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Samstag, 5. September 2026

Big Boss of Shanghai


Big Boss of Shanghai

Story:

Nach einem Kampf und einem Todesfall fliehen die Freunde Wong Chun Yung (Chen Kuan-Tai) und Cheung Fu Sum (Lung Fong) nach Shanghai. Durch ihre Kampfkünste steigen sie schnell zu mächtigen Männern auf. Doch aus den Freunden werden Feinde, als sich Cheung Fu Sum von Wong Chun Yung abwendet und mit Gangster-Boss Lam Kin See (Chan Sing) eine Allianz eingeht, um Wong Chun Yung zu töten…

Meine Meinung:

Chen Kuan-Tai (New Pilgrims to the West, 14 Blades, Ghost Killer), eine Shaw Brothers Legende, feierte mit Der Pirat von Shantung seinen Durchbruch. Danach kamen viele Filme mit ähnlichen Inhalten. 1979 durfte Chen Kuan-Tai in einer Lo Wei Produktion selbst Regie führen und die Hauptrolle verkörpern und er orientierte sich dabei an seinem Erfolgsfilm Der Pirat von Shantung. So gibt es inhaltlich keine Überraschungen, dafür gibt es hochwertiges Eastern-Kino. Dank der Produktionsfirma von Lo Wei war das nötige Kleingeld vorhanden, und das sieht man der Produktion auch positiv an. Kostüme, Settings, Requisiten. Top.

Der Film ist von Anfang an simpel gehalten und unterhaltsam. Wer schon mehrere solche Eastern sah, wird dementsprechend auf wenig Überraschungen stossen. Dafür gibt es eine grosse Anzahl von sehenswerten und harten Kampfszenen, tolle Bilder- und Settings, einen starken Cast und, und das ist etwas sehr Tolles, gestohlene Italo-Western Musik. Ich kann nur nicht in Erfahrung bringen, aus welchem Italo-Western die Musik stammt. Aber sie passt, schon im Vorspann, perfekt zu den Settings. Und ich liebe Italo-Western Musik im Eastern-Genre. Dank der grossen Anzahl Kampfszenen wird es nie langweilig.

Chen Kuan-Tai macht, wenig überraschend, eine tolle Figur. Er spielt am Ende den Helden, während Lung Fong (The Rebellious Reign) zum Bösewicht mutiert. Und in solchen Rollen mag ich Lung Fong lieber. Apropos Lung Fong: dieser stand schon mit Chen Kuan-Tai vor der Kamera, und zwar in Dangerous Person. Auch Chan Sing (Die Depesche des Todes, Black List, Das Geheimnis der Todesschlange) sowie Cheng Kang-Yeh (Heroes of the East) standen schon mit Chen Kuan-Tai vor der Kamera. Nämlich in Filmen wie Tough Guy, The Bloody Fists, Return to Action oder Executioners from Shaolin. Und Action-Choreograph Chen Mu-Chuan (The Jade Fox) arbeitete schon in Hero Tattooed with 9 Dragons mit Chen Kuan-Tai zusammen.

Fazit: Sehenswerter Eastern mit vielen tollen Kämpfen!

Infos:

O: Shang Hai Tan Da Heng

HK 1979

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Lung Fong, Chan Sing, Cheng Kang-Yeh, Chen Hui-Lou, Lee Ho, Cheng Fu-Hung

Laufzeit der HK-DVD: 92:46 Min.

Gesehen am: Nov. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

The Sniping

The Sniping

Story:

Bei einem Gefängnisausbruch werden zwei Polizisten (Wilson Tong), darunter der Sohn von Chu (Chor Yuen), getötet. Die Gangster (u.a. Norman Tsui, Dion Lam Dik-On) nehmen Tsang Tin-chee (Eric Tsang) als Geisel. Die Polizei (Chen Kuan-Tai) arbeitet an dem Fall. Tsangs Freundin (Irene Wan Pik-Ha) und ihr Vater (Wu Fung) heuern einen Privatdetektiv (Alex Man) an, um Tsang zu finden. Derweil geht Chu einen Pakt mit Triaden (u.a. Fung Hak-On, Phillip Ko Fei) ein, denn er will die Mörder seines Sohnes nicht hinter Gittern, sondern unter der Erde sehen…

Meine Meinung:

Von all den Filmen mit Chen Kuan-Tai (Angel’s Mission, The Black Magic with Buddha, The Era of Vampires), die ich die letzten Tage gesehen habe, hatte er in dem Modern Day Action Film The Sniping die bisher kleinste Rolle. Man kann hier wirklich nur von einer kleinen Nebenrolle sprechen. Zudem führte Chen Kuan-Tai hier auch keine Regie, schrieb nicht am Drehbuch und hat den Film auch nicht produziert. Er spielte «nur» eine solide Nebenrolle. The Sniping verdanken wir vor allem Wilson Tong (Kung Fu Genius, Daggers 8, Ghost Nursing), der Regie führte, einen Gastauftritt hinlegte und auch mithalf, die Action-Szenen zu choreographieren und als Produzent des Filmes fungierte er auch.

