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Sonntag, 21. Juni 2026

The Dark Alley

The Dark Alley

Story:

Boxer Wong (Wai Wang) gerät in die Machenschaften von Gangstern. Als er aus einem Kampf aus Thailand zurückkehrt muss er feststellen, dass seine Freundin entführt wurde…

Meine Meinung:

The Dark Alley stammt von Wu Heng. Ein vermeintlicher Basher, der Anfang der 70er entstand. Ein Film aus Taiwan und das ist überraschend, der im modern day Setting angesiedelt ist. Das sah der Fan schon eher selten in dem Genre. Wu Heng hat nur wenig Filme als Regisseur realisiert und ich kenne keinen davon. Leider hat mir The Dark Alley nicht wirklich gut gefallen, so dass der Film nicht Mal in die Filmsammlung aufgenommen wird. Zu durchschnittlich ist Wu Hengs Endergebnis ausgefallen.

Der Hauptgrund ist der Fakt, dass der Film vor allem in den ersten 60 Minuten einfach öde und langweilig ist. Dazu ist der Plot etwas wirr und der Film in der Zeitspanne mehr lahmes Drama, als echter Basher-Film. Ja, ich würde den Film als Mix aus Drama und Basher beschreiben. Nur im Finale driftet der Film dann, jedoch nur kurz, ins echte Basher-Setting ab und es gibt einige nette und harte Prügeleien. Aber leider ist das so schnell vorbei, wie es angefangen hat. Enttäuschend.

Wai Wang (Na Cha and the Seven Devils, Shadow Girl, Black Magic, Part II spielt den Helden. Jedoch taucht er teilweise auch lange ab, so dass der öfters lange nicht zu sehen ist. Die Frau seiner Träume, die vor dem Finale entführt wird, wird von Margaret Hsing Hui (My Son) verkörpert. Sie macht ihre Sache ordentlich. Der Rest ist klischeehaft, solide, nicht der Rede wert, nichts Spezielles. Allgemein sind, für mein Fachwissen, eigentlich keine wirklich bekannten Namen im Film involviert. Zwar ist noch Blacky Ko Shou-Liang gelistet, der dürfte aber nur eine kleine Rolle (wohl als Schläger oder so) spielen.

Fazit: In den ersten 60 Minuten zu langweilig und dramatisch, um Basher Fans befriedigen zu können!

Infos:

O: Hei Xiang

Taiwan 1972

R: Wu Heng

D: Margaret Hsing Hui, Wei Hung, Chiang Ming, Ko Hsiang-Ting, Wei Su, Chang Ping-Yu

Laufzeit der HK-VHS: 83:41 Min.

Gesehen am: 21.06.26

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Ocean Shores vor = Englischer Dub (nicht sonderlich gelungen), Vollbild statt Widescreen, wahrscheinlich Uncut, sehr gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Mittwoch, 3. Juni 2026

Bruce Kung Fu Girls

Bruce Kung Fu Girls

Story:

Polly (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) und ihre vier Freundinnen (Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui, Ha Ying-Ying) helfen Pollys Onkel, der bei der Polizei arbeitet, in einem Fall. Sie sollen helfen, einen Dieb, der sich unsichtbar machen kann, zu fangen. Dazu reisen sie extra nach Hong Kong…

Meine Meinung:

Aka Five Pretty Young Ladies. Diese Mitte der 70er Jahre Produktion aus Taiwan hat mich gut unterhalten und Spass bereitet. Es handelt sich um eine harmlose Kung Fu Komödie mit Protagonistinnen, die aus «Charlie’s Angels» entstammen könnten. Der Plot ist simpel. Cool fand ich zwei Dinge, die den Film leicht von anderen Kung Fu Filmen aus der Zeit abheben: Zum einen das moderne Setting. Viele Eastern spielten zu der Zeit im klassischen Setting. Nicht so hier. Zum zweiten ist die Tatsache originell, dass leichte Sci-Fi Momente in den Plot einfliessen, da es sich auch um einen unsichtbaren Dieb handelt (kommt erst in der 2. Filmhälfte vor).

Der Film ist mehr oder weniger unterhaltsam. Die Kämpfe der Frauen machen Spass, da oft knappe, sexy Outfits. Das ist bewusst so gewählt. Die Frauen sind in Bruce Kung Fu Girls das starke Geschlecht und die Männer sind die Bösewichte oder Schwächlinge. Da war der Film dem heutigen Zeitgeist bereits voraus. Die fünf Kämpferinnen werden von Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui und Ha Ying-Ying gespielt. Die machen das sehr gut und harmonieren prächtig. Dabei waren vor allem Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Elsa Yang bekannte Namen in dem Genre. Polly darf sogar singen (sie war ja auch im echten Leben eine Sängerin).

Im Gegensatz zu den Mädels, die in vielen Genre-Filmen zu sehen waren (= Empress Dowager's Agate Vase, Deadly Silver Angels), sind die männlichen Kollegen unspektakulär und nur Mittel zum Zweck. Der Film ist nie ernst zu nehmen. Der Humor ist amüsant, aber nie dämlich oder unter der Gürtellinie angesetzt. Leider ist der Englische Dub nicht wirklich gelungen, passt aber hier und da zum Gezeigten. Ich denke dennoch, dass mir ein Mandarin Print mehr zusagen würde und der Film sicherlich noch lustiger wäre. Es wird u.a. während einem Camping-Ausflug, bei einer Feier mit Torten oder in einer Schwimmhalle gekämpft. Erst im letzten Viertel treten die fünf Kämpferinnen dann in engen Leder-Outfits auf. Diese Motive zierten etliche Cover und Poster zum Film. Gutes Marketing.

Fazit: Speziell Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang und Co. zu empfehlen!

Infos:

O: Wu Jiao Wa

Taiwan 1975 / 1977 (je nach Quelle)

R: Shih Ti

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui, Ha Ying-Ying,

Laufzeit der HK-VHS: 94:12 Min.

Gesehen am: 03.06.26

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed VHS aus Hong Kong von Ocean Shores vor = Statt Widescreen in Vollbild, schlechter Englischer Dub, solide Bild- und Tonqualität. Wahrscheinlich Uncut (Film harmlos, zu schneiden gäbe es nichts). Es gibt noch eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed). O-Ton Fassungen (mit/ohne Subs), eine deutsche Fassung wie auch DVD- oder Blu-Ray Versionen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Donnerstag, 30. April 2026

Secret of the Chinese Kung Fu

 

Secret of the Chinese Kung Fu

Story:

Chang Chi (Sze-Ma Lung) treibt auf offener See, ehe er von zwei Schwestern (u.a. Hsia Ling-Ling) gerettet wird. Er wird von den Mädels gesund gepflegt, nimmt in der kleinen Ortschaft einen Job an, trichtert den Bewohnern Selbstvertrauen und Kampfunterricht ein und legt sich mit dem lokalen Gangster (Lo Lieh) an. Dieser lässt japanische (Wong Lik, Lung Fei) und thailändische (Jack Long Shi-Chia, Blacky Ko Shou-Liang) Kämpfer «einfliegen», damit sie den Helden beseitigen…

Meine Meinung:

Aka Secret of Chinese Kung Fu. Bei Secret of the Chinese Kung Fu handelt es sich um einen 1977er Eastern aus Taiwan, der leicht an Filme wie Seven Samurai, The Chinese Boxer oder The Big Boss erinnert. Regie führte Sung Ting-Mei (The Traitorous, The Deadly Silver Spear). Von den drei Filmen, welche ich nun insgesamt von Sung Ting-Mei kenne, ist Secret of the Chinese Kung Fu der schwächste der drei Titel.

