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Dienstag, 21. Januar 2025

The Thirty Million Dollar Rush

The Thirty Million Dollar Rush

Story:

Diverse Parteien (Karl Maka, Paula Tsui, Eric Tsang, Anglie Leung, Mark Cheng, Lau Kar-Leung) haben es via Raub auf Geld abgesehen. Ein Inspektor (Wong Ching) und eine Nonne (Brigitte Lin) versuchen, das zu verhindern…

Meine Meinung:

Das Aces Go Places Team schlägt zurück. In dieser Cinema City Company Produktion aus dem Jahr 1987 kommen hier und da, und das nicht nur aufgrund der teilweise gleichen Besetzungen, Aces Go Places Vibes auf. Die Reihe, die in Deutschland besser als Mad Mission Reihe bekannt war. Karl Maka (The Magnificent Scoundrels, Knockabout, His Name Is Nobody) fungiert hier als Multitalent = er schreib am Drehbuch, produzierte den Film, führte Regie und spielt die Hauptrolle. Ringo Lam (The Twin Dragons, Full Contact, Esprit D'amour) war die Nr. 2 und für die Car Crashs (Stunts) zuständig. Der Film aus Hong Kong hat seine Action-Momente, aber es handelt sich vor allem um eine liebevolle, sympathische und charmante Komödie.

Wer die Komödien aus der Zeit (Vergleich: Mad Mission oder die Filme von und mit den Hui Brüdern) mag, macht mit The Thirty Million Dollar Rush alles richtig. Im Film tummeln sich viele bekannte Namen. Nebst Karl Maka sehen wir hier in grossen Rollen Namen wie Brigitte Lin (Love Massacre), Eric Tsang (The Last Blood), den späteren Film-Psychopathen aus Raped by an Angel und A Taste of Killing and Romance (= Mark Cheng), Wong Ching (Blooded Treasury Fight) sowie Lau Kar-Leung (The 36th Chamber of Shaolin). Letzterer war auch Action Director. In Gastauftritten sind Wong Jing (Naked Killer) und John Woo (Bullet in the Head) zu sehen.

Der Film macht von Beginn an viel Spass. Das quirlige Tempo ist hoch und nach und nach werden die Figuren in den eingeführt und dem Plot untergeordnet. Es gibt im Film diverse Gruppen, wo nicht selten durch List und Egoismus probiert wird, die andere Seite über das Ohr zu hauen. Es gibt viel zu lachen, viel Situationskomik und auch derben, sexistischen Humor. Die Darsteller hatten sichtlich Spass mit ihren Rollen und die Action-Szenen stören nicht. Auch die Musik passt perfekt dazu. Ich hätte auf Sam Hui getippt, doch die Musik steuerte Alan Kwok Siu-Lam bei. Längen gibt es keine und der Mix aus Klamauk, Plot und Action funktioniert einwandfrei.

Fazit: Schwer unterhaltsam!

Infos:

O: Wang Choi Sam Sap Man

HK 1987

R: Karl Maka

D: Karl Maka, Brigitte Lin, Paula Tsui, Eric Tsang, Anglie Leung, Mark Cheng, Wong Ching, Lau Kar-Leung, John Woo, Wong Jing

Laufzeit der HK-LD: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 25.11.24

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Golden Cinema City Video vor = gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Den Film gibt es in HK auch auf DVD (Joy Sales/Fortune Star). Auch mit englischen Subs. Ich bekam die HK-LD als Tauschgeschäft (gegen die HK-LD von Tiger Cage). Es gibt keine Blu-Ray, keine UHD und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2024).

Mittwoch, 7. Februar 2024

The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains

The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains

Story:

Siu Yiu Tze (Liu Kai-Chi) ist der Anführer der Tin San Sekte. Der Sekte gehören auch die Schülerinnen Mo Han-wen (Gong Li), Chiu-shui (Brigitte Lin) und dessen Zwillingsschwester Li Chong-hoi (Brigitte Lin) an. Die Freundschaft der Mädels zerfällt. Grund ist ein Mann - Sektenführer Siu Yiu Tze. Das hat zur Folge, dass Mo Han-wen und Chiu-shui eigene Sekten gründen und die Macht der Welt für sich beanspruchen.  Dazu kommt, dass auch Ting Chun-chou (Norman Tsui) nach Macht strebt. Und dessen Schülerin Purple (Sharla Cheung Man) spielt auch ein eigenes Spiel, welches einen jungen Shaolin-Mönch (Frankie Lam Man-Lung) beinhaltet…

Meine Meinung:

Aka The Dragon Chronicles - The Maidens. The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains basiert auf dem Wuxia-Roman Demi-Gods and Semi-Devils. Die komplexe Story wurde schon mehrfach verfilmt, z.B. zu Shaw Brothers Zeiten (The Battle Wizard) oder zuletzt mit Donnie Yen (Sakra). The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains lag lange ungesehen rum und der Film konnte mich nicht überzeugen. Der Original-Stoff dürfte auch viel zu komplex sein, um dies via Film zu präsentieren.

Denn der Plot ist in der Tat wirr, dünn und kompliziert. Es lohnt sich, die Inhaltsangabe vor der Sichtung zu studieren. Und wer die Darsteller kennt, kann dann auch die im Film vorherrschenden Figuren auseinanderhalten soll heissen, dem Plot kann man dennoch folgen. Dennoch sollte man sich mehr auf die Action und die Fantasy-Aspekte konzentrieren, und, sofern möglich, diese geniessen. Jedoch hat mich der Film auch rein von der Action und den Fantasy-Szenen zu wenig abgeholt.

Es gibt einige charmante Effekte, coole Fantasy-Szenen, rasante Kampfszenen, in denen Gegner auch Körperteile verlieren, aber davon gab es gesamthaft viel zu wenig. Meist wird mit öden CGI-Strahlen oder Feuerbällen aufeinander abgefeuert, ohne das gross was passiert. Zu wenig Abwechslung. Zudem fand ich die Musik grossenteils sehr fad und nervend und den Humor ebenso. Deplatziert. Längen gibt es auch. Die Füllszenen und Dialoge bremsen den Film immer wieder aus und sind uninteressant. Der Film fesselt wenig.

Sharla Cheung Man (Crystal Fortune Run) hat mich genervt und Brigitte Lin (Love Massacre) ist zwar solide, aber war nie mein Liebling, wenn es um Mädels aus Hong Kong ging. Da sagen mir Maggie Cheung (The Romancing Star), Kara Hui (Madam City Hunter), Moon Lee (Mr. Vampire), Michelle Yeoh (Wing Chung), Lin Hsiao-Lu (The Child of Peach), Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer), Yukari Oshima (Brave Young Girls) oder Cynthia Khan (Tough Beauty and the Sloppy Slop) mehr zu. Frankie Lam Man-Lung als Mönch hat mich nicht überzeugt und Norman Tsui (Blood Ritual) allein kann den Film auch nicht besser machen.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Kann man sich ansehen, aber nichts für meine persönliche Filmsammlung.

Infos:

O: Xin tian long ba bu zhi tian shan tong lao

HK 1994

R: Andy Chin Wing-Keung

D: Gong Li, Brigitte Lin, Norman Tsui, Sharla Cheung Man, Liu Kai-Chi, Frankie Lam Man-Lung

Laufzeit der HK-DVD: 96:44 Min.

Gesehen am: 28.12.23

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Mei Ah vor = nicht anamorph, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton und feste englische und chinesische Subs (soll eine sehr schlechte Übersetzung sein), Uncut. In Südkorea auch auf Blu-Ray zu haben. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2023).

Montag, 18. Juli 2022

Love Massacre Review

Love Massacre

Story:

 

Ivy (Brigitte Lin Ching-Hsia) und Louie (Charlie Chin Chiang-Lin) machen sich sorgen über ihre mental auffällige und suizidgefährdete Kollegin Joy (Tina Lau Tin-Lan). Sie lassen aus Hong Kong dessen Bruder Chu Chung (Chang Kuo-Chu) zu ihnen nach San Francisco kommen. Doch zu spät: Joy nimmt sich das Leben. Ivy wird danach von Chu bekehrt und schon bald muss sie feststellen, dass mit ihm etwas grundlegend nicht in Ordnung ist…

 

Meine Meinung:

 

Love Massacre ist ein seltener HK-Thriller aus dem Jahr 1981 von Patrick Tam, der einige interessante Filme wie The Sword, Nomad oder My Heart Is That Eternal Rose realisiert hat. Love Massacre darf gerne in die damalige New Wave Reihe mit Filmen wie Dangerous Encounter - 1st Kind und Co. gereiht werden. Der Film wirkt sehr westlich und wurde teilweise im Ausland (San Francisco) gedreht.

 

Die Stärken des Filmes liegen vor allem in der Musik und seiner Optik. Nur schon der ungewöhnliche Start und Vorspann des Filmes zeigt die Stärken von Patrick Tam auf: fesselt und geht unter die Haut! Danach ist etwas Plot angesagt und der Film nimmt sich Zeit, die Ausgangslage und Figuren zu präsentieren, darunter eine sehr junge Brigitte Lin in der Hauptrolle. Sie, die später zu einem der gefragtesten Stars des 90er Jahre HK-Kinos werden sollte und in unzähligen Produktionen mitwirkte (z.B. Police Story, Dragon Inn, Handsome Siblings).

 

Vor allem im Finale wird das Spiel der Farben und Kontrasten auf die blutige Spitze getrieben: weisse Kleidung, viel Blut, bunte Wäsche im Finale auf dem Dach! Optisch wunderschön in Szene gesetzt und ebenso mit passender, toller Musik untermalt. Dazu stark gespielt - nebst Brigitte Lin macht auch Chang Kuo-Chu (Butterfly & Sword) als irrer Killer eine gute Figur. Vor dem Finale mutiert der Film dann nämlich vom Thriller zum Slasher.

 

Dabei war der Film blutiger, als erwartet. Kompromisslos und ohne sonderbaren HK-Humor und/oder Klamauk, den man sonst aus den HK-Filmen der Zeit kennt. Wie gesagt: New Wave Vibes und orientiert sich mehr am westlichen Kino. Der Film wird im Finale spannend, fesselnd und originell. Ich habe mit den Figuren mit gefiebert und fühlte mich bestens unterhalten!

 

Fazit: Ein Film, der eine Restauration und Blu-Ray Vö mehr als verdient hätte und der leider viel zu selten ist!

 

Infos:

 

O: Oi Saai

 

HK 1981

 

R: Patrick Tam

 

D: Brigitte Lin, Charlie Chin Chiang-Lin, Tina Lau Tin-Lan, Chang Kuo-Chu

 

Laufzeit der HK-VHS: 87:37 Min.

 

Gesehen am: 16.07.22

 

Fassungen: Mir lag die Original-Kassette aus HK von Mei Ah vor, jedoch nicht in der Original Hülle und Packung. Diese ist ein Fake-Produkt (à la einer World Video Kassette) und wurde von einem Deutschen vor ca. 15 Jahren hergestellt und nach Australien verkauft, wo das VHS in Maxims Video Store als Rental-VHS diente. In einigen Szenen wird auch Maxims Video eingeblendet, um vor Kopien zu schützen. Das kennt der Fan von anderen Labels (Ocean Shores z.B.). Zur Fassung: durchschnittliche Bildqualität mit teilweisen Störungen da stark verschimmelt, O-Ton, nur in den ersten zwei Minuten mit englischen Subs. Die HK LD, ebenso selten, hat auch keine englischen Subs. Ein Film, der dringend einer Restauration und Blu-Ray Vö bedarf! Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2022) und die HK LD wurde vor paar Monaten für mehrere 100USD in Hong Kong verkauft. 

 

 





 

Samstag, 23. April 2022

Police Story Review

Police Story

Story:

 

Gangster-Boss Koo (Chor Yuen), der von Hong Konger Cop Kevin Chan Ga Kui (Jackie Chan) verhaftet wurde, versucht die einzige Zeugin (Brigitte Lin), die ihn belasten könnte, zu eliminieren. Boss Koo gelingt es, dass er freigesprochen wird. Danach ist nicht nur das Leben der Zeugin in Gefahr, sondern auch das von Kevin. Denn die Gangster (Charlie Cho Cha-Lee, Fung Hak-On) planen, Kevin einen Mord anzuhängen…

 

Meine Meinung:

 

Police Story ist ein Kracher und Klassiker des modernen Hong Kong Action-Filmes von und mit Jackie Chan (Snake in the Eagle’s Shadow), der zudem am Skript mitwirkte, die Action-Szenen inszenierte (zusammen mit seinem Stunt-Team) und als Sänger zu hören ist (das coole Theme im Abspann). Jackie Chan, das Multitalent. Der Film war ein grosser Erfolg & mehrere Fortsetzungen und Preise (Best Action Choreography an den 1986er Hong Kong Film Awards) waren die Folge.

 

Jackie Chan gelang das perfekte Zusammenspiel aus sehenswerter Action, knallharten Stunts, Humor («Mordversuch» an Zeugin, Gerichtsverhandlung, Kabelsalat Telefone) und Drama (Jackie Chan, dem ein Mord angehängt wird). Der Mix funktioniert perfekt, was den Erfolg des Filmes erklärt. Selbst Hollywood-Filme nahmen sich Police Story zum Vorbild, z.B. Bad Boys 2. Die Action-Szenen bestehen aus wilden Verfolgungsjagden, tödlichen Stunts und Martial Arts Einlagen. Diese sind absolut toll anzusehen und stark choreographiert.

 

Die Stunts sind ebenso der Wahnsinn, vor allem zu Beginn (Autos, Abhang, Bus, aus Fenster fallen) und im Finale. Im Finale gibt es auch viel Martial Arts zu sehen, in welchen alle Beteiligten, auch die Mädels, viel einstecken müssen. Zudem geht, à la Police Assassins, viel Glas zu Bruch! Toll und absolut sehenswert. Jackie Chan und Co. brillieren in den Kampf- und Stunt-Szenen. Diese und Outtakes können im Abspann nochmals zusammengefasst genossen werden – dazu das tolle Lied von Jackie Chan – Top!

 

Dazu gibt es einen tollen Cast zu sehen. Nebst Jackie Chan erblickt der Fan Namen wie Brigitte Lin (Dragon Inn), Maggie Cheung (The Romancing Star), Bill Tung (Bless This House), Chor Yuen (The Convict Killer), Charlie Cho Cha-Lee (Funny Ghost), Mars (Spooky, Spooky), Fung Hak-On (The Iron-Fisted Monk) oder Tai Bo (Coffin Homes). Solch bekannte Namen im Film zu sehen, macht einfach nur Spass wie der ganze Film!

 

Fazit: Einer der besten Filme mit und von Jackie Chan und klarer Must See Titel für Freunde des modernen Hong Kong Kinos!

 

Gefolgt von: Police Story 2

 

Infos:

 

O: Ging Chat Goo Si

 

HK 1985

 

R: Jackie Chan

 

D: Jackie Chan, Brigitte Lin, Maggie Cheung, Bill Tung, Chor Yuen, Charlie Cho Cha-Lee, Mars, Fung Hak-On, Tai Bo

 

Laufzeit der HK-DVD: 99:08 Min.

 

Neusichtung am: 23.03.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von der Police Story Box (Teile 1-3) von Fortune Star vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die Fassungen aus Japan laufen länger (mehr Szenen im Vor- und Abspann, mehr Handlung). Dese finden sich in Europa auf der UK-Blu-Ray von Eureka mit englischen Subs. In Deutschland von Splendid auf Blu-Ray zu haben.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Dragon Inn Review

Dragon Inn

Story:

China während der Ming Dynastie:

Eunuchen sind die wahren Herrscher über das Land. Sie bauen Privatarmeen auf und vernichten Gegner, verurteilen Gefangene zu Tode oder testen neue Waffen an ihnen. Um an den Rebellen Gwok (Tony Leung Ka-Fai) zu gelangen lässt Eunuch TsaoSiu Yan (Donnie Yen) zwei Kinder eines ermordeten Politikers durch die Wüste führen, in der Hoffnung, dass Gwok diese befreit. Die Kinder werden jedoch von Yau Mok Sau (Brigitte Lin) befreit. Die Übergabe an Gwol soll im Dragon Inn stattfinden, welches von Gam Seung Yuk (Maggie Cheung) geführt wird. Bald schon treffen im Inn mehrere Parteien aufeinander und Eunuch TsaoSiu Yan und seine Killerarmee sind auch auf dem Weg durch die Wüste…

Meine Meinung:

Remake des Dragon Inn Klassikers von King Hu (A Touch of Zen) aus dem Jahre 1967. Mir gefällt das Remake im Vergleich zum Original oder der Fortsetzung zum Remake (Flying Swords of Dragon Gate 2011, direkt von Tsui Hark und u.a. mit Jet Li) am besten.