Der Film hat die Zweitsichtung bestanden, auch wenn es in den ersten 50 Minuten gerne mehr Actionszenen hätte geben dürfen. Die Actionszenen sind abwechslungsreich anzusehen. Zudem sind die Actionszenen allgemein hart, schmerzhaft und blutig in Szene gesetzt. Das gilt für Morde, Shoot-Outs und die Szenen, in denen mit Messern und Macheten verletzt und getötet wird. Die kürzeren Kämpfe sind rasant und übersichtlich choreographiert. Sie machen viel Spass, zumal es auch den ein oder anderen kleineren, sehenswerten Stunt zu bestaunen gibt. Die Macher zeigen eindrücklich, wie mit wenig Budget tolle Action entstehen kann.

Dass dabei der dünne Plot nicht viel hergibt, versteht sich von allein. Dennoch gibt es zwei kleinere Überraschungen beim Plot. Zum einen, dass ein schräger Vogel wie Eric Tsang (They Came to Rob Hong Kong, The Thirty Million Dollar Rush, The Challenger) im Film eine Freundin wie Irene Wan Pik-Ha (Bloody Brotherhood) abbekommt, was schon fast unrealistisch anmutet (sieht man Mal von diversen echten Me Too Anschuldigungen ab, wobei man sagen muss, dass Eric Tsang nie offiziell angeklagt oder verurteilt wurde), und zum anderen soll die von Shaw Brothers Regisseur Chor Yuen (Killer Clans) gespielte Figur homosexuell sein und eine Affäre zu einem westlichen Mann führen. Für einen HK-Film aus der Zeitspanne auch sonderbar. In der VHS aus China fehlt auch Handlung. Ob es sich um Dialoge handelt, welche sich auf diese Affäre beziehen? Gut möglich! Abgesehen davon gibt es eigentlich keine Überraschungen. Selbst der Heldentod im Finale ist nicht wirklich überraschend. Halt ein typisch Heroic Bloodshed Moment. 

Die Action rockt derbe, vor allem jene auf der 2. Disc (der VCD-Fassung aus Hong Kong = ca. 50 Minuten Laufzeit). Dazu macht auch der Cast eine gute Figur. Alex Man (The Secret, Prince Charming) ist einmal mehr cool als Low-Budget Chow Yung Fat. Norman Tsui (Wounded Tracks) ist etwas «ungenutzt». Er hätte mehr von seinem Potenzial ausschöpfen können. Fung Hak-On (The Protector) gibt natürlich einen der Bösewichte ab und macht seine Sache ordentlich. Phillip Ko Fei (The Club) auch, auch wenn dieser eigentlich nur eine Szene abbekommt und im Gegensatz nur kurz zu sehen ist. In den Kampfszenen hat auch der mir unbekannte Dion Lam Dik-On absolut überzeugt (fast mehr als ein Norman Tsui). Das könnte auch daran liegen, dass es gleichzeitig eine Karriere als Choreograph und Action Director aufgebaut hat und in Filmen wie The Stone Age Warriors oder Fatal Chase die Actionszenen überwacht und inszeniert hat.

Fazit: HK-Actionfans zu empfehlen!

Infos:

O: Kei Bing

HK 1989/1990 (je nach Quelle)

R: Wilson Tong

D: Alex Man, Norman Tsui, Eric Tsang, Chen Kuan-Tai, Chor Yuen, Irene Wan Pik-Ha, Wu Fung, Dion Lam Dik-On, Fung Hak-On, Wilson Tong, Phillip Ko Fei

Laufzeit der HK-VCD: 91:02 Min.

Gesehen am: Juli 2014 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Worldtrade Entertainment vor = Statt Widescreen in Vollbild, durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, keine Subs, Uncut. Es gibt eine VHS in China in Widescreen und mit englischen Subs, jedoch ist diese leicht (16 Sek.) in Gewalt und stärker an Handlung zensiert und nicht im O-Ton sondern Mandarin Dubbed. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

The Teahouse

 

The Teahouse

Story:

Boss Wang Cheng (Chen Kuan-Tai) führt zusammen mit Fa Ta-Chu (Yang Chi-Ching) und seinen Angestellten (u.a. Wong Yu, Bruce Le) ein Teehaus. Doch es machen sich diverse interne und externe Probleme breit: die Arbeitsmoral der Angestellten lässt zu wünschen übrig, diverse Triaden haben mit diversen Angestellten Probleme, die jedoch durch Boss Wang Cheng Schutz erfahren, sehr zum Wiederwillen der Triaden. Und die Polizei ist auch am Beobachten, während diverse Triaden (Fung Ging-Man, Chung Chan-Chi, Fan Mei-Sheng) planen, Boss Wang Cheng zu töten…

Meine Meinung:

The Teahouse ist ein sonderbarer Shaw Brothers Film. Gemäss meiner alten Besprechung würde ich sagen, dass ich aktuell mit dem Film mehr anfangen konnte als während meiner Erstsichtung vor 16 Jahren. Der Film von Kuei Chih-Hung (Die Wilden Engel von Hong Kong, Corpse Mania, The Gold Connection) ist kein Martial Arts Film und laut Datenbanken soll es ein Kantonesisch gesprochener Film sein. Und das bereits 1974. Die Shaw Brothers haben früher ihre Filme in Mandarin veröffentlicht, erst einige Jahre vor Beendigung ihrer Kinofilme haben sie begonnen, die Filme in Kantonesisch zu veröffentlichen (und natürlich wurden jeweils beide Audio-Optionen in den jeweiligen Regionen veröffentlicht).