Das lag an der Tatsache, dass die ersten Filmhälfte relativ lahm war. Zudem gab es in dieser Hälfte auch Längen, der Plot ist relativ wenig originell und vor allem lag es daran, dass mir Sze-Ma Lung (The Snake Girl Drops In, The Green Dragon Inn, The Smart Cavalier, One Foot Crane) als Held nicht überzeugte. Vom Aussehen und vom Charisma her. In den Kampfszenen war er solide. Schon beim Vorspann zeigt er Kampfdemonstrationen und seine Kampfeinlagen, vor allem in der 2. Filmhälfte, waren solide und sehenswert. Auf Humor wird verzichtet, wobei einige der Bösewichte mit einem Overacting agieren.

Die Musik war Standard und Lo Lieh (The Golden Triangle, Kiss of Death, Dragon Swamp) gibt einmal mehr einen souveränen Bösewicht ab. Schade ist, dass er nur im Finale kämpfen darf. Das war etwas schade und leichte Potenzialverschwendung. In Nebenrollen als ausländische Kämpfer sind Jack Long Shi-Chia (Mystery of Chess Boxing), Blacky Ko Shou-Liang (Imperial Sword) und Lung Fei (Gold Constables, The Great Cheat, Tough Duel) zu sehen. Dabei macht vor allem letzterer als japanischer Meister eine gute Figur.

Fazit: Solider Eastern, aber kein Kracher!

Infos:

O: Wu Xing Ba Quan

Taiwan 1977

R: Sung Ting-Mei

D: Sze-Ma Lung, Hsia Ling-Ling, Lo Lieh, Lung Fei, Huang Fei-Lung, Jack Long Shi-Chia, Blacky Ko Shou-Liang, Wong Lik

Laufzeit der HK-LD: 86:35 Min.

Gesehen an: 30.04.26

Fassungen: Gesehen via HK-LD von Ocean Shores = sehr gute Bild- und Tonqualität, Mandarin oder Englischer Ton ohne Untertitel, Uncut. Zudem befindet sich das Englisch Dubbed VHS aus Holland von Dragon Video in meinem Besitz (und wird nicht gesichtet werden, da nur Englisch Dubbed. Es befindet sich ein zweiter Film auf dem Band = The Invisible Terrorist). Eine DVD gibt es in England. Die ist aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: April 2026).

Mittwoch, 29. April 2026

The Invisible Terrorist

The Invisible Terrorist

Story:

General Chao Ting-Bing (Wang Hsieh) wechselt die Seiten und setzt nun die Ming-Rebellen im Shaolin Tempel auf die Todesliste. Es gibt eine Liste mit Namen. Diese wird von den Rebellen jedoch in drei Stücke verteilt und befindet sich nun im Besitz der besten Kämpfer der Rebellen (Carter Wong, Cliff Lok, Wen Chiang-Long), die nun von der Regierung zur Jagd ausgeschrieben werden…

Meine Meinung:

The Invisible Terrorist bietet zwar inhaltlich nichts Neues und die ewigen Twists, Betrügereien und Seitenwechsel der Beteiligten, dennoch ist die Mitte der 70er Jahre Produktion aus Hong Kong von Regisseur Chan Siu-Pang sehenswerte Kung-Fu-Unterhaltung. The Invisible Terrorist war scheinbar sein Regiedebüt, ehe er später noch Filme wie Shaolin Death Squads, The Mysterious Heroes, Brutal Sorcery oder Curse inszeniert hat. Daneben ist er in vielen Filmen auch als Martial Arts Director gelistet (Raiders of the Shaolin Temple, Lackey and the Lady Tiger, Shaolin Kung Fu Mystagogue).

Was mir am Film sehr gefiel war die hohe Anzahl von Kampfszenen. Das hat mich überrascht. Es gibt von Beginn an bis zum Ende, praktisch pausenlos, alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen. Mit oder ohne Waffen, sonderbaren Waffen, Gruppen- oder Einzelkämpfe. Das war toll und der Cast kann sich dabei auch sehen lassen. Es waren viele bekannte Namen wie Carter Wong (Killer from Above), Cliff Lok (Kung Fu Genius), Lo Lieh (Bullet for Hire), Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu), Chin Kang (Shaolin Warrior), Lung Fei (Shanghai Massacre) oder Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu) dabei. Dass mit so einem Cast ein vielversprechender Kung Fu Film bei rauskommt, überrascht nicht.

Gut war auch der komplette Verzicht auf Humor und die Tatsache, dass am Ende praktisch alle tot sind. Das Finale war cool und hatte starke Samurai- und Italo-Western Vibes. Ich fand es auch originell. Vom Cast sind folgende Namen nur kurz zu sehen: Doris Lung Chun-Erh (hat auch keine kampfbetonte Rolle), Lo Lieh (scheidet gleich am Anfang aus) und auch Lung Fei ist nur kurz zu sehen. Bei den Bösewichten überzeugen ansonsten Wang Hsieh als weisshaariger General und Chin Kang mit Schnauz. Carter Wong ist sehr solide und Cliff Lok nervte mich hier weniger, da ernste Rolle. Die Settings sind hübsch abwechslungsreich und jeweils passend ausgewählt.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Tin Law , Fei Qui , Chik Yeung Hung

HK 1976

R: Chan Siu-Pang

D: Carter Wong, Cliff Lok, Lo Lieh, Doris Lung Chun-Erh, Chen Hui-Lou, Chin Kang, Lung Fei, Wang Hsieh

Laufzeit der chinesischen VHS: 76:26 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen als VHS aus China mit Omni Video Cassette Kartonpackung = im Originalton Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Das VHS selbst ist eine Kopie und könnte ggf. auch nicht ganz komplett sein (76:26. statt 80 Min.). Eine bewusste Zensur fiel mir aber nicht auf. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Die VHS aus Holland von Dragon Video (zusammen mit Secret of the Chinese Kung Fu auf einem Tape) wird nie geschaut werden, da Englisch Dubbed. Zudem könnte es zensiert sein (73 Min. während die HK-VHS 80 Minuten läuft). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Montag, 9. Februar 2026

Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger

Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger

Story:

Chan (Chan Sing) verübt ein Attentat und schiebt es Carter (Carter Wong) in die Schuhe. Letzterer kann entkommen. Dabei wird die Prinzessin vergiftet und später von einem Affen (!!!) gerettet. Die Folge: die Prinzessin muss den Affen heiraten, um danach das Land ins Exil verlassen zu müssen. Zehn Jahre später: Carter ist zurück und trifft auf die Prinzessin und den Affen. Carter plant, sich an Chan zu rächen und seinen Namen rein zu waschen…

Meine Meinung:

Aka The Monkey Love. Aka Kung Fu Arts: Horse, Monkey, and Tiger. Aka Kung Fu Arts. Auf diesen Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan freute ich mich. Der Titel hörte sich interessant an, das Artwork wirkte auf mich vielversprechend und wenn Namen wie Carter Wong (The Legendary Strike, Killer of Snake, Fox of Shaolin, The Mysterious Heroes) oder Chan Sing (Black List, Jumping Ash, Die Depesche des Todes) dabei sind, kann ein Film praktisch nicht schlecht sein. Regie führte King Wenig (Elephant Wife, Art of War by Sun Tzu, The Snake Girl Drops In).

