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Dienstag, 7. Juli 2026

NIFFF 3. bis 4. Tag

Ich schlief schlecht. Da ich Freitag bis Samstag für meine Verhältnisse lang geschlafen habe, war ich nun abends nicht müde. Ich schlief am Ende zwischen vier bis fünf Stunden (und wurde noch von einer Mücke angegriffen, die ich aber schnell abwehren konnte) und stand bereits um 07.00 Uhr auf. Theoretisch hätte ich noch länger schlafen können (ich würde das Haus erst um 10.15 Uhr verlassen), aber ich habe gerne Zeit am Morgen und mag es nicht stressig. Ich ass extra nichts, da ich heute am Mittag in Neuchatel mit dem Kumpel aus Zürich essen gehen würde. Wie bereits gestern gab es von Bern keine Direktverbindung nach Neuchatel. Nun wusste ich aber Bescheid. Mir gelang es sogar, ungeplant, auf eine frühere Zugverbindung, so dass ich bereits um ca. 11.30 Uhr in Neuchatel ankam, statt um 12.00 Uhr. Am Bahnhof stand ich in eine Pfütze und rutschte in dieser fast aus. Ich weiss nicht, was es war, wahrscheinlich nur Wasser (da nicht klebrig, im Geruch neutral). Dennoch ging ich draussen (Brunnen) meine Wade und später auf einem WC meine Hand noch mit Seife waschen.

Ich holte den Kumpel vom Hotel ab, welches er sehr lobt. Ich denke, wenn ich in Zukunft auch Mal wieder vor Ort in Neuchatel verweilen würde, dann auch in dem Hotel (= Hotel Beaulac) wie er. Unsere ersten Filme würden heute um 16.45 Uhr starten. Spät. Wir hatten zum Start unterschiedliche Filme. Wir liefen fiel (am Ende über 10'000 Schritte) und sahen uns mögliche Restaurant-Optionen an. Denn wir hatten mehrere Stunden Zeit. Ich zeigte ihm Gegenden, die er von Neuchatel noch nicht kannte. Er war inzwischen wieder sehr sonnig und warm. Toll. Wir entschieden uns für das Okapi Restaurant = siehe Restaurant Bericht. Danach suchten wir einen Geld Automaten, da ich gezahlt hatte (Vorschlag des Kumpels) damit mir der Kollege das Geld zurückgeben konnte (ich habe nicht mehr viel für den Monat). Danach liefen wir über eine neue Route zum Bahnhof, wo wir uns mit kalten Getränken und ich auch mit einem Sandwich eindeckte. Das Sandwich sollte als Abendessen, wenn ich abends wieder nach Bern fuhr, fungieren. Nach den zwei Desserts und nachdem ich am Bahnhof Neuchatel noch viel trank (Red Bull ohne Zucker, Café Latte) war mir fast etwas schlecht. Im Gegensatz zu gestern hatte ich in einer kurzen Zeitspanne sehr viel gegessen und getrunken.



Danach gingen wir am Nachmittag noch ins Les Brasseurs etwas kaltes Trinken. Und ich nahm dort meine 3. Crème Brulée. Die war ebenfalls sehr fein, aber danach wurde mir wirklich kurz schlecht. Auch das Cola füllte mich gut ab. Aber nach ca. 10-15 Min. besserte es sich wieder. Vor dem ersten Film ging der Kumpel noch kurz ins Hotel, während ich noch etwas im Les Brasseurs blieb. Mich zog es danach noch kurz an den See, ehe mein erster Film startete. Ghost in the Cell war total ausverkauft. Am Wochenende muss damit am NIFFF gerechnet werden. Das Kino war sehr warm, da kein Klimaanlagengebrauch. Ich hatte schon etwas Mühe im Kino. Mit der Wärme und mit dem Sitzen. Zudem kamen erneut diverse unappetitliche Gerüche auf. Danach hetzte ich gleich in die nächste Vorstellung. The Furious. Da gab es Probleme mit dem Ticket, aber als sie es nochmals probierte (auf meine Aufforderung hin, sie wollte mich an die Kasse schicken), ging es. Der Kumpel war bereits im Kino und hielt Plätze frei. Die Vorstellung war total ausverkauft. Es war kühler, aber mein Gesäss tat weh und es war eine mühsame Sichtung. Der Film hat mich leider enttäuscht, auch wenn ich da ziemlich allein dastand (viele Szenen, die während der Sichtung beklatscht wurden, haben mir nicht gefallen), auch wenn es auf Letterboxd über 70 Seiten schlechte bis mittelmässige Meinungen zum Film gibt. Ich fühlte mich «anders», was aber vollkommen okay ist. Der Vorsteller war mühsam. Kostete wertvolle Zeit, war laut meinem Kumpel auf Koks und es fand eine Versteigerung von, so wie es aussah, Postern statt.