Bei The Teahouse handelt es sich um einen Mix aus Gangster- und Triaden-Streifen, der gleichzeitig gewisse sozialkritische Themen aufgreift. Am ehesten würde ich den Film, auch vom Inhalt und der Machart her, mit der Criminals Reihe (The Criminals, The Criminals 2 - Homicides, The Criminals 3 - Arson, The Criminals 4 - Assault, The Criminals 5 - The Teenager's Nightmare), dem Meisterwerk The Delinquent sowie dem Kino von Kinji Fukasaku vergleichen. Auf jeden Fall bekam der Film eine CAT. III Freigabe (zumindest auf DVD) und schien erfolgreich, denn es folgte eine Fortsetzung. Zudem legte Chen Kuan-Tai als «Big Brother Cheng» in Big Bad Sis einen Gasteintritt hin.

The Teahouse hat nicht viel Action und vor allem keine wirklich klassischen Kung-Fu Kämpfe. Das störte mich nicht, da ich das Triaden-Setting mochte. Ich mochte auch den Zusammenhalt von Wang Cheng und seiner Truppe, wie er gegen diverse Bedrohungen vorgeht. Der Film wirkt aber auch sehr episodenhaft und unzusammenhängend. Gewisse Figuren kommen vor, nur um später in eigenen Handlungssträngen, die per se nichts zum Film beitragen, wieder zu verschwinden (z.B. Wong Yu, der sich selbst ins Gefängnis bringt). Zudem wirkt der Film hier und da auch sprunghaft. Chen Kuan-Tai und Co. machen ihre Sache aber sehr ordentlich. Nebst Chan Kuan-Tai überzeugte vor allem auch Yang Chi-Ching (The Bloody Escape). Fan Mei-Sheng (Green Killer) spielt eine typische Nebenrolle als Schurke und interessant war die kleine Nebenrolle von Bruceploitation-Star Bruce Le (Concord of Bruce Lee). Der Film endet quasi offen, und der Plot wird in der Fortsetzung, wenn ich nicht irre, zu Ende erzählt.

Fazit: Ein nicht uninteressanter Beitrag der Shaw Brothers!

Gefolgt von: Big Brother Cheng

Infos:

O: Sing Gei Cha Low

HK 1974

R: Kuei Chih-Hung

D: Chen Kuan-Tai, Yang Chi-Ching, Wong Yu, Bruce Le, Fung Ging-Man, Chung Chan-Chi, Fan Mei-Sheng

Laufzeit der HK-DVD: 95:36 Min.

Gesehen am: Sept. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von IVL vor = 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert, Uncut, O-Ton (O-Ton soll Kantonesische sein) und englische Subs, gute Bildqualität, nicht anamorph. Ende Nov. erscheint von Arrow Video das Set Shawscope Presents: Street Gangs of Hong Kong Limited Edition. In dieser wird u.a. auch The Teahouse enthalten sein. Es ist eine eigene, neue Restauration von Arrow Video (keine Framecuts). O-Ton und englische Subs werden vorhanden sein, dazu exklusive Extras wie das letzte Interview mit Chen Kuan-Tai vom Januar dieses Jahres sowie weiteren Interviews mit Bruce Le. Dazu darf Tony Rayns, wohl auch sein letztes Interview vor seinem überraschenden Tod durch Unfall (Treppensturz), ein Special über Kuei Chih-Hung zum Besten geben. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

Hero Tattooed with 9 Dragons

 

Hero Tattooed with 9 Dragons

Story:

Ta Lung (Chen Kuan-Tai) ist arrogant, provoziert gerne, hat eine grosse Klappe und hält nichts vom Studieren. Seine Leidenschaft gilt nur dem Kämpfen. Als er im Kampf einen Gegner verletzt, flieht er vom Tatort und erlebt diverse Abenteuer. Da wird Mr Kao (Ku Cheng) auf Ta Lung aufmerksam und wird sein Meister. Später kommt es an Ta Lungs Familie zu einem Massaker. Ta Lung und neue Verbündete (u.a. Judy Lee, Chen Song-Yong) rächen sich an den Tätern (u.a. Tsai Hung)…

Meine Meinung:

Aufgrund meines aktuellen Chen Kuan-Tai (Don’t Love Any Stranger, Murderer, The Fortune Code) Marathons war nun der taiwanesische Eastern Hero Tattooed with 9 Dragons, den ich tatsächlich nur als Bootleg in der Sammlung stehen habe, an der Reihe, aufgefrischt und neu angesehen zu werden. Der Film von Pao Hsueh-Li (Tough Guy, The Heroes, Ninja in the Deadly Trap) kann mit anderen Filmen des Regisseurs, zumindest in dieser Fassung und Form (Vollbild, Englischer Dub), nicht mithalten.

Das Vollbild war hier und da störend aber deutlich schlimmer und nervender war der nervtötende Englische Dub. Grauenhaft! Die ersten zehn Minuten, in denen Chen Kuan-Tais Figur als Kind dargestellt wird, nerven sehr. Ich ging auch mit falschen Erwartungen an den Film. Ich habe mehr einen ernsten, humorlosen und düsteren Wuxia erwartet. Stattdessen bekam ich eine Kung-Fu-Komödie mit nicht linearem Plot serviert, in dem z.T. erst nach ca. 55 Minuten noch wichtige Personen für den Verlauf der Handlung auftauchen, die zuvor nie zu sehen waren. Immerhin war die Musik mehrheitlich, auch wenn repetitiv, cool. Das hätte deutlich schlimmer sein können.

