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Freitag, 17. November 2023

Dracula 3D

Dracula 3D

Story:

Van Helsing (Rutger Hauer) nimmt den Kampf gegen Graf Dracula (Thomas Kretschmann) auf…

Meine Meinung:

Dracula 3D fliegt nach der 2. Sichtung aus der Sammlung. Der Film von Dario Argento (Sleepless, Tenebrae, Suspiria, Inferno, Deep Red) hat mir nicht mehr gefallen. Dracula 3D, wie der Titel verrät ein 3D-Film, krankt bereits beim Inhalt. Der ewige, schon bekannte Plot von Van Helsing gegen Dracula ist einfach zu bekannt, um überhaupt noch sehenswert, spannend oder gross unterhaltsam zu sein. Daher hat mir zuletzt auch ein Klassiker wie Nosferatu nicht gefallen.

Der Plot ist absolut lahm und 08/15. Zudem wirkt der Film wie ein billiger TV-Film: die Optik ist viel zu steril und zu sauber. Es kommen keine Stimmung oder Atmosphäre auf. Das beginnt bereits beim Intro in den Film mit billigem CGI-Vorspann und billiger Musik, trotz Claudio Simonetti (Pelts) Einbezug. Seine Musik ist in keiner einzigen Szene während des ganzen Filmes wirklich was Besonderes. Auch die legendären Kamerafahrten von Dario Argento sucht man vergebens. Dafür viel billiges CGI (Gottesanbeterin etc.).

Es wurden zwar einige B-Stars und hübsche Frauen vor die Kamera gezehrt, aber das rettet den Film auch nicht vor seiner mangelhaften Qualität: Rutger Hauer (Flesh + Blood) taucht sicher fast eine Stunde nicht auf, Thomas Kretschmann kann nicht an sein Können aus La Sindrome di Stendhal zurückgreifen und aus diesem Film kehrt auch Dario Argentos Tochter Asia (Dark Glasses, Land of the Dead, The Church, Demons 2) zurück.

Der restliche Cast ist, wie der ganze Film, nicht der Rede wert. Das Einzige was hier und da in einzelnen, raren Momenten überzeugt sind handgemachte Splatter-Effekte. Diese sind zuweilen fast übertrieben blutig und stammen von Sergio Stivaletti (I Tre volti del terrore, Dellamorte Dellamore, Do You Like Hitchcock?). Ob diese für den ansonsten schwachen Film kompensieren oder ablenken sollten? Ich weiss es nicht. Die Bluteffekte machen aus Dracula 3D zumindest per se keinen guten Film.

Fazit: Schwach, lahm und billig.

Infos:

O: Dracula 3D

Italien, Spanien, Frankreich 2012

R: Dario Argento

D: Thomas Kretschmann, Asia Argento, Rutger Hauer, Marta Gastini, Unax Ugalde, Morgane Slemp

Laufzeit der Ital. Blu-Ray: 110:00 Min.

Gesehen am: März 2013 / Neusichtung am: 08.10.23

Fassungen: Mir lag die Ital. Blu-Ray von Sony vor = Uncut (Film für alle Freigabe), hervorragende Bild- und Tonqualität, Englisch/Ital. Audio. In Deutschland von Koch Media auf Blu-Ray zu haben (Deutsch/Englisch mit deutschen Subs).

Sonntag, 6. November 2022

The Grudge Review

 
Horroktober 2022

The Grudge

Story:

Eine Familientragödie (Mutter bringt ihre Familie um) wird von Detektive Muldoon (Andrea Riseborough) untersucht. Der Fall scheint mysteriös und unheimlich und schon bald ereignen sich auch in Muldoons Umfeld merkwürdige Vorkommnisse…

Meine Meinung:

The Grudge aus dem Jahr 2020 ist ein erbärmlicher und unnötiger Versuch, einen neuen The Grudge mit "Conjuring" Vibes (Rolle gespielt von Lin Shaye) in die Kinos zu bringen. Als Regisseur fungiert Nicolas Pesce, dessen Piercing ich am NIFFF und auch danach sehr mochte. Leider gilt das nicht für The Grudge, der bereits 2004 ein US-Remake erfuhr (allerdings noch mit Zusammenarbeit des Original The Grudge Regisseurs Takashi Shimizu).

