Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Splatter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Splatter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 26. Juli 2026

Evil Dead Burn

Evil Dead Burn

Story:

Alice (Souheila Yacoub) und ihre Familie trauern gemeinsam im Anwesen um Alices Ehemann, den sie heute beerdigt haben. Als die Dämonen von einzelnen Familienmitgliedern Besitz ergriffen, endet die Nacht in einem Gemetzel…

Meine Meinung:

Evil Dead Burn ist der dritte Teil der neuen Evil Dead Reihe nach Evil Dead und Evil Dead Rise. Eine Reihe, die es bisher nicht in meine Sammlung (oder wieder aus meiner Filmsammlung) geschafft hat. Mir sind die alten Filme (Evil Dead 1 + 2) einfach lieber. Mehr Nostalgie, mehr Charme, mehr Sympathieträger (Bruce Campbell). Evil Dead Burn wurde vom jungen französischen Regisseur Sébastien Vanicek inszeniert, der vor einigen Jahren mit seinem Tierhorrorfilm Infested zu überzeugen vermochte. Ich habe Evil Dead Burn am NIFFF verpasst. Die Sichtung holte ich mir heute mit dem Kumpel nach.

Ich habe mich nicht gross um den Film informiert, nicht viel gelesen und den Trailer sah ich gezwungenermassen während der Backrooms Kino-Vorstellung. Einiges, was ich über den Film wusste, gefiel mir nicht (z.B. französische Rap-Musik). Ich war skeptisch. Leider hat mir Evil Dead Burn nicht sonderlich gut gefallen. Für meinen Geschmack handelt es sich um den schwächsten der drei neuen Evil Dead Filme. Der Film war zwar meistens gut gemacht (wobei es auch einige CGI-Momente gibt) und eigentlich nicht wirklich langweilig (dennoch zog sich die 2. Hälfte ewig und ich kämpfte gegen die Müdigkeit), dennoch konnte ich mit dem Film nicht viel anfangen. Mit fast zwei Stunden Laufzeit fand ich den auch klar zu lang (es gibt ausserdem während und nach dem Abspann noch Szenen zu sehen).

Ein Plot ist kaum vorhanden. Die Bild-Optik war mir zu wenig wechselhaft. Die Bilder und Farben zu gleich, zu monoton. Die Kameraführung und Schnitte waren mir oft zu wild, zu hektisch, zu nah dran und/oder dann fanden Gewaltmomente doch nur im off screen statt. Wenn die Dämonen ihre Opfer minutenlang im Haus hin- und her schleudern, kam ich mir mehr vor, als sähe ich mir einen Marvel-Film an, statt einem Horrorfilm. Eine echte Spannung war nie vorhanden und ich fand den Film selten atmosphärisch oder stimmungsvoll. Das Hauptproblem waren jedoch alle Figuren. Die waren alle uninteressant und unsympathisch. Als Zuschauer baute ich zu keinem einen Draht auf und fieberte daher auch mit niemandem mit. Der Film und das Overacting (der Dämonen oder die Familienstreitigkeiten) waren zum Teil zu viel des Guten. Allgemein fand ich die Dämonen langweilig und auch in Sachen Gore und Splatter hätte ich mir, nachdem was ich alles gehört habe, mehr erhofft.

Fazit: Nicht mein Cup of Tea!

Gefolgt von: Evil Dead Wrath

Infos:

O: Evil Dead Burn

USA, Neuseeland 2026

R: Sébastien Vanicek

D: Souheila Yacoub, Luciane Buchanan, Hunter Doohan, Victory Ndukwe, Tandi Wright

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 110 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Läuft in den Kinos in einer scheinbar leicht entschärften Fassung (Schnitte für das R-Rating). Ob auf DVD, Blu-Ray und UHD eine Uncut sprich Unrated Fassung erscheinen wird, ist noch nicht bekannt. In Deutschland soll der Film am 31.12.26 auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Freitag, 24. Juli 2026

Das Syndikat des Grauens




Das Syndikat des Grauens

Story:

Zigarettenschmuggler (u.a. Fabio Testi, Saverio Marconi) aus Neapel werden von einem Gangsterboss aus Marseille (Marcel Bozzuffi), der in Neapel mit Rauschgift dealen möchte, angegriffen…

Meine Meinung:

Das Syndikat des Grauens ist ein kleiner, legendärer Poliziotteschi, der von keinem geringeren als Lucio Fulci stammt. Der Godfather of Gore hat nicht nur seine Zombie- und Horrorfilme (Zombi 2, City of the Living Dead, House by the Cemetery, The Beyond) gedreht, sondern war auch in anderen Genres wie dem Giallo (Lizard in a Woman's Skin), dem Italo-Western (Verdammt zu leben – verdammt zu sterben) oder Endzeitfilmen (Conquest) beheimatet. Selbst Krimis (Der New York Ripper, Don't Torture a Duckling) waren dabei. Das Syndikat des Grauens hatte, auch aufgrund seines mehrjährigen Verbots in Deutschland, unter Splatter- und Horrorfans einen gewissen Ruf.

Mag Das Syndikat des Grauens inhaltlich keine grosse Originalität bieten, so gibt es immerhin einen soliden, einfach zu folgenden und unterhaltsamen Plot. Ein neuer Gangster will sich vor Ort etablieren und räumt die Konkurrenz aus dem Weg. Die Musik steuerte Fabio Frizzi (A Cat in the Brain, Der Gorilla) bei und die Hauptrollen spielen Fabio Testi (Dealer Connection – Die Strasse des Heroins, Orgie des Todes, Cosa avete fatto a Solange?), Saverio Marconi sowie Marcel Bozzuffi. Porno-Darstellerin Ajita Wilson ist in einer Nebenrolle zu sehen. Sie war dazumal oft im europäischen Kino zu sehen (z.B. in Macumba Sexual, Sadomania oder Hotel Paradise). Lucio Fulci legt im Finale als einer der alten Bosse einen Gastauftritt hin.

Durch die Drehorte in Neapel und die Settings im Meer (z.B. die lange Verfolgungsjagd zu Beginn oder später die Beerdigungszeremonie) hebt sich der Film von anderen Italo-Filmen dieser Zeit ab. Neapel wirkt stimmungsvoll und authentisch. Die Darsteller machen ihre Sache alle ordentlich und die deutsche Synchronisation ist mehr als gelungen und wertet den Film mit einigen herrlichen Dialogen, die zum Schmunzeln anregen, weiter auf (es handelt sich um eine Qualitäts-Synchro von Schier). Für die herausragenden Splatter-Effekte (sind wirklich paar ganz derbe Dinger dabei) waren Franco Di Girolamo, Germano Natali sowie Roberto Pace zuständig. Die haben viel Erfahrung in Sachen Effekten (u.a. für Produktionen wie Zombie Holocaust, Deep Red oder Zombie 3).

