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Samstag, 4. April 2026

Sparkman

Sparkman

Story:

Ein böses Alien will die Menschheit unterjochen. Superheld Sparkman (Shim Hyung-rae) und eine Prinzessin kämpfen dagegen an…

Meine Meinung:

Aka Spark Man. Von Spark Man sah ich auf dem Blog meines Kumpels eine Besprechung. Die hörte sich amüsant und vielversprechend an. Ein Film, den ich gut schauen kann, ohne müde zu werden. Kein anspruchsvolles Kino. Wenn ich Filme auf einem grossem Beamer schaue, wo alles stockdunkel ist, ist die Chance grösser, dass ich müde werde. Also wählte ich mir Spark Man, als er fragte, was ich schauen wolle (er hat einen Beamer). Es handelt sich um einen Film von Kim Kyeong-Shik. Von diesem Regisseur finde ich keinen weiteren Infos.

Der Film wartet mit Star Shim Hyung-rae auf, der dazumal mit Dragon Wars den teuersten südkoreanischen Film überhaupt in die Kinos brachte. Von Shim Hyung-rae, einem Darsteller und Komödiant, habe ich einige, wenige Filme gesehen, die mir alle Spass bereitet haben. Darunter befinden sich Titel wie Young-Gu and Dinosaur Zu-Zu oder Tyranno's Toenail. Ungesehen liegen noch Asperman and Wooremae (Wooremae from Space 8) sowie Police Hyungrae and Bug Three Musketeers rum (und eines dieser Tapes spielt nicht gut).

Daher freute ich mich auf Spark Man. Bei Spark Man handelt es sich um einen Ende der 80er Jahre Mix aus Sci-Fi, Komödie und Superheldenfilm. Mehrheitlich orientiert sich der Film am japanischen Tokusatsu-Genre inklusive der Zeichentrickserie Transformers aus den 80ern. Desweitern gibt es zwei schöne Hommagen. Zum einen eine Kampfszene, in der im Drunken Kampfstil gekämpft wird (à la Jackie Chan in Drunken Master) und dann machen die Aliens und unser Superheld einen auf Jiangshi (= hopping Vampires). Da musste ich schmunzeln.

Ich fand den Film solide, kurzweilig und spassig. Die Effekte (Animationen, Raumschiffe, Masken, Lasterstrahlen, Anzüge) sind stark, dass muss gesagt werden. Wo man dem Film sein kleines Budget hingegen ansieht, ist in Anzahl der Action- und Kampfszenen. Zudem in der Anzahl Figuren. Da gibt es halt nur 3-4 Figuren. Dass diese dann in den ersten Kämpfen nicht besiegt werden, ist nachvollziehbar, weil sonst gar keine mehr vorhanden wären. Das macht die Fights hier und da etwas repetitiv und unspannend. Das Finale fand ich etwas lahm, aber das ist Geschmackssache.

Fazit: Für Shim Hyung-rae sowie Tokusatsu-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Seupakeumaen

Südkorea 1988

R: Kim Kyeong-Shik

D: Shim Hyung-rae, Jeong Seol Park, Lee Hyeong-bin, Jeon-ho Song, Yeong-in Kim, Jin-kyoung Kim, Dong-sam Kim

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:53 Min.

Gesehen am: 03.04.26

Fassungen: Beim Kumpel als südkoreanische VHS von Daewon Media gesehen = Uncut, O-Ton Koreanische ohne Subs, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch auf DVD. Label: New Media Park. Koreanisch, keine Untertitel. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Freitag, 20. Februar 2026

Prince of Space

 

Prince of Space

Story:

Ein Alien namens Ambassador Phantom (Joji Oka) warnt die Menschheit via Botschaft vor, dass sein Auftauchen bald bevorsteht. Ambassador Phantom will ein wichtiges Dokument in seinen Besitz bringen. Als das Raumschiff landet, hat die örtliche Polizei keine Chance. Plötzlich taucht ein unbekannter Held (Tatsuo Umemiya) auf, der den Kampf gegen das Alien aufnimmt…

Meine Meinung:

Aka Planet Prince. Erst nach der Sichtung las ich, dass es sich bei Prince of Space um den ersten von Toei produzierten Spielfilm handelt, der den gleichen Namen trägt, wie die 49 Episoden lange TV-Serie, auf der der Film basiert. Leider liegt im Set von Shout Factory (= Classic Tokusatsu Collection) nur der erste Film vor, was etwas schade ist. Die TV-Serie interessiert mich und landet auf der Wunschliste. Mal schauen ob es davon eine Komplette-LD-Box oder eine Gesamtbox auf DVD oder Blu-Ray gibt. Ich sah zumindest Bilder, die Monster beinhalten, welche so im Film nicht vorgekommen sind. Auch das Outfit der Figuren (des Helden oder des Hauptbösewichts) soll für den Film leicht verändert worden sein.