In der Regel kann ich mich gut auf solche Filme einlassen und mich gruseln lassen. Ich mag Filme wie Smile, Ringu 1 + 2, The Empty Man, Terrified, The Open House und Co. Teilweise sicher auch mehr als andere Zuschauer, da ich mich gewollt und erfreut auf diese Art Film einlassen kann. Doch in Bezug auf The Grudge war dies nicht der Fall, was gar nicht für den Film spricht. Es gab keine Spannung, keine Schreckmomente und es wurde keine Stimmung/Atmosphäre generiert. Nichts!

The Grudge war nun wirklich praktisch in allen Belangen schlecht: die Figuren sind durch die Bank uninteressant und/oder überzeugen in ihren Rollen nicht. Lin Shaye sollte zudem langsam abdanken. Den schlimmsten Punkt (Keine Spannung, keine Stimmung etc.) wurde ja bereits erwähnt. Weiterhin wirkt die Laufzeit massiv länger, als der Film läuft. Es gibt Längen. Dies wurde mit Hilfe von 1-2 derben Gore-Szenen zu kompensieren versucht. Half nicht. Die Erzählweise ist auch total bescheuert. Da kann natürlich auch keine Stimmung entstehen, bei den ständigen Wechseln von Plots, Figuren und Zeitebenen.

Fazit: Absolut unnötig, ungut und Zeitverschwendung!

Infos:

O: The Grudge

USA, Kanada 2020

R: Nicolas Pesce

D: Betty Gilpin, Andrea Riseborough, Lin Shaye, John Cho, William Sadler, Jacki Weaver, Demián Bichir, Frankie Faison

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 93:44 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Sony vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Wendecover, Deutsch/Englisch mit diversen Subs.

Dienstag, 22. März 2022

Godzilla: Final Wars Review

NIFFF 2005 Special

Godzilla: Final Wars

Story:

 

Aliens (u.a. Kazuki Kitamura, Tak Sakaguchi) wollen die Erde übernehmen und schlüpfen in die Körper von wichtigen Persönlichkeiten (Akira Takarada, Kumi Mizuno). Zudem kontrollieren die Aliens diverse Monster, mit welchen sie die Menschen erpressen. Eine Sondereinheit (u.a. Masahiro Matsuoka, Kane Kosugi, Don Frye, Jun Kunimura) und Godzilla nehmen sich dem Problem an…

 

Meine Meinung:

 

Gemäss meinem alten Review war Godzilla: Final Wars der erste Film der Godzilla-Reihe, den ich sah. Und zwar bei seiner Europapremiere am NIFFF 2005 in Anwesenheit von Regisseur Ryûhei Kitamura, dessen Versus und Azumi ich nach wie vor (nebst The Midnight Meat Train) zu seinen besten Werken zähle. Andere Filme könnten nach 2. Sichtung aus der Sammlung fliegen (Alive, Sky High, No One Lives, Downrange - Die Zielscheibe bist du!).

 

Leider überzeugt auch Godzilla: Final Wars nicht mehr wie damals am NIFFF. Die Euphorie ist gewichen, mein Film-Charakter hat sich verändert und inzwischen habe ich die alten Godzilla-Filme und andere klassische Kaijus (Mothra, Giganten der Vorzeit, The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army, Agon, The Space Amoeba) aus Japan oder aus anderen Ländern (Mars Men, King of Dinosaurs, The War God, King of Snake, Pulgasari, Flying Dragon Attacks, Fairy and the Devil) kennen und lieben gelernt. Und diese sagen mir einfach mehr zu als neue, moderne Filme mit CGI Effekten.

 

Godzilla: Final Wars ist mir im Vergleich zu älteren Kaijus zu modern, die Effekte teilweise zu billig und schlecht (CGI). Dies trifft natürlich nicht auf alle Effekte zu und löblich ist, dass, vor allem in den Nahaufnahmen, noch immer Schauspieler in Gummikostümen stecken und die Monster von Menschen gespielt werden. Die ganzen Monster bekommen aber mehrheitlich viel zu wenig Screentime, um allen Geschöpfen, die im Film zu sehen sind, gerecht zu werden. Zudem gibt es auch einige unschöne CGI Szenen, welche die Monster von weit entfernt zeigen.