Der Kumpel ging danach erneut ins Hotel, da er noch einen weiteren Film auf seinem Programm stehen hatte. Mich zog es zum Bahnhof, wo ich nach Hause fuhr. Es war eine andere Verbindung als gestern, so dass ich heute nicht nach Hause laufen würde. Ich hatte keinen Hunger und sah mir das Fussball-Spiel zwischen Norwegen und Brasilien an. Die Rückreise war mühsam. Eine Mutter mit zwei oder drei Kindern machte 30 Minuten Dauerlärm. Und wirklich lauten Lärm. Die Mutter liess ihre Kinder einfach machen. Ich bin einmal mehr froh, selbst keine Kinder zu haben. Danach ging es im Westside ins Tram. Dieses war total heiss und wurde scheinbar den ganzen Abend nicht klimatisiert. Auch während der Fahrt hielt es der Fahrer nicht für nötig, die Klimaanlage zu gebrauchen. Er hatte sogar das Fenster in seiner Sitzkammer geöffnet so dass alle die Musik hören konnten, welche er abspielte. Mühsam. Im Europaplatz wechselte ich dann auf den Zug und schaute mir das Fussballspiel zu Ende an (mit schönem Ende), während ich bereits die zwei Reviews schrieb. Das Sandwich ass ich dann erst zwischen 00.00-01.00 Uhr, ehe es mich um ca. 01.20 Uhr ins Bett zog. Zwar würde bald noch England - Mexiko gezeigt werden (02.00 Uhr), aber darauf hatte ich dann trotzdem keine Lust mehr.

Diese Nacht schlief ich länger. Um 09.30 Uhr hiess es aufstehen und noch letzte Berichte fertig schreiben. Dann musste ich unbedingt noch kurz einkaufen gehen (Kaffeerahm) und die Katzenkisten machen. Heute war es heisser als in den letzten Tagen, das merkte ich bereits auf dem Weg zum Einkaufen. Heute könnte es sein, dass ich auf Regisseur Quarxx treffen würde. Dessen Film (The Ones Who Grieve) wird heute gezeigt. Er wird, wenn ich nicht irre, drei Tage vor Ort sein. So suchte ich die französische Blu-Ray von All the Gods in the Sky und die Stifte zum Signieren (bis ich die gefunden hatte…). Packte ich Mal vorsichtshalber ein. Ich machte mich auf den Weg und ich sollte um ca. 16.00 Uhr in Neuchatel sein (der erste Film würde um 17.00 Uhr starten). Ich war jedoch erneut 30 Min. früher in Neuchatel.

Dort musste ich am Bahnhof erstmal etwas zu Essen und Trinken kaufen. Ein Schokoladenriegel war das Erste, was ich um ca. 15.30 Uhr heute ass. Danach ging ich in die Passage schauen, ob ich Quarxx sehen würde. Angeblich stellt er nur heute seinen Film vor, auch wenn dieser noch ein zweites Mal gezeigt würde. Ich sah keinen Quarxx. Also ging ich noch an den See. Der erste Film lief leider wieder im Kino Studio. Ich wurde müde, aber das besserte sich mit dem Verlauf des Filmes (Hen Vorstellung). Und dann das: die haben das Kino, obwohl nicht ausverkauft wie am Wochenende, tatsächlich Mal gekühlt! Auch vor der Vorstellung von The Ones Who Grieve sah ich Regisseur Quarxx nicht. Erst auf der Bühne, als er den Film vorstellte. Er macht einen leicht nervösen, aber auch schrillen Eindruck. Er sah den Film auch komplett an und danach gab es wohl noch ein Q&A. Danach hatte ich aber keine Lust zu warten, sondern wollte nach Hause. Ich war müde und so wichtig war mir ein Autogramm von Quarxx jetzt nicht, dass ich extra (z.B. draussen vor dem Kino) warten wollte. Um 22.00 Uhr hiess es ab nach Hause. Ich schaute mir noch Fussball an (Portugal gegen Spanien = ziemlicher Grottenkick) und musste im Zug zweimal den Platz wechseln, da ich von einer ekligen Fliege attackiert wurde. Statt bis nach Bern zu fahren und dort lange am Bahnhof zu warten, lief ich heute vom Westside im Dunkeln nach Hause (30 Min.). Trotz falscher Schuhe und unbequemem Weg über das Feld. So war ich ca. 20-30 Min. früher zu Hause, als wenn ich mit dem ÖV über Bern gefahren wäre. Schade, dass die Station Riedbach regulär gar nicht bedient wird. Das schien am Wochenende nur eine Ausnahme gewesen zu sein. Mal schauen, ob es Verbindungen von Neuchatel nach Riedbach gibt, ggf. mit einer anderen Verbindung. Zuhause ass ich dann noch ein zweites Sandwich da wieder Hunger habend und um 00.00 Uhr ging es ins Bett.






The Ones Who Grieve

NIFFF 2026 Spezial

The Ones Who Grieve

Story:

Im 19. Jahrhundert vor dem 1. Weltkrieg:

Eine Krankheit namens «Black Veil» sorgt für Angst und Schrecken. Zélie (Zélie Rixhon) und ihre Mutter (Isabelle Anciaux) werden von ihrem streng religiösen Vater und Ehemann Jacob (Thierry Frémont) terrorisiert und schikaniert. Jacob wünscht sich noch einen Sohn und hat derweil alle Hände voll zu tun, um Infizierte zu beseitigen. Als ein Infizierter auf dem Dachboden der Scheune auftaucht sieht Zélie eine mögliche Chance gekommen, ihren Vater damit beseitigen zu lassen…

Meine Meinung:

Mit Quarxx kam ich auch an einem vergangenen NIFFF erstmals in Berührung, als ich mir All the Gods in the Sky ansah. Diesen fand ich dazumal sehr interessant. The Ones Who Grieve ist nun bereits der dritte Spielfilm von Quarxx, der am NIFFF zu sehen ist. Pandemonium habe ich letztes oder vorletztes Jahr verpasst und/oder ausgelassen. Quarxx ist für sein kontroverses und provokantes Kino bekannt, daher buchte ich The Ones Who Grieve.

Quarxx stellte den Film am NIFFF vor. Es geht um das Patriarchat, sagte er, und er sah sich danach den kompletten Film, wenn ich nicht irre, handelte es sich um die Weltpremiere, vor Ort an. Und er erwähnte «Zombies» und meinte damit wohl die Opfer der Seuche «Black Veil». The Ones Who Grieve ist erneut ein nicht uninteressanter, spezieller und auch provokanter Film. Jedoch konnte mich der Film weniger fesseln als All the Gods in the Sky. Quarxx arbeitet hier wieder mit Schauspielern aus seinen vergangenen Filmen zusammen.

The Ones Who Grieve wirkte fast zu überladen und übertrieben. Teilweise hatte ich auch fast mehr den Eindruck, eine Art Satire und Parodie zu sehen. Quarxx sprach vom Patriarchat und das wird in dem Film und deren Darstellung massiv auf die Spitze getrieben. Und das kam auch bei den Zuschauern des Filmes nicht gut an. Auf Letterboxd schrieb z.B. jemand: «Introduced as a film about patriarchy and there is no arguing that. It may be 100% critical of the monsters it portrays but factually this is just two hours of women suffering, pointless.».

Ich fragte mich, ob es Quarxx wirklich darum ging, dass Patriarchat kritisch darzustellen oder ob er mehr mit der Erwartungshaltung der Zuschauer zu dem Thema spielte. Denn Jacob ist wirklich ein sehr grosses Ekel, aber teilweise mutet der Film fast mehr wie eine schwarze Komödie an, als ein echtes Drama. Und wenn jemand wie Jacob so wie im Film dargestellt wird und von allen mehr und mehr gehasst wird, was sollte dann das Ende? Das dürfte so ziemlich alle Zuschauer vor den Kopf stossen. Wo bleibt die Gerechtigkeit? Das das nicht gefallen wird, kann ich verstehen. Der Applaus am Ende war sehr verhalten. Ich denke, viele waren aufgrund des Endes irritiert. Auf der anderen Seite gefiel mir das. Denn so lässt sich ein Regisseur nicht in eine Schublade stecken.

Der Film ist technisch gut gemacht, mehr oder weniger «unterhaltsam» (die Zeit geht beim Schauen vorbei) und als Zuschauer stellt man sich die Frage, wo der Film hinsteuert. Jedoch wirkt der Film mit seinen Themen auch überladen und einige Dinge hätten besser beleuchtet und/oder ggf. besser weggelassen werden sollen. Patriarchat, Kritik an Religion und Kirche, Seuche, Wissenschaft vs. Religion oder Mad-scientist Motive, Familiendrama, sucht es euch aus. Und was sollte die Szene, in der sich die Mutter einen riesigen Wurm (?) oder Parasiten (?) aus der Vagina oder dem Anus zieht? Schade, wurde darauf nicht mehr eingegangen…

Fazit: Quarxx dürfte mit seinem neusten Film erneut polarisieren = alles richtig gemacht!

Infos:

O: Les Âmes en peine

Frankreich 2026

R: Quarxx

D: Thierry Frémont, Zélie Rixhon, Isabelle Anciaux

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 116 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Hen

NIFFF 2026 Spezial

 

Hen

Story:

Dawid (Stian Bam) finden in der südafrikanischen Einöde die Überbleibsel eines Massakers vor. Er vergräbt die Opfer und findet in einer Truhe eingesperrt einen stark eingeschüchterten, verletzen und verwilderten Jungen, der sich später als Lukas (Dawian van der Westhuizen) vorstellt. Dawid nimmt den Jungen zu sich nach Hause. Dawid und seine Ehefrau (Amalia Uys) beschliessen, den Jungen bei sich aufzunehmen…

Meine Meinung:

Hen stellt am diesjährigen NIFFF den bisher besten und interessantesten Film dar. Ich wusste praktisch gar nichts, als ich Hen gebucht habe. Es handelt sich um einen südafrikanischen Film von Nico Scheepers. Ein Regie-Debüt. Dieses darf als gelungen bezeichnet werden. Der Film, der komplett in s/w Bilder gedreht wurde (stark, was für Bilder uns hier präsentiert werden!), ist ein Mix aus Arthouse, Horror (hier und da fällt in anderen Berichten auch das Wort Folkhorror) und ein Slowburner.

Hen bietet von Anfang an fantastische Bilder. Die Kameraführung ist ein Genuss. Die Isolation des Landes und später auf der Farm werden wunderbar stimmungsvoll eingefangen. Der Film ist für einen Slowburner sehr langsam in seiner Entwicklung. Es fallen lange keine Dialoge, und ich musste etwas gegen die Müdigkeit ankämpfen, da zu bequeme Kinositze, über 30 Grad und ich war müde. Aber nach und nach fesselte mich der Plot mit dem Verlauf der Handlung. Natürlich kann der Zuschauer einige Sachen vorhersehen. Ansonsten sei gesagt, dass es viel Tierleid zu sehen gibt. Wer damit ein Problem hat, sollte Hen ggf. meiden.