Leider, und da war ich selbst überrascht, kommt Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger, für dessen Kampf-Choreographie auch Carter Wong verantwortlich war, nicht in meine Filmsammlung. Ich empfand den Film als zu mittelmässig und es gibt für meinen Geschmack zu viele negative Punkte, die dazu führen, dass kein Interesse besteht, den Film (in Zukunft) wieder anzusehen. Der Hauptgrund ist, dass der Film lahm und langweilig war. Es gibt viel zu wenig Kampfszenen und ich würde sogar behaupten, dass es nicht eine wirklich gute Kampfszene gibt. Und als Kung Fu Fan schaue ich mir diese Filme vor allem wegen Kampfszenen an.

Weiter negativ, nebst der Tatsache, dass es Längen und kaum Kung Fu Kämpfe gab, war u.a. die billige Standard-Musik des Filmes. Diese passt zum Klamauk, erfreute mich aber nicht. Ich denke, hätte ich eine Englisch Dub Fassung gesehen, wäre das Sehvergnügen noch unbefriedigender gewesen. Zwei weitere Punkte, welche mich am Film sehr störten, waren die Affen und der Junge. Das ist einmal eine schlimme Kombination: ich mag Affen mit Ausnahme von Horrorfilmen (Link - Der Butler oder Primate) oder in japanischen Filmen (King Kong Vs. Godzilla oder King Kong Escapes) nicht und mich nerven nervende Kinder in Filmen. Und beides kommt im Film vor.

Fazit: Wenig interessanter Eastern aus Taiwan!

Infos:

O: Hou Fu Ma

Taiwan 1978

R: Hui Keung

D: Carter Wong, Chan Sing, Chi Kuang-Lung, Huang Huiling, Chin Chi-Min, Yu Heng

Laufzeit der HK-VHS: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 09.02.26

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Wild West Video (Ocean Shores vor) = Vorspann in Widescreen um danach in Vollbild zu wechseln (am Anfang in einer Kampfszene störend), gute Bild- und Tonqualität, O-Ton Mandarin ohne Subs. Es gibt in den USA eine Englisch Dubbed DVD. Der Dub soll eine sehr schlechte Qualität haben. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Samstag, 20. Dezember 2025

The Wandering Monk Review

The Wandering Monk

Story:

Ein Mönch (Li Ping-Hsiung) hilft einer Gruppe diverser Personen (u.a. Chen Chiu-Yen, Lin Hsiao-Hu) an der Rache an einem Tyrannen (Tsai Hung)…

Meine Meinung:

Aka The Roaming Monk. Taiwanesischer Eastern aus dem Jahr 1980 mit bekannter Rache-Story. Neu ist, dass hier der Mönch in eine Zwickmühle gerät und selbst nicht töten darf/will. Die Kampfkunst ist nur der Selbstverteidigung gedacht. Der Film wirkt zuerst sehr episodenhaft. Das liegt daran, dass unser Mönch auf seiner Reise an mehrere Personen gerät, welche sich erst vor dem Finale zusammenschliessen, um gegen den Endgegner bestehen zu können.

Alle Figuren sind unterschiedlich und haben verschiedene Motive der Rache. Es sind Männer, eine Frau und auch ein kleines Kind (ein Junge). Der Ton des Filmes ist wechselhaft. Von lustig bis dramatisch ist alles dabei (der Junge findet seine Mutter als Prostituierte in einem Bordell wieder = keine fünf Minuten später ersticht sie sich aus Scham vor den Augen des Jungen). Der Film ist im Grossen und Ganzen sehr unterhaltsam, wenn auch kein Kracher.

Für einen Kracher war die Musik zu uninteressant, der kleine Junge doch hier und da nervend (wäre in der englischen Sprachfassung sicher noch viel übler) und alle Helden waren ohne Ausnahme relativ eindimensional und wenig charismatisch. Am besten hat mir die Frau in der Runde, Chen Chiu-Yen (The Mob Family), gefallen. Da gibt es auch eine amüsante Szene, in welcher sie sich als Mann verkleidet zum Recherchieren ins Bordell schleicht. Mit Ausnahme von Tsai Hung (= Bösewicht) war mir den Cast unbekannt.

Tsai Hung (The Kung Fu Emperor, One Foot Crane, The Brave Archer) überzeugt als Bösewicht. Er darf praktisch nur im Finale kämpfen. Dauer dauert der Finalkampf auch gut zehn Minuten oder länger. Er gefällt zudem durch ein skurriles Outfit und Haarpracht. Oft sind die Figuren überzeichnet dargestellt, was Taiwan Eastern angehen. The Wandering Monk macht dabei, gerade bei den Bösewichten, keine Ausnahme. Tsai Hung als Bösewicht gibt Pluspunkte. Ebenso die sehr hohe Anzahl an Kampfszenen. Da hat der Film im Vergleich zu anderen Eastern die Nase vorn.

Fazit: Eastern Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: You Fang He Shang

Taiwan 1980

R: Chang Hung-Chi

D: Li Ping-Hsiung, Hao Man-Li, Lin Hsiao-Hu, Tsai Hung, Chen Chiu-Yen

Laufzeit der HK-VCD: 52:14 Min. (1. VCD) / 32:55 Min. (2. VCD)

Gesehen am: 30.11.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores vor = gute Bild- und Tonqualität, Vollbild statt 2,35:1, Mandarin O-Ton, keine Untertitel, wahrscheinlich Uncut. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2025). Es gibt DVD-Fassungen (z.B. UK, US), die sind aber nur Englisch Dubbed.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

The Deadly Sword Review

The Deadly Sword

Story:

Bei einer Eskorte wird Gold gestohlen d.h. durch Steine ersetzt. Als Tatverdächtiger wird Captain Yeung Chun (Barry Chan) vermutet, der es jedoch nicht war. Er verspricht die wahre Täterschaft in zehn Tagen zu finden und seinen Namen rein zu waschen…

Meine Meinung:

Bei The Deadly Sword handelt es sich um einen soliden 1980er Wuxia aus Taiwan, der auf einer Gu Long Geschichte basiert. Der Held der Stunde ist Barry Chan (Game of Killers, The Death Player, The Black Tavern). Er spielt den Anführer einer Eskorte und muss seinen Namen reinwaschen. Alle anderen die auftauchen, sind praktisch Killer, die nach und nach aus dem Film scheiden. Der Film ist inhaltlich weniger kompliziert, als andere Filme dieser Art. Regie führte Fang Hao. Der hat nur ganz wenige Filme realisiert, darunter jedoch Titel wie The Imperial Sword Killing the Devil, Miraculous Flower oder den grossartigen Raiders of the Shaolin Temple.

