Bei folgendem Review gibt es untern Fassungen einen neuen Nachtrag und neue Cover:
Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
Dieses Blog durchsuchen
Sonntag, 16. August 2026
Kabul Afganisches Restaurant
Den sechsten freien Tag startete mit leichten Wohlstandsproblemen. Ich schlief nur vier Stunden und war seit 04.00 Uhr wach. Am Morgen buchte ich das Event mit Yukari Oshima in Nürnberg und das kostete Nerven wegen der SBB, nicht funktionierenden Kreditkarten, falsch gekauften Tickets, der Tatsache, dass ich aktuell mit meinem Telefon nicht telefonieren konnte (ich wollte telefonisch ein Wild-Essen, Nr. 16, reservieren), der Tatsache, dass gewisse Zahlungsmittel neu nur noch via Handy und nicht mehr am Notebook funktionieren und der Info, dass ich auf meinem Konto nicht Mal mehr 17 CHF habe und es noch neun Tage dauert, bevor neuer Lohn kommt.
Am frühen Morgen grillte ich in der Pfanne noch Fleisch, welches ich gestern nicht zu Bekannten, bei denen ich eingeladen war, mitgenommen habe, da ich über 2h bei über 30 Grad unterwegs gewesen bin und ich nicht wusste, ob die (Lidl) Tiefkühltasche ausreichend sein würde (laut KI nicht). Eine grosse Fleischschnecke und drei Bratwürste. Die Schnecke ass ich am frühen Morgen. Vor dem Mittag sah ich mir einen weiteren Shaw Brothers Film an (Mercenaries from Hong Kong). Ich wurde sehr müde. Darauf, das Wohnzimmer zu reinigen (mache ich sonst immer am Samstag), verzichtete ich heute. Es zog mich um 11.30 Uhr ins Bett und ich schlief bis 14.00 Uhr.
Das wirkte Wunder. Danach eine Dusche. Auch das wirkte Wunder. Von der einen Bratwurst biss ich zwei Stücke ab. Das sollte den aktuellen Hunger lindern, bis ich abends mit der Kollegin, ein weiteres Geburtstagsessen, geniessen gehen sollte. Mit ihr ging ich schon öfters in «orientalische» Restaurants (SHAM - CAFÉ RESTAURANT, Yafa Restaurant, Palmera Restaurant plus ein viertes in Zürich, dessen Name ich nicht mehr weiss). Heute war es warm. Ich sah mir noch ca. 15 Minuten Fussball an, ehe es mich ins Restaurant zog. Aktuell habe ich noch 270 CHF in Cash. Das muss bis am 25.08.26 reichen. Das heisst auch Verzicht und keine vier Kinobesuche in der kommenden Woche, wo ich heute erfuhr, dass mein Arbeitsplan nicht geändert wird. Das heisst nach meinem sechsten freien Tag würde ich zwei Nächte arbeiten und danach würde ich schon wieder sieben Tage Frei haben. Cool.
Als ich in Niederwangen in den Bus stieg, traf mich fast der
Schlag. Der Fahrer hat die Klimaanlage ausgeschaltet. Dies, so warm es im Bus
war, wohl schon den ganzen Nachmittag. Draussen waren über 30 Grad und im Bus
war es noch wärmer. Der Schweiss lief und lief. Das gab eine Beschwerde von meiner
Seite her. Ich hätte eigentlich bis ins Steinhölzli fahren sollen, aber in Köniz
ergriff ich die Flucht, da eine Zumutung aufgrund der Hitze im Bus. Ich fuhr
von Köniz nach Monbijou und dieser Bus und danach das Tram waren gekühlt. Eine
Wohltat! Die Kollegin erwischte das Tram vorher und wartete nahe dem
Restaurant. Als ich ankam warteten wir noch ca. zehn Minuten, ehe wir das
Restaurant namens Kabul Afganisches Restaurant betraten (das Restaurant heisst wirklich
«Afganisches» statt Afghanisches). Ich hatte einen Sitzplatz draussen
reserviert und es war, mit Ausnahme einer Wespe, sehr angenehm (und dem gegenüber
liegendem Lokal, wo der Mitarbeiter seinen Sitzplatz mit einem Laubblässer
bearbeitet hat!).
Zu guten Gesprächen mit der Kollegin bestellten wir folgendes:
als Vorspeise zum
Teilen
Samosa (2 Stk.)
Knusprig frittierte
Teigtaschen gefüllt mit herzhaften Kartoffeln, Erbsen und Gewürzen
8.50 CHF
&
Bolani (1 Stück)
Gefülltes Fladenbrot
mit gebratenen Kartoffeln.
8.50 CHF
als Hauptgang
Mantu Fleisch (8
Stück)
Gedämpfte Teigtaschen
nach afghanischer Art mit Hackfleischfüllung.
Serviert mit
Joghurtsauce und Linsen.
22.50 CHF (die
Kollegin nahm die Vegi-Variante)
als Dessert
3x Afghanische Glace
(mit Rosenwasser und Kardamom) (ich nahm es zweimal)
zum Trinken
Cola Zero, Rivella
und Afghan çay (mehrfach)
Das Totalbetrag war,
wenn ich mich recht erinnere, 94 oder 97 CHF (ich gab 106 CHF).
