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Montag, 23. März 2026

Phenomena

 

Phenomena

Story:

Die sensitive Jennifer (Jennifer Connelly), die mit Insekten kommunizieren kann, kommt während ihrem Aufenthalt in einem Fraueninternat in der Schweiz, einer Mordserie auf die Spur. Sie wird dabei von einem Professor (Donald Pleasence) unterstützt…

Meine Meinung:

Zwischen Tenebre und Opera drehte Dario Argento, teilweise vor Ort in den Schweizer Alpen, den mystischen, traumhaften und surrealen «Mystery-Krimi» Phenomena. Der Film ist, was seinen Plot angeht, definitiv kein 08/15-Werk. Und dennoch ist Dario Argento Mal wieder die Optik und Stimmung wichtiger, als sein dennoch zugegebenermassen dünner Plot. Das ist an sich für meinen Geschmack kein wirklicher Kritikpunkt, allerdings zieht sich der Film in den ersten 60 Minuten doch sehr, was das Fortschreiten der Geschichte und wirkliche Horrorparts darin, angehen. Soll heissen, es gibt definitiv auch die ein oder andere lahme Sequenz zu sehen und dass der Film für den US-Markt stark gestrafft wurde (und dann als Creepers veröffentlicht wurde), kann ich sogar nachvollziehen.

Ich mag Phenomena, auch wenn ich diesen persönlich nicht zu den Stärksten Argento-Werken zähle (Suspiria, Deep Red, Sleepless, Opera). Die erste Stunde war wirklich zäh, Affen mag ich nicht (ausser seiner letzten Szene im Film) und der Englische Dub (nicht alle Personen haben sich selbst gesprochen) mindert das Sehvergnügen halt doch auch ein bisschen (wirkt je nach Dialogen und Stimmen billig und künstlich). Die Besetzung von Halloween-Star Donald Pleasence (Specters) war ein gekonnter Schachzug. Die damals noch minderjährige Jennifer Connelly trägt den Film jedoch praktisch allein. In der sehenswerten Anfangssequenz ist zur Abwechslung Mal nicht Dario Argentos Tochter Asia, sondern Fiore zu sehen. Netter Gastauftritt, wie auch jener von Michele Soavi (Stage Fright). Daria Nicolodi (Inferno) spielt eine Nebenrolle. Sie gehörte zu dem Zeitpunkt zum Repertoire eines jeden Dario Argento Filmes.

Weitere Namen aus dem Ital. Film, die sich dazu gesellt haben: Goblin und Claudio Simonetti (Cut and Run), Luigi Cozzi (Demons 6 De Profundis) und Effekte Künstler Sergio Stivaletti (I Tre volti del terrore, Dellamorte Dellamore, Murder Obsession). Letzterer war für einige (zwar wenige aber dennoch sehenswerte) Tötungs- und Make-Up- Masken und Leichenteile zuständig. Der Film bietet in der Hinsicht einige schöne Ekelmomente mit Maden. Diesbezüglich gibt es auch im Finale einige wunderbar makabre Einfälle zu sehen. Die traumähnliche und surrealistische Stimmung plus die sonderbare Musik diverser Metal-Bands (z.B. Flash of the Blade von Iron Maiden) inklusive den Close-Ups von diversen Insekten ist definitiv sehenswert und wertet den Film im gegen Ende hin auf.

Fazit: Fantasievolles Kino von Dario Argento!

Infos:

O: Phenomena

Italien 1985

R: Dario Argento

D: Jennifer Connelly, Donald Pleasence, Daria Nicolodi, Fiore Argento, Michele Soavi, Patrick Bauchau, Franco Trevisi, Francesca Ottaviani, Dalila Di Lazzaro, Federica Mastroianni

Laufzeit der US-Blu: 116:00 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 23.03.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Synapse Films vor, die vor einigen Jahren am Brugggore Filmfestival von Claudio Simonetti signiert wurde. Dieses Set kommt mit Booklet, Steelbook und drei Discs daher = Soundtrack-CD, zwei Blu-Rays (mit insgesamt drei Filmfassungen), limitiert auf 3000 Stück. Das Set bietet den Film in Englisch/Ital. mit englischen Untertiteln an. Dazu gibt es Unmengen an Extras (u.a. Dario Argentos World of Horror Doku, Interview mit Andi Sex Gang, Trailer, TV-Spots, Audiokommentar). Gibt es in Deutschland Uncut von XT-Video auf Blu-Ray (in Deutsch oder Englisch).