Was die Hintergründe und Hintergedanken des Regisseurs sind, ist mir nicht bekannt. Die NIFFF Vorstellerin sprach von der Kolonisierung (falls ich das korrekt verstanden habe). Aber eigentlich hatte der Film damit nicht wirklich was zu tun, fand ich. Das ist auch gut so. Manchmal ist es besser, wie à la Backrooms, am Ende keine klaren Antworten zu bekommen. So macht später auch eine neue Sichtung Spass und/oder man geniesst einfach die Bilder und das Schauspiel. Und letzteres war absolut herausragend. Stian Bam und Amalia Uys waren in ihren Rollen überzeugen und Dawian van der Westhuizen spielt den kleinen Jungen absolut phänomenal.

Fazit: Sehenswertes und nicht uninteressantes Regiedebüt!

Infos:

O: Hen

Südafrika 2025

R: Nico Scheepers

D: Dawian van der Westhuizen, Amalia Ulys, Stian Bam

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 109 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Montag, 6. Juli 2026

Okapi Neuchâtel

Adresse: Rue du Trésor 4, 2000 Neuchâtel


Am dritten NIFFF-Tag hatte der Kumpel, der aus Zürich die ersten drei Tage vor Ort verweilte (Hotel), und ich Lust auf richtiges Essen. Da unsere ersten Filme heute spät starten würden, haben wir uns schon am Mittag in Neuchatel verabredet. Ich sah mir bereits am Vorabend an, welche Restaurants am Sonntag in Neuchatel geöffnet haben werden. Denn das sind gar nicht so viele. Die Stadt gleicht am Sonntag fast einer Geisterstadt. Es hat praktisch alles zu und nichts ist los. Fast etwas unverständlich, da viele Touristen oder Menschen, die für ein Wochenende nach Neuchatel reisen. Da könnte Geld erwirtschaftet werden.

Da wir mehr als genug Zeit hatten, durchstreiften wir Neuchatel und schauten uns mehrere Optionen an. Zum einen das Les Brasseurs im Zentrum, das Pizza'Fun Neuchâtel bei der grossen Mall (am Sonntag geschlossen) und dann noch eine Restaurant-Kette wo wir vor einigen Jahren und ich sogar länger her, auch einmal essen gingen. Dort fiel die Wahl auf das Okapi Neuchâtel. Und wir entschieden uns für Letzteres. Die Karte war auf Französisch. Wir hätten natürlich auch für eine Englische Speisekarte fragen können. Der Kollege kann jedoch Französisch und ich habe Bilder gemacht und diese via Google übersetzen lassen.

Wir nahmen draussen Platz. Es war ein guter Platz. Es war zwar warm, aber hier und da ging ein Lüftchen. Nebst Tauben und frechen Spatzen war der Platz gedeckt d.h. im Schatten. Man konnte gut Leute beobachten, die durch das Städtchen schlenderten. Ich entschied mich beim Essen, ich war seit 07.00 Uhr auf und hatte aktuell grossen Hunger, für folgendes:

 

…als Hauptgang

New York Roll au Pulled Pork Maison

new york roll au pulled pork suisse avec sauce barbecue et poivrons confits

Ich nahm es ohne Salat und mit Pommes

31 CHF

 

…als Nachspeise

Crème Brulée Miso Caramel

10 CHF

Da nahm ich zwei nacheinander (= 20 CHF am Ende)

 

 

Als ich diese Texte schrieb sah ich, dass die Online Karte leicht abgeändert ist und jene im Restaurant alternativ war. Auf der Online-Karte hatte es z.B. kein Crème Brulée Dessert (dafür einen Cheesecake) und auch das New York Roll-Gericht wird auf der Online Karte anders beschrieben. Ich habe auf eine Vorspeise verzichtet, da ich bereits zu dem Zeitpunkt mit der Idee, zwei Mal das Dessert zu bestellen, liebäugelte. Der Kollege nahm das gleiche Hauptgericht, jedoch mit Salat. Wir haben optisch eine «Roll» wie einen Dürüm erwartet. Aber wir bekamen stattdessen eine Art Burger. Das «Brot» ewar speziell, da die gleiche Konsistenz habend wie ein Gipflei. Das in Kombination mit dem Bulled Pork, der Sosse und dem Paprika ergab eine extrem feine Mischung. Es war Mal was Anderes. Es war sehr mühsam zum Essen von Hand. Ich nahm daher Messer und Gabel und musste das Messer vom Kumpel, der mit Hand ass, nehmen. Mir wurde ein anderes, nicht scharfes Messer serviert. Die Sosse zu den Pommes und die Pommes waren ebenfalls hervorragend. Super lecker. Leider konnte das Getränk (eine eigene, vegane Cola Variante) da nicht mithalten. Das war eklig. Die Crème Brulée war eine der besten, welche ich je gekostet habe, so dass ich nach dem Verzehr noch eine zweite Ladung bestellt habe. Die WCs waren sauber. Sie haben a) nur Unisex-WCs oder b) habe ich mich einfach fälschlicherweise auf die Frauentoiletten verirrt (auf der Türe stand zumindest nichts Erkennbares).

 

 

Fazit:

 

Hervorragend (nur das Trinken war enttäuschend)

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend










Einkäufe

 







Speed

Vom Kumpel im Tausch gegen die Keeper-Blu-Ray erhalten. Als US- und UK Blu-Ray. Die UHD-Disc hat der Kumpel behalten. Ich weiss gar nicht, ob ich Speed wirklich Mal komplett gesehen habe.


The Roost

Vom Kumpel im Tausch gegen die Keeper-Blu-Ray erhalten. Als franz. DVD. Ein früher (Tier)Horrorfilm von Ti West.