Da The Deadly Sword relativ verständlich und simpel inszeniert ist, ist er gut schaubar. Es gibt immer wieder Action-Momente und besonders die Bösewichte sind abwechslungsreich gezeichnet. Trotz einigen fantasievollen Momenten und Kostümen ist der Film aber weniger «verrückt» und «crazy» als andere Filme dieser Art. Viele der Kampfszenen sind auch nur solide und nichts Spezielles. In einer Szene gefiel mir die Tatsache nicht, dass der Kampf unrealistisch schneller abgespielt wurde.

Die Love-Story um Candice Yu On-On (Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown, The Black Magic with Buddha) war nicht störend und die Waffe von Barry Chan erinnerte an das Shaw Brothers Meisterwerk The One-Armed Swordsman. Candice Yu On-On ist praktisch die einzige grössere Frauen-Nebenrolle im Film. Barry Chan macht seine Sache souverän. Was dem Film vielleicht angekreidet werden kann, ist die etwas repetitiv eingesetzt Wahl der Musik und das sich der Film mit Ausnahme von einer Szene zu ernst nimmt, was hier und da schon fast unfreiwillig komisch anmutete (vor allem Barry Chan spielt todernst).

Fazit: Für Fans von taiwanesischen Wuxia zu empfehlen!

Infos:

O: Li Bie Gou

Taiwan 1980

R: Fang Hao

D: Barry Chan, Ling Yun, Candice Yu On-On, Lung Suen, Wu Chia-Chi, Chang Peng, Mao Ching-Shun

Laufzeit der HK VCD: 91:03 Min.

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 27.11.25

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor. Zum einen die Ocean Shores Vollbild VCD aus HK (Mandarin oder Englische Tonspur) und die VHS aus Südkorea (Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs). Es gibt keine DVD mit O-Ton, keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2025). Die Bildqualität der VHS ist bescheiden. Vollbild (natürlich) und relativ unscharf. Die VCD behalte ich Mal, trotz fehlender englischer Subs. Es gibt noch eine VCD in Taiwan.

Sonntag, 14. Dezember 2025

The Hero Review

The Hero

Story:

Gangster (Hsueh Han), die mit thailändischen Boxern (Shan Mao, Lung Fei, Tien Yeh) zusammenarbeiten, zerstören eine Kampfschule. Miss Fang Yun Ku (Lisa Chiao Chiao) und Co. können entkommen. Sie erhoffen sich Hilfe von Tiger Wong (Jimmy Wang Yu). Doch dieser gab seinem Vater das Versprechen, nicht mehr zu kämpfen. Dennoch mischt sich Tiger Wong ein und gerät somit zwischen die Fronten, was den Tod seiner Mutter (Chang Ping-Yu) zur Folge hat. Danach sinnt Tiger Wong auf blutige Rache…

Meine Meinung:

Aka The Destroyer. Bei The Hero, so der On-Screen Titel der Betamax aus Hong Kong, handelt es sich um einen sehenswerten Anfang der 70er Jahre Produktion aus Taiwan mit Jimmy Wang Yu (Kung Fu Mama, The Black Friday, The Iron Man) in der Hauptrolle. Regie führte Wang Hung-Chang (A Girl Called Tigress, The Wrongly Killed Girl, Master Killers). Der Film hat mir nach der zweiten Sichtung deutlich besser als früher gefallen. Es fühlte sich mehr an, als ob ich mir den Film das erste Mal ansehen würde. Ich wusste praktisch nichts mehr.  

Es handelt sich wie bei The Big Boss mit Bruce Lee oder Chinese Hercules mit Michael Chan Wai-Man um einen Film, in dem der Star und Titelheld des Filmes ein Versprechen gegeben hat, nicht zu kämpfen. Und das sind Inhalte, die ich weniger mag. In The Hero gibt es aber genug Action und harte Kämpfe von Dritten, so dass dies kaum negativ ins Gewicht fällt. Und im Finale gibt Wang Yu dann alles. Der Film rockt und das Finale am Strand hat sogar Zakato - Die Faust des Todes Vibes. Längen gibt es praktisch keine.

Die Musik gefällt und der Härtegrad ist sehr hoch. Auf Klamauk und Humor wird verzichtet, was dem blutigen Treiben gut zu stehen kommt. Hier und da gibt es aber einen Grad an Einfallsreichtum, der hier und da leicht unfreiwillig komisch anmuten könnte. Aber genau solche Momente von solchen Jimmy Wang Yu (Trash)Eastern aus Taiwan liebe ich. Seien es der Einbezug von diversen Gegenständen bei den Kämpfen oder wie Wang Yu im Finale einen der Gegner als Pflock kopfüber im Sand verlocht. Amüsante Szene wie auch das Aussehen der Thai. Kämpfer.

Der Film ist allgemein grausam, wie mit den Helden umgegangen wird. Nebst Wang Yus Filmmutter sterben auch alle anderen Helden (Lisa Chiao Chiao darf als Dummy von einer Klippe fallen). Diese Kompromisslosigkeit mochte ich. Auch Wang Yu muss, wie nicht anders zu erwarten, im Finale viel einstecken. Es wird allgemein blutig gekämpft und gestorben (Messer, Äxte, Blut spucken…). Das Overacting der Bösewichte mochte ich. Da bekanntesten Namen, die sichtlich Freude an ihren Rollen hatten, waren dabei Shan Mao (The Death Player) und Lung Fei (Eunuch of the Western Palace), die beide schon oft in einem Film mit Wang Yu vor der Kamera standen.

Fazit: Pflichtprogramm für Wang Yu Fans!

Infos:

O: Wei Zhen Si Fang

Taiwan 1971

R: Wang Hung-Chang

D: Hsueh Han, Shan Mao, Lung Fei, Tien Yeh, Lisa Chiao Chiao, Jimmy Wang Yu, Chang Ping-Yu

Laufzeit der Betamax aus Hong Kong: 90:58 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: 08.11.25

Fassungen: Für meine damalige Erstsichtung lag mir die deutsche DVD von X-Rated vor. Die wurde aus fünf verschiedenen Fassungen zusammengebastelt und dazumal als Uncut verkauft, ehe auf der holländischen Betamax zwei neue Szenen auftauchten, welche es nicht in die X-Rated Fassung geschafft hatten. Maritim P. / Intergroove brachten mit ihrer danach veröffentlichten «Wang Yu Superstar Box» Abhilfe und verkauften nun die weltweit längste Fassung des Filmes. Die X-Rated Fassung (als Wang Yu - Der Rächer mit der Todespranke) ist meiner Meinung nach dennoch gut schaubar. Vor allem in Widescreen. Die deutsche Synchronisation ist gut, wenn auch nicht überragend. Es dürften mind. zwei Gewaltszenen fehlen und ggf. Handlung. Warum Handlung? Auf meiner Betamax aus Hong Kong (Mandarin mit englischen und chinesischen Subs) sind zu meiner Überraschung nicht nur alle Gewaltszenen der X-Rated und auch jene der dort fehlenden Gewaltszenen (in einer besseren Bildqualität) vorhanden, sondern gibt es auch noch einen erweiterten Handlungsblock, der auf der X-Rated DVD und auch in den Englischen Fassungen fehlt (zumindest auf meiner US-DVD = Rage of the Masters). Letztere ist übrigens stärker zensiert als die X-Rated DVD. Die Szene dürfte daher auch auf der Maritim P. / Intergroove DVD fehlen, was aber noch nicht bestätigt ist. Spannend ist, dass es mehrere Versionen in Mandarin zu geben scheint. Das Betamax aus Holland (auch eine Mandarin Fassung) ist stark zensiert während die HK Betamax nach einer Fully Uncut Fassung aussieht. Hier die Laufzeiten:

Deutsche Uncut DVD (PAL): 86:28 Min.

