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Samstag, 6. Dezember 2025

Murder in a Blue World Review

Murder in a Blue World

Story:

In einer nahen Zukunft:

David (Jean Sorel) arbeitet mit neusten Techniken daran, Gewaltverbrecher in harmlose Lämmchen zu verwandeln, die der Gesellschaft keinen Schaden mehr zufügen. Die Experimente zeigt David stolz seiner Freundin Ana (Sue Lyon), die als Krankenschwester arbeitet. Diese hütet ein dunkles Geheimnis: sie verführt Männer und tötet diese. Dumm nur, dass sie dabei von Victor (Christopher Mitchum) beobachtet und erpresst wird…

Meine Meinung (Spanish producer's cut):

Nach dem Erfolg von Stanley Kubricks A Clockwork Orange drehte der spanische Filmemacher und Regisseur Eloy de la Iglesia seine «eigene A Clockwork Orange Variante», die in einigen Ländern (z.B. England) auch unter ähnlichem Titel veröffentlicht wurde (als Clockwork Terror). Eloy de la Iglesia dürfte Horrorfans vor allem für seinen The Cannibal Man bekannt sein (das Artwork mit der Axt im Gesicht erklärt), wobei der Film mehr ein Drama ist und daher, zumindest in Vergangenheit aus Sicht eines «Splatter-Fans», enttäuschte.

Murder in a Blue World war ein Blindkauf und eine Vö des noch relativ neuen und jungen Labels Cauldron Films. Leider hat mir der Film nicht sonderlich gefallen. Ich würde Murder in a Blue World als durchschnittlichen Streifen betiteln. Okay für eine einmalige Sichtung, aber mehr liegt nicht drin. Der Plot hat, was die Settings, die Figuren und wie diese charakterisiert werden, in der Tat an das grosse Vorbild aus England erinnert. Ich nahm vielen Figuren ihr Overacting nicht ab und am Film war, aus heutiger Sicht, nichts schockierend. Es gibt viel klassische Musik zu hören.

Der Film ist relativ zahm und unspektakulär. Das Schauen ging zwar mehr oder weniger vorbei, doch richtige Highlights sind nicht auszumachen. Das halfen auch bekannte Euro-Cult-Stars in Hauptrollen nicht. Namen wie Christopher Mitchum (Faceless) oder Jean Sorel (Nackt über Leichen, A Quiet Place to Kill, In the Eye of the Hurricane, A Lizard in a Woman’s Skin) sind Genre-Fans nicht unbekannt. Sue Lyon (spielt die Reporterin in Alligator, welche das amüsante TV-Interview mit Henry Silva führt), die mich als blondes Gift leicht an Ewa Aulin oder die Krankenschwester aus Dead & Buried (Lisa Blount) erinnerte, läuft den Herren den Rang ab.

Fazit: Leider nicht wirklich zu empfehlen…

Infos:

O: Una Gota de sangre para morir amando

Frankreich, Spanien 1973

R: Eloy de la Iglesia

D: Sue Lyon, Christopher Mitchum, Jean Sorel, Ramón Pons, Charly Bravo, Alfredo Alba

Laufzeit der US-Blu: Ca. 97 Min.

Gesehen am: Mitte Sept. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Cauldron Films vor = "Spanish producer's cut", Region-All Disc, Englisch/Spanisch mit Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Die UK-VHS Fassung (als Clockwork Terror) ist als Bonus an Bord. Die soll zwei alternative Szenen zu bieten, war aber ansonsten in Gewaltszenen zensiert. In der Hauptfassung sind sämtliche Gewaltszenen vorhanden, dafür fehlt im Gegensatz zur deutschen DVD-Fassung (Titel: Dead Angel - Einbahnstrasse in den Tod) Handlung und eine Sexszene. Schwach von Cauldron Films, keine echte Uncut Fassung anzubieten.

Montag, 8. Juli 2024

Cuckoo

NIFFF 2024

Cuckoo

Story:

Die 17jährige Gretchen (Hunter Schafer) zieht mit ihrem Vater und dessen neuer Frau und deren Tochter aus den USA in die deutschen Alpen in ein kleines Dorf. Dort passieren merkwürdige Ereignisse und Gretchen versucht, die dunklen Geheimnisse der Ortschaft, die sie bedrohen, zu entschlüsseln…

Meine Meinung:

Von Cuckoo einer amerikanisch-deutschen Co.-Produktion, wusste ich im Vorfeld kaum etwas. Ich nahm aber in Foren, Reviews und Social Media einen kleinen Hype um den Film wahr. Der Film wäre schon am BIFFF gelaufen, wo ich diesen bewusst ausgelassen hatte. Warum? Mir gefiel bereits Tilman Singer Luz nicht. Nun holte ich die Sichtung am NIFFF nach. Hat es sich gelohnt? Leider nein. Ich hätte auch hier den Film besser auslassen sollen. Und nach Luz und Cuckoo gesehen zu haben, werde ich meine Lehren ziehen: von Tilman Singer werde ich mir nie mehr einen Film ansehen.

