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Sonntag, 14. Dezember 2025

Come Out and Play Review

Come Out and Play

Story:

Ein Pärchen (Vinessa Shaw, Ebon Moss-Bachrach) macht auf einer mexikanischen Insel Urlaub. Doch als sie dort ankommen, finden sie nicht die erhoffte Erholung vor, welche sie sich versprochen haben…

Meine Meinung:

Come Out and Play ist ein mexikanisches Remake des spanischen 70er Jahre Kultfilmes Who Can Kill a Child? des mysteriösen Regisseurs Makinov, der den Film den Märtyrern von Stalingrad widmet (siehe Abspann), der bei Filmfestspielen nicht persönlich auftrat, sondern sich nur via Videobotschaften einblendete (maskiert) und wirres Zeug faselte. Laut imdb führte Makinov nicht nur Regie, sondern hat den Film auch produziert, schrieb das Drehbuch, führte die Kamera, war für die Musik verantwortlich (Sound Department und als Composer) und schnitt den Film am Ende. Allerdings gibt die imdb da auch, so wie es aussieht, seinen richtigen Namen Preis: Santiago Cendejas.

Warum 2012 ausgerechnet ein Remake eines 70er Jahre Filmes aus Spanien gedreht werden musste, weiss ich nicht. Vergleiche kann ich im Moment nicht mehr liefern, da ich das spanische Original sehr lange nicht sah. In meinem alten Review schrieb ich noch, dass es sich fast um ein 1:1 Remake handelt. Das kann aber zu grossen Teilen nicht sein. Dazu ist der Laufzeit-Unterschied zu gross (das spanische Original läuft fast zwei Stunden, während das Remake nur knapp über 80 Minuten läuft). Come Out and Play wird dadurch nicht langweilig und wer nicht nach Logik sucht (oder wie sich die Figuren, zum Teil irrational, verhalten), wird kurzweilig unterhalten. Die Figuren spielen das gut, auch wenn der Zuschauer die Protagonisten nicht wirklich zu mögen beginnt. Man fiebert nicht mit ihnen mir, sondern man nervt sich mehr über ihre Handlungen.

Der Film stellt die Frage, wie der Mensch in solchen Ausnahmesituationen handeln würde. Daraus hätte der Film hingegen noch mehr machen können. Die Settings sind gut gewählt, die menschenleeren Strassen der Insel vermögen eine unheilvolle Stimmung zu generieren. Allgemein ist es ein grosses Plus von Come Out and Play, dass der Film unheilvoll wirkt. Ich mochte die Kamerafahrten und das grösste Plus des Filmes was die Musik (das war auch das Einzige, was mir in Erinnerung bleib). Erklärungen gibt es am Ende keine. Das Ende war auf der einen Seite amüsant, auf der anderen Seite endet es offen. Und es war auf eine Art und Weise auch vorhersehbar.

Fazit: Es kann darüber gestritten werden, ob das Remake nötig oder unnötig war. Auf jeden Fall hat es Dissuasionen ausgelöst und ich fühle mich nun motiviert, mir zu Vergleichszwecken das Original anzusehen.

Infos:

O: Come Out and Play

Mexiko 2012

R: Makinov

D: Daniel Giménez Cacho, Ebon Moss-Bachrach, Vinessa Shaw, Gerardo Taracena, Alejandro Alvarez

Laufzeit der deutschen Blu: 86:49 Min.

Gesehen am: 2015 / Neusichtung am: 16.11.25

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Maritim Pictures / Ascot Elite vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch, Uncut.

Dienstag, 5. August 2025

Ninja III - Die Herrschaft der Ninja

Ninja III - Die Herrschaft der Ninja

Story:

Christie (Lucinda Dickey) wird Zeuge, wie ein maskierter Mann (David Chung) vor ihren Augen verstirbt. Bei dem Toten handelt es sich um einen Ninja, der zuvor bei einem Schusswechsel von diversen Polizisten angeschossen wurde. Diesem gelingt es, den Körper von Christie zu befallen. Nun wird Christie zum Mordwerkzeug. Nachts geht sie los und tötet die Cops, welche für seinen Tod verantwortlich waren. Einen nach dem anderen…

Meine Meinung:

Die legendären Cannon Films haben in ihrer Blütezeit einige tolle Filme veröffentlicht. Titel wie Die City Cobra, Death Wish II, Invasion U.S.A., The Texas Chainsaw Massacre Part 2 oder Alienkiller. Am bekanntesten waren aber ihre Actionfilme und Zusammenarbeiten mit Grössen wie Charles Bronson und Co. Ninja III - Die Herrschaft der Ninja sprang damals aus die Ninja-Welle auf. Weitere Inhalte, die im Film als positive Trigger zu finden sind, sind Themenbereiche wie Exorzismus, Besessenheit und Selbstjustiz. Der Plot erinnerte mich gar leicht an Chucky - Die Mörderpuppe. Nur mit einer Aerobic-Tänzerin, statt einer Puppe.

Hätte ich den Film in den 80ern gesehen, würde der Film heute wohl durch viel Nostalgie punkten, wie dies bei anderen Horrorfilmen der Fall ist, welche ich bereits als Kind sah (Der Weisse Hai z.B.). Leider ist das hier nicht der Fall. Allgemein empfand ich Ninja III - Die Herrschaft der Ninja nicht als gut genug, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Der Film ist zwar alles andere als schlecht und auch nicht wirklich langweilig, hat mich aber auch nicht vom Hocker gehauen. 

Der Film startet zwar mit viel Action, aber letztere sind doch relativ unspektakulär, lahm und billig inszeniert. Auch die Figuren vermögen kaum zu überzeugen. Ausnahme ist Hauptdarstellerin Lucinda Dickey. Diese läuft den männlichen Stars den Rang ab (sorry Shô Kosugi). Was sehenswerte Ninja-Action betrifft, bleibe ich doch lieber bei den Produktionen aus Taiwan und Hong Kong…

Fazit: Erreicht nicht die Qualität von Rückkehr der Ninja!

Infos:

O: Ninja III: The Domination

USA 1984

R: Sam Firstenberg

D: Shô Kosugi, Lucinda Dickey, Jordan Bennett, David Chung, Dale Ishimoto, James Hong

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 93:01 Min.

Gesehen am: 22.05.25

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Ascot Elite vor = Wendecover, Deutsch/Englisch ohne Subs (die deutsche Synchro ist gelungen), Uncut. Dass der Film ab 18 Jahren freigegeben ist, ist für mich unverständlich.

Montag, 30. Dezember 2024

Undeclared War

Undeclared War

Story:

Hong Kong:

Inspektor Bong (Danny Lee) und sein Kollege (Tommy Wong Kwong-Leung) sehen sich gezwungen, mit einem FBI-Agenten (Peter Lapis), einer Reporterin (Rosamund Kwan) und einer Inhaftierten (Olivia Hussey) als Köder einem Top-Terroristen (Vernon G. Wells) und seiner Gang (Louis Roth, Mars, Mark King) auf die Schliche zu kommen…

Meine Meinung:

Undeclared War ist ein Hong Kong-Film im modernen Setting von Ringo Lam (School on Fire, Full Contact, Burning Paradise) und ein Mix aus Action, Politik-Thriller und Buddy-Movie mit einem internationalen Cast und diversen Schauplätzen (Russland, Hong Kong, China). Den Film sah ich seit dem Jahr 2007 nicht mehr und wurde zu Ehren von Olivia Hussey, welche vor kurzem verstorben ist, aufgefrischt. Der Film hat sie Neusichtung bestanden.

Ich mag diese Filme von Ringo Lam sehr. Die Action-Szenen sind, wie von Ringo Lams anderen Filmen dieser Art (Wild Search, Touch and Go), realistischer gehalten als in anderen HK-Filmen der Zeit. Die Action-Sequenzen in Undeclared War bestehen aus Verfolgungsjagden, wenigen tödlichen Stunts (aus hohen Gefilden runterfallen, Bambusgerüst), echten Explosionen, echten Hubschraubern, einer Prügelei, Folterszenen und blutigen Shoot-Outs und Messermorden. Zudem haben Unschuldige und auch Zivilisten nichts zu lachen. Der Film ist grimmig und düster, auch wenn der Film durch seine Buddy-Movie Elemente für kruden Humor zwischen Danny Lee (Fearless Match, The Greatest Eight Kinds of Kung Fu, Dr. Lamb) und Peter Lapis sorgt oder in einer anderen Sequenz auch vor Störung der Totenruhe nicht halt gemacht wird.

Die Action-Momente waren die Highlights des Filmes. Nebst Danny Lee, Peter Lapis und Olivia Hussey (sie spielt einen etwas naiven Charakter) sind ausserdem noch Namen wie Tommy Wong Kwong-Leung (A Chinese Ghost Story 3, Justice My Fool), Rosamund Kwan (Twinkle Twinkle Lucky Stars, The Assassin), Louis Roth (Naked Killer, Legacy of Rage), Mars (in einer Nebenrolle als Bösewicht, wird von Peter Lapis von einer Brücke geworfen), Gweilo Mark King (In the Line of Duty V - Middle Man, Godfather's Daughter Mafia Blues) und Commando Bösewicht Vernon «Bennett» Wells (The Debt Collector 2, T-Force) zu sehen.

Fazit: Für HK-Filmfans sehenswert!

Infos:

O: Sheng zhan feng yun

HK 1990

R: Ringo Lam

D: Danny Lee, Tommy Wong Kwong-Leung, Peter Lapis, Rosamund Kwan, Olivia Hussey, Louis Roth, Mars, Mark King

Laufzeit der deutschen DVD: 102:37 Min.

Gesehen am: Juni 2007 / Neusichtung: 28.12.24

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Atomik-Films / Ascot Elite = Deutsch oder Kantonesisch mit deutschen Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Wer eine Blu-Ray möchte, sollte zur US-Ausgabe von Vinegar Syndrome & Partners greifen (O-Ton, Englische Subs, neu restauriert, exklusive Extras). In Deutschland ist der Film True Grit / Cargo Records auch auf Blu-Ray raus.

Montag, 27. März 2023

Palermo Milano - Flucht vor der Mafia Review

Palermo Milano - Flucht vor der Mafia 

Story:

 

Ein Zeuge (Giancarlo Giannini), der in Mailand gegen die Mafia aussagen soll, wird zusammen mit seiner Familie (Romina Mondello, Stefania Sandrelli) durch mehrere Polizisten (Raoul Bova, Francesco Benigno, Ricky Memphis, Rosalinda Celentano) via Auto nach Mailand eskortiert. Doch die Mafia ist bereits hinter ihnen her…

 

Meine Meinung:

 

Palermo Milano - Flucht vor der Mafia hat mir gut gefallen. Wer z.B. die Kult-Serie Allein gegen die Mafia kennt und mag, wird z.B. auch an diesem Film von Claudio Fragasso seine Freude haben. Zwar ist der Film mehr actionbetont, aber die Sozialkritik und das Ohnmachtsgefühl, seitens der Verräter in den eigenen Reihen, kommt besonders im Finale gut zur Geltung. Claudio Fragasso ist dabei vor allem als Trash-Filmer bekannt: er sprang oft in die Presche, wenn Regisseure ausschieden (durch Krankheit etc.) und somit ist er auch teilverantwortlich für Genre-Beiträge wie Die Hölle der lebenden Toten, The Riffs III, Zombi III, After Death oder Night Killer (steht noch immer auf der Wunschliste).

 

Nach seinen mehrjährigen Ausflügen im Horrorgenre wechselte er mit Palermo Milano - Flucht vor der Mafia Mitte der 90er Jahre ins Mafia-Genre. Der Film ist realistisch, beginnt mitten im Chaos und endet mitten im Chaos (à la Dawn of the Dead). Der Realismus kommt dem Film gut zustehen, die Action-Szenen sind nie übertrieben und es gibt einige schön blutige Schiessereien zu sehen. Teilweise wirkt der Film fast wie ein Slasher à la Freitag der 13., in welchem die Gruppe der «Guten» nach und nach dezimiert werden.

 

Die Charakterisierung der Figuren wird, so gut es geht, nicht vergessen. Intensives, glaubhaftes und sympathisches Schauspiel aller Beteiligten. Egal ob von den Agenten, dem Zeugen und seinen Familienangehörigen, den Killern oder dem Richter am Ende. Dass das Ende quasi offen ist, ist auf eine Art aber auch schade. Wie ging es weiter? Dass die Gruppe verraten wurde und die Mafiosi auch in der Justiz ihre Finger im Spiel hat, wurde leider mit dem offenen Ende nicht weiter thematisiert. In der Hinsicht ist es aber interessant zu lesen, dass der Plot tatsächlich fortgesetzt wurde.

 

2007, wieder von Regisseur Claudio Fragasso und mit teilweise gleichem Cast (Raoul Bova, Giancarlo Giannini, Ricky Memphis) erschien Milano-Palermo: il ritorno = Wunschliste!

 

Fazit: Wer Allein gegen die Mafia, Romanzo Criminale (vor allem die Serie) und Co. mag, schaltet auch hier ein!

 

Gefolgt von: Milano-Palermo: il ritorno

 

Infos:

 

O: Palermo Milano solo andata

Italien 1995

 

R: Claudio Fragasso

 

D: Giancarlo Giannini, Raoul Bova, Francesco Benigno, Ricky Memphis, Romina Mondello, Rosalinda Celentano, Stefania Sandrelli

 

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 100 Min.

 

Gesehen am: 14.03.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Ascot Elite vor = Deutsch/Englisch/Ital. ohne Subs (Deutsche Synchro gut), gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Eine Blu-Ray scheint es nicht zu geben (Stand: März 2023).

Montag, 21. Februar 2022

Guns Akimbo Review

Guns Akimbo

Story:

 

Nerd Miles (Daniel Radcliffe) gerät zufällig an Skizm, wo Gangster Killer gegeneinander antreten lassen (bis zum Tod) und das gegen Geld im Internet Live Streamen und verkaufen. Miles werden gegen seinen Willen zwei Pistolen an seine Hände genagelt. Mit seinem Handicap versucht er nun, Killer Nix (Samara Weaving) zu überleben und das Herz seiner Ex (Natasha Liu Bordizzo) zurück zu gewinnen…

 

Meine Meinung:

 

Guns Akimbo war so ein 50% zu 50% Blindkauf wo ich auch schon ahnte, dass mir der Film nicht wirklich zusagen könnte. Oder sollte ich Glück haben und einen Film wie Crank oder Shoot 'Em Up vorgesetzt bekommen? Zumindest mag ich an sich Actionfilme und ich finde auch Daniel Radcliffe relativ sympathisch. Zumindest sagte er mir in Horns zu.

 

Leider hat mir, wie ich zu 50% bereits befürchtete, Guns Akimbo nicht gefallen. Und zwar so gut wie gar nicht. Ich mochte 2-3 Szenen, Daniel Radcliffe und die Tatsache, dass der Film nicht langweilig ist. Es geht von Anfang an die Post ab und Längen gibt es nicht.

 

Damit sind die positiven Seiten für meinen Geschmack jedoch bereits vorbei. Der Film ist jedoch definitiv nicht mein Fall und/oder ich bin zu alt für diese Art Film. Das kann es natürlich auch sein. Der Film und die Machart, vor allem in den Actionszenen, war mir einfach viel zu modern. Damit meine ich z.B. nicht Mal das CGI Blut, sondern die Kameraführung, Effekte und der ganze Social Media Kram. Nicht mein Fall, auch wenn die Nerd-Szene des Film-Inhaltes natürlich viel damit zu tun hat.

 

Ausser Daniel Radcliffe hat mir leider kaum jemand der anderen Stars/Figuren zugesagt. Der tätowierte Bösewicht war eine Lusche und Samara Weaving (The Babysitter, The Babysitter: Killer Queen) fand ich schrecklich und wenig attraktiv. Keine Ahnung, was manche an ihr finden. Die Action-Szenen sind mehr oder weniger alle enttäuschend. Nichts Interessantes bei für Old School Actionfans. Und die 18er Freigabe ist auch ein Witz…

 

Fazit: Stark Geschmackssache. Mir persönlich hats nicht zugesagt…

 

Infos:

 

O: Guns Akimbo

 

Deutschland, Großbritannien, Neuseeland 2019

 

R: Jason Lei Howden

 

D: Daniel Radcliffe, Samara Weaving, Ned Dennehy, Natasha Liu Bordizzo, Grant Bowler

 

Laufzeit der CH-DVD: 93:53 Min.

 

Gesehen am: 24.11.21

 

Fassungen: Mir lag die Schweizer DVD von Ascot Elite vor = Deutsch/Englisch, deutsche Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Mir ist nicht bekannt, ob es auch eine Schweizerische Blu-Ray gibt (in D gibt es eine).

Samstag, 31. Oktober 2020

Winchester – Das Haus der Verdammten Review

Horroktober 2020

Winchester – Das Haus der Verdammten

Story:

Ca. 1905 San Jose, Kalifornien:

Ein Arzt (Jason Clarke) soll den Gemütszustand von Sarah Winchester (Helen Mirren) klären und wird in dessen imposantes Zuhause eingeladen. Sarah Winchester ist der Auffassung, dass das Haus von Geistern heimgesucht wird…

Meine Meinung:

Winchester – Das Haus der Verdammten, der auf einer wahren Geschichte basiert, fand ich schwach, sehr schwach. Ein «Geisterfilm» sollte versuchen ein wenig geheimnisvoll und spannend zu sein. Danach sollte der Zuschauer Angst und stimmungsvolle Bilder vorgesetzt bekommen. Gegen gezielte Jump-Scares ist auch nichts auszusetzen.

Das grösste Problem welches Winchester – Das Haus der Verdammten hat: die Geschichte. Diese ist spannungsarm. Nach 45 Minuten ist alles vorbei und der Zuschauer weiss alles und wo die Reise hin geht. Die Filmemacher und das Drehbuch versuchen erst gar nicht, etwas anderes zu kreieren. Das wäre so, als würde in Scream die Identität des Killers bereits in 30 Minuten feststehen…

Eine inhaltliche Spannung ist also nicht gegeben. Gruselig oder stimmungsvoll ist der Film leider auch nicht geworden. Das Finale ist gar schwach. Dank guter Vertonung (und meiner Heimkinoanlage) überzeugt der Film immerhin leicht bei 2-3 Jump-Scares. Das ist jedoch alles andere als eine hohe filmische Kunst und sehr reduzierte «Qualität». Technisch ist der Film ansonsten gut gemacht. Jason Clarke, den ich im Friedhof der Kuscheltiere Remake grottenschlecht fand, war hier besser. Der Rest ist solide bis nicht erwähnenswert.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen da langweilig, spannungsarm und nicht gruselig…

Info:

O: Winchester

Australien, USA 2018

R: Michael Spierig, Peter Spierig

D: Helen Mirren, Sarah Snook, Finn Scicluna-O'Prey, Jason Clarke, Emm Wiseman

Laufzeit der schweizerischen DVD: 95:12 Min.

Gesehen am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die DVD von Ascot Elite aus der Schweiz vor = hervorragende Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. In Deutschland von Splendid zu haben (DVD oder Blu-Ray).

Freitag, 30. Oktober 2020

Frankenstein's Army Review

Horroktober 2020 / NIFFF 2013

Frankenstein's Army

Story:

Ende des 2. Weltkrieges:

Russische Soldaten entdecken ein geheimes Nazi Labor, in welchem Doktor Frankenstein an "Super Soldaten" experimentiert...

Meine Meinung:

Frankenstein's Army sah ich 2013 am NIFFF. Nun folgte die 2. Sichtung des Euro-Fun-Splatter. Fazit: der Film sagt mir nicht mehr zu und wird aus der Sammlung verbannt. Der Film ist eine Weiterführung des Filmes Worst Case Scenario, der jedoch nie entstand (es gab aber einen Trailer). Die Hauptidee stammt von Richard Raaphorst inklusive Brian Yuzna (Bride of Re-Animator).

Was das Found-Footage Genre angeht, bin ich kein allzu grosser Freund. Sicher, es gibt positive Ausnahmen: Cannibal Holocaust, As Above, So Below, Trollhunter, Man Bites Dog oder Devil's Pass. Dazwischen gab es viel Mittelmässiges (Quarantäne, REC Reihe) bis Schlechtes (Blair Witch, The Sacrament, Grave Encounters). Frankenstein's Army würde ich in die Stufe «Mittelmass» einteilen.

Die verwackelte Kamera empfand ich teilweise als negativ. Der Film hat nur vereinzelte Splatter-Highlights, vielleicht 2-3 Szenen. Die wahren Highlights sind die Super-Soldaten, die cool und fantasievoll getrickst wurden (ohne CGI). Aber auch hier: die Kamera hätte gerne länger und vor allem ruhiger ins Geschehen filmen dürfen…

Ansonsten wird eine vorhersehbare und spannungsarme Story (Experimente der Nazis im 2. Weltkrieg) abgespult, die mit Längen, zu wenig Gore und mässigen Figurenzeichnungen / Darstellern aufwartet. Dass alle Russen Englisch sprechen war nervig wie der Humor, den ich doof fand. Eine ernste Inszenierung wäre wünschenswert gewesen.

Fazit: Gutes Konzept aber es hapert an einer dürftigen Umsetzung!

Infos:

O: Frankenstein's Army

Niederlande, Tschechische Republik, USA 2013

R: Richard Raaphorst

D: Karel Roden, Joshua Sasse, Robert Gwilym, Alexander Mercury, Luke Newberry

Laufzeit der deutschen Blu: 84:07 Min.

Gesehen am: NIFFF 2013 / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Für die 2. Sichtung lag mir die deutsche Blu-Ray von Ascot Elite vor = Schuber, Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend.