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Dienstag, 5. Mai 2026

The Killer Must Kill Again

The Killer Must Kill Again

Story:

Giorgio (George Hilton) plant, um an Geld zu kommen, seine Ehefrau (Teresa Velázquez) zu töten. Als er nachts einen Mörder (Antoine Saint-John) bei der Beseitigung einer Leiche beobachtet, handelt er mit diesem einen Deal aus. Der Plan scheint aufzugehen. Doch als das Auto mit der Leiche im Kofferraum gestohlen wird, nimmt der Fall unerwartet Wendungen an und Unbeteiligte (Femi Benussi, Cristina Galbó, Alessio Orano) geraten zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

The Killer Must Kill Again ging mir irgendwie immer durch die Lappen und den hatte ich, bis zu einem Tauschgeschäft mit einem Sammler aus Deutschland, nie auf dem Schirm. Bei dem Film, einer französisch-italienischen Ko-Produktion, handelt es sich um das Regiedebüt von Luigi Cozzi (Demons 6 De Profundis, Godzilla, Nosferatu in Venedig). Und für ein Regiedebüt fand ich den Film mehr als gelungen und ordentlich.

Der Film ist ein Mix aus Krimi, Giallo und Sleaze. Ich fand die Mischung toll. Der Film macht aus der Identität des Killers kein Geheimnis. Der ist am Anfang schon zu sehen. Den Plot fand ich interessant und eine gewisse Spannung war gegeben. Wo wird der Plot hinführen? Was wird schiefgehen? Was sind die Folgen? Was passiert mit den Figuren, die zwischen die Fronten geraten? Das macht den Reiz des Filmes aus. Zuerst wird das Story-Gerüst erklärt, dann folgen mehr ruhige Momente und das Finale und die Story-Inhalte davor haben dann die grösste Giallo Vibes plus hübsch fiese, schmierige Sleaze-Momente und eine Hauch Erotik.

In den Momenten ist auch die Kameraarbeit exzellent und Giallo-Fans werden voll auf ihre Kosten kommen, auch wenn der Film definitiv mehr Wert auf Plot und Verlauf statt auf blutige Morde legt. Mir haben der Film und sein Mix zugesagt. Der Cast, vor allem Antoine Saint-John (The Beyond), Cristina Galbó (What Have You Done to Solange?) sowie Alessio Orano haben sehr gut agiert. Aber auch George Hilton (Der Killer von Wien), Teresa Velázquez, Eduardo Fajardo (Django) sowie Femi Benussi (Der Vernichter) waren solide.

Fazit: Fans von Euro-Cult Filmen aus der Zeit können bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: L'Assassino è Costretto ad Uccidere Ancora

Italien, Frankreich 1975

R: Luigi Cozzi

D: Antoine Saint-John, George Hilton, Teresa Velázquez, Femi Benussi, Cristina Galbó, Alessio Orano, Eduardo Fajardo

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 05.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Mondo Macabro vor = Uncut, Englisch/Ital. mit englischen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Ich sah mir den Film in Ital. mit Untertiteln an. Als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Regisseur Luigi Cozzi. Es gibt weder eine Blu-Ray, noch eine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Nazareno Cruz and the Wolf

 

Nazareno Cruz and the Wolf

Story:

Nazareno Cruz (Juan José Camero) wird als siebtes Kind geboren. Als er die schöne Griselda (Marina Magali) kennen und lieben lernt, erscheint Nazareno später der mysteriöse Fremde (Alfredo Alcón). Dieser verspricht ihm Macht und Reichtum, wenn er von Griselda ablässt. Kommt Nazareno dem nicht nach, wird er als Werwolf sein Dasein fristen. Nazareno glaubt den Geschichten des Fremden nicht und bleibt seiner Griselda treu. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Nazareno Cruz and the Wolf ist ein Mitte der 70er Jahre Werwolf-Film aus Argentinien und basiert auf einer Idee, die zunächst als Hörspiel konzipiert war. Und diese Idee soll angeblich auf einer Folklore aus Paraguay basieren. Der Film ist in Argentinien sehr bekannt und gilt als Klassiker. Ausserhalb Argentiniens widerfuhr dem Film weniger Erfolg und Anerkennung. Mir gefiel der Film nicht wirklich. Der Film wirkt wie ein Mix aus Werwolf-Film, Musical, Märchen, Komödie, Arthouse und wie ein Theaterstück.

Der Film wirkte mit seinen nur 86 Minuten deutlich länger. Es gab Längen und der Film ist alles andere, als eine Mainstream-Produktion. Das Schauspiel mutet öfters laienhaft und theatralisch an. Der Film war mir oft zu laut, zu windig (Dauerwind) und zu hysterisch (Protagonisten, die am Schreien sind). Die Musik oft auch unpassend. Einige Stücke stammten wohl wirklich aus einer Oper und Operngesang in nun wirklich nicht meins. When A Child Is Born, welches ich bisher nur aus Mondos kannte (Magia Nuda), passte da schon besser zur Surrealität seiner Szenen.