 

Mit zwei Stunden ist der Film auch zu lang geworden, zumal Godzilla erst nach 70 Min. so richtig wüten darf und die (teilweise doofen) Figuren erhalten teilweise zu viel Platz. Schön ist, dass auch Akira Takarada, Star des Original-Godzilla, wieder mit von der Partie ist. Er spiele in vielen Filmen von Toho mit, z.B. in Half Human oder Latitude Zero. Nebst Takarada ist auch mit Kumi Mizuno ein Alt-Star dabei. Sie spielte auch in vielen klassischen Filmen mit (Gorath, Matango).

 

Ansonsten wirken viele Jung-Darsteller, die mir wenig sympathisch waren, mit. Sänger, Martial Arts-Darsteller (Kane Kosugi) oder auch westliche Namen (Don Frye) die ich nervend fand. Tak Sakaguchi, Star aus Versus, fiel mir nicht auf und Jun Kunimura (The Wailing, Manhunt) gibt eine unbedeutende Nebenrolle ab, während Kazuki Kitamura (Ley Lines, The Raid 2, Blade of the Immortal) mit seinem Overacting teilweise unfreiwillig komisch wirkte.

 

Der Vorspann ist optisch cool und mit der Original-Musik von Akira Ifukube ausgestattet. Danach drückt jedoch Ryûhei Kitamura dem Werk seinen Stempel auf und das Godzilla-Feeling vergeht teilweise. Die neue Musik ist uninteressant, die Action-Szenen nicht der Rede Wert und der Charme der alten Filme, ist verflogen. Schade! Da schaue ich mir doch lieber, wieder und immer wieder, die alten Godzilla-Filme an! Die gefallen mir einfach klar besser! Ich denke, dass ich auch bei anderen neueren Godzilla Filmen so empfinden werde (Godzilla Against Mechagodzilla und Co.)...

 

Gefolgt von: Shin Godzilla

 

Infos:

 

O: Gojira: Final wars

 

Japan, China, Australien, USA 2004

 

R: Ryûhei Kitamura

 

D: Kazuki Kitamura, Masahiro Matsuoka, Kane Kosugi, Akira Takarada, Kumi Mizuno, Don Frye, Tak Sakaguchi, Jun Kunimura, Koichi Ueda

 

Laufzeit der US-DVD: 125:08 Min.

 

Gesehen am: NIFFF 2005 / Neusichtung: 21.03.22

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Sony vor = Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, O-Ton (90% Japanisch, 10% Englisch) mit englischen Subs (für jap. Passagen). Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray (Splendid).

Montag, 19. Juli 2021

Taxi Driver Review

Taxi Driver

Story:

 

Ex-Soldat und jetzt Taxifahrer (Robert De Niro) in New York mit psychischen Verhaltensauffälligkeiten gerät in einen Strudel aus Problemen: zuerst versucht er erfolglos das Herz einer Frau (Cybill Shepherd) zu erobern, danach einen Politiker (Leonard Harris) zu töten ehe er eine Prostituierte (Jodie Foster) aus den Fängen eines Zuhälters (Harvey Keitel) retten will…

 

Meine Meinung:

 

Taxi Driver von Martin Scorsese empfand ich schon früher bei Erstsichtung als überbewerteten Hype. Der Kultstatus um den Film konnte ich nie nachvollziehen. Nach 2. Sichtung empfand ich den Film als noch schlechter, so dass Taxi Driver aus der Sammlung fliegt.

 

Von Martin Scorsese kenne ich nebst Taxi Driver folgende Filme: Kap der Angst, Casino, Shutter Island, Silence und die Serie Boardwalk Empire. Davon empfand ich Silence als sehr schlecht und danach kommt leider schon Taxi Driver – die anderen genannten Filme habe ich als deutlich besser in Erinnerung.

 

Warum mir Taxi Driver nicht und/oder schlechter als bei der Erstsichtung gefallen hat? Die Gründe sind simpel und für mich begründet: der Plot und Inhalt sind lahm, langweilig, sinnlos und teilweise unfreiwillig komisch. Eine gradlinige Story ist nicht auszumachen. Der Film wirkt episodenhaft.

 

Die Laufzeit ist zu lang, einige Handlungen der Figuren, egal ob Travis nun psychisch und kognitiv angeschlagen/beeinträchtigt ist oder nicht, sind hohl = als er sein Date ins Porno-Kino mitnimmt! Schwachsinnig, unrealistisch und komisch. Teilweise gibt es, um den Film nicht nur fertig zu machen, auch etwas Stimmung und schöne Bilder aus New York. Als Zeitgeist-Produkt (Film seiner Zeit) kann der Film gefallen und ich denke, der Film verdankt seinen Kult vor allem diesem Faktor.