Ich denke, wäre es ein Mandarin Print gewesen, wäre der Film weniger nervend gewesen. So verkommt der Mix aus Klamauk und Englischem Dub zu einem hässlichen Sehvergnügen. Langweilig wird es jedoch selten und es gibt viele Kampf- und Trainingsszenen. Chen Kuan-Tai spielt eine Figur, die besser zu einem Jet Li (à la seine Rolle in Fong Sai Yuk) oder Alexander Fu Sheng gepasst hätte. Ein Schlitzohr-Charakter. Da wirkte Chen Kuan-Tai leicht unpassend, auch wenn er in den Kampfszenen natürlich zu überzeugen vermochte. Judy Lee (Kung Fu - Die Karateteufel) ist eben eine der besagten Figuren, die erst gut nach einer Stunde auftauchen. Zuerst sorgt sie für weitere Füllszenen mit doofem Klamauk, im Finale überzeugt sie hingegen mit ihren Waffen im Kampf. Tsai Hung spielt einen der Bösewichte. Er spielte regelmässig in den Filmen von Regisseur Pao Hsueh-Li mit, z.B. in Blooded Treasury Fight oder The Kung Fu Emperor.

Fazit: Kein Kracher und nur Hardcore-Fans von Chen Kuan-Tai Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Jiu Mei Long

TW 1978

R: Pao Hsueh-Li

D: Chen Kuan-Tai, Ku Cheng, Cheng Kang-Yeh, Judy Lee, Chen Song-Yong, Tsai Hung

Laufzeit der Bootleg-DVD:  Ca. 91 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Ich sah den Film via US-Bootleg-DVD, die 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert wurde. Als Vorlage diente scheinbar eine US-VHS, die möglicherweise auch Masterfehler hat. Mind. einmal sah es nach einem Zensursprung aus und auch sonst sind einige Szenenübergänge komisch anzusehen. Extrem mieser englischer Dub, solide Bildqualität und Vollbild statt Widescreen. In einigen Trainingsszenen zwischen Chen Kuan-Tai, Ku Cheng und Cheng Kang-Yeh fällt das Vollbild besonders negativ auf. Ich denke, nur schon in Mandarin ist der Film erträglicher. Daher werde ich schauen, ob ich davon (in China) eine Mandarin Fassung finde. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

Freitag, 4. September 2026

The Bloody Escape



The Bloody Escape

Story:

Gu Hui (Chen Kuan-Tai) gehört zur Wolf Head Gang. Dessen neuer Chief (Wu Chi-Chin) ändert traditionelle Regeln. Es folgen Morde, Entführungen und Vergewaltigungen. Gu Hui kann dies moralisch nicht akzeptieren und hilft einer Geisel (Shih Szu) zur Flucht. Damit zieht er jedoch auch den Zorn der Bande und deren Mitglieder (Wu Chi-Chin, Chan Shen, Chiang Tao) auf sich und wird danach gejagt. Gleichzeitig macht sich ein Agent (Wai Wang) daran, die Mitglieder der Bande exekutieren zu lassen…

Meine Meinung:

The Bloody Escape ist eine Shaw Brothers Arbeit der Regisseure Sun Chung (The Proud Youth, City War) sowie Chang Cheh (Kuan - Der unerbittliche Rächer, Chinatown Kid). Letzterer soll mit anderen Projekten beschäftigt gewesen sein, so dass Sun Chung den Film dann zu Ende gestellt hat. Diese Anfang der 70er Jahre Produktion mit Chen Kuan-Tai (Dragon Tiger Gate, Just Heroes, Thirty Six Killers) ist am Ende weniger blutig, als er der Titel vermuten lässt, hat aber die Zweitsichtung bestanden. Wie schon bei anderen Filmen sah ich The Bloody Escape sehr lange nicht mehr. 16 Jahre. Und wie bei anderen Filmen kannte ich nun viel mehr Gesichter, was den Cast des Filmes anging = macht einfach mehr Laune beim Schauen! Der Film hat mir gut gefallen.

Der Vorspann, teilweise in Zeitlupe gefilmt, hatte fast Italo-Western Vibes. Der Plot des Filmes ist sehr simpel und bietet, trotz der kurzen Laufzeit von nur 84 Minuten, einige Phasen zum Durchschnaufen. Der Plot und die Entwicklung der Figuren, insbesondere von Chen Kuan-Tai, der zu seinen moralischen Prinzipien steht und einen Wandel durchmacht, bekommen trotz den vielen Kampfszenen, Zeit zur Entfaltung. Daher bietet The Bloody Escape fast etwas mehr Anspruch, als andere Kung-Fu-Filme aus dieser Zeit. Chen Kuan-Tai macht in den Kampfszenen sowie in den dramatischen Momenten einmal mehr eine gute Figur. Die Kampfszenen (es wird praktisch nur mit Fäusten und Kicks gekämpft, selten mit dem Einsatz von Waffen) sollen eher realistisch und bodenständig aussehen, statt spektakulär. Diese wurden u.a. von Lau Kar-Wing (Skinny Tiger), der auch einen kurzen Auftritt vor der Kamera liefert, inszeniert.