Fazit: Für Lucio Fulci, Splatter- sowie Fans des Poliziotteschi-Genres zu empfehlen!

Infos:

O: Luca il Contrabbandiere

Italien 1980

R: Lucio Fulci

D: Fabio Testi, Ajita Wilson, Saverio Marconi, Marcel Bozzuffi, Ivana Monti, Cintia Lodetti, Enrico Maisto, Tommaso Palladino

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:49 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Ich habe die UK-DVD von Shameless Screen Entertainment in der Sammlung da schickes Artwork welches von Fabio Frizzi am BIFFF signiert wurde. Für diese Neusichtung lag mir hingegen die deutsche Blu-Ray von filmArt vor = Booklet, Deutsch/Englisch/Ital. mit Untertiteln (die deutsche Synchronisation ist hervorragend und einige der Dialoge regen zum Schmunzeln an), Uncut und nicht mehr beschlagnahmt (das Verbot wurde vor einigen Jahren aufgehoben) und in Sachen Bild- und Tonqualität weiss die Blu-Ray auch zu gefallen. Das ca. 10minütige Interview mit Uwe Schier ist sehenswert.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Mutant Girls Squad


NIFFF 2010

Mutant Girls Squad

Story:

Rin (Yumi Sugimoto) stellt an ihrem 16jährigem Geburtstag fest, dass sie ein Mutant ist. Danach wird sie von einer Sondereinheit, die ihre Eltern getötet haben, verfolgt. Rin flüchtet sich zu Kisaragi (Tak Sakaguchi), der sie unter seine Fittiche nimmt. Dort lernt sie, wie mit ihren Kräften umzugehen. Danach findet sich Rin in einem blutigen Kampf zwischen Menschen und Mutanten wieder…

Meine Meinung:

Mutant Girls Squad hat mir damals am NIFFF 2010 sehr gut gefallen. Eine Meinung, die ich heute nicht mehr teilen kann. Die damalige Euphorie ist schon lange verflogen. Ähnliche Titel wie The Machine Girl oder Tokyo Girl Police vermochten mich ebenfalls weniger zu überzeugen. Mutant Girls Squad, der in drei Kapitel gegliedert ist und von drei Regisseuren inszeniert wurde, wurde zu Ehren von Yoshihiro Nishimura (Meatball Machine Kodoku, Tag) neu angesehen. Yoshihiro Nishimura verstarb überraschend mit nur 59 Jahren. So wie ich das mitbekommen habe, wohl an einem Nierenversagen nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt.

Mutant Girls Squad gefiel mir zwar weniger, dennoch bleibt der Film vorerst in der Sammlung. Das natürlich auch aufgrund der Unterschrift, welche ich bekam (mehr dazu unter Fassungen). Yoshihiro Nishimura, der nicht nur als Regisseur, sondern auch als Effekte Spezialist zuständig war, führte in dem dritten Kapitel Regie. Im ersten Kapitel führte Versus Star Tak Sakaguchi (One Percenter, Re:Born, Bad City) Regie und im mittleren Noboru Iguchi. Dabei ist das Segment von Yoshihiro Nishimura am besten. Das bot auch die einzigen Szenen und Momente, die mich wirklich Schmunzeln und erfreuen liessen. Yoshihiro Nishimuras Arbeit bot die höchste Anzahl an handgemachten Effekten und das Monster allein war klasse getrickst.

Die ersten zwei Kapitel von Noboru Iguchi und Tak Sakaguchi hatten vereinzelt auch sehenswerte Effekte zu bieten inklusive eines sonderbaren Humors (fliegende Geburtstagstorte oder die Frau als «Brot»), aber im Grossen und Ganzen gab es am Anfang und Mittelteil auch viel zu viele billige und digitale Bluteffekte zu sehen, die mir nicht gefallen haben. Zudem ist der ganze Look des Filmes billig und die Mehrheit der Figuren fand ich, auch durch das Overacting, anstrengend. Einzelne Momente luden zum Fremdschämen ein. Die Hauptdarstellerinnen Yumi Sugimoto, Yuko Takayama und Suzuka Morita waren okay und besser als die Nebendarstellerinnen. Etwas, was ich bei der Erstsichtung verpasst habe, war die Tatsache, dass der Oberbösewicht von Tak Sakaguchi verkörpert wird. Und das machte dieser, trotz tuntigem Overacting, grandios. Er ist der einzige, dem sein Talent und seine Erfahrung aus anderen Produktionen wirklich anzusehen sind. Die Musik gefiel mir auch.

Fazit: Fans von The Machine Girl und Co. können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Sentô shôjo: Chi no tekkamen densetsu

Japan 2010

R: Noboru Iguchi, Yoshihiro Nishimura, Tak Sakaguchi

D: Tak Sakaguchi, Yumi Sugimoto, Yuko Takayama, Suzuka Morita

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 89:19 Min.

Gesehen am: Juli/NIFFF 2010 / Neusichtung am: 28.05.26

Fassungen: Mir lag die deutschsprachige DVD/Blu-Ray Fassung von 8Films vor = limitiertes Mediabook mit drei Discs und Booklet (in welchem mein altes Review abgedruckt wurde), O-Ton mit deutschen Subs, gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Die Edition wurde von Regisseur Noboru Iguchi am NIFFF 2014 signiert.

Sonntag, 26. April 2026

Deathstalker

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Deathstalker

Story:

Der Deathstalker (Daniel Bernhardt) kommt in den Besitz eines Amuletts. Auf dieses haben es etliche Monster und Geschöpfe abgesehen. Derweil macht sich der Deathstalker zusammen mit Freunden (Christina Orjalo, Laurie Field) auf den Weg, das Königreich zu retten…

Meine Meinung:

Auf Deathstalker freute ich mich am diesjährigen Filmfestival. Es war auch einer der wenigen Titel, die mir im Voraus schon ein Begriff waren. Vor kurzem wurde der Film nämlich von Shout Factory auf Blu-Ray veröffentlicht und der Film stand so oder so auf meiner Wunschliste. Daher war der Kinobesuch eine beschlossene Sache. Deathstalker ist ein Remake eine Roger Corman Trash-Produktion, der dazumal nach dem Erfolg von Conan der Barbar ins Leben gerufen wurde und es auf drei Fortsetzungen brachte. Regie führte Steven Kostanski.