Wir waren neugierig und freuten und auf das Essen. Als wir um
18.00 Uhr angekommen sind, war es draussen schon gut besucht. Das Restaurant
sollte auch bis zum späteren Abend, es wurde immer gemütlicher (etwas Wind hier
und da), immer wieder Gäste anziehen. Ich war überrascht, da ich dachte, heute
sei Sonntag (gibt es ab und zu, wenn Pflegende unregelmässig Arbeiten und so
viele Tage am Stück Frei haben). Zu den Vorspeisen, welche wir gewissenhaft geteilt
haben, wurden zwei Sossen serviert. Eine Joghurtsauce und eine scharfe Sauce.
Die Vorspeisen waren lecker. Samosa habe ich in einer anderen Variante schon
Mal aus einem tamilischen Restaurant liefern lassen. Daher war es mir vom
Geschmack nicht ganz unbekannt. Es war leicht scharf, aber nicht so stark. Ebenso die
scharfe Sauce. Mit den Vorspeisen waren wir zufrieden und auch mit dem Tipp des
Kellners, zwei unterschiedliche Vorspeisen zu bestellen. Der Hauptgang war sehr
lecker. Ich ass auch eine Teigtasche der Kollegin (Vegi-Variante) und diese war
auch sehr gut. Die Teigtasche mag nicht sonderlich speziell anmuten, im
Vergleich zu anderen Gerichten auf der Karte. Die Karte und hohe Qualität des
Essens laden ein, dass Restaurant mehr als einmal zu besuchen. Eine Dessertkarte
gibt es nicht. Es wurde gesagt, dass wir vor dem Dessert zuerst den Tee nehmen
sollten. Auch hier wurde vom Kellern logisch begründet (wir hatten schon zum
Hauptgang Tee bestellt gehabt). Der Afghan çay Tee war sehr lecker und hat den
Durst gut gestillt. Es wurde langsam dunkel und Gäste gingen und neue Gäste
kamen. Wir bestellten die afghanische Glace. Die war super lecker. Ich dachte,
an dieser wäre etwas Minze oder Zimt. Doch der Kellner erklärte, dass die zwei
Hauptzutaten Rosenwasser sowie Kardamom waren. Das Glace war so fein, dass ich
danach noch ein zweites Glas für mich bestellt habe. So erfrischend war es! Später liefen wir dann zu
sehr angenehmen Temperaturen und dem Nachtleben vom Restaurant in die Stadt, wo
wir beide kurze Zeit später unsere Züge Richtung nach Hause nahmen. Das Kabul
Afganisches Restaurant war sehr lecker und hat uns beide befriedigt und gut gesättigt
zurückgelassen. Der Hauptkellner war sehr authentisch, aufmerksam, informativ und
sehr freundlich. Toll.
Fazit:
Hervorragend
Sehr gut
Gut und solide
Enttäuschend
Samstag, 15. August 2026
Mercenaries from Hong Kong
Mercenaries from Hong Kong
Story:
He Ying (Candice Yu On-On) beauftragt Luo Li (Ti Lung) ein Team (Michael Chan Wai-Man, Wong Yu, Lo Lieh, Johnny Wang Lung-Wei, Nat Chan Pak-Cheung) zusammen zu stellen, um in Kambodscha Gangster Naiwen (Phillip Ko Fei) zu finden…
Meine Meinung:
Mercenaries from Hong Kong fühlt sich nicht an, wie ein typischer Shaw Brothers-Film. Für diese eher späte Shaw Brothers Produktion durfte sich Wong Jing (High Risk, Magic Crystal, The Romancing Star) in Sachen Regie und Drehbuch versuchen. Er, der später in den 90ern vor allem mit derben Inhalten und vulgärem Humor auf sich aufmerksam machen sollte. Nach seinem Regie-Debüt Challenge of the Gamesters (auch für die Shaw Brothers) war Mercenaries from Hong Kong seine dritte Regiearbeit.
Der Plot ist dünn und erinnert an Filme wie Eastern Condors und Co. Der infantile Humor passt nicht wirklich zum Rest zusammen. Der Film wartet jedoch mit einem sehr bekannten Cast auf. Hier tummeln sich Stars wie Ti Lung (The Blood Brothers), Michael Chan Wai-Man (Gallants), Wong Yue (Kid from Kwangtung), Lo Lieh (The Reckless Cricket), Johnny Wang Lung-Wei (Five Shaolin Masters), Phillip Ko (The Criminal), Nat Chan Pak-Cheung (My Neighbours Are Phantoms) sowie in Nebenrollen Yuen Wah (Swordsman) sowie Lee Hoi-Sang (Butcher Wing). Vor allem Fans von Ti Lung und Michael Chan Wai-Man kommen auf ihre Kosten.
Ansonsten ist das wie bei The Expendables. Nicht jeder Star hat gleich viel Screentime und auch während dieser Zweitsichtung empfand ich Nat Chan Pak-Cheung als eher unpassendes Element in dem Film. Trotz Humor und Slapstick konnte ich ihn in dieser Rolle nicht ernst nehmen. Schön waren die Auftritte eines jungen Yuen Wah (Kampf in der Tiefgarage) und Lee Hoi-Sang als mysteriöser Bösewicht im Anzug macht auch eine gute Figur. Es gibt Stunts, Explosionen, Shoot-Outs (leider nicht alle blutig) und kürzere Kampfszenen. Die Actionszenen besorgte Tong Kai (Return of the One-Armed Swordsman).
Fazit: Zwar kein Kracher, aber durch und durch von A-Z unterhaltsam! Und das Staraufgebt macht auch Laune!
Infos:
O: Lip Mo Je
HK 1982
R: Wong Jing
D: Candice Yu On-On, Ti Lung, Phillip Ko Fei, Michael Chan Wai-Man, Wong Yu, Lo Lieh, Johnny Wang Lung-Wei, Nat Chan Pak-Cheung, Yuen Wah, Lee Hoi-Sang
Laufzeit der UK-Blu: 95:27 Min.
Gesehen am: Jan. 2012 / Neusichtung: Aug. 2026
Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Arrow
Video (Shawscope Volume Two) = Uncut, neue Restauration von Arrow Video, O-Ton,
englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es ein ca.
20minütiges Interview mit Tong Kai (allgemein über die Shaw Brothers und nicht
explizit über seine Arbeit für Mercenaries from Hong Kong). Es gibt keine
deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).
Freitag, 14. August 2026
One-Armed Swordswoman
One-Armed Swordswoman
Story:
Li Feng (Cheung Ching-Ching) kämpft gegen Bösewichte und Mörder. Sie nimmt den Kampf gegen die Banden auf, doch nicht immer kommt sie rechtzeitig, um die Unschuldigen vor dem Tod zu bewahren. Doch eines Tages wird sie von einem Gegner, der ein vergiftetes Schwert als Waffe benutzt, überwältigt und als Folge wird ihr der Arm amputiert. Ein mysteriöser Mann, Black Dragon genannt, trainiert sie. Sie schwört Rache an den Tätern…
Meine Meinung:
One-Armed Swordswoman ist Taiwans Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker The One-Armed Swordsman mit Superstar Jimmy Wang Yu. Der Film von Chin Sheng-En (Bronze Head and Steel Arm) ist für Eastern Fans sehenswert. Der Film ist ein Mix aus Wuxia und Drama. Der Film legt besonders am Anfang ein Höllentempo vor. In den ersten 30 Minuten gibt es praktisch nur pausenlose Kämpfe zu sehen. So bietet der Film in den ersten 30 Minuten mehr Kämpfe, als andere Filme in den ersten 60 Minuten. Das Budget war klein. Es wurde fast nur Outdoor gedreht.
Der Plot ist simpel und Cheung Ching-Ching (Queen of Fist, The Magnificent Chivalry, Sorrowful to a Ghost) macht als weiblicher Jimmy Wang Yu eine gute Figur. Interessant ist, dass ihr Arm nicht im Kampf abgetrennt wird, sondern von dem mysteriösen Mann, der sie rettet, amputiert wird um die Verbreitung eines tödlichen Giftes zu stoppen (durch eine Wunde am Arm). Bevor 30 Minuten um sind, ist Cheung Ching-Ching schon als einarmige kämpfend zu sehen. Das ging deutlich schneller als im Shaw Brothers Klassiker von Chang Cheh. Die männlichen Figuren wirken mehrheitlich uninteressant (gilt sowohl für Bösewichte wie auch Helden).
Die Kampfszenen sind solide. Es gibt typische Trampolin-Sprünge, einiges an Gewalt (z.T. zensiert oder vor zensiert) und auch auf den typischen Fantasy-Einschlag aus taiwanesischen Eastern muss der Fan nicht verzichten, was einige Ideen und Gimmicks der Gegner oder Waffen angehen. Dieser teilweise fast trashig anmutenden Parts des Filmes macht den Reiz aus und heben den Film in einigen Kampfmomenten auch von anderen Filmen dieser Art (oder aus Filmen aus Hong Kong) ab. Wenn der Film schwächelt, dann im Mittelteil aufgrund mehrere dialoglastiger und zu dramatischer Szenen. Doch dafür entschädigt die erste halbe Stunde, die pausenlos Kämpfe bietet und auch vor dem Finale dreht der Film in der Hinsicht wieder auf.
Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!
Infos:
O: Nu Du Bei Do
Taiwan 1972
R: Chin Sheng-En
D: Cheung Ching-Ching, Tin Ming, Lui Ming, Chiang Ming, Li Chiang
Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:03 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung).
Gesehen am: Aug. 2026
Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Jeil Home
Video Production vor = solide Bild- und Tonqualität, Mandarin O-Ton mit
koreanischen Subs, Vollbild statt Widescreen (Vorspann in Widescreen). Deutsche
Fassungen (VHS sowie DVD = Li Feng - Die einarmige Schwertkämpferin) und andere
Importe (VHS aus Holland) sind zensiert. Die deutsche Fassung läuft nur 75 Min.
Es fehlt Handlung und Gewalt (Köpfung, Mord an Kind). In Holland (82 Minuten)
fehlt weniger, aber auch da wurde bei der Köpfung oder beim abgetrennten Arm
die Schere angesetzt. So auch bei der VHS aus Südkorea, die auf der
holländischen Fassung (wohl gleicher Print) zu basieren scheint. Cuts sind mir
nur vier aufgefallen: Mord an Kind (wobei länger als bei der deutschen Fassung),
Mord an Mutter, Arm wird abgetrennt und Bösewicht wird im Finale geköpft. Eine
Uncut-Fassung ist mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Selbst das
taiwanesische Filminstitut listet den Film mit einer Laufzeit von 74 Minuten.
