es noch werden wollen, zu empfehlen!

Gefolgt von: Fight Back to School II

Infos:

O: Tiu Hok Wai Lung

HK 1991

R: Gordon Chan

D: Stephen Chow, Ng Man-Tat, Barry Wong Ping-Yiu, Roy Cheung Yiu-Yeung, Sharla Cheung Man, Leung Sap-Yat, Gabriel Wong Yat-San, Paul Chun

Laufzeit der HK-DVD: 100.22 Min.

Gesehen am: Jan. 2010 / Review überarbeitet: 27.02.21

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Kam & Ronson / Panasia vor = Box mit allen drei Teilen, alle Uncut, O-Ton, englische Subs, sehe gute Bild- und Tonqualität. Blu-Ray Fassungen scheint es (noch) keine zu geben und in Deutschland sind die Filme nie erschienen (Stand: Feb. 2021).

Sonntag, 15. März 2020

Shanghai Heroic Story Review

Shanghai Heroic Story

Story:

Shanghai der 30er: Wong Tai Kwong (Roy Cheung) klettert für Gangsterboss Ngai Ting Yim (Damian Lau Chung-Yan) die Karriereleiter hoch, macht sich somit aber auch Feinde und gerät zwischen die Fronten. Zum einen durch Japaner, zum andern durch Attentäter, die auch vor Chinesen, die mit den Japanern zusammenarbeiten, keinen Halt machen (und Gangsterbiss Ngai hat mit den Japanern zu tun)…

Meine Meinung:

Shanghai Heroic Story bietet absolut nichts Neues. Den Inhalt vom kleinen Mann, der in Shanghai Karriere macht und am Ende alles verliert, hat man schon unzählige Male gesehen. Die Rolle der Japaner als Bösewicht und als Story-Element, welches dazu gedichtet wurde, ist ebenso alles andere als originell. Damit gewinnt Shanghai Heroic Story nicht an Exklusivität.

Der Film ist mehr oder weniger kurzweilig und unterhaltsam, aber einfach nichts Spezielles. Für meinen Geschmack fehlte es dem Film zudem an grossen Namen und Sympathieträgern. Das Schicksal der Figuren ist dem Zuschauer bzw. war mir total egal. Und das ist immer schlecht. Ausser Roy Cheung (School on Fire) kannte ich auch keinen der Stars. Und Roy Cheung war ebenfalls nur solide.

Die Sets und Kostüme sind gut. Dazu auch die Kamerafahrten und die Actionszenen und deren Inszenierung. Da gibt’s Kämpfe mit oder ohne Waffen, kleinere Stunts, blutige Shoot-Outs, Verfolgungsjagden, Schwert- und Axtkämpfe und ein actionreiches Finale auf einem fahrenden Zug. Das sind dann positive Elemente, wenn auf einem fahrenden Zug gekämpft wird. Wäre es ein neuer Film, wäre wohl der Zug, der Hintergrund und am Ende die Explosion alles aus dem Computer – billig und unecht.

Für solche klassische und authentische Action muss man Shanghai Heroic Story schlussendlich doch auch Mal loben. Dies, zusammen mit der Kurzweiligkeit, macht den Film absolut okay. Kann man schauen, man wird mehr oder weniger unterhalten. Man sollte einfach keine innovative Story oder ausgereifte Charakterzeichnungen erwarten.

Fazit: Solider Durchschnitt!

Infos:

O: Ying xiong di zhi xiao dao hui

HK 1992

R: Chris Lee

D: Roy Cheung,

Laufzeit der HK VCD: 95:48 Min.

Gesehen am: 18.01.20

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Ocean Shores vor = wie auch DVD und VHS in Vollbild, O-Ton, feste englische Subs (sehr gut lesbar). Gute bis zu dunkler Bildqualität. Es gibt keine Blu-Ray und auch keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2020).