Steven Kostanski dürfte Horrorfans ein Begriff sein. Er realisierte nicht uninteressante Filme wie The Void, Leprechaun Returns, Father’s Day oder Manborg.  Zudem ist Steven Kostanski auch ein Spezialeffekte und Make-Up-Künstler (für etliche Produktionen, in denen er selbst Regie führte oder für Filme wie In a Violent Nature oder Scared Shitless). So erhoffte ich mir in Deathstalker auch die ein oder anderen sehenswerten Effekte und Monstermasken. Und als zweites Leckerli ist der Schweizer Daniel Bernhardt (Nobody, Nobody 2, John Wick) als Deathstalker in der Hauptrolle zu sehen.

Ich kenne keinen der Original-Deathstalker Filme. Mir hat dieser neue Deathstalker gut gefallen. Aus einer neutralen Position gibt es ggf. Punkte, die kritisiert werden könnten (keine Nacktszenen, zu lustig, die Musik fand ich unauffällig). Mich haben diese Punkte aber alle nicht gestört. Der Film war unterhaltsam und wie nicht anders erwartet gibt es etliche coole Monster-Effekte, Kostüme, Make-Up Masken und roter Lebenssaft zu sehen, der vergossen wird. Alle Effekte hatten Charme und das eine Monster hat mich sogar an einen Boss aus einem möglichen SNES-Game erinnert. Toller Retro-Charme. Daniel Bernhardt war solide, auch wenn er nicht allzu viel von seinen Martial Arts Künsten zeigen darf.

Fazit: Auf Steven Kostanski ist Verlass! Wer Genres à la Conen der Barbar und Co. mag, dürfte mit Deathstalker viel Freude haben!

Infos:

O: Deathstalker

Kanada, USA 2025

R: Steven Kostanski

D: Daniel Bernhardt, Christina Orjalo, Paul Lazenby, Nina Bergman, Laurie Field

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Den Film gibt es seit Mitte Feb. in den USA und Kanada auf Blu-Ray. Es gibt noch keine deutsche Fassung (Stand: April 2026). 

Samstag, 25. April 2026

Deathgasm 2: Goremageddon

Deathgasm 2: Goremageddon

Story:

Als Brodie (Milo Cawthorne) erfährt, dass seine Ex (Kimberley Crossman) in einer anderen Band mitmischt, die an einem Turnier teilnimmt, erwecken sein Kumpel (Daniel Cresswell) und er seine ehemaligen Bandmitglieder Zakk (James Blake) und Zion (Sam Berkley) zu neuem Leben.  Doch Zombies in einer Band zu integrieren, ist einfacher gesagt, als getan…

Meine Meinung:

Es dauerte lange, bis mit Deathgasm 2: Goremageddon die Fortsetzung zum neuseeländischen Fun-Splatter Deathgasm in die Kinos kam. Ich sah Deathgasm 2015 am NIFFF und habe den als charmanten, liebevollen und sympathischen Fun-Splatter abgespeichert. Ob die Fortsetzung nach so langer Zeit an den Vorgänger heranreichen wird? Immerhin kehrt ein Grossteil des Cast inklusive Regisseur (Guns Akimbo) sowie die Hauptdarsteller (Milo Cawthorne, Kimberley Crossman, James Blake, Sam Berkley, Daniel Cresswell) zurück und neue Namen kommen dazu.

Warum es so lange dauerte, bis der 2. Film realisiert werden konnte, weiss ich nicht. Der Film wurde jedoch auch von Fans mit produziert und wie dem Abspann des Filmes zu entnehmen ist, sind wohl gleich mehrere Beteiligte inklusive des Hündchens nicht mehr am Leben. Der Film war auch eine Kickstarter Produktion, die Anfang 2024 in Produktion ging. Derweil besucht der Film diverse Festivals und für solche, ist die Fortsetzung natürlich mehr als gelungen. Seit ich den ersten Teil sah, ist zu viel Zeit her, um vergleichen zu können.

Der Plot von Deathgasm 2: Goremageddon ist simpel. Zumindest an Brodie, Zakk und Medina (seine Ex) konnte ich mich noch erinnern. Nicht so an die anderen Figuren. Neue Figuren, die dazustossen, sorgen für viel Spass (Religiöser Fanatiker und der andere Band-Anführer, der mehr wie ein Sektenguru wirkt). Auch der heutige Zeitgeist wird durch den Kakao gezogen, was mir gefiel. Ansonsten war der Humor oft weniger mein Fall und zu sehr Penis fixiert. Die Gloryhole-Sequenz war schon sehr drüber. Der Humor passt perfekt zu einem Festival, aber mir sagt das oft nichts mehr. Die Figuren sind mir Herzblut dabei. Es gibt hier und da auch Längen.

Vielleich wäre es besser gewesen, den Film etwas zu straffen. Wer eklige Szenen (es wird viel gekotzt in dem Film), pubertierenden Humor, Metal-Band und Fun-Splatter mag, wird Deathgasm 2: Goremageddon hingegen lieben. Es gibt viele abgefahrene Ideen und viele sehr blutige und handgemachte Effekte. In der Hinsicht enttäuscht der Film nicht. Splatterfans werden voll auf ihre Kosten kommen. Das Finale war jedoch etwas enttäuschend, die digitalen Effekte hätte es nicht gebraucht (Strom, Feuer) und in vielen Szenen wirkt der Film, trotz starker handgemachter Effekte, etwas klein, einfach und billig. Das Zombie-Make-Up fand ich allgemein schwach.

Fazit: Perfekter Festival-Beitrag, aber nichts für meine persönliche Sammlung!

Infos:

O: Deathgasm 2: Goremageddon

Neuseeland, Kanada 2025

R: Jason Lei Howden

D: Milo Cawthorne, Kimberley Crossman, James Blake, Daniel Cresswell, Sam Berkley

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Mittwoch, 22. April 2026

Frankie, Maniac Woman

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Frankie, Maniac Woman

Story:

Frankie Ramirez (Dina Silva) Traum ist es, in L.A. als Sängerin Fuss zu fassen und eine Karriere zu starten. Die Stimme dazu hätte sie, jedoch nicht das gewünschte Aussehen. Massnahmen zur Gewichtsreduktion sind nicht erfolgreich und somit bleibt der Erfolg aus. Als sie sich suizidieren möchte, erscheint der Teufel (Regisseur Pierre Tsigaridis persönlich) und nimmt von ihr Besitz. Danach begibt sich Frankie auf einen blutigen Rachefeldzug an der Gesellschaft…

Meine Meinung:

Pierre Tsigaridis, Regisseur von Traumatika, kehrt mit seiner neusten Indie-Produktion Frankie, Maniac Woman auf die grosse Leiwand d.h. das Brugggore Filmfestival zurück. Als ich den Film für das diesjährige Filmfestival buchte, gab es dazumal noch keinen Trailer. Also eine Art «Blinddate». Frankie, Maniac Woman war am ersten Tag des Filmfestivals der interessanteste der drei Filme, die ich mir angesehen habe. Zwar mochte ich die Settings von Traumatika persönlich mehr, aber dennoch sieht man Frankie, Maniac Woman, Regisseur Pierre Tsigaridis und Hauptdarstellerin Dina Silva (nebst viel Fett) ihr Herzblut auch an.

