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Samstag, 28. August 2021

Garden of Love Review

Garden of Love

Story:

 

Eine junge Frau, die als Kind als einzige ein Massaker überlebte, kehrt nun mit ihrem Freund an den Ort des Schreckens zurück, um über ihr Trauma hinwegzukommen. Keine gute Idee…

 

Meine Meinung:

 

Wie bereits andere Filme von Olaf Ittenbach (Black Past, Premutos – Der gefallene Engel) gefiel mir auch Garden of Love nicht mehr gut genug, um in der Sammlung zu bleiben. Somit fliegt der Film nach Filmen wie The Burning Moon, Legion of the Dead und Beyond the Limits aus der Sammlung.

 

Der Film war zwar nicht ganz so übel wie Beyond the Limits, aber trotzdem bietet der Film kaum Punkte, um überzeugen zu können. Der Film wirkt für die Art, die er sein soll, zu billig. Der Vorspann/Intro ist peinlich, da so lieblos und ohne Atmosphäre. Da kommt null Stimmung auf. Die Story ist lahm, es gibt viele Längen und Innovationen bezüglich Inhaltes sehen anders aus.

 

Die Schauspieler sind mehr oder weniger drittklassige Gurken, die versuchen, gut zu sein es aber nicht packen. Am lächerlichsten im Bezug auf das Schauspiel sind die Szenen und Flashbacks der Hippiegemeinschaft. Zum Fremdschämen peinlich. Was bei Ittenbach i.d.R. zählt und Spass macht sind die Splattereffekte. Aber auch in dieser Hinsicht ist der Film eine Enttäuschung: davon gibt es a) zu wenig und b) sind die oft immer nur kurz zu sehen. Die Kamera hält nie lange genug drauf. Schade.

 

Fazit: Nur für Freaks und Hardcore-Fans von Ittenbach zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Garden of Love

 

Deutschland, Großbritannien 2003


R: Olaf Ittenbach

 

D: Natacza Boon, James Matthews, Daryl Jackson, Bela B., Donald Stewart

 

Laufzeit der XT Video DVD: 85:39 Min.

 

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 01.06.21

 

Fassungen: Mir lag die «österreichische» DVD von XT Video vor = solide Bild- und Tonqualität, Deutscher O-Ton, Uncut. Eine Uncut Blu-Ray gibt es nur in den USA in Englisch/Deutsch ohne Subs (Stand: Juni 2021).

Mittwoch, 3. Februar 2021

Legion of the Dead Review

Legion of the Dead

Story:

Gäste (Michael Carr, Russell Friedenberg, Kimberly Liebe, Darren Shahlavi) in einer Bar müssen sich gegen die Horden und Legionen der Toten (Harvey J. Alperin, Matthias Hues, Hank Stone) zur Wehr setzen…

Meine Meinung:

Die Neusichtungen von Olaf Ittenbach Filmen überleben nicht alle: es flogen schon Filme wie The Burning Moon oder Beyond the Limits, dafür wurden Werke wie Premutos – Der gefallene Engel oder Black Past verschont. Welches Los würde Legion of the Dead, eine englischsprachige Olaf Ittenbach Produktion, ziehen?

Der Mix aus From Dusk Till Dawn und Ritter der Dämonen hat mir heuer gar nicht mehr gefallen. Der Film ist einfach nur schlecht! Wie ich solch einem billigen Dreck früher was abgewinnen konnte, stellt mich aktuell vor ein Rätsel. Was zur Hölle fand ich an diesem Film? Fangen wir an bei der Story: langweilig, wirkt wie ein Episodenfilm, doofe Rahmenhandlungen wo eines mit dem anderen nichts zu tun hat.

Die Story wirkt auch alles andere als originell oder spannend. Dazu kommt, dass der Film lustig sein möchte aber mit seinen Running Gags und Humor einfach nur doof ist. Vorspann, Optik und Musik sind unterste Schublade und eines Filmemachers unwürdig. Man hat einige bekanntere Namen zusammengetragen, aber bei dem Drehbuch und Regisseur kam nichts bei raus. Da hilft auch Dark Angel Bösewicht Matthias Hues oder Martial Arts Star Darren Shahlavi (Kickboxer: Vengeance) nichts. Die beste Schauspielleistung bot noch Hank Stone und Kimberly Liebes nackter Arsch, den man 2-3 in einer Flashback-Szene zu Gesicht bekommt.