Die Darsteller sind mir allesamt unbekannt. Der Plot ist nicht gradlinig. Zu oft verliert sich der Film in ellenlangen Nebensequenzen, unbedeutenden oder sich wiederholenden Bildern. Hier und da gibt es einige stimmungsvolle oder interessante Aufnahmen zu sehen. Eine Art Darstellung der Hölle im letzten Viertel war nicht uninteressant. Der hier und da durchsickernde Klamauk gefiel mir nicht, passte aber zum Film als Ganzes. Wer auf Monster- und Werwolf-Effekte hofft, sollte diese Erwartungen gleich wieder im Keim ersticken. Als «Werwolf» dient ein normaler Wolf, der gefilmt wurde.

Fazit: Sicher stark Geschmackssache, aber Nazareno Cruz and the Wolf war definitiv nicht mein Fall…

Infos:

O: Nazareno Cruz y el lobo

Argentinien 1975

R: Leonardo Favio

D: Juan José Camero, Marina Magali, Alfredo Alcón

Laufzeit der US-Blu: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 05.05.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films vor (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt und es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Einkauf

 



Folgende vier VHS habe ich von einem holländischen Sammler erhalten:


The Possessed

HK/Thailand 1976. HK-VHS. Ich bin jedoch nicht 100% sicher, ob es eine Original-Kassette ist. Zumindest fehlt im Vergleich zu anderen VHS des Labels, die ich habe, ein Sticker. Es kann aber auch nur sein, dass sich dieser gelöst hat. Das VHS ist im O-Ton mit englischen und chinesischen Subs. Es handelt sich auch um den korrekten Film. Es handelt sich um einen Horrorfilm mit Lo Lieh.


Golden Sword and the Blind Swordswoman

Taiwan 1970. HK-VHS von Star Art Video Production Co. Das ist ein Bootleg-Label. Liegt in Mandarin ohne Untertitel vor.


Devil Killer

Taiwan 1981. Alexander Lo Rei in einem Film von Robert Tai. Stand auf der Wunschliste. Als HK-VHS erhalten (Mandarin mit chinesischen und englischen Subs). Die VHS stammt vom Bootleg Label China Arts. Die Verpackung gibt hingegen (auf der Frontseite) World Video als Label an, was natürlich nicht korrekt ist (World Video ist ein US-Label). Das VHS hat Schimmel, läuft aber beim Testversuch. 


A Brave Girl-Boxer in Shanghai

Taiwan 1972. Den habe ich schon als VHS aus Südkorea (Review). Jedoch nur in Vollbild und ggf. zusätzlich gezoomt (= fehlt massiv viel Bild) und ohne englische Subs. Dieses Bootleg-VHS aus HK (von China Arts) ist in Mandarin mit englischen & chinesischen Subs und scheint in Widescreen zu sein. Zudem ein wunderschönes Artwork. Da ich den Film sehr mochte, freue ich mich auf eine zukünftige Neusichtung in einer besseren Fassung.


Freitag, 1. Mai 2026

To Burn the Sun

To Burn the Sun

Story:

Yanti (Eva Arnaz) wird von Gangstern entführt, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen. Ihre Familienangehörigen werden ermordet. Ihr Freund Rachmann (Barry Prima) findet Yanti in einem Nachtclub und verhilft ihr zur Flucht. Sie heiraten. Yanti nimmt Martial Arts Training und plant, sich an den Tätern zur rächen…

Meine Meinung:

To Burn the Sun ist ein weiterer Actionfilm aus Indonesien. Nicht von Rapi Films (Mystics in Bali, Queen of Black Magic, The Warrior), sondern von Parkit Films (War Victims) und von Regisseur Arizal (Special Silencers, Bergola Ijo). Die Inhalte betreten bekanntes Terrain, wenn es um indonesische Actionfilme à la Deadly Angels Strike Back und Co. geht: Rape & Revenge und Action.

Nebst Deadly Angels Strike Back sah man ähnliche Motive z.B. auch in Fire of Vengeance. Wie in Deadly Angels Strike Back spielen hier die damaligen Superstars Eva Arnaz (Primitives, Five Deadly Angels) sowie Barry Prima (Srigala, The Devil’s Sword, Sundelbolong) die Hauptrollen. George Rudy (Blazing Battle) gibt einmal mehr einen gelungenen Bösewicht ab. Er spielt einen Zuhälter und die rechte Hand der Puffmutter. Es ist mehr eine grosse Nebenrolle.

Mir hat To Burn the Sun besser gefallen als erwartet. Als ich den Film vom Kumpel (geschenkt?) bekam, war mir der Film und Titel kein Begriff. Ich hörte zuvor noch nie von diesem Film und als ich das Cover sah wusste ich dementsprechend nicht, dass auch Namen wie Eva Arnaz oder Barry Prima mitwirken. Der Film ist am Anfang ein Drama und ein Rape & Revenge-Film. Danach wechselt der Film zu den Trainingsszenen, die aus dem Hong Kong-Kino der Zeit stammen könnten. Dann, und das war spannend, gab es zwischen den vielen tollen Rache- und Kampfszenen im Finale und zuvor, sogar noch Szenen mit schwarzer Magie und zwei Zauberern. Etwas, was ich von diesem Film definitiv nicht erwartet hätte und was ziemlich cool war.