Deutsche X-Rated DVD (Pal): 86:20 Min.

Holländische Betamax in Mandarin (PAL): 63:43 Min.

Hong Kong Betamax in Mandarin (PAL): 90:58 Min.


Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2025). Die HK Betamax stammt von Ocean Shores. 

Freitag, 12. Dezember 2025

Shaolin Hero Review

Shaolin Hero

Story:

Rocky (Meng Fei) wird beschuldigt, Kämpfer getötet zu haben. Er wird auf seiner Reise daher von diversen Gestalten angegriffen. Rocky trifft auf seine Ex-Freundin. Diese ist nun mit Willow (Leung Kar-Yan) zusammen. Dass Rocky auftaucht, passt Willow gar nicht in den Kram. Und auch er hört die Geschichten, dass Rocky Menschenleben auf dem Gewiesen hat. Doch wer steckt wirklich hinter den Morden?

Meine Meinung (Taiwan Fassung):

Aka Sheng Tiao Hero (On Screen Titel = Sheng-Piao Hero). Aka The Great Massacre. Bei Shaolin Hero handelt es sich um eine Co-Produktion zwischen Taiwan und Südkorea. Es handelt sich um eine Anfang der 80er Jahre Produktion. Um einen Wuxia. Der Film hat mir gut gefallen, auch wenn ich eine nicht untertitelte Version in Mandarin sah. Dem Plot konnte ich, da ich die Figuren kannte, dennoch folgen. Ein Motiv kann mehr oder weniger im Finale, auch dank einer Rückblende, ausgemacht werden.

In der taiwanesischen Version führte Wang Yu (nicht zu verwechseln mit dem Superstar der Shaw Brothers) Regie. Von ihm sah ich schon Take the Rap sowie Eagle Flying in September. In den zwei Filmen hat Regisseur Wang Yu bereits mit Meng Fei (The Prodigal Boxer, The Invincible Kung Fu Trio, The Unbeaten 28) zusammengearbeitet. Er spielt auch hier die Hauptrolle als Held. Er macht das sehr gut und gefällt in der Titelrolle. Die Erfahrung, welche er in solchen Rollen machte, wirkt sich positiv auf seine Leinwandpräsenz aus.

Der zweite grosse Name ist Leung Kar-Yan (Profile in Anger, The Postman Fights Back, Brave Young Girls). Dass es zwischen ihm und Meng Fei (einmal) zu einem Duell kommt, ist vorhersehbar. Er spielt aber nicht den Bösewicht, sondern wird durch den wahren Bösewicht getäuscht. Zudem reagiert er mit Argwohn, da die von Meng Fei gespielte Figur den Ex-Freund seiner Freundin darstellt. Das bringt hier und da einige kitschige, lahme Füllszenen in den Plot, u.a. vor dem Finale.

Am Ende darf dann noch Phillip Ko (Master Killers, Phantom War, Angel’s Mission) auftauchen. Was das bedeutet, dürfte erfahrene Eastern Fans wenig überraschen. Er spielt den eigentlichen Bösewicht, der sich im Finale zuerst einen tollen Kampf gegen Meng Fei liefert, ehe noch Beardy (= Leung Kar-Yan) ins Spiel kommt. Allgemein sind die (Schwert)Kampfszenen rasant und sehenswert in Szene gesetzt. Allgemein wartet der Wuxia statt mit Studio-Aufnahmen mit vielen Aussenaufnahmen aus. Auf der 1. Disc (der VCD) ertönt zwei Mal Ennio Morricones Musik aus Das Ding aus einer anderen Welt. Cool.

Fazit: Für Wuxia Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shen Diao Ying Xiong

Taiwan, Südkorea 1982, 1984 (je nach Quelle)

R: Lin Bing, Wang Yu, Lee Heon-Woo (je nach Quelle)

D: Meng Fei, Leung Kar-Yan, Phillip Ko, Yang Chun-Chun, Huang Chung-Yu, Chang Fu-Chien, Choe Ha-Seop, Won Jin, Park Hui-Jin, Song Keum-Shik, Choe Soon-Seok

Laufzeit der HK VCD: 46:21 Min. (1. Disc) / 33:34 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 05.11.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores und die südkoreanische VHS von Han Yeong Video vor (entspricht auch der taiwanesischen Fassung = Mandarin mit koreanischen Subs). Die VCD ist in Mandarin ohne Untertitel. Vollbild statt Widescreen. Uncut. Die DVD (aus England) ist leider nur Englisch Dubbed. Dafür gibt es dort von der Korea-Version des Filmes ein alternatives Ende als Bonus zu sehen. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2025).

Samstag, 6. Dezember 2025

Ninja Kung Fu Review


Ninja Kung Fu

Story:

Japaner attackieren China und dringen ins Land ein. Ihr Ziel ist es, den Kaiser (Ti Lung) zu töten und ein wertvolles Buch über Kampftechniken zu finden. Die Chinesen suchen nach einem Meister und dessen drei Schüler (Phillip Kwok Chun-Fung. Chiang Sheng, Lu Feng), die es mit den Japanern (Yasuaki Kurata) aufnehmen sollen…

Meine Meinung:

Aka Ninja in the Deadly Trap. Ich sah den Film aus Taiwan, in welchem China von Japanern bedroht wird, seit dem Januar 2008 nicht mehr. Ich habe Ninja Kung Fu und dessen Inhalte mit jenem aus A Life of Ninja verwechselt. Bei letzterem handelt es sich auch um eine 80er Jahre Produktion aus Taiwan, das Wort Ninja kommt im Titel ebenso vor und teilweise spielt auch der gleiche Cast mit (Yasuaki Kurata). Ninja Kung Fu hat die 2. Sichtung bestanden.

Der Film ist, trotz Shaw Brothers Cast und Ähnlichkeiten zu diversen Shaw Arbeiten (z.B. Heroes of the East oder Five Element Ninjas), eine unabhängige Film-Produktion. Scheinbar war die Produktion auch etwas chaotisch, wenn man sieht, wie viele Regisseure einige der Film-Datenbanken listen. Laut hkmdb führten z.B. ganze vier Personen Regie. In einem Interview gab Venom-Star Phillip Kwok Chun-Fung, der im Film mitspielt und auch Regie führte an, dass die «Nicht-Actionszenen» aufgrund Dreh- und Produktionsprobleme von Pao Hsueh-Li (Blooded Treasury Fight) beendet wurden. Was genau es für Probleme sind, wollte Phillip Kwok im Interview nicht verraten.