Nebst diffuser, lahmer Story, peinlichem Humor und billigster Machart überzeugen selbst die Effekte nicht – und dass, obwohl Ittenbach selbst dafür verantwortlich war. Einige der Vampir-Fratzen sehen sehr billig aus, da teilweise auch mit billigstem und unechtem CGI in den Splatter-Szenen nachgeholfen wurde. Dazu kommt, dass Gore-Effekte sowohl im Produzenten Schnitt wie auch im Director’s Cut fehlen d.h. keine der Fassungen ist ganz komplett.

Fazit: Grottenschlechter Versuch, einen «Film» zu drehen und peinlich-dilettantisches From Dusk Till Dawn Ripp-Off. Zeit- und Geldverschwendung & nicht zu empfehlen! Besser 10x nacheinander From Dusk Till Dawn inklusive Fortsetzungen gucken…

Infos:

O: Legion of the Dead

Deutschland 2000

R: Olaf Ittenbach

D: Michael Carr, Russell Friedenberg, Kimberly Liebe, Hank Stone, Matthias Hues, Harvey J. Alperin, Christopher Kriesa, Darren Shahlavi

Laufzeit der UK-DVD: 88:48 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 05.11.20

Fassungen: Mir lag die UK DVD von Anchor Bay vor = O-Ton Englisch, keine Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, die vom Produzenten gewünschte «Uncut» (=PC) Fassung (88 Min.). Der DC läuft länger (105 Min.). Den DC gibt es als deutsches VHS und als Ösi DVD von NSM. Welche Fassung zu bevorzugen ist, ist schwer zu sagen. Es gibt im PC auch Gore zu sehen, der im DC weniger lang ausfällt. Und ob mehr Handlung dem DC guttut? Ich denke nicht…Für Fans wäre immerhin eine Version mit beiden Fassungen an Bord und Subs zum O-Ton wünschenswert. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Nov. 2020).

Mittwoch, 20. November 2019

Beyond the Limits Review

Beyond the Limits

Story:

Reporterin Vivian (Kimberly Liebe) sucht für eine Recherche Totengräber Frederick (Christopher Kriesa) auf, der ihr zwei Geschichten erzählt:

Story 1: Abendessen, Gang-Geschichten, Drogen, Boss, der sauer ist – das Abendessen endet in einem Gemetzel…

Story 2: Im Mittelalter wird ein Prediger der Ketzerei beschuldigt, seine friedlichen Zuhörer von den Rittern im Namen der Kirche aufs brutalste niedergemetzelt und der Prediger aufs brutalste gefoltert. Eine Liebesgeschichte (die Darren Shahlavi beinhaltet) sorgt für Tragödien…

Meine Meinung:

Beyond the Limits ist nach The Burning Moon der nächste Olaf Ittenbach Film, der aus der Sammlung fliegt. Und im Gegensatz zu The Burning Moon war dies keine knappe Entscheidung. Der Film hat mir aktuell gar nicht mehr gefallen, wobei man fast nicht von «Film» sprechen kann…

Olaf Ittenbach ist ein Amateur-Filmer. Seine alten Werke gefallen mir zum Teil heute noch – auch, weil sich die Filme bewusst nicht ernst nehmen und es Fun-Splatter Werke sind (Black Past, Premutos – der gefallene Engel). Beyond the Limits hingegen versucht ernst zu sein. Olaf Ittenbach versucht einen echten Film zu drehen – aber das kann er leider nicht.

Die Story ist uninteressant und es gibt viele Längen. Das schlimmste war: billiges Intro ohne jede Stimmung und/oder Atmosphäre, billiger Look, peinliche Dialoge und noch mieseres Schauspiel. Das hat aufgeregt und genervt. Die Zeichnung der Figuren war zum Teil eine Farce und voller billiger Stereotypen (Gangster mit Tattoos und Lederbekleidung). Erschreckend, wie sich Namen wie Darren Shahlavi in den Film verirrt haben (bekannt aus Kickboxer - Die Vergeltung und der böse Gweilo aus Ip Man 2).

Nur der Gore und die Effekte von Ittenbach selbst waren gut – aber kommen nicht an die alten Filme heran und machen den Film nicht besser! Beyond the Limits war so lahm, dass ich spulen musste und trotzdem eingeschlafen bin – sagt alles aus! Ich denke nicht, dass Beyond the Limits der letzte Ittenbach sein wird, der aus der Sammlung fliegen wird…

Fazit: Besser die alten Filme von Ittenbach schauen!

Infos:

O: Beyond the Limits

Deutschland 2002

R: Olaf Ittenbach

D: Darren Shahlavi, Russell Friedenberg, Hank Stone, David Creedon, Joe Cook, Christopher Kriesa, Kimberly Liebe

Laufzeit der österreichischen DVD: 106:40 Min.