Der Ton des Filmes ist wechselhaft: Drama, Action, Kung Fu, Rape & Revenge aber auch Slapstick und Komödie dürfen nicht fehlen inklusive komischer Tongeräusche. Letztere sind aber nur wenig zu sehen. Barry Prima gerät, auch gerade in den Actionszenen und was seine Screentime angeht, stark in den Hintergrund. Der Film fokussiert sich voll auf Eva Arnaz und ist macht einen sehenswerten und intensiven Job. Tolle Darbietung von ihr. Jede Kampfszene mit ihr ist ein Genuss. Es überrascht nicht, dass sie auch später in weiteren Solo-Actionfilmen wie I Want to Get Even zu sehen war. Die Actionszenen sind, wie üblich für den Regisseur, mit viel Zeitlupeneinsatz verewigt worden.

Fazit: Fans von Eva Arnaz und indonesischen Actionfilmen aus den 80ern greifen zu!

Infos:

O: Membakar Matahari

Indonesien 1981, 1983, 1984 (je nach Quelle)

R: Arizal

D: Eva Arnaz, Barry Prima, Ruth Pelupessy, George Rudy, Mathias Agus, Malino Djunaedy, Eddy S. Jonathan

Laufzeit der Fan Film Edition: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 01.05.26

Fassungen: Mir lag das Indonesian Fan Project vor = Widescreen Fassung, Englischer Dub, bessere und hellere Bildqualität als das VHS aus Griechenland. Es wurden folgende Fassungen verwendet, um dieses Projekt zu finalisieren: Indonesische TV-Version, Griechische VHS, Indonesisches Betamax, Franz. DVD und eine indonesische VCD. Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Za Karate

Za Karate

Story:

Bronson Lee (Tadashi Yamashita), Amerikaner japanischer Abstammung, macht es sich zum Ziel, in Japan ein Kampfturnier zu gewinnen und World Karate Champion zu werden. Doch Gangster machen ihm dabei das Leben schwer…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von The Street Fighter mit Sonny Chiba (Karate for Life, 13 Steps of Maki, Yakuza Wolf 2) drehte Toei die Za Karate Reihe, die es, wie auch The Street Fighter, auf drei Teile brachte. In diesem Erstlingswerk, dem einzigen der Reihe, der es auch ins Ausland geschafft hat (mehr davon unter Fassungen), führte Yukio Noda (Soul of Chiba) Regie. Er inszenierte auch gleich die zwei Fortsetzungen und sein bekanntester Film dürfte Der Tiger von Osaka sein.

Der Film wartet mit Tadashi Yamashita als Hauptdarsteller und Held auf. Er wurde in Japan geboren, wuchs später in Okinawa auf ehe der sein Leben später in den USA verbrachte. Daher wird er auch im Film als Amerikaner japanischer Abstammung angesehen, der extra nach Japan geht, um den Wettbewerb zu gewinnen. Tadashi Yamashita ist dabei eine Art Kreuzung zwischen Bruce Lee (Schreie, an die Nase fassen), Sonny Chiba (Karatetalent) und Charles Bronson (Schnauz). Das ist auch der Grund, warum der Film in den USA als Bronson Lee Champion vermarktet wurde.

Zu Gute kommt Tadashi Yamashita, dass er auch im echten Leben ein Martial Artist ist. Er ist ein Karatekämpfer, was ihm im Film mehr als deutlich anzusehen ist. Zwar ist der Film nicht so effektiv und blutig wie z.B. The Street Fighter (was nicht bedeuten soll, dass mit Blut gespart wird), aber dafür war Za Karate fast noch unterhaltsamer und kurzweiliger als das «grössere Vorbild». Der Film ist mit seinen ca. 86 Minuten und dem simplen Plot einfach spassig und abwechslungsreich anzusehen. Tadashi Yamashita gibt einen wunderbaren Lead ab, die anderen Kämpfer sind allesamt hübsch überzeichnet und die Nebenfiguren bringen Herz und Humor in den Film.

Fazit: Super spassig und unterhaltsam. Gespannt auf die Fortsetzungen!

Gefolgt von: Za Karate 2

Infos:

O: Za Karate

Japan 1974

R: Yukio Noda

D: Tadashi Yamashita, Chong Men-Jo, Dale Ferguson, Steve Fisher, Yôko Horikoshi

Laufzeit der US-Blu: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 01.05.26

Fassungen: Gesehen via The Bronson Lee Za Karate Collection von Severin Films (US-Blu-Ray) = Alle drei Teile in einer Collection mit Schuber. Region-A. Der erste Teil liegt erstmals, wie auch beide Fortsetzungen, in Japanisch mit englischen Subs vor. Die veränderte/in Gewalt zensierte US-Fassung von Za Karate (Bronson Lee Champion) liegt zudem ebenfalls restauriert vor (79 Minuten, Englischer Dub). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026). Als Extras gibt es u.a. Interviews mit Tadashi Yamashita. Dieses lohnt sich und läuft ca. 29 Minuten. 