Gut möglich, dass die VHS-Fassungen aus Holland und Südkorea der aktuell
längsten Fassung zum Film entsprechen und der Film ggf. schon so für das Kino
zensiert wurden.
Hotel & Restaurant Sternen Muri bei Bern
Adresse: Thunstrasse 80, 3074 Muri bei Bern
Sommer heisst Geburtstagszeit. Zu viele, die ich alle stemmen könnte. Teilweise auch keine Zeit da NIFFF und/oder Geld sparen. Immerhin folgen eventuell im Sept. weitere Film-Events in Nürnberg oder London (das habe ich definitiv gebucht), eventuell folgen diverse Kino-Besuche (The End of Oak Street, Die Odyssee, Insidious: Out of the Further, Mutiny) und zudem muss ich Geld für den Oktober sparen (Wild-Season). Zum Teil lasse ich Geburtstagsessen auch in den Oktober einfliessen. So nicht das heutige Geburtstagessen, das auf Wunsch in Muri b. Bern ausgetragen wurde. In den Sternen. Da war ich in Vergangenheit schon öfters essen. Das Wild war immer vorzüglich (Link 1, Link 2, Link 3), reguläre Besuche waren qualitativ etwas schlechter (Link).
Aktuell geniesse ich sechs freie Tage = Einkaufen, Wohnung putzen, Wäsche machen, Kino-Besuch (Ice Cream Man), Fussball (Manchester United), Grillieren (Interlaken), weitere Restaurant-Besuche (Afghanisch), Filme schauen, Ferien und Events buchen und planen (Lu Feng Event, erste 15 Wild-Restaurant Daten reserviert, ggf. Event in Deutschland), Sonne tanken. Schön, so viel Zeit zu haben. Diese Woche ist es aktuell auch mit praktisch täglich über 30 Grad sehr warm. Am heutigen Tag stand ich früh auf (nach 05.00 Uhr) und sah mir ab 07.00 Uhr einen taiwanesischen Gangster-Film an, gefolgt von einem Shaw Brothers Film. Dann noch etwas zocken, ehe es mich am späten Nachmittag nach Muri führte. Die Sonne und Wärme taten gut. Ich ass den ganzen Tag praktisch nichts (nur ein Twix und zwei Toast mit Honig). Aktuell hatte ich daher Hunger und freute mich auf das Abendessen.
Via Bus ohne Klimaanlage (oder Fahrer hat es einfach nicht
eingestellt) kam ich etwas verspätet vor Ort an. Meine Begleitung war schon
dort und entschied sich für einen Platz draussen. Das war, mit einem kleinen
Lüftchen, bis auf Wespen und Fliegen, angenehm. Das Restaurant war gut besucht.
Meine Begleitung war, da ein Geburtstagessen, eingeladen. Nebst regulärer Karte
wurde auch eine Sommerkarte angeboten. Ich bestellte für mich…
…als Hauptgang
Rindsfilet «Café de
Paris»
mit zerlassener
Kräuterbutter und Gemüse
(bestellen Sie Ihre
Wunschbeilage zusätzlich separat dazu)
Wunschbeilage = Pommes
49.80 CHF & 6.50
CHF
…als Nachspeise
2x Crema Catalana
20 CHF
Auf eine Vorspeise habe ich verzichtet. Einerseits zum
Sparen, andererseits aufgrund der Hitze. Ich hatte zwar Hunger, aber beim
letzten Mal, als ich vor Ort ass, war mir die Portion zu gross. Ausserdem hat
mich auch keine der Vorspeisen angesprochen. Ich nahm das Filet medium. Es war
gut, aber ich hatte dennoch etwas Mühe, es mit dem Messer zu zerschneiden. Schräg
war die Tatsache, dass es a) eine Sosse gab und b) dazu Kräuterbutter. Das hat
so nicht ganz gepasst und die Kräuterbutter war, schon total geschmolzen und
mehr eine wässrige Flüssigkeit, als sie gebracht wurde. Und schmeckte irgendwie
schräg. Es sah so aus, als wäre diese schon etwas länger aus dem Kühlschrank
genommen und dann schon geschmolzen, ehe sie an den Tisch gebracht wurde. Die
Pommes waren gut und eine gute Portion. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Das
Gemüse war solide. Alles in allem war das Essen sehr gut, aber keine Kracher
Qualitäten mit Ausnahme der von mir geliebten Crema Catalana. Bis wir das
Dessert bestellen konnten, verging viel Zeit. Da das Restaurant gut besucht war,
hatten die Kellnerinnen viel zu tun. Es war ein schöner Abend mit guten
Gesprächen. Müde kehrte ich später nach Hause zurück, wo ich ausserordentlich
früh schlafen ging.
Fazit:
Hervorragend
Sehr gut (Nachspeise = Hervorragend)
Gut und solide
Enttäuschend
Donnerstag, 13. August 2026
Mission Impossible
Mission Impossible
Story:
Huo Xiao-Fen (Ching Li) will den Tod ihres Vaters rächen und das gestohlene Schwert wieder finden. Dumm nur, dass auch viele andere (u.a. Chen Hung-Lieh) hinter dem Schwert her sind und dabei über Leichen gehen…
Meine Meinung:
Mission Impossible ist einer von zwei Filmen (nebst The Mighty One), die Joseph Kuo (Sorrowful to a Ghost, The Swordsman of All Swordsmen, Mystery of Chess Boxing) für Shaw Brothers drehte. Mission Impossible war lange Zeit nur schwer erhältlich, da es davon mit Ausnahme der ZiiEagle Version nur eine VHS aus Taiwan gab. Diese zu finden, dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein. Im Gegensatz zu anderen Shaw Brothers Filmen, wurde Mission Impossible von Celestial zwar restauriert, aber, warum auch immer, nicht veröffentlicht.