 

Sehr schade waren nebst den oben genannten Tatsachen, dass die schönen Shoot-Outs im Finale stark abgedunkelt waren (Deutsche Blu-Ray). Noch schlimmer und etwas von unpassendsten war das aufgesetzte Happy End, welches so gar nicht zum Rest des Filmes passen will. Kann man nur den Kopf schütteln. 

 

Alle am Ende tot = wäre besser gewesen und hätte besser zu Travis Stimmung, ausgelöst durch seine Einsamkeit, gepasst. Robert De Niro agierte gut, aber kommt nicht an spätere Darbietungen ran (z.B. Kap der Angst, Angel Heart). Jodie Foster fand ich auch nicht speziell erwähnenswert. So richtig gefallen haben mir als Darsteller/Figuren eigentlich nur Joe Spinell (Maniac), der Bodyguard und Harvey Keitel (Bad Lieutenant) als Zuhälter. Der Rest konnte nicht vollkommen überzeugen.

 

Fazit: «Klassiker», der seinem Ruf nicht gerecht wird! Besser Kap der Angst schauen!

 

PS: Wenn ihr gute Filme mit Taxis schauen wollt empfehle ich stattdessen: Taxi Hunter (Anthony Wong), Dr. Lamb, The Taxi Driver (David Chiang), Wang Yu - Der Karatebomber oder die Taxi Reihe.  


PSS: Filme mit cooler New York und Co. Stimmung: Empfehle ich stattdessen die Werke von Larry Cohen, William Lustig oder Abel Ferrara.

 

Infos:

 

O: Taxi Driver

 

USA 1976

 

R: Martin Scorsese

 

D: Robert De Niro, Joe Spinell, Jodie Foster, Leonard Harris, Cybill Shepherd, Harvey Keitel

 

Laufzeit der deutschen Blu: 113:49 Min.

 

Gesehen am: März 2012 / Review überarbeitet am: 28.03.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Columbia Pictures und Sony vor = gute Bildqualität aber keine Referenz (gerade in den Shoot-Outs im Finale viel zu dunkel), Deutsch/Englisch mit Subs, Uncut.

Dienstag, 4. Februar 2020

The Possession of Hannah Grace Review

The Possession of Hannah Grace

Story:

Hannah Grace (Kirby Johnson) ist von einem Dämon besessen. Ein Exorzismus schlägt fehl. Nebst den Priestern stirbt auch Hannah. Diese wird als Leiche nachts ins Leichenschauhaus eingeliefert, wo die psychisch angeschlagene Ex-Polizistin Megan Reed (Shay Mitchell) Nachtdienst leistet. Und kurze Zeit später beginnen mysteriöse Ereignisse in der Leichenhalle ihren Lauf zu nehmen…

Meine Meinung:

Blindkauf mit spannender Ausgangslage: es werden zwei nicht uninteressante Settings (Exorzismus und Leichenhalle) miteinander verschmolzen. Dies liess ich mir als Horrorfilmfan nicht entgehen – hoffte gar auf einen Film, der etwas in Richtung The Autopsy of Jane Doe gehen würde.

Leider falsch gedacht: der Blindkauf war ein Reinfall. Aus der Ausgangslage wurde zu wenig gemacht. An der Oberfläche betrachtet ist es ok und man kann den Film Mal schauen, aber mehr liegt nicht drin. Dafür gibt es zwei grosse Mankos:

1. Der Film ist einfach nicht spannend. Hier und da kommt leichte Stimmung auf durch die Bilder, Settings und Kameraführung. Aber richtig spannend, gruselig und/oder erschrocken = Fehlanzeige. Todesstoss für einen Film, der gruselig sein möchte.

2. Der Film ist, was Nebenplots, Figuren und Figurenzeichnung angehen zum Kotzen klischeehaft und nervend. Das sorgt für lahme Füllszenen, Szenen, die nichts zur Story beitragen und/oder einfach klischeehaft sind und nerven. Mir waren die Figuren egal, zu jeder Zeit. Die Klischees zerstörten den Film komplett. Da hätten wir Themen wie: Psychisch angeschlagen, Ex-Freund, Abhängigkeit, «will es allen beweisen» Motive etc.