Der Film ist ein Mix aus schwarzer Komödie, Splatterfilm und Sozialkritik (Bodyshaming und Co.). Seit dem Erfolg von The Substance nehmen solche Filme, zumindest nehme ich es so wahr, zu (oder Serien wie The Beauty). Regisseur Pierre Tsigaridis ist ein grosser Fan von Blutgericht in Texas. Daran erinnert der Film auch (nebst Maniac). Wo der Film punktet, ist sein L.A. Setting, sein Mut, eigene Wege zu gehen und die vielen tollen Splattereffekte. Die blutigen Details und die verspielte, perverse Art von Frankie Ramirezs Figur in den Tötungen, haben mich oft an Blood Feast 2 erinnert, in der der Gore auch genüsslich und ellenlang vor der Kamera «zelebriert» wurde.

Pierre Tsigaridis fungierte dabei einmal mehr als Multitalent. Er führte nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch, produzierte sein Werk, filmte und editierte es am Ende in einen Film. Leider finde ich keine Angaben, wer für die Spezialeffekte verantwortlich war. Das ist schade. Die mir unbekannten Darsteller waren glaubhaft, solide und solide bis laienhaft. Und selbstverständlich ist ein Overacting gegeben, speziell bei der von Dina Silva gespielten Figur. Durch ihren mächtigen Körper erinnert sie in der Tat mehrfach an Leatherface, wenn die mit Maske bekleidet, ihren Opfern nachjagt.

Der Film ist in diverse Kapitel (glaube es waren vier) unterteilt und startet in s/w-Bildern, ehe später die Farbe einsetzt. Solche Spielereien sind nett und damit versucht sich der Film, von anderen Produktionen abzuheben. Der Film startet furios und legt zunächst ein sehr hohes, flottes und gewaltbereites Level an den Tag. Leider verschiesst der Film dort schon fast sein ganzes Pulver, denn das hohe Tempo vermag der Film im Verlauf nicht aufrechtzuerhalten. Das dritte Kapitel vor dem Finale schwächelte bereits und spätestens im letzten Kapitel taten sich auch dialoglastige Längen auf. Der Film kam mir am Ende länger vor, als seine 95 Minuten Laufzeit.

Fazit: Nicht uninteressant, auch wenn mir die am letzten Brugggore Filmfestival gezeigte Blutgericht in Texas Hommage (Chainsaws Were Singing) mehr Freude bereitet hat. Fans von Indie-Produktionen können durchaus einen Blick riskieren, ohne wirklich enttäuscht zu werden.  

Infos:

O: Frankie, Maniac Woman

USA 2025

R: Pierre Tsigaridis

D: Dina Silva, Pierre Tsigaridis, Stefanie Estes, Rocío de la Grana, Ian Michaels, Tim Fox

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Sonntag, 19. April 2026

Lee Cronin's The Mummy

Lee Cronin's The Mummy

Story:

Ein Journalist und dessen Frau gehen durch die Hölle, als ihre Tochter in der Wüste spurlos verschwindet. Acht Jahre später taucht das Mädchen plötzlich wieder bei der Familie auf. Doch sie ist verändert…

Meine Meinung:

Als ich dieses Jahr den Trailer zu Lee Cronin's The Mummy im Kino sah, war ein Kinobesuch beschlossene Sache. Zuvor hatte ich von diesem Titel und dem Namen Lee Cronin noch nie gehört. Der Trailer machte definitiv Lust auf mehr. Richtig gute Mumienhorrorfilme gibt es nämlich viel zu wenige, würde ich sagen.

Gestern sah ich mir den Film, der eine stolze Laufzeit von 133 Minuten beinhaltet, vor meiner 4. von sechs Nächten (ich arbeite als Nachtwache) an. Trotz der langen Laufzeit und der Tatsache, dass ich erst seit 16.00 Uhr wach war, wurde ich im Kino nicht müde. Das spricht für den Film. Vielleicht stimmt das Verhältnis nicht ganz. Am Anfang und Mittelteil ist der Film ruhig erzählt, gegen Ende hin wird es hingegen hektischer.

Wer den Film sieht dürfte sich an Filme wie Drag Me to Hell, Der Exorzist, Das Omen und vor allem die neuen Evil Dead Filme erinnert fühlen. Und das überrascht auch nicht, denn wie ich nach der Sichtung feststellte, handelt es sich bei Lee Cronin um den Regisseur von Evil Dead Rise.

Der Cast war solide. Die zwischenmenschlichen Probleme, die durch den Horror entstehen, wollen aber nicht wirklich zünden. Dazu waren die Entscheidungen, welche die Mutter und der Vater treffen, zu oft nicht nachvollziehbar. Die Kinder spielten fast besser als die Erwachsenen. Einzelne Horrorparts wirkten zudem zu drüber und mehr unfreiwillig komisch, statt zum Fürchten (z.B. die Abdankung der Grossmutter). Und einige Ideen werden nicht in den Plot integriert (der Professor).

Abgesehen von zwei-drei billigen CGI-Szenen (Sandsturm und Kojoten) bietet der Film eine ordentliche Palette an blutigen Splattereffekten, Bodyhorror Sequenzen und, und das freute mich am meisten, viele Ekelszenen, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Zudem sieht der Film allgemein toll aus und ist stark in Szene gesetzt. Das Make-Up (Gesicht) des Kindes hingegen fand ich wenig originell. Solche Fratzen sah man in den letzten Jahren einfach zu oft in dem Genre. Der Inhalt des Filmes ist auch alles andere als originell. Ägypten als Setting war hingegen cool und eine willkommene Abwechslung.

Fazit: Horrorfans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Infos:

O: Lee Cronin's The Mummy

USA, Irland 2026

R: Lee Cronin

D: Jack Reynor, Laia Costa, Veronica Falcón, May Calamawy, Natalie Grace

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 133 Min.

Gesehen am: 18.04.26

Fassungen: In Bern im Originalton mit deutschen Untertiteln und Uncut im Kino gesehen (ab 16 Jahren, während der in Deutschland keine Jugendfreigabe erhalten hat). Soll am 31.12.26 von Warner in Deutschland auf Blu-Ray und Co. erscheinen.