Ich freute mich, Mission Impossible nun erstmals völlig restauriert zu sehen (in der ZiiEagle Box haben sie eine etwas schwächere Bildqualität). Der Film ist jedoch nur solide und einige Punkte störten mich jetzt, die mir bei der Erstsichtung nicht negativ ins Gewicht gefallen sind. Der Film ist mit seiner Laufzeit von 101 Minuten zu lang. Da wären 80 oder 90 Minuten besser gewesen. Der Mix aus Eastern und am Ende Ghost-Film ist nicht übel, aber ich hätte mir lieber ein Martial Arts Finale gewünscht. Was mich störte war die Tatsache, dass die Kampfszenen etwas steif und oft künstlich beschleunigt wurden, was ich nicht mag.
Abgesehen davon ist der Film solide. Chen Hung-Lieh (Manhood, Shaolin Invincibles, Tough Duel) sehe ich immer gern als Bösewicht. Er spielt hier den Hauptbösewicht. Der einzig mir bekannte Name der Produktion nebst Regisseur Joseph Kuo. Ching Li war gut in ihrer Rolle. Einige ihrer Kampfszenen mit den zwei kurzen Messern hatten japanische Samurai-Vibes. Das war ziemlich cool und abgefahren. Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Auch die abwechslungsreichen Settings (Klippe, Felsen, auf dem Schiff) wussten zu gefallen. Die Musik war unauffällig. Die Kampfszenen waren erstaunlich unblutig, die Waffen und Gimmicks hingegen innovativ.
Fazit: Solide, aber kein Kracher!
Infos:
O: Jian Nu You Hun
HK 1971
R: Joseph Kuo
D: Ching Li, Chen Hung-Lieh, Chiang Nan, Ma Chi, Ko Yu-Min, Yi Yuan, Tsai Hung
Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 101 Min.
Gesehen am: Feb. 2016 / Neusichtung am: Aug. 2026
Fassungen: Mit Ausnahme der VHS aus Taiwan und der Version
in der ZiiEagle-Box gab es den Film sonst nicht zu erwerben. Daher war die
Info, dass der Film in Shout Factorys Box (Shaw Brothers Classics Vol. Five)
enthalten sein würde, toll. Der Film ist Uncut, O-Ton und englische Subs sind
vorhanden und die Bild- und Tonqualität sind sehr gut (aber allgemein etwas
dunkel) Als Extras gibt es ein Interview mit Regisseur Joseph Kuo. Es gibt
keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).
Manhood
Manhood
Story:
In Taipei herrscht zwischen zwei Gangsterbanden Krieg. Bei einer Schiesserei wird Drug Lord Lei Zhenxiao erschossen. Ma So (Ma Sha) stellt sich daraufhin der Polizei und wandert für sieben Jahre ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung will Ma So von den Gangs nichts mehr wissen. Doch zwei Banden sind hinter den Drogen vom damals geplatzten Deal her, die dazumal versteckt wurden. Doch Ma So bleibt standhaft, zumal ein mysteriöser Mann (Ga Lun) ihm mehrfach gegen die Attacken der Gangster hilft. Doch dann entführt Gangsterboss Jia (Chen Hung-Lieh) Ma Sos Schwester als Druckmittel…
Meine Meinung:
Manhood ist ein Taiwan Black Movie und einer der besseren dieser Sorte. Der Film bietet inhaltlich zwar nichts Neues und gewisse Klischees (Ex-Gangster arbeitet in Auto-Werkstatt), dafür war der Film unterhaltsam, bot viel Action und war auch in Sachen Gewalt nicht zurückhaltend. Inhaltlich erinnert der Film sogar etwas an den Italo-Kracher Milano Kaliber 9. Regie führte Lin Ying, von dem ich nur einen anderen Film kenne (= Little Flying Dragon). Ungesehen müsste mir noch Survival of a Dragon als holländische VHS vorliegen.
Der Plot ist simpel. Für Unterhaltung ist garantiert. Auch die Figuren überzeugen im Grossen und Ganzen. Als Lead und Antiheld wurde ein früherer Gangster gecastet, der in mehreren Taiwan Black Movies mitwirkte: Ma Sha (The Masks, Golden Fists of a Duo, Mad Rose), der im Vorspann in den Credits Maa Sha genannt wird. Er ist natürlich die ideale Wahl für die Hauptrolle, auch wenn ich ihn etwas lieber als Bösewicht statt als Held sehe. Doch als Bösewicht ist auch ein bekannter Name an Bord = Chen Hung-Lieh (A Taste of Cold Steel, The Cannibals, On the Waterfront). Und diesen sehe ich immer gerne als Bösewicht.
Etwas schade ist, dass es keinen wirklichen Finalkampf zwischen Ma Sha und Chen Hung-Lieh gibt. Abgesehen davon sind noch Violet Pan Ying-Zi (The Guy at Simenting) und Ga Lun (Red Spell Spells Red) als Co-Stars zu sehen. Die Actionszenen bestehen aus Kampfszenen, Shoot-Outs, Folterszenen und Szenen, in denen mit Messern, Stichwaffen, Ziegelsteinen, Ketten oder Schwerkraft (aus der Höhe in den Tod fallen) gekämpft und getötet wird (inklusive einer abgebrochenen Flasche). Der Film ist härter und blutiger, als andere Filme dieser Art. Cool war auch, dass zu einer Kampfszene die Musik von Tangerine Dream aus Sorcerer zu hören ist.
Fazit: Für Fans von Taiwan Black Movies zu empfehlen!
Infos:
O: Nan Zi Han
Taiwan 1982
R: Lin Ying
D: Ma Sha, Violet Pan Ying-Zi, Ga Lun, Chen Hung-Lieh, Liu Chun, Han Hsiang-Chin, Yi Yuan
Laiufzeit der südkoreanischen VHS: 90:12 Min.
Gesehen am: Aug. 2026
Fassungen: Es gibt keine DVD, Blu-Ray, UHD oder deutsche
Fassung (Stand: Aug. 2026). Die VHS aus HK ist stark in Gewalt zensiert (5-6
Min.), hätte jedoch englische Subs. Die VHS aus China ist bis auf eine Szene
mit Brüsten Uncut, aber ohne Englische Untertitel. Eine DVCD aus China ist
komplett Uncut (auch keine englischen Subs). Ich sah den Film als
südkoreanische VHS von Dae Joo Cinema Co. = Uncut-Status unbekannt, Audio mit
koreanischen Subs, mässige (Nachtszenen) bis durchschnittliche Bild- und
Tonqualität, Vollbild statt Widescreen Es scheint auch in den USA eine VHS zu
geben (von Tai Seng). Dazu habe ich jedoch keine weiteren Infos. Die VHS aus
Südkorea sah in Sachen Action, Gewalt und Brüste Uncut aus.
Mittwoch, 12. August 2026
Hex vs. Witchcraft
Hex vs. Witchcraft
Story:
Cai Tou (James Yi Lui) hat Spielschulden, die er nicht bezahlen kann. Er verspricht Gangster-Boss Brother Nine (Chan Shen) daher eine Nacht mit seiner eigenen Ehefrau (Jenny Leung Jan-Lei). Doch diese ist «not amused» und attackiert Brother Nine. Letzterer wird durch die Attacke impotent. Brother Nine stellt Cai Tou vor die Wahl: er soll sich innert 24h suizidieren, ansonsten lässt er ihn töten…
Meine Meinung:
Hex vs. Witchcraft war ursprünglich nicht als Fortsetzung zu Hex gedacht. Nach dem Erfolg von Hex wurde der ursprüngliche Titel des Filmes jedoch in Hex vs. Witchcraft geändert. Kommerzielle Gründe. Die Macher versuchten, damit auf den Erfolg des ersten Filmes anzuknüpfen. Dies scheint sich gelohnt zu haben, da danach noch eine weitere Fortsetzung folgen sollte. Zufälligerweise fungierte mit Kuei Chih-Hung (The Reckless Cricket, Die Wilden Engel von Hong Kong, The Criminals 4: Assault) der gleiche Mann auf dem Regiestuhl.
Leider ist Hex vs. Witchcraft mit Hex nicht vergleichbar. Hex vs. Witchcraft ist eine lahme Klamotte, in der der Geist erst nach über 30 Minuten erscheint. Und der Film bleibt mehrheitlich eine Klamotte mit vereinzelten Gamble- und Nacktszenen inklusive vielen Längen. Echter Horror, Make-Up Effekte oder Gore? Keine Spur davon! Das ist schon irgendwie enttäuschend. Zudem hat Hex vs. Witchcraft die Zweitsichtung nicht bestanden. Gemäss meinem alten Review fand ich den Film okay und solide. Eine Meinung, die ich nicht mehr teilen kann.
Die Handlung wirkt chaotisch und der Humor unlustig, doof und infantil. Zudem fand ich praktisch alle Figuren wenig interessant und sogar nervend. Das gilt besonders für James Yi Lui (Adventure in Denmark). Und Szenen die Männer mit Frauenstimmen zeigen und dabei lustig gemeint sind, haben mir noch nie gefallen (sogar Lam Ching-Yings Auftritt in The Prodigal Son mit Frauenstimme fand ich bescheuert, Klassiker hin oder her). Das ist wie Affengeräusche, wenn im Monkey Stil gekämpft wird. Das find ich auch blöd. Sogar die zwei schielenden Trottel, die ich sonst in ähnlichen Rollen mag, waren nicht lustig. Nur Chan Shen (Kiss of Death, Lost Souls) als Bösewicht war solide. Und die Frauen z.T. immerhin hübsch.
Fazit: Schwache Fortsetzung und Zeitverschwendung!
Gefolgt von: Hex vs. Hex
Infos:
O: Che Dau Che
HK 1980
R: Kuei Chih-Hung
D: James Yi Lui, Chan Shen, Jenny Leung Jan-Lei, Pei Ju-Hua, Yang Chi-Ching, Lam Fai-Wong, To Siu-Ming, Shirley Yu Sha-Li, Yue Tau-Wan
Laufzeit der UK-Blu-Ray: 100:59 Min.
Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026
Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope
Volume Four) = O-Ton Kantonesisch, Englische Subs, Uncut, neue Restauration
durch Arrow Video (d.h. keine Frame-Cuts). Es gibt keine deutsche Fassung
(Stand: Aug. 2026).
The Hunter, the Butterfly and the Crocodile
The Hunter, the Butterfly and the Crocodile
Story:
Ein Cop aus Hong Kong (Chow Yun-Fat) ist hinter zwielichtigen Gestalten und Traiden (u.a. John Chang Wu-Lang, Fung Ging-Man) her. Er begibt sich auf eine Undercover-Mission. Bei seiner Arbeit verliebt er sich in die Sängerin Peng Yuehong (Cecilia Wong Hang-Sau), die unter der Geisel der Triaden steht…
Meine Meinung:
The Hunter, the Butterfly and the Crocodile ist eine Goldig Films (The Dragon Lives Again, Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, The Gold Connection) Produktion aus dem Jahr 1976 mit dem späteren Superstar Chow Yun-Fat (Long Good Bye, Full Contact, The Story of Woo Viet) in der Hauptrolle, der später in weiteren Filmen von Goldig Films, wie auch Co-Star John Chang Wu-Lang (nämlich in 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange), zu sehen war (nämlich in Hot Blood). Bei dem Film handelt es sich vor allem um ein Drama.
The Hunter, the Butterfly and the Crocodile hat zwar New Wave Vibes und zeigt im Vorspann die Polizei (dieser wird im Vorspann für ihre Mithilfe am Film auch gedankt), aber da Chow Yun-Fat einen Undercover-Cop spielt, hat es nur wenig wirkliche Polizeiarbeit im Film zu sehen. Es folgen lustige Szenen, es folgen Gamble-Szenen, es folgen Liebesgeschichte und viele Dialoge. Es gibt praktisch keine Action, dem sollten sich Zuschauer bewusst sein. In vielen Dramen aus Hong Kong wird auf Action oder Kampfszenen nicht verzichtet, hier allerdings heisst es praktisch tote Hose. Nur im kurzen Finale am Strand gibt es ein-zwei Kämpfe inklusive einer Slow-Mo Aufnahme und mind. zwei blutige Shoot-Outs.
Zwar bietet die VHS nur koreanische Untertitel, so dass ich den Dialogen nicht wirklich lauschen konnte, aber auch mit englischen, verständlichen Subs wäre der Inhalt für meinen Geschmack zu langweilig und unspektakulär gewesen. Zudem ist der Film auch sehr harmlos, sieht man von den kurzen Action-Szenen im Finale oder dem Plastiksack voller Urin (Bestrafung einer Prostituierten) ab. Nacktszenen gibt es (zumindest in dieser südkoreanischen VHS) keine. Chow Yun-Fat, Cecilia Wong Hang-Sau (Shaolin Mantis) sowie John Chang Wu-Lang (Kung Fu Master Named Drunk Cat) spielen das solide. Fung Ging-Man (Lackey and the Lady Tiger) passt auch gut in seine Rolle.
Fazit: Höchstens für Hardcore-Fans von Chow Yun-Fat interessant. Mir war der Film zu langweilig, so dass der Film nicht in die Filmsammlung kommt…
Infos:
O: Lao Jia Xie Pai Gu Ye Zi
HK 1976
R: Richard Yeung Kuen
D: Chow Yun-Fat, John Chang Wu-Lang, Fung Ging-Man, Cecilia Wong Hang-Sau
Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:08 Min.
Gesehen am: Aug. 2026
Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A-Jin Production
Trading Go vor = Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs (O-Ton wäre
Kantonesisch), statt Widescreen in Vollbild, durchschnittliche Bild- und
Tonqualität. Uncut-Status unbekannt. Dialoge und Ton im letzten Viertel
asynchron. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).
Ice Cream Man
Ice Cream Man
Story:
Kinder werden, nachdem sie Glace eines mysteriösen Glace-Verkäufers (Ari Millen) verzehrt haben, zu mordenden Werkzeugen gegenüber Erwachsenen. Eine Gruppe von Kindern (Charlie Zeltzer, Shiloh O’Reilly, Kiori Mirza Waldman) versucht zu überleben und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen…
Meine Meinung:
Ice Cream Man ist der neuste Film von Eli Roth (Cabin Fever, Death Wish) und leider hat mir der Film weniger gut als z.B. sein letzter (Thanksgiving) gefallen. Für eine Sichtung ist Ice Cream Man okay, aber im Grossen und Ganzen ist der Film eigentlich sehr belanglos und richtige Höhepunkte sucht der Zuschauer vergebens. Die Geschichte erinnert leicht an den Rattenfänger von Hameln. Das Motiv ist am Ende auch weniger originell, als erwartet. Das Ende gefällt trotzdem da kein Happy End.
Was Ice Cream Man gut macht ist die Tatsache, dass der Film nicht wirklich langweilig ist. Es ist immer was los und der Film nimmt sich keine Sekunde ernst. Zudem gibt es viel Splatter. Wer nur auf Splatterszenen aus ist, wird gut belohnt, auch wenn einige Szenen durch zu nahe Close-Ups oder durch eine Wackelkamera (besonders dann, als die Gruppe Kids aus der Schule über den Schulplatz flüchtet sind praktisch alle Szenen durch die Wackelkamera in ihren Gewaltmomenten entschärft da viel weniger explizit) negativ beeinflusst werden. Ari Millen (Unspoken) spielt den Glace-Verkäufer gut. Er verzichtet praktisch auf Dialoge und spielt mit Mimik und Körpersprache.
Daher erinnerte er mich an Art the Clown an den Terrifier Filmen. Die Kinder, die die Überlebenden darstellen, agieren auch gut. Ansonsten sind die Figuren relativ öde und peinlich (vor allem Eli Roths Auftritt). Die Dialoge sind allgemein übel und auch der «Humor». Ich musste im Kino nicht ein einziges Mal lachen. Eli Roth gab zu, dass einige der Szenen (Animationen) durch KI entstanden sind (plus den Abspann). Warum, ist mir ein Rätsel. Die Animationen hätten genau so gut weggelassen werden können und haben praktisch nichts zum Film oder den einzelnen Szenen beigetragen. Kein Film, der lange in Erinnerung bleiben wird…
Infos:
O: Ice Cream Man
USA 2026
R: Eli Roth
D: Ari Millen, Charlie Zeltzer, Shiloh O’Reilly, Kiori Mirza Waldman, Sarah Abbott, Eli Roth
Laufzeit der Kinofassung: Ca. 86 Min.
Gesehen am: Aug. 2026
Fassungen: Ich sah den Film in Bern im Kino = Uncut (ab 18),
Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Soll in Deutschland am
05.11.26 auf DVD, Blu-Ray und Co. erscheinen.
Dienstag, 11. August 2026
Phantasm
Phantasm
Story:
Mike (A. Michael Baldwin) wird nachts auf einem Friedhof Zeuge unheimlicher Beobachtungen inklusive diverser Gestalten (Angus Scrimm), die ihn verfolgen. Mikes älterer Bruder (Bill Thornbury) glaubt ihm kein Wort, bis er später selbst das Grauen zu Gesicht bekommt. Zusammen mit ihrem Freund Reggie (Reggie Bannister) nehmen sie den Kampf gegen die Horde auf…
Meine Meinung:
Phantasm von Don Coscarelli (The Beastmaster) wurde zu Ehren von Reggie Bannister (Wishmaster, Bloody Bloody Bible Camp) angesehen, der 80jährig am 09.08.26 verstorben ist. Phantasm ist eine fünfteilige Horrorreihe, die Ende der 70er begann und erst 2016 abgeschlossen wurde (Phantasm: Ravager). Regisseur Don Coscarelli und die Mehrheit des Casts um Reggie Bannister, Angus Scrimm und Co. blieben der Reihe grösstenteils treu. Phantasm hat die Neusichtung bestanden. Ich mag den Film. Phantasm ist unheimlich, stimmungsvoll, mysteriös und durch und durch fantastisch.
Die Settings vom Friedhof und Umgebung (In- sowie Outdoor) geben dem Film die richtige Würze. Dem Film gelingt es, eine unheilvolle Atmosphäre zu generieren. Es gibt viele schaurige Szenen, diverse Monster- und Kreaturen, viele Jagdszenen und viel Dunkelheit. Der Film spielt oft nachts und die Szenen muten mehr als nur einmal surreal an. Egal ob Riesen-Fliegen, die Zwerge, die Einblicke in andere Dimensionen oder Angus Scrimm als Tall Man inklusive seiner fliegenden Silberkugeln, die Kultstatus erreichten. Alles passt wunderbar stimmig zusammen wie auch der starke Soundtrack.
Zudem ist der Film sehr kurzweilig (nur 84 Minuten Laufzeit) und legt ein unglaublich hohes Tempo an den Tag. Es gibt kaum Verschnaufpausen und viele Verfolgungsjagden. Die wenigen Effekte haben Charme und sind genau nach meinem Geschmack. Der Tall Man ist wunderbar creepy und ich mag das Beerdigungsinstitut Setting. Er wurde zur Kultfigur im Horrorgenre. Die Idee mit den fliegenden Silberkugeln, die sich in die Köpfe der Opfer bohren, ist originell und innovativ. Der Film ist gut gespielt. Allen voran Angus Scrimm sowohl Reggie Bannister (sehr sympathisch) machen das sehr gut, ebenso A. Michael Baldwin. Letzterer war bei den Dreharbeiten erst 14 Jahre alt. Umso beachtlicher ist seine Leistung.
Fazit: Horrorklassiker!
Gefolgt von: Phantasm II
Infos:
O: Phantasm
USA 1979
R: Don Coscarelli
D: A. Michael Baldwin, Angus Scrimm, Kathy Lester, Reggie Bannister, Bill Thornbury
Laufzeit der UK-DVD: 84:58 Min.
Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Aug. 2026
Fassungen: Gesehen via UK-DVD (Phantasm Sphere mit allen
vier Teilen) von Anchor Bay = Uncut, gute Bild- und Tonqualität (DTS-Tonspur),
O-Ton und englische Subs vorhanden. Diverse Extras an Bord. Gibt es in Deutschland
inzwischen auch auf Blu-Ray und sogar als UHD (als Das Böse).








