Sieht man dem Film seine chaotischen Produktions- und Drehbedingungen an? Eigentlich nicht. Auffallend ist nur, dass die 2. Hälfte und das Finale klar besser sind als der Rest. Das liegt aber schlicht an der Tatsache, dass dort die meisten Action-Sequenzen zum Tragen kommen. Der Plot ist relativ dünn. Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra, The Avenging Eagle, The Convict Killer) als General ist in einer Rolle ohne Kampfszenen zu sehen. Dem sollten sich Fans bewusst sein. Ihr Idol oder Liebling ist kein Actionheld in dieser Rolle. Als Bösewicht und Anführer der Japaner (logisch und konsequent) ist natürlich kein geringerer als Yasuaki Kurata (Millionaires Express, V.I.P., Return of the Sister Street Fighter) zu sehen.

Die Kampfszenen sind zuweilen blutig, fantasievoll, voller Ninjas und tollen Eins zu Eins Duellen. Vor allem im letzten Viertel. Die drei Venom Stars Phillip Kwok Chun-Fung (Hard Boiled, Das Höllentor der Shaolin), Lu Feng (Death Ring, Heaven and Hell) sowie Chiang Sheng (The Rebel Intruders, Crippled Avengers) mögen zwar nicht das Charisma anderer Stars aus jener Zeit besitzen, doch was ihre Kampffähigkeiten und die Choreographie angehen, sind sie erste Sahne. Die spielen die drei Helden des Filmes, die China vor den Japanern rettet. Die Kampfszenen im letzten Viertel sind spektakulär und sehenswert ausgefallen. Nur schon allein deshalb lohnt sich die Sichtung des Filmes.

Fazit: Für Eastern Fans ein gefundenes Fressen!

Infos:

O: Sui Si San Chuen

Taiwan 1981, 1982 (je nach Quelle)

R: Pao Hsueh-Li, Phillip Kwok Chun-Fung, Chiang Sheng, Lu Feng

D: Phillip Kwok Chun-Fung, Lu Feng, Ti Lung, Yasuaki Kurata, Chiang Sheng

Laufzeit der US-VHS: 96:15 Min. / Laufzeit der HK VCD: 52:44 & 40:31 Min.

Gesehen am: Januar 2008 / Neusichtung am: 14.09.25 / Sichtung der HK-VCD: 13.02.26

Fassungen: Den Film sah ich früher als US-DVD von Tai Seng. In der Hoffnung für eine O-Ton Fassung kaufte ich mir via FB-Auktion das VHS aus den USA (Tai Seng). Dort heisst der Film Ninja Kung Fu. Schade ist, dass der Film dort neu auf Kantonesisch eingesprochen wurde (mit festen englischen und chinesischen Untertiteln). Mühsam ist, dass die Original-Dialoge in Mandarin noch (leise) zu hören sind. Diese sind, wie auch allgemein der Ton (Kampfgeräusche, Musik) sehr leise abgemischt, was ein komisches Filmvergnügen abgibt. Teilweise hat man fast das Gefühl, eine VCD zu schauen die falsch abgemischt ist (wenn Mandarin und Kantonesisch gleichzeitig aus den Boxen dröhnen). Im O-Ton ist die HK-VCD von Ocean Shores (Canto und Mandarin ohne Subs). In Widescreen scheint bisher nur die VHS aus Japan zu sein (Englischer Dub). In Deutschland ist der Film nur zensiert auf VHS zu haben (Titel: Der Clan der Ninja). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2025). Nachtrag Feb. 2026: Endlich in einer O-Ton Fassung (Mandarin ohne Subs) gesehen via HK-VCD von Ocean Shores. Kommt besser als beim US-VHS (Canto Dub aber Mandarin Dialoge noch leicht hörbar, Umgebungsgeräusche/Musik bei Dialogen kaum zu hören). Wäre zwar jetzt auch in Deutschland erschienen und die deutsche Synchro soll top sein (wurde das jap. VHS als Master gebraucht da Widescreen), aber die VCD war schon auf dem Weg. Tolle Kampfszenen. Keine Untertitel, solide Bild- und Tonqualität. In einem Auktionshaus in HK gefunden. 

Dienstag, 2. Dezember 2025

Matching Escort Review

 

Matching Escort

Story:

Pearl Chang Ling überlebt als einzige ein Familienmassaker. Sie trifft später auf einen Meister, der sie im Kampf ausbildet. Zudem wird sie von einem Helden (Meng Fei) und ihrem Sidekick unterstützt. Gemeinsam nehmen sie am Ende den Kampf gegen die Bösewichte auf…

Meine Meinung:

Bei Matching Escort handelt es sich um den «Zweiten Teil» der «Wolf Devil Woman» Reihe, auch wenn ich denke, dass das offiziell keine wirkliche Film-Reihe ist, auch wenn ähnliche Fantasy-Themen als Inhalte und die gleiche Hauptdarstellerin (Pearl Chang Ling). Letztere soll nebst Peng Wei-Chang auch Regie geführt haben. Die «Reihe» besteht aus Wolf Devil Woman, Matching Escort und Miraculous Flower. Pearl Chang Ling (The War of the Boundary, The Invincible Swordswoman, Shang Li - Der Tod hat tausend Namen) ist das Aushängeschild dieser Fantasy-Filme aus Taiwan.

Wolf Devil Woman ist bei Fans solcher Kultfilme berüchtigt und gern gesehen. Ich empfand den Film bei der letzten Sichtung jedoch als überbewertet und z.T. auch stark nervend. Da wären mir andere Fantasy-Reihen aus Taiwan (z.B. restauriert) lieber, z.B. die The Child of Peach Reihe. Die gehen schon besser ab und unterhalten mehr, als z.B. Wolf Devil Woman. Den «dritten Teil» Miraculous Flower habe ich auch nicht als Kracher in Erinnerung. So gesehen gefällt mir aktuell dieser «2. Teil» der «Reihe» am besten.

Es sei jedoch gesagt, dass es auch hier im Mittelteil arg Längen und doofen Klamauk zu sehen gibt. Und Meng Feis Sidekick nervt. Jedoch war es, soweit ich mich noch erinnern kann, nicht so schlimm wie in Wolf Devil Woman. Jedoch waren die fantasievollen und blutigen Szenen im letzten Viertel doch relativ cool und haben den Film dann qualitativ wieder aufgewertet. Ich mochte auch den Bösewicht, dessen Eisenhand an Jason Pai Piao in Shaolin Prince erinnerte. Und dessen rechte und linke Hand.  Optisch war der Film cool. Und Meng Fei (The Prodigal Boxer, Eagle Flying in September, Diamond Fight) als Co-Held war auch gut. Und Pearl Chang Ling liefert so oder so ab.

Fazit: Fantasievoller und wilder Wuxia aus Taiwan! Mit Abstrichen (doofer Humor, lahmer Mittelteil) sehenswert!

