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Dienstag, 11. November 2025

Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast Review

Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Story:

Julie (Jennifer Love Hewitt) nagt noch immer an den Ereignissen, die sich in Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast, ereignet haben. Um einen klaren Kopf zu bekommen, fährt sie mit Freunden (Brandy Norwood, Mekhi Phifer, Matthew Settle) auf die Bahamas. Doch im Hotel lauert ihnen der Killer mit dem Haken (Muse Watson) erneut auf und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Derweil macht sich Julies Ex (Freddie Prinze Jr.) auf, seine Angebetete zu retten…

Meine Meinung:

Früher fand ich Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast, die Slasher-Fortsetzung von Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast, besser als den Vorgänger. Den zweiten Teil sah ich 1999 (als 13jähriger in Begleitung der Eltern) sogar im Kino. Ob es daran lag? Nostalgische Erinnerungen? Nun empfinde ich es anders als früher. Unterschiedlich.  Zwar hat der 2. Film mehr Action, mehr Blut, ein höheres Tempo und einen höheren Bodycount, aber ich mochte den langsameren Aufbau des ersten Filmes, dessen Setting und die Figuren des Vorgängers mehr. Figuren à la Ryan Phillippe oder Sarah Michelle Gellar fehlen hier leider.

Schlecht ist Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast deshalb noch lange nicht. Schlecht war z.B. die miese I Know What You Did Last Summer Serie, die 2021 lief. Das ist schlecht. Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast ist immerhin pure Unterhaltung. Zugegeben stupide Unterhaltung (Hauptstadt von Brasilien) mit vorhersehbarem Plot und Figuren (Sohn des Killers), aber auf jeden Fall unterhaltsam. Der Film drückt mächtig aufs Gaspedal, das Setting der isolierten Ferieninsel gefällt (auch wenn mir das Fischerdorf im 1. Film mehr zusagt) und an Jeffrey Combs (Re-Animator) Nebenrolle hatte ich Freude (Das wusste ich gar nicht mehr, dass er mitspielt).

Jennifer Love Hewitt und Brandy Norwood haben überzeugt. Freddie Prinze Jr. gerät in den Hintergrund und Mekhi Phifer (Dawn of the Dead) passt zwar gut in die Rolle, mutiert aber, auch wie unser Killer im Finale, zum Sprücheklopfer à la Freddy Krüger oder Chucky.  Matthew Settle empfand ich als schwach. Seine Rolle ist, wie schon angedeutet, vorhersehbar. Nebst Jeffrey Combs gibt es weitere bekannte Namen in Nebenrollen zu sehen, z.B. Bill Cobbs (Demolition Man). Es gibt nette Slasher-Morde und sogar eine Hommage an Freitag der 13. – Jason kehrt zurück zu sehen. Als Horrorfan fand ich das ziemlich cool.

Fazit: Wer den 1. Teil mochte, kann bedenkenlos einschalten!

Gefolgt von: Ich werde immer wissen, was Du letzten Sommer getan hast und als Reboot Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast

Infos:

O: I Still Know What You Did Last Summer

USA 1998

R: Danny Cannon

D: Jennifer Love Hewitt, Freddie Prinze Jr., Brandy Norwood, Mekhi Phifer, Matthew Settle, Muse Watson, Bill Cobbs, Jeffrey Combs

Laufzeit der deutschen DVD: 96:30 Min.

Gesehen am: 1999 (CH-Kino) / Neusichtung am: 14.07.25

Fassungen: Ich sah den Film als 13jähriger 1999 im Kino und für eine Neusichtung lag mir die deutsche DVD von Columbia TriStar zur Verfügung = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Mittwoch, 27. Oktober 2021

Faust: Love of the Damned Review



Horroktober 2021

Faust: Love of the Damned

Story:

John Jaspers (Mark Frost) verkauft seine Seele M (Andrew Divoff). Damit erhält er Superkräfte und rächt sich an Gangstern (Francisco Maestre) am Tod seiner Freundin (Jennifer Rope). Danach will John nicht mehr töten – doch dies muss er laut Vertrag. Er zieht sich den Zorn von M auf sich, während eine Therapeutin (Isabel Brook) und ein Polizist (Jeffrey Combs) versuchen hinter das Geheimnis von John Jaspers zu kommen…

Meine Meinung:

Faust: Love of the Damned ist eine Comic Verfilmung der Comics des Duos Tim Vigil und David Quinn und die erste Produktion der durch Brian Yuzna (Necronomicon) und Julio Fernandez gegründeten spanischen Filmschmiede Fantastic Factory, welche es leider inzwischen nicht mehr gibt. Dies war 2000 der Fall und danach folgten weitere Genre-Produktionen wie z.B. Beyond Re-Animator oder Dagon wobei die Produktionen am Ende immer billiger wurden (Rottweiler, Beneath Still Waters etc.).

Faust: Love of the Damned muss fast als deren beste Produktion angesehen werden, auch wenn es bereits hier an Zeit und Budget mangelte, wie Brian Yuzna in einem Interview verrat (zu lesen im Booklet der deutschen Legend-DVD). Das sorgte schlussendlich auch dafür, dass der Film weniger blutig ausgefallen ist als die Comics, die für ihren extremen Gewalt- und Blutlevel bekannt sein sollen.

Der Film, der vom Plot her an Filme wie The Crow erinnert, gefällt mir trotzdem. Trotz der Tatsache, dass ich die Comics nicht kenne und kein Freund von Heavy Metal bin (= der Soundtrack des Filmes). Aber ich mochte z.B.  das Gummi-Kostüm des Anti-Helden, die handgemachten Splatter-Effekte, Re-Animator Star Jeffrey Combs in einer Nebenrolle, einige schleimige Effekte von Screaming Mad George (die Verwandlungsszene von Mónica Van Campens Brüsten und Hinterteil hat Society Niveau und war grosse Klasse) und vor allem Wishmaster Star Andrew Divoff als Bösewicht "M" gefiel mir sehr gut.

Allgemein gefielen mir die Bösewichte besser: Jeffrey Combs Wandel im Film kommt ihm entgegen, Andrew Divoff als Bösewicht ist so oder so zum Zunge schnalzen und Monica Van Campen war ebenfalls stark anzusehen. Die Figuren, die sie verkörpern, sagten mir mehr zu als die Helden-Figuren gespielt von Mark Frost oder Isabel Brook. Nebenrollen sind gut besetzt. Leider gibt es im Finale ein CGI Monster (dafür war die Schlangen-Szene toll und ohne CGI!!!). Wäre das mit altmodischen Effekten à la Children of the Corn 3 entstanden, hätte es Extra-Punkte gegeben!

Fazit: Alles in allem ein sympathischer Film à la Dagon und Co.

Infos:

O: Faust: Love of the Damned

Spanien, USA 2000

R: Brian Yuzna

D:  Mark Frost, Andrew Divoff, Isabel Brook, Jennifer Rope, Jeffrey Combs, Monica Van Campen, Francisco Maestre

Laufzeit der deutschen DVD: 96:45 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: Okt. 2021

Fassungen: Mir liegen die DVD aus Spanien* (von Filmax) und die deutsche DVD** von Legend vor = ** Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, gute Bild- und sehr gute Tonqualität. Dazu gibt es die Soundtrack CD, Spezialverpackung (limitiert auf 3000 Stück) und ein Booklet mit unzähligen Extras über den Film plus Interview (U.a. Brian Yuzna). *Die spanische DVD behalte ich aus nostalgischen Gründen (kaufte diese als Jugendlicher in meinem Urlaub in Spanien, noch bevor es die Legend Disc gab). Gibt es von (Japan) Shock in D auf Blu-Ray.

Mittwoch, 15. April 2020

Beyond Re-Animator Review

NIFFF 2003 Spezial
Beyond Re-Animator

Story:

Nach dem Ende von Teil zwei (Bride of Re-Animator) geht es wie folgt weiter:

Dr. West (Jeffrey Combs) wandert für 13 Jahre ins Gefängnis. Dort beginnt ein neuer Arzt (Jason Barry) seinen Job. Dieser hat Hintergedanken und ist an West interessiert – ebenso wie eine Reporterin (Elsa Pataky). Doch der fiese Gefängnisaufseher (Simón Andreu) wittert die Gefahr in der Sache und ermittelt – doch zu spät. In der Zwischenzeit gibt es schon diverse Tote, die wieder zum Leben erweckt wurden und unter den Gefangenen (Santiago Segura, Nico Baixas) ein Massaker anrichten…

Meine Meinung:

Brian Yuzna, erfahrener B-Film und Horrorregisseur mit Faible für H.P. Lovecraft, zog es nach seinen Jahren in Amerika nach Spanien, wo er zusammen mit Julio Fernández für Filmax die Firma Fantastic Factory gründete und für diese einige B-Horrorfilme realisierte. Darunter waren unter anderem: Faust: Love of the Damned, Rottweiler, Beneath Still Waters aber auch andere Filme von anderen Regisseuren (Dagon, Darkness, Romasanta).

Und natürlich: Beyond Re-Animator – die langersehnte Fortsetzung zum Klassiker der Re-Animator Reihe, bestehend aus Re-Animator und Bride of Re-Animator. Mit Fantastic Factory und Beyond Re-Animator und Faust: Love of the Damned gelang Brian Yuzna ein kurzfristiges Comeback. Leider wurde es zuletzt ruhig um ihm.

Bride of Re-Animator kam 1990 in die Kinos. Konnte die Fortsetzung, nach so langer Pause, überzeugen? Die Antwort ist simpel: Ja! Vor allem wenn man den Film 2003 am NIFFF in Anwesenheit des Regisseurs sichten durfte! Dennoch muss man sagen, dass der dritte Teil nicht an die Qualität der ersten zwei Teile heranreicht! Dies lag am kleineren Budget und damit verbundenen Nachteilen (weniger Effekte, spanische Darsteller, sparsame und wenig wechselhafte Settings).

Auch das Fehlen von Namen wie Bruce Abbott und David Gale machen sich bemerkbar. Zwar wurde versucht, diese adäquat zu ersetzen (Jason Barry und Co.), aber die Klasse der beiden wurde nicht erreicht. Der Film, der am Ende von Teil zwei anschliesst, macht aber auch vieles richtig:

Brian Yuzna gelang es, zumindest Jeffrey Combs einmal mehr für die Rolle von Dr. Herbert West zu gewinnen – was schon ein grosses Plus darstellt. Und jede Szene mit ihm ist ein Genuss und regen zum Teil zum Schmunzeln an. Jason Barry gibt, wie gesagt, eine solide Leistung als «Dan Cain» Ersatz ab. Simón Andreu als Warden gibt sowas wie ein Bösewicht (halt ziemlich platte Klischeefigur) ab und Elsa Pataky ist die einzige weibliche Hauptrolle im Film (und ausser gut auszusehen hat sie nicht viel zu tun).

Der Film ist, wie bereits der Vorgänger, ein Mix aus Humor und Splatter = Fun-Splatter. Dabei gibt es jedoch weniger Gore und Effekte zu sehen als bei den Vorgängern. Dennoch gibt es hier und da einige wirklich schöne und handgemachte Effekte zu sehen – z.B. der Reanimierte ohne Unterkiefer mit der langen Zunge, der aufplatzende Torso, der fliegende Augapfel etc. Für die Effekte war u.a. Screaming Mad George zuständig, der schon öfters mit Brian Yuzna zusammengearbeitet hat (Bride of Re-Animator, Initiation: Silent Night, Deadly Night 4, The Guyver, Necronomicon, Progeny, The Dentist 2, Society und Faust: Love of the Damned). Ich fand es ausserdem schön und wertschätzend, dass der Japaner mit dem kultigen Künstlernamen beim Abspann als erstes gewürdigt wurde!

Der Humor ist teilweise sehr ulkig und mit viel Klamauk behaftet (Ratte Vs. Penis). Ob das gefällt, ist stark Geschmackssache. Das Setting wirkt leider oft auch billig, der Film immerhin sehr amerikanisch obwohl eine spanische Produktion. Das Re-Animator Theme kommt leicht verändert vor und erinnert Fans an die guten, alten Zeiten. Zuweilen wirkt der Soundtrack jedoch auch sehr dürftig und billig (TV-Niveau). Das Finale war enttäuschend (Jason Barry Vs Elsa Pataky) und billig umgesetzt, so dass die Fortsetzung nicht an die Vorgänger heranreicht.

Fazit: Gute Fortsetzung mit Abstrichen, die Fans jedoch zufriedenstellend dürfte. Man sollte die Erwartungen hingegen klein halten, um nicht enttäuscht zu werden!

Infos:

O: Beyond Re-Animator

Spanien 2003

R: Brian Yuzna

D: Jeffrey Combs, Jason Barry, Elsa Pataky, Simón Andreu, Santiago Segura, Nico Baixas

Laufzeit der deutschen DVD: 92:08 Min.

Gesehen am: NIFFF 2003 / Review überarbeitet: 24.02.20

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von e-m-s vor = Uncut, viele Extras, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die Bild- und vor allem Tonqualität empfand ich als sehr gut. Da brauche ich aktuell kein Upgrade auf Blu-Ray. Achtung: Die US-Disc (zumindest DVD) ist zensiert! Gäbe es in Deutschland Uncut auf Blu-Ray von Capelight Pictures.

Donnerstag, 26. März 2020

From Beyond Review

From Beyond

Story:

Dr. Edward Pretorius (Ted Sorel) und Crawford Tillinghast (Jeffrey Combs) starten ein Experiment, welches zur Folge hat, dass andere Dimensionen sichtbar werden – und auch die darin lebenden Monster und Geschöpfe, welche uns ansonsten nicht sehen und wahrnehmen würden. Dies hat den Tod von Dr. Edward Pretorius zur Folge, während Crawford verhaftet wird. Zusammen mit einer Ärztin (Barbara Crampton) und einem Cop (Ken Foree) wollen sie das Experiment wiederholen – keine gute Idee…

Meine Meinung:

From Beyond erreicht zwar nicht ganz die Qualität eines Re-Animator, dennoch ist der Film aber besser, schleimiger, Effekte beladener und blutiger als ich den in Erinnerung hatte. Stuart Gordon nahm sich, nach Re-Animator, erneut einer H.P. Lovecraft Geschichte an und verfilmte diese für Empire International Pictures, die viele tolle Genre-Filme auf die Leinwand gezaubert haben (Intruder, Prison, Rawhead Rex, Breeders).

Stuart Gordon (Regie), der einmal mehr mit seinem Kollegen Brian Yuzna (Produzent und zusammen die Story geschrieben) zusammenarbeitete, liefert dem 80er Jahre Splatterfan genau das, was er sich wünscht: Eine fantastische Geschichte, extrem viele und spektakuläre Effekte- und Masken-Szenen und einen liebevollen Genre-Cast.

Es gibt ein Wiedersehen mi den Re-Animator Stars Jeffrey Combs und Barbara Crampton, wobei letztere erneut nackte Tatsachen präsentieren darf. Combs war klasse, wie schon in Re-Animator. Aus Dawn of the Dead und Co. (Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III) sehen wir den sympathischen Ken Foree als Cop.

Die Spezialeffekte, die in dieser Form pure Kunst sind, stammen von John Carl Buechler (Carnosaur 2) und sind nebst Cast und Story die wahren Highlights des Filmes. Es gibt viele Monster, viel Gore, viel Schleim vermischt mit sexueller Erotik und S/M-artigen Szenen. Die Mischung machts – Lovecraft hätte sicher Freude gehabt, wäre er noch nicht Tod.

Fazit: Jedem Fan des klassischen 80er Jahre Horrorfilmes zu empfehlen, macht viel Spass!

Infos:

O: From Beyond

USA 1986

R: Stuart Gordon

D: Jeffrey Combs, Barbara Crampton, Ken Foree, Ted Sorel, Carolyn Purdy-Gordon

Laufzeit der US-DVD: 85:29 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 25.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = dieser bot nebst US-Pay TV zum ersten Mal die echte Uncut Fassung zum Film. Alle anderen Fassungen entsprachen der zensierten Kinofassung. Zur DVD: erstklassige Bild- und Tonqualität, englische Subs, exklusive Extras vorhanden. Den DC gibt es inzwischen auch in Deutschland von diversen Anbietern auf Blu-Ray. Es gibt auf einer Stephen King Horror-Doku und im Workprint eine Effekte-Szene, die verlängert ist und die es leider NICHT in den DC geschafft hat. Schade.

Samstag, 19. Oktober 2019

Bride of Re-Animator Review



Horroktober 2019
Bride of Re-Animator

Story:

Nach Teil eins geht es wie folgt weiter:

Dr. Herbert West (Jeffrey Combs) und Dr. Dan Cain (Bruce Abbott) experimentieren weiter. Ziel: diesmal wollen sie, anhand von gestohlenen Körperteilen, Leben d.h. einen neuen Menschen erschaffen. Doch Probleme bestehen: Dan verliebt sich (in Fabiana Udenio), ein Polizist schnüffelt herum (gespielt von Claude Earl Jones) und Dr. Hill (David Gale) will Rache an Dr. West…

Meine Meinung:

Teil zwei der Re-Animator Reihe war stets mein Lieblingsteil und einer meiner Horror-Lieblingsfilme. Grund: ich sah den Film vor den Teilen eins und drei als Jugendlicher und schnupperte damit erste «Re-Animator» Erfahrungen. Der Film gefällt mir auch heute noch immer so gut, wie früher.

Statt Stuart Gordon führt nun Brian Yuzna, der in Teil eins auch als Produzent tätig war, Regie. Die Handschrift und das comicartig Übertriebe à laYuzna mag ich – allgemein in den Filmen des Brian Yuzna = Fortsetzung Beyond Re-Animator, Faust, H.P. Lovecrafts Necronomicon oder seien es die The Dentist 1 & 2 Filme.

Die Geschichte hat nun noch weniger mit der Vorlage (H.P. Lovecaft) zu tun als Teil eins, sondern man wandert nun auf Frankenstein Pfaden. Das tut dem Spass aber keinen Abbruch. Der Film ist ein Fun-Splatter wie er im Buche steht und schön schwarzhumorig, unterhaltsam und mit vielen tollen Spezialeffekten beladen. Längen gibt es kaum.

Um der Ansammlung von Effekten gerecht zu werden, wurden drei (!!!) Künstler an Bord geholt: zum einen die KNB FX-Group (machten u.a. die Effekte für Jason Goes to Hell, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III, Nightwish, Halloween 5), John Carl Buechler (Friday the 13th Part 7, Tammy & the Teenage T-Rex, Prison, Carnosaur, Mausoleum) und den Japaner Jôji Tani, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Screaming Mad George (The Guyver, Children of the Corn III: Urban Harvest, Curse II: The Bite, Hide and Go Shriek). Mit Screaming Mad George hat Brian Yuzna noch weitere Male zusammengearbeitet (Initiation: Silent Night, Deadly Night 4, Necronomicon, Progeny, The Dentist 2, Faust: Love of the Damned, Beyond Re-Animator, Society). Die Effekte in Bride of Re-Animator sind fantasievoll, originell, aufwändig und hübsch blutig getrickst worden!

Aus Teil eins kehrten ansonsten zurück: David Cale, Bruce Abbott und ein absolut fantastischer, grossartiger und sehenswerter Jeffrey Combs. Er allein unterhält den Fan als Mad Scientist quasi als Alleinunterhalter. War er schon im ersten Film klasse, so legt er hier, dank dem Schwarzen Humor, dem überzeugende Schauspiel vom Combs und einer starken deutschen Synchronisation, zusätzlich an Qualität dazu.

Fazit: Starke Fortsetzung und für meinen Geschmack bester Film der dreiteiligen Reihe!

Gefolgt von: Beyond Re-Animator

Infos:

O: Bride of Re-Animator

USA 1989

R: Brian Yuzna

D: Jeffrey Combs, Bruce Abbott, Claude Earl Jones, Fabiana Udenio, David Gale, Kathleen Kinmont

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:44 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Meine erste Sichtung erfolgte als Bootleg VHS von JPV Austria. Später wurde das VHS gegen die Red Edition DVD von Laser Paradise umgetauscht. Diese DVD steht noch in der Sammlung, da seit 2003 (NIFFF) durch Brian Yuzna signiert. Andere DVDs gesellten sich später dazu (US-DVD von Artisan und jap. DVD von JVD), immer in der Hoffnung, eine qualitativ bessere Disc zu bekommen. Dies änderte sich erst mit der neuen Blu-Ray von Capelight = Unrated Fassung in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität (neu restauriert), viele Extras, schicke Verpackung etc.

Samstag, 27. Oktober 2018

Re-Animator Review

Horroktober 2018 Spezial
Re-Animator

Story:

Der junge und ehrgeizige Mediziner Herbert West (Jeffrey Combs) hat ein Serum entwickelt, mit dem man Tote wieder zum Leben erwecken kann. Das Serum ist noch nicht ausgereift – die Rückkehrer weisen animalische und primitive Handlungsweisen auf und sind kognitiv stark eingeschränkt. West erhofft sich Hilfe von Dan Cain (Bruce Abbott), bei welchem er auch eingezogen ist. Doch als Dans Freundin (Barbara Crampton) die Experimente stört, diese ausser Kontrolle geraten und Doktor Carl Hill (David Gale) West Notizen stiehlt, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Die beiden Horror- und B-Film Regisseure/Produzenten Stuart Gordon und Brian Yuzna sind beide Fans von H.P. Lovecraft. So basiert nicht nur Re-Animator, Teil eines einer dreiteiligen Horrorreihe gefolgt von Bride of Re-Animator und Beyond Re-Animator auf einer H.P. Lovecraft Geschichte (die heisst: Herbert West-Reanimator), sondern auch spätere Werke wie From Beyond (erneut mit Jeffrey Combs), Dagon (zu Brian Yuznas Zeit in Spanien), Castle Freak (in Italien gedreht, Full Moon Produktion), Dreams in the Witch-House (Masters of Horror Episode) und Necronomicon (drei Horrorkurzgeschichten von drei unterschiedlichen Regisseuren). Stuart Gordon führte nur in Teil eins Regie, der von Brian Yuzna präsentiert und produziert wurde. Letzterer führte hingegen bei beiden Fortsetzungen Regie.

Der Film ist ein Klassiker des Fun-Splatter Kinos. Der Film war bei Veröffentlichung ein Hit und mir gefällt die ganze Reihe, wobei Teil zwei mein Favorit ist. Teil eins gefällt mir aber auch ausserordentlich gut. Ich mag die Geschichte inklusive all ihren originellen und verrückten Ideen (kopfloser Zombie, durch Hypnose gesteuerte Zombies, die zweimal reanimierte Katze, das effektive Finale, der Beginn in der Schweiz in Zürich, in welchem sogar Deutsch gesprochen wird im Originalton bis hin zum coolen Vorspann mit dem hörenswerten Re-Animator Theme von Richard Band) und vor allem die Figuren und dessen Zusammenspiel.

Sie agieren alle sehr gut und dem Duell Jeffrey Combs und David Gale zuzusehen, macht viel Spass und Freude wie auch ihre Wortgefechte. Aber auch Bruce Abbott und die hübsche Barbara Crampton sind in ihren Rollen stark und mutig – legendär die Szene, in welcher Barbara Crampton komplett nackt auf dem Tisch liegt mit dem abgetrennten Kopf zwischen ihren Beinen! Das muss im Kino (ausser die Szene war zensiert – die Kinofassung habe ich nie gesehen) ein Schocker im positiven Sinne gewesen sein! Kino, welches es heutzutage kaum mehr zu geben scheint!

Vor allem Jeffrey Combs hat sich in die Herzen von Horrorfans gespielt! Eine B-Film Ikone. Aber auch David Gale und Barbara Crampton blieben dem Horrorgenre treu. Das Trio war u.a. zu sehen in: The Guyver, The Brain, Chopping Mall, You're Next, Puppet Master: The Littlest Reich, The Pit and the Pendulum, Lurking Fear, Faust, The Frighteners, Haunted Hill - Die Rückkehr in das Haus des Schreckens und in vielen der oben genannten Werke von Stuart Gordon und Brian Yuzna (From Beyond, Necronomicon…).

Der Humor passt wie auch die Horror-Parts – spannend oder unheimlich ist der Film aber nie. Die Settings (Keller als Labor, Spital, Leichenkammer) eignen sich hervorragend für den Film und die Spezialeffekte sind blutig und sehenswert geworden. Für diese war u.a. John Carl Buechler zuständig was ich gar nicht wusste (laut imdb auch als «uncredited» gelistet), von welchem ich schon viele tolle Effekte in anderen Filmen erleben durfte (z.B. Carnosaur). In Teil zwei wurde er dann von der KNB-FX Group abgelöst. Effekte Highlights (kleine Auswahl): Torso bricht auf und Därme bannen sich ihren Weg aus dem Körper, ein verbrannter Arm einer Leiche, tote Katzen mit Wunden, abgetrennter Kopf wird zerquetscht, mit Wattestäbchen wird im Schädel rumgestochert, Entfernung des Gehirns bei einer Autopsie, anschwellende und platzende Augen etc.).

Fazit: Klassiker des Fun-Splatter Kinos! Sollte man als Horrorfilmfan der alten Schule gesehen haben!

Gefolgt von: Bride of Re-Animator

Infos:

O: Re-Animator

USA 1985

R: Stuart Gordon

P: Brian Yuzna

D: Jeffrey Combs, Bruce Abbott, Barbara Crampton, David Gale, Robert Sampson, Gerry Black

Laufzeit der dt. Blu Ray: 86:05 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 27.10.18

Fassungen: Mir liegt die US-DVD von Elite vor (mit Originalautogramm von Brian Yuzna, den ich am NIFFF 2003, damals zur Premiere von Beyond Re-Animator, getroffen habe), das VHS aus Japan von Vestron International (schönes Sammelstück) und die dt. Blu-Ray von Capelight – für mich die beste Fassung zum Film = Uncut, Mediabook, Deutsch/Englisch, deutsche Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Nebst Unrated Fassung (zu bevorzugten), gibt es noch eine Langfassung, in welcher alle R-Rated Handlungsszenen enthalten sind, welche in der Unrated fehlen. Dazu gibt es noch ein Booklet.