Freitag, 12. Dezember 2025

Vampire Review

Vampire

Story:

Im Auftrag der Kirche (Maximilian Schell) jagen Jack Crow (James Woods) und sein Team (u.a. Daniel Baldwin, Mark Boone Junior, Cary-Hiroyuki Tagawa) Vampire. Doch das Team wird verraten. Der Meister-Vampir Jan Valek (Thomas Ian Griffith) schlachtet praktisch das ganze Team ab. Jack Crow und die Überlebenden (Sheryl Lee) und neue Dazugestossene (Tim Guinee) nehmen den Kampf gegen Jan Valek auf…

Meine Meinung:

John Carpenters (Das Ding aus einer anderen Welt, Halloween, Pro-Life) Vampire ist für mich einer der besten Arbeiten des Horror-Meisters. Der Film gefällt mir dabei sogar besser als Werke wie Sie leben, Big Trouble in Little China oder Escape from New York wobei ich zwei dieser drei Titel erst jeweils einmal gesehen habe und ich mich kaum an jene erinnern kann (wobei ich die auch definitiv nicht als Kracher abgespeichert habe). Vampire, Ende der 90er Jahre eine willkommene Abwechslung zu den ganzen Teenie-Slashers à la Scream und Co., wurde zu Ehren von Cary-Hiroyuki Tagawa gesichtet.

Cary-Hiroyuki Tagawa verstarb Anfang Dezember. Dass er in Vampire mitspielt, wusste ich gar nicht (mehr). Nach der Sichtung weiss ich auch warum. Cary-Hiroyuki Tagawa ist kaum zu sehen. Er spielt einen Vampirjäger, hat aber nur eine kleine und limitierte Rolle. Da hätte ich besser einen anderen Film ausgewählt (Mortal Combat zum Beispiel). Cary-Hiroyuki Tagawa arbeite schon zuvor in Big Trouble in Little China mit John Carpenter zusammen. Ansonsten lohnen sich Filme wie Nemesis oder Showdown in Little Tokyo mit ihm. Seine Präsenz in Vampire ist nahezu unsichtbar.

Abgesehen von diesem kleinen, eigentlich unwichtigen Detail, hat mir Vampire ausgezeichnet gefallen. Die Western-Stimmung passt perfekt und gerade zusammen mit der tollen Musik kommen da definitiv From Dusk Till Dawn Vibes auf. Für die Effekte, die leider für die R-Rated Freigabe zensiert und in mind. einem Fall sogar als ganze Szene aus dem Film flogen (laut imdb Eintrag), war die KNB-FX Group (Cabin Fever, A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child, Intruder) zuständig. Einmal mehr tolle Effekte, die sie aus dem Hut gezaubert haben. Nach dem Zerteilungseffekt in Jason Goes to Hell gibt es hier eine ähnliche Tötungsszene zu sehen. James Woods (Videodrome) spielt ein wunderbares Arschloch, dessen Sprüche zum Schmunzeln anregen und auch andere Namen wie Maximilian Schell, Thomas Ian Griffith oder Tim Guinee (Blade) wissen zu gefallen.

Fazit: Horrorfans zu empfehlen!

Gefolgt von: Vampires: Los Muertos

Infos:

O: Vampires

USA 1998

R: John Carpenter

D: Maximilian Schell, James Woods, Daniel Baldwin, Mark Boone Junior, Cary-Hiroyuki Tagawa, Thomas Ian Griffith, Sheryl Lee, Tim Guinee

Laufzeit der deutschen DVD: 102:56 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 09.12.25

Fassungen: Mir lag die alte, deutsche DVD von VCL/MAWA vor = Uncut, gute Ton- und Bildqualität, Deutsch/Englisch, deutsche Untertitel. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (Scream Factory, Twilight Time, Powerhouse Films / Indicator Series, StudioCanal etc.).

Samstag, 25. Oktober 2025

Clouds Review

Horroktober 2025

Clouds

Story:

Jake und seine Freunde reisen über das Wochenende ins Hinterland. Das kann Jake nach einem Drogentrip brauchen. Vor Ort erfahren sie, dass vor zwei Monaten eine junge Frau vergewaltigt wurde und an den Folgen starb. Ihr Zimmer darf nicht betreten werden. Kurze Zeit später nehmen mysteriöse Ereignisse ihren Lauf…

Meine Meinung:

Clouds ist bei Genre-Freunden und VHS-Sammlern sehr begehrt, da es scheinbar nur eine japanische Videokassette (mit coolen Artwork) gibt. Bei Clouds handelt es sich um einen Mitte der 80er Jahre Film aus den Philippinen. Dieser erinnert mehrheitlich ans westliche Kino, den Backwood- und Slasher-Film aus den USA. Leider konnte mich dieser «Kultfilm» nicht überzeugen, so dass der Film, schönes Artwork und selten hin oder her, nicht in die Sammlung integriert wird.

Für einen Film aus den Philippinen gibt es überraschend viel nackte Haut und Sexszenen zu sehen. Das hat mich etwas überrascht. Auf der anderen Seite sah ich schon im grossartigen Silip nackte Haut. Das schien Mitte der 80er Jahre, auch auf den Philippinen, in Mode gewesen und akzeptiert zu sein. Clouds startet bereits schlecht. Als der Film startete dachte ich zuerst, es sei ggf. eine falsche VHS. Dann hoffte ich, dass es ein Trailer zu einem anderen Film sei. Pustekuchen.

Das Intro in den Film ist absolut furchtbar, nervend, zum Fremdschämen. Da ist nichts Stimmungsvolles bei und es passt rein gar nicht zu einem Horrorfilm. Es gibt schlussendlich zwei Hauptgründe, warum mir der Film nicht gefallen hat. Der erste Hauptgrund ist die Tatsache, dass bis zum Finale rein gar nichts passiert. Der Film ist schlicht und weg langweilig. Das Schauspiel mutet z.T. laienhaft an, das Overacting ist z.T. peinlich. Der zweite Hauptgrund ist, dass dem Zuschauer die Figuren total egal sind. Es sind mehrheitlich nervende und wenig sympathische Figuren. Da hilft dann auch der ein oder andere blutige Moment im Finale nichts.

Fazit: Lieber Silip, Zuma oder The Killing of Satan schauen!

Infos:

O: Alapaap

Philippinen 1984

R: Tata Esteban

D: Tanya Gomez, William Martinez, Mark Gil, Michael De Mesa

Laufzeit der jap. VHS: 94:51 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag das jap. VHS von Sony vor = Uncut, Englischer Dub (gute Synchro), jap. UT, gute Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025). Das VHS wurde für einen 3stelligen Betrag nach London verkauft. 