Shih Szu (The Naval Commandos) spielt ebenso stark in den dramatischen Momenten (Mord an ihren Eltern, die versuchte Vergewaltigung). Bei den Bösewichten gefallen vor allem Chan Shen (Kiss of Death), Chiang Tao (hier noch ohne Schnauz) und Wu Chi-Chin (The Bastard). Kurze Auftritte haben zudem noch The One-Armed Swordsman Bösewicht Yang Chi-Ching (The Sword of Swords) sowie Wong Ching (The Prodigal Boxer, The Shanghai Thirteen). Bei letzterem fand ich es fast schade, als ich sah, dass er auch an Bord ist, dass er nur einen Gastauftritt hinlegt und zudem keinen der Gangster spielte. Weil ihn sehe ich immer gerne als Bösewicht. Dafür hat er in seinen Kampfszenen absolut überzeugt. Wer damit leben kann, dass es im Mittelteil doch die ein oder andere längere Handlungssequenz ohne Kämpfe gibt und letztere praktisch blutlos inszeniert sind, kann sich problemlos an den Streifen wagen!

Infos:

O: Tao Wang

HK 1973

R: Sun Cung, Chang Cheh

D: Chen Kuan-Tai, Shih Szu, Wai Wang, Wu Chi-Chin, Chan Shen, Chiang Tao, Yang Chi-Ching, Lau Kar-Wing, Wong Ching

Laufzeit der HK-DVD: 84:23 Min.

Gesehen am: Okt. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-DVD, die 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert wurde, vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

Return to Action

Return to Action

Story:

Officer Wan (Alex Man) ist schon lange hinter Gangster Mad Man (Shing Fui-On) her. Er bekommt eine neue Partnerin (Lee Yiu-Man) aus den USA an die Seite, die ihm helfen soll, Beweise gegen Mad Man zu finden. Officer Wan ist mit Joey (Rosamund Kwan) verheiratet. Dessen Bruder Hwa (Mark Cheng) arbeitet für besagten Gangster Mad Man. Als die neue Partnerin von Wan Hwa zum Opfer fällt und später ein Film mit belastendem Material verloren geht, zieht das die gesamte Familie inklusive Vaters (Chen Kuan-Tai) in den Abgrund…

Meine Meinung:

Return to Action ist eine weitere Regiearbeit von Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (Challenge of the Gamesters, The Raiders, Deadly Duo) nebst Titeln wie The Iron Monkey oder Dangerous Person, die ich mir ihm zu Ehren ansah. Chen Kuan-Tai verstarb Anfang des Monats. Return to Action sah ich ewig nicht und bisher blieb es bei einer Sichtung im Jahr 2014. Aktuell bin ich für Nürnberg, London und meine Wild-Season im Okt. am Sparen. D.h. ich kaufe bewusst kaum Filme, gehe aktuell weder ins Kino noch ins Restaurants = die vielen freien Tage nutze ich nun für einen Chen Kuan-Tai Marathon!

Return to Action hat die Zweitsichtung bestanden. Der Film, der auch von Chen Kuan-Tai produziert wurde, hat mir fast sogar noch etwas mehr als früher Spass gemacht. Das liegt einfach daran, dass ich mehr der Schauspieler kenne, die ich dazumal noch nicht kannte. Daher war das Sehvergnügen angenehmer. Der Film ist ein ernstes Action-Drama ohne Klamauk. Es handelt sich um eine kleine, unabhängige Produktion. Also kein Big-Budget Werk und kein grosses Studio stand hinter dem Film. Dennoch gibt es tolle Actionmomente zu bestaunen. Hier und da blutige Shoot-Outs, fiese Gangster, Crashs mit Fahrzeugen und Explosionen, kleinere Stunts und brutale Gewalt und harte Kämpfe. Hier bestechen die Fights nicht durch eine schicke Ästhetik oder unrealistische Bewegungen, sondern durch rohe Härte.

Chen Kuan-Tai kommt in der ersten Hälfte vereinzelt vor, übernimmt dann jedoch das Zepter in der 2. Hälfte und bekommt in dieser auch diverse sehenswerte Actionszenen spendiert, in der er trotz seines Alters und als Rolle des Vaters, eine gute Figur abgibt. Dabei sind die Actionszenen halt einfach auch verdammt gut und intelligent geschnitten und choreographiert. Ein Genuss. Chen Kuan-Tai spielt auch gut. Sein Leiden nimmt man seiner Figur problemlos ab. Alex Man (The Last Duel, The Big Brother, Rouge), den ich früher weniger mochte und inzwischen eigentlich recht gerne sehe, konnte mich auch überzeugen. Er sorgt auch für eine Spur von «Erotik», als er sich direkt vor Rosamund Kwan (Magic Crane, Twinkle Twinkle Lucky Stars, Tiger Cage 2) am nackten Hintern kratzt.