Um ehrlich zu sein habe ich von Prince of Space nicht viel erwartet, nachdem mir der letzte Film aus dem Set, den ich sah (Invasion of the Neptune Men), nicht wirklich sonderlich gut gefallen hat. Ich wurde jedoch gut und kurzweilig unterhalten. Das lag sicher auch an der kurzen Laufzeit von nur 57 Minuten. Aber ich fand, dass der Film nur wenig Längen hatte. Die Kinder kommen gar nicht so oft vor und nerven wenig. Die s/w-Bilder machten optisch einiges her und mit simplen Kameraeinstellungen wirkten die Effekte aufwändiger, als sie vielleicht waren. Auch die Tongeräusche knallen schön rein und ich hatte an den Effekten, Raumschiffen und Kämpfen zwischen dem Helden und dem Alien Freude.

Tatsuo Umemiya spielt den Helden solide. Er war in unzähligen Filmen zu sehen. Vor allem die Filme mit Kinji Fukasaku scheinen es ihm angetan zu haben. So wirkte er z.B. in Yakuza Graveyard, Cops vs. Thugs, Graveyard of Honor oder Battles Without Honor and Humanity: Proxy War mit. Joji Oka spielt den Bösewicht und auch er macht seine Sache solide. Ansonsten gibt es keine grösseren Hauptfiguren. Der Plot schreitet zielstrebig seinem zum Teil offenen Ende entgegen. Die Musik passt. Der Film wurde für ein kindliches Publikum entwickelt. Dementsprechend fällt die Musik aus und der Film ist auch harmlos. Die Effekte haben jedoch Charme.

Fazit: Fans von jap. Sci-Fi Serien und Filmen können einen Blick riskieren!  

Gefolgt von: Planet Prince - The Terrifying Spaceship

Infos:

O: Yusei oji

Japan 1959

R: Eijirō Wakabayashi

D: Tatsuo Umemiya, Ushio Skashi, Joji Oka, Hiroko Mine, Takashi Kanda

Laufzeit der US-Blu: Ca. 57 Min.

Gesehen am: 20.02.26

Fassungen: Bei der US-Blu-Ray namens Prince of Space handelt es sich lediglich um den ersten von Toei produzierten Spielfilm, der auf der gleichnamigen 49 Episoden langen TV-Serie basiert. Die Blu-Ray stammt von Shout Factory und wurde in der Classic Tokusatsu Collection veröffentlicht. Im Gegensatz zu früheren US-Releases (z.B. die Dark Sky Films Version) handelt es sich um die echte japanische Fassung = Uncut, jap. O-Ton, englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Der 2. Spielfilm scheint es ausserhalb Japans mit englischen Subs nicht zu geben. Schade. Mal schauen, in welcher Form die TV-Serie veröffentlicht wurde. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).

Samstag, 27. September 2025

The Faculty Review

The Faculty

Story:

An einer US-Schule verhalten sich die Lehrer (Jon Stewart, Famke Janssen, Piper Laurie, Robert Patrick, Daniel von Bargen, Bebe Neuwirth) merkwürdig. Einige Schüler (Elijah Wood, Josh Hartnett, Shawn Hatosy, Clea DuVall, Laura Harris, Jordana Brewster), die Zeuge ungeheuerlicher Vorkommnisse an der Schule wurden, vermuten, dass Aliens die Schule übernommen haben…

Meine Meinung:

The Faculty sah ich mir an, da ich vom Kumpel angefragt wurde, ob meine DVD noch problemlos laufen würde oder nicht. Er selbst hat beim Abspielen seiner Disc ab dem dritten Kapitel Probleme. Grund und Motivation genug, mir Robert Rodriguez (From Dusk Till Dawn) Film nach unendlich langer Zeit Mal wieder anzusehen. Und ich hatte grossen Spass mit dem 90er Jahre Film. The Faculty war in der Zeit zu der Teenie-Slasher-Welle (Düstere Legenden und Co.), durch Scream ausgelöst, mit seiner Die Körperfresser kommen Variante eine willkommene Abwechslung.

Dem Teenie-Slasher-Setting bleib der Film jedoch treu und die Sichtung war mir viel Nostalgie verbunden. Ich mag den Film. Ich empfand den Film und die Sichtung als sehr unterhaltsam und sympathisch. Der Film trieft nur so vor 90er Jahre Vibes. Der Cast ist gut gewählt, sowohl bei den Lehrern wie auch bei den Schülern. Da hätten wir Namen wie Robert Patrick (Tone-Deaf, Terminator 2: Judgment Day), Robert Rodriguez Stammschauspielerin Salma Hayek (Sausage Party) oder damalige Jung-Darsteller und/oder Mädchen-Schwärme wie Josh Hartnett (Black Hawk Down, Halloween H20 – Twenty Years Later) oder Elijah Wood (Come to Daddy, Maniac).