Der Film bietet genau die Klischees und Machart, wie sie nur ein Deutscher in einem Horrorfilm unterbringen kann. Im negativen Sinne. Der Film hat weder gefesselt, noch unterhalten, noch war er wirklich lustig und gruselig schon gar nicht. Eine Spannung tut sich kaum auf und alle Figuren waren uninteressant, überzeichnet, nervend. Und dann kommen noch Diversität und Woke-Einflüsse dazu (die Behinderung der jungen Tochter, die scheinbar homosexuelle Gretchen = Hauptdarstellerin ist eine LGBTQ Aktivistin). Passt natürlich perfekt zu einem Regisseur aus Berlin (bzw. er lebt und arbeitet dort)…

Der Plot ist uninteressant und lässt den Zuschauer fast mit mehr Fragen zurück, als erklärt werden. Scheinbar wollte Tilman Singer viel zu viel im Film unterbringen. Die Umsetzung war aber schlecht. Das Editing und die Dialoge waren zum Teil auch miserabel. Und auch das Einbringen von amerikanischen Schauspielern wie Dan Stevens (Abigail, Apostle) hat nicht funktioniert. Er war mit seinem Overacting als Mad scientist schlicht erbärmlich. Und dass in einem deutschen Alpenort alle nur Englisch sprechen, war auch beknackt.

Fazit: Schlechter Film. Zeit- und Geldverschwendung.

Infos:

O: Cuckoo

USA, Deutschland 2024

R: Tilman Singer

D: Hunter Schafer, Jessica Henwick, Dan Stevens, Marton Csokas, Astrid Bergès-Frisbey

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 102 Min.

Gesehen am: NIFFF 2024

Fassungen: Am NIFFF 2024 gesehen in Deutsch, Uncut. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray, UHD oder eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

Dienstag, 14. Mai 2024

Piranha


Mit Joe Dante & Barbara Steele am NIFFF

Piranha

Story:

Per Zufall geraten tödliche Piranhas, Resultat von militärischen Wissenschaftlern (u.a. Barbara Steele), in einen Fluss und bewegen sich in die Richtung eines Camps und eines Wasserparks. Ein örtlich anwesender Säufer (Bradford Dillman) und eine Reporterin (Heather Menzies) versuchen das Unheil abzuwenden und die Menschen zu warnen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…

Meine Meinung:

Piranha ist nicht nur eine nostalgische Kindheitserinnerung, sondern in meinen Augen ist der Film von Joe Dante auch einer der besten Tierhorrorfilme überhaupt. Piranha war dabei einer der ersten Filme von Joe Dante und sein Sprungbrett nach Hollywood. Später sollte er Filme wie Das Tier oder Gremlins realisieren. Das verdankt er auch Produzent Roger Corman, der für viele Talente verantwortlich war und ihnen den Weg nach Hollywood ebnete. Piranha entstand nach dem Erfolg von Jaws, wobei der später entstandene Jaws 3-D wiederum an Piranha erinnert.

Der Film wartet mit einer kurzweiligen, sozialkritischen und spannenden Story auf. Zwar alles Klischees, aber filmtechnisch erfolgreich. Dazu hat der Film zwei sympathische Hauptfiguren, die von Heather Menzies und Bradford Dillman verkörpert werden. In Nebenrollen sind noch Namen wie Dick Miller (Ritter der Dämonen) oder die Euro-Cult Queen Barbara Steele (Shivers) zu sehen. Für die Effekte zeichneten sich mehrere Könner aus. Dabei fällt mit Rob Bottin (The Incredible Melting Man, Maniac, The Thing) auch ein bekannter Name, zumal er in weiteren Roger Corman Produktionen mitwirken sollte.

Interessant ist Produzentin Chako Van Leeuwen. Die fiel mir auch im Vorspann auf. Bei dieser handelt es sich um die Japanerin Hisako Tsukuba (The Golden Bat), die ein Faible für Piranhas zu haben scheint. Denn sie hat nicht nur Piranha (nebst Roger Corman und Co.) produziert, sondern auch die späteren Filme Piranha II: The Spawning, Piranha (TV-Remake 1995), Piranha 3D sowie dessen Fortsetzung Piranha 3DD. Spannend.  Nebst Figuren und Plot überzeugen in Piranha auch die Effekte. Der Film ist blutiger, als ich es in Erinnerung hatte. Und da auf Humor jeglicher Art verzichtet wird und auch Kinder angegriffen und zu Opfern werden inklusive mehrerer Massenpaniken, wirkt der Film auch härter als z.B. der deutlich blutigere Piranha 3D, der jedoch dem Fun-Splatter Genre zuzuordnen ist (und dessen Humor nimmt dem Film die Härte).

Fazit: Wer 70er Jahre Tierhorrorfilme wie Jaws, Grizzly oder Squirm mag, sollte sich diesen Klassiker des Tierhorrorfilmes nicht entgehen lassen!

Gefolgt von: Piranha II: The Spawning

Infos:

O: Piranha

USA 1978

R: Joe Dante

D: Barbara Steele, Bradford Dillman, Heather Menzies, Kevin McCarthy, Dick Miller, Paul Bartel

Laufzeit der deutschen DVD: 89:58 Min.

Gesehen am: Kindheit / Neusichtung am: 12.05.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGMG vor, welche am NIFFF von Joe Dante (NIFFF 2008) und Barbara Steele (NIFFF 2011) signiert wurde = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Subs. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Sonntag, 28. April 2024

Strange Dreams

Strange Dreams

Story:

Die junge Sarah (Julia Sarah Stone), eine Ausreisserin, nimmt an einer Schlafstudie teil. Mit ungeahnten Folgen…

Meine Meinung:

Strange Dreams lag einige Jahre ungesehen rum. Ich glaube, ich wurde dazumal durch ein Filmforum auf den kanadischen Film aufmerksam. Nun kam es zur Sichtung und am Ende muss ich sagen, dass viele Emotionen vorhanden sind. Strange Dreams war schon ein ziemlich abgefahrenes Erlebnis. Es ist gut, so wenig wie möglich über den Film zu wissen und bei dem Inhalt und Ende, lohnt es sich auch, den Film wiederholt zu schauen.

Anfangs war ich etwas skeptisch, da mir die Hauptfigur zunächst nur wenig gefiel. Aber der Film nimmt sich für die Figuren, den Plot und den Verlauf Zeit. Das Schauspiel von Julia Sarah Stone und auch allen anderen war hervorragend. Der Film, eine Art Arthouse-Sci-Fi-Bodyhorror-Variante im Stranger Things Retro-Stil (Junge Frau, Fahrrad, Experimente, Kleinstadt, Einsatz von Synth-Musik), wird langsam erzählt. Der Film ist in Kapitel unterteilt.

Ich fühlte mich anhand diverser Momente/Szenen nebst Stranger Things an David Cronenberg, A Nightmare on Elm Street, Nightwish, Drive oder It Follows erinnert. Das war schon ein ganz schönes Stück Film. Intensiv, fesselnd, teilweise herrlich stimmungsvoll. Es gab 1-2 Momente, wo es mir wirklich eiskalt den Rücken runterlief und wo durch Bilder, Stimmung und Musik eine extrem grosse Spannungsblase aufgebaut wurde. Die Kameraführung und Optik waren hervorragend.

Die besten Momente hat der Film im Mittelteil. Als die Beziehungselemente in den Vordergrund treten, verliert der Film für einige Momente etwas von seiner Kraft.  Ich hätte z.B. gerne gewusst, was in der Klinik passiert ist und wie es dort weiterging. Aber man hat sich dann auf den anderen Verlauf konzentriert. Am Ende wird sowieso alles über Bord geworfen. Es wird spannend sein, bei einer 2. Sichtung zu schauen, ob es schon während dem Plot Hinweise auf das Ende gibt. Das Ende wird nicht jedem gefallen. Ich finde es aber gut, dass die Filmemacher damit Mut bewiesen haben.

Fazit: Einer der besten neuen Horrorfilme der letzten Jahre!

Infos:

O: Come True

Kanada 2020

R: Anthony Scott Burns

D: Landon Liboiron, Skylar Radzion, Julia Sarah Stone, Tiffany Helm, Chantal Perron, Tedra Rogers, Carlee Ryski

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 105:07 Min.

Gesehen am: 17.02.24

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Koch Films vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs.

Freitag, 16. Februar 2024

The Sinister Dr. Orloff

The Sinister Dr. Orloff

Story:

Alfred Orloff (Antonio Mayans), Sohn des berüchtigten Dr. Orloff (Howard Vernon), sucht zusammen mit seinem Diener Andros (Rafael Cayetano) nach Frauen. Diese betäubt und verschleppt er, in der Hoffnung, mit diesen ihnen seiner im Koma liegenden Mutter (Rocío Freixas) zu helfen…

Meine Meinung:

Von Jess Franco kenne ich bisher folgende «Dr. Orloff» Filme: Der schreckliche Dr. Orloff (1962), FacelessDr. Orloff’s Monster (1965) und The Sinister Eyes of Dr. Orloff (1978). Es gäbe noch weitere Filme vom Franco zum Thema (Sola ante el terror) und auch andere Filmemacher sprangen auf den «Dr. Orloff» Zug auf. Wie bereits die anderen Dr. Orloff Filme von Jess Franco gefiel mir auch die 1984er Version The Sinister Dr. Orloff.

Howard Vernon (The Other Side of the Mirror, Seven Women for Satan), der auch im 1962er Original mitspielte, kehrt für diese Version zurück. Die Filme sind aber keine wirklichen Fortsetzungen, sondern mehr Neuauflagen einer bekannten Geschichte mit Mad-scientist Motiven und gleichen Figurennamen (Dr. Orloff, Andros). Und Antonio Mayans (Macumba Sexual), der schon so oft für Jess Franco vor der Kamera stand, spielt hier Dr. Orloffs Sohn und die Hauptrolle. Der Film spielt in der Gegenwart.

The Sinister Dr. Orloff würde ich als einen der besseren Jess Franco (Rote Lippen, Sadisterotica) Filme ansehen, welche ich zuletzt sah. Dabei kann ich sagen, dass das Mondo Macabro Programm in der Hinsicht qualitativ interessanter ist als z.B. bei Severin Films, dessen Francos Vös mir zuletzt oft nur durchschnittlich gefallen haben (z.B. Mansion of the Living Dead). Obwohl der Film relativ harmlos ist und der Plot durch die anderen «Orloff» Filme «bekannt», vermochte mich der Streifen zu überzeugen.

Und dies vor allem durch seine Musik und Stimmung. Der Film ist extrem stimmungsvoll, Traum ähnlich und hypnotisch. Da braucht gar nicht viel zu passieren, und dennoch fühlt man sich dank den Bildern und der tollen Musikkulissen gefesselt. Dies, in Kombination mit den sonderbaren Experimenten und einer teils interessanten Kameraführung im Wechsel mit Francos bekannten Zooms und Unschärfen, lässt eine ganz eigene Stimmung generieren. Das Ende mochte ich auch, das Schauspiel war absolut in Ordnung und für etwas nackte Haut ist auch gesorgt.

Fazit: Sehenswert! Must See Titel für Jess Franco Fans!

Infos:

O: El Siniestro doctor Orloff

Spanien 1984

R: Jess Franco

D: Antonio Mayans, Howard Vernon, Rocío Freixas, Tony Skios, Jess Franco

Laufzeit der US-Blu-Ray: CA. 87 Min.

Gesehen am: 01.01.24

Fassungen: Mir lag die Region All US-Blu-Ray von Mondo Macabro vor = Limited Edition im roten Amaray, mit Wendecover und Booklet, erstklassige Bild- und Tonqualität, Spanischer O-Ton mit englischen Subs, Uncut, exklusiven Extras (Jess Franco Kenner Stephan Thrower erzählt über die diversen «Orloff» Filme von Jess Franco, ca. 40 Minuten). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2014).

Mittwoch, 8. Dezember 2021

Men Behind the Sun 2: Laboratory of the Devil Review

Men Behind the Sun 2: Laboratory of the Devil

Story:

 

Der Film erzählt in Rückblenden von der japanischen Einheit Nr. 731, welche im 2. Weltkrieg in Konzentrationslagern unmenschliche Experimente an vor allem chinesischen Gefangenen durchführte…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem intensiven, anspruchsvollen und wichtigen Men Behind the Sun von T. F. Mou Tun-Fei (Lost Souls) kann man über die Fortsetzung nur staunen! Selten war ein Sequel unnötiger als hier! Und wie Godfrey Ho (Dynamite Shaolin Heroes), vor allem für seine Kung-Fu Filme bekannt, am Ende als Regisseur für Men Behind the Sun 2: Laboratory of the Devil endete, würde mich sehr interessieren. Fakt ist: die Fortsetzung ist nicht nur unnötig, sondern auch richtig schlecht.

 

Teil eins wurde im Doku-Stil gehalten und war authentisch und humorlos erzählt. Dessehalb, und auch um auf einen wichtigen, fast vergessenen Inhalt (Gräueltaten der Japaner im 2. Weltkrieg) aufmerksam zu machen, war der Erfolg klare Sache. Teil zwei enttäuscht auf ganzer Linie: nebst seltenen humoristischen Ausflügen wird eine billige Liebesgeschichte erzählt. Der Film bedient sich 08/15 Soap Opera Inhalten. Peinlich.

 

Die Leistung der Darsteller war unterdurchschnittlich und unglaubwürdig. Aus Teil eins kehrt Wang Gang als General Ishii Shirō zurück, der jedoch nur in wenigen Szenen zu sehen ist. Dazu kommt, dass der Film keine Stimmung aufbaut. Am schlimmsten war jedoch der absolut grausam schlechte und billige Soundtrack, der mir schon nach zehn Minuten auf die Nüsse ging. Dazu ein mieser Dub (Mandarin statt O-Ton Canto = siehe mehr dazu unter Fassungen) und der Ton-Alptraum ist "perfekt".

 

Die Füllszenen sind billig und zu viel vorhanden. Ich musste früher als erwartet von Experiment zu Experiment spulen. Diese dürften vielleicht Splatterfans befriedigen (immerhin zwei der Obduktionen waren nicht übel getrickst). Teil eins wirkte aber aufgrund des Doku-Charakters klar intensiver, härter und bot mehr Anspruch! Zwischen einem T. F. Mou Tun-Fei und einem Godfrey Ho (nochmal: wie zur Hölle wurde er Regisseur des Filmes?) liegen halt auch Welten…

 

Fazit: Billige und unglaubwürdige Exploitation. Eine Fortsetzung, die die Welt nicht braucht…

 

Leider gefolgt von: A Narrow Escape

 

Infos:

 

O: Hak taai yeung 731 chuk chap ji saai yan gung chong

 

HK 1992

 

R: Godfrey Ho

 

D: Wang Gang, Chu Kong, Leung Yuen-Jing, Wan Man-Ying, Andrew Yu Ming-Hong

 

Laufzeit der österreichischen DVD: 91:50 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung 27.09.21

 

Fassungen: Mir lag die österreichische DVD von Shock Entertainment vor = durchschnittliche bis gute Bild- und Tonqualität, leider nur Mandarin Dub statt O-Ton Canto*, diverse Subs vorhanden, Uncut. Nebst Mandarin liegen auch eine deutsche und englische Tonspur vor. Diverse Datenbanken listen Mandarin als O-Ton und geben auch China als Ursprungsland an (oder HK und China als Co.-Produktion). Das ist aber definitiv falsch: der Mandarin Dub ist furchtbar billig. Man hört, dass das nicht der O-Ton ist. Zudem sind sämtliche Produktionsfirmen, die am Film beteiligt sind, reine HK-Firmen = My Way Film Co, Artview Investment Co. Ltd., Mandarin Laboratory (International) Ltd. und 108 Sound Studio. Die HK Blu-Ray soll eine deutlich bessere Qualität haben inklusive O-Ton und englische Subs, dafür ist dieser Fassung nicht ganz Uncut. Es soll bei einer angedeuteten Sex-Szene wenig zensiert worden sein (warum auch immer…).

Mittwoch, 28. August 2019

SS Hell Camp Review

SS Hell Camp

Story:

Italien am Ende des 2. Weltkrieges: in einer abgelegenen Einheit wird am Supermenschen experimentiert. Ein solches «Biest» (Salvatore Baccaro) wird in einem Käfig gehalten, regelmässig werden an ihn wehrlose Frauen «verfüttert». Unter der Einheit der strengen und tödlichen Dr. Ellen Kratsch (Macha Magall) werden Gefangene gequält, gefoltert und für Experimente missbraucht. Doch der Krieg ist bald vorbei, Rebellen tun sich zusammen und greifen die Hochburg der Nazis an…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von Ilsa: She Wolf of the SS (plus den zwei Fortsetzungen und dem inoffiziellen dritten Teil durch Jess Franco) war es nur eine Frage der Zeit, bis die Ital. Filmemacher viele billige Nachzügler drehten, um das Thema bis zur Grenze des Geschmacklosen auszukosten (Ausnahmen bildeten Filme wie Salon Kitty, Die 120 Tage von Sodom, Der Nachtportier).

Es folgten Titel wie: Achtung! The Dessert Tigers, SS Experiment Love Camp (den es bereits von 88 Films in England auf Blu-Ray gibt), Deported Women of the SS Special Section (für mich der beste Filme dieser Art – mit John Steiner und von Rino Di Silvestro), Private House of the SS Girls (Bruno Mattei), Gestapo's Last Orgy (auch einer der besseren Titel), SS Camp 5: Women's Hell, Women's Camp 119 (Bruno Mattei zum Zweiten – sicher sein besserer Titel zu dem Genre) oder Holocaust 2 (sehr dürftig).

SS Hell Camp gehört sicher zu den weniger sehenswerten aber nicht minder weniger bekannten «Schock-Titeln». Qualitativ sehe ich einige der oben genannten Filme (Deported Women of the SS Special Section, Gestapo's Last Orgy, Women's Camp 119) klar über SS Hell Camp. Das Problem von Luigi Batzellas Film (er drehte Film übrigens mit einem Pseudonym) ist, dass er einfach zu billig ist und zu wenig Schauwerte bietet.

Es gibt viele Längen und gerade die Action- und Kriegsszenen, die nun Mal viel Platz einnehmen, sind total billig, unblutig und stammen, zumindest laut dem Bookelt zur US-DVD, aus anderen Filmen des Regisseurs. Es wird kaum eine gradlinige, echte Story erzählt. Was der Film vor allem bietet ist dies: Längen!

Für einen Trash-Film gibt es zu wenig zu lachen, zu wenig amüsante Szenen, zu wenig Trash. Der Monstermann im Käfig, der den Frauen Schamhaare «zupft» und diese frisst, ist z.B. ein solcher Moment. Es hätte jedoch mehr gebraucht. Erotik gibt es gar nicht. Dass es anders geht, beweisen andere Filme dieser Art (Deported Women of the SS Special Section). Trotz Nacktszenen gibt es nichts Erotisches zu sehen und auf gängige WIP (Women in Prison) Klischees, Inhalten und Regeln wird, trotz provozieren (die Nazi-Braut und ihre zwei Nazi-Scherginnen als rechte Hand) kein gebrauch gemacht (also keine Lesben- wie auch keine Dusch-Szenen).

Der Schockfaktor will sich, aufgrund vom Trash, dem kleinen Budget und den Längen, auch nicht wirklich einstellen. Dafür wird zu wenig Deutsch gesprochen («nur die Fräulein», «schnell», «Heil Hitler»), nach einem packenden Intro (mit bildschirmgrossem Hakenkreuz) folgen harmloses Füllmaterial. Da helfen auch paar derbere Folterszenen (ca. fünf Minuten nach knapp einer Stunde) nichts. SS Hell Camp ist kein Kracher des Genres und nur Fans des sonderbaren Exploitation-Sub-genres zu empfehlen!

PS: Und Macha Magall (Quellen sagen sie kommt aus Deutschland, andere sagen sie kommt aus Belgien…) ist definitiv keine Dyanne Thorne!

Infos:

O: La Bestia in calore

Italien 1977

R: Luigi Batzella

D: Macha Magall, Gino Turini, Edilio Kim, Xiro Papas, Salvatore Baccaro, Giuseppe Castellano

Laufzeit der US-DVD: 88:16 Min.

Gesehen am: März 2003 / Review überarbeitet: 13.06.19

Fassungen: Mir liegen zwei DVDs vor. Die US-DVD von Shriek Show (Booklet, Englisch Dubbed, Uncut, sehr gute Bildqualität) und die DVD aus Japan von The Klock Worx (Ital. O-Ton, nix Englisch, Geschlechtsteile durch Fogging Zensur bearbeitet). Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Juni 2019). Erscheint noch dieses Jahr von Severin Films in den USA auf Blu-Ray (Uncut, Englisch Dubbed, kein O-Ton Ital.) unter dem Titel The Beast in Heat, Region Free und mit exklusiven Extras wie Interviews und eine neue Doku zum Genre in Spielfilmlänge, u.a. mit Beteiligung von Dyanne Thorne. Nachtrag 28.08.19: die US-DVD soll minim zensiert sein (Handlung, Dialoge, Frame-Cuts, keine Gewalt).

Samstag, 11. November 2017

The Killer Shrews Reviews

The Killer Shrews

Story:

Auf einer abgelegenen Insel: Sieben Menschen sind mutierten Spitzmäusen ausgeliefert, welche gewachsen sind und die Menschen als Nahrung betrachten. Es heisst: überleben oder sterben…

Meine Meinung:

Ray Kellogg, Effektemacher, startete 1959 mit The Killer Shrews und The Giant Gila Monster, zwei Monsterstreifen, seine Karriere als Regisseur.

The Killer Shrews hat mir dabei von beiden Filmen besser gefallen. Es ist das typische Inselsetting mit Experimenten und mutierten Tieren als Killer. Die Menschengruppe muss überleben und muss sich dafür verstecken (Eingeschlossen sein und gegen Bedrohung von aussen ankämpfen) wobei es auch zu Intrigen und Gefahren innerhalb der Gruppe kommt.

Der Film hat einige Längen aber gegen Ende wird es besser und recht stimmungsvoll, wenn die Killer Shrews (Spitzmäuse) für Angst und Schrecken sorgen. Es gibt mehr Effekte und Angriffe zu sehen als in The Giant Gila Monster, so dass mir der Film besser gefallen hat. Zudem waren die Effekte cool und charmant. Man hat echte Hunde mit Effekten präpariert und diese als übergrosse Killer Shrews präsentiert – dies ging gut auf. Die Masken sind gelungen und zeigen das Talent von Ray Kellogg und seiner Crew.

Die Figurenzeichnungen wirken teilweise etwas naiv, klischeehaft und ihre Taten vorhersehbar – aber das stört nicht weiter, weil nicht anders erwartet. Dank den Effekten hatte ich meinen Spass und wurde besser als erwartet kurzweilig unterhalten, so dass ich das 2er Film-Set bzw. den Kauf nicht bereue. 

Gefolgt von: Return of the Killer Shrews

Infos:

O: The Killer Shrews

USA 1959

R: Ray Kellogg

D: James Best, Ingrid Goude, Ken Curtis, Gordon McLendon, Baruch Lumet

Laufzeit der US DVD: Ca. 63 Min.

Gesehen am: 14.10.17

Fassungen: Siehe The Giant Gila Monster! Gäbe es auch in Deutschland auf DVD oder Blu-Ray (Uncut, O-Ton, deutsche Subs).

Montag, 6. März 2017

Men Behind the Sun Review

Men Behind the Sun

Story:

Japan im zweiten Weltkrieg: Die japanischen Truppen bekämpfen China hart. Gefangene Soldaten und unschuldige Zivilisten aller Nationen (jedoch vor allem Chinesen), werden in selbst errichtenden Konzentrationslagern gesteckt, einer Hölle, aus der es kein Entkommen gibt. Dort werden die Gefangenen zu unmenschlichen Versuchen missbraucht…
731

Meine Meinung:

Men Behind the Sun ist ein kompromissloses Machwerk, welches bei den Fans schon berüchtigt ist und gehört zu den berühmtesten Sickos aus dem asiatischen Raum.

Bei diesem Werk schneiden sich die Meinungen: Für eine Gruppe ist es ein Meisterwerk, welches schonungslos dokumentiert, was im zweiten Weltkrieg in China wirklich geschah und absolut nichts beschönigt. Der Film soll nicht unterhalten, sondern aufklären! Für die andere Gruppe ist es ein krankes, perverses und unmenschliches Ekelfilmchen, welches möglichst grausame Ekelszenen zeigt, um die Sensationslust des Zuschauers zu befriedigen.

Ich gehöre der Gruppe an, welche den Film als wichtiges Zeit Zeugnis sieht. Als wichtigen Film (wie auch das spätere Werk Black Sun – The Nanking Massacre) der aufklärt. Man muss auch wissen: Der Film ist von 1987 und die japanische Regierung hat erst im August 2002 offiziell bestätigt, dass es Einheit 731 gab. Zuvor wurde dies verleugnet, auch im schulischen Unterricht wurde dies nie erwähnt. Das muss auch für viele junge Japaner ein Schlag gewesen sein, welche mit Men Behind the Sun das erste Mal über diese Ereignisse konfrontiert wurden.

Der Film, welcher sehr an einen Dokumentarfilm erinnert (Am Anfang werden einige echte Szenen gezeigt, zwischen durch kommen Einblendungen zu Opfern, am Ende wird die Geschichte im Abspann in Texteinblendungen zu Ende erzählt), basiert auf wahren Geschehnissen aus China! Der Film ist für mich kein echter Spielfilm aber auch keine echte Doku sondern ein Mix aus beidem. Es gibt auch kaum eine echte Story oder Hauptpersonen. Die auf wahren Ereignissen beruhenden Experimente und die Schliessung am Ende werden aus der Sicht der Kinderarmee erzählt, welche dort ihre Ausbildung „geniessen“.

Regisseur T.F. Mous gab sich hier reichlich Mühe, den Film so authentisch wie möglich zu gestalten. Der Film hat eine sehr kalte Atmosphäre, nihilistische Atmosphäre und die Bilder der Versuche sind sehr hart und zum Teil schockierend! Die Menschenversuche können mit jenen aus deutschen KZ vergleichen werden. Die Mehrheit der Opfer waren Chinesen. Die Minderheit Ausländer (z.B. Russen, deshalb nahm sich auch der russische Regisseur Andrey Iskanov dem Stoff an und verfilmte 2008 seinen Philosophy of a Knife). Es wurden diverse Bakterien/Krankheitserreger etc. als biologische Kampfstoffe getestet, sowie Experimente mit Überdruck und Kälte. Weiterhin wurden u.a. Vivisektionen durchgeführt.

Der Film hatte kaum Budget und Regisseur T.F. Mous, der auch später noch paar interessante Genrefilme gedreht hat (u.a. für die Shaw Brothers Lost Souls, A Deadly Secret mit Jason Pai Piao und eine Folge von The Criminals Part 5), tat dies in China. Man hatte kaum Geld für Spezialeffekte sodass man teilweise auf Alternativen auswich! Z.B. soll das Blut der Katze durch gefärbten Honig entstanden sein, die Darmszene (Druckkammer) waren Tierinnereien, die Autopsie an dem Jungen war echt.*

So liessen sich Kosten sparen – in einem Interview 1999 (Kanadischen Filmfest, Interview ist Online vorhanden, googeln) gab T.F. Mous interessante Einblicke in die Produktion, Dreharbeiten und Reaktionen:

* Ein Junge ist verstorben und man fragte die Polizei und die Eltern, ob man die Autopsie filmen könnte. Es wurde seitens der Eltern eingewilligt. Die Ärzte auf der Wache haben sich die Kostüme vom Set angezogen und eine offizielle Autopsie durchgeführt, welche Mou gefilmt und im Film integriert hat.

Zur berühmten Katzenszene: Im Interview weicht er der Frage aus, will nicht darüber sprechen. Man könnte daraus interpretieren, dass eine echte Katze getötet wurde. In anderen Interviews soll er jedoch auch gesagt haben die Szene war ein Fake. Auf einem chinesischen Blog soll ein Crew Mitglied jedoch bestätigt haben, dass die Katze getötet wurde. Anhand des Budget und der Tatsache, dass mind. auch etliche Ratten/Mäuse am Endes des Filmes verbrannt wurden (und vielleicht noch eine Taube in einer weiteren Szene) und der Tatsache, dass in China auch Katzen gegessen werden, tendiere ich eher dazu, dass die Szene echt sein könnte…

Budget & Effekte: Grosses Budget war kaum vorhanden. Die Effekte sind teilweise simpel, aber effektiv. Man hatte einen chinesischen Produzenten und drehte auf dem Festland (günstiger). Der Produzent wusste wie man Geld machte und redete Mou nicht rein.

Chow Yun Fat: Der Produzent wollte einen Star à la Chow Yun Fat im Film haben aus kommerziellen Gründen. Hätte nicht ganz in diesen dokumentarischen Streifen gepasst…die Darsteller sind auch alles Laien und Unbekannte und das ist auch gut so (da glaubhafter).

Reaktionen: Der Film lief u.a. in der Berlinale. Wegen der Katzenszene soll er Morddrohungen erhalten haben – auch wenn er den Film in Japan zeigen sollte. Dies tat er jedoch und zwar gleich zweimal – einmal mit jungen japanischen Studenten die dies nicht glauben konnten (also die Inhalte des Filmes), und einmal mit alten Japanern und ehemaligen 731 Mitgliedern welche die Inhalte jedoch bestätigt haben.

Zensur in China: In China wollte man den Film zensieren (ich denke die Fassung welche dort in den Kinos lief) aber fragte Mou ob er das nicht selbst machen kann, damit der Zensor das Gesicht wahren konnte.

Ansonsten: Ishii Shirō, Generalleutnant der Einheit 371, wurde nie zur Rechenschaft gezogen. Er wurde von den Amerikanern 1946 geschnappt aber erhielt Immunität – und gab den Amerikanern sein Wissen und eine Aufzeichnung weiter und wurde nie von einem Gericht wegen Kriegsverbrechen verurteilt. Der Darsteller sieht dem echten Ishii, denn man das auf Fotos vergleicht, sehr ähnlich. Regisseur T.F. Mous hat dazumal wirklich intensiv recherchiert (und damals gab es noch keine Interviews, Google, YouTube, Internet und Wikipedia).

Fazit: Wenn man sich für Geschichte, den 2. Weltkrieg, die Länder China und Japan interessiert, sollte man den Film gesehen haben! Jedoch nicht zwecks Unterhaltung (dafür eigenen sich dann eher die Teile zwei und drei) sondern zur Aufklärung menschlicher Abgründe während dem 2. Weltkrieg! Ein wichtiger Film, der meiner Meinung nach etwas zu Unrecht in die «Sicko» Filmkategorie gedrängt wird (aber auch so die meiste Aufmerksamkeit, zumindest im deutschsprachigen «Fanraum», erhielt und bekannt wurde). Am besten gleich zusammen mit Black Sun – The Nanking Massacre anschauen. 
 

Infos:

O: Hei tai yang 731

Hong Kong 1987

R: T.F. Mous

D: Wang Gang, Hsu Gou, Andrew Yu

Laufzeit der holländischen DVD Code 2 von Japan Shock: 104: 52 Min.

Gesehen am: Sicher mind. 10-15 Jahre her…

Überarbeitet am: 14.02.17

Fassungen: Gesehen als Code zwei DVD aus Holland von Japan Shock (die heute ja nur noch Shock heissen). Film ist Uncut, in Chinesisch mit englischen UT und die Bildqualität ist gut. Sehr schade sind fehlende Extras – z.B. Audiokommentar oder Interviews mit dem Regisseur und Hintergrundinfos zur zeitlichen Geschichte wären aufschlussreich und spannend gewesen. Erst Jahre später hat Japan Shock eine Neuauflage veröffentlicht mit mehr Extras d.h. der Doku Kizu - The Untold Story of Unit 731 als Bonus an Bord. Die deutsche Fassung (DVD) ist stark unzensiert. Der Film lief vor sehr sehr langer Zeit auch an der Berlinale – ob Uncut und in welcher Sprache/UT ist mir nicht bekannt. Die Tonspur der DVD ist jedoch durchgehend Chinesisch Dubbed – Original wäre Chinesisch, Japanisch und Englisch – wie es z.B. im VHS in Australien der Fall ist. Für mich jedoch zu verschmerzen.