Sehr nervend. Daher wird der Film nach Sichtung nicht in die Sammlung aufgenommen. Stattdessen empfehle ich Filme wie The Autopsy of Jane Doe, Nightwatch oder The Corpse of Anna Fritz was Leichenhallen-Settings angehen.

Infos:

O: The Possession of Hannah Grace

USA 2018

R: Diederik Van Rooijen

D: Shay Mitchell, Stana Katic, Grey Damon, Louis Herthum, James A. Watson Jr.

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 85:44 Min.

Gesehen am: 14.11.19

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Sony Pictures vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, deutsche/englische Subs.

Donnerstag, 2. Januar 2020

Godzilla Raids Again Review

Japanuary 2020
Godzilla Raids Again

Story:

Zwei Piloten entdecken auf einer Insel Godzilla und ein 2. Monster (Anguirus, einen Dinosaurier aus vergangenen Zeiten). Auf dem Festland geben die beiden Piloten Rapport ab und das Militär versucht verzweifelt, sich gegen Godzillas Attacken zu verteidigen und vorzubereiten – doch dieser kommt diesmal nicht allein, sondern bekämpft auf dem Festland Anguirus

Meine Meinung:

Godzilla Raids Again ist die erste Fortsetzung von Godzilla, welche bis dato (2020) auf über (!!!) 20 Fortsetzungen kam. Für eine Film-Reihe eine fantastische Quote. Ich denke, ähnlich erfolgreich waren nur die James Bond und Zatoichi Filmreihen. Andere kommen mir, zumindest spontan, nicht in den Sinn.

Godzilla Raids Again hat die Zweitsichtung erfolgreich bestanden. Die Fortsetzung hat mir, wie das Original, sehr gut gefallen. Die Story wird gut erzählt und dabei nicht vernachlässigt. Analog zum Tierhorror-Genre lässt man sich Zeit, Godzilla und Anguirus früh zu zeigen, um eine Art Spannung zu generieren.

Gut fand ich die Tatsache, dass hier noch keine Kinder-Figuren und Humor vorherrschen. Der Film ist ernst, düster und sehr stimmungsvoll. Die Kamera fängt stimmig schöne Bilder ein, dessen Intensität durch die Schwarzweis-Bilder verstärkt wird.

Die Effekte waren genau nach meinem Geschmack und klasse. Godzilla wirkt böse und unheimlich. Monster Anguirus darf mittun und somit gibt es nebst Militär Vs. Godzilla auch Monster-Kämpfe zu sehen. Das dabei die Stadt leidet und es zu Zerstörungen kommt, ist die logische Konsequenz (deshalb liebt man die Filme auch).

Die Figuren sind okay, aber nicht speziell erwähnenswert aber auch nicht nervend. Die Story bietet den Figuren eine Art Liebesgeschichte und viel Pathos, vor allem im spannenden, langen, gut getricksten und effektiven Finale, welches im Schnee und Eis spielt (Militär Vs. Godzilla) – immer ein tolles Setting im japanischen Kino (zuletzt in Liverleaf).

Wenn ich Godzilla Raids Again mit Godzilla Against Mechagodzilla (2002) vergleiche, den ich erst vor kurzem sah, dann gefällt mir der altmodische Film (und die Effekte) deutlich besser! Mehr Charme und somit jedem Godzilla-Fan uneingeschränkt zu empfehlen!


Infos:

O: Gojira no gyakushû

Japan 1955

R: Motoyoshi Oda

D: Hiroshi Koizumi, Setsuko Wakayama, Minoru Chiaki, Takashi Shimura, Masao Shimizu

Laufzeit der US-DVD: 81:36 Min.

Gesehen am: Mai 2007 / Review überarbeitet: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Classic Media/Toho/Sony vor = 2 Fassungen (darunter die zensierte US und die Uncut), sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Gäbe es in D von Splendid auf Blu-Ray.

Mittwoch, 18. September 2019

The Raid Review

The Raid

Story:

Ein SWAT Team (u.a. Iko Uwais) soll in einem schäbigen Viertel ein Hochhaus stürmen, welches von einem Gangsterboss und seinen Männern bewohnt wird. Ziel ist es, den obersten Gangsterboss zu schnappen. Dieser wird jedoch von unzähligen Gangstern, und vor allem von seiner rechten Hand, Mad Dog (Yayan Ruhian), gut bewacht…

Meine Meinung:

Nach dem indonesischen „Ong Bak“ Verschnitt Merantau, der mir schon gut gefallen hat, legt Regisseur Gareth Evans nach und bringt mit The Raid einen erstklassigen Actionfilm, der Merantau in allen Belangen überlegen ist! Aus Merantau bringt Gareth Evans auch gleich seinen talentierten Hauptdarsteller Iko Uwais mit, der hier die Hauptrolle spielt und in dieser ernsten und sehr actionbetonten Rolle absolut zu überzeugen vermag. Ein neuer Action-Star ist geboren.

So wundert es nicht, dass Iko Uwais danach nicht nur in der Fortsetzung, sondern auch in weiteren Actionfilmen zu sehen war (Man of Tai Chi, Headshot, in einem der neuen Star Wars Filme, The Night Comes for Us oder in Triple Threat). Das gleiche gilt für Yayan Ruhian, der Mad Dog spielt. Er spielte nebst Fortsetzung (jedoch andere Rolle) auch in diversen Action-Filmen mit (Hit & Run, John Wick: Chapter 3 – Parabellum, Beyond Skyline oder in Takashi Miikes Yakuza Apocalypse). Regisseur Gareth Evans liess es hingegen ruhiger angehen. Was ihn betrifft, würde mich nur Apostle (2018) reizen – leider ein Netflix-Film.

The Raid, der nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist natürlich nicht mehr so intensiv wie bei Erstsichtung, was die Gefühlslage und Staunen (ähnlich wie bei Filmen wie Ong-Bak und Co.) beim Zuschauer angehen. Dennoch muss der Film als überdurchschnittlicher Action-Film angesehen werden, der höllisch viel Spass macht – auch bei mehrfacher Sichtun, auch heute noch. 

Die Story, die an Dredd und umgekehrt erinnert, ist schwach (Mittel zum Zweck), aber das ist sie in vielen solchen Filmen und mehr erwarte ich auch nicht. Mehr wäre schade gewesen und man hätte weniger Zeit gehabt, die starken und abwechslungsreichen Actionszenen zu präsentieren. Das ist also, zumindest für meinen Geschmack, nicht wirklich negativ zu werten. Mehr neutral. Nebst Star Iko Uwais werden nur 2-3 andere Figuren stärker charakterisiert, der Rest in Kanonenfutter. Andere Figuren: Gangser-Boss, dessen rechte Hand Mad Dog, Ikos Chef (der sich spektakulären Kampf gegen Mad Dog liefert), der oberste Chef (Verräter) und Ikos Film-Bruder.

Ich mochte die klaustrophobische Stimmung rund um das Eingeschlossen sein im Hochhaus voller Feinde. Ich mochte die engen Kämpfe im Korridor. Der Film legt auch nicht gleich los, sondern startet langsam, intensiv und sehenswert. Regisseur Gareth Evans hat den Film stimmungsvoll und spannend inszeniert. Das Unheil liegt von der ersten Sekunde an in der Luft, die Spannung steigt und steigt. 

Technisch ist der Film eine Wucht – die Kameraarbeit ist stark und übersichtlich (vor allem wichtig in Sachen Action und Choreographie) und es waren fähige Männer (und Martial Arts Experten) die die Actionszenen besorgt haben. Keine Wackelkamera, ultrabrutal und abwechslungsreich. Zuerst Feuerwaffenaction, welche dann ab ca. 40 Minuten Handkämpfen (und mit vielen Waffen, die schmerzen) weicht. 

Fazit: Grosses Action-Kino welches ich jedem Martial Arts Film-Fan nur empfehlen kann!

Gefolgt von: The Raid 2

Infos:

O: Serbuan maut

Indonesien, Frankreich, USA 2011

R: Gareth Evans

D: Iko Uwais, Joe Taslim, Donny Alamsyah, Yayan Ruhian, Pierre Gruno, Ray Sahetapy

Laufzeit der US-Blu Ray: 100:37 Min.

Gesehen am: Aug. 2012 / Review überarbeitet am: 03.07.19

Fassungen: Mir lag die US-Blu Ray von Sony vor = Uncut, O-Ton, englische Subs. Unrated Fassung (= Uncut) und zensierte US-Kinofassung. Musik = Originalscore oder US-Score auswählbar. Bild- und Tonqualität sind sehr gut. In D Uncut von Koch Media erschienen.

Sonntag, 18. August 2019

Once Upon a Time in Hollywood Review

Once Upon a Time in Hollywood

Story:

Hollywood, Los Angeles 1969:

Schauspieler Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) steht inmitten einer Sinnkrise, was seine Karriere angeht. Zusammen mit seinem treuen Freund und Stuntman Cliff Booth (Brad Pitt) versucht er, diese Zeit zu meistern, so gut es geht. Zu gerne wäre er so bekannt, wie seine Nachbarn Sharon Tate (Margot Robbie) und deren Ehemann und Regisseur Roman Polanski (Rafal Zawierucha). Marvin Schwarz (Al Pacino), bekennender Rick Dalton Fan, verschafft ihm Kontakte nach Italien, damit er dort seine Karriere mit Italo Western in Sergio Corbucci Filmen neu lancieren kann. Derweil wächst in L.A. die Kommune von Charles Manson (Damon Herriman) und dessen Familie (Margaret Qualley, Austin Butler, Mikey Madison u.a.) zur echten Bedrohung an…

Meine Meinung:

Obwohl mir die letzten zwei Filme (u.a.  The Hateful 8) von Quentin Tarantino weniger zusagten (beide okay für einmalige Sichtungen) und ich nicht jeden Film von ihm mag (z.B. Kill Bill oder Jackie Brown) zieht es mich doch immer wieder ins Kino, wenn seine neuen Filme dort zu sehen sind. Auf Once Upon a Time in Hollywood war ich gespannt – vor allem wegen dem Charles Manson Setting und der Frage, was Tarantino daraus machen würde (nach dem fiktiven Abgang von Adolf Hitler in Inglourious Basterds traut man Tarantino in dieser Lage alles zu = Spannung ist vorhanden).

Um falsche Erwartungen zu verhindern: Charles Manson und seine Family spielen nur eine Nebenrolle (Manson ist z.B. nur einmal zu sehen). Dem sollte man sich bewusst sein. Hintergründe zur schrecklichen Tragödie, welche sich mit der Manson Family und Sharon Tate abspielten, zu kennen, ist jedoch von Vorteil. Somit wird in zwei Szenen Spannung garantiert (Ranch und Finale) – mehr soll an der Stelle aber nicht verraten werden bzw. es geht Tarantino mehr um «1969» als um die Manson Morde.

Man sollte den Film und Inhalt einfach geniessen. Der Film ist sehr ruhig für Tarantino Verhältnisse, sehr zahm und auch oft lustig. Trotz der langen Laufzeit von über zwei Stunden wurde es zu keiner Sekunde langweilig. Ich mochte den Film – der Cast war super und optisch war der Film ein Genuss – wunderschön gefilmt und das 1969er Hollywood kam sehr gut zur Geltung. Man meint wirklich, sich in dieser Zeitspanne zu befinden (die Hippies kommen allgemein sehr schlecht weg im Film).

Tarantino bleibt sich treu (auch seinem Fussfetisch) – es wird fleissig zitiert und Hommagen an seine (Film)Vorbilder gesponnen, viele Film-im-Film Elemente kommen ebenso vor wie Plakate und Anschriften im Hintergrund – es gibt Huldigungen für den Italo-Western (Antonio Margheriti, Sergio Corbucci), ans Poliziotteschi-Genre (inklusive DiCaprio mit Auto-Stunt), ein Tora! Tora! Tora! Plakat, Fake-Italo-Western Plakate und Stars, welche echte Darsteller spielen (Bruce Lee, Steve McQueen, Sharon Tate, Roman Polanski) sind zu sehen = Liebeserklärung von Quentin Tarantino an Hollywood!

Jede Rolle ist perfekt besetz – der Cast ist wunderbar: Leonardo DiCaprio und Brad Pitt haben beide Tarantino Erfahrungen (Inglourious Basterds, Django Unchained) und beide sind eine Wucht – sie allein tragen den Film. Margot Robbie als Sharon Tate war ebenso eine Wucht! Daneben sind noch zu sehen (meist in Neben- oder Kurzauftritten): Al Pacino, Emile Hirsch (An Evening with Beverly Luff Linn, The Autopsy of Jane Doe), Harley Quinn Smith (Yoga Hosers), Danielle Harris (Halloween 2), Clu Gulager (Return of the Living Dead), Rebecca Gayheart (Düstere Legenden), Kurt Russell (Death Proof), Zoë Bell (Raze) oder Michael Madsen (Kill: Bill)…

Fazit: Jedem Tarantino Fan zu empfehlen – Kino zum Geniessen!

