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Montag, 22. Oktober 2018

The Rape After Review

Horroktober 2018 Spezial



The Rape After

Story:

Photograph Mr. Mo (Melvin Wong) hat eine Affäre mit dem Fotomodell Shu (Shrila Chun Wai-Man). In der Liebesnacht wird Shu von einem Dämon, der in einer Statue, die Mo gestohlen hat, vergewaltigt und geschwängert. Mo will von Shu und dem Kind nichts wissen, da er bald seine Freundin Li (Chang Hing-Yue) heiraten möchte. Nach einem Unfall verbrennt und stirbt Shu – nicht ohne Mo zuvor verflucht zu haben. Und schon bald macht sich Unglück im Leben von Mo und seiner Frau Li breit…

Meine Meinung:

The Rape After ist ein starker Horrorfilm aus Hong Kong. Der Film orientiert sich am westlichen Kino was Humorlosigkeit, Ernsthaftigkeit und die düstere Grundstimmung des Filmes angehen. D.h. es gibt hier keinen Genremix, keinen speziellen Humor und HK-Slapstick zu sehen wie das in anderen Filmen aus Hong Kong der Fall ist (z.B. The Untold Story mit Anthony Wong).

Geblieben sind übernatürliche Elemente, Rituale, Priester und Zeremonien – das gehört aber zu Hong Kong dazu – traditionelle Ereignisse treffen auf modernste Technik – wie so oft im asiatischen Raum. Dies zeigt lediglich die Realität.

Es handelt sich nicht um einen «Rape» Streifen. Die Frau schläft, während ein Dämon auf ihr sitzt. Sie bekommt nichts mit und ist schwanger im Glauben, von Melvin Wong beim Sex geschwängert worden zu sein. Man sollte den Film also nicht wegen dem «Rape» im Titel vorverurteilen und falsch kategorisieren. Der chinesische Titel Wort für Wort übersetzt würde auch heissen: Unanständiger Samen.

Der Film, der an HK-Horrorfilme wie The Imp oder The Accident erinnert, hatte ich schon immer gut in Erinnerung. Aber meine Erwartungen wurden beim neuerlichen Sichten übertroffen – vor allem was die Anzahl Effekte und stimmungsvollen Bilder angehen, hatte ich The Rape After nicht so sehenswert in Erinnerung. Der schlägt, was Horrorparts, Effekte und Stimmung angehen, The Accident und The Imp bei weitem.

Der Geschichte kann man gut folgen. Man nimmt sich Zeit, die Figuren einzuführen – Melvin Wong als Photograph, Shu als Fotomodell und Li als Melvin Wongs zukünftige Frau. Der Film ist sehr stimmungsvoll und zu keiner Sekunde langweilig. Man muss ein wenig warten, bis sich der Fluch entwickelt – danach geht es Schlag auf Schlag und stimmungsvoller Horror ist durchgehend zu sehen.

Die letzten 40 Minuten (= Disc zwei der VCD) sind durchgehender stimmungsvoller Dauerhorror inklusive effektiver Make-Up Effekte vom Anfang bis zum Schluss. Praktisch 95% dieser 40 Minuten spielen in der Nacht, im Nebel, in gruseligen Settings und bieten schaurig schöne Horrormomente, in denen Nebelschwaden, Zombies, Krähen und Priester, die vom Oberzombie-Dämon niedergemetzelt werden, zu sehen sind.

Dabei gibt es schon zuvor tolle Make-Up Kreationen zu sehen – erwähnt werden sollen hier die Szene in der versucht wird, das Baby abzutreiben (was dem Arzt nicht gut bekommt), der Tod der Haushälterin (sehr blutig und stimmungsvoll – genau hier würde eine bessere, schärfere und hellere Fassung Sinn machen – die Szene erinnerte mich an Suicide Club), das Auffinden einer verrotteten Leiche im Schrank inklusive Ratte, die sich den Weg aus dem Mund bahnt und die Obduktions-Szene (was Effekte angehen wohl das Highlight des Filmes inklusive Hommage an Das Ding aus einer anderen Welt) wobei letztere ein echter Leckerbissen geworden ist.

Was die Darsteller angehen kenne ich nur einen – aussergewöhnlich, obwohl ich ein grosser Freund des HK-Kinos bin. Melvin Wong, den ich hier jedoch kaum wiedererkenne, spielt den Fotographen. Er hat in unzähligen Filmen mitgespielt. Viele kenne und habe ich. Unvergessen sind seine Auftritte in In the Line of Duty III (Cameo Auftritt, in welchem er Sandra Ng Zigarettenasche in die Hand tippt) und Above the Law (Als Bösewicht vs. Cynthia Rothrock und Yuen Biao – einer der besten modernen HK Actionfilme aller Zeiten). Ansonsten hat Melvin Wong oft Nebenrollen gespielt, z.B. als Polizist, Bösewicht oder Vorgesetzter (Midnight Angel, Gun Is Law, Ultracop 2000, From Here to Prosperity, Chinese Cop Out, Armageddon). Aber auch die anderen Darsteller machen ihre Sache sehr gut.

Fazit: Wer Horrorfilme mag, dem sei The Rape After, einer der besten HK-Horrorfilme der 80er Jahre, nur zu empfehlen!

Infos:

O: Yin Zhong

HK 1986

R: Tom Lau Moon-Tong

D: Melvin Wong, Chang Hing-Yue, Shrila Chun Wai-Ma

Laufzeit der HK VCD: 88:53 Min.

Gesehen am: November 2006 / Review überarbeitet am: 22.10.18

Fassungen: Mir lagen HK VCD und VHS von Ocean Shores vor. Das VHS soll zensiert sein, die VCD ist Uncut. O-Ton, englische Subs, durchschnittliche bis solide Bildqualität. Das VHS aus Japan ist auch Uncut, hat aber keine englischen Subs soll aber eine bessere Qualität bieten als die HK VCD. Es gibt keine DVD Fassung, keine deutsche Version und auf Blu-Ray gibt es den Streifen auch nicht (Stand: Okt. 2018). Eine bessere Fassung in Sachen Bildqualität wäre wünschenswert!

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