Dienstag, 14. Oktober 2025

The Soultangler Review

Horroktober 2025

The Soultangler

Story:

Dr. Anton Lupesky (Pierre Deveaux) experimentiert mit einer Droge, die es dem Träger erlaubt, seine Seele in den Körper von Leichen transferieren zu lassen. Halluzinationen sind ebenso eine Folge der Droge. Als er gefeuert wird und von einer Reporterin zur Sachlage befragt wird, eskaliert die Situation…

Meine Meinung (Director's Cut):

Als es im Shop von Vinegar Syndrome neue Vös gab (plus von deren Partner-Labels) stiess ich auf den mir unbekannten Film The Soultangler. Die Bilder dazu sahen interessant (auch blutig), sympathisch und charmant aus. Das traf vor allem auf die Make-Up Masken und Effekte zu. Der ausschlaggebende Grund war das Bild mit dem Gehirn und den Augen, welches ich sogar niedlich fand. Daher tätigte ich einen Blindkauf.

Der Amateur-Film ist Pat Bishows Antwort auf Stuart Gordons Re-Animator. Die Zombie-Szenen (vor allem in den Halluzinationen zeigend) erinnerten mich noch leicht an The Dead Next Door. So erinnert z.B. das «Schauspiel» von Pierre Deveaux als Mad Scientist an jenes von Jeffrey Combs. Das sieht ein blinder, dass Combs als Vorbild genommen wurde. Als Massstab. Und natürlich wird dessen Qualität zu keinem Zeitpunkt erreicht. Allerdings ist es auch nicht fair und logisch, eine Amateur-Produktion mit einem Low-Budget Splatterfilm, der auch im Kino lief, zu vergleichen. Das macht wenig Sinn.

Ich sah mir von The Soultangler den Director's Cut an. Der ist kürzer. Es wurden dafür ca. 28 Minuten an Handlung/Dialogen entfernt. Der Film wirkte dadurch auch «zerhackt» und dennoch gab es hier und da Längen. Vielleicht wirkt der Film in der regulären Fassung runder, aber dann noch langweiliger und lahmer. Daher werde ich die Kinoversion vermutlich nie schauen. Das «Schauspiel» wirkte in der Tat laienhaft. Viel Overacting. Die Mädels waren etwas besser als unser «Doc».

Wo der Film hingegen punktet, sind die fantasievollen, sympathischen, charmanten und handgemachten Zombie- und Leichen-Make-Up Effekte und die Splatterszenen. Die Mehrheit davon kommt aber erst im letzten Viertel vor. Wer also nur auf Gore aus ist, darf trotzdem nicht zu viel erwarten und/oder sollte seine Erwartungen anpassen, dass es erst gegen Ende richtig effektiv wird. Einige Szenen die Halluzinationen der Figuren darstellen, sind überraschend stimmungsvoll geraten. In der imdb wird leider nicht geleistet, wer für die Effekte verantwortlich war. Vermutlich werde ich doch noch die Extras der Blu-Ray checken, um mehr in Erfahrung zu bringen.

Fazit: Der Film bleibt bis zu einer späteren 2. Sichtung erst Mal in der Sammlung…

Infos:

O: The Soultangler

USA 1987

R: Pat Bishow

D: Tom Ciorciari, Pierre Devaux, Jane Kinser, Louise Millmann

Laufzeit der US-Blu-Ray (Director's Cut): Ca. 62 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Bleeding Skull vor = Wendecover, Region-All-Disc, zwei Filmfassungen an Bord (reguläre Fassung und der kürzere Director's Cut*), gute Bild- und Tonqualität, keine Subs (Director's Cut Fassung), Unmengen an Extras (Audiokommentar, Q&A, Kurzfilme etc.). * = 28 Minuten kürzer als die reguläre Fassung. Nur Handlung und Dialoge wurden entfernt. Die Laufzeit von dazumal 90 Min. war vom Studio vertraglich vorgegeben, entsprach aber nicht wirklich dem Willen von Regisseur Pat Bishow. Im DC sind alle Gore-Szenen und Effekte zu sehen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2025).

Donnerstag, 9. Oktober 2025

A Cat in the Brain Review


Horroktober 2025

A Cat in the Brain

Story:

Filmemacher Lucio Fulci (Lucio Fulci) hat albtraumhafte Visionen, in denen er Menschen tötet oder Szenen seiner Filme nicht mehr aus seinem Kopf bekommt. Er sucht einen Psychiater auf. Doch sein Gemütszustand bessert sich nicht…

Meine Meinung:

Aka Nightmare Concert. Lucio Fulci (Don’t Torture a Duckling, Four of the Apocalypse, Zombi 3) ist Fans vor allem für seine Klassiker Zombi 2, City of the Living Dead, The Beyond, The House by the Cemetery sowie Der New York Ripper bekannt. A Cat in the Brain entstand zu der Zeit, in der das Ital. Genre-Kino inklusive Lucio Fulci seine besten Zeiten bereits hinter sich hatten. A Cat in the Brain hatte sicherlich kein grosses Budget. Das dürfte auch der Grund sein, warum Lucio Fulci den Film mit Szenen aus sechs anderen Filmen aufpeppte und somit nur noch eine Rahmenhandlung als Gerüst um eine Vielzahl von Gore-Szenen zu erschaffen brauchte.

Lucio Fulci führte nicht nur Regie, sondern er spielt auch gleich die Hauptrolle. Der Film ist eine Art Zusammenschnitt aus diversen Gore-Szenen aus sechs unterschiedlichen Filmen. Unter anderem ist auch Lucio Fulcis When Alice Broke the Mirror darunter. Der Film ist daher relativ blutig, aber auch immer wieder repetitiv (Kettensägen-Szenen). Die Musik ist, trotz Fabio Frizzi (Das Schlitzohr und der Bulle), der die DVD am BIFFF signiert hat, nicht wirklich toll. Oder zumindest nichts, was in Erinnerung bleiben oder wonach ich auf YouTube suchen würde, wenn ich z.B. On bin.

Lucio Fulci ist in seiner Rolle als er selbst solide. Die Effekte sind blutig und deren Anzahl ist hoch. Splatter- und Gorehounds werden voll auf ihre Kosten kommen. Das Intro mit den Fake-Katzen, die Gehirnmasse fressen, fand ich als Katzen Vater cool und amüsant. Warum nicht mehr davon? Alles in allem müsste der Film jedoch aus der Sammlung fliegen, da relativ mässig und ausser blutigem Gore nichts bietend. Aber ich war auch am Waschen, so war ich ggf. abgelenkt und daher gebe ich dem Film in Zukunft nochmals eine Chance.

Fazit: Nur reinen Splatter-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Un Gatto nel cervello

Italien 1990

R: Lucio Fulci

D: Lucio Fulci, David L. Thompson, Jeoffrey Kennedy, Malisa Longo, Ria De Simone, Brett Halsey, Sacha Darwin

Laufzeit der Ital. DVD: 88:58 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die Ital. DVD von Raro Video / Minerva / Horror Club vor, die 2024 von Fabio Frizzi am BIFFF signiert wurde. Der Film kann in Ital. oder Englisch gesichtet werden. Es gibt keine Subs. Das Booklet ist zweisprachig (Ital. und Englisch). Gute Bild- und Tonqualität. Uncut. Es gibt diverse Blu-Ray Fassungen zum Film, z.B. in den USA (3er Set mit Soundtrack-CD und Unmengen an exklusivem Bonusmaterial), in England (88 Films), «Österreich» (PCM / XT Video) und in Deutschland (Mediacs). Der Film ist seit 2021 nicht mehr verboten.