Infos:

O: Once Upon a Time in Hollywood

USA, UK, China 2019

R: Quentin Tarantino

D: Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Rafal Zawierucha, Al Pacino, Margot Robbie, Damon Herriman, Margaret Qualley, Austin Butler, Mikey Madison, Emile Hirsch, Dakota Fanning, Luke Perry, Harley Quinn Smith, Danielle Harris, Clu Gulager, Rebecca Gayheart, Kurt Russell, Zoë Bell, Michael Madsen

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 161 Min.

Gesehen am: 16.08.19

Fassungen: Gesehen im Schweizer Kino Uncut ab 16/14 im O-Ton mit deutsch Subs. In Deutschland soll der Film Mitte Januar 2020 auf DVD und Blu-Ray erscheinen. Inzwischen liegt mir die deutsche Blu-Ray von Sony vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit diversen Subs, hervorragende BIld- und Tonqualität.

Sonntag, 21. April 2019

Evil Dead Review

Evil Dead

Story:

Einige Jugendliche durchführen einen Drogenentzug einer Kollegin und Schwester in einer einsamen Waldhütte. Im Keller wird ein Buch gefunden, welches den Geist eines bösen Dämons erweckt den Mia (welche den Entzug macht) befällt und verändert. Die Gruppe denkt zuerst an Entzugserscheinungen, doch die Wahrheit ist weitaus schlimmer und ein Gemetzel ist die Folge...

Meine Meinung:

Das Remake von The Evil Dead hat mir bei seiner Veröffentlichung gut gefallen was aktuell nicht mehr der Fall ist. Ich habe mir den Film, inzwischen kam ja erst vor kurzem die richtige Uncut-Fassung auf den Markt, nochmals angesehen und trotz mehr Gewalt und der Tatsache, dass es sich beim Film um eine echte Schlachtplatte mit sensationellen Effekten handelt, liess mich das Gezeigte nun ziemlich kalt.

Die Euphorie, welche ich bei der Erstsichtung hatte (vor allem wegen den Effekten), stelle sich nicht mehr ein. Auch die Rahmenhandlung (Entzug) und die Figuren haben mich nicht mehr überzeugt. Die Story schreitet schneller voran als im Original, was weniger Spannung erzeugt. Die Klischees (Drogenvergangenheit, Probleme in der Familie) sind billig und austauschbar. Die Figuren sind nicht sympathisch. Es war mir schlicht gleichgültig, was mit ihnen passiert.

Positiv waren die Effekte. Diese sind grossartig und es gibt viele sehenswerte und handgemachte (Mehrheit) Verwandlungs- und Splattereffekte zu sehen. In dieser Hinsicht überzeugt und enttäuscht der Film nicht. Splatterfans werden bestens bedient. Dazu kommen vereinzelt paar stimmungsvolle Bilder (Hütte, Keller, tote Tiere, Regen, Musik teilweise ans Original erinnernd).

Im Grossen und Ganzen ist es aber zu wenig, um zu überzeugen und/oder um die Qualität des Originals zu erreichen oder zu übertreffen. Das Original hat deutlich mehr Charme, ist stimmungsvoller und spannender, weil es gekonnt mit den Erwartungen der Zuschauer spielt und Effekte und härtere Horrorparts länger auf sich warten lassen.

Fazit: Das Remake ist daher nur bedingt zu empfehlen!

Infos:

O: Evil Dead

USA 2013

R: Fede Alvarez

D: Jane Levy, Shiloh Fernandez, Lou Taylor Pucci, Jessica Lucas, Elizabeth Blackmore

Laufzeit der dänischen Blu-Ray: 96:22 Min.

Gesehen am: Juli 2013 / Review überarbeitet am: 01.03.19

Fassungen: Für die neuste Sichtung lag mir die Blu-Ray aus Dänemark vor = Extended Cut mit mehr Gewalt als die Kinofassung, Bild- und Tonqualität sind erstklassig, Deutsch/Englisch mit u.a. englischen Subs. Wurde in der Zwischenzeit auch in Deutschland als Unrated Fassung durch Nameless Media veröffentlicht.