April Updates

Nachträge

Mystics in Bali

Queen of Black Magic

A Man Called Magnum

The Killer


Bücher


RIP


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Donnerstag, 30. April 2026

Shaolin Monk

Shaolin Monk

Story:

Frank (Chen Sing) wird zu Unrecht beschuldigt, seinen Chef ermordet zu haben. Er flüchtet in den Shaolin Tempel. Danach ist die Zeit gekommen, den wahren Täter zu finden und seinen Namen aus dem Dreck zu ziehen…

Meine Meinung:

Aka The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance. Nicht nur bei südkoreanischen Filmen handelt es sich oft um eine Mogelpackung (falsche Titel, falsche Bilder, nicht der erwartete Film auf dem Band), sondern scheinbar auch in Indonesien. Der Film trägt den Titel Shaolin Monk. Chen Sing spielte in besagtem Film aus dem Jahr 1976 mit. Bei diesem «Shaolin Monk» handelt es sich jedoch um den zwei Jahren zuvor gedrehten The Furious Monk from Shaolin, ebenfalls mit Chen Sing in der Hauptrolle.

Warum ich den Film, obwohl der sogar länger läuft als die deutsche Fassung mit dem kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust (mehr dazu unter Fassungen), nicht in die Sammlung aufnehme? Das liegt an 2.5 sehr simplen Gründen. Der Hauptgrund ist, dass der Film so gut wie keine Action- oder Kampfszenen bietet. In den ersten 67 Minuten passiert einfach Mal gar nichts. Super langweilig. Das ist der Hauptgrund. Danach gibt es zwar paar Kämpfe, aber da empfand ich nur den Endkampf als solide. Die Kämpfe zuvor waren total kurz und nicht spektakulär. Und einen solchen Film schaue ich halt wegen Kampfszenen und nichts anderem.

Der zweite Grund liegt an der Fassung. Da kann der Film per se nichts dafür. Die englische Sprachfassung meiner Version war ungeniessbar, grottenschlecht, nicht zum Aushalten und hat den Film qualitativ nach unten gezogen. Und da der Film in den ersten 67 Minuten sehr dialoglastig war, war das natürlich eine absolute Tortur. Der Film will eigentlich dramatisch und ernst sein, aber durch die Synchro wird es trashig und ungewollt lustig. Da passen einzelne Momente dazu, die komisch anmuten, z.B. wenn Chen Sing vor dem Finalkampf gegen mehrere Fettsäcke kämpft oder der Hauptbösewicht im Finale von einem Vogel Kot aufs Gesicht bekommt (trug nichts zur Story bei).

Der offene halbe Punkt beträgt Chen Sing. Der ist hier ohne Schnauz zu sehen, was irgendwie «weird» war. In den wenigen Kampfszenen macht Chen Sing (Two Great Cavaliers, The New One-Armed Swordsman, Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger) einen mehrheitlich gelangweilten Eindruck. Nur im reinen Finalkampf wirkt er motivierter. Andere Namen wie Shan Mao (keine Kampfszene), Philip Ko (praktisch nicht zu sehen) oder Addy Sung Gam-Loi (rettet den Film auch nicht) sorgen auch nicht wirklich für mehr Kämpfe. Wer Chen Sing in einer sehenswerten Rolle als Shaolin Kämpfer sehen möchte, dem sei stattdessen Shaolin Warrior zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin He Shang

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Chen Sing, Joan Lin Feng-Chiao, Shan Mao, Gam Sai-Yuk, Betty Pei Ti, Shaw Luo-Hui, Philip Ko, Addy Sung Gam-Loi

Gesehen am: 30.04.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Suma Video mit dem englischen Titel Shaolin Monk vor. Und jetzt wird es richtig fies: Es handelt sich nicht um Shaolin Monk (HK 1976 mit Chen Sing) sondern um The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance mit Chen Sing, Betty Pei Ti, Philip Ko und Addy Sung Gam-Loi. Die Fassung ist Englisch Dubbed mit indonesischen Subs. In Deutschland gibt es den Film nur zensiert und unter dem kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust. Es gibt keine Blu-Ray Fassung (Stand: April 2026). In D läuft der 81 Minuten, während meine Betamax 86:33 Min. läuft. Die Bildqualität ist sehr gut, der englische Dub hingegen ist absolut ungeniessbar und furchtbar schlecht. In den USA gibt es eine Englisch Dubbed DVD (auch nur 81 Minuten). 