Infos:

O: Jin Fen You Long

Taiwan 1982

R: Pearl Chang Ling, Peng Wei-Chang

D: Pearl Chang Ling, Meng Fei, Wang Hsieh

Laufzeit der VHS aus China: 94:03 Min. (inklusive Seitenwechsel der LD da VHS eine Kopie der HK-LD ist)

Gesehen am: Jan. 2016 / Neusichtung am: 03.09.25

Fassungen: 2016 sah ich den Film via UK-DVD (nur Englisch Dubbed). 2018 kaufte ich mir das HK-VHS von Ocean Shores in Mandarin mit englischen Subs. Leider fand ich kurze Zeit später heraus, dass das VHS stärker von Schimmel befallen war. Das war mir dazumal neu und in Panik vor der Kontamination entsorgte ich das VHS. Heute weiss ich, dass das ein Fehler war. In China fand ich eine VHS in Mandarin aber ohne Subs (= Kopie der HK-LD von Ocean Shores). Gute Bildqualität und Uncut. Eine DVD im O-Ton ist mir nicht bekannt. Es gibt weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Sept. 2025).

Mittwoch, 5. November 2025

Bruce, Hong Kong Master Review


Bruce, Hong Kong Master

Story:

Wang Li-Shans (Dean Shek) Freundin wird von Gangstern überfallen, vergewaltigt und getötet. Danach nimmt sein Kollege Xiao Long (Bruce Leung Siu-Lung) das Gesetz in die eigene Hand und säubert die Strassen Hong Kongs vor Abschaum, ehe er sich im Finale, als Dr. Cheng Dong-Qiao (Stanley Fung) und Shirley (Sylvia Chang Ai-Chia) von Gangstern (Sammo Hung, Bolo Yeung, Addy Sung Gam-Loi) entführt werden, einem Kampf auf Leben und Tod gegenübersteht...

Meine Meinung:

Aka Hong Kong Superman. Von Bruce, Hong Kong Master wurde ich positiv überrascht. Ich habe, aufgrund dem «Bruce» im Titel und der Tatsache, dass Bruce Leung Siu-Lung (Bruce and the Iron Finger, The Dragon Lives Again, Call Me Dragon) mitspielt, einen Bruceploitation-Film erwartet. Pustekuchen. Stattdessen gibt es einen Mix aus Drama, Kung Fu und Rape & Revenge Streifen zu sehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen aus der Zeit ohne Klamauk und Humor. Das Ganze ist ernst, humorlos, hart und dramatisch inszeniert. Der Film spielt im damaligen Hong Kong der 70er Jahre.

Nebst Bruce Leung Siu-Lung, der auch für die Kampfchoreographie zuständig war, sehen wir im Film Namen wie Sylvia Chang (sehr schnuckelig), Stanley Fung (RIP), Dean Shek (seine Rolle hat A Better Tomorrow 2 Vibes), Carter Wong (nur am Anfang kurz zu sehen), Bolo Yeung (Bösewicht, dessen Tod im Finale zensiert wurde), Sammo Hung (Bösewicht an der Seite von Bolo), Addy Sung Gam-Loi (Bösewicht an der Seite von Bolo) und Mars (nicht erkannt). Ich würde den Film zu den besten Rollen von Bruce Leung Siu-Lung zählen. Dean Shek fungiert zudem noch als Assistent Director.

Regie führte Ting Shan-Hsi, der auch das Drehbuch schrieb und auch für die Shaw Brothers tätig war (Blood Reincarnation, Imperial Tomb Raiders, Whiplash). Ob sich Ting Shan-Hsi am US-Vorbild Death Wish orientiert hat? Möglich wäre es. Der entstand ein Jahr vor Bruce, Hong Kong Master. Die erste Hälfte von Bruce, Hong Kong Master ist die ruhigere. In dieser werden die Figuren gekonnt vorgestellt, zu ihnen wird eine Beziehung aufgebaut und es gibt dramatische Momente zu sehen. In der zweiten Hälfte dominieren dann knallharte Kampfszenen, die praktisch pausenlos bis zum Finale anhalten. An Sammo Hung und Bolo Yeung als Bösewichte und «Endgegner» von Bruce Leung Siu-Lung hatte ich grosse Freude.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Xiang Gang Chao Ren

HK 1975

R: Ting Shan-Hsi

D: Bruce Leung Siu-Lung, Sammo Hung, Bolo Yeung, Dean Shek, Stanley Fung, Addy Sung Gam-Loi, Carter Wong, Mars, Sylvia Chang Ai-Chia

Laufzeit der HK-VHS: 76:58 Min.

Gesehen am: 31.10.25 / 2. Sichtung (DVD-R): Dez. 2025

Fassungen: Mir lag das VHS von Ocean Shores vor = nebst dem On-Screen Titel fehlt auch im Finale etwas. Den Tod von Bolo Yeung sieht man überhaupt nicht. Da scheint ein ganzer Block zu fehlen. Auf der Rückseite der VHS hat es zudem ein Bild vom Finalkampf zwischen Bruce Leung Siu-Lung, Sammo Hung und Bolo Yeung, welches auch im Film nicht zu sehen ist. Der englische Dub ist erträglich, die Bildqualität ist gut, Originalbildformat liegt nicht vor. Mir ist keine Uncut Fassung bekannt und auch keine O-Ton mit Untertiteln Fassung. Die deutschen Fassungen (Der Supermann mit der Todespranke) sollen allesamt nochmals ca. fünf Minuten kürzer sein als diese HK-Fassung. Jedoch soll es in der deutschen Fassung im Finale auch definitiv eine Szene geben, die in der HK-Fassung fehlt. Laut der ofdb (Datenbank) soll das HK-VHS 84:30 Min. laufen. Mein VHS hingegen läuft nur 76:58 Minuten. Laut Douban soll es gar eine 92minütige Mandarin Fassung geben. Als ich diese Zeilen schreibe, bin ich dran, eine solche Fassung aus China zu kaufen (DVD-R). Nachtrag Dez. 2025: Nach der Sichtung der HK-VHS (nur Englisch Dubbed, ggf. zensiert) streckten sich meine Fühler nach einer Mandarin Fassung aus. Auf einem Auktionshaus in China wurde ich fündig. Leider war das Ding ausverkauft. Via Google fand ich aber eine Mandarin-Version auf Taobao. Angeblich Mandarin und 90 Minuten Laufzeit (das HK-VHS läuft nur 76:58 Min.). Die Fassung auf Taobao gekauft. Das Bootleg ist eine Kuriosität. Das Frontcover ziert das deutsche Filmplakat. Auf der Back-Seite ziert das Motiv einer spanischen Fassung die Disc und der Text auf der Rückseite ist in Chinesisch. Der Film ist definitiv länger als die HK-VHS-Fassung, jedoch nicht in Sachen Action oder Gewalt. Ggf. nackte Tatsachen im Finale, das muss ich noch 1:1 vergleichen. Aber mehr Handlung und mehr Charaktertiefe (und leider auch eine Szene, in der Bruce Leung einen lebenden Krebs auf den Boden schleudert der sich dann in paar Einzelteile zerlegt). Das Ding wurde aus mehreren Quellen zusammen gebastelt. Das Hauptmaster dürfte die OS VHS gewesen sein. Dann gibt es aber auch etliche Momente mit einer schlechteren Bildqualität. 2x wird auch in gelb FLK eingeblendet. Ob da Szenen aus einer möglichen Bootleg FLK Version verwendet wurden? Zu 80% ist die chinesische Tonspur in Mandarin, zu 20% in Englisch. Interessant sind auch die diversen Untertitel Optionen wie Englisch und sogar Deutsch! Den Film mochte ich noch immer. Leider gibt es aber auch in dieser Fassung keine erweiterten Kampf- oder Todesszenen von Sammo Hung und Bolo Yeung.

