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Freitag, 14. August 2026

One-Armed Swordswoman

One-Armed Swordswoman

Story:

Li Feng (Cheung Ching-Ching) kämpft gegen Bösewichte und Mörder. Sie nimmt den Kampf gegen die Banden auf, doch nicht immer kommt sie rechtzeitig, um die Unschuldigen vor dem Tod zu bewahren. Doch eines Tages wird sie von einem Gegner, der ein vergiftetes Schwert als Waffe benutzt, überwältigt und als Folge wird ihr der Arm amputiert. Ein mysteriöser Mann, Black Dragon genannt, trainiert sie. Sie schwört Rache an den Tätern…

Meine Meinung:

One-Armed Swordswoman ist Taiwans Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker The One-Armed Swordsman mit Superstar Jimmy Wang Yu. Der Film von Chin Sheng-En (Bronze Head and Steel Arm) ist für Eastern Fans sehenswert. Der Film ist ein Mix aus Wuxia und Drama. Der Film legt besonders am Anfang ein Höllentempo vor. In den ersten 30 Minuten gibt es praktisch nur pausenlose Kämpfe zu sehen. So bietet der Film in den ersten 30 Minuten mehr Kämpfe, als andere Filme in den ersten 60 Minuten. Das Budget war klein. Es wurde fast nur Outdoor gedreht.

Der Plot ist simpel und Cheung Ching-Ching (Queen of Fist, The Magnificent Chivalry, Sorrowful to a Ghost) macht als weiblicher Jimmy Wang Yu eine gute Figur. Interessant ist, dass ihr Arm nicht im Kampf abgetrennt wird, sondern von dem mysteriösen Mann, der sie rettet, amputiert wird um die Verbreitung eines tödlichen Giftes zu stoppen (durch eine Wunde am Arm). Bevor 30 Minuten um sind, ist Cheung Ching-Ching schon als einarmige kämpfend zu sehen. Das ging deutlich schneller als im Shaw Brothers Klassiker von Chang Cheh. Die männlichen Figuren wirken mehrheitlich uninteressant (gilt sowohl für Bösewichte wie auch Helden).

Die Kampfszenen sind solide. Es gibt typische Trampolin-Sprünge, einiges an Gewalt (z.T. zensiert oder vor zensiert) und auch auf den typischen Fantasy-Einschlag aus taiwanesischen Eastern muss der Fan nicht verzichten, was einige Ideen und Gimmicks der Gegner oder Waffen angehen. Dieser teilweise fast trashig anmutenden Parts des Filmes macht den Reiz aus und heben den Film in einigen Kampfmomenten auch von anderen Filmen dieser Art (oder aus Filmen aus Hong Kong) ab. Wenn der Film schwächelt, dann im Mittelteil aufgrund mehrere dialoglastiger und zu dramatischer Szenen. Doch dafür entschädigt die erste halbe Stunde, die pausenlos Kämpfe bietet und auch vor dem Finale dreht der Film in der Hinsicht wieder auf.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Nu Du Bei Do

Taiwan 1972

R: Chin Sheng-En

D: Cheung Ching-Ching, Tin Ming, Lui Ming, Chiang Ming, Li Chiang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:03 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung).

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Jeil Home Video Production vor = solide Bild- und Tonqualität, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, Vollbild statt Widescreen (Vorspann in Widescreen). Deutsche Fassungen (VHS sowie DVD = Li Feng - Die einarmige Schwertkämpferin) und andere Importe (VHS aus Holland) sind zensiert. Die deutsche Fassung läuft nur 75 Min. Es fehlt Handlung und Gewalt (Köpfung, Mord an Kind). In Holland (82 Minuten) fehlt weniger, aber auch da wurde bei der Köpfung oder beim abgetrennten Arm die Schere angesetzt. So auch bei der VHS aus Südkorea, die auf der holländischen Fassung (wohl gleicher Print) zu basieren scheint. Cuts sind mir nur vier aufgefallen: Mord an Kind (wobei länger als bei der deutschen Fassung), Mord an Mutter, Arm wird abgetrennt und Bösewicht wird im Finale geköpft. Eine Uncut-Fassung ist mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Selbst das taiwanesische Filminstitut listet den Film mit einer Laufzeit von 74 Minuten. Gut möglich, dass die VHS-Fassungen aus Holland und Südkorea der aktuell längsten Fassung zum Film entsprechen und der Film ggf. schon so für das Kino zensiert wurden.

Sonntag, 20. Juli 2025

Snake Woman's Marriage

Snake Woman's Marriage

Story:

Baek (Judy Lee) ist die weisse Schlange. Sie verwandelt sich in einen Menschen und versucht, ein unauffälliges Leben zu führen. Zusammen mit der grünen Schlange (Chang Chin). Doch ein Trunkenbold bringt das Leben von Baek in Gefahr. Ihre Tarnung schwindet und ihr Leben gerät aus den Fugen, als ein Mönch auf sie und ihre wahre Identität aufmerksam wird…

Meine Meinung:

Die Legende der weissen Schlange (oder der weissen und grünen Schlange) gehört zur chinesischen Mythologie. Es handelt sich um eine literarische Geschichte und um eine Legende. Es gibt unzählige Verfilmungen. Ich kannte bisher nur zwei. Tsui Harks Green Snake (an den ich mich nicht erinnern kann, habe den aber als stark abgespeichert) und den China-CGI-Schund The Sorcerer and the White Snake. Mit Snake Woman's Marriage kommt nun erstmals eine ältere 70er Jahre Produktion aus Taiwan dazu, die sich auch diesem Stoff angenommen hat. Ungesehen liegt noch die HKer 1978er Version Love of the White Snake vor. Die frühste Variante, welche ich sichten könnte, wäre die 1962er Produktion der Shaw Brothers = Madame White Snake (müsste auf der ZiiEagle Box enthalten sein).

Son Yang, der Regisseur des nicht uninteressanten Kung Fu Filmes The Unique Lama, setzt auf die bekannte Geschichte ohne grössere Überraschungen. Gesungen wird auch. Nach einem charmanten Intro in den Start herrscht jedoch erst Mal relativ lange Langeweile. Der Film nimmt sich Zeit, englische Untertitel gibt es keine aber die Szenen sind relativ belanglos. Plot, Liebesgeschichte, Humor. Keine Action. Keine Effekte. Die Darsteller sind solide. Judy Lee (Shaolin Invincibles) macht ihren Part ordentlich, auch wenn sie in Kampfrollen mehr Spass macht.

Kurz vor der 50. Minute wird der Film erstmal etwas interessanter. Es gibt dann die charmanten Schlagen-Effekte zu sehen. Ich weiss nicht, ob die Schlange später auch für die taiwanesische Produktion King of Snake gebraucht wurde. Gut möglich. Dann gibt es auch eine längere Sequenz, in der Martial Arts nicht fehlen darf, es gibt einen Sturm und eine Sintflut und am Ende kämpft die Schlange gegen den Mönch. So wird die Highlights leider nur kurz zu sehen und an einer Hand abzählbar. Leider ist auch billige Musik aus dem Archiv vorhanden, die sicher in jeder 2. Kung Fu Komödie aus Hong Kong und Taiwan zu hören ist.

Fazit: Eigentlich absolut kein Kracher und nur wenig Sehenswertes bietend. Da die wenigen positiven Momente dennoch Charme haben, bleibt das Ding vorerst und mit zwei zugedrückten Augen erstmal in der Sammlung…

Infos:

O: Bai She Da Nao Tian Gong

Taiwan 1975

R: Son Yang

D: Judy Lee, Chiang Pin, Chen Hui-Lou, Lu Ping, Wang Sun

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:18 Min. (ein kurzer Werbeclip kommt während dem Film vor und wurde angerechnet).

Gesehen am: 28.04.25

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Jeil Video Production (JVP) vor = Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, Vollbild, solide Bild- und Tonqualität. In HK gibt es eine VCD (Mandarin Audio ohne Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2025).

Dienstag, 19. März 2024

The Eighth Master

The Eighth Master

Story:

Des Herrschers Testament verspricht demjenigen, der die von Kang Chun-il gestohlene Karte wiederfindet, zum neuen Herrscher. Zudem darf die Person auch dessen Tochter heiraten. Baek-chun nimmt es sich zur Aufgabe, die Karte zu finden. Dabei wird er von Han-ju, einem Freund, den er in Japan traf, unterstützt. Doch dann gerät die Situation ausser Kontrolle, als Baek-chuns Vater die Karte stiehlt und Baek-chun daraufhin zum Tode verurteilt wird…

Meine Meinung:

Aka 8th Leader. Aka The Woman Knighterrant. Bei The Eighth Master handelt es sich um einen seltenen südkoreanischen Kung-Fu und Schwertkampffilm aus dem Jahr 1978. Die oben beschriebene Handlung entstammt lose übersetzt aus dem koreanischen Filmarchiv bzw. deren Datenbank. Jedoch war ein Plot während dem Schauen kaum auszumachen. Das stört aber nicht weiter, da die Helden und Bösewichte optisch gut zu erkennen und es sowieso kaum Plot gibt.

The Eighth Master hat mir erstaunlich gut gefallen. Sicherlich einer der besseren unbekannten Martial Arts Filme aus dem damaligen Südkorea. Vom Cast kenne ich niemanden. Der Film war klar besser als erwartet. Die Musik im Vor- und Abspann könnte aus westlichen Filmen (Italo Western?) geklaut sein. Danach nimmt der Plot schnell Fahrt auf. Ein in schwarzgekleidetes Mädel, gespielt von Kang Cheong, macht sich auf den Weg, Feinde, mit denen sie, wie es anhand von Rückblenden aussieht, eine Rechnung offen hat, zu töten. Kang Cheong spielt, zumindest laut der koreanischen Filmdatenbank, in Raining in the Mountain mit (ggf. gibt es davon auch eine koreanische Version mit koreanischen Darstellern statt Chinesen). Sie macht ihre Sache mehr als ordentlich.

Der Film bietet fast alle fünf-zehn Minuten Kämpfe. Mit und ohne Waffen. Die Kampfszene sind toll choreographiert und die sonderbaren, fantasievolle und abwechslungsreichen Waffen und Gimmicks erinnerten mich mehr als nur einmal an Shaw Brothers Produktionen. Zudem gibt es Vibes, die ans jap. Kino fühlen lassen. Es kommen Waffen à la die fliegende Guillotine vor und auch Slow-Mo-Szenen werden gekonnt und effektiv in die Kampfszenen integriert. Kang Cheong wird im Verlauf auf ihrem Weg von einem alten, weisshaarigen Mann (der auch ab und zu maskiert und als Retter in Not auftaucht) und einem Typ mit Strohhut begleitet. Längen gibt es keine.

Fazit: Sehenswerter Geheimtipp!

Infos:

O: Paldaejangmun

Südkorea 1978

R: Kim Si-hyun

D: Kang Cheong, Choe Min-gyu, Kim Ki-ju, Lee Ye-min, Choe Hyeong-geun

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:45 Min.

Gesehen am: 28.01.24

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Jeil Home Video Production vor = O-Ton Koreanisch, keine Subs, Vollbild, Uncut, solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024). Die Bilder auf der Vorder- und Rückseite des VHS stammen nicht aus dem eigentlichen Film. Auf der Rückseite erkenne ich ausserdem z.B. Phillip Ko und Franco Nero (Bild stammt aus The Blue-Eyed Bandit).