Für die Effekte wurde die KNB-FX-Group (Pro-Life, The Hills Have Eyes II, Wishmaster) angestellt. Diese haben für viele Filme die Effekte kreiert, egal ob handgemachte Splatter-Effekte, Make-Up-Masken oder Monster-Kreaturen und Kostüme. Doch in The Faculty wird auch auffallend viel mit CGI gearbeitet. Aber die Szenen sind nicht Mal so störend, muss ich anerkennen, auch wenn rein altmodische Effekte à la Das Ding aus einer anderen Welt (noch immer einer der Filme mit den besten Monster- und Verwandlungsszenen überhaupt) natürlich mehr meinem Geschmack entsprochen hätten.

Fazit: Wer Inhalte à la Die Körperfressen kommen mag, kann einschalten!

Infos:

O: The Faculty

USA 1998

R: Robert Rodriguez

D: Elijah Wood, Josh Hartnett, Shawn Hatosy, Clea DuVall, Laura Harris, Jon Stewart, Famke Janssen, Jordana Brewster, Piper Laurie, Robert Patrick, Daniel von Bargen, Bebe Neuwirth, Salma Hayek

Laufzeit der deutschen DVD: 100:10 Min.

Gesehen am: Juni 2007 / Neusichtung am: 01.07.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Subs (tolle deutsche Synchro), Uncut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Sonntag, 6. Juli 2025

Species II

Species II

Story:

Astronauten (Mykelti Williamson, Justin Lazard, Myriam Cyr), die auf dem Mars waren, infizieren sich mit einer ausserirdischen Lebensform. Mit tödlichen Folgen. Press Lenox (Michael Madsen) soll sich dem Alien-Problem annehmen…

Meine Meinung:

Michael Madsen, ein Liebling von Quentin Tarantino und in dessen Reservoir Dogs, Kill Bill: Vol. 1 & 2, The Hateful Eight und Once Upon a Time… in Hollywood zu sehen, verstarb überraschend und noch zu jung an einem Herzinfarkt. Für Filmsichtungen, um ihm zu Ehren, kamen diverse Filme in die Auswahl. Filme wie Species, Species II, Sin City, BloodRayne, Tooth and Nail oder Hell Ride. Da ich aufgrund von Arbeit und NIFFF kaum Zeit habe (plus andere Todesfälle), entschied ich mich für nur einen Film und zwar Species II.

Den hatte ich nämlich als gelungen und als besten Teil der Species Reihe in Erinnerung. Der ist auch am meisten mit Nostalgie verbunden. Den ersten Teil sah ich erst deutlich später und fand ich unbewusst immer überbewertet. Der könnte, wie auch die weiteren Fortsetzungen nach dem 2. Teil, nach Neusichtungen aus der Sammlung fliegen. Auch Natasha Henstridge empfinde ich als überbewertet. Weniger mein Typ Frau. Und ja, das Frauenbild in Species II ist bewusst so gewählt: sexualisiert! Der Mix aus Sex und Gewalt ist höher als im Vorgänger.

Auch heute finde ich es erstaunlich, dass der Film in Deutschland dazumal eine FSK16 Freigabe erhalten hat. Da sind doch mehrere blutige, fiese und schleimige Effekte zu sehen. Und immer eine Mischung aus Sex und Gewalt. Teilweise erinnern einige Momente gar an Tentakel-Sex-Momente aus Adult Animes (oder an The Thing). Ich mochte die Effekte auch heute noch. Die Splatter-, Verwandlungs- und Alien-Masken und Effekte-Arbeiten sind grosses Kino von Steve Johnson (The Dentist, Necronomicon: Book of Dead, Night Angel).

Der Film gefällt mir auch heute noch, auch wenn der Plot wirklich sehr doof ist, das Frauenbild schlecht dargestellt wird und einige wenige CGI-Effekte schlecht gealtert sind. Zwar wirken auch die Alien-Kämpfe im Finale etwas angestaubt, aber die haben mir aktuell besser als früher gefallen, da einfach tolle, aufwändige und sehenswerte Effekte-Kreationen. Ich mochte Michael Madsen, Mykelti Williamson (The Delta Force), Justin Lazard oder James Cromwell (spielte auch in der grandiosen Serie Six Feet Under mit) in ihren Rollen. Perfekte 90er Jahre Unterhaltung.

Fazit: Der beste Teil der Reihe!

Gefolgt von: Species III

Infos:

USA 1998

R: Peter Medak

D: Michael Madsen, Mykelti Williamson, Justin Lazard, Myriam Cyr, Marg Helgenberger, Natasha Henstridge, James Cromwell

Laufzeit der deutschen DVD: 89:13 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: 05.07.25

Fassungen: Mir lag die deutscher DVD von MGM vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs (die deutsche Synchro ist jedoch gelungen), sehr gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Donnerstag, 24. April 2025

The Black Hole

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

The Black Hole

Story:

Diverse Bewohner in Estland, die in einem Wohnblock leben, bekommen es mit Aliens, mit mysteriösen Spinnen und mit der Suche nach unerfüllten Wünschen zu tun…

Meine Meinung:

The Black Hole dürfte wohl der erste Spielfilm aus Estland sein, den ich gesehen habe. Ich wusste im Voraus nicht viel über den Inhalt. Ich wusste nur, dass es mit Bewohner aus einem Wohnblock, einem schwarzen Loch und mit Aliens zu tun hat. Ich habe mir einen wilden Genre-Mix aus Sci-Fi, Komödie und Sozialkritik versprochen und ggf. noch etwas Gore (aufgrund einiger Szenen aus dem Trailer). The Black Hole wirkt nach der Sichtung unausgeglichen.

Für meinen Geschmack hatte der Film zu wenig Aliens und zu viel Sozialkritik. Der Film läuft fast zwei Stunden, was seine Laufzeit angeht. Dabei machen die Aliens leider nur ca. 20% aus. Die Spinnen kommen sogar noch viel weniger vor. Was ich im Vorfeld auch nicht wusste ist die Tatsache, dass sich Regisseurin Moonika Siimets für ihren dritten Spielfilm (zuvor hat sie mehrere Kurzfilme realisiert) drei Kurzgeschichten angenommen hat, welche sie verfilmt und in einem Film untergebracht hat. Das dürfte auch der Grund sein, warum der Film unausgegoren wirkt und die Aliens eben nicht das Hauptthema ausmachen.

Der Film ist technisch sehr stark in Szene gesetzt. Die Sci-Fi-Effekte (Raumschiff, Lichtstrahl, die Aliens, die Reise durch de Galaxie) sind tricktechnisch fantastisch anzusehen. Da kann sich Hollywood eine Scheibe von abschneiden. Es gibt nicht einen schlechten (CGI) Effekt zu sehen. Zum Teil würde ich sogar auf handgemacht Effekte und Kostüme/Creature-Effects tippen. Auch die Spinne war, in ihrer leider viel zu kurzen Szene, toll anzusehen. Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Das Schauspiel war stark und der Humor, der öfters zum Tragen kommt, auch nicht von schlechten Eltern.

Der Plot kann zunächst Spannung generieren, da der unvorbereitete Zuschauer nicht weiss, wo die Reise hingeht. Mit der Zeit, nachdem die Aliens mehr und mehr von der Bildfläche verschwinden, wird der Plot allerdings lahm. Und es herrscht dominierende Sozialkritik. Und aussergewöhnlich auffallend ist, dass der Mann dabei schlecht wegkommt. Dies kann aus mehreren Ansichten im Film so gesehen werden (Schwul ist willkommen, noch besser sind rein lesbische Beziehungen und der letzte Ausweg ist, wenn sich Frauen an die Aliens ranmachen da es keine guten Männer mehr gibt. Der Hetero Mann ist natürlich ein Frauenschläger). Das hatte schon einen faden Nachgeschmack. Das Ende und letzte Viertel, indem dann plötzlich wieder das Alien auftaucht, gefiel mir gar nicht.

Fazit: Stark Geschmackssache. The Black Hole (ein schwarzes Loch in dem Sinne kommt im Film übrigens nicht vor) hat dabei leider weniger meinen Geschmack getroffen, trotz starken Effekten und überzeugendem Schauspiel!

Infos:

O: Must auk

Estland 2024

R: Moonika Siimets

D: Ursel Tilk, Liina Tennosaar, Rea Lest

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 115 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025

Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut, im O-Ton mit englischen Subs. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: April 2025).

Freitag, 27. September 2024

Alien: Romulus

 

Alien: Romulus

Story:

Eine Gruppe von jungen Arbeitern (Cailee Spaeny, David Jonsson, Archie Renaux, Aileen Wu, ) versuchen, aus der Kolonie zu fliehen. Auf einer verlassenen Weltraumstation suchen sie nach dem Glück ins Paradies. Doch finden sie dort nur Aliens und der Kampf auf Leben und Tod nimmt seinen Lauf…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg der Original-Alien (= Alien, Aliens, Alien 3, Alien - Die Wiedergeburt) und Predator (= Predator, Predator 2, Predators, Predator - Upgrade, Prey) Film-Reihen wurden neue Crossover- sowie Spin-offs-realisiert: zum einen Alien Vs. Predator 1 + 2 und dann noch eine neue Alien-Trilogie, die mit Prometheus begann und nun mit Alien: Romulus, dem dritten Teil und Nachfolger von Alien: Covenant, abgeschlossen wurde. Regie führte Evil Dead-Regisseur Fede Alvarez. Den 2. Teil dieser Reihe sah ich nie und was Prometheus angeht, blieb es beim Kinobesuch.

Auch bei Alien: Romulus wird es beim Kinobesuch bleiben. Ohne wirklich über den Film gelesen oder einen Trailer gesichtet zu haben (ich glaube, ich sah nur ganz am Anfang einen Teaser), ging es ins Kino. Was ich stark fand waren die Optik, Tonkulisse und die Effekte: einfach hervorragend und grandios, diese Momente in einem IMAX-Kino geniessen zu dürfen.  Da ist schlicht kein schlechtes CGI zu erkennen. Es scheint, dass einige handgemachte Effekte digital bearbeitet wurden, so dass einige wenige Alien-Momente dennoch nach CGI aussehen (wenn die Horden von Facehugger blitzschnell über den Boden krabbeln und durch die Lüfte springen), auch wenn practical effects verwendet wurden.

Inhaltlich ist der Film ein Mix aus der alten Alien-Reihe. Speziell Aliens (es geht mehr Richtung Action statt Horror) und Alien - Die Wiedergeburt (Die Missgeburt). Der Film ist mehr oder weniger unterhaltsam, aber leider weder wirklich spannend noch stimmungsvoll. Das ist schade. Die Missgeburt am Ende hat mir noch gefallen, hingegen war dessen Abgang schwach in Szene gesetzt. Schwach und leider missraten waren auch sämtliche Figuren. Das war ein Griff in die Tonne. Halt dem heutigen Zeitgeist geschuldet. Viel zu jung und divers. Cailee Spaeny, der Lead, war aber noch so ok und erträglich. Da waren einige der Co-Stars schlimmer. Ian Holm, von den Toten auferstanden, gibt auch ein Comeback. Auch diese Szenen sehen erstaunlich gut aus.

Fazit: Geschmackssache. Für eine Sichtung ok, aber nichts für meine Sammlung. Ich kann mich kaum noch an Prometheus erinnern. Ich würde aber meinen, dass mir dieser weniger gut als Alien: Romulus gefallen hat!

Infos:

O: Alien: Romulus

USA 2024

R: Fede Alvarez

D: Cailee Spaeny, David Jonsson, Archie Renaux, Isabela Merced, Spike Fearn, Aileen Wu

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 120 Min.

Gesehen am: 23.08.24

Fassungen: In Bern im IMAX-Kino gesehen = Uncut, Englisch mit deutschen und franz. Subs. Eine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Aug. 2024).

Samstag, 22. Juni 2024

Die Körperfresser kommen

Die Körperfresser kommen

Story:

Sporen aus dem Weltall sorgen auf der Erde, zuerst in San Francisco, für den Untergang der Menschheit: durch die Sporen wachsen Pflanzen. Schläft der Mensch, entsteht ein Duplikat ohne Gefühle und Emotionen. Das «Original» zerfällt, der Mensch ist tot. So übernimmt die ausserirdische Lebensform mehr und mehr die Kontrolle. Elisabeth (Brooke Adams) bemerkt zuerst, dass mit ihrem Freund Geoffrey (Art Hindle) etwas nicht stimmt. Später vertraut sie sich ihrem Kollegen Matthew (Donald Sutherland) an, der beim Gesundheitsamt arbeitet. Zusammen mit ihren Freunden (u.a. Leonard Nimoy, Jeff Goldblum und Veronica Cartwright) versuchen sie, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung:

Erstes Remake des Filmes Die Dämonischen aus dem Jahr 1956, dessen Plot aus dem Roman The Body Snatchers stammt. Ich kenne nur diese Version aus dem Jahr 1978 und das zweite Remake aus den 90ern von Abel Ferrara (Body Snatchers, 1993). Die Körperfresser kommen ist dabei die beste Fassung, auch wenn ich das Original aus dem Jahr 1956 nicht kenne. Aber an so alten Filmen habe ich selten Freude. Das war einfach nicht meine Zeit.

Die Körperfresser kommen ist für mich ein nahezu perfekter, stimmungsvoller und sehenswerter Science-Fiction-Film. Schon als ich den im Juni 2006 das erste Mal beim Kumpel sah, war ich begeistert und hin und weg. Die Wirkung hält an, auch nach wiederholtem Schauen. Zu Ehren von Donald Sutherland und dessen Tod, gab es eine Neusichtung. Von Donald Sutherland kenne ich mit Ausnahme von Die Körperfresser kommen nur drei Filme: The Setting Sun mit Yuen Biao, Citizen X und The Art of War.

Meine Wahl, ihn zu Ehren, fiel sofort auf Die Körperfresser kommen von Philip Kaufman. Mir gefiel der Drehort vor Ort d.h. das San Francisco-Setting. Ich war ja dort im Urlaub und es fiel mir sofort auf. Regisseur Philip Kaufman hat bei der Wahl der Darsteller ein gutes Händchen bewiesen: Egal ob Brooke Adams, Donald Sutherland, Leonard Nimoy (verbachte fast seine ganze Karriere im Sci-Fi Genre), Jeff Goldblum (Die Fliege) und Veronica Cartwright (Alien), alle spielen sie grandios. Tolle Akteure, glaubhaftes Schauspiel, sehr überzeugend. Denen hätte ich noch stundenlang zusehen können.

Die Story ist beklemmend, eine Spannung ist stets gegeben, der Film ist atmosphärisch und stark gespielt. Die wenigen aber starken Effekte (Duplikate, Verwandlungsszenen) und ein tolles Ende runden den Film ab. Das Ende war genau nach meinem Geschmack, wie auch die starken Spezialeffekte. Da diese so selten und erst spät zu sehen sind, wirken sie dafür umso intensiver. Und so unglaublich schön getrickst. Das wird CGI niemals so (authentisch) hinbekommen. Eine wahre Kunst.

Fazit: Spannender, absolut zu empfehlender und sehenswerter Sci-Fi-Klassiker!

Infos:

O: Invasion of the Body Snatchers

USA 1978

R: Philip Kaufman

D: Donald Sutherland, Brooke Adams, Jeff Goldblum, Veronica Cartwright, Leonard Nimoy, Art Hindle

Laufzeit der deutschen DVD: 110:34 Min.

Gesehen am: Juni 2006 / Neusichtung am: 20.06.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGM vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Untertiteln (die deutsche Synchronisation ist jedoch sehr gelungen). Die DVD ist nicht anamorph. Den Film gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray und UHD.

Donnerstag, 16. November 2023

Bullet Through Your Face

Bullet Through Your Face

Inhalt:

«No writer is more extreme, perverted, or gross than Edward Lee. His world in one of psychopathic redneck rapists, sex-addicted demons, and semen-stealing aliens. Brace yourself, the king of splatterspunk is guaranteed to shock, offend, and make you laugh until you vomit. Bullet Through Your Face collects three novellas demonstrating Lee’s mind-blasting talent.


Ever Nat

One man is forced to endure an unimaginable torment just to stay alive, one night at a time.


The Salt-Diviner

A touching story of one couple and the quadriplegic, homeless fortune teller locked in their basement.


The Refrigerator Full of Sperm

Why are all the men of Luntville falling into comas with their pants down and dicks up?


Meine Meinung:

Bullet Through Your Face war damals vor ca. zehn Jahren nach Brain Cheese Buffet mein 2. Buch von Edward Lee (Header 2), welches ich gelesen habe. Der Roman umfasst die drei Kurzgeschichten Ever Nat, The Salt-Diviner sowie The Refrigerator Full of Sperm. Ich wusste nicht mehr allzu viel vom Inhalt, so dass ich beim erneuten Lesen gut unterhalten wurde. Ich würde den Roman zusammenfassend zwar nicht zu seinen besten Werken zählen, aber unterhaltsam waren die abwechslungsreichen Geschichten allemal.

Die ersten zwei Geschichten sind dabei solide, die 3. gefiel mir hingegen klar besser und nur schon wegen dieser lohnt der Roman. Die Themen sind dabei jene, welche Edward Lee mag: Extreme Gewalt, viel Ekel, Sex und Perversionen aber auch immer viel bitterböser schwarzer Humor inklusive Redneck-Inhalten. Was die drei Kurzgeschichten allesamt innehaben, sind Slangs. Ever Nat und The Refrigerator Full of Sperm haben viel Redneck-Slang, was auf den ersten Blick nicht immer einfach zu lesen ist. Aber nach Mr. Torso (in Brain Cheese Buffet) war ich es gewohnt.

Die 1. Story ist wohl die typische Backwood-Story mit gewissen 08/15 Elementen wie ein abgelegenes Farmhaus, Rednecks und dem Klischee, das es nie gut ist, eine Anhalterin mitzunehmen. Es gibt viel Ekel in dem Buch mit diversen Ausscheidungen (Durchfälle z.B.) und viel Sex und Male to Male Rape-Kram. Die Hauptfigur hätte sich anders und besser verhalten können. Das Schicksal hätte ich z.B. nicht akzeptiert und aufgegeben, aber es passt zum Titel Ever Nat – die Pointe wird dem Zuschauer erst in den letzten Zeilen ersichtlich.

Die 2. Story bringt einen interessanten Inhalt um einen «Salt-Diviner». Es geht um Salz und einen Wahrsager. Auch hier: viel Sex, herrlich verschrobene Figuren aber die Auflösung war vorhersehbar. Die 3. Story war das amüsante, fantasievolle, auch hier und da super eklige Highlight der drei Geschichten mit dem wohl frauenfeindlichsten Cop der Welt. Füllszenen, die nichts zum Plot beitragen, bestehen aus sonderbaren Frauengeschichten, die PFC Hays zum Besten gibt. Herrlich eklig. Die Gegensätze des alten Chief Kinion, der seiner Traumfrau nachjagt, und PFC Hays, der sie alle erobert, sind einfach herrlich amüsant zum Lesen. Dazu mochte ich die Kleinstadt-Stimmung und auch den aberwitzigen, fantasievollen Plot um Sperma, Verschwörungen und Aliens. Interessanterweise sehe ich, dass Edward Lee seiner Figur PFC Hays sogar einen eigenen Roman spendiert hat. 2016 erschien Splatterspunk: The Micah Hays' Stories, wobei ich annehme, dass einige seiner Frauen-Geschichten aus Bullet Through Your Face auch dort erneut integriert wurden. Der Roman wird auf die Wunschliste gesetzt.

Fazit: Wer Edward Lees Romane mag, kommt um Bullet Through Your Face nicht herum!

Infos:

In Deutschland erschienen: Nein

Sprache: Englisch

Verlag: Deadite Press

Anzahl Seiten: 203

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Edward Lee

Erschienen: 2010

Freitag, 10. November 2023

Giger

Giger

Inhalt:

«Der Schweizer Künstler HR Giger (1940–2014) wurde vor allem durch die Gestaltung des Weltraummonsters für Ridley Scotts Scifi-Horrorfilm Alien (1979) berühmt, für das er mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Das Alien ist zweifellos der Star aus Gigers umfangreichem Arsenal biomechanischer Geschöpfe, doch nur eines von vielen Zwitterwesen aus Mensch und Maschine, mit denen Giger unsere Albträume bevölkerte, Kreaturen von eindringlicher Kraft, schrecklicher Schönheit, morbid-erotischer Drastik und surrealer Fantastik. Giger schuf eine völlig eigenständige Bildwelt und verlieh den kollektiven Ängsten seiner Epoche Ausdruck: Angst vor dem Atomkrieg, vor Überbevölkerung und knappen Rohstoffen und einer Zukunft, in der das Überleben unserer Körper von Maschinen abhängen wird.

Dieser Band erzählt anhand autobiografischer Texte und einer Fülle exzellent-schauriger Abbildungen Gigers Lebensgeschichte und gibt Einblick in ein überaus facettenreiches Werk. Er zeigt Gigers Skulpturen, Interieurs, Zeichnungen, Gemälde und Plattencover, seine ausgefeilten Setdesigns für Filme wie Species, Alien oder Dune, das einzigartige Giger-Museum und die fantastische, ganz von Giger designte Bar in der Kleinstadt Gruyères in der französischen Schweiz. Das Vorwort schrieb Gigers Freund Timothy Leary.»

Quelle: 

https://www.amazon.de/Giger-HR/dp/3836533170/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=giger&s=books&sr=1-2

Meine Meinung:

Ich besuchte Mitte Oktober dieses Jahres in Gruyères, einer Ortschaft im französischen Teil der Schweiz, das H.R. Giger Museum. Auf den Schweizer Künstler H.R. Giger wurde ich früher durch Alien aufmerksam – für die tollen Effekte gewannen er und sein Team (u.a. Carlo Rambaldi) den Oscar. Dazu noch Species und Alien 3. Dass er noch in weiteren Filmprojekten involviert war, wusste ich nicht (u.a. Poltergeist II: The Other Side, den japanischen Film Tokyo: The Last War und in weiteren Teilen der Alien Fortsetzungen).

Es war mein 2. Besuch in Gruyères. Ich habe meinen Vater und meine Stiefmutter ins Museum eingeladen. Zuvor gingen wir in Gruyères Mittagessen – auch dies war Teil des (Geburi)Geschenk an meinen Vater und meine Stiefmutter. Das Essen war gut und es gab auch Wild – eines von vielen Wild-Restaurant-Besuchen (16 Besuche sind bisher geplant). Nach dem Museum besuchten wir noch die Bar HR Giger, welche im Alien-Look eingerichtet ist. Auch dazu wurden beide eingeladen. Danach gab es, zumindest für mich, noch Meringue zu essen, erneut in einem der Restaurants. Es war ein schöner Tag: super Wetter, wenig Leute (halt durch die Woche), von mir aus mit dem ÖV schnell zu erreichen und nicht wahnsinnig teuer.

Obwohl ich das Museum vor vielen Jahren schon Mal besuchte, war ich erstaunt, wie gross das Museum war und wie viel es bot. Ich hatte das Museum gar nicht als so gross in Erinnerung. Auffallend bei seiner Kunst waren u.a. der Einbezug von Waffen, Baby-Köpfe und Verschmelzungen von Körper und futuristischen Einheiten. Wir trafen im Museum zufällig H.R. Gigers Frau: Carmen Maria Scheifele Giger. Sie suchte, und das ist kein Witz, eine verirrte Fledermaus, welche im Museum gesehen worden ist.

Sie hat uns viel über Giger erzählt. Unter anderem, dass das Museum nicht subventioniert wird und Geld immer ein Problem ist, dass versucht wurde, das Grab von Giger zu öffnen (kamen fast Charlie Chaplin Vibes auf, dessen Leichnam ausgegraben und gestohlen wurde, als Erpressungsmittel), dass der blasphemische Christ Table von Giger von einem Priester kritisiert wurde, der inzwischen als pädophil gilt und Giger diesen sogar in ein Kunstwerke hat einfliessen lassen, dass Giger schüchtern und ein Waffenliebhaber war und dass Giger sie im Bett als «Beretta» bezeichnet hat.

Ich wollte mehr über Giger, über den ich eigentlich kaum etwas wusste, wissen und kaufte mir im Museum das Buch Giger von HR Giger. Mit anderen Worten: das Buch, eine Art Biographie, hat Giger selbst geschrieben und an einer Biographie war ich interessiert. Das Buch bietet viele tolle Bilder und Illustrationen zu seiner Kunst. Es gibt ein Vorwort von Timothy Leary. Danach folgen chronologisch Erzählungen zu seinem Leben. «Churer Jugenderinnerungen», «Mein Vater», «Geisterbahn II», «Meine ersten Publikationen» oder «Die chinesische Folter».

Die Infos sind interessant und vermitteln, durch welchen Menschen oder Situationen, sich Giger beeinflussen und inspirieren liess. Teilweise sind die Texte schwarzhumorig, makaber, kontrovers geschrieben («Leider galt es als unfein, Mädchen zu hauen»). Sicherlich bewusst. Und auf einiges wird nicht weiter eingegangen (z.B., wer war die «Fremdperson», die ihn «beinahe in seinem Schlafzimmer erschossen» hat?). Besonders cool, informativ und zusammenfassend war am Ende der Teil «HR Giger 1940-2014 Leben und Werk". Da ist zeitlich und chronologisch alles aufgegliedert und es werden noch mehr Infos und Details zu Giger präsentiert. Spannend!

Fazit: Wer mehr über Giger erfahren möchte, kann sich bedenkenlos an das Buch wagen! Informativ, schnell gelesen und auch für das Auge bietet es viel!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Taschen

Anzahl Seiten: 95

Roman/Sachbuch: Biographie, Sachbuch

Art: Gebunden

Autor: H.R. Giger

Erschienen: 2021

Sonntag, 11. Juni 2023

Kids vs. Alien

Kids vs. Alien

Story:


Gary (Dominic Mariche) sieht seine Chance gekommen, als seine Eltern (u.a. Jessica Marie Brown) am Halloween-Wochenende wegfahren, zu Hause an seinem Amateur-Film zu drehen. Garys ältere Schwester Samantha (Phoebe Rex) hingegen lädt zu sich nach Hause ein – Party ist angesagt! Dumm nur, dass die Party dann von Aliens (u.a. Caleb Allred, Ben DeViller) gesprengt wird. Der Kampf ums Überleben beginnt…

 

Meine Meinung:

 

Den Trailer zu Kids vs. Aliens gefiel mir. Sah herrlich verrückt aus: Gore, Schleim, handgemachte Effekte, Aliens, Retro-Feeling. Und dann noch von Jason Eisener, dem Regisseur von Hobo with a Shotgun. Kids vs. Aliens basiert auf Eiseners 2013er Kurzfilm Slumber Party Alien Abduction. Dieser ist Teil des Filmes V/H/S 2. Ob das Thema reicht, um auf Spielfilmlänge zu überzeugen?

 

Leider nur bedingt und nicht wirklich. Kids vs. Aliens ist schaubar, ja. Aber definitiv auch eine grosse Verschwendung von Potenzial, definitiv kein Hobo with a Shotgun und leider auch kein Film für die Sammlung. Die Blu-Ray wurde bereits nach Deutschland verkauft. Technisch ist der Film gut gemacht. Die Retro-Stimmung ist gut gewählt, auch wenn klar zu übertrieben (Garys Film, auch wenn Dinos cool sind). Der Film erinnert da von den Masken/Effekten an Italo-Endzeitfilme, Turbo Kid, Stranger Things und Co.

 

Das Overacting war eines der Dinge, welches sehr nervte. Alles ist total übertrieben. Es gibt viele Szenen zum Fremdschämen. Dazu gehören vor allem die extreme Naivität von Samantha und der Oberarschloch-Charakter Billy. Selten eine so nervende und hassenswerte Figur gesehen. Viel zu übertrieben und unrealistisch "böse" dargestellt, zumal er nicht Mal als erstes stirbt und dann in meinen Augen später auch viel zu "harmlos" (stirbt). Zudem sieht er aus wie Manchester City Spieler Kevin De Bruyne. Das hat mich, vor allem als Manchester United Fan, in jeder Szene sehr irritiert.

 

Weiter ist der Film, trotz der kurzen Laufzeit von nur 75 Minuten, langweilig. In den ersten 40-45 Minuten passiert kaum etwas Aufregendes. Man merkt, dass hier ein Kurzfilm auf Spielfilmlänge aufgebläht wurde, ohne grosse Akzente und Neuerungen zu setzen. Was cool war, waren die Alien-Masken, der Gore und die handgemachten Effekte. Aber leider gibt es davon auch viel zu wenig zu sehen. Die sehenswerten Momente kann man an einer Hand abzählen. Schade! Da merkt man, dass scheinbar doch nur wenig Budget vorhanden war. Cool war die Bad Taste Hommