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Donnerstag, 4. Dezember 2025

The Conjuring: Last Rites Review

The Conjuring: Last Rites

Story:

Ed und Lorraine Warren (Vera Farmiga, Patrick Wilson) nehmen einen neuen Fall an. Und wer ist auch involviert? Ihre eigene Tochter Judy (Mia Tomlinson)…

Meine Meinung:

The Conjuring: Last Rites kann das Niveau der ersten zwei Filme nicht halten. The Conjuring: Last Rites, der die Reihe abschliessen soll und in den USA überraschend erfolgreich angelaufen ist (sehr hohe Anzahl Kinobesuche), beruht wie schon bei den Vorgängern (The Conjuring 1, 2 + 3) auf einer wahren Geschichte. Bild- und Tonaufnahmen davon sind im Abspann zu sehen und zu hören. Ich ging ohne grössere Erwartungen an den Film.

Was ich an dem Film mochte, war sein Aufbau und sein Charme. Der Film nimmt sich Zeit, seine Geschichte zu erzählen, den Verlauf darzulegen, dem Zuschauer die Figuren vorzustellen und näher zu bringen und die Sub-Plots miteinander zu verflechten. Dass diesmal ein Spiegel der Ausgang der Gruselgeschichte ist, erinnert an klassische Gruselfilme wie Mirror, Mirror. Als die Warrens kehren einmal mehr Vera Farmiga und Patrick Wilson zurück. Die spielen das einmal mehr sehr gut, wie auch der restliche Cast.

Allerdings ist der Film mit einer stolzen Laufzeit von über zwei Stunden zu lang geraten. Am Ende war ich müde. Da half auch das Gruselfinale mit vielen Action geladenen Momenten nichts: ich war im letzten Viertel des Filmes müde und kämpfte ohne Übertreibung gegen das Einschlafen an. Leider empfand ich den Film leider nicht als gruselig oder schreckhaft. Einige Set Pieces muteten sogar billig an. Das Finale, vor allem den Kampf gegen den Spiegel, fand ich sehr enttäuschend und schwach. Schlussendlich wird mit The Conjuring: Last Rites nichts Neues geboten…

Fazit: Fans der Reihe können zwar einen Blick riskieren, aber die Erwartungen sollten nicht zu hoch angesetzt werden…

Infos:

USA 2025

R: Michael Chaves

D: Vera Farmiga, Patrick Wilson, Ben Hardy, Beau Gadsdon, Elliot Cowan, Madison Lawlor

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 135 Min.

Gesehen am: 13.09.25

Fassungen: Im Kino gesehen (IMAX, Englisch mit deutschen Untertiteln, Uncut). In Deutschland soll der Film am 31.12.25 auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Dienstag, 5. August 2025

Ninja III - Die Herrschaft der Ninja

Ninja III - Die Herrschaft der Ninja

Story:

Christie (Lucinda Dickey) wird Zeuge, wie ein maskierter Mann (David Chung) vor ihren Augen verstirbt. Bei dem Toten handelt es sich um einen Ninja, der zuvor bei einem Schusswechsel von diversen Polizisten angeschossen wurde. Diesem gelingt es, den Körper von Christie zu befallen. Nun wird Christie zum Mordwerkzeug. Nachts geht sie los und tötet die Cops, welche für seinen Tod verantwortlich waren. Einen nach dem anderen…

Meine Meinung:

Die legendären Cannon Films haben in ihrer Blütezeit einige tolle Filme veröffentlicht. Titel wie Die City Cobra, Death Wish II, Invasion U.S.A., The Texas Chainsaw Massacre Part 2 oder Alienkiller. Am bekanntesten waren aber ihre Actionfilme und Zusammenarbeiten mit Grössen wie Charles Bronson und Co. Ninja III - Die Herrschaft der Ninja sprang damals aus die Ninja-Welle auf. Weitere Inhalte, die im Film als positive Trigger zu finden sind, sind Themenbereiche wie Exorzismus, Besessenheit und Selbstjustiz. Der Plot erinnerte mich gar leicht an Chucky - Die Mörderpuppe. Nur mit einer Aerobic-Tänzerin, statt einer Puppe.

Hätte ich den Film in den 80ern gesehen, würde der Film heute wohl durch viel Nostalgie punkten, wie dies bei anderen Horrorfilmen der Fall ist, welche ich bereits als Kind sah (Der Weisse Hai z.B.). Leider ist das hier nicht der Fall. Allgemein empfand ich Ninja III - Die Herrschaft der Ninja nicht als gut genug, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Der Film ist zwar alles andere als schlecht und auch nicht wirklich langweilig, hat mich aber auch nicht vom Hocker gehauen. 

Der Film startet zwar mit viel Action, aber letztere sind doch relativ unspektakulär, lahm und billig inszeniert. Auch die Figuren vermögen kaum zu überzeugen. Ausnahme ist Hauptdarstellerin Lucinda Dickey. Diese läuft den männlichen Stars den Rang ab (sorry Shô Kosugi). Was sehenswerte Ninja-Action betrifft, bleibe ich doch lieber bei den Produktionen aus Taiwan und Hong Kong…

Fazit: Erreicht nicht die Qualität von Rückkehr der Ninja!

Infos:

O: Ninja III: The Domination

USA 1984

R: Sam Firstenberg

D: Shô Kosugi, Lucinda Dickey, Jordan Bennett, David Chung, Dale Ishimoto, James Hong

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 93:01 Min.

Gesehen am: 22.05.25

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Ascot Elite vor = Wendecover, Deutsch/Englisch ohne Subs (die deutsche Synchro ist gelungen), Uncut. Dass der Film ab 18 Jahren freigegeben ist, ist für mich unverständlich.

Montag, 14. Juli 2025

Edge of the Knife

Edge of the Knife

Story:

Zwei Familien treffen sich zur jährlichen Zusammenkunft. Es wird gekocht, gefeiert und gearbeitet. Es werden Lebensmittel für den Winter zusammengetragen. Adiits’ii zieht an einem Morgen mit seinem Neffen zu einem Abenteuer los. Es zieht ein Sturm auf und der Junge stirbt. Adiits’ii flieht in den Dschungel, während die Familie des Jungen die Rückreise antritt. Adiits’ii verwandelt sich in der Natur zu Gaagiixid. Als dies später die Angehörigen erfahren versuchen sie, den Gaagiixid zu fangen und Adiits’ii von diesem Fluch zu befreien…

Meine Meinung:

Die All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 Box von Severin Films bietet viele unbekannte Filme, die darauf warten, entdeckt zu werden (z.B. den bereits besprochenen The Enchanted). Edge of the Knife ist ein kanadischer Film über das Haida Volk und der erste Film, der in dessen Sprache gedreht wurde. Vor allem auf der Inselgruppe Haida Gwaii waren diese kanadischen Indianer aktiv. Der Film spielt auch auf dieser Inselgruppe. Heute gibt es nur noch eine Handvoll Menschen, die diese Sprache sprechen.

Das macht den Film allein aus diesen Tatsachen nicht uninteressant. Der Film wirkt zwar sehr authentisch (Haida Gwaii Setting), wirkt aber oft mehr wie eine Dokumentation als ein echter Spielfilm. Eine "Doku", der das einfache Leben des damaligen Volkes zeigt. Viele Szenen sind relativ belanglos, auch wenn aus einem anderen Aspekt betrachtet interessant. Es kommen übernatürliche Themen (Der Film erzählt von der Legende um den Gaagiixid) dazu, aber im Grossen und Ganzen gibt es davon zu wenig Szenen, was schade ist. Ich hätte mir mehr Szenen mit dem Gaagiixid gewünscht. Und auch mehr Hintergrundinfos. Der Film hätte auch gerne stimmungsvoller sein dürfen.

Abgesehen davon ist der Film für das Budget beachtlich inszeniert, toll gefilmt und stark gespielt. Der Plot nimmt sich Zeit. Der Film versucht, Stimmung aufzubauen und den Zuschauer in eine eigene, mysteriöse und ihm fremde Welt zu entführen. Auch aus Sicht der Trauerphasen ist der Film nicht uninteressant: wie dieses fremde Volk trauert und mit Verlust und Tod umgeht. Das ist immer etwas Spannendes, vor allem im Vergleich zu unseren westlichen Methoden. Auch als Pfleger, der oft trauernden Menschen begegnet, fand ich diesen Aspekt interessant. 

Fazit: Für eine einmalige Sichtung absolut ok!

Infos:

O: Edge of the Knife

Kanada 2018

R: Gwaii Edenshaw, Helen Haig-Brown

D: Willy Russ, Adeana Young, Brandon Kallio

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 18.04.25

Fassungen: Gesehen via All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. Von Severin Films. Das US-Label bietet den Film im O-Ton mit englischen Subs, Uncut und die Bild- und Tonqualität ist hervorragend. Als Extras gibt es zwei Kurzfilme, ein Making of und einen Audiokommentar. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).

Freitag, 19. April 2024

Deus Irae

BIFFF 2024 Spezial

Deus Irae

Story:

Father Javier gehört eine Gruppe von drei exkommunizierten Priestern an, die Besessene jagen und unschädlich machen…

Meine Meinung:

Deus Irae entstand unter chaotischen Zuständen. Der Film war sechs Jahre in der Mache. Mehrfach wurde das Projekt, aufgrund Geldmangels und sonstigen Einflüssen (Covid-Pause), unterbrochen. Das hat Regisseur Pedro Cristiani, der auch zur BIFFF Jury gehört, auf der Bühne vor der Sichtung erklärt. Daher wurde der Film gesplittet: d.h. Deus Irae wird nicht zu Ende erzählt. Die Filmemacher erhoffen sich so mehr Einnahmen (schon der Kurzfilm aus dem Jahr 2010 brachte so die Finanzierung des ersten Teiles von Deus Irae) um später den Rest in einem 2. Film zu Ende erzählen zu können.

Werde ich mir die mögliche Fortsetzung ansehen? Nein! Der Film war nicht grottenschlecht, aber auch alles andere als gut. Wirklich cool waren nur sämtliche handgemachte Creature-Effects, Monster und Goreszenen. Da gab Regisseur Pedro Cristiani eine schöne Antwort, als er gefragt wurde, warum er auf practical-effects setzt: «Weil sie besser sind». Schöne Ansichten, die Pedro Cristiani zu handgemachten Effekten vs. CGI-Effekten besitzt.

Die Effekte sind Klasse, aber spärlich eingesetzt. Es gibt aber in der Tat 1-2 ganz coole Monster-Effekte. Allerdings machen gute Effekte lange noch keinen guten Film aus. Der Plot ist total verworren. Unzählige Rückblenden (teilweise wiederholen sie sich sogar) sorgen dafür, dass keine gradlinige oder logische Story erzählt wird. Eine echte Spannung ist nicht vorhanden. Die 85 Minuten fühlten sich klar länger an und ich bin fast eigeschlafen. Die Musik ist auch unauffällig (wie auch der Cast) und das Editing und die Kameraführung haben mich teilweise genervt.

Fazit: Guter Wille, schlechte Umsetzung! 

Infos:

O: Deus Irae

Argentinien 2023

R: Pedro Cristiani

D: Pablo Ragoni, Gastón Ricaud, Sabrina Macchi, Jorge Prado, Agustín Rittano

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 85 Min.

Gesehen am: BIFFF 2024

Fassungen: Gesehen am BIFFF 2024 Uncut, im O-Ton und mit englischen Subs. Es gibt noch keine DVD / Blu-Ray (Stand: April 2024).

Dienstag, 10. Oktober 2023

The Exorcist: Believer

Horroktober 2023 

The Exorcist: Believer

Story:

Zwei Mädchen (Lidya Jewett & Olivia O'Neill) verschwinden für drei Tage im Wald. Als die gefunden werden, nehmen die Angehörigen (u.a. Leslie Odom Jr.) Veränderungen an ihren wahr. Was ist passiert?

Meine Meinung:

Der erste Trailer zum neuen «Exorzist» The Exorcist: Believer sah nicht übel aus. Grund genug für einen Kinobesuch im Horroktober. Doch leider lohnt sich der Film von David Gordon Green (Halloween, Halloween Kills, Halloween Ends) absolut nicht und der Film ist allgemein in allen Belangen kein guter Film. Von Vergleichen zum Original und Klassiker Der Exorzist sprechen wir an der Stelle gar nicht…

Den Film kann man quasi als Fortsetzung zum Original verstehen, auch wenn der Film unendlich viele Jahre später spielt. Aus dem ersten Teil kehren in lächerlichen, deplatziert wirkenden und unnötigen Rollen Ellen Burstyn und am Ende sogar Linda Blair zurück. Der Film ist zu keiner Sekunde wirklich spannend. Stimmungsvoll und gruselig ist der Film zu keiner Sekunde. Teilweise sogar unfreiwillig komisch. Es kommen auch phasenweise Halloween-Vibes auf und der Versuch, diese Stimmung zu generieren, ging in die Hose.

Einige der CGI-Effekte wirken billig (vor allem im Finale oder die Erdbeben Szenen zu Beginn). Schlimm waren bis auf Leslie Odom Jr. und die zwei Mädels sämtliche Figuren: 08/15 Figuren, stark nervend, kaum charakterisiert, peinlich gespielt, zum Fremdschämen. Dazu kommen viel politische Korrektheit und Woke-Elemente, die teilweise peinlich aufgesetzt wirken (Verzehr von Schweinefleisch, Patriarch). Teilweise hat man mehr das Gefühl, einen Werbefilm der christlichen Kirche zu sehen (inklusive viel Abtreibungskritik).

Der Film bietet allgemein viel zu wenig Grusel und Horrorelemente. Die besessenen Mädels geraten phasenweise stark in den Hintergrund. Es gibt zu viele Längen und lahme Szenen und die nervenden Figuren und wie sie miteinander interagieren (alles so oberflächlich und peinlich dargestellt) werden in den Mittelpunkt gestellt. Das Finale ist unfreiwillig komisch, zum Fremdschämen und Kopfschütteln. Fast schon eine Art Satire. Kurz gesagt: Einfach schlecht!

Gore-Effekte gibt es praktisch nicht, die einzig nennenswerte Szene ist so schlecht gefilmt & geschnitten, dass kaum was zu sehen. Das Make-Up der Dämonen-Mädels ist ok. Allgemein ist der Film viel zu harmlos, zahm und sehr konservativ – da bot der Klassiker aus den 70ern viel mehr Szenen, die schocken könnten. Passt zur heutigen Woke-Kultur, der David Gordon Green voll zu verfallen sein scheint.

Fazit: Lohnt sich nicht! Besser Seytan schauen!

Infos:

O: The Exorcist: Believer

USA 2023

R: David Gordon Green

D: Lidya Jewett, Olivia O'Neill, Leslie Odom Jr., Ellen Burstyn, Linda Blair

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 111 Min.

Gesehen am: 07.10.23

Fassungen: Im regulären (IMAX-)Kino gesehen im O-Ton mit deutschen Subs, Uncut. Eine deutsche DVD/Blu-Ray oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Okt. 2023).

Freitag, 11. August 2023

Der Exorzist

Der Exorzist

Story:

Chris (Ellen Burstyn) ist verzweifelt: ihre minderjährige Tochter Regan (Linda Blair) verhält sich komisch: sie uriniert auf den Teppich, gibt Obszönitäten von sich, entwickelt übermenschliche Kräfte. Die Ärzte sind ratlos. Da wird Chris geraten, sich an einen Priester zu wenden, der es mit einem Exorzismus versuchen soll…

Meine Meinung (Die neue Fassung):

Der Exorzist ist ein Klassiker des Horrorfilmes. Regisseur William Friedkin gelang damit ein Meilenstein im Horrorkino, welches diverse Fortsetzungen und unzählige Nachahmer nach sich zog. Selbst eine TV-Serie gab es, ein mehr oder weniger 1:1 Remake aus der Türkei (Seytan) und dieses Jahr soll ein neues Remake in die Kinos kommen: The Exorcist: Believer!

Verfilmt wurde der Roman von William Peter Blatty, den ich mir nach dieser Neusichtung auch kaufen werde. Bin gespannt, wie William Friedkin den Stoff verfilmt hat. William Friedkin bietet in seinen Filmen eine ganz eigene Stimmung. So auch in Der Exorzist: der Anfang des Filmes passt zuerst gar nicht zu dem, was später zu sehen ist (à la Sorcerer). Zudem gibt es viele Szenen vom New York der damaligen Zeit zu sehen. Das gibt dem Film etwas wundervoll Authentisches.

Zu Ehren von William Friedkin, der am 07.08.23 verstorben ist, gab es eine Neusichtung von Der Exorzist, der u.a. für zehn Oscars nominiert war. Ich sah den Film lange nicht. Es ist sicher 15-17 Jahre her, dass ich den Film zuletzt sah. Ich kenne zudem nur den Director's Cut, den ich 2001 erstmals im Kino sehen durfte. Was war das für eine Erfahrung! Nun guckte ich mir den Film spontan, alleine und am Abend in der dunklen Wohnung an. Und der Film wirkte sehr gruselig und spannend. Dabei empfand ich vor allem die 1. Filmhälfte als gruseliger als die 2., da das Grauen noch nicht bekannt ist.

Der Film baut sich langsam auf. Diese Szenen und der Verlauf der Geschichte und die Wandlung der Figuren möchte ich nicht missen. Ich mag den langsamen, aber stetig bedrohlich wirkenden Verlauf des Filmes sehr. Sehr stimmungsvoll, sehr gruselig. Mit wenig Mitteln, ehe der Film ab einem gewissen Zeitpunkt auf Schockeffekte (Spider-Walk, Kruzifix Masturbation, Erbrochenes) setzt. Dass der gutbürgerliche Zuschauer in den 70ern damit überfordert war (plus die lauten Arztuntersuchungen und Operationen), kann ich gut nachvollziehen.

Die Story ist fesselnd, spannend, packend und stimmungsvoll. Die Musik tut ihr Übriges dazu und der Cast ist superb: bis in die Nebenrollen stark und glaubhaft besetzt. Linda Blair wird sogar im neuen Exorzisten (The Exorcist: Believer) zu sehen sein. Eine Rolle, die sie prägte. Ellen Burstyn und Jason Miller waren auch stark. Max von Sydow (Sleepless) kommt erst im letzten Viertel des Filmes dazu. Das düstere Ende entsprach genau meinem Geschmack! Die wenigen, aber ihre Wirkung voll entfaltenden Effekte steuerten Dick Smith (Scanners) und Rick Baker (The Food of the Gods) bei.

Fazit: Der Film wird auch heute seinem Ruf und Klassiker-Status voll gerecht! Jedem Horrorfan zu empfehlen!

Gefolgt von: Exorzist 2 - Der Ketzer

Infos:

O: The Exorcist

USA 1973

R: William Friedkin

D: Ellen Burstyn, Linda Blair, Jason Miller, Lee J. Cobb, Max von Sydow, Barton Heyman, Robert Symonds, Kitty Winn

Laufzeit der deutschen DVD (Die neue Fassung): 126:45 Min.

Neusichtung: 07.08.23

Fassungen: Ich kenne vom Film nur «Die Neue Fassung» aka «Director's Cut» aka «never seen version», welche ich erstmalig am 17.10.2011 als minderjähriger mit Bruder und Kumpel ohne Erwachsene im Kino gesehen habe, nachdem wir Passanten auf der Strasse fragten, ob sie uns die Kinokarten kaufen gehen könnten, was ein nettes Paar auch tat. Mir liegt der Film als deutsche DVD von Warner vor = Die Neue Fassung befindet sich auf der Disc. Der Film hat eine recht gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Mir ist nicht bekannt, ob es die Original-Synchronisation aus den 70ern oder eine neue Synchronisation ist. Auf Blu-Ray (Deutschland) sind beide Fassungen an Bord. Der DC der Blu-Ray unterscheidet sich minimal von der DVD-Version.

Samstag, 5. August 2023

Amityville II: The Possession

Amityville II: The Possession 

Story:

 

Eine neue Familie (u.a. Burt Young, Rutanya Alda, Jack Magner, Diane Franklin) zieht ins Amityville Haus. Der älteste Sohn wird von einem Dämon besessen und das Grauen beginnt erneut…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem sehenswerten Erstlingswerk war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Wer konnte ahnen, dass die Amityville Reihe eine der erfolgreichsten Horrorreihen überhaupt werden würde? Der Film hat mir genau so gut gefallen wie der Vorgänger. Beide haben einzelne Stärken. The Amityville Horror fand ich z.B. stimmungsvoller und spannender. Dafür war Amityville II: The Possession schmuddeliger und effektgeladener. Beides mag ich.

 

Regie führt Damiano Damiani, der damit sein US-Debüt als Regisseur feierte. Von Damiano Damiani kenne ich ansonsten einige seiner sehenswerten Ital. Film-Arbeiten wie Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert, Das Verfahren ist eingestellt: Vergessen Sie's! oder Allein gegen die Mafia (Serie). Ansonsten haben noch Namen wie Tommy Lee Wallace (Halloween III – Season of the Witch), Dino De Laurentiis (Death Wish) oder die echten Ed & Lorraine Warren mitgearbeitet (Conjuring 3 hatte, im Nachhinein betrachtet, klare Amityville 2 Vibes).

 

Der Film hat mir gefallen. Ich fand den Streifen unterhaltsam. Viele Dinge wusste ich nicht mehr. Die 1. Hälfte spielt fast ausschliesslich im Gruselhaus. Die 2. Hälfte dann an mehreren Orten, z.B. auch auf der Polizeistation, vor Gericht oder im Krankenhaus. Das Ende hatte The Sentinel Vibes. Die Spezialeffekte sind gelungen. Es wird mit aufblasbaren "Luftballons" gearbeitet. Solche Effekte waren damals in Mode (The Ghost Informer, The Beast Within). Der beste Effekt ist aber das Dämonengesicht, welches zur Geltung kommt, nachdem sich die Haut in Fetzen vom Schädel löst. Sehr cool und genau nach meinem Geschmack!

 

Der Film, der ursprünglich schmuddeliger gewesen sein soll (Rape-Szene, Inzest-Sex-Szene), überzeugt durch einen guten Cast. Jack Magner gibt den besessenen Sohn glaubhaft, Diane Franklin zieht auch in ihrem damals zweiten Film blank und auch die Cops oder Priester agieren gut. Leicht stereotypisch vielleicht, aber das mag ich. Abstriche gibt es beim Filmvater: ein gewaltbereiter Tyrann. Warum hat der Dämon nicht diesen ausgewählt? Seine Wahl wäre aus Sicht des Dämonen nachvollziehbarer gewesen.

 

Zudem hat es mehr Reiz, wenn eine intakte Familie durch den Dämon «zerfällt». In Amityville II war die Familie schon von Beginn an zerrüttet = weniger Reiz. In der Hinsicht gefiel mir der 1. Film besser. In Sachen Effekte und Schmuddel stellt die 1. Fortsetzung jedoch einen der besten Filme der Reihe dar!

 

Fazit: Sehenswerter Spukhaus- und Dämonen-Film!  

 

Gefolgt von: Amityville 3-D

 

Infos:

 

O: Amityville II: The Possession

 

USA, Mexiko 1982

 

R: Damiano Damiani

 

D: Burt Young, Rutanya Alda, Jack Magner, Diane Franklin, James Olson

 

Laufzeit der US-DVD: CA. 104 Min.

 

Neusichtung am: 26.06.23

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs. Gab es lange Zeit nur zensiert in Deutschland. Von NSM nun aber auch in Deutsch auf Blu-Ray zu haben (Deutsch/Englisch mit Subs).

Dienstag, 29. November 2022

The Devil's Light Review

The Devil's Light

Story:

Nonne Ann (Jacqueline Byers) lässt sich an einer Schule in den Themen Besessenheit und Exorzismus ausbilden. Ann, die vermutet, dass einst ihre Mutter besessen war, sorgt für frischen Wind an der Schule, da sie die erste Nonne wird, die auch an praktischen Übungen teilnehmen darf, was ansonsten nur den Priestern vorbehalten war. Und bald hegt sie den Verdacht, von einer vergangenen, finsteren Macht eingeholt zu werden…

 

Meine Meinung:

 

Ich bekam einen Kino-Gutschein geschenkt und ging die Kinos durch. Da stiess ich auf das Plakat zu Prey for the Devil, der in Deutschland den neuen Titel The Devil's Light bekam. Sah aus wie ein 08/15 Exorzisten-Horrorfilm. Also Trailer gestartet und als gut befunden = Der Trailer sah gut bzw. stimmungsvoll aus (sah nicht Mal den ganzen).

 

Zudem habe ich oft nicht grosse Ansprüche, was solche Filme angehen, da ich mich gut auf solche Produktionen einlassen kann und oft mit wenig schon zufrieden bin. Ich hoffte auf einen hübsch gruseligen und spannenden Film. 08/15-Inhalte hin oder her. Leider hat sich der Kinobesuch nicht gelohnt. Aber von einem deutschen Regisseur (Daniel Stamm) darf auch nicht viel erwartet werden, zumal dieser bisher auch nicht wirklich was Grosses vorzuweisen hat (2010 The Last Exorcism, 2014 das Remake zum thailändischen Film 13: Game of Death und TV-Serien Ausflüge = Scream und Them).

 

Das Problem war, dass der Film kaum stimmungsvoll, spannend oder schreckhaft war. Ich bin vielleicht aufgrund eines Jump-Scares einmal zusammengezuckt und 1-2 wurde es leicht stimmungsvoll. Aber mehr auch nicht. Und das ist tödlich für einen Horrorfilm dieser Art. Zumal der Film gegen Ende stark nachlässt und dem Zuschauer ein extrem enttäuschendes, schwaches Finale und ein noch blöderes, aufgesetztes Ende präsentiert, welches viele Punkte gekostet hat.

 

Auch der Plot überzeugt wenig: suggeriert der Trailer, dass der Inhalt um die Vergangenheit von Schwester Ann (die immerhin einen schönen Busen hat) ruht und um die mögliche Besessenheit ihrer Mutter (quasi das Böse ist zurück und fordert nun Ann zum Kampf heraus), wird daraus kein wirklicher Plot gesponnen. Mehr ähnelt der Plot einem Kung Fu Film im klassischen Setting. Ann absolviert die Ausbildung, spielt die männlichen Priester locker an die Wand und die Szenen wirken episodenhaft. Schade um Candyman Star Virginia Madsen.

 

Fazit: Lahm und nicht gruselig! Damit gesellt sich der Film zu anderen Filmen dieser Art (The Crucifixion, The Possession of Hannah Grace, Son). Besser Filme wie Der Exorzist, Saint Maud, Conjuring 3 - Im Bann des Teufels, Ouija – Ursprung des Bösen, Terrified, A Dark Song, Veronica - Spiel mit dem Teufel oder Erlöse uns von dem Bösen schauen! 

 

Infos

 

O: Prey for the Devil

 

USA 2022

 

R: Daniel Stamm

 

D: Virginia Madsen, Colin Salmon, Christian Navarro, Jacqueline Byers, Ben Cross, Velizar Binev

 

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 93 Min.

 

Gesehen am: 14.11.22

 

Fassungen: In Bern im Kino gesehen = Uncut und die Deutsche Synchro (war gut). Lief nur in Deutsch und unter dem deutschen Titel The Devil's Light. Soll Mitte Feb. 2023 in Deutschland auf DVD/Blu-Ray erscheinen.

Montag, 21. November 2022

Images in a Convent Review

 

Images in a Convent

Story:

 

Die junge Isabella (Paola Senatore) wird gegen ihren Willen, im Italien des 17. Jahrhunderts, in ein Kloster gesteckt. Dort soll sie vom Schmutz der Welt geschützt werden. Isabella entdeckt jedoch, dass es im Kloster alles andere als fromm zu und her geht. Es werden Orgien gefeiert und Lust zelebriert. Isabella plant, zu fliehen. Als Gangster (Angelo Arquilla) der Aussenwelt ins Kloster eindringen und zusätzlich ein Exorzist (Donald O'Brien) auftaucht, der dem feuchtfröhlichen Treiben im Kloster ein Ende setzen soll, erschwert dies Isabellas Fluchtpläne…

 

Meine Meinung:

 

Zu Ehren von Nico Fidenco, der Mitte November 2022 verstarb, gab es eine Neusichtung zum Nunsploitation-Streifen Images in a Convent. Den sah ich vor unendlich langer Zeit einmal als alte (zensierte) US-DVD und wusste nichts mehr. Images in a Convent ist besonders für Nunsploitation-Fans geeignet, die es gerne nackt und erotisch mögen. Joe D'Amato (Man-Eater), der oft Erotik, Sex (auch HC) und Horror miteinander verband, schien der richtige Mann für diesen Job!

 

Images in a Convent erzählt einen sehr dünnen Plot. Mit richtigem Horror hat dies kaum zu tun. Der Film legt wirklich viel mehr Wert auf Erotik-Szenen, besonders hervorzuheben sind lesbischer Sex und Selbstbefriedigungsszenen durch Nonnen. Es wurde ursprünglich mehr Szenen gedreht, um die Figuren zu charakterisieren. Diesen wurden dann entfernt (auf der neuen US-Blu-Ray als Bonus drauf). Ich finde, zu recht wurden die Szenen entfernt. Solche Filme schauen die Fans nicht wegen anspruchsvollen Figurenzeichnungen an…

 

Der Cast ist mir unbekannt. Mit einigen der Mädels im Film soll Joe D'Amato, laut Kat Ellinger (sie spricht den Audiokommentar auf der US-Blu-Ray), schon in anderen Filmen zusammengearbeitet haben und einige davon sollen nebst Mainstream-Produktionen auch im Pornogeschäft Geld verdient haben. Auch das überrascht nicht, da der Film auch 2-3 HC-Szenen bietet (in der Rape-Szene oder Dildo-Stimulation im Finale).Mir persönlich war es zu viel Sex. Ich hätte gerne mehr Plot/Horror gesehen. Das ist mir lieber (oder der Mix).

 

Paola Senatore sah man in Emanuelle in America, Giovanna Mainardi in Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen, Marina Hedman (Pornodarstellerin) in Play Motel, Maria Rosaria Riuzzi in Bewaffnet und gefährlich, Donald O’Brien in Zombies unter Kannibalen, Brunello Chiodetti (Pornodarsteller) in The Killer Nun oder Rossana Canghiari in Die Kröte. Die Musik besorgte Nico Fidenco. Dessen Klänge in Zusammenhang mit dem dünnen Plot, ellenlangen, ästhetischen und erotischen Sexszenen, wirken sich teilweise auf den Zuschauer hypnotisch aus. Teilweise hatte der Film Jess Franco Vibes!

 

Fazit: Für Fans von Filmen wie Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne und Co. zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Immagini di un convento

 

Italien 1979

 

R: Joe D'Amato

 

D: Paola Senatore, Nana Aslanoglu, Donald O'Brien, Angelo Arquilla, Paola Maiolini, Giovanna Mainardi, Marina Hedman, Maria Rosaria Riuzzi

 

Laufzeit der US-Blu: Ca. 103 Min.

 

Neusichtung am: 21.11.22

 

Fassungen: Siehe Story of a Cloistered Nun! Die US-Blu-Ray soll diesmal (im Gegensatz zur älteren US-DVD von Shriek Show) komplett Uncut sein und läuft ca. zehn Min. länger als die US-DVD. Der Film liegt im O-Ton Ital. mit englischen Subs vor. Region A Disc. Nebst Audiokommentar (von einer Frau) gibt es noch 25 Minuten an geschnittenen Szenen zu bestaunen (uninteressant). Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Soll in Deutschland unter dem Titel Sündigen Nonnen von Santa Fiora im März 2023 auf DVD erscheinen (von Donau Film).

Mittwoch, 1. Juli 2020

Ghost Nursing Review



Ghost Nursing

Story:

Jackie (Suet Lee), in ihrem Leben vom Pech verfolgt, flieht aus Hong Kong nach Thailand, wo sie sich mehr Glück erhofft – durch einen Besuch bei einem Priester (Chin Yuet-Sang), der ihr eine sonderbare Skulptur verkauft. Diese muss sie täglich anbeten und diese mit drei Tropfen von ihrem Blut «füttern». Dies tut Jackie = Glück beginnt sich in ihrem Leben breit zu machen. Sie lernt Raymond (Norman Chu) kennen und verliebt sich – sehr zum Leidwesen des Geistes, den sie eigentlich anbeten sollte und dies nun vergisst. Aus dem Glück wird Unglück, mit tödlichen Folgen…

Meine Meinung:

Ghost Nursing lag lange ungesehen rum. Die Original VCD aus Hong Kong (siehe Fassungen) hatte ich aus China – die zwei Discs sahen aber nicht gut aus, was den Zustand angeht. Ich dachte, die würden nicht laufen und so lag der Film paar Monate ungesehen auf dem Stapel – bis ich nun die Sichtung wagte und es mit dem Oppo problemlos klappte, was das Abspielen anging!

Ich hatte Glück – auch was den Film angeht! Ghost Nursing, extrem wenig ansprechendes VCD Cover-Artwork hin oder her, war besser als erwartet. Der Anfang 80er Jahre Horrorfilm aus Hong Kong war sehenswert, trotz erster lahmer Hälfte. Der Film von Wilson Tong (The Two Jolly Cops) gefällt durch ein exotisches Thailand-Setting und die Tatsache, dass der Film ernst und düster ist und somit auch für westliche Zuschauer, die sich mit asiatischen Filmen nicht auskennen, gut geeignet ist.

Auf den typischen HK-Klamauk wird nämlich verzichtet. Wilson Tong, der auch einen Kurzauftritt hinlegt, überlässt die Hauptrolle Shaw Brothers Star Norman Tsui (Armageddon, Sword Master, Full Moon Scimitar), der dies richtig gut macht, auch wenn er erst nach ca. 25 Minuten vorkommt. In einer Nebenrolle sind noch zu sehen: Melvin Wong (The Rape After).

Die Story baut sich langsam bedrohlich auf. Immerhin auf Disc B der VCD ist dann aber fertig lustig. Das Tempo wird angezogen, der Film wird immer fantastischer und obskurer (was ich positiv meine). Das Tempo hält bis zum starken Finale an, Längen sind nicht mehr vorhanden.

Der Film bietet einige sehr abgefahrene Rituale (Magie, Taoist-Priester…), einige herrlich charmante Effekte und skurrile Tötungsszenen und/oder Sonstiges = ein Mann gibt unzählige, lebende Mehlwürmer aus seinem Mund Frei – in einem Schnitt. Sehr eklig – da kommen gleich Erinnerungen an Asia-Klassiker wie The Boxer’s Omen, Centipede Horror oder The Devil auf.

Wer solche Filme aus Asien mag, sollte sich den zwar unbekannten aber doch sehenswerten Ghost Nursing nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Yang Gui

HK 1982

R: Wilson Tong

D: Norman Tsui, Suet Lee, Melving Wong, Chin Yuet-Sang, Chan Si-Wing, Tong Tin-Hei, Wilson Tong

Laufzeit der HK-VCD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 04.04.20

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Worldtrade Entertainment vor = auf einem Auktionshaus in China gekauft, O-Ton, keine Subs, Uncut, für eine VCD eine sehr gute Bildqualität. Einfach grottenschlechtes Cover-Artwork – da wäre z.B. das VHS aus Japan ein wunderschönes Sammelstück – die einzige Alternative, die mir zur HK-VCD bekannt wäre (Stand: April 2020). Nachtrag 09.01.24: Inzwischen befindet sich noch das VHS von Victor aus Japan in der Sammlung. Ich sah das VHS zu einem fairen, nicht zu teuren Preis und musste aufgrund des schönen Artwork einfach zuschlagen. Gesehen habe ich den Film in der Form nicht. Die VCD wurde inzwischen entsorgt, da der Film 2023 ganz überraschend von Vinegar Syndrome auf Blu-Ray veröffentlicht wurde. Mit Schuber, Wendecover, 2K Restauration des Original 35mm Kamera Negatives, Uncut, im O-Ton mit englischen Subs, im korrekten Bildformat und mit exklusiven Extras (Interview und einen Zusammenfassung/Besprechung über das Genre. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Ich hätte nie gedacht, den Film in einer solch würdigen Fassung sehen zu dürfen! Der Film macht Laune, wenn man solche Low-Budget Horrorfilme aus Hong Kong mag (80er Jahre). Daumen drücken, dass Vinegar Syndrome noch mehr solche Überraschungstitel raushauen wird! 

Dienstag, 5. Mai 2020

Metamorphosis Review

Metamorphosis

Story:

Eine Familie (Sung Dong-Il, Jang Young-Nam, Kim Hye-Jun, Cho Yi-Hyun, Kim Kang-Hoon) zieht in ein neues Haus, in welchem bald mysteriöse Phänomene geschehen. Der Onkel (Bae Sung-Woo) der Familie, ein Priester und Exorzist, vermutet dass ein Familienmitglied von einem Dämon besessen ist…

Meine Meinung:

Metamorphosis ist ein neuer Exorzismus-Horrorfilm aus Südkorea, der es fast in die Sammlung geschafft hätte. Der Film macht einiges richtig und gefiel mir z.B. klar besser als The Priests. Trotz fast zwei Stunden Laufzeit geht die Zeit schnell vorbei und der Film wartet zuweilen mit düstern, stimmungsvollen Settings auf = Krähen, Regen, verwesende Leichen, Tier-Kadaver, Centipede…

Man nahm wenig bekannte Stars und vor allem neue Jung-Darsteller, die bisher vor allem im koreanischen TV/TV-Serien auf sich aufmerksam machten. Das fand ich erfrischend – Mal unbekannte Gesichter wie du und ich. Bis auf den Priester haben die auch sehr gut gespielt. Der Priester, ausgerechnet er, war hingegen relativ schwach gespielt. Wirkte etwas hölzern und immer gleiche Mimik und Gesichtsausdruck…

Die Effekte sind gut gemacht. Es gibt sogar einen aufwändigen Auto-Crash zu sehen. Zwar ist der Film stimmungsvoll und düster, aber nicht wirklich gruselig oder scheckhaft. Das fand ich schade. Das Ende selbst fand ich enttäuschend. Da bin ich andere Final-Kämpfe zwischen Dämonen und Priestern gewohnt. Schade. Gegen Ende flacht der Film so oder so ab und Hauptfiguren verschwinden einfach Mal von der Bildfläche und/oder deren Tod wird gar nicht mehr thematisiert / angesprochen. Fand ich doof.

Trotzdem: Gerade als Fan des südkoreanischen (neuen) Kinos sicherlich zu empfehlen. Im Grossen und Ganzen wird man zackig unterhalten. Für die Sammlung reicht es aber, aufgrund der genannten Negativpunkte, knapp nicht. 

Infos:

O: Byeonshin

Südkorea 2019

R: Hong-seon Kim

D: Sung Dong-Il, Jang Young-Nam, Kim Hye-Jun, Cho Yi-Hyun, Kim Kang-Hoon, Bae Sung-Woo

Laufzeit der TW-DVD: Ca. 113 Min.

Gesehen am: 19.03.20

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan vor (Label unbekannt da keine englischen Angaben auf dem Cover) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Gibt es bisher nur in Südkorea und Taiwan (Stand: März 2020).