Riot

Vom Kumpel im Tausch gegen die Keeper-Blu-Ray erhalten. PM Entertainment Action mit Gary Daniels als UK-DVD.


Fatal Instinct

Vom Kumpel im Tausch gegen die Keeper-Blu-Ray erhalten. Bootleg-Blu-Ray einer Parodie von Filmen wie Basic Instinct und Co.


Jackie Chan's Breakout Hits

Dieses Set von Arrow Video und Warner ist daher interessant, da es von mehreren Jackie Chan Filmen erstmal ihre Uncut Fassungen restauriert zu sehen gibt. Daher kaufte ich diese Box aus England vom Arrow Video Shop. Die limitierte Edition. Warner hat Arrow Video jedoch nur erlaubt, die Filme als UHD-Discs zu bringen. Das war auch der Grund, warum ich mir einen UHD-Player gekauft habe. Es sind folgende Filme im Set enthalten: Drunken Master II (drei Fassungen), Rumble in the Bronx (zwei Fassungen), Thunderbolt (zwei Fassungen), Police Story 4: First Strike (zwei Fassungen), Mr. Nice Guy (drei Fassungen) und Who Am I? (zwei Fassungen). Am meisten freue ich mich auf Drunken Master II, Thunderbolt sowie Police Story 4: First Strike. Nebst neuen Restaurationen gibt es auch diverse Audio- und Untertitel-Optionen, sehr viele Extras und Poster, Karten und ein Booklet.


The Furious

NIFFF 2026 Spezial

The Furious

Story:

Ein Vater (Xie Miao) und ein Reporter (Joe Taslim) suchen nach ihrer entführten Tochter (Yang Enyou) bzw. Ehefrau (Jeeja Yanin)…

Meine Meinung:

Um The Furious herrscht zurzeit ein extrem grosser Hype. Ich freute mich einerseits, den Film am NIFFF sehen zu können, auf der anderen Seite war ich die ganze Zeit über skeptisch. Ich las praktisch nichts über den Film, versuchte meine Erwartungen klein zu halten und sah nur den ersten Trailer. Der Film ist eine Co-Produktion aus China, HK (Edko Films) und Japan da Japanischer Regisseur und japanischer Action-Choreograph. Der Film von Kenji Tanigaki wurde fast ausschliesslich in Thailand gedreht. Kenji Tanigaki konnte erst eine Regie-Arbeit verbuchen. Enter the Fat Dragon mit Donnie Yen. Mit Donnie Yen verbindet ihn seine Rolle als Action-Choreograph in Filmen wie Big Brother, Sakra, Special ID oder Raging Fire. Die Choreographie übernahm Sonomura Kensuke, der nahezu unbekannt ist (nur ein Film gelistet = Manhunt von John Woo).

Die Erwartungen stiegen aufgrund vieler überschwänglicher Reviews, Werbemassnahmen und aufgrund des internationalen Casts. Jeeja Yanin (Chocolate, Triple Threat) spielt eine kleine Nebenrolle als entführte Ehefrau von Joe Taslim. Joe Taslim sorgte mit The Raid und The Night Comes for Us für Aufsehen. Er spielt eine der Hauptrollen. Aus Indonesien stammt auch Yayan Ruhian (The Raid 2, John Wick: Chapter 3 – Parabellum), der hier nur eine kleine Nebenrolle als Killer spielt (kommt praktisch nur am Anfang und Finale vor). Aus China stammt Xie Miao, der nebst Joe Taslim die Hauptrolle spielt. Er spielte 1994 (The New Legend of Shaolin) an der Seite von Jet Li (die Kinderrolle). Ich hatte trotz all dem Bedenken = Sollte mich ein zweiter John Wick erwarten? Ich las von CGI-Blut und CGI-Einsatz in den Kampfszenen, auch wenn angeblich kein CGI für die Fights verwendet wurde. Zudem las ich, dass die Actionszenen z.T. übertrieben seien und die Figuren mehr wie Superhelden wirken würden.

Nach der Sichtung muss ich leider sagen, dass der Hype nicht gerechtfertigt und der Film für mich kein Kracher darstellt. Der Film wird auch nicht den Weg in meine Filmsammlung finden und von der Erinnerung her ist der Film definitiv kein The Raid 1 + 2 und auch The Night Comes for Us fand ich nach meiner 2. Sichtung deutlich besser (sollte ich Mal das Review anpassen) und habe ich im Vergleich auch als blutiger in Erinnerung. Der Hauptgrund warum mir The Furious nicht gefallen hat ist die Tatsache, dass mir die Actionszenen des Filmes nicht wirklich gefallen haben. Die waren in der Tat zu übertrieben und sahen hier und da auch unecht und künstlich aus. Zudem gab es mir zu viele Mixed Martial Arts Szenen. Zu viel am Boden robben- und Bodenrutschen (wie oft rutschte da ein Kämpfer dem anderen zwischen den Beinen durch) oder zu viele Körper aufeinander, die dann als «Gegenwehr» oder «Erhöhung», «Leiter» oder «Rutsche» für andere Kämpfer gebraucht wurden. Unrealistisch wurde es im Verlauf auch, obwohl sich der Film am Anfang bodenständiger und realistischer geben möchte. Beispiele? Sturz aus dem hohen Stockwerk oder mit dem Bogen (nicht nur mit den Pfeilen) Leute erstechen. Dazu waren einige Figuren plötzlich fast unverwundbar und der Comic-Charakter hat in der Hinsicht genervt. Das CGI-Blut gefiel mir auch nicht und ich fand leider auch die Bösewichte wenig charismatisch (trotz hier und da Ken Lo Vibes im Finale). Ich konnte die Bad Guys nicht ernst nehmen. Der Film war in meinen Augen z.T. sogar hier und da unfreiwillig komisch (wie der Bösewicht seinen Schwiegervater und alle anderen im Film niedermetzelt).

Der Plot war sehr dünn, was mich nicht störte. Mich störte mehr der Wechsel von Realismus zu Over-the-Top-Action. Einige inhaltliche Entscheidungen gefielen mir nicht (die Polizei greift ein und verhindert somit mehr potenzielle Kampfszenen) und das Aussehen der Gangster in der Szene erinnerte mehr an Mad Max oder einen Troma-Film (oder Punks aus Death Wish). Im Finale hatte es eine lange Szene, in der sich fünf Kämpfer bekämpften. Die gefiel mir gar nicht. Erst als sich die Gruppe aufteilte gab es immerhin zwischen Joe Taslim und Yayan Ruhian einige nette Momente. Abgesehen davon kommen die beiden auch nicht an ihre früheren Actionfilme heran. Die Musik war unauffällig, die Kameraführung immerhin mehr oder weniger übersichtlich. Ob es ein Original-Dub war, weiss ich nicht. Ich habe dazu mehrfach gelesen, dass es angeblich ein von einer künstlichen Intelligenz erstellter Dub (!!!) war! Hätte man im Finale den Comic-Charakter und vielleicht den Pfeilbogen als Waffe weggelassen, so hätte mich das schon leicht positiver gestimmt.

Fazit: Am Ende ist es Geschmackssache und viele Actionfans mögen den Film. Mir hat er leider nicht gefallen. Kenji Tanigaki und Sonomura Kensuke sind halt kein Gareth Evans oder Iko Uwais. Ich bleibe bei The Raid und Co. 

Infos:

O: Huo zhe yan

Japan, HK, China 2025

R: Kenji Tanigaki

D: Xie Miao, Joe Taslim, Yayan Ruhian, JeeJa Yanin, Yang Enyou, Brian Le, Joey Iwanaga, Sahajak Boonthanakit, Manatsanun Phanlerdwongsakul

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 113 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Soll in Deutschland im Okt. dieses Jahres auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Sonntag, 5. Juli 2026

Ghost in the Cell

NIFFF 2026 Spezial

Ghost in the Cell

Story:

Ein übernatürliches Wesen dezimiert im Männergefängnis Insassen. Eine Gruppe Gefangener sieht in einem neuen Insassen eine mögliche Ursache der Morde und beginnen zu ermitteln…

Meine Meinung:

Ich sah mir Ghost in the Cell praktisch ohne Vorwissen an. Ich habe ggf. kurz in einen Trailer geschaut und kannte ein Plakat zum Film, welches vielversprechend aussah. Ich wusste, dass der Film im Gefängnis spielt und die Story einen Geist beinhaltet. Mehr wusste ich nicht. Es handelt sich bei Ghost in the Cell nicht um einen Action- oder Martial Arts-Film (auch wenn es hier und da solche Elemente zu sehen gibt), sondern um eine Ghost Comedy. Regie führte Joko Anwar (Impetigore). Von ihm sah ich am NIFFF auch schon Filme (Satan’s Slaves).

Wie bereits die anderen zwei Filme (Satan’s Slaves nie gekauft und Impetigore wanderte zum Kumpel) ist auch Ghost in the Cell, der übrigens u.a. eine Rapi Produktion (Devil’s Sword, The Warrior, Blind Warrior) darstellt (!!!), kein Kracher und kein Film für meine Filmsammlung. Der Film konnte die Erwartungen, die teilweise von Dritten kamen (Zitat des NIFFF Vorstellers: «Mega Gore»), nicht erfüllen. Der Film war viel harmloser als erwartet. Oft sind nur die Taten zu sehen und den Vergleich, den ich auf Letterboxd las, passt eigentlich perfekt dazu. Leichen, die à la der Hannibal Serie als Kunstwerke zurückgelassen werden. Das war cool und innovativ. Aber wirklich explizit wird es selten.

Technisch ist der Film gut gemacht. Der Mix aus Ghost, Splatter, etwas Action und vor allem viel Slapstick und Klamauk war zwar im Grossen und Ganzen mehr oder weniger unterhaltsam, aber hier und da war der Film dennoch zu repetitiv und nicht jeder Joke hat überzeugt. Erstaunt war ich über humorvolle (negativ wertende) Aussagen über Indonesien selbst und einen Dialog hätte man sogar kritisch auf Hassprediger (des Islam) auslegen können. Mutig mutig, und das im stark muslimisch geprägten Land. Dazu passt dann auch Szenen mit nackten Männerärschen und/oder tuntige Tänzer (der dann auch Stöckelschuhe tragend stirbt).

Fazit: Geschmackssache. Für mich hiess es einmal schauen und vergessen!