Gesehen am: Juli 2006 / Review überarbeitet am: 15.08.19

Fassungen: Mir lag die DVD aus «Österreich» von XT Video vor = Uncut, Deutsch (= O-Ton), gute Bild- und Tonqualität. In den USA gibt es den Film sogar auf Blu-Ray.

Sonntag, 30. Juni 2019

The Burning Moon Review

The Burning Moon

Story:

Peter (Olaf Ittenbach) muss babysitten und erzählt, im Drogenwahn, seiner kleinen Schwester zwei Horrorgeschichten:

Story 1: ein psychisch kranker Patient flieht von einer Anstalt und bringt diverse Leute um. Vor allem auf seine «Freundin» und dessen Familie hat er es abgesehen…

Story 2: Ein irrer Priester führt satanische Rituale durch, die nicht alle überleben. Ein Mob findet und tötet den "Killer"– doch das "Opfer" war nicht der echte Killer. Danach ist die Zeit der Rache gekommen…

Meine Meinung:

So kann sich ein Filmgeschmack verändern: früher empfand ich The Burning Moon, ein weiterer Amateur-Splatterfilm des Deutschen Amateur-Regisseurs Olaf Ittenbach, als seinen besten Film. Mit den zuletzt neu gesichteten Black Past und Premutos – der gefallene Engel kann The Burning Moon nun, nach meinem aktuellen Filmgeschmack, nicht mehr mithalten.

Im Gegenteil: Der Film ist nur Durchschnitt und fliegt sogar, wenn auch nur knapp, aus der Sammlung. Die Gründe sind simpel: der Film hat a) Längen, b) einige der Gore-Szenen finden im off screen statt und der wichtiste Punkt, c) der Film ist und nimmt sich viel zu ernst um zu überzeugen.

Waren Black Past unfreiwillig komisch und Premutos purer Fun-Splatter so ist The Burning Moon viel zu ernst, um zu überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass Ittenbach eben ein schlechter Regisseur ist – ohne Humor und mit Ernsthaftigkeit verkommt das ganze zu einer lächerlichen Farce.

Die Rahmenhandlung ist lahm, Ittenbach spielt peinlich, nicht Mal das Ende vermag zu überzeugen und Originalität wird klein geschrieben was die zwei Geschichten angehen. Zu viele Längen. Die Effekte an sich sind super und müssen als Kunst gelten – so auch Dämonen-Masken und Fratzen. Highlight stellt natürlich das Finale in der Hölle dar, welches dem Film noch einen grossen Pluspunkt bringt. Kunst in Form von Effekten der Extraklasse! Da versteht Ittenbach sein Handwerk wie kein zweiter!

Leider sind Effekte alleine keine Garantie, dass der Film als Ganzes zu überzeugen vermag – daher bzw. aus oben genannten Gründen fliegt der Film aus der Sammlung!

Fazit: Nur Ittenbach Fans zu empfehlen!

Infos:

O: The Burning Moon

Deutschland 1992

R: Olaf Ittenbach

D: Olaf Ittenbach, Andrea Arbter, Ellen Fischer, Ronald Fuhrmann, Rudolf Höß

Laufzeit der deutschen DVD: 98:30 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 11.05.19

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Laser Paradise vor = gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, Uncut. Gibt es bisher nur in Japan auf Blu-Ray (Stand: Mai 2019).

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Black Past Review

Horroktober 2018 Spezial
Black Past

Story:

Thommy (Olaf Ittenbach) findet auf dem Dachboden einen Spiegel und ein Tagebuch. Den Spiegel hängt er sich ins Zimmer. Mit dem Spiegel öffnet Thommy unwissentlich die Tore zur Hölle. Folge: Thommys Freundin wird von einem Dämon besessen, welche ein Massaker veranstaltet…

Meine Meinung:

Spiegel waren schon oft im Horrorgenre Ausgangspunkt des Bösen: Mirror Mirror, Mirrors, Amityville - A New Generation, Oculus, The Boogey Man oder Candyman. Auch in diesem deutschen Amateur-Splatterfilm – dem Erstlingswerk des Amateurfilmers Olaf Ittenbach, der sich mit dem Film einen Namen im Splattergenre machte (auch im Ausland, z.B. in den USA sind die Filme veröffentlicht worden und geniessen eine Fangemeinde), ist ein Spiegel Ausgangspunkt allen Übels – plus ein Tagebuch und ein Unfalltod einer Person – nämlich Ittenbachs Film-Freundin.

Olaf Ittenbach ist ein Multitalent: die Geschichte stammt von ihm (Hommagen an grosse Horrorklassiker lassen sich nicht leugnen), ebenso wurde der Film u.a. von ihm produziert (angeblich nur 2000 DM), weiterhin spielt er mit (amüsant, ihm zuzusehen) und auch die tollen Effektkreationen und Make-Up Masken, sind von ihm und natürlich die Highlights des Filmes! Nur deshalb und als Splatterfan schaut man sich die alten Filme von Olaf Ittenbach auch an: unfreiwillig komisch, hervorragende Effekte, viel Blut, viel Spass – die perfekten Partyfilme eines Fans für Fans!

Später kamen noch Kracher wie The Burning Moon oder Premutos – Der gefallene Engel. Alles was danach kam erreichte nicht mehr die Qualität seiner Erstlingswerke und zuletzt überzeugten mich seine Filme gar nicht mehr (Dard Divorce, No Reason), sodass ich mir seine neusten Werke überhaupt nicht mehr ansah (Legend of Hell, Savage Love oder 5 Seasons). Das lag daran, dass sich Ittenbach übernahm und versuchte richtige Filme zu drehen was er einfach nicht kann – Amateurfilme sind das eine, aber mit begrenzten Mitteln und Talent ist auch Mal Schluss, so dass die Filme zum Teil einfach nur peinlich wirkten. Daher allgemeiner Tipp: bleibt bei seinen alten Filmen, die machen höllisch viel Spass!

Zurück zu Black Past:

der Film hat mir, auch nach über zehn Jahren nicht mehr gesehen, sehr gut gefallen und ein Lächeln ins Gesicht gezaubert! Klar, es gibt hier und da Füllszenen, Längen und peinliche Dialoge – aber die unfreiwillige Komik macht Spass. Ausserdem sind nebst Ittenbach noch andere Gesichter, die auch in späteren Filmen vorkommen sollten, was sympathisch ist (Andre Stryi spielt in Premutos Hugo), an Bord. Sobald die Horrorparts zum Tragen kommen, wird es sehr unterhaltsam.

Man muss Ittenbach sogar zugutehalten, dass nicht nur Effekte und Blutgehalt ordentlich sind, sondern schafft er es auch, eine morbide und düstere Stimmung zu erzeugen! Das ist ein weiteres Plus: nicht nur die Effekte überzeugen, sondern auch stimmungsvolle Bilder werden präsentiert (besonders die Höllenszenen waren nicht ohne – da habe ich mich hier und da an Hellraiser erinnert gefühlt), so dass der Film auch durch Stimmung und Atmosphäre zu gefallen weiss.

Die Effekte, alles handgemachte Effekte, sind stark, blutrünstig, sehr fantasievoll (viel Kettensägen Einsatz und originelle Tötungsszenen) und zum Teil derber, als ich es in Erinnerung hatte (wenn auch gefoltert wird und/oder in Geschlechtsteile gestochen wird, egal ob Mann oder Frau). Da nimmt Ittenbach bereits Filmreihen wie Saw oder Hostel vorneweg! Starke Leistung!

Der Soundtrack, Heavy Metal würde ich sagen (bin aber kein Kenner), passt.

Fazit: Für Splatter- und Amateurfans uneingeschränkt zu empfehlen! Viel Retro Charme, viel handgemachte Bluteffekte und sehenswerte Masken!

Infos:

O: Black Past

Deutschland 1989

R: Olaf Ittenbach

D: Olaf Ittenbach, Michael Müller, Andre Stryi, Andrea Arbter, Anette Arbter

Laufzeit der deutschen DVD: 83:11 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 04.10.18

Fassungen: Mir lag die Einzel-DVD aus Deutschland von Laser Paradise (The Olaf Ittenbach Collection) vor = solide Bild- und Tonqualität, Deutscher O-Ton, Uncut. Es gibt bis heute (Stand: Okt. 2018) keine Blu-Ray (würde bei einem Amateurfilm wohl auch kaum Sinn machen). Die Vertonung des Filmes ist allgemein schlecht abgemischt (glaube Film wurde nachträglich synchronisiert von den Sprechern).

Samstag, 7. Oktober 2017

Premutos – Der gefallene Engel Review

Premutos – Der gefallene Engel

Story:

Matthias (Olaf Ittenbach) verwandelt sich während der Geburtstagfeier von einem Vater Walter (Christopher Stacey) in Premutos, einen gefallenen Engel, der zusammen mit einer Horde Zombies die Partygäste und Umgebung als Speiseplan auserwählt hat…

Meine Meinung:

Premutos – Der gefallene Engel war der dritte Spielfilm des deutschen Amateur Filmers Olaf Ittenbach nach Black Past und The Burning Moon, welche alle in Amateur-Splatterfilm-Kreisen Kultstatus geniessen und teilweise auch im Ausland vermarktet wurden.