Die Handschrift von Tsui Hark ist, auch wenn er nur als Produzent fungierte, unverkennbar. Dazu die spektakuläre Tony Ching Siu-Tung Martial Arts Choreographie die ihresgleichen sucht. Auf dem Regiestuhl nahm Raymond Lee Wai-Man Platz (Rebel from China), der zuvor und danach mit Swordsman (1990) und The East is Red (1993) schon ähnliche Arbeiten ablieferte und schon dort mit Tsui Hark und Tony Ching Siu-Tung zusammenarbeitete.

Der Film ist aufwändig, es wurde vor Ort in der chinesischen Wüste gedreht und man hat ein tolles Star-Ensemble an Bord geloht. Donnie Yen (Tiger Cage) als böser Eunuch als Nebenrolle. Er kommt am Anfang und am Ende vor und liefert sich ein spektakuläres, rasantes und überraschend brutales Finale mit einigen originellen Einfällen die comichaft übertrieben wirken. Tolle Szenen.

Brigitte Lin und Tony Leung Ka-Fai fand ich beide solide, aber mehr auch nicht. Liegt aber daran, dass beide nicht zu meinen Lieblingen zu zählen sind. Schauspielerisch und auch in den Actionszenen machen die beiden aber auch einen guten Job. Toll und nebst Donnie Yen sehr stark und viel Qualität bringend war die liebliche und wandelhafte Darstellerin Maggie Cheung als zwielichtige Führerin des Dragon Inn. Ihre Szenen sind ein Genuss und kompensieren die wenige Action und Abwechslung das Setting betreffend im Mittelteil (spielt sich praktisch alles im Dragon Inn ab). Zum Beispiel gibt es eine witzige Szene, in welcher sich Maggie Cheung und Brigitte Lin mit ihren Kampfkünsten gegeneinander ausziehen (man sieht aber nicht allzu viel).

Den Actionszenen und vor allem die Choreographie werden ganz im Sinne von Tony Ching Siu-Tung auf die Leinwand gezaubert: sie wirken rasant, temporeich, schön, ästhetisch, märchenhaft, einfach schön anzusehen. Die Wüste als Setting tut ihr übriges dazu. Vor allem die Kampfszenen am Anfang und das äusserst spektakuläre Finale («Drei gegen einen» Kampf) sind die kampfreichen Highlights der Arbeit von Tony Ching Siu-Tung und Co. Muss man gesehen haben, um es zu glauben, vor allem die Szenen im Finale!

Fazit: Auf Namen wie Tsui Hark, Donnie Yen, Maggie Cheung oder Tony Ching Siu-Tung kann man sich verlassen – das Remake schlägt das schon tolle Original und ist ein sehenswerter Eastern, den man sich als Fan des Genres nicht entgehen lassen sollte! Spektakuläre Action und Choreographie.

Infos:

O: Sun Lung Moon Hak Chan

HK 1992

R: Raymond Lee Wai-Man

Produziert von: Tsui Hark

D: Tony Leung Ka-Fai, Maggie Cheung, Brigitte Lin, Donnie Yen, Xiong Xin-Xin

Laufzeit der US-DVD: Ca. 103 Min.

Gesehen bzw. Review überarbeitet am: 27.12.17

Fassungen: Mir lag die US DVD von Tai Seng vor = Uncut, Code Free Scheibe, Audiokommentar als Bonus, recht gute Bild- und Tonqualität. Im Gegensatz zur UK DVD von HKL hat die DVD auch O-Ton Kantonesisch während die UK DVD nur in Mandarin Dubbed vorliegt. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2017).