Donnerstag, 18. September 2025

The Avenger Review

The Avenger

Story:

Devil Knight (Chiang Pin) ist ein Wanderer. Er geht umher und hilft Menschen in Not.  Hermit master (Chen Li-Yun) hat es auf Devil Knight abgesehen. Sie engagiert diverse Killer (Li Hsuan, Wai Wang, Lin Jiang, Ko Yu-Min), unter anderem mit Lügen, um Devil Knight zu töten. Doch der scheint unbesiegbar ehe es im Finale zum Showdown kommt…

Meine Meinung:

Aka Blood and Guts (On Screen-Titel). Aka Samurai Blood, Samurai Guts. Bei The Avenger handelt es sich um einen frühen Wuxia aus Taiwan, der Anfang der 70ern veröffentlicht wurde. Regie führte Li Kuo-Hua. Dieser führte nur bei einer kleinen Anzahl von Filmen Regie. Als Kopie liegt mir (noch ungesehen) Clam Fairy vor, ein Fantasy-Film. Dazu finde ich im Netz nicht viel. Freue ich mich darauf. The Avenger sah ich in Mandarin ohne Untertitel.

Dem Plot kann man dennoch gut folgen. Der Held Devil Knight wird von Chiang Pin (The Death Player) gespielt und diverse Bösewichte, die mehrheitlich wie japanische Samurai aussehen, wollen ihm an den Kragen. Mehr gibt es zum Plot nicht zu sagen. Der ist dünn und erfüllt seinen Zweck. Der Film hat mir gut gefallen, auch wenn das Vollbild hier sehr störend war (mehr als sonst) und ich Chiang Pin als Helden wenig charismatisch fand.

Der Film hat am Anfang und Mittelteil nicht sonderlich viel Kampfszenen. Diese sind aber solide in Szene gesetzt und erinnern hier und da ans japanische Kino. Auf der zweiten Disc (ich sah mir den Film via VCD an) gibt es praktisch nur noch Kämpfe zu sehen. Der Film gefällt durch einige blutige Schwertkampfszenen, die zudem allgemein sehr fantasievoll ausgefallen sind wie auch das Aussehen, die Gimmicks oder die Waffen der Kämpfer. Li Hsuan, der weibliche Lead, war stark in ihrer Rolle und läuft Chiang Pin den Rang ab.

Fazit: Wuxia Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Zhui Ming Sha Shou

Taiwan 1971

R: Li Kuo-Hua

D: Chiang Pin, Chen Li-Yun, Li Hsuan, Wai Wang, Lin Jiang, Ko Yu-Min

Laufzeit der HK-VCD: 47:51 Min. (1. Disc) / 33:58 (2. Disc)

Gesehen am: 21.06.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores vor = Uncut, Mandarin und Englisch gesprochene Fassungen (sollen unterschiedliche Musik haben), keine Subs, leider nur Vollbild (Originalbildformat wäre 2,35:1). Das Ocean Shores VHS trägt den Titel Samurai Blood, Samurai Guts. Da ist mir mind. eine Englisch Dubbed Ausgabe bekannt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2025).

Mittwoch, 3. September 2025

The Lady Constable Review


 

The Lady Constable

Story:

Coldwater Tiger (Chang Yi) und sein Team überfallen einen Escort-Service und erbeuten Perlen. Drei Helden (Angela Mao, Judy Lee, Wang Kuan-Hsiung) nehmen den Kampf gegen Coldwater Tiger auf…

Meine Meinung:

Aka The Lady Constables. Bei dieser Ende der 70er Jahre Produktion aus Taiwan von Regisseur Cheung San-Yee (Secret Rivals 3, The Thrilling Sword) handelt es sich um einen sehenswerten Eastern, der mir sehr gut gefallen hat. Das der Film aus Taiwan stammt, sieht man The Lady Constable zu jeder Sekunde positiv an. Der Film bietet kaum einen Plot und inhaltlich sind diverse fantasievolle Kämpfer, Gimmicks und Waffen zu sehen. Das hebt den Film von Hong Kong Produktionen aus der Zeit ab.

Bis auf zwei bis drei Running Gags (Sarg und Zettelchen mit Texten und komischen Soundeffekten) verzichtet der Film zudem auf Klamauk, was dem Film gut zu stehen bekommt. Der Plot ist jedoch schon sehr dünn und die Handlungen der Figuren naiv. Trotz 2-3 Foltersequenzen ist der Film in Sachen Härte harmlos. Die Kampfszenen sind die Highlights des Filmes. Dabei wartet der Film mit einem starken Cast auf. Selten gibt es Italo-Western Musik zu hören.

Als Helden fungieren drei Namen: Angela Mao (Bandits, Prostitutes & Silver, The Association, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue), Judy Lee (The Swift Shaolin Boxer, Assassin) sowie Wang Kuan-Hsiung (Dirty Trick, Chase Step by Step). Dabei überzeugt Angela Mao durch ihre Präsenz am meisten. Intensiv und stark, wie sie das verkörpert. So überrascht es auch nicht, dass es dann sie (und Judy Lee) sind, die am Ende gegen den Bösewicht antreten.

Der Bösewicht, natürlich weisshaarig, wird von Chang Yi (7 Commandments of Kung Fu, Two Assassins of the Darkness) verkörpert. Diesen sehe ich immer gerne als Bösewicht. Er hat in so vielen sehenswerten Filmen mitgewirkt, dass ich schon aufgehört habe, zu zählen in wie vielen. Fans von ihm sollten aber wissen, dass er nur eine kleine Rolle spielt und nur im Finale kämpft. Ansonsten bleibt er im Hintergrund und die drei Helden knöpfen sich erst Mal seine Untertanen vor, bevor es im Finale zur direkten Konfrontation kommt. In dieser macht Chang Yi eine tolle Figur. Er kämpft u.a. mit versteckten Fallen und einem Regenschirm, der mit Messern bestückt ist. Cool.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Fei Yan Shuang Jiao

Taiwan 1978

R: Cheung San-Yee

D: Angela Mao, Judy Lee, Chang Yi, Wang Kuan-Hsiung

Laufzeit der China VHS: 87:10 Min.

Gesehen am: 07.06.25

Fassungen: Mir liegen zwei VHS-Fassungen zum Film vor. Zum einen die HK-VHS von Ocean Shores, welches Angela Mao 2022, als ich sie in Queens traf, signiert hat. Dieses VHS ist leider nur Englisch Dubbed. Die Fassung habe ich mir nicht angesehen. Aus China liegt mir noch eine Bootleg-VHS vor. Die Kassette selbst ist eine Kopie, aber die Hülle scheint ein Original zu sein. Eine Papp-Verpackung der HK-VHS von Omni Video (= Ocean Shores). Der Vorteil dieser Fassung: O-Ton Mandarin mit englischen Subs. Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).