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Samstag, 26. Mai 2018

Carnage Park Review

NIFFF 2016 Spezial
Carnage Park

Story:

Zwei Bankräuber (u.a. James Landry Hébert) fliehen mit einer Geisel (Ashley Bell) durch die kalifornische Wüste, wo sie in die Fänge eines irren Ex-Soldaten (Pat Healy) geraten und fortan um ihr Überleben kämpfen...

Meine Meinung:

Carnage Park ist ein unterhaltsamer und guter Film, der vieles richtig macht. Der Film ist ein wilder 70er Jahre Trip (spielt während den 70ern was ich sehr mag) und fängt als wildes Road Movie an, fetzig, cool und im Grindhouse Look. Macht Spass.

Vor allem James Landry Hébert als Gangster ist cool anzusehen (großartige Sprüche) und auch an einigen blutigen Details und einer rasanten Verfolgungsjagd darf man sich zu Beginn erfreuen. Der Banküberfall bzw. wie es dazu kam wird dann in Rückblenden erzählt, denn die Story entwickelt sich schnell und teilweise unerwartet (was das Ableben einiger Figuren angehen).

Danach entwickelt sich der Film Richtung Backwood/Survival/Terrorkino. Ashley Bell spielt toll und ebenso Pat Healy (Cheap Thrills). Die Stimmung ist intensiv Dank den isolierten Landschaften, der tollen Kameraführung und dem grausigen Entdecken, welche Ashley Bells Figur während dem Verlauf der Story vorfindet. Doch gegen Ende geht dem Film etwas die Puste aus, so dass er das hohe Tempo nicht halten kann.

Auch hätte ich gerne von Pat Healy mehr gesehen, der perfekt in die Rolle des irren Ex-Soldaten passte. Jede Szene mit ihm (erstes Auftauchen, Dialoge zwischen ihm und dem Sheriff etc.) waren klasse und triefen vor Spannung. Etwas schade ist auch, dass das Schicksal einiger Figuren nicht zu Ende erzählt werden inklusive des Banküberfalls in der Rückblende. Ging dieser vergessen? Man sieht schlussendlich nicht wie die zwei Gangster die Bank überfallen, die Frau als Geisel nehme und wie der eine Gangster angeschossen wird. Das ist schade - da hätte man auf alle Rückblenden verzichten können da sinnlos.

Abgesehen von diesen kleinen Details ein toller Genre-Film, den ich mir vielleicht einmal (wenn es ihn billig gibt) in die Sammlung stellen würde. Kann aber warten - gibt wichtigere Titel!

PS: Cooler Soundtrack (70er Jahre Style)!

Infos:

O: Carnage Park

USA 2016

R: Mickey Keating

D: Michael Villar, James Landry Hébert, Pat Healy

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Juli 2016 am NIFFF

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Englisch. Nachtrag 26.05.18: In Deutschland von Tiberius Film Uncut auf Blu-Ray raus (Deutsch/Englisch mit deutschen Subs).

Donnerstag, 12. Januar 2017

Truck Stop Women Review

Truck Stop Women

Story:

Mutter und Tochter führen nebst Restaurant und Tankstelle für Trucker auch ein Bordell. Dieses nutzen sie, um Ladungen und Fahrzeuge der Trucker zu entführen und sich an den Inhalten zu bereichern. Eine andere Gangsterbande macht ihnen jedoch ihr Geschäft streitig so, dass es zu einem Kleinkrieg kommt…

Meine Meinung:

Von diesem sehr frühen Mark. L. Lester wurde ich enttäuscht bzw. der Film hat mir nur wenig zugesagt. Der Grindhouse Film ist für heutige Verhältnisse absolut harmlos, eine FSK 12 würde der Film heutzutage locker erhalten.

Der Film bietet wenig Highlights. Gewalt sucht man vergebens, Action gibt es nur wenig und das Budget sieht man dem Film jederzeit an. Die Synchronisation ist qualitativ hochwertig und wertet den Film etwas auf, jedoch ist die dt. Synchro in der Wortwahl gleichzeitig auch relativ zahm ausgefallen.

Nackte Haut gibt es viel zu sehen – dies dürfte jedoch vor allem nur prüde Amerikaner erschrecken. Die Mischung aus, Zitat des Blu Ray Covers, „Action (hat es leider nur wenig), Erotik (na ja, par Brüste hier und da) und wilden Stunts (1-2 Szenen in 88 Minuten)“ hält nicht was es verspricht. Dazu kommt, dass der Film teilweise viel zu lustig und trottelig geraten ist, auch was Idiotenfiguren und Musik angehen. Bester Vergleich was Figuren und Musik angehen: die zwei trotteligen Polizisten aus Wes Cravens Last House on the Left!

So gesehen ein Film mit kaum Höhepunkten, teilweise schrecklichen 70er Jahre Friseuren und viel zu wenig sehenswerter Action und viel zu lustig (unfreiwillig komisch)!

Technisch i.O. und Mark L Lester hat zumindest in den Auto-Stunts 2-3 gute Szenen geliefert, aber an spätere Werke kommt sein Frühwerk definitiv nicht heran!

Infos:

O: Truck Stop Woman

USA 1974

R:  Mark L. Lester

D:  Claudia Jennings, Lieux Dressler, John Martino, Paul Carr

Laufzeit der dt. Blu Ray: 88:14 Min.

Gesehen am 03.01.17

Fassungen: Die deutsche DVD / Blu Ray Combo Fassung von X-Cess im Mediabook ist eine schicke Edition geworden. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, Film Uncut (heute würde locker ne FSK12 Freigabe ausreichen), O-Ton dabei, dt. Synchronisation sehr gut (aber etwas zahm) dazu deutsche Subs. Ehemals in der deutschen Fassung fehlende Szenen (belangloses) sind deutsch untertitelt. Es gibt viele Extras, wobei auf einiges auch hätte verzichtet werden können (hochgestochenen, abstrakte Booklet Inhalt des Filmwissenschaftlers, dazu auch der AK, teilweise geht’s im Booklet mehr um Phantom Kommando als um Truck Stop Women) - Trotzdem: die Fülle an Bonus ist echt nicht übel, nur eine DVD hätte es dazu nicht gebraucht aber lässt sich halt teurer verkaufen! Die US-Fassung von Code Red soll auch der längeren Euro Version entsprechen (glaub betrifft eine 22sekündige Szene zu Beginn des Filmes).