Update

Bei folgenden Reviews gibt es neue Cover und unter Fassungen neue Nachträge


- A Man Called Magnum

- The Killer


Secret of the Chinese Kung Fu

 

Secret of the Chinese Kung Fu

Story:

Chang Chi (Sze-Ma Lung) treibt auf offener See, ehe er von zwei Schwestern (u.a. Hsia Ling-Ling) gerettet wird. Er wird von den Mädels gesund gepflegt, nimmt in der kleinen Ortschaft einen Job an, trichtert den Bewohnern Selbstvertrauen und Kampfunterricht ein und legt sich mit dem lokalen Gangster (Lo Lieh) an. Dieser lässt japanische (Wong Lik, Lung Fei) und thailändische (Jack Long Shi-Chia, Blacky Ko Shou-Liang) Kämpfer «einfliegen», damit sie den Helden beseitigen…

Meine Meinung:

Aka Secret of Chinese Kung Fu. Bei Secret of the Chinese Kung Fu handelt es sich um einen 1977er Eastern aus Taiwan, der leicht an Filme wie Seven Samurai, The Chinese Boxer oder The Big Boss erinnert. Regie führte Sung Ting-Mei (The Traitorous, The Deadly Silver Spear). Von den drei Filmen, welche ich nun insgesamt von Sung Ting-Mei kenne, ist Secret of the Chinese Kung Fu der schwächste der drei Titel.

Das lag an der Tatsache, dass die ersten Filmhälfte relativ lahm war. Zudem gab es in dieser Hälfte auch Längen, der Plot ist relativ wenig originell und vor allem lag es daran, dass mir Sze-Ma Lung (The Snake Girl Drops In, The Green Dragon Inn, The Smart Cavalier, One Foot Crane) als Held nicht überzeugte. Vom Aussehen und vom Charisma her. In den Kampfszenen war er solide. Schon beim Vorspann zeigt er Kampfdemonstrationen und seine Kampfeinlagen, vor allem in der 2. Filmhälfte, waren solide und sehenswert. Auf Humor wird verzichtet, wobei einige der Bösewichte mit einem Overacting agieren.

Die Musik war Standard und Lo Lieh (The Golden Triangle, Kiss of Death, Dragon Swamp) gibt einmal mehr einen souveränen Bösewicht ab. Schade ist, dass er nur im Finale kämpfen darf. Das war etwas schade und leichte Potenzialverschwendung. In Nebenrollen als ausländische Kämpfer sind Jack Long Shi-Chia (Mystery of Chess Boxing), Blacky Ko Shou-Liang (Imperial Sword) und Lung Fei (Gold Constables, The Great Cheat, Tough Duel) zu sehen. Dabei macht vor allem letzterer als japanischer Meister eine gute Figur.

Fazit: Solider Eastern, aber kein Kracher!

Infos:

O: Wu Xing Ba Quan

Taiwan 1977

R: Sung Ting-Mei

D: Sze-Ma Lung, Hsia Ling-Ling, Lo Lieh, Lung Fei, Huang Fei-Lung, Jack Long Shi-Chia, Blacky Ko Shou-Liang, Wong Lik

Laufzeit der HK-LD: 86:35 Min.

Gesehen an: 30.04.26

Fassungen: Gesehen via HK-LD von Ocean Shores = sehr gute Bild- und Tonqualität, Mandarin oder Englischer Ton ohne Untertitel, Uncut. Zudem befindet sich das Englisch Dubbed VHS aus Holland von Dragon Video in meinem Besitz (und wird nicht gesichtet werden, da nur Englisch Dubbed. Es befindet sich ein zweiter Film auf dem Band = The Invisible Terrorist). Eine DVD gibt es in England. Die ist aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: April 2026).

Mittwoch, 29. April 2026

Catching Murderer Overseas

Catching Murderer Overseas

Story:

Zwei Cops (Cynthia Khan und Shao Feng) sollen einen Gangster (William Ho Ka-Kui) von Übersee eskortieren. Doch diesem gelingt die Flucht. Die zwei Cops machen es sich zur Aufgabe, den Entflohenen wieder zu finden…

Meine Meinung:

Catching Murderer Overseas bekam ich geschenkt. Ansonsten hätten sich unsere Wege nie gekreuzt. Catching Murderer Overseas ist ein Low-Budget Streifen aus Taiwan und stammt aus dem Jahr 2003. Ggf. ein TV- oder Direct to Video Film. Nach 1995 hat das Kino aus Hong Kong (und auch Taiwan) für meinen Geschmack viel an Interesse verloren, so dass ich Produktionen, die nach 1995 veröffentlicht wurden, nicht weiterverfolgt, geschaut oder gesammelt habe.

Catching Murderer Overseas ist solides Low-Budget «Kino». Der Film von Ng Kwok-Hau (The Funny Vampire) und Wu Jian-Xin hat ein grosses Plus: Cynthia Khan! Nebst Mädels wie Yukari Oshima (Drugs Fighters, Angel Terminators 2, Kung Fu Wonder Child), Moon Lee (Blood Sister, A Serious Shock! Yes Madam!, Iron Angels III), Kara Hui (Behind the Curtain, The Vengeance of Six Dragon, Madam City Hunter) oder Nishiwaki Michiko (Angel Terminators, Widow Warriors, The Outlaw Brothers) war Cynthia Khan zwischen 1990-1995 sicherlich eine der besten Schauspielerinnen im sogenannten Girls with Guns Genre.

Wer ein Hardcore-Fan von Cynthia Khan (In the Line of Duty 4, Queen’s High, Tough Beauty and the Sloppy Slop) ist, kann den Film bedenkenlos ansehen. Für eine einmalige Sichtung war der Streifen auch okay. Die billige Videooptik war weniger schlimm als befürchtet. Wo der Film am Ende verliert, sind Längen. Vor allem auf der 2. Disc. Und in dieser tritt Cynthia Khan mit Ausnahme von Anfang und Ende in den Hintergrund. Auf den ganzen Film berechnet ist sie jedoch sehr viel zu sehen. Die Actionszenen bestehen aus kurzen Kämpfen, vor allem Shoot-Outs (z.T. auch blutige) und es gibt auch einige, wenige echte Explosionen zu sehen. Als Stilmittel gibt es viele Slow-Mo-Aufnahmen zu sehen. Der Bösewicht wird von CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness) gespielt.

Fazit: Einmal schauen und vergessen oder als ultimativer Cynthia Khan-Fan in die Sammlung stellen!

Infos:

O: 跨海擒兇

Taiwan 2003

R: Ng Kwok-Hau, Wu Jian-Xin (je nach Quelle)

D: Cynthia Khan, William Ho Ka-Kui, Shao Feng, Ting Ching-Yung

Laiufzeit der HK-VCD: 44:52 Min. (1. Disc) / 44:25 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen via malaysische VCD von Golden Satellite = Mandarin oder Kantonesische Tonspur ohne Untertitel. Solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Libido

Libido

Story:

Christian Coreau (Giancarlo Giannini) ist ein traumatisierter junger Mann, seit er als Kind mit ansehen musste, wie sein kranker Vater seiner Mutter während einer S/M-Session umgebracht hat um sich danach selbst das Leben zu nehmen. Um sein Trauma bewältigen zu können, macht sich Christian zusammen mit seiner Ehefrau, seinem Anwalt und dessen Frau auf den Weg, den Ort des Schreckens zu besuchen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Libido ist ein s/w-Gothic-Mystery-Thriller, der auch als Giallo betitelt wird. Der Film erinnert an spätere Werke aus Italien mit Carroll Baker (A Quiet Place to Kill, Knife of Ice, The Fourth Victim) und stammt von den Regisseuren Ernesto Gastaldi sowie Vittorio Salerno (Die grausamen Drei, Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen). Die Mitte der 60er Jahre Produktion ist zwar durchaus solide, bringt dem Genre aber nichts Neues.

Der Film punktet vor allem durch seine Optik und die Bilder. Die wurden stimmungsvoll und stark eingefangen. Der Film ist solide gespielt. Die vier Hauptfiguren werden von Luciano Pigozzi (Zombi 3, Seven Deaths in the Cat’s Eye, The Last Hunter), Giancarlo Giannini (der es sogar nach Hollywood geschafft hat), Dominique Boschero sowie Mara Maryl. Letztere, das «blonde Gift», bringt leider unnötigen Klamauk und Slapstick in den Film, so dass selbst ihre Szenen wenig erotisch wirken. Der Humor wirkt unpassend.

Der Film ist allgemein sehr konservativ und harmlos. Effekte, Blut oder Sex dürfen nicht erwartet werden. Das Drehbuch überzeugt nicht und es gibt am Anfang und Mittelteil viel zu viele Längen. Und wenn am Ende das Tempo erhöht wird, ist der Film kurze Zeit später schon vorbei. Die Musik war unspektakulär. Das fiese Ende war ganz okay und nett, aber rettet den Film nicht. Für mich war der Film zu alt, zu unspektakulär und zu langweilig.

Fazit: Kein Film für die Sammlung!

Infos:

O: Libido

Italien 1965

R: Ernesto Gastaldi, Vittorio Salerno

D: Giancarlo Giannini, Dominique Boschero, Luciano Pigozzi, Mara Maryl

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films vor = Schuber, Englisch/Ital. Audio mit englischen Subs und als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Regisseur Ernesto Gastaldi. Die Bild- und Tonqualität sind fantastisch. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2026).

The Invisible Terrorist

The Invisible Terrorist

Story:

General Chao Ting-Bing (Wang Hsieh) wechselt die Seiten und setzt nun die Ming-Rebellen im Shaolin Tempel auf die Todesliste. Es gibt eine Liste mit Namen. Diese wird von den Rebellen jedoch in drei Stücke verteilt und befindet sich nun im Besitz der besten Kämpfer der Rebellen (Carter Wong, Cliff Lok, Wen Chiang-Long), die nun von der Regierung zur Jagd ausgeschrieben werden…

Meine Meinung:

The Invisible Terrorist bietet zwar inhaltlich nichts Neues und die ewigen Twists, Betrügereien und Seitenwechsel der Beteiligten, dennoch ist die Mitte der 70er Jahre Produktion aus Hong Kong von Regisseur Chan Siu-Pang sehenswerte Kung-Fu-Unterhaltung. The Invisible Terrorist war scheinbar sein Regiedebüt, ehe er später noch Filme wie Shaolin Death Squads, The Mysterious Heroes, Brutal Sorcery oder Curse inszeniert hat. Daneben ist er in vielen Filmen auch als Martial Arts Director gelistet (Raiders of the Shaolin Temple, Lackey and the Lady Tiger, Shaolin Kung Fu Mystagogue).

Was mir am Film sehr gefiel war die hohe Anzahl von Kampfszenen. Das hat mich überrascht. Es gibt von Beginn an bis zum Ende, praktisch pausenlos, alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen. Mit oder ohne Waffen, sonderbaren Waffen, Gruppen- oder Einzelkämpfe. Das war toll und der Cast kann sich dabei auch sehen lassen. Es waren viele bekannte Namen wie Carter Wong (Killer from Above), Cliff Lok (Kung Fu Genius), Lo Lieh (Bullet for Hire), Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu), Chin Kang (Shaolin Warrior), Lung Fei (Shanghai Massacre) oder Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu) dabei. Dass mit so einem Cast ein vielversprechender Kung Fu Film bei rauskommt, überrascht nicht.

Gut war auch der komplette Verzicht auf Humor und die Tatsache, dass am Ende praktisch alle tot sind. Das Finale war cool und hatte starke Samurai- und Italo-Western Vibes. Ich fand es auch originell. Vom Cast sind folgende Namen nur kurz zu sehen: Doris Lung Chun-Erh (hat auch keine kampfbetonte Rolle), Lo Lieh (scheidet gleich am Anfang aus) und auch Lung Fei ist nur kurz zu sehen. Bei den Bösewichten überzeugen ansonsten Wang Hsieh als weisshaariger General und Chin Kang mit Schnauz. Carter Wong ist sehr solide und Cliff Lok nervte mich hier weniger, da ernste Rolle. Die Settings sind hübsch abwechslungsreich und jeweils passend ausgewählt.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Tin Law , Fei Qui , Chik Yeung Hung

HK 1976

R: Chan Siu-Pang

D: Carter Wong, Cliff Lok, Lo Lieh, Doris Lung Chun-Erh, Chen Hui-Lou, Chin Kang, Lung Fei, Wang Hsieh

Laufzeit der chinesischen VHS: 76:26 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen als VHS aus China mit Omni Video Cassette Kartonpackung = im Originalton Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Das VHS selbst ist eine Kopie und könnte ggf. auch nicht ganz komplett sein (76:26. statt 80 Min.). Eine bewusste Zensur fiel mir aber nicht auf. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Die VHS aus Holland von Dragon Video (zusammen mit Secret of the Chinese Kung Fu auf einem Tape) wird nie geschaut werden, da Englisch Dubbed. Zudem könnte es zensiert sein (73 Min. während die HK-VHS 80 Minuten läuft). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Dienstag, 28. April 2026

Infested

Infested

Story:

Eine Gruppe von Bewohnern (u.a. Théo Christine) kämpfen gegen einen aggressive Spinnenplage, die sich im Block vermehrt, um ihr Überleben…

Meine Meinung:

Infested ist ein französischer Tierhorrorfilm um mordende Spinnen und stellt gleichzeitig Sébastien Vaniceks Regiedebüt dar, dem Regisseur des kommenden, neuen Evil Dead Filmes (= Evil Dead Burn). Der Film ist nicht nur ein Tierhorrorfilm, sondern bietet auch eine sozialkritische Note (Diskriminierung). Die Figuren stammen aus der Banlieue und der Film spielt auch dort in einem Häuserblock.  Der Film wurde dazumal fast zeitglich mit Sting veröffentlicht, den ich am BIFFF sah und sehr enttäuscht war. Zudem nervte Sting.

Infested habe ich im gleichen Jahr am Brugggore Filmfestival nebst anderen Titeln wie Aberrance, How to Kill Monsters, Le Vourdalak oder Minore verpasst. Seither stand der Titel auf meiner immer zu langen Wunschliste. Nun holte ich die Sichtung von Infested nach und in meinen Augen ist Infested nicht nur deutlich besser und sehenswerter als Sting, sondern auch abgesehen davon einer der besten Tierhorrorfilme mit Spinnen. Es ist nicht alles perfekt, aber im Grossen und Ganzen macht Infested Vieles richtig.

Vor allem wer Angst vor Spinnen hat (oder sie einfach eklig findet), sollte sich Infested ansehen. Es gab in der Tat zwei-drei tolle Szenen, die auch ich eklig und scary fand. Das waren aber beides Szenen, in denen die Spinnen noch nicht so gross waren (z.B. die Badezimmer-Szene). Das klaustrophobische und dunkle Setting plus Kameraarbeit tragen viel zur Stimmung bei. Oft sind die Spinnen, vor allem am Anfang, immer nur schnell oder in Hintergründen zu sehen. Und das macht die Szenen dann auch creepy und unheimlich. Oder wie sie in den Boxen verstaut zu sehen sind. Eklig.

Sobald die Spinnen grösser werden, verschwindet der angstvolle Faktor. Zwar wurden echte Spinnen (200 Riesenkrabbenspinnen) verwendet, um diese später digital zu vergrössern, aber das sieht man den Viechern halt auch an. Auch wenn die Bewegungen sicherlich natürlicher sind als bei reinen CGI-Spinnen, so war das ein gewisser Minuspunkt. Zudem war auch das Finale an sich relativ lahm und kann das Niveau, welches der Film im Mittelteil aufbaut, nicht halten. Die Figuren sind stark gespielt. Charakterisiert wird vor allem die Gruppe, die ums Überleben kämpft. Der Horror startet nach ca. einer halben Stunde. Zuvor entwickeln sich die Figuren und der Plot.

Fazit: Tierhorrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: Vermines

Frankreich 2023

R: Sébastien Vanicek

D: Théo Christine, Sofia Lesaffre, Jérôme Niel, Lisa Nyarko, Finnegan Oldfield

Laufzeit der Bootleg-Blu-Ray: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 28.04.26

Fassungen: Ich habe den Film als Bootleg-Blu-Ray vom Kumpel geschenkt bekommen. Der Film ist Uncut, die Bild- und Tonqualität sind sehr gut und zum Französischen Originalton können englische Untertitel zugeschaltet werden. In Deutschland gibt es den Film als Spiders - Ihr Biss ist der Tod auf DVD, Blu-Ray und UHD.

Always There

Always There

Story:

Young-ah, aus armen Verhältnissen stammend, rutscht in städtische Gefilde ab d.h. wird von einer Gang gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten. Kang Baek-chon, der seinen Bruder durch erwähnte Gang verloren hat, will diese zerschlagen. Als er zufällig auf Young-ah trifft, verliebt er sich in sie. Derweil bekommt die Gang ein neues Mitglied: Cobra. Dieser soll die Organisation beschützen. Wird Kang Baek-chon die Gang zerschlagen und Young-ah aus ihren Fängen retten können?

Meine Meinung:

Always There war ein Blindkauf, den ich rund um das Jahr 2018/2019 getätigt habe. Und dieser hat sich nicht gelohnt. Es handelt sich bei Always There um einen Mix aus Thriller, Drama, Erotik- und Gangster-Film aus dem Jahr 1990, wobei die Bösewichte alle aus dem HK-Kino der damaligen Gangsterstreifen von John Woo stammen könnten. Das ist unverkennbar, dass diese Filme aus Hong Kong, die extrem erfolgreich waren, als Inspirationsquelle dienten.

Der Film von Seok Do-Won ist solide, aber kein Kracher. Seok Do-Won hat in den 90ern einige Erotikfilme realisiert. Dabei waren vor allem einige Madame Aema Fortsetzungen (Madame Aema 4-8 inklusive den 10. Teil sowie die Dracula Variante Dracula Emma). Im Vergleich zu diesen ist Always There aufwändiger. Ob der Film in Südkorea jedoch tatsächlich im Kino lief, weiss ich nicht. Der Cast ist mir jedoch auch unbekannt. Zumindest von den Namen her.

Die einzigen zwei Schauspieler, welche in Filmen mitgewirkt habe, die ich kenne, betreffen vor allem das Kung Fu-Kino. Da halfen die Koreaner auch mit und/oder einige ihrer Stars waren in Produktionen aus Taiwan oder Hong Kong zu sehen. In Always There sehen wir dabei Seo Pyeong-Seok, den ich aus Hitman in the Hand of Buddha kenne sowie Kim Kuk-hyeon, den ich in Filmen wie The Clones of Bruce Lee und dem koreanischen Casanova Wong Film For the Motherland sah. Die Darsteller sind solide. Nur die Dramatik am Ende war mir zu laienhaft.

Bei Kung-Fu Filmen stört es (oft) nicht, wenn englische Untertitel fehlen. Hier war es jedoch, würde ich meinen, vielleicht von Nachteil. Auf der anderen Seite gibt der Plot wirklich auch nicht viel her. Alles schon viele Male gesehen. Naives Mädel vom Lande wird in der urbanen Stadt ausgenutzt. Für eine Film mit Erotikszenen ist der Film zu konservativ (auch wenn es kurze Nacktszenen zu sehen gibt) und für einen Film mit Actionszenen und Gangstern muss der Fan bis zum Finale warten, bis Mal was passiert (paar wenige blutige Shoot-Outs). Soll heissen es gibt viele Längen. Zu wenig Action, zu viel Drama.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen!

Infos:

O: Eonjena geu jalina

Südkorea 1990

R: Seok Do-Won

D: Jeong So-Nyeo, Kim Cheon-Man

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 97:45 Min.

Gesehen am: 28.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Jung Woo Cinema vor = Sah Uncut aus (paar blutige Shoot-Outs und paar wenige Nacktszenen), Koreanischer O-Ton, sehr gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).