Rosamund Kwan spielt auch toll, da dramatisch und mit unglaublich viel Präsenz und Intensität. Und zum Teil wirkt sie auch unglaublich sexy. Dass es, fast wie in westlichen Filmen, Sexszenen gibt (zwischen ihr und Alex Man), mutet fast ungewöhnlich an, da solche Momente in solchen HK-Actionfilmen i.d.R. eine Mangelware darstellen. Als Bösewichte gefallen Shing Fui-On (wenig überraschend) und cool fand ich es, Raped by an Angel und A Taste of Killing and Romance «Psycho» Mark Cheng hier an der Seite von Shing Fui-On zu sehen. Sehr schön. Zudem bringt er, da er Rosamund Kwans «Schwester» und Chen Kuan-Tais «Sohn» verkörpert, genug Dilemmas in die Handlung, die auch dramatisch funktionieren. In Neben- oder Gastauftritten sind noch Namen wie Cheng Kang-Yeh (Shaw Brothers), Kenneth Tsang Kong (als Chen Kuan-Tais Vorgesetzter), Yue Tau-Wan (der, der schielt), Lo Lieh (Knast-Cameo), Wilson Tong (Knast-Attentäter) oder Tai Bo (Informant, der zu Beginn umgebracht wird) zu sehen.

Fazit: Wer harte Cop Vs. Gangster Action-Dramen mag, vor allem ohne Klamauk, dreckig und ruppig, kann sich bedenkenlos an Return to Action wagen!

Infos:

O: Dip Huet Fung Wan

HK 1989

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Alex Man, Shing Fui-On, Rosamund Kwan, Mark Cheng, Lee Yiu-Ma, Chan Chik-Wai, Yat Boon-Chai, Yue Tau-Wan, Cheng Kang-Yeh, Kenneth Tsang Kong, Wilson Tong, Lo Lieh, Tai Bo

Laufzeit der HK-VCD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Mai 2014 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen via HK-VCD von Ocean Shores = O-Ton mit englischen Subs, Uncut, mässige bis viel zu dunkle Bildqualität. Da werde ich ggf. den Kauf zur HK-LD wagen und schauen, ob diese ggf. etwas besser, schärfer oder heller ist. Vom gleichnamigen Label gäbe es auch noch eine VHS. In Südkorea gibt es auch noch eine VHS. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

Thunderclap

 


Thunderclap

Story:

Heavenly Demon (Chen Kuan-Tai) erwacht aus einem erzwungenen Schlaf. Meister Sage Chaoyan (Ku Feng) und sein Team (u.a. Hon Kwok-Choi, Rita Yeung Ching-Ching, Wong Lik) wollen ihn aufhalten. Zwei Freunde (Max Mok, Robert Mak Tak-Law) geraten zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

Thunderclap, ein sehr seltener Shaw Brothers Film, da bisher ausserhalb der ZiiEagle Box nicht veröffentlicht worden (wie auch Titel wie Misfire, Curse of Evil, Revenge of the Corpse oder Spirit of the Raped), wurde zu Ehren von Chen Kuan-Tai (Blood Brothers, Long Road to Gallantry, I Will Finally Knock You Down, Dad!) angesehen, der leider Anfang Sept. dieses Jahres verstorben ist. Thunderclap ist ein solider Wuxia, aber definitiv kein Kracher. Die Tatsache, dass der Film teilweise auf der Meta-Ebene angesiedelt ist (der Regisseur spricht immer wieder zum Zuschauer, kommentiert die Handlung oder Figuren) und das eigentlich offene, abrupte Ende, gefielen mir aktuell nicht mehr.

Immerhin wusste ich darüber aufgrund meiner Erstsichtung und anderen Reviews Bescheid und ging mit angepassten Erwartungen an den Film. Regie führte Tony Leung Siu-Hung (Guns of Dragon, Satin Steel), der eben auch immer wieder mit klassischem Kostüm und Sonnenbrille in kurzen «Pausen» auftaucht, und zum Publikum fachsimpelt. Gewagt, wurde das zugelassen. Auf der anderen Seite haben die Shaw Brothers ein Jahr später ihre Kinoproduktionen eingestellt. Tony Leung Siu-Hung machte danach vor allem als Choreograph oder Action Director Karriere (in Filmen wie In the Line of Duty III, Deadly Dream Woman, Magic Crystal).

Und die Action- und Kampfszenen, alle sehr fantasievoll und rasant gefilmt und in Szene gesetzt, überzeugen auch in Thunderclap, auch wenn die Kampfszenen oft künstlich beschleunigt wurden. Zudem wäre eine etwas grössere Anzahl an Kampfszenen wünschenswert gewesen. Die Szenen mit Chen Kuan-Tai und Ku Feng (The Great Cheat, No Guilty) gehörten zu den besten Momenten des Filmes. Sie kämpfen auch einmal gegeneinander und abgesehen von den Kämpfen zu Beginn oder später gegen die Hexe, war das dass kleine Highlight eines ansonsten durchschnittlichen, soliden Filmes. Der Hauptplot ist an sich interessant, wird aber immer wieder durch das Duo Max Mok und Robert Mak Tak-Law gestört.

Deren Szenen haben eigentlich immer wieder Tempo rausgenommen oder für lahme Füllszenen gesorgt. Zudem ist Max Mok (Usurpers of Emperor's Power, No Way Back) eigentlich nie am Kämpfen und Robert Mak Tak-Law (The First Vampire in China, Return of the Demon) hat meistens in den humorvollen Szenen genervt, statt für Humor gesorgt (Ausnahme sind ein-zwei Momente mit der Hexe, die wirklich lustig waren). Die Mädels haben allesamt stark agiert, sowohl in den Kampf- wie auch in den schauspielerischen Momenten. Ein Name, den ich sonst immer sehr nervend finde, Hon Kwok-Choi (The Reckless Cricket, We're Going to Eat You), ist ausgerechnet in diesem Film Mal in einer anständigen, deutlich ernsteren Rolle zu sehen, auch wenn ich ihn aufgrund seines Outfits fast nicht erkannt habe. Lustig und was für ein Zufall! Der Film hätte definitiv mehr Potenzial gehabt, dennoch können Shaw Brothers Fans natürlich bedenkenlos einen Blick riskieren!

Infos:

O: Pik Lik Lui Din

HK 1984

R: Tony Leung Siu-Hung

D: Chen Kuan-Tai, Tony Leung Siu-Hung, Ku Feng, Max Mok, Robert Mak Tak-Law, Hon Kwok-Choi, Rita Yeung Ching-Ching, Wong Lik, Lau Yuk-Pok

Laufzeit der ZiiEagle Fassung: Ca. 86 Min.

Gesehen am: Juni 2015 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Ich sah den Film via ZiiEagle Box = Celestial Master aber qualitativ runtergerechnet da so viele Filme in der Box (= nur gute Bildqualität). Nur Mandarin Ton mit englischen Subs. Machte einen unzensierten Eindruck. Abgesehen davon wurde der Film scheinbar bisher nirgends veröffentlicht (Stand: Sept. 2026).

A Life of Ninja


A Life of Ninja

Story:

Killer-Ninjas (Peng Gang) und Dritte (Huang Gen-Wei) unter der Führung ihres Clan-Leaders (Yasuaki Kurata) haben es auf Geschäftsmann Chan Ming-Fu (Chen Hung-Lieh) abgesehen. Die Polizei (Tien Wen-Chung) ermittelt und bekommt Hilfe des Martial Arts Lehrers Chow Han-Wei (Chen Kuan-Tai)…

Meine Meinung:

Als ich mir vor einigen Monaten Ninja Kung Fu ansah, wollte ich eigentlich A Life of Ninja von Lee Tso-Nam (The Green Jade Statuette, Crazy Nuts of Kung Fu, The Woman Avenger) auffrischen und hatte mich dazumal im Titel geirrt. Der Tod der Shaw Brothers Legende Chan Kuan-Tai (Heroes Two, Return of Bastard Swordsman, The Master) hat mich nun motiviert, ihm zu Ehren, den Film anzusehen. Und ich habe die Sichtung nicht bereut. A Life of Ninja, obwohl er natürlich zuweilen auch an Lee Tso-Nams The Challenge of the Lady Ninja erinnert, da Ninjas und gleicher Cast, hat mir sogar besser gefallen als The Challenge of the Lady Ninja.

Warum? Im Vergleich zu The Challenge of the Lady Ninja hat A Life of Ninja mehr Action, bessere Action, mehr Härten, mehr Unterhaltung und nebst Chen Kuan-Tai und Elsa Yang (Deadly Silver Angels, Shanghai Massacre, Bruce Kung Fu Girls) ist hier noch Japaner Yasuaki Kurata (Call Me Dragon, The Unsubdued Furies, The Good and the Bad) als Hauptbösewicht zu sehen, was den Film und vor allem die Kampfszenen positiv und qualitativ aufwertet. Der taiwanesischen Produktion kann auch definitiv eine Portion Trash nicht abgesprochen werden, wobei der Film dabei nie lächerlich oder billig wirkt.

Der Plot ist mehr als simpel und da der Film eine angenehme Laufzeit von nur 88 Minuten aufweist, ist der Film, auch dank den vielen Kampf- und Actionszenen, sehr kurzweilig und abwechslungsreich. Es gibt Szenen, die sind einfach amüsant, trashig oder sleazig, auch wenn sie hier und da absolut nichts zum Plot beitragen (Frauen in Bikinis ins Eiswasser hängen lassen, Frauen in Bikinis und Schlammringen). Chen Kuan-Tai spielt die Hauptrolle und den Helden. Fans von ihm werden voll auf ihre Kosten kommen. Er macht gegen Yasuaki Kurata eine gute Figur. Letzterer überzeugt natürlich als Clan-Leader der Ninja ebenso.

Elsa Yang spielt auch gut. Auf den Seiten der Ninjas gefiel mir auch die weibliche Attentäterin gut. Leider konnte ich ihren Namen nicht in Erfahrung bringen. Es ist leicht schade, dass sie am Ende nicht im Kampf besiegt wurde. Ich hätte sie gerne gegen Chen Kuan-Tai kämpfen sehen. Das wäre cool gewesen. Mit Huang Gen-Wei war zudem ein echter Wrestling Champion an Bord (laut Vorspann sogar «World Champion») und in einer Nebenrolle agiert Chen Hung-Lieh, letzterer jedoch ohne Kampfszenen. Er ist jedoch die Motivation und Ausgangslage der Ninja-Angriffe.

Fazit: Chen Kuan-Tai Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Wang Ming Ren Zhe

Taiwan 1983

R: Lee Tso-Nam

D: Chen Kuan Tai, Chen Hung-Lieh, Tien Wen-Chung, Yasuaki Kurata, Huang Gen-Wei, Peng Gang

Laufzeit der US-DVD: 88:06 Min.

Gesehen am: Mai 2008 / Neusichtung: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tai Seng vor. Diese haben als Vorlage die Englisch Dubbed Fassung von Ocean Shores gebraucht = solide bis (im Finale) zu dunkler Bildqualität, statt Widescreen nur Vollbild, mieser Englischer Dub, dafür 100% Uncut. Die US-DVD von Crash Cinema sowie die UK-DVD wären in Widescreen, Mandarin und mit festen englischen und chinesischen Subs, sind jedoch zensiert (in der Crash-Cinema DVD fehlt nur eine Szene, ob die UK identisch zensiert ist, ist mir nicht bekannt aber gut möglich). Das HK-VHS von Ocean Shores ist in Kantonesisch und ca. um sechs Minuten zensiert. Es gibt deutsche DVDs ( = als Die Rache des Ninja), die auch Uncut sind, aber ohne O-Ton. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2026). Meine US-DVD von 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert. Ich überlege sogar, mir die DVD von AVV zu kaufen da dort Uncut, Widescreen und zwei deutsche Synchros vorhanden. Eine der Synchros soll gut sein, die andere trashig. Auf jeden Fall wäre der Film somit sicher qualitativ nochmals wertiger als mit dem englischen Dub…

Donnerstag, 3. September 2026

Dangerous Person

Dangerous Person

Story:

Zwei Gangster (Lam Gwok-Hung, Pomson Shi) werden aus dem Gefängnis entlassen und planen, sich am Inspektor (Chen Kuan-Tai), der sie damals verhaftet hat, zu rächen…

Meine Meinung:

Die Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (The Challenge of the Lady Ninja, Tough Guy, Butcher), dessen Filme wie The Boxer from Shantung, Killer Constable, The Iron Monkey, Crippled Avengers, The Bloody Fists oder The Flying Guillotine zu seinen besten und bekanntesten Titeln zählen, und den ich im Mai 2011 in Amsterdam persönlich getroffen habe, ist nun leider 80jährig verstorben. Ihm zu Ehren plane ich nun, drei Filme von ihm anzusehen, die ich länger nicht mehr sah und ich auf dem Blog noch nicht besprochen sind.

Den Anfang machte Dangerous Person, den ich bisher nur einmal im Jahr 2011 gesehen habe. Davon gibt es auch heute keine bessere Fassung und nebst einer Fullscreen-LD nur diese besprochene VCD. Was Dangerous Person interessant macht ist die Tatsache, dass Chen Kuan-Tai nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch Regie führte und das Drehbuch schrieb. Produziert wurde der Film von Lo Wei. Chen Kuan-Tai lief 1981 zwar noch für die Shaw Brothers auf, aber gleichzeitig stand er für viele andere unabhängige Filmstudios vor der Kamera und führte in einem halben Dutzend Filmen Regie.

Der Film wirkt auf der einen Seite wie einer dieser Anfang der 80er Jahre New Wave Filme, auf der anderen Seite scheint sich der Film auch an amerikanischen Vorbildern (z.B. Dirty Harry) zu orientieren. Kein Kracher, aber gute Unterhaltung. Chen Kuan-Tai spielt die Hauptrolle als harter Hund und Inspektor. Er macht dabei eine gute Figur und überzeugt auch schauspielerisch im dramatischen letzten Viertel des Filmes. Der Film beginnt ruhig und erzählt einen, wenn man das HK-Genre der Zeit kennt, wenig überraschenden Plot. Dabei wird es gegen Ende nihilistisch und fies. Das mag ich manchmal, wenn es stimmig ist und passt. Und hier passt es.

Abgesehen von Chen Kuan-Tai verzichtet der Film auf grosse und bekannte Namen in Hauptrollen. Aus seiner Shaw Brothers Zeit liess er Lo Lieh (Clan of the White Lotus, The Concrete Jungle, Ghosts Galore) für eine kleine Nebenrolle antanzen. In einer weiteren kurzen Gastrolle als Chen Kuan-Tais Boss ist der spätere The Killer Star Paul Chun (Wild Search) zu sehen. Und ein junger Lung Fong (An Eye for an Eye) kennt der Fan aufgrund seines markenten Gesichtes auch aus anderen Filmen. Die anderen zwei Hauptfiguren als rächende Gangster werden von den mir unbekannten Lam Gwok-Hung und Pomson Shi verkörpert. Solide, auch wenn beiden eine grosse Karriere verwehrt blieb. Einmal ist kurz das Dawn of the Dead Theme zu hören und dreimal sind Stücke aus Phenomena zu hören. Cool.

Fazit: Chen Kuan-Tai Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Wei Xian Ren Wu

HK 1981

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Lam Gwok-Hung, Pomson Shi, Lo Lieh, Lung Fong, Paul Chun, Cheng Lai-Fong

Laufzeit der HK VCD: 91:59 Min.

Gesehen am: Aug. 2011 / Neusichtung: 03.09.26

Fassungen: Gesehen via HK-VCD von Joy Sales/Fortune Star (The Legendary Collection). Solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Es scheint keine DVD zu geben. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).