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Dienstag, 14. August 2018

The Accident Review




The Accident

Story:

Diverse Mitglieder des Managements und Fabrikbesitzer zugleich sind im Ausgang – auf dem Rückweg fahren sie ein kleines Mädchen (Ma Bo-Ming) tot. Statt zu helfen und/oder den Vorfall zu melden, begehen sie Fahrerflucht. Der Geist des Mädchens beginnt, tödliche Rache zu üben…

Meine Meinung:

The Accident, ein Anfang 80er Jahre Horrorfilm aus Hong Kong, hat mir gut gefallen. Sehr gut sogar. Der Film war besser als erwartet und hat mich an die ebenso starken wie sehenswerten Hong Kong Horrorfilme The Imp (1981) und The Rape After (1984) erinnert. Soll heissen: stimmungsvolle, unheimliche Bilder, düstere Atmosphäre, am westlichen Kino orientiert, Verzicht auf typischen Hong Kong (Film) Klamauk.

Dieser Mix kommt The Accident gut zu stehen. Die Story ist simpel, aber effektiv. In der 2. Hälfte kommen auch vermehrt Alptraum- und Visionen-Szenen vor und das Finale, in der Magie, Rituale und Geister eine grosse Rolle spielen, heben den Film dann doch noch sichtlich vom westlichen Kino der damaligen Zeit ab.

Der Film ist unterhaltsam und die Story entwickelt sich steigernd und gut dosiert. Man nimmt sich Zeit und Horrorszenen nehmen im Verlauf der Story mehr und mehr zu. Der Anteil an Fantasie, was die Racheszenen angehen, ist hoch und innovativ. Man darf allerdings nicht zu viel Blut erwarten (vor allem keine Effekte wie sie z.B. in The Rape After zu sehen sind), sonst wird man enttäuscht werden. Der Film legt mehr Wert auf Stimmung und Suspense.

Der Film, den man problemlos zu den New Wave Titeln des damaligen HK Kinos zählen kann, bietet solide Darstellerleistungen. Die Darsteller sind mir, bis auf Kent Cheng (Chasing the Dragon), nicht bekannt, aber sie machen einen guten Job. Kent Cheng spielte auch später in vielen Horror- und/oder CAT. III Streifen mit, wie praktisch jeder im HK Kino. Bekannte Titel waren z.B. noch The Beasts (1980 – auch New Wave Titel), The Imp (oben schon erwähnt, 1981, HK Horror), den eindrücklichen Sentenced to Hang (Remake zu eine Shaw Brothers Film), Sex and Zen (Teil eins ist und blieb der beste Teil der Reihe), Dr. Lamb (als Cop – Simon Yam als Psycho), Run and Kill (harter CAT. III Streifen – erneutes Zusammentreffen zwischen Kent Cheng und Simon Yam) oder Mad Stylist (in meinen Augen schon fast mehr Trash-Satire als echter CAT. III Sicko).

Fazit: wer Filme wie The Imp oder The Rape After mag, kann sich problemlos an diese kleine, eher wenig bekannte Perle des damaligen New Wave Kinos aus Hong Kong wagen! Ihr werdet es nicht bereuen!

Infos:

O: Che Wan

HK 1983

R: Lo Bo-Lun

D: Kent Cheng, Ma Bo-Ming, Eddie Chen, Bonnie Ngai Chau-Wa, Fong Ping, Fong Chow

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 02.06.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung und es scheint weder eine DVD, LD noch VCD davon zu geben (Stand: Juni 2018). Es gäbe eine VHS in Hong Kong, welche ich noch nie zum Kaufen sah. Mir lag das VHS aus Südkorea von One Screen vor = als Master diente die HK VHS = wahrscheinlich Uncut, gute Bildqualität (hier und da etwas dunkel), O-Ton mit englischen und chinesischen Subs wie man es vom HK Mastern gewohnt ist. Die koreanischen Subs (klein) wurden über die chinesischen Subs gelegt, so dass man die englischen Subs, die links und rechts am Rand zu 90% nicht beschnitten sind, nahezu immer gut schau- und lesbar sind. Ich erwartete nur chinesischen Ton und koreanische Subs, so dass sich der Kauf dieses VHS (ca. 60 USD von Südkorea Dealer) mehr als gelohnt hat! Wie oft bei südkoreanischen VHS stammen nicht alle Bilder vom Cover vom eigentlichen Film…Nachtrag 11.04.19: Das VHS aus Südkorea ist, im Gegensatz zum VHS aus den USA oder HK, nicht ganz Uncut. Es sind zwei Gewaltschnitte zu verzeichnen...

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