Infos:

O: Hantu Dalam Sel

Indonesien 2026

R: Joko Anwar

D: Abimana Aryasatya, Almanzo Konoralma, Aming Sugandhi, Arswendy Bening Swara, Bront Palarae

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 106 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

NIFFF 1. bis 2. Tag

Im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich dieses Jahr wieder Urlaub erhalten für das NIFFF. Ich freute mich. Das Programm sah besser aus. Einige Filme, auf welche ich hoffte, wurden gezeigt (z.B. The Furious oder Hokum). Andere Filme, die gezeigt würden, kannte ich schon von anderen Filmfestivals, z.B. Higuma!! The Killer Bear. Andere potenziell interessante Filme (Mum, I'm Alien Pregnant) kamen aufgrund der späten Vorstellungen (verpasse ich den letzten Zug) nicht in Frage. Andere Filme liess ich aus, da diese auch in den regulären Kinos gezeigt werden (Evil Dead Burn). Es ist so oder so interessant, dass mehrere am NIFFF gezeigte Filme auch später regulär in den Schweizer Kinos laufen werden (z.B. Nightborn oder Teenage Sex and Death at Camp Miasma).

Nach zwei trägen, müden Tagen (ich war sehr unproduktiv) heiss es heute wieder NIFFF. Kurz vor dem Mittag machte ich mich auf den Weg, nur um am Bahnhof eine defekte Anlage vorzufinden. Ich konnte meine Stempelkarte nicht brauchen und musste die Gleise wechseln. Zeitverlust. Dort ging es, aber beim «Stempeln» übersprang die Maschine ein Feld. Nun sieht es so aus, als könnte ich statt sechs Mal fahren die Karte nur für fünf Fahrten brauchen. Da werde ich das leere Feld am Ende mit dem Kugelschreiber ausfüllen. Nicht mein Problem. Im Zug las ich Clive Barkers Gewebte Welt weiter, wo ich im letzten Viertel angekommen bin. Apropos Clive Barker: da bestellte ich mir noch seinen Roman Das scharlachrote Evangelium. Ich wusste gar nicht, dass Clive Barker eine neue Story um Pinhead kreiert hat und wer kommt noch vor? Harry D'Amour, eine der Figuren aus Jenseits des Bösen und Stadt des Bösen oder des Filmes Lord of Illusions. Cool.


Bevor ich nach Neuchatel fuhr, kaufte ich im Westside noch ein. Schokolade, Trinken, ein Sandwich. Dazu wurden gratis Muster zum Trinken verteilt. In Neuchatel traf ich meinen Kumpel. Wir gingen in die Stadt und danach an den See. Es zog leicht und war vom Wetter her sehr angenehm. Unsere ersten zwei Filme wurden im Kino Studio gezeigt. In dem wird es i.d.R. warm und die weichen Sitze laden ein, müde zu werden. Der Film war recht voll und mehrfach kamen Mitarbeitet vom NIFFF und riefen den Zuschauern Befehle zu, welche ich nicht verstand. Laut meinem Kumpel wollten sie, dass nicht an den Seiten Platz genommen wird, sondern sich die Zuschauer in die Mitte der Reihe setzen sollten. Für mich unverständlich. Es ist freie Platzwahl und wer (als grössere Gruppe) zu spät kommt, muss halt in den sauren Apfel beissen und sich dann aufteilen und ggf. auf einzelnen, freien Plätzen Platz nehmen. Da ich aber sowieso kein Franz. verstehe, bin ich davon sowieso ausgeschlossen. Wir blieben auch sitzen. Beim ersten Film (Gaua) wurde ich auch recht müde. Dennoch überstand ich die Vorstellung, ohne eingeknickt zu sein (eigentlich seit unendlich vielen Jahren nie mehr geschehen). Es war der schlechteste der drei Filme.


Die Notfalltüre, als wir das Kino verliessen, schlug Alarm. Danach gingen wir zum Hotel des Kumpels. Er musste noch einchecken. Es würde die ersten drei Tage vor Ort schlafen. Danach gab es noch einen Filmetausch. Ich brachte ihm die UK-Blu-Ray von Keeper und er gab mir mehrere Filme. Mehr konnte ich zum Tauschen nicht geben, da ich bei einem Grillfest /Game-Night mehrere Filme einem anderen Kumpel brachte. Danach gab es die erste Panne: der 2. Film hatte, für uns unverständlich, 30 Minuten Verspätung. So würden wir nach dem 2. Film keine Pause haben. Und erneut wurde befohlen, dass wir in die Mitte der Kinoreihen rutschen sollten. Erneut kamen wir dem nicht nach. Danach gingen wir direkt in die dritte Vorstellung (Fifteen). Da war einer der Regisseure da, der sich kurz vorstellte. Nach dem Film sollte ein Q&A folgen. An dem nahmen wir aber nicht teil, da ich auf den Zug musste und der Kumpel den Film grottenschlecht fand. Da er noch einen vierten Film auf seinem Programm stehen hatte, zog es ihn ins Hotel, um noch etwas erholen zu können. Ich war froh um frische Luft, da ich mehrfach im Kino einen strengen und penetranten Uringeruch wahrnahm (kenne ich leider von der Arbeit, eklig). Das betraf wohl eine Person mit Handicap, die auch im Kino war. Für mich war klar, nie mehr auf dieser letzten Sitz-Reihe Platz zu nehmen, um dem in Zukunft zu entfliehen. Das Wetter war nun föhnig und mit Kopfweh verabschiedete ich mich Richtung Bern. Zuhause (ca. 22.40 Uhr) nahm ich Tabletten ein und schrieb bereits die ersten zwei Reviews, ehe ich noch 20 Minuten Fussball schaute und danach ging ich schlafen.


