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Dienstag, 28. April 2026

Infested

Infested

Story:

Eine Gruppe von Bewohnern (u.a. Théo Christine) kämpfen gegen einen aggressive Spinnenplage, die sich im Block vermehrt, um ihr Überleben…

Meine Meinung:

Infested ist ein französischer Tierhorrorfilm um mordende Spinnen und stellt gleichzeitig Sébastien Vaniceks Regiedebüt dar, dem Regisseur des kommenden, neuen Evil Dead Filmes (= Evil Dead Burn). Der Film ist nicht nur ein Tierhorrorfilm, sondern bietet auch eine sozialkritische Note (Diskriminierung). Die Figuren stammen aus der Banlieue und der Film spielt auch dort in einem Häuserblock.  Der Film wurde dazumal fast zeitglich mit Sting veröffentlicht, den ich am BIFFF sah und sehr enttäuscht war. Zudem nervte Sting.

Infested habe ich im gleichen Jahr am Brugggore Filmfestival nebst anderen Titeln wie Aberrance, How to Kill Monsters, Le Vourdalak oder Minore verpasst. Seither stand der Titel auf meiner immer zu langen Wunschliste. Nun holte ich die Sichtung von Infested nach und in meinen Augen ist Infested nicht nur deutlich besser und sehenswerter als Sting, sondern auch abgesehen davon einer der besten Tierhorrorfilme mit Spinnen. Es ist nicht alles perfekt, aber im Grossen und Ganzen macht Infested Vieles richtig.

Vor allem wer Angst vor Spinnen hat (oder sie einfach eklig findet), sollte sich Infested ansehen. Es gab in der Tat zwei-drei tolle Szenen, die auch ich eklig und scary fand. Das waren aber beides Szenen, in denen die Spinnen noch nicht so gross waren (z.B. die Badezimmer-Szene). Das klaustrophobische und dunkle Setting plus Kameraarbeit tragen viel zur Stimmung bei. Oft sind die Spinnen, vor allem am Anfang, immer nur schnell oder in Hintergründen zu sehen. Und das macht die Szenen dann auch creepy und unheimlich. Oder wie sie in den Boxen verstaut zu sehen sind. Eklig.

Sobald die Spinnen grösser werden, verschwindet der angstvolle Faktor. Zwar wurden echte Spinnen (200 Riesenkrabbenspinnen) verwendet, um diese später digital zu vergrössern, aber das sieht man den Viechern halt auch an. Auch wenn die Bewegungen sicherlich natürlicher sind als bei reinen CGI-Spinnen, so war das ein gewisser Minuspunkt. Zudem war auch das Finale an sich relativ lahm und kann das Niveau, welches der Film im Mittelteil aufbaut, nicht halten. Die Figuren sind stark gespielt. Charakterisiert wird vor allem die Gruppe, die ums Überleben kämpft. Der Horror startet nach ca. einer halben Stunde. Zuvor entwickeln sich die Figuren und der Plot.

Fazit: Tierhorrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: Vermines

Frankreich 2023

R: Sébastien Vanicek

D: Théo Christine, Sofia Lesaffre, Jérôme Niel, Lisa Nyarko, Finnegan Oldfield

Laufzeit der Bootleg-Blu-Ray: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 28.04.26

Fassungen: Ich habe den Film als Bootleg-Blu-Ray vom Kumpel geschenkt bekommen. Der Film ist Uncut, die Bild- und Tonqualität sind sehr gut und zum Französischen Originalton können englische Untertitel zugeschaltet werden. In Deutschland gibt es den Film als Spiders - Ihr Biss ist der Tod auf DVD, Blu-Ray und UHD.

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