Two Great Cavaliers

 

Two Great Cavaliers

Story:

Ming-Rebellen (u.a. Angela Mao, John Liu) versuchen ihren Kollegen (Leung Kar-Yan), der aufgrund einer gestohlenen Namensliste vergiftet wurde, zu retten und dabei die tyrannische Regierung und dessen Truppen (u.a. Chan Sing) zu Fall zu bringen…

Meine Meinung:

Aka Two Great Cavalier. Two Great Cavaliers von Yang Ching-Chen (Shaolin Heroes, Gambling Ghost Are Ready) ist eine kleine, unabhängig von grossen Studios produzierter Eastern aus Taiwan. Und ein extrem sehenswerter dazu. Im Vergleich zu anderen Filmen aus der Zeitspanne wird auf einen Schüler-Meister-Rache Plot sowie Klamauk (oder komische, billige «Archivmusik») verzichtet. Dafür gibt es verhältnismässig viel Kampfszenen zu sehen. Und das von Beginn an. Somit freue ich mehr auf ungesehene Filme des Regisseurs (Trouble Maker Coming, 18 Fatal Strikes).

Ich habe mich vor der Sichtung um den Plot bemüht, da zuerst als südkoreanisches VHS (Nicht Englisch freundlich) gesehen. Und der Plot ist simpel. Dünn. Mittel zum Zweck. Ming-Rebellen gegen Verräter. Eine Namensliste. Das übliche. Dem Plot kann problemlos gefolgt werden. Die Hauptfiguren sind Angela Mao (The Association, The Great Cheat), John Liu (Mars Villa, The Death Duel of Kung Fu) sowie Wen Chiang-Long (Tiger Jungle). Alles Helden. Leung Kar-Yan (Legend of a Fighter) kommt nur am Anfang und Ende vor. Chan Sing (Tiger Force) als Bösewicht und Endgegner auch. Die drei genannten Helden prügeln sich durch den Film, um am Ende zusammen gegen Chan Sing bestehen zu können. Simpel.

Besonders Fans von Angela Mao und John Liu werden mit dem Film bestens bedient und kommen voll auf ihre Kosten. Die beiden spielen die Hauptrollen, haben viel Screentime und beide zeigen viel von ihrem Können. Es gibt sicher fast alle fünf Minuten eine Kampfszene zu sehen. Die Kampf-Choreographie rockt und macht Spass. Daneben gefällt der Film auch durch sonderbare, bunte Kostüme und Gimmicks (z.B. der Schlag von Chan Sing, der seine Opfer lebensbedrohlich vergiftet). Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Die Kampfszenen gefallen, sogar in der mir vorliegenden Vollbild Fassung (2,35:1 wäre das Originalbildformat). Chan Sing gibt, einmal mehr, einen wunderbaren Fiesling und Endgegner ab.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Ci Xiong Shuang Sha

Taiwan 1978

R: Yang Ching-Chen

D: Angela Mao, Leung Kar-Yan, John Liu, Chan Sing, Wen Chiang-Long, Lin Mei-Ling, Shih Chung-Tien, Chin Lung, Ching Kuo-Chung

Laufzeit der VHS aus Südkorea: 86:32 Min. / Laufzeit der VHS aus Amerika: 93:03 Min.

Gesehen am (als Korea-VHS): 22.03.26 / Sichtung der US-VHS: 23.03.26

Fassungen: Ich bin im Besitz der US-VHS von Tai Seng = statt Mandarin Dubbed in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs, Vollbild, sehr gute (im Vergleich zum VHS aus Südkorea heller und schärfer) Bild- und Tonqualität. Das ich diese VHS habe, wusste ich nicht mehr, als ich einige Jahre später die VHS aus Südkorea kaufte. Diese ist im O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs, auch Vollbild, mässige (zu unscharf und in Nachtszenen zu dunkel) Bild- und störende Tonqualität (Mal leise, Mal laut, nach ca. 50 Min. Ton ca. 1-1.5 Sek. asynchron). Ob beide Fassungen Uncut sind, ist mir nicht bekannt. US-DVDs (nur Englisch Dubbed) und eine franz. Fassung (die ich als DVD-R von einem Deutschen bekam) sind zensiert. Was fehlen soll, ist mir nicht bekannt. Die koreanische VHS wirkte komplett, ebenso das US-VHS, welches jedoch sogar länger läuft (1:1 kann ich leider nicht vergleichen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2026).