Zwar kann Ittenbach mit seinen neuen Filmen nicht an alte Zeiten anknüpfen (für meinen Geschmack ging es nach Garden of Love bergab), doch hat er sich, vor allem im deutschsprachigen Raum, einen Namen aufgebaut.

Premutos kannte ich selbst aus Jugendzeiten und fand ihn schon damals, obwohl ich mit deutschen Filmen nicht gross was anzufangen vermochte, herrlich amüsant. Das liegt daran, dass Premutos ein perfekter Partyfilm darstellt.

Es gibt eine fantasievolle Geschichte, welche auch vor Sprüngen in der Zeit nicht Halt macht und auch stimmig wirkt, es gibt jede Menge tollen Gore und handgemachte, blutige Spezialeffekte die von Olaf Ittenbach selbst kreiert wurden. Olaf Ittenbach führte auch Regie und produzierte den Film. Die Vielzahl von blutigen Effekten, Zombie Make-Up und/oder Dämonenfratzen sind wirklich sehenswert, und alle, die Freude haben an solch schönen Effekten, werden in Premutos bestens bedient.

Der Film hat zwar nicht ganz Braindead Qualitäten, aber fast. Der Bodycount ist hoch und der Mix aus Komödie und Splatter funktioniert, wie so oft im Genre, sehr gut. Dazu zählen unfreiwillige Komik, amüsante Dialoge, nervende Figuren die den Tod verdient haben (und auch bekommen), Trash und politisch unkorrekte Dialoge (paar Dialoge gegen die von Darsteller Fidelis Atuma gespielte Person). Mir gefallen sowohl die erste, eher ruhige Filmhälfte sehr gut wie auch das effektive Splatter-Finale! Wobei ich sagen muss, dass ich die erste Hälfte, weil gerade herrlich amüsant (Dialoge, Figuren, Trash) und unfreiwillig komisch, nicht missen möchte.

Man muss sich jedoch bei einem bewusst sein: es handelt sich bei allen Beteiligten um Amateure (ausser die Effekte sind hoch professionell) und um einen Amateurspielfilm! Das heisst wer mit Amateurfilmen nicht vertraut ist, sollte sich den Film am besten gar nicht anschauen…

Infos:

O: Premutos – Der gefallene Engel

Deutschland 1997

R: Olaf Ittenbach

D: Olaf Ittenbach, Andre Stryi, Christopher Stacey, Ella Wellmann, Fidelis Atuma, Anke Fabré

Laufzeit der deutschen Blu Ray (Director’s Cut): 1h 50m 53s

Gesehen bzw. Review überarbeitet am: 09.09.17

Fassungen: Mir lag für die Überarbeitung meines alten Reviews die neue Fassung von Cinestrange Extreme vor, einem Label, welches mit seinen bisherigen Vös nicht für sich begeistern konnte (fehlende O-Töne, fehlerhafte Discs etc.). Premutos kommt im Mediabook daher und bietet: informatives Booklet, Soundtrack CD, den Film auf DVD (reguläre Fassung) und auf Blu Ray eine neue, erweitere Fassung – den so genannten Director’s Cut zum Film – Weltpremiere. Was sind die Unterschiede? Fangen wir beim Negativen an, wohl auch um den Film möglichst mit Mehrwert verkaufen zu können: Neues CGI Intro (billig, total unpassend, Fremdkörper), neuer Sprecher im Vorspann (schlecht, unpassend, Fremdkörper), neue Texteinblendungen im Vorspann die teilweise die Hälfte des Bildes verdecken (unpassend, störend, Fremdkörper). Das nimmt von den fünf Minuten, welche der DC länger ist als die bisher bekannte Fassung, schon drei Minuten in Anspruch. Dann zum Positiven: es gibt in mind. sieben Szenen mehr Gore zu sehen exklusive wurde die Zahnarztszene verlängert und die Bildqualität ist besser als bei der alten Fassung (grobkörnig, heller um somit ist der Gore besser zu erkennen). Was besser gewesen wäre: Alter Vorspann, alter Sprecher zusammen mit dem neuen Gore und der besseren Bildqualität! Aber der Anfang passt gar nicht mehr zum Film, empfand ich als störend und unpassend. Zum Glück liegt der Fassung die DVD mit der alten Fassung auch noch bei und sonst bin ich auch im Besitz der DVD aus Spanien, welche ich zu Jugendzeiten im Spanienurlaub erworben habe (O-Ton ist auch an Bord und Spanisch Dubbed). Diese hat zudem ein besseres Bildformat als die DVD Version von Cinestrange.