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Freitag, 30. Juli 2021

Horrible High Heels Review

Horrible High Heels

Story:

 

Ein getöteter und zu Lederschuhen umfunktionierter Mann, ein Schuhgeschäft, welches einen plötzlichen Aufschwung erlebt, Spannungen und Bettgeschichten im Team der Schuhmacher (u.a. Leung Sam-Wing, Law Kwai-Ying, Lam Chak-Ming, Suen Tong), Gangster (u.a. Billy Chow, Shing Fui-On)- und Polizeieinsätze (u.a. Dick Wei, Lin Hsiao-Lu) – das alles wird zu einem wirren Plot umgewandelt…

 

Meine Meinung:

 

Horrible High Heels ist ein schludriger, billiger 1996er CAT. III Schund aus Hong Kong (Nachtrag: scheinbar aus Taiwan), den, warum auch immer, gleich drei (!) Regisseure verbrochen haben (keine Namen, die man kennen müsste). Dies merkt man dem Film, der schon fast wie eine Amateur-Produktion ausschaut, auch an. Der Plot ist wirr und unzusammenhängend.

 

Die besten CAT. III Filme kamen zwischen 1990-1995 heraus. 1996, ein Jahr vor der Wiedervereinigung mit China, war die Luft aus dem HK-Kino bereits raus. Natürlich gab es Ausnahmen (z.B. Black Mask), aber die Mehrheit der HK-Filme, die mir sehr gut gefallen (fast durchs Band), sahen zuvor das Licht der Welt.

 

Horrible High Heels ist in Fan-Kreisen bekannt und berüchtigt – jedoch gehört der Film im Vergleich zu anderen CAT. III Werken wie The Untold Story, Love to Kill, Red to Kill, Daughter of Darkness, Escape from Brothel oder Ebola Syndrome inklusive Run & Kill nicht zu den besten Filmen seiner Art. Das Gegenteil ist der Fall.

 

Der Inhalt beginnt mit der Zeit zu langweilen und es mag nichts zusammenpassen. Der Rest sieht aus wie folgt: Billige Sex-Szenen, billige Hauptdarsteller, billige Mucke, billige Action. Letztere bestehen aus wenigen blutigen Shoot-Outs und unspektakulären Kämpfen. Namen wie Billy Chow (Fist of Legend), Shing Fui-On (The Killer), Dick Wei (Police Assassins) oder Child of Peach Star Lin Hsiao-Lu (Hello Dracula 4) sind total verschenkt und haben kaum Screentime.

 

Nebst Sex und nackter Haut verdient der Film seinen schmuddeligen Gewaltszenen sein Category III Rating. Kostprobe? Schlachthaus Vorspann (da fühlte ich mich an Cannibal Man erinnert), zwei-drei derbe Morde inklusive Zerstückelungen und Häutungen (plus: eine Dame muss sich mit abgetrennten Körperteilen «befriedigen») die dem Film den Ruf einbrachten, die HK-Variante von Blutgericht in Texas zu sein, Vergewaltigungen (inklusive Spielchen mit Ausscheidungen wie Urin oder Einbezug von Tieren = so überrascht es nicht, dass die Szene mit der Gans in mehrheitlich allen Fassungen zensiert wurde). Apropos Tiere: die Szene mit der Maus war ein Fake. Das ist gut beobachtbar.

 

Das macht aber nur ca. 2-3 richtige Highlights in einem ansonsten langweiligen und billigen Film, wo so gut wie nichts zu überzeugen vermag. Kurz vor einer Stunde Laufzeit beging ich zu spulen und das Overacting der Hauptfiguren ist sehr schlecht wie das ganze Schauspiel aller Beteiligten. Erotikfaktor ist, obwohl es auch viele «normale» Sexszenen gibt, nicht vorhanden.

 

Fazit: Nur für Fans, die alle CAT. III Filme, unabhängig ihrer filmischen Qualität sammeln wollen, interessant.

 

Infos:

 

O: Ren Pi Gao Gen Xie

 

HK 1996 (Nachtrag: Taiwan soll Ursprungsland sein)

 

R: Chow Cheung, Mao Chiang-Pang, Chen Wei-An

 

D: Law Kwai-Ying, Lam Chak-Ming, Yue Shut-Man, Dick Wei, Suen Tong, Billy Chow, Shing Fui-On, Lin Hsiao-Lu, Leung Sam-Wing

 

Laufzeit der jap. DVD: 94:06 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 11.04.21

 

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von JVD vor = Uncut Taiwan Master (wie VHS aus Taiwan) = länger als die HK Canto Fassungen (in der Sex-Szene mit der Gans und in der Urin-Szene zensiert). Jedoch ist das Master nur in Mandarin statt Kantonesisch und im Gegensatz zum VHS aus Taiwan ist die DVD aus Japan nicht in Widescreen und es gibt keine englischen Subs. Die Bildqualität ist gut und sehr hell. Zensiert ist die jap. Fassung trotzdem: Geschlechtsteile wurden verfremdet. Die HK Fassungen sind zensiert, die Blu-Ray am stärksten. Auch das VHS aus Holland entspricht nur der zensierten HK-Fassung. Wurde im April 2021 auf FB von Massacre Video als Uncut Vö angekündigt. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2021).

Dienstag, 21. Juli 2020

Zombi 2 Review

Zombi 2

Story:

Nachdem ein Schiff mit einem Zombie in New York ankommt, reisen Reporter und Co. auf eine Antillen Insel, wo der Ursprung des Schiffes vermutet wurde. Und tatsächlich: auf der Insel treiben Zombies ihr Unwesen…

Meine Meinung:

Meine erste Erfahrung mit Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies, so der deutsche Titel zum Lucio Fulci (Don’t Torture a Duckling) Klassiker, hatte ich als Jugendlicher. Urlaub in Deutschland – meine Mutter hat damals Horror-VHS für uns minderjährige aus der Videothek ausgeliehen. Ein Titel war: Blutgericht in Texas. Trailervorschau: Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies (glaube war ein Marketing VHS).

Schon damals war ich von einzelnen Szenen (Hai Vs. Zombie) hin und weg und der Film gefällt mir bis heute. Ein wahrer Klassiker in Lucio Fulcis Karriere nebst Titeln wie The Beyond oder City of the Living Dead und allgemein im ital. Zombie- und Horrorfilm. Der Film, der in Italien als «Fortsetzung» zu George A. Romeros Dawn of the Dead verkauft wurde, war nach dem Erfolg des hiesigen US-Zombiefilmes schnell beschlossene Sache.

Die Ital. Filmemacher waren immer schnell darin, Filmtrends zu erkennen und daraus eigene Filme und somit Kasse zu machen. Zombi 2 ist da keine Ausnahme. Der Film ist sicherlich einer der besten, wenn nicht der beste Zombiefilm aus Italien. Wie viele andere Ital. Filme (z.B. Eaten Alive, Cannibal Holocaust) startet die Story in New York, bevor die Geschichte ins exotische Inselparadies wechselt. Stars wie Tisa Farrow (Man-Eater), Al Cliver (Zwei Supertypen räumen auf) oder Ian McCulloch (Contamination) waren durch und durch solide in ihren Rollen.

Der Film bietet einige unvergessliche Szenen: Ein echter Hai im Kampf mit einem Zombie inklusive Gore-Effekten, die Auferstehung der Zombies mit lebenden Würmern, in dem Zombie in der Augenhöhle wuseln (herrlich coole Szene), die berühmt berüchtigte Szene mit dem «Splitter im Auge» sowie die apokalyptische Schlussszene mit den Zombies auf der Brooklyn Bridge (ohne Drehgenehmigung).

Nebst diesen Szenen und der Exotik überzeugt der Film durch einen wunderbaren Italo-Soundtrack und wunderbare Spezialeffekte seitens Giannetto De Rossi (Killer Crocodile, Let Sleeping Corpses Lie) und Gino De Rossi (Weapons of Death, Cannibal Ferox). Der Film bietet stimmungsvolle und fantastische Splattereffekte, die ihresgleichen suchen. Auch die Zombie-Make-Up Effekte und Masken sind der Wahnsinn. Wenn man diese mit Dawn of the Dead vergleicht muss man sagen, dass Tom Savinis Zombies dagegen absolut abstinken und lächerlich wirken. Da waren die Ital. Effekte-Künstler dem US-Klassiker Lichtjahre voraus…

Fazit: Dieser Klassiker ist jedem Lucio Fulci, Horrorfilm- und Zombiefan zu empfehlen!

Infos:

O: Zombi 2

Italien 1979

R: Lucio Fulci

D: Tisa Farrow, Ian McCulloch, Richard Johnson, Al Cliver, Auretta Gay

Laufzeit der US-DVD: 91:14 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 22.04.20

Fassungen: Mir liegen diverse DVD-Fassungen vor: Frankreich (von Neo Publishing), Japan (JVD), USA (Shriek Show und Blue Underground). Die aktuelle Sichtung fand mit der Code Free DVD von Blue Underground statt = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Englisch/Ital. mit englischen Subs. Die Shriek Show hat sehr viel Bonusmaterial. Inzwischen gäbe es auch diverse Blu Ray Fassungen: USA (von Blue Underground, sogar mit deutschen Subs) oder England (Arrow Films). In Deutsch nur über Österreich von XT Video zu haben (als Blu-Ray).

Samstag, 19. Oktober 2019

Bride of Re-Animator Review



Horroktober 2019
Bride of Re-Animator

Story:

Nach Teil eins geht es wie folgt weiter:

Dr. Herbert West (Jeffrey Combs) und Dr. Dan Cain (Bruce Abbott) experimentieren weiter. Ziel: diesmal wollen sie, anhand von gestohlenen Körperteilen, Leben d.h. einen neuen Menschen erschaffen. Doch Probleme bestehen: Dan verliebt sich (in Fabiana Udenio), ein Polizist schnüffelt herum (gespielt von Claude Earl Jones) und Dr. Hill (David Gale) will Rache an Dr. West…

Meine Meinung:

Teil zwei der Re-Animator Reihe war stets mein Lieblingsteil und einer meiner Horror-Lieblingsfilme. Grund: ich sah den Film vor den Teilen eins und drei als Jugendlicher und schnupperte damit erste «Re-Animator» Erfahrungen. Der Film gefällt mir auch heute noch immer so gut, wie früher.

Statt Stuart Gordon führt nun Brian Yuzna, der in Teil eins auch als Produzent tätig war, Regie. Die Handschrift und das comicartig Übertriebe à laYuzna mag ich – allgemein in den Filmen des Brian Yuzna = Fortsetzung Beyond Re-Animator, Faust, H.P. Lovecrafts Necronomicon oder seien es die The Dentist 1 & 2 Filme.

Die Geschichte hat nun noch weniger mit der Vorlage (H.P. Lovecaft) zu tun als Teil eins, sondern man wandert nun auf Frankenstein Pfaden. Das tut dem Spass aber keinen Abbruch. Der Film ist ein Fun-Splatter wie er im Buche steht und schön schwarzhumorig, unterhaltsam und mit vielen tollen Spezialeffekten beladen. Längen gibt es kaum.

Um der Ansammlung von Effekten gerecht zu werden, wurden drei (!!!) Künstler an Bord geholt: zum einen die KNB FX-Group (machten u.a. die Effekte für Jason Goes to Hell, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III, Nightwish, Halloween 5), John Carl Buechler (Friday the 13th Part 7, Tammy & the Teenage T-Rex, Prison, Carnosaur, Mausoleum) und den Japaner Jôji Tani, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Screaming Mad George (The Guyver, Children of the Corn III: Urban Harvest, Curse II: The Bite, Hide and Go Shriek). Mit Screaming Mad George hat Brian Yuzna noch weitere Male zusammengearbeitet (Initiation: Silent Night, Deadly Night 4, Necronomicon, Progeny, The Dentist 2, Faust: Love of the Damned, Beyond Re-Animator, Society). Die Effekte in Bride of Re-Animator sind fantasievoll, originell, aufwändig und hübsch blutig getrickst worden!

Aus Teil eins kehrten ansonsten zurück: David Cale, Bruce Abbott und ein absolut fantastischer, grossartiger und sehenswerter Jeffrey Combs. Er allein unterhält den Fan als Mad Scientist quasi als Alleinunterhalter. War er schon im ersten Film klasse, so legt er hier, dank dem Schwarzen Humor, dem überzeugende Schauspiel vom Combs und einer starken deutschen Synchronisation, zusätzlich an Qualität dazu.

Fazit: Starke Fortsetzung und für meinen Geschmack bester Film der dreiteiligen Reihe!

Gefolgt von: Beyond Re-Animator

Infos:

O: Bride of Re-Animator

USA 1989

R: Brian Yuzna

D: Jeffrey Combs, Bruce Abbott, Claude Earl Jones, Fabiana Udenio, David Gale, Kathleen Kinmont

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:44 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Meine erste Sichtung erfolgte als Bootleg VHS von JPV Austria. Später wurde das VHS gegen die Red Edition DVD von Laser Paradise umgetauscht. Diese DVD steht noch in der Sammlung, da seit 2003 (NIFFF) durch Brian Yuzna signiert. Andere DVDs gesellten sich später dazu (US-DVD von Artisan und jap. DVD von JVD), immer in der Hoffnung, eine qualitativ bessere Disc zu bekommen. Dies änderte sich erst mit der neuen Blu-Ray von Capelight = Unrated Fassung in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität (neu restauriert), viele Extras, schicke Verpackung etc.

Sonntag, 30. Dezember 2018

Cannibal Holocaust Review




Webmaster mit Ruggero Deodato 2008 und 2012 am NIFFF

Cannibal Holocaust

Story:

Ein Reporter-Team, welches im Dschungel einen Dokumentarfilm drehen wollte, verschwindet spurlos. Ein Professor (Robert Kerman) macht sich mit einem Suchtrupp auf, die Verschwundenen im Dschungel zu finden. Man findet jedoch nur Leichen und die gedrehten Filme der Crew, welche Grauenhaftes beinhalten…

Meine Meinung:

Cannibal Holocaust ist der beste Film, der die kurze Ital. Kannibalenfilmwelle hervorgebracht hat. Der Film von Ruggero Deodato ist sozialkritisch und zeigt uns den zivilisierten Menschen als Bestie, bis die Dschungel-Völker zurückschlagen. Er hält der modernen Gesellschaft einen Spiegel hin und spielt mit Vorurteilen und Klischees. Daher bietet Cannibal Holocaust am meisten Klasse, Niveau und Anspruch im Gegensatz zu den anderen Kannibalenfilmen à la Eaten Alive, Cannibal Ferox oder Emanuelle and the Last Cannibals die meist nur unterhalten, Geld einspielen oder schockieren wollen.

Ausserdem muss Ruggero Deodato als heimlicher Erfinder des Found Footage Genre angesehen werden – das war nicht The Blair Witch Project, sondern kam schon in dem Kannibalenklassiker aus dem Jahre 1980 zum Tragen. Und genau dieses Detail kommt dem Film stimmungsvoll gut zu stehen und erhöht seine schockierende Intensität und Schlagkraft.

Der Film war gut gespielt, ernst. Man sieht einige bekannte Gesichter, die schon in anderen Kannibalenfilmen mitgewirkt haben. So z.B. der ehemalige Pornostar Robert Kerman, der Ende 2018 verstarb, spielte in Filmen wie Eaten Alive oer Cannibal Ferox mit. Auch sonst sah man ihn im Horrorgenre durchaus nicht selten (z.B. Die Nacht der Creeps). Perry Pirkanen, er spielt eines der verschwundenen Crew-Mitglieder, sah man auch schon in Cannibal Ferox oder anderen Italo Horror-Klassikern (z.B. City of the Living Dead). Wunderschön und ein grosses Plus des Filmes: der wunderbare Soundtrack von Riz Ortolani. Dieser war für viele Ital. Filme zuständig, wenn es darum ging, einen passenden Soundtrack zu kreieren (z.B. Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen, Orgie des Todes).

Was nebst der Ernsthaftigkeit, den stimmungsvollen Bildern, der rohen Intensität vieler Szenen, dem snuffartigen Doku-Film-im-Film Stil und dem Soundtrack für Entsetzen sorgte bzw. das Entsetzen verstärkte, waren auch die Spezialeffekte von Aldo Gasparri (mir ist er unbekannt, aber die Effekte sind sehr gut), der Snuff-Charakter (die Film-im-Film «Last Road to Hell» Sequenz zeigt echte Exekutionen) und leider auch die vielen Tier-Snuff-Szenen. Trauriger Höhepunkt dieser Ansammlung: Schildkröte! Daneben gibt es auch viele sexuelle Gewalt zu sehen. Das waren Szenen, an denen nicht alle Freude hatten. Voyeurismus pur!

Aber auch deshalb – und nicht nur seiner Qualität als Ganzes, ist der Film so berühmt und berüchtigt. Viele Zensuren, Verbote, aber auch Aufführungen an Filmfestspielen weltweit (am NIFFF) waren die Folge. Sogar vor Gericht musste Deodato antanzen (weil ihm echter Mord von Darstellern vorgeworfen wurde) und in Japan war der Film im Kino immens erfolgreich (nur E.T. war besser) und es gibt kaum Länder, in denen es keine reisserischen Covers und Bilder zum Film in Horrorfilmbüchern oder Medien (VCD, DVD, VHS, Laserdisc, Blu-Ray) gibt. Das soll schon was heissen – das hat Zeitgeistcharakter!

Fazit: Cannibal Holocaust ist ein Film, der sich unsterblich machte und eine der besten und anspruchsvollsten Arbeiten von Ruggero Deodato (Eiskalte Typen auf heißen Öfen) und der besten Kannibalenfilm aus Italien! Klassiker des Genres!

Infos:

O: Cannibal Holocaust

Italien 1980

R: Ruggero Deodato

D: Robert Kerman, Francesca Ciardi, Perry Pirkanen, Luca Barbareschi, Salvatore Basile

Laufzeit der US-DVD: 96:31 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 30.12.18

Fassungen: Mir liegen diverse DVDs vor (Italien, USA, 2x Japan), welche in der Sammlung bleiben, da originalvisiert von Regisseur Ruggero Deodato (zweimal an vergangenen NIFFF getroffen). Die beste Fassung ist die US-DVD von Grindhouse = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Englischer Ton, viele exklusive Extras, Schuber. Gäbe es inzwischen auch als Blu-Ray. Wer gerne deutschen Ton braucht, muss zur XT-Video Fassung aus Österreich greifen.

Dienstag, 23. Oktober 2018

City of the Living Dead Review





Webmaster mit Catriona MacColl am NIFFF 2011 - Horroktober 2018 Spezial

City of the Living Dead

Story:

Medium Mary (Catriona MacColl) wird Zeuge, wie sich ein Priester in einer Kleinstadt namens Dunwich auf dem Friedhof erhängt. Dies hat unangenehme Folgen für die Bewohner von Dunwich: die Toten erheben sich und morden in der Gegend rum. Mary versucht zusammen mit einem Reporter (Christopher George) das Grab des Priesters zu finden, um die Tore zur Hölle wieder schliessen zu können…

Meine Meinung:

City of the Living Dead ist ein Klassiker des Ital. Horror- und Zombiefilms von Kult-Regisseur Lucio Fulci. Man kann zusammen mit The Beyond und Zombi 2 von einer «Zombie Trilogie» sprechen, auch wenn Fulci später noch Zombi 3 (mit Mithilfe von Bruno Mattei) und The House by the Cemetery (Dr. Freudstein geht auch als Zombie durch) gedreht hat.

Die meisten dieser Klassiker habe ich lange nicht mehr gesehen, habe die meisten aber als sehr gut in Erinnerung. City of the Living Dead hat den Test zumindest bestanden und gefällt mir auch heute noch immer sehr gut, auch wenn ich denke, dass ich The Beyond und Zombi 2 noch etwas mehr mögen werde (Tick stimmungsvoller habe ich diese in Erinnerung).

Der Film bietet eine stimmungsvolle, unheimliche und nicht gradlinig erzählte Geschichte, die zuerst zwischen New York und Dunwich (dadurch und die Bilder bekommt der Film Lovecraft Atmosphäre) hin- und herpendelt bevor dann definitiv nach Dunwich gewechselt wird. Der Soundtrack, der mich meist an Dawn of the Dead erinnert hat (Ausser das Theme, welches im Finale gespielt wird) hat mir auch gefallen. Jedoch hätte es mehr Musik geben dürfen – in einigen Szenen so scheint es, ist keine Musik zu hören, was schade ist.

Der Film bietet nebst mystischer Story und stimmungsvollen Bildern prächtige Spezialeffekte, die Kult-Charakter haben. Unvergessen sind Szenen wie jene, in welcher ein Bohrer als Mordwerkzeug eingesetzt wird, in welcher Innereien und Därme (zitiert in The Song of Solomon) herausgewürgt bzw. erbrochen werden, in welcher 10kg von Maden unsere drei Hauptfiguren von Kopf bis Fuss bedecken, in welcher Zombies ihren Opfern mit blossen Händen die Gehirne aus den Schädel reissen oder in welchen Protagonisten lebend begraben werden und immer wieder der erhängte Priester auftaucht, als Schockeffekt bis hin zu sehenswerten Make-Up Zombie- Effekten- und Masken im Finale. Für die wunderbaren Effekte zeichnete sich Gino De Rossi zuständig (war u.a. für die Effekte in Cannibal ferox oder Weapons of Death zuständig).

Nebst Lucio Fulci (Aenigma, Verdammt zu leben – verdammt zu sterben) und Gino De Rossi wartet der Film mit weiteren bekannten Namen aus dem Ital. Kino der damaligen Zeit auf: Catriona MacColl (The Beyond), Giovanni Lombardo Radice (auch Cannibal Ferox), Michele Soavi (The Sect), Janet Agren (Eaten Alive, Policeman Luc Merenda) oder den unverkennbaren Perry Pirkanen (Cannibal Ferox und Cannibal Holocaust).

Fazit: Klassiker des Genres und jedem Horror- Zombie- Ital.- und Lucio Fulci Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Paura nella città dei morti viventi

Italien 1980

R: Lucio Fulci

D: Christopher George, Catriona MacColl, Carlo De Mejo, Antonella Interlenghi, Giovanni Lombardo Radice, Michele Soavi, Janet Agren, Perry Pirkanen

Laufzeit der UK Blu-Ray: 92:45 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 23.10.18

Fassungen: Ich habe den Film zu Urzeiten immer auf Englisch geschaut – obwohl es englischsprachige Darsteller gibt, scheint die Englische Synchro auch nur Dubbed zu sein wie die Ital. – wie so oft gibt es bei diesem Ital. Film keinen echten O-Ton. Mir lagen vor: US-DVD von Anchor Bay (Original signiert von Catriona MacColl), die franz. DVD von Neo Publishing (Original signiert von Catriona MacColl) und die DVD aus Japan von JVD (Original signiert von Catriona MacColl). Nun wurde der Film in England von Arrow Video neu veröffentlicht und da erstmalig Ital. Ton mit englischen Subs angeboten wurde, schlug ich zu. Mehr Infos zu der Edition: Schuber, Poster, Karten, 60seitiges Booklet, neues Master (4K), Englisch/Ital. Ton, englische Subs, Unmengen an neuen und exklusiven Extras und die Bildqualität ist hervorragend. Für mich die bis dato beste Fassung zum Film, die mir auch auf Lebzeiten ausreichen wird. Gibt es in Deutschland Uncut und in Deutsch von XT Video auf Blu-Ray.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

City of Darkness Review

City of Darkness

Story

Duen Mu Ling Fong (Collin Chou) ist der Boss eines Gangstersyndikates und er ist hinter drei Anhängern her, welche den Weg zu einem Schatz beschreiben. Diese befinden sich in der Obhut von drei Jugendlichen, welche Duen entführen lässt. Doch diese können entkommen, doch Duens Männer (u.a. Billy Chow, Kim Penn, Cheung Yi-Teng) sind hinter ihnen her. Die Jugendlichen bekommen Hilfe von zwei Polizisten (u.a. Donnie Yen)…

Meine Meinung:

Unbekannte Donnie Yen (Tiger Cage, Tiger Cage 2, Drunken Tai Chi, Crystal Hunt, Legend of the Wolf) Perle bzw. Low-Budget Film mit Donnie Yen in einer kleinen Rolle (kämpft nur drei Mal) aber dennoch in meinen Augen ein sehenswerter da actionreicher Donnie Yen Film.

Donnie Yen soll nur vier Tage am Set verbracht haben und gedreht wurde im billigeren Taiwan und vor allem draussen (Wald, Ruinen etc.). Doch schon die ersten 15 Minuten zeigen, wie es weitergeht: Actionbetont und zwar sicher gut alle zehn – 15 Minuten und die Kampfszenen sind von der Qualität her auch recht gut bzw. der Film hat mich sogar überrascht was die tollen Kampfszenen anging und deren Anzahl.

Ein weiteres, grosses Plus waren die Bösewichte, welche alle sehr charismatisch dargestellt wurden. Die Jugendlichen Darsteller nerven nicht, zwei von ihnen sind echte Wushu-Gewinner (man sieht die den Actionszenen und ihren Bewegungen an) und Donnie Yens drei Kampfszenen sind wirklich gut bis sehr gut. Vor allem sein Kampf gegen Billy Chow (Bloodshed in Nightery, Gambling Baron), welcher gegen Mitte des Filmes gegen Donnie Yen kämpft und dann abdankt, ist gut geworden. Noch besser der Endkampf gegen Collin Chou.

Die ausländische Tante, gespielt von Kim Penn (Fun and Fury, Live Hard), gibt ebenfalls eine tolle und vor allem starke Schurkin ab! Der Kampf auf der Brücke oder der Testkampf gegen Duens rechte Hand sind schon einfach klasse. Und am besten hat mir „die rechte Hand des Bosses“ gefallen! Cheung Yi-Teng gibt fast übermächtiger Gegner eine tolle Performance ab und kommt böse, dunkelgekleidet (Sonnenbrille) und mit Messern bewaffnet (schon in den ersten zehn Minuten wird eine Hand abgehackt) daher und liefert sich tolle Kämpfe (gegen Ende nimmt er es mit Gegnern auf).

Das Highlight sind dann die Kampfszenen am Ende im Wald, wo auch Collin Chou (Drugs Fighters), seinen Kampf gegen Donnie Yen bekommt. Auch er gefällt im Film als irrer Bösewicht und wer ahnte damals, dass er viele Jahre später in Flash Point nochmals gegen Donnie Yen antreten würde. Der Kampf wirkt künstlich beschleunigt und hat ein bisschen an Legend of the Wolf von Donnie Yen erinnert. Ich fand den Stil in den Kampfszenen überhaupt nicht störend, im Gegenteil: toll in Szene gesetzt, übersichtliche Choreographie, gut gefilmt und trotzdem rasant wirkend.

Fazit: Trotz Low-Budget und wenig Donnie Yen klare Empfehlung an alle HK/Taiwan Actionfilmfans!

Infos:

O: Yat Boon Baan

Taiwan 1999

R: Lam Maan Cheung

D: Donnie Yen, Collin Chou, Billy Chow, Kim Penn, Cheung Yi-Teng

Laufzeit der HK-DVD: 91:21 Min.

Gesehen am bzw. Review überarbeitet: 07.10.17

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2017). Von dem Film habe ich drei DVD Fassungen. Was hat es damit auf sich?

US DVD: In dieser Version sah ich den Film das erste Mal. Es handelt sich um eine Donnie Yen Collection mit vier Filmen. O-Ton und englische Subs, aber eher schlechtes Master. 

Japan DVD: Da US DVD eher schlechte Qualität jap. DVD gekauft. O-Ton aber keine englischen Subs – braucht man bei dem Film eigentlich auch nicht (heutzutage würde mir diese DVD reichen). 

HK DVD: Danach erschien der Film doch noch als HK DVD im O-Ton mit englischen Subs und einer guten Bildqualität. 
 
Daher drei Fassungen – und ich behalte sie alle drei. Die US Fassung wegen den anderen drei Filmen (bzw. Cheetah on Fire und Holy Virgin Vs. Evil Dead) und die jap. DVD wegen Sammlerdenken. Titel der US DVD lautet: Dark City.