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Mittwoch, 1. Juli 2026

The Manchu Boxer

 

The Manchu Boxer

Story:

Ein koreanischer Gangsterboss (Kim Ki-Joo) und seine Leute (Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui) lassen vor einem Kampfturnier die Konkurrenz töten, damit er sich beim Turnier selbst zum Gewinner küren kann. Als Ku Yu-Changs (Lau Wing) Freund ebenfalls getötet wird (inklusive weitere Opfer, Vergewaltigungen und Suizide), bricht Ku Yu-Chang mit seinem Gelübde (nicht mehr zu kämpfen) und schwört Rache…

Meine Meinung (Extended Version):

The Manchu Boxer ist eine Co-Produktion zweiter Firmen (u.a. Golden Harvest). Einer aus Hong Kong und einer aus Südkorea. Das ist auch der Grund, warum vor Ort in Südkorea gedreht wurde und warum der Film zum Teil einen südkoreanischen Cast bietet. The Manchu Boxer bietet Inhalte, die der Fan aus anderen Filmen bereits kennt (Chinese Hercules, The Big Boss). Mir hat der Film gut gefallen. Ich sah den Film in einer Sammo Hung Collection und ich würde fast sagen, dass es der beste der drei Filme war.

Der Film von Wu Ma (spielt auch eine kleine Rolle, wird aber gleich am Anfang von Lau Wing getötet) und Kim Si-hyun (The Eighth Master, The Uninvited Guest of the Star Ferry) hat mir durch mehrere Faktoren gut gefallen. Zum einen die Drehorte. Das alte, verschneite und felsige Südkorea-Setting ist immer eine willkommene Abwechslung zu den Eastern, die in HK oder Taiwan gedreht wurden. Das gibt einfach schon eine ganz andere Stimmung. Zudem ist der Film ernst, hart, dramatisch, blutig (selbst in dieser noch leicht zensierten Version) und absolut humorlos. Auch das hat gefallen.

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Von Lau Wing (Human Lanterns, Bastard Swordsman, The Enchantress) bin ich nie ein grosser Fan gewesen. Hier sollte er als neuer Held etabliert werden, was sich jedoch für Golden Harvest und Lau Wing nicht auszahlte. Ich muss jedoch sagen, dass er seine Sache hier gut macht. Auch an den Bösewichten hatte ich Freude. Der «Oberboss» wird von Koreaner Kim Ki-Joo (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple) verkörpert. Der macht das ok.

Noch mehr Freude hatte ich an Wilson Tong (Snake Deadly Act) sowie Sammo Hung (Shanghai Shanghai) als Kämpfer des Oberbosses. Die spielen japanische Charaktere. Die machen das gut. Sammo Hung war auch für die Action-Choreographie zuständig. Toll war noch das Mädel bei den Bösewichten: die mit Messern bewaffnete Sin Jin-Hui machte Lust auf mehr. Schade, dass sie scheinbar kaum in anderen Produktionen vor der Kamera stand. Welch Verschwendung.

 Fazit: Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Qi Sheng Quan Wang, Daepyeong-won-a

HK, Südkorea 1974

R: Wu Ma, Kim Si-hyun

D: Kim Ki-Joo, Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui, Lau Wing, Wu Ma, Jeong Ae-Jeong, Tao Min-Ming, Kao Chiang

Laufzeit der UK-Blu (Extended Version): 92:53 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) = obwohl zwei Fassungen an Bord (Kinofassung und ein Extended Cut) ist die längere Fassung dennoch nicht Uncut. Es fehlen Gewaltszenen (fünf Stück). Die Schnitte fallen aber, kennt man die Uncut nicht, nicht auf. Diese Szenen sind bei der auch zensierten US-DVD von Brentwood Home Video zu sehen (Englisch Dubbed, veränderter Soundtrack, Master sieht massiv dunkel aus, so dass kaum was zu erkennen in den Gewaltmomenten). Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. O-Ton mit englischen Subs. Schuber, Wendecover und Booklet.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Shanghai Shanghai

Shanghai Shanghai

Story:

Shanghai in den 30ern:

Little Tiger (Yuen Biao) sucht in Shanghai nach Glück und Erfolg. Er gerät zwischen die Fronten von Gangstern (Sammo Hung), der Polizei (George Lam) und Untergrund-Kämpfern (u.a. Anita Mui)…

Meine Meinung (Kinofassung):

Als ich im Jahr 2009 Shanghai Shanghai erstmals gesehen habe, war ich davon sehr enttäuscht. Nun sah ich mir den Film erneut an. Shanghai Shanghai war in einem Triple-Set enthalten, und daher sehe ich den Film eher als Bonus an. Da ich den Film bereits einmal sah und um seine Schwächen Bescheid wusste, ging ich diesmal mit den angepassten Erwartungen an den Film, was zur Folge hatte, dass ich diese HK-Produktion heuer leicht besser fand als früher. Dennoch grenzt ein Film mit diesem Cast (Yuen Biao, Sammo Hung, Anita Mui, Lo Lieh, Yuen Tak, Mang Hoi) an Potenzialverschwendung, wenn man das Endergebnis sieht.

Der Plot ist relativ lahm und unspektakulär. Trotz der kurzen Laufzeit von nur knapp 88 Minuten hatte der Film Längen. Für diese Art Film gab es zu viel Handlung, Dialoge und Sub-Plots und zu wenig Action und Kampfszenen. Der Film ist sehr harmlos und der Humor hat, zumindest mit der von Lawrence Cheng Tan-Shui gespielten Figur, nicht funktioniert. Diesen «Sidekick» und Cartoon-Charakter hätte man komplett weglassen können. Andere Momente (George Lam und seine Errungenschaften, die er testet) ebenso. Da wären Straffungen sinnvoll gewesen. Das Finale war leider auch etwas schnell vorbei, was ebenso kritisiert werden kann.

Es sind zwar viele bekannte Namen wie Yuen Biao (Der Superfighter), Anita Mui (Rouge), George Lam (The Owl vs Bombo), Sammo Hung (The Valiant Ones), Shaw Brothers Legende Lo Lieh (Thousand Mile Escort), Mang Hoi (Hitman in the Hand of Buddha) od.Yuen Tak (Dragon from Russia) dabei, dennoch sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Yuen Tak & Mang Hoi sind nur Beigemüse und zeigen nichts von ihrem Können. An Lo Lieh hatte ich Freude, aber er spielt nur eine kleine Nebenrolle. Selbst Sammo Hung hat nicht sonderlich viel Screentime. Die Hauptfiguren sind Yuen Biao, Anita Mui und George Lam. Die wenigen guten Momente beinhalten eine Tanz-Sequenz mit Yuen Biao & Anita Mui sowie den kurzen Endkampf zwischen Yuen Biao & Sammo Hung. Letzterer wurde von einem neuen, unüblichen Voice-Actor gesprochen und hat nicht seine «typische HK-Stimme», was auffallend war.

Fazit: Kein Must See Titel!

Infos:

O: Lyun Sai Ji Neoi

HK 1990

R: Teddy Robin Kwan

D: Yuen Biao, Anita Mui, George Lam, Sandy Lam Yik-Lin, Sam Wong Ming-Sing, Sammo Hung, Mang Hoi, Tien Niu, Lawrence Cheng Tan-Shui, Lo Lieh, Yuen Tak

Laufzeit der UK-Blu (Kinofassung): 87:55 Min.

Gesehen am: Sept. 2009 / Neusichtung am: 25.06.26

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Eureka! (Triple Threat) vor = mit zwei anderen Filmen, Schuber, Wendecover und Booklet in einem Set. Der Film liegt in zwei Fassungen vor. Der regulären Kinofassung und einer verlängerten (Mehr Story und mehr Hintergründe zu den Figuren) Extended Version. Der Film ist Uncut, es gibt O-Ton mit englischen Subs und die Bildqualität ist der absolute Wahnsinn! Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Mittwoch, 11. März 2026

Paper Marriage

Paper Marriage

Story:

Jade Lee (Maggie Cheung) will nach Kanada umsiedeln, doch es läuft nicht wie geplant. Um im Land bleiben zu können, willigt sie einer Scheinehe mit Bo Chin (Sammo Hung) zu. Beide heiraten. Beide brauchen Geld. Als sie zufällig an Geld von Gangstern (u.a. Dick Wei) gelangen, machen sie sich zur Zielscheibe derselben…

Meine Meinung:

Paper Marriage gefiel mir aktuell weniger gut als früher bei der Erstsichtung. Es handelt sich um einen Mix aus Romanze, Komödie und Actionfilm von Alfred Cheung (On the Run, Talk to Me, Dicky), der im Film auch eine kleine Rolle spielt, u.a. gedreht in Kanada. Alfred Cheungs On the Run dürfte wohl sein bester und bekanntester Film sein. Etwas, was von Paper Marriage und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Der kleine Dicke mit dem Superschlag, Filthy Guy) nicht behauptet werden kann. Daher überrascht es auch nicht, dass das UK-Label Eureka den Film in einer Collection zusammen mit zwei weiteren (z.T. eher mittelmässigen) Filmen veröffentlicht hat.

Der Film braucht lange, bis er sich entwickelt. Die ersten 30-40 Minuten fand ich wirklich lahm, uninteressant und auch nicht speziell lustig, sondern zum Teil unlustig. Mit anderen Worten verpasst der Zuschauer in der Zeit nichts. Action sucht man vergebens. Es gibt Längen. Zudem gab es mir hier sogar zu viele Rape-Jokes. Nichts gegen politisch unkorrekten Humor, aber hier passte es einfach nicht zum Rest des Filmes (Romanze, Gangster-Hatz). Die ersten Kampfszenen bestehen aus Ringkämpfen. In diesen tritt Sammo Hung zuerst gegen Phillip Ko Fei (Mars Villa) und danach gegen Billy Chow (Queen’s High) an.

Die Kampfszenen wurden von Yueh Wah (Kung Fu vs. Acrobatic) sowie Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire) choreographiert und sind die klaren Highlights des Filmes. Die haben beide einen wundervollen Job gemacht. Vor allem im Finale, die Kampfszenen und Stunts im Einkaufszentrum, sind absolut sehenswert geworden. Da gibt es tolle Einfälle und viel Zeitlupe zu sehen. Vor allem Maggie Cheung (The Romancing Star) bekommt viel ab. Sie wird ab Mitte des Filmes bis zum Ende immer besser und besser. Ihr Talent für komische Szenen kommt perfekt zur Geltung.

Phillip Ko Fei ist nur in der Ringkampfszene zu sehen, wobei Billy Chow eine grosse Nebenrolle spielt. Er spielt den neuen Lover von Sammo Hung Ex- Joyce Godenzi (She Shoots Straight), die auch im echten Leben mit Sammo verheiratet ist. Sie spielt auch eine Nebenrolle. Chin Ka-Lok (Mr. Vampire Saga IV), der Bruder des viel Bekannteren Chin Siu-ho, ist nur kurz zu sehen. Als ehemaliger Kickboxer macht Billy Chow in den Kampfszenen natürlich eine ungemein sehenswerte Figur. So auch Dick Wei (The Defector – Der Dragon Fighter), der den Hauptbösewicht spielt. Seine Kämpfe, zuerst in Sammo Hungs Haus, später im Finale, sind eine Wucht. Nur das Ende, wie die Bösewichte besiegt wurden, gefiel mir nicht. Schade.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Dank den wenigen, aber extrem sehenswerten Actionszenen, dennoch zu empfehlen!

Infos:

O: Goh Biu San Leung

HK 1988

R: Alfred Cheung

D: Sammo Hung, Maggie Cheung, Billy Chow, Dick Wei, Billy Chow, Joyce Godenzi, Phillip Ko Fei, Chin Ka-Lok, Alfred Cheung

Laufzeit der UK-Blu: 92:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / 2. Sichtung am: 11.03.26

Fassungen: Mir lag für eine 2. Sichtung die UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) vor = mit zwei anderen Filmen in einem Set, Schuber, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs, Interview mit Regisseur als Bonus (ca. 20 Min. = fand es relativ uninteressant). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026).

Donnerstag, 12. Februar 2026

The Swordsman of All Swordsmen


The Swordsman of All Swordsmen

Story:

Tsai Ying-Chieh (Tien Peng) musste als Kind mit ansehen, wie seine Eltern von mehreren Kämpfern (u.a. Miao Tian) getötet wurden. Nun ist Tien Peng ein junger Mann und sinnt auf Rache. Doch als er auf die Tochter (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) eines Täters (Tsao Chien) trifft und sie ihm das Leben rettet, kommt Tien Peng in ein ethisches Dilemma…

Meine Meinung:

The Swordsman of All Swordsmen ist ein wunderschöner und sehenswerter Wuxia aus dem Jahr 1968. Regisseur Joseph Kuo (The 7 Grandmasters, The Mighty One, Born Invincible) liess sich vom Shaw Brothers Film Come Drink with Me und einigen japanischen Filmen beeinflussen und inspirieren. Der Film gilt als erster Teil der «Tsai Ying-Chieh» Trilogie. Tsai Ying-Chieh wird von Tien Peng gespielt. In den «Fortsetzungen» (The Bravest Revenge, The Ghost Hill) führte Joseph Kuo jedoch nicht mehr Regie.

Die Rache-Geschichte in The Swordsman of All Swordsmen mag auf den ersten Blick wenig originell anmuten, dennoch bietet der Plot und Inhalt am Ende doch etwas mehr Anspruch als andere Filme mit ähnlichen Inhalten. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass sich Held Tsai Ying-Chieh im Verlauf des Filmes mit der von Polly Shang-Kuan Ling-Feng gespielten Figur anfreundet und sogar von ihr gerettet wird, nur am Ende festzustellen, dass auch ihr Vater einer der Täter ist, den er jagt. Zudem ist dieser inzwischen blind geworden und geläutert.

Das ethische Dilemma kommt gut zur Geltung. Die schönen Kameraeinstellungen, die stimmungsvollen Settings (das Duell am Strand war eines der Highlights des Filmes) und die überzeugenden Darsteller in den Kampfszenen machen den Film zu einem sehenswerten Sehvergnügen. Tien Peng (The Elimination Pursuit, Sword with the Windbell, The Lost Swordship) macht seine Sache ordentlich und eine damals noch sehr junge Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Zodiac Fighters, Empress Dowager's Agate Vase, A Girl Called Tigress) überzeugt wie auch die herrlich fiesen Bösewichte.

Fazit: Sehenswerter Wuxia!

Infos:

O: Yi Dai Jian Wang

Taiwan 1968

R Joseph Kuo

D: Tien Peng, Miao Tian, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Tsao Chien

Laufzeit der UK-Blu: 85:45 Min.

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 11.02.26

Fassungen: Nach meiner 1. Sichtung (DVD aus Taiwan) war nun die UK-Blu-Ray von Eureka an der Reihe. Das Set kommt mit Schuber, Karten, Poster, einem Bonusfilm (Mystery of Chess Boxing) und seinem informativen Joseph Kuo Interview daher. Der Film ist Uncut, im O-Ton und hat englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent (vom taiwanesischen Filminstitut restauriert). Lief in Deutschland zumindest im Kino (als Der Fünfarmige Tiger).

Mittwoch, 26. November 2025

18 Bronzemen Review

18 Bronzemen

Story:

Wan (Carter Wong) und Tang (Tien Peng) lernen im Shaolin Tempel 20 Jahre Kung Fu Techniken. Beide verfolgen Motive der Rache. Tang will den Tod von Herrscher Hei (Yi Yuan), der für den Tod seines Vaters (Chang Yi) verantwortlich ist, rächen. Hilfe bekommt er von seiner Schwester (Polly Shang-Kuan Ling-Feng). 

Meine Meinung (Rekonstruierte Originalfassung):

18 Bronzemen dürfte wohl der bekannteste Eastern von Regisseur Joseph Kuo (The Death Duel, The Mighty One, The 36 Deadly Styles) sein. Ich dachte immer, dass wäre die taiwanesische Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker Die 36 Kammern der Shaolin. Aber wenn die Daten (der HK-Filmdatenbank) stimmen, wurde dieser erst ein Jahr nach 18 Bronzemen realisiert. Somit war 18 Bronzemen wohl einer der ersten seiner Art. Noch für den Shaw Brothers oder weiteren Arbeiten durch Dritte (Lo Wei und Jackie Chan mit Wooden Man).

Der Inhalt war wegweisend und eine Inspiration. Das harte Training im Shaolin Tempel dient der Rache, es gibt Bronzemänner und am Ende wird ausserhalb des (Shaolin) Klosters gekämpft. Ich sah den Film bisher nur einmal. Das ist sehr lange her (Okt. 2007). Damals sah ich die reguläre HK-Fassung, welche jedoch einer stark veränderten Fassung entspricht, die für den japanischen Markt kreiert wurde. Viele Szenen aus der Original-Fassung, die es früher nur auf VHS und Co. gab, wurden entfernt. Joseph Kuo hat den Film für den jap. Markt mit Szenen aus Filmen wie The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple aufgepeppt.

Der Film ist solide, aber dennoch kein Kracher. Die Kampfszenen sind gut, aber nicht überragend und zudem waren mir die Helden zu wenig charismatisch. Tien Peng (The Elimination Pursuit) kann sein Talent erst gegen Ende abrufen, Polly Shang (Seven to One) kommt nur im letzten Viertel vor und Carter Wong (The Legendary Strike) war mehrheitlich sehr unsympathisch. Chang Yi (The War of the Boundary) spielt leider nur in einer Flashback-Szene mit d.h. einen sehr kleinen Auftritt. Dennoch: solide und viele Trainings- und Kampfszenen erwarten den Zuschauer = es wird kaum langweilig.

Fazit: Für Kung Fu Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: The Return of the 18 Bronzemen

Infos:

O: Shao Lin Si Shi Ba Tong Ren

Taiwan 1975

R: Joseph Kuo Nan-Hong

D: Carter Wong, Tien Peng, Yi Yuan, Chang Yi, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der UK-Blu: 100:50 Min.

Gesehen am: Okt. 2007 / Neusichtung: 18.08.25

Fassungen: Früher sah ich den Film als HK-Fassung via Koch Media DVD. Diese «HK-Fassung» entsprach aber einer massiv stark veränderten Fassung, die dazumal für den japanischen Markt erstellt wurde. Diese wurde mit Szenen aus The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple integriert. Die Originalfassung gab es nur als VHS-Fassungen. Eureka haben mit ihrer Cinematic Vengeance Box nebst der japanischen Fassung im durchgängigen HD auch eine rekonstruierte Uncut Fassung gebastelt. 90% HD, aber es wurden auch Szenen aus 35mm Prints und VHS (Vollbild-Inserts) integriert. O-Ton mit englischen Subs. Löblich.

Dienstag, 18. November 2025

Samurai Wolf II Review

Samurai Wolf II

Story:

Kiba Okaminosuke (Isao Natsuyagi) wird beauftragt, einen Gefangenentransport zu begleiten und zu schützen. Diverse Parteien greifen diesen an. Zudem hat es ein Samurai-Meister auf Kiba abgesehen und will diesen zu einem Duell herausfordern. Als den Gangstern jedoch die Flucht gelingt und sich Kiba verliebt aber später in Gefangenschaft gerät, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Als ich nach der Sichtung von Samurai Wolf, der mir sehr gut gefiel, mit dem Kumpel über die Filme sprach, liess er mich schon wissen (mein Kumpel), dass die Fortsetzung schwächer sei. So habe ich meine Erwartungen angepasst und das war auch gut so. Hideo Gosha, der auf den Regiestuhl zurückkehrte, lässt erneut Isao Natsuyagi (Female Prisoner Scorpion: #701, Virus, Battles Without Honor and Humanity: Police Tactics) als «einsamen Wolf» Kiba ein Abenteuer starten.

In welcher Hinsicht enttäuschte der Film? Allgemein empfand ich den Plot als zu wenig interessant, zu wenig fesselnd und für die Laufzeit von 72 Minuten zu überladen. Zu viele Sub-Plots. Desweitern haben mir mit Ausnahme von Isao Natsuyagi als Titelheld Kiba sämtliche anderen Figuren nur wenig gefallen. Keine Sympathieträger. Niemand, der Charisma und Klasse hat. Was die Duelle, die (blutigen) Schwertkampfszenen und die Optik angeht, ist der Film nach wie vor z.T. ein Traum. Dazu Musik (z.B. zu Beginn), der aus einem Italo-Western stammen könnte.

Das Hauptproblem des Filmes und warum der Film bei weitem nicht an den Vorgänger heranreicht ist folgender: Kiba wird gefangengenommen und gerät dann bis zum Finale in den Hintergrund und kann aktiv nicht mitmischen. Und das fand ich persönlich negativ und störend. Selbst im Finale ist er nicht beeinträchtigt, da z.T. noch immer gefesselt. Zuvor sorgen andere Figuren für die Entwicklung des Plots. Die Love-Story konnte mich zudem, im Gegensatz zum ersten Film, auch nicht überzeugen. So gesehen eine mittelprächtige Fortsetzung, die man eigentlich auch getrost links liegen lassen kann. Mich überrascht es daher nicht, dass Eureka beide Filme in einem Set veröffentlicht hat.

Infos:

O: Kiba okaminosuke jigoku giri

Japan 1966

R: Hideo Gosha

D: Isao Natsuyagi, Chiyo Aoi, Rumito Fuji, Yûko Kusunoki

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 72 Min.

Gesehen am: Mitte Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Eureka vor = zusammen mit dem Vorgänger, einem Booklet, Wendecover und Schuber in einem Set erhältlich. Uncut, O-Ton, englische Subs, Extras. Die Bildqualität war sehr gut, auch wenn mir das Bild jedoch deutlich zu dunkel schien. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Sonntag, 7. September 2025

Mr. Vampire Saga IV Review

Mr. Vampire Saga IV

Story:

Zwei Taoist-Priester (Wu Ma und Anthony Chan Yau) bekämpfen sich. Dessen Schüler (Rachel Lee Lai-Chun, Chin Ka-Lok) sehen dem Treiben zu, bis sich ein mörderischer Vampir (Cheung Wing-Cheung) zu ihnen verirrt…

Meine Meinung:

Mr. Vampire Saga IV empfand ich, gemäss meinem alten Review, als den damals schlechtesten Teil der kompletten Reihe, so gefällt mir der Film heute mit Ausnahme des ersten Filmes am besten. In der inzwischen dritten Fortsetzung führt der ewige Ricky Lau (The Nocturnal Demon, Two Toothless Tigers) Regie und die Action-Sequenzen stammen von Sammo Hungs Team und Yuen Wah (Eastern Condors, Dragon from Russia, The Magnificent Scoundrels). Letzterer spielt im Film einen homosexuellen (Vampir).

Lam Ching-Ying (Her Vengeance, Mr. Vampire 1992, Forced Nightmare) blieb dem Film, der Grund dafür ist mir nicht bekannt, fern. Als Taoist-Priester sind neu Wu Ma (Once Upon a Time in China, Heroic Brothers, Revenge of Shaolin Kid) sowie Anthony Chan Yau (Carry on Doctors and Nurses, Spooky, Spooky) zu sehen. Auch Richard Ng, der im Vorgänger an der Seite von Lam Ching-Ying zu sehen war, ist nicht mehr mit von der Partie. Als Schüler überzeugen Rachel Lee Lai-Chun (niedlich) und Chin Ka-Lok (in den Kampfszenen).

In Neben- und Gastauftritten sind nebst Yuen Wah noch Chung Fat (My Neighbours Are Phantoms), Ka Lee (Rosa) und Pauline Wong (als Fox-Ghost) zu sehen. Der Film braucht etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen. Etwas, was öfters im HK-Kino der damaligen Zeit zu sehen war. Auch im Old School Kung Fu Genre. In der Zeit werden die Figuren nach und nach vorgestellt und es herrscht vor allem Klamauk vor. Die Streitigkeiten der zwei Priester und die Schüler, welche zwischen die Fronten geraten. Doch ab einem bestimmten Zeitpunkt dominieren dann starke Action-Sequenzen, die pausenlos bin zum Finale überzeugen.

Fazit: Nebst dem ersten Film der bisher beste «Mr. Vampire»!

Gefolgt von: Magic Cop

Infos:

O: Geung Si Suk Suk

HK 1988

R: Ricky Lau

D: Wu Ma, Anthony Chan Yau, Rachel Lee Lai-Chun, Chin Ka-Lok, Cheung Wing-Cheung, Yuen Wah, Chung Fat, Ka Lee, Pauline Wong

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 94:01 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / Neusichtung am: 08.06.25

Fassungen: Gesehen via Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels (= UK Blu-Ray Box von Eureka) = Uncut, O-Ton, englische Subs, absolut hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).

Mittwoch, 30. Juli 2025

Mr. Vampire III

Mr. Vampire III

Story:

Uncle Nine (Lam Ching-Ying) fängt zwei Dämonen. Das passt anderen Dämonen (u.a. Pauline Wong) nicht. Diese sind hinter Uncle Nine her. Letzterer kreuzt auf seiner Reise die Wege von Uncle Ming (Richard Ng), der mit zwei guten Geistern unterwegs ist. Uncle Ming und seine Geister geraten zwischen die Fronten von Uncle Nine und den bösen Dämonen…

Meine Meinung:

Mr. Vampire III hat mir im Vergleich besser gefallen als sein Vorgänger. Ricky Lau (Mr. Vampire 1992, The Romance of the Vampires), der schon in beiden vorherigen Teilen der Reihe Regie führte, kehrt auf den Regiestuhl zurück. Der Film bot meiner Ansicht nach mehr Action-Szenen, mehr Geister und bot weniger Längen. Yuen Biao und Moon Lee sind nicht mehr mit von der Partie. Geblieben sind Hauptfigur- und Star Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire, Her Vengeance) sowie Billy Lau (Miss Magic, The Inspector Wear Skirts II) und Pauline Wong (Peacock King, Return of the Evil Fox).

Neu an Bord stösst mit Richard Ng (Excuse Me, Please, Spooky, Spooky) ein zweiter Taoist-Priester. Richard Nr bringt eine humorvolle Note in den Film. Auch wenn (aus heutiger Sicht) nicht mehr jeder Joke sitzt und im Mittelteil zu viel Zeit verschwendet wird (die Schüler von Lam Ching-Ying jagen die Geister von Richard Ng), gefällt er in seiner Rolle. Toller und vielfältiger Schauspieler. Im Mittelteil bewegt sich der Plot jedoch kaum vom Fleck, was leicht schade ist. Wer den asiatischen Klamauk nicht mag, sollte sich auf einige zähe Momente einstellen.

In Gastauftritten sind noch bekannte Namen wie Teddy Yip (People’s Hero), Ka Lee (Heroes Shed no Tears), Corey Yuen (Fist of Fury 1991) oder Sammo Hung (Pantyhose Hero) zu sehen. Apropos Sammo Hung: der war zusammen mit Lam Ching-Ying auch für die spektakulären und fantasievollen Actionszenen zuständig. Das sind nebst einigen coolen und hier und da unerwartet blutigen Effekten und innovativen Make-Up-Effekten und Monstern die Highlights des Filmes. Am «Schleimmonster» im Finale hatte ich ebenso Freude wie an den Maden, die auf magische Art und Weise Wunden heilen. Cool.

Fazit: Spassig und unterhaltsam!

Gefolgt von: Mr. Vampire Saga IV

Infos:

O: Ling huan xian sheng

HK 1987

R: Ricky Lau

D: Lam Ching-Ying, Richard Ng, Lui Fong, Billy Lau, Pauline Wong, Teddy Yip, Lee Chi-Kit, Ka Lee, Corey Yuen, Sammo Hung,

Laufzeit der UK-Blu: 92:47 Min.

Gesehen am: Nov. 2010 / Neusichtung am: 13.05.25

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Eureka = Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels Collection. O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Als Extras gibt es einen Trailer und einen Audiokommentar. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2025).

Dienstag, 1. Juli 2025

Vampire Vs. Vampire

Vampire Vs. Vampire

Story:

One Eyebrow Priest (Lam Ching-Ying), seine Schüler (Lui Fong, Chin Siu-Ho) und Nonnen (Yip So, Regina Kent, Chan Suet-Man, Joanna Chan Pui-San, Maria Cordero) müssen sich gegen einen westlichen Vampir (Frank Juhasz) zur Wehr setzen…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von Mr. Vampire hagelte es nicht nur diverse Fortsetzungen, sondern auch viele andere Filme aus Hong Kong oder Taiwan mit springenden Vampiren. Da wären Titel wie New Mr. Vampire II, The First Vampire in China, The Funny Vampire, School for Vampires, The Ultimate Vampire, Mr. Vampire 1992, The Musical Vampire oder den hier vorliegenden Vampire Vs. Vampire. Neu führte Mr. Vampire Star Lam Ching-Ying (Her Vengeance) gleich selbst Regie.

Der Film wurde zu Ehren des Produzenten Chua Lam gesichtet. Dieser arbeitete für die Shaw Brothers (The Legend of the 7 Golden Vampires, Oily Maniac, The Criminals) und lebte dazumal mehrere Jahre in Japan, ehe er später für Golden Harvest Filme produzierte (The Seventh Curse, The Peacock King, Robotrix) und zuletzt, wie es scheint, eine Kochsendung moderierte. Er starb End Juni und daher wurde Vampire Vs. Vampire neu gesichtet, den letzten ungesehen Film aus Eurekas Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels Set.

Die Sichtung fühlte sich jedoch wie eine Neusichtung an. Ich wusste nichts mehr über den Film. Die letzte Sichtung ist lange her (2009). Der Film war im Grossen und Ganzen schwächer als die Mr. Vampire Fortsetzungen (Teile 2, 3 & 4). Die Idee mit dem westlichen Vampir fand ich jedoch cool. Das hatte Doctor Vampire Vibes und dies war kein Zufall, da dieser auch von Chua Lam produziert wurde. Das Problem waren die ersten ca. 50-55 Min., die einfach langweilig sind und in denen praktisch nichts Interessantes passiert. Und das Vampir-Kind nervt sehr.

Dafür überzeugen dann die restlichen 30 Min. mit mehr oder weniger pausenloser Vampir-Action und coolen Make-Up Effekten und Feuer-Stunts, die alle den westlichen Vampir beinhalten. Lam Ching-Ying, Chin Siu-Ho (Fast Fingers), Regina Kent (Love Me Vampire), Billy Lau (mehr kleinere Nebenrolle diesmal) und Sandra Ng (mehr kleinere Nebenrolle diesmal) waren sehr solide. Den ganzen Sub-Plot mit den Nonnen um Maria Cordero (Hong Kong Adam's Family) hätte es jedoch nicht gebraucht bzw. hätte auch eingeschränkt stattfinden können. Speziell der Humor war nicht wirklich lustig, fand ich.

Fazit: Das Finale rettet den Film vor der Verbannung!

Infos:

O: Yat Mei Diy Yan

HK 1989

R: Lam Ching-Ying

D: Lam Ching-Ying, Lui Fong, Chin Siu-Ho, Frank Juhasz, Yip So, Regina Kent, Chan Suet-Man, Joanna Chan Pui-San, Maria Cordero, Sandra Ng, Billy Lau

Laufzeit der UK-Blu: 87:35 Min.

Gesehen am: Feb. 2009 / Neusichtung am: 28.06.25

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Eureka (Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).

Dienstag, 18. März 2025

Mr. Vampire II

Mr. Vampire II

Story:

Eine Gruppe von Archäologen (Billy Lau, Chung Fat, Ka Lee) befreit ausversehen eine Vampir-Familie (Cheung Wing-Cheung, Pauline Wong, Hoh Kin-Wai). Um dieser Herr zu werden, ist die Hilfe von einem Reporter (Yuen Biao), dessen Freundin (Moon Lee) und einem Taoist-Priester (Lam Ching-Ying) notwendig…

Meine Meinung:

Mr. Vampire II sah ich bisher nur einmal. Die Sichtung ist fast zehn Jahre her. Der Film wurde nun zum Start des neuen Jahres (2025) aufgefrischt und ich muss sagen, dass die Fortsetzung zu Mr. Vampire, der sehr erfolgreich war, doch recht enttäuschend ausgefallen ist. Es handelt sich um eine überraschend schwache Fortsetzung, auch wenn Lam Ching-Ying (Forced Nightmare, Mr. Vampire 1992, The Dead and the Deadly) und Moon Lee (The Champions, Fatal Termination, The Protector) aus dem Original zurückkehren. Erzählt wird aber eine neue Geschichte mit neuen Figuren. 

Wenn man sieht, wer am Film alles mitwirkte (Sammo Hung Stuntmen's Association, Yuen Biao, Lam Ching-Ying, Moon Lee, Chung Fat), ist das Endergebnis sehr enttäuschend. Da wäre, gerade in Sachen Actionsequenzen und Choreographie, viel mehr Potenzial und Ressourcen vorhanden gewesen. Schade. Der Film hat relativ wenige Action-Momente. Diese sind solide inszeniert, aber nichts Besonderes. Die einzig wirklich gelungene Szene ist jene, in welcher such Yuen Biao und Co. in Zeitlupe gegen die Vampire wehren müssen, und die arme Moon Lee einen Hammerschlag ins Gesicht bekommt.

Der Plot, der diesmal in der Gegenwart und nicht im klassischen China spielt, wirkt als Ganzes irgendwie nicht stimmig und unzusammenhängend.  Es werden quasi mehrere Sub-Plots nebeneinander erzählt. Vielleicht wäre weniger mehr gewesen. Die grossen Namen wie Yuen Biao (Hand of Death, Rosa, Knockabout) und Lam Ching-Ying kommen auch erst kurz vor der 40. Minute vor. Davor und auch später herrschen z.T. Längen, übler Klamauk und nervende Kinder-Szenen (mit dem Vampir-Kind und seinen Freunden). 

Sogar das Finale enttäuscht irgendwie. Dem Film mangelt es an klaren Highlights. Nebst Yuen Biao, Moon und Lam Ching-Ying wartet der Film mit unzähligen anderen Stars wie Wu Fung (Madam City Hunter), Ka Lee (mit zwei ekligen Szenen mit Tieren), Wu Ma (Blooded Treasury Fight), Pauline Wong (Peacock King), Stanley Fung (The Inspector Wear Skirts II), Billy Lau (Miss Magic), Chung Fat (My Neighbours Are Phantoms) und Walter Tso (Aces Go Places V) auf. In Kurz-, Neben- und Hauptrollen. So viele bekannte Gesichter in einem Film zu sehen war einerseits cool, auf der anderen Seite gleicht es eben auch Potenzialverschwendung. Yuen Biao und Lam Ching-Ying können  wenig von ihrem Kampftalent zeigen, während Chung Fat und Moon Lees Talent diesbezüglich total auf der Strecke bleibt.

Fazit: Solide und ok, aber im Vergleich zu Mr. Vampire eine Enttäuschung! 

Gefolgt von: Mr. Vampire III 

Infos:

O: Jiang Shi Gu Zu

HK 1986

R: Ricky Lau

D: Yuen Biao, Lam Ching-Ying, Moon Lee, Wu Fung, Ka Lee, Billy Lau, Wu Ma, Pauline Wong, Stanley Fung, Walter Tso Tat-Wah, Cheung Wing-Cheung, Hoh Kin-Wai, Chung Fat

Laufzeit der UK-Blu: 89:36 Min.

Gesehen am: Nov. 2006 / Neusichtung am: 04.01.25

Fassungen: Gesehen via Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels von Eureka = diverse Filme in einem Set. Zu Mr. Vampire II = O-Ton, englische Subs, Uncut, restauriert, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Bonus gibt es einen Audiokommentar, verlängerte Szenen (eine davon ist interessant) und ein Special namens Taoist Cinema: The World of Mr. Vampire (eher mässiges Extra). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025). Die alte HK-DVD von Deltamac wurde nach Deutschland verkauft.

Donnerstag, 20. Februar 2025

The 36 Deadly Styles

The 36 Deadly Styles

Story:

Bösewichte (Lau Kwok-Shing, Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee) terrorisieren die Gegend. Eine Gruppe von Helden (Fan Mei-Sheng, Nick Cheung Lik, Jeannie Chang Yung-Yung) stellt sich ihnen entgegen…

Meine Meinung:

The 36 Deadly Styles ist der bisher schwächste Beitrag in EUREKA!s Box-Set "Cinematic Vengeance!", den ich sah. Da waren The Shaolin Kids und vor allem 7 Grandmasters deutlich besser. Auch allgemein und abgesehen von der Eureka Box stellt The 36 Deadly Styles wohl einen der schwächeren Filme von Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The Unbeaten 28, Born Invincible) dar. Der Grund ist der massiv komplizierte und unzusammenhängende Plot. Der Film bietet quasi zwei Plots und ob die zusammen überhaupt eine Rolle spielen, kann ich nicht Mal sagen. Man könnte das Gefühl bekommen, dass hier aus zwei Filmen ein Film gebastelt wurde.

Der Humor und Klamauk sind mühsam wie auch das Overacting einiger Figuren wie. Chan Lau, der zu Beginn des Films den späteren Helden Nick Cheung und seinen Onkel durch die Wälder jagt, bevor sie Zuflucht in einem Shaolin-Tempel finden, nervt in diesen Szenen. Später kommen ultrabillige und lächerliche Perücken dazu. Die Haarpracht von Lau Kwok-Shing und Bösewicht Hwang Jang-Lee (The Uninvited Guest of the Star Ferry), der praktisch nur gegen Ende vorkommt, sind schlimm. Noch viel schlimmer und absolut lächerlich hat es jedoch Bolo Yeung (Bolo) erwischt. Das Ding muss ihn auch bei den Kampfszenen im Sehen beeinträchtigt haben…

Die Kampfszenen sind dabei solide und werden später, wenn sich auch eine Art Haupt-Geschichte bildet, besser und besser. Auch das ist im Old School Kung Fu Genre nichts Neues. Aber so schlecht oder belanglos wie hier, wurde es selten umgesetzt. Die besten Trainings- und Kampfszenen kommen im letzten Viertel vor, wenn Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee, Nick Cheung, Mädel Jeannie Chang und Shaw Brothers Star Fan Mei-Sheng (Mysterious Footworks of Kung Fu) mehr und mehr in den Vordergrund geraten. Der Ton des Filmes wird auch ernster und der Finalkampf und das Ende von Hwang Jang-Lee ist dann sogar überraschend blutig geraten.

Fazit: Nur für Freaks von Old School Kung Fu Komödien zu empfehlen! Alle anderen schauen besser Drunken Master und Co.

Infos:

O: Mi Quan San Shi Liu Zhao

HK 1979

R: Joseph Kuo

D: Lau Kwok-Shing, Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee, Fan Mei-Sheng, Nick Cheung Lik, Jeannie Chang Yung-Yung, Yeung Chak-Lam, Chan Lau, Jack Long Shi-Chia

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 92:17 Min.

Gesehen am: Okt. 2009 / Neusichtung am: 13.12.24

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von EUREKA! Via "Cinematic Vengeance!" Box vor. In dieser sind mehrere Filme von Joseph Kuo enthalten plus Karten, Booklet etc. Zu The 36 Deadly Styles: Uncut, O-Ton mit englischen Subs, Audiokommentar als Bonus, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland ist der Film Uncut und in Deutsch auf DVD raus. Von diversen Anbietern. Ohne O-Ton. Titel: Die Acht tödlichen Schläge.

Montag, 13. Januar 2025

Samurai Wolf

Japanuary 2025

Samurai Wolf

Story:

Ronin Kiba, «der eiserne Wolf» (Isao Natsuyagi), erreicht ein Dorf. In dessen bittet ihn die blinde Lady Chise (Junko Miyazono) um Hilfe. Gangster (u.a. Tatsuo Endô) bedrohen den Ort und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Kiba willigt ein. Das setzt die Bösewichte, die gegen Kiba keine Chance haben, unter Druck. In dem Killer Sanai (Ryôhei Uchida) werden sie fündig. Er soll Kiba töten…

Meine Meinung:

Der Trailer zu Samurai Wolf, einem japanischen Samurai- und Schwarzweissfilm aus dem Jahr 1966, sagte mir zu. Ich fand den Trailer und dessen Inhalt vielversprechend. Daher tätigte ich einen Blindkauf. Und dieser hat sich gelohnt. Der Film, der sehr ans Italo-Western Genre erinnert, kann ich Samurai-Fans bedenkenlos empfehlen. Den Film von Regisseur Hideo Gosha macht Lust auf mehr soll heissen, sich mehr mit Hideo Gosha zu befassen. Ich kenne tatsächlich keinen einzigen anderen Film von ihm…

Hinter Samurai Wolf stand kein grosses Filmstudio. Die Optik und Bilder, vor allem in Kombination mit dem Schwarzweiss-Verfahren, geben dem Film optisch eine stimmungsvolle, zuweilen sehr innovative und kreative Note. Einige der Schwertkampfszenen sind zudem fast tonlos und in Slow-Mo inszeniert. Extrem schick. Das deutete bereits der Trailer an und die Optik, wie auch die blutigen Schwertkampfszenen, haben mir sehr gefallen. Auch die Musik, die ebenso ans Italo-Western Genre erinnert.

Auch der Plot um einen Fremden, der in ein Dorf kommt, und dort zwischen die Fronten diverser Parteien gerät, ist zwar nicht sonderlich neu oder originell, aber es erfüllt seinen Zweck. Manchmal will ich gar nicht mehr, als so was. Wie z.B. im Eastern das klassische Schüler Meister Rache Setting. Perfekt. Es muss nicht immer was Neues sein?! Samurai Wolf wartet inhaltlich dennoch auch mit einigen Überraschungen auf, die aber etwas vorhersehbar sind. Dennoch gefallen sämtliche Figuren, egal auf welcher Seite sie stehen und die Dramatik funktioniert hier bestens und nervt nicht.

Fazit: Must See Titel für Samurai-Fans. Sehr gespannt auf die Fortsetzung…

Gefolgt von: Samurai Wolf II

Infos:

O: Kiba okaminosuke

Japan 1966

R: Hideo Gosha

D: Isao Natsuyagi, Junko Miyazono, Tatsuo Endô, Ryôhei Uchida

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 74 Min.

Gesehen am: Januar 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray (Double Feature mit dem 2. Teil) von Eureka vor = Schuber, Wendecover, Booklet, Uncut, O-Ton, englische Subs, exklusive Extras, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Dienstag, 17. September 2024

Hitman

Hitman

Story:

Ein japanischer Tycoon und Gangster-Boss wird getötet. Der Täter entflieht unbekannt. Dieser ist bekannt als König der Killer. Jedem, der diesen tötet, wird ein grosses Lösegeld versprochen. Auch Immigrant Fu (Jet Li) und sein «Agent» (Eric Tsang) machen es sich zur Aufgabe, den Killer zu schnappen…

Meine Meinung (HK-Fassung):

Nachdem die letzten Jahre bereits My Father Is a Hero sowie Dr. Wai in the Scriptures with No Words aus der Sammlung flogen, folgt nun ein weiterer Jet Li Film dem gleichen Schicksal: Hitman, aus dem Jahr 1998. Sein letzter Film in Hong Kong, bevor es Jet Li nach Hollywood zog (Lethal Weapon 4, The One und Co.). Hitman ist dabei keine Vollkatastrophe aber ich empfand den Plot als wenig interessant. Mit anderem Cast hätte der Film besser gepasst (z.B. Jackie Chan statt ein Jet Li). So gab es Längen und am meisten störte ich mich an Eric Tsang (Lucky Stars Go Places) und Gigi Leung (First Option).

Eric Tsang macht zwar im älteren, Anfang 90er Jahre Kino irgendwie Spass, aber nicht in einem moderneren Film à la Hitman. Und Gigi Leung mochte ich nie. Simon Yam (Full Contact) hingegen ist solide, aber mehr eine Nebenrolle. Jet Li (Fong Sai Yuk) macht in den Actionszenen eine gute Figur. Das ist auch das Einzige, was überzeugt, auch wenn der Film z.B. zu Beginn an den franz. Gangster-Film Léon - Der Profi erinnert inklusive einer späteren Szene, wo sich Jet Li als Jean Reno verkleidet. Etwas, was schon Stephen Chow in Out of the Dark tat.

Der Film von Stephen Tung Wai gefällt nur durch die Actionszenen. Davon hätte es jedoch gerne mehr haben dürfen. Das Finale z.B. rockt. Regisseur Stephen Tung Wai (The Killer in White) war selbst für die Kampf-Choreographie zuständig. Und er fing seine Karriere in schon in den 70ern an. Mit anderen Worten, all seine Erfahrung liess er in die Produktion einfliessen. Als Regisseur versuchte er sich nur paar Male. Ich denke, da sind Fans mit Filmen wie Magic Cop (= Mr. Vampire 5) oder Fox Hunter definitiv besser bedient, als mit Hitman, auch wenn Hitman sicherlich den kommerziellen besseren Cast bietet.

Fazit: Geschmackssache. Mir persönlich war der Plot zu wenig interessant und die Actionszenen zu schlecht über die Handlung verteilt. Dazu ein Cast, der mir zu einem grossen Teil wenig zusagt (Eric Tsang, Gigi Leung) = fliegt aus der Sammlung! Jet Li Fans können natürlich einen Blick riskieren!

Infos:

O: Sat sau ji wong

HK 1998

R: Stephen Tung Wai

D: Jet Li, Eric Tsang, Simon Yam, Paul Rapovski, Kim Yip Kwong-Kim, Sato Keiji, Gigi Leung

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 100 Min.

Neusichtung am: 10.07.24

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Eureka vor = nebst Hitman befinden sich noch My Father Is a Hero sowie Dr. Wai in the Scriptures with No Words in dem Set, welches mit Schuber und Booklet daherkommt. Hitman liegt in zwei Fassungen vor (HK- und internationale Fassung). Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Zum O-Ton gibt es englische Subs. In Deutschland gibt es den Film bisher nur auf DVD und zensiert (als Contract Killer – Im Auftrag des Todes).

Dienstag, 10. September 2024

Hand of Death

Hand of Death

Story:

Commander Shih (James Tin Chuen) ist ein Verräter. Er verrät die Shaolin Kämpfer und arbeitet für die Mandschuren. Ihm ist er zu verdanken, dass Zhang Yi (John Woo), der im Besitz einer wichtigen Karte war, verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Yung Fei (Dorian Tan Tao-Liang) macht es sich zusammen mit anderen Kämpfern (u.a. Jackie Chan) zur Aufgabe, Commander Shih und Co. (u.a. Yuen Wah, Sammo Hung) aufzuhalten…

Meine Meinung:

Hand of Death sah ich seit 2008 nicht mehr. Ich hatte das Frühwerk von John Woo (The Killer, Heroes Shed no Tears) nie als Kracher in Erinnerung oder als solches abgespeichert. Ich wusste auch kaum mehr was über den Film. Ich wusste nur, dass Kung Fu und klassisches Setting inklusive Jackie Chan (Dragon Fist, Police Story) in einer Nebenrolle. John Woo, der seine Karriere bei den Shaw Brothers begann (unter seinem Mentor Chang Cheh), war inzwischen zu Golden Harvest übergewechselt.

Dort versuchte er sich im klassischen Kung Fu Film und spielt auch eine kleine Nebenrolle. Der Film ist absolut ok und solide, aber im Grossen und Ganzen eben auch nicht wirklich was Besonderes. Aber gut, um Erfahrungen zu sammeln. Nur drei Jahre später sollte John Woo mit Last Hurrah for Chivalry einen Kracher aus dem Hut zaubern. Die Erfahrungen, die er in Hand of Death sammelte, zahlten sich schlussendlich aus.

John Woo drehte den Film in Taiwan und Südkorea. Es sind auch viele Darsteller aus Südkorea dabei. Die Settings sind hübsch. Wo der Film seine klaren Stärken hat ist seine Musik (sein Theme), der Finalkampf von Jackie Chan und der Finalkampf zwischen James Tin Chuen (The Big Boss) und Dorian Tan Tao-Liang (Drei wild wie der Teufel). Der war stark und dessen Choreographie auch absolut sehenswert, wie auch jene von Jackie Chans Kampf gegen zwei Killer. Die Kampfchoreographie besorgte Sammo Hung (Pantyhose Hero, Slickers Vs Killers), der wie Yuen Wah (The Master, Eastern Condors) auch eine Nebenrolle als Bösewicht spielt.

Die Kampfszene zuvor sind solide, aber erreichen nie die Qualität der besagten Szenen im Finale. Die Szenen zuvor ragen nicht aus der Masse heraus. Der Plot empfand ich als relativ dürftig und es gab für meinen Geschmack auch die ein oder andere Länge. Zudem mag Dorian Tan Tao-Liang ein spektakulärer Kicker sein, aber er misst doch recht viel Charisma. Jackie Chan darf nur im Finale zeigen, zu was er fähig ist und von den Figuren gefielen mir sonst die Bösewichte. James Tin war gut und Sammo Hung als dessen rechte Hand machte viel Spass.

In Cameo-Auftritten sind noch einige bekannte Namen wie Wilson Tong (einer der kämpfenden Shaolin Mönche zu Beginn des Filmes), Yuen Biao (der von James Tin beim Einsammeln der Pfeile erschossen wird), dem späteren «Venoms» Darsteller Lu Feng (nicht erkannt), Robert Tai (nicht erkannt) oder Hard-Boiled Star Phillip Kwok (nicht erkannt) zu sehen. Es soll sich bei Hand of Death um John Woos erste Arbeit für Golden Harvest handeln und um den ersten Film, der die drei «Brüder» Sammo Hung, Yuen Biao und Jackie Chan in einem Film vereint.

Fazit: Kein Kracher, aber Old School Kung Fu Fans schlagen trotzdem zu!

Infos:

O: Shao Lin Men

HK 1976

R: John Woo

D: James Tin Chuen, John Woo, Dorian Tan Tao-Liang, Sammo Hung, Kim Ki-Joo, Yuen Wah, Jackie Chan, Yuen Biao, Wilson Tong, Phillip Kwok, Lu Feng, Robert Tai,

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 97:05 Min.

Gesehen am: April 2008 / Neusichtung am: 16.06.24

Fassungen: Siehe Last Hurrah for Chivalry. Double Feature. Schuber, Wendecover, Uncut, O-Ton, englische Subs, John Woo Interview und Audiokommentar als Bonusmaterial, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Splendid auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch oder O-Ton, deutsche Subs).

Donnerstag, 1. August 2024

The Fantastic Magic Baby


Shawgust 2024

The Fantastic Magic Baby

Story:

«Monkey King» Sun Wukong (Lau Chung-Chun) befindet sich zusammen mit seinem Meister (Teng Jue-Jen) und Co. (Yang Kuei-Yu, Chen I-Ho) auf der «Reise nach Westen». Red Boy (Ting Wa-Chung), Sohn von Princess Iron Fan (Hu Chin) und Ox Demon King (Chiang Tao), macht es sich zur Aufgabe, den Monkey King zu töten. Ihm gelingt es, dessen Meister zu entführen. Um Red Boy besiegen zu können, braucht der Monkey King die Hilfe von Goddess of Mercy (Chao Li-Chuan) und weiteren Göttern…

Meine Meinung:

Chang Cheh, Godfather des Kung Fu Kinos, Entdecker von Stars wie Jimmy Wang Yu, Ti Lung, David Chiang, Chen Kuan-Tai oder den «Venoms» und Mentor von John Woo, wurde während seiner Zeit bei den Shaw Brothers «abtrünnig». Er gründete in Taiwan eine eigene Produktionsfirma namens Chang's Film Co. Dank dieser konnte er in Taiwan, billiger als in Hong Kong, Film drehen. Darunter waren auch Filme, die dann von den Shaw Brothers vertrieben, z.T. aber auch produziert wurden. Titel wie Heroes Two, 7-Man Army oder eben den hier besprochenen The Fantastic Magic Baby waren darunter.

Der nur 61 Minuten lange Film beruht auf dem chinesischen Roman «Journey to the West». Es geht also um den Monkey King. Diesbezüglich gibt es unzählige Filme in Taiwan, Hong Kong oder China. Beispielweise New Pilgrims to the West plus deren Fortsetzung Monkey War, den Stephen Chow 2teiler A Chinese Odyssey Part One & Two, den chinesischen Kommerzschrott The Monkey King (mit Donnie Yen und Chow Yun-Fat) oder 60er Jahre Shaw Brothers Verfilmungen (The Cave of the Silken Web), nur um paar wenige Titel zu nennen. Dank den 61 Minuten Laufzeit ist der Film extrem kurzweilig und unterhaltsam.

Der Film hat zwar deutlich weniger Budget als andere Shaw Brothers Produktionen und wurde nur im Studio gedreht (also keine Natur- und Aussenaufnahmen), dennoch mochte ich die fantasievollen und nebligen Settings. Der Fantasy-Gehalt hat mir gut gefallen und teilweise fühlte ich mich leicht an Heaven & Hell erinnert. Auch ein Film von Chang Cheh. Auch den Einsatz von diversen Göttern, Feuer spuckender Statuen, Steinmonstern oder Chimären im Plot haben mir zugesagt. Längen gibt es praktisch keine, da nur 61 Minuten Laufzeit und viel Kämpfe.

Was die Choreographie der Kampfszenen angehen (plus Musikwahl), orientiert sich der Film stark an der Peking Opera. Da sind einige eindrückliche Momente festgehalten worden und der Cast beherrschte ihr Können. Die Kampfszenen wurden u.a. von Regisseur, Choreograph und Darsteller Lau Kar-Leung (Pedicab Driver, The 8 Diagram Pole Fighter, The Delinquent) in Szene gesetzt. Daher überrascht die gute Qualität der Kampfszenen nicht. Die mir unbekannten Lau Chung-Chun als Monkey King (laut hkmdb seine einzige Rolle, was überrascht) und Ting Wa-Chung (The Swift Shaolin Boxer) als Red Boy machten einen sehr guten Job. In Nebenrollen sind noch Fung Hak-On (The Godfather’s Daughter Mafia Blues) und Phillip Kwok (Forbidden Arsenal) zu sehen. Die Darsteller waren gesamthaft sehr solide.

Fazit: Für Shaw Brothers Fans sehenswert!

Infos:

O: Hong Hai Er

Taiwan, HK (je nach Quelle), 1975

R: Chang Cheh

D: Lau Chung-Chun, Teng Jue-Jen, Yang Kuei-Yu, Chen I-Ho, Ting Wa-Chung, Hu Chin, Chiang Tao, Chao Li-Chuan, Fung Hak-On, Phillip Kwok Chun-Fung

Laufzeit der HK-VCD: 61:25 Min.

Gesehen am: April 2016 / Neusichtung: Aug. 2024 / Sichtung der UK-Blu: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von IVL/Celestial vor = solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Den Film gibt es vom gleichen Label auch auf DVD. Es gibt keine Blu-Ray und/oder deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024). Nachtrag Okt. 2025: Der Film wurde vor kurzem in England von Eureka auf Blu-Ray veröffentlicht (in der Furious Swords and Fantastic Warriors). Endlich konnte ich den Film in einer würdigen Qualität sichten. Das Upgrade von der HK-VCD (wurde inzwischen verkauft) auf die UK-Blu-Ray hat sich gelohnt. Auch wenn viele den Film nicht mögen, war fast ausschliesslich der Film der Grund, warum ich die Box gekauft habe. O-Ton, englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Das Set kommt mit anderen Filmen, einer Box und Booklet daher.