Dienstag, 7. Oktober 2025

Hatchet II Review

Horroktober 2025

Hatchet II

Story:

Marybeth (Danielle Harris) überlebt ein Aufeinandertreffen mit Victor Crowley (Kane Hodder). Zusammen mit Reverend Zombie (Tony Todd) und anderen (u.a. Tom Holland, AJ Bowen, Alexis Kendra, R.A. Mihailoff, Parry Shen) begibt sie sich erneut in den Sumpf, um Victor ein für alle Mal zu töten…

Meine Meinung:

Hatchet II hat mir, wie schon der Vorgänger, nicht mehr gut genug gefallen, um in der Filmsammlung zu verweilen. Mein Filmgeschmack hat sich z.T. verändert und gerade bei neuen Filmen bin ich deutlich strenger geworden, so dass Hatchet II aus der Sammlung fliegt. Dafür lohnen sich Blog-Specials wie der Japanuary, Shawgust oder der Horroktober gut. Aus dem Vorgänger kehren Adam Green (Regie), Kane Hodder (spielt den Killer), Tony Todd (gleiche Rolle) und John Carl Buechler (gleiche Rolle) zurück. Neu an Bord stösst Danielle Harris (Halloween 4 & 5, Last Boy Scout) und Tom Holland (Regisseur von Child’s Play und Fright Night).

Zwar ist der Film absolut nicht langweilig (ich würde sogar sagen, der hatte weniger Längen und Startschwierigkeiten als der Vorgänger), aber abgesehen von den Effekten (die übrigens in der Fortsetzung nicht mehr von John Carl Buechler stammen) konnte mich der Film nicht mehr überzeugen. Abgesehen von den sehenswerten und fantasievollen Tötungssequenzen und starken, handgemachten Effekten, die, ich muss es zugeben, teilweise wirklich der Wahnsinn sind, bietet der Film keinen Mehrwert, je wieder gesichtet zu werden.

Die Optik des Filmes erinnert an einen sterilen, billigen TV-Film. Eine Spannung oder Atmosphäre will nie entstehen. Die Musik (z.B. im Vor- oder Abspann) ist unpassend gewählt (und/oder entspricht weniger meinem Geschmack) und der Vorspann wirkt auch billig und für einen Film, der auf Old School machen will, wirkt dieser zu modern. Der Humor ist doof und pubertierend (wie auch die wenigen Nacktszenen) und alle Figuren sind uninteressant. Da können auch Danielle Harris, Kane Hodder (Kill Her Goats, Robin Hood: Ghosts of Sherwood) oder Tony Todd (der ein echtes Arschloch spielt) nichts ändern.

Fazit: Für Fans der Reihe sicherlich zu empfehlen, wer jedoch mehr als nur guten Gore sehen will, sollte sich für andere Filme entscheiden!

Gefolgt von: Hatchet III

Infos:

O: Hatchet II

USA 2010

R: Adam Green

D: Tony Todd, Kane Hodder, Danielle Harris, Tom Holland, AJ Bowen, Alexis Kendra, R.A. Mihailoff, John Carl Buechler, Parry Shen

Laufzeit der US-DVD: 85:15 Min.

Gesehen am: Feb. 2011 / Neusichtung am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die Uncut-US-DVD von Dark Sky Films vor = Schuber, O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutsch und Uncut nur über Österreich zu haben!

Sonntag, 6. Juli 2025

Species II

Species II

Story:

Astronauten (Mykelti Williamson, Justin Lazard, Myriam Cyr), die auf dem Mars waren, infizieren sich mit einer ausserirdischen Lebensform. Mit tödlichen Folgen. Press Lenox (Michael Madsen) soll sich dem Alien-Problem annehmen…

Meine Meinung:

Michael Madsen, ein Liebling von Quentin Tarantino und in dessen Reservoir Dogs, Kill Bill: Vol. 1 & 2, The Hateful Eight und Once Upon a Time… in Hollywood zu sehen, verstarb überraschend und noch zu jung an einem Herzinfarkt. Für Filmsichtungen, um ihm zu Ehren, kamen diverse Filme in die Auswahl. Filme wie Species, Species II, Sin City, BloodRayne, Tooth and Nail oder Hell Ride. Da ich aufgrund von Arbeit und NIFFF kaum Zeit habe (plus andere Todesfälle), entschied ich mich für nur einen Film und zwar Species II.

Den hatte ich nämlich als gelungen und als besten Teil der Species Reihe in Erinnerung. Der ist auch am meisten mit Nostalgie verbunden. Den ersten Teil sah ich erst deutlich später und fand ich unbewusst immer überbewertet. Der könnte, wie auch die weiteren Fortsetzungen nach dem 2. Teil, nach Neusichtungen aus der Sammlung fliegen. Auch Natasha Henstridge empfinde ich als überbewertet. Weniger mein Typ Frau. Und ja, das Frauenbild in Species II ist bewusst so gewählt: sexualisiert! Der Mix aus Sex und Gewalt ist höher als im Vorgänger.

Auch heute finde ich es erstaunlich, dass der Film in Deutschland dazumal eine FSK16 Freigabe erhalten hat. Da sind doch mehrere blutige, fiese und schleimige Effekte zu sehen. Und immer eine Mischung aus Sex und Gewalt. Teilweise erinnern einige Momente gar an Tentakel-Sex-Momente aus Adult Animes (oder an The Thing). Ich mochte die Effekte auch heute noch. Die Splatter-, Verwandlungs- und Alien-Masken und Effekte-Arbeiten sind grosses Kino von Steve Johnson (The Dentist, Necronomicon: Book of Dead, Night Angel).

Der Film gefällt mir auch heute noch, auch wenn der Plot wirklich sehr doof ist, das Frauenbild schlecht dargestellt wird und einige wenige CGI-Effekte schlecht gealtert sind. Zwar wirken auch die Alien-Kämpfe im Finale etwas angestaubt, aber die haben mir aktuell besser als früher gefallen, da einfach tolle, aufwändige und sehenswerte Effekte-Kreationen. Ich mochte Michael Madsen, Mykelti Williamson (The Delta Force), Justin Lazard oder James Cromwell (spielte auch in der grandiosen Serie Six Feet Under mit) in ihren Rollen. Perfekte 90er Jahre Unterhaltung.

Fazit: Der beste Teil der Reihe!

Gefolgt von: Species III

Infos:

USA 1998

R: Peter Medak

D: Michael Madsen, Mykelti Williamson, Justin Lazard, Myriam Cyr, Marg Helgenberger, Natasha Henstridge, James Cromwell

Laufzeit der deutschen DVD: 89:13 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: 05.07.25

Fassungen: Mir lag die deutscher DVD von MGM vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs (die deutsche Synchro ist jedoch gelungen), sehr gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Montag, 26. Mai 2025

Guts of a Beauty

Guts of a Beauty

Story:

Eine Krankenschwester macht es sich zum Ziel, den Suizid einer Patientin zu rächen…

Meine Meinung:

Aka Entrails of a Beautiful Woman. Bei Guts of a Beauty handelt es sich um den zweiten Teil der «Guts Trilogie» von Kazuo 'Gaira' Komizu (Guzoo: The Thing Forsaken by God - Part I). Die Fortsetzung ist ok und solide. Wer den ersten Teil mochte, wird auch den zweiten mögen, auch wenn die Filme bis dato von einem Highlight-Faktor weit entfernt sind. War der erste Film mehr im Backwood-Slasher-Setting zu Hause, spielt der 2. Film im Yakuza-Setting.

Es geht um eine Frau, die Opfer der Yakuza wird. Sie wird vergewaltigt und mit einer speziellen Droge gefügig gemacht. Die Krankenschwester, die das Opfer später betreut, will deren Tod durch Suizid rächen. Die Krankenschwester (typischer Erotik-Fetisch in Japan und anderswo) setzt auf vollen Körpereinsatz, um ein Yakuza Mitglied nach dem anderen in den Tod zu schicken. Dazu helfen ihr auch die Drogen, mit welchen sie sich in ein schleimiges Monster verwandelt.

Einzelne Szenen des Filmes sah ich bereits im Bonusmaterial zum ersten Teil. Mind. eine Splatterszene und wie das Monster aussieht. Bemängelte ich im ersten Film das «Monster» als Mensch mit Schlamm bedeckt, so gibt es hier wirklich ein monströses Geschöpf zu sehen. Ohne Haut, blutig und schleimig. Dies hat mich an einige der hautlosen Gestalten aus Hellraiser 1 + 2 erinnert. An den Effekten hatte ich grosse Freude. Die Effekte (Monster und Gore) waren die Highlights in Guts of a Beauty.

Die sehenswerten Splatter- und schleimigen Monstereffekte sind jedoch erst im letzten Viertel des Filmes zu sehen. Zuvor gibt es Längen. Vor allem Längen und viel nackte Haut und Sex. Mir hätte der Film besser gefallen, wenn die Rache und die Monster-Effekte schon ab Mitte des Filmes vorgekommen wären, statt erst gegen Ende. Eine Szene erinnerte mich an den Edward Lee Roman Header 2. Da musste ich schmunzeln!

Fazit: Solide Fortsetzung!

Gefolgt von: Rusted Body

Infos:

O: Bijo no harawata

Japan 1986

R: Kazuo 'Gaira' Komizu

D: Megumi Ozawa, Ayako Ishii, Seira Kitagawa, Ken Yoshizawa, Shinji Sekikawa, Kazuhiro Sano

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 68 Min.

Gesehen am: 02.03.25

Fassungen: Gesehen via Gaira's Guts Trilogy von 88 Films (UK-Blu-Ray) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, ca. 14minütiges Interview mit dem Regisseur. In mind. einer Szene zensiert via Fogging Zensur. Wer Deutschen Ton braucht, muss zur Blu-Ray aus Österreich greifen (von Shock Entertainment).

Freitag, 25. April 2025

Pater Noster and the Mission of Light

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

Pater Noster and the Mission of Light

Story:

Max (Adara Starr) arbeitet in einem Plattenladen. LPs sind ihre Leidenschaft. Als sie auf der Suche nach einer extrem seltenen Rarität aus den 70ern auf einen Hippie-Cult stösst, beschliesst sie, diesen zusammen mit Freunden zu besuchen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Als ich diesen Film für das Filmfest (Brugggore Filmfestival) auswählte, erwartete ich eine Art Midsommar Low-Budget Variante «in pervers». Den Trailer habe ich nur durchgezappt. Pater Noster and the Mission of Light ist, wie Regisseur Christopher Bickel selbst angibt, ein Undergroundfilm. Vermutlich basiert Pater Noster and the Mission of Light auf seinem Kurzfilm (17 Minuten Laufzeit) Welcome to Wunderlawn aus dem Jahr 2014. Christopher Bickel ist eine Ein-Mann-Armee. Er führe nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch, fungierte als Produzent, steuerte die Musik bei, führte die Kamera und schnitt den Film auch selbst zusammen.

Hauptdarstellerin Adara Starr spielte bereits in seinem Kurzfilm mit und die gelungenen Effekte stammen von Blood Feast 2: All U Can Eat Künstler Joe Castro (Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep). Pater Noster and the Mission of Light hat mir trotz seines kaum vorhandenen Budgets sehr gut und besser als erwartet gefallen. Ich empfinde den Film am 3. Tag des Filmfestes als bisher besten Film, den ich heuer dort sah. Christopher Bickels Fleiss, Eifer und Leidenschaft erinnert dabei an Namen wie Herschell Gordon Lewis (The Gore Gore Girls), Olaf Ittenbach (Black Past) in jungen Jahren oder Nathan Schiff (They Don't Cut The Grass Anymore).

Der Film bietet zwar inhaltlich nicht unbedingt etwas Neues, aber der simple Plot überzeugt, unterhält und wartet mit all jenen Klischees auf, die sich Horror--, Slasher- sowie Backwood- und Sekten-Fans davon erwarten. Zudem, und das ist fast das Wichtigste, waren die Figuren durch die Bank sympathisch. Adara Starr gibt eine wunderbare Hauptfigur ab und auch die Co-Stars machen ihre Sache ordentlich. Christopher Bickel verfügt über das Talent, das extrem niedrige Budget gekonnt zu kaschieren. Der Film sieht optisch interessanter aus, als andere Filme, welche ich am diesjährigen Filmfestival sah (z.B. Dark Match). Die Optik und visuellen Einfälle sind stimmungsvoll. Die handgemachten Effekte (oder das Monster-Baby) sind wunderbar getrickst und der Film ist sehr blutig in Szene gesetzt.

Fazit: Psychedelischer Sekten-Horror im gelungenen Retro-Look! Für Fans von Amateur-Filmen zu empfehlen!

Infos:

O: Pater Noster and the Mission of Light

USA 2024

R: Christopher Bickel

D: Adara Starr, Mike Amason, Joshua R. Outzen

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 97 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025

Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut und in Englischer Sprache. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: April 2025).