Ich stand um 09.30 Uhr und schrieb das letzte Review. Danach reinigte ich das Wohnzimmer und habe spontan eine Maschine Wäsche gewaschen, als mir der Kumpel schrieb, dass unser gemeinsamer Film heute bereits um 16.30 Uhr starten würde (ich habe mich in der Zeit geirrt). Er hatte heute auch zwei Filme mehr auf dem Programm als ich. Voller Freude bekam ich noch Post (die neue Jackie Chan Box von Arrow Video). Cool. Am Mittag hatte ich erneut Kopfweh und ich musste erneut zwei Schmerzmittel nehmen. Danach machte ich mich auf den Weg und dann folgten viele mühsame Wohlstandsprobleme. Zuerst kam kein Bus. Ich fand dann heraus, dass die Verbindung komplett ausfällt. Also habe ich gestresst und es noch gerade auf den Zug Richtung Stadt geschafft (der fährt zweimal pro Stunde). Da sah ich, dass es von Bern nach Neuchatel keine Direktverbindungen gibt, obwohl es solche geben müsste. Wahrscheinlich sind solche, da irgendwelche Bauarbeiten, am Wochenende weggefallen. Ich hätte nach Biel und von dort nach Neuchatel reisen können. Aber dann wäre meine Stempelkarte ungültig d.h. das hiesse Extra-Ausgaben. Darauf hatte ich keinen Bock. Also ging es am Europaplatz raus, aufs Tram (voller Gestank, da jemand im Tram einen fahren gelassen hat) und von dort ins Westside und von dort fuhr ein Zug. Alles ging auf, aber knapp und ohne Zeit für mich, um mich mit Essen und Trinken einzudecken. Ich hatte heute bisher nur zwei Kaffee und eine halbe Schokoladen Tafel und ca. fünf Kinder- und Duplo-Riegel (auch Schokolade) gegessen. In Neuchatel sollte ich erst um 16.00 Uhr ankommen und dann dort einkaufen und bereits 15 Minuten später wäre Türöffnung der ersten Vorstellung. Der Kumpel liess mich wissen, dass er Sitze reservieren würde. Vor Neuchatel stand der Zug noch still, so dass der Zug mit Verspätung dort ankam. Im Coop am Neuchatel Bahnhof musste ich auch länger warten. Dennoch war ich sogar von meinem Kumpel im Kino, da ich sehr schnell laufe.


Ich war vor ihm im Saal und habe reserviert. Dort störte mich dann phasenweise eine Fliege. Ein Wohlstandsproblem nach dem nächsten. Allerdings sass ich nun Mal aussen und das tat gut. Obwohl die Vorstellung ausgebucht war, hatte ich kaum heiss. Der Film war leider nur durchschnittlich. Meinen Hunger stillte ich mit einem Red Bull (im Coop gab es keine zuckerfreien!) und einem Butterbrezel. Das Sandwich sparte ich für die Rückreise auf. Da die Werbevorspänne vor den Vorstellungen noch länger sind als in den letzten Jahren, werden die Lücken zwischen den Filmen immer kleiner. Nach der Vorstellung liefen wir bereits in die nächste Vorstellung. Dieser war ebenfalls voll und die Regisseurin und eine der Hauptdarstellerinnen haben sich kurz vorgestellt. Das Q&A haben wir uns nicht angetan. Ich musste auf den Zug (Heimreise) und mein Kumpel wollte sich erneut vor dem letzten Film im Hotel schonen. Da es auch bei der Heimfahrt (= ass ich noch mein Sandwich) keine Direktverbindung nach Bern gab, würde die Heimreise ca. 1h40Min. betragen. 21.04 Uhr Abfahrt in Neuchatel, Ankunft im Westside um 21.45 Uhr. Danach via Tram zum Europaplatz und dort auf den Zug warten (Abfahrt 22.19 Uhr). So würde ich um ca. 22.35/22.40 Uhr Zuhause sein. Ich habe überlegt, vom Westside nach Hause zu laufen. Das würde ich in ca. 30 Min. schaffen. Allerdings hatte ich keine guten Schuhe für über das Feld und der Feldweg ist der mühsamste Part. Also wagte ich folgendes. Ich stieg eine Station vor dem Westside aus (= Riedbach, 21.42 Uhr) und Google sagte, dass der Fussweg 48 Minuten betragen würde. Praktisch alles an der Strasse bis Oberbottigen, und von dort konnte ich den Feldweg umgehen. Laut Google 3.4km und die Dauer betrug 48 Minuten. Ich habe den Weg in 33 Minuten geschafft und kam um 22.15 Uhr Zuhause an. Cool. Noch etwas trainiert. Die ganze Strecke war mehr oder weniger flach und ich lief super schnell wie wenn ich arbeiten würde. So konnte ich bereits vor dem Fussballspiel (Frankreich spielt, aber die 1. Halbzeit war Zeitverschwendung) die beiden Reviews von heute schreiben und meine Katzen hatten auch Freude, dass ich früher Zuhause war. Zudem gönnte ich mir ein starkes Kaffee. Darauf hatte ich Lust. Kurz überlegte ich auch, 6l Coca-Cola Zero zu bestellen (ich will eine Fast Food Pause von drei Monaten einlegen, daher darf ich keinen Fast Food bestellen aber bei vier 1.5l Flaschen hätte ich den Mind. Bestellwert von der Pizzeria in Niederwangen wohl erreicht). Ich habe mich aber, wohl besser so, dagegen und für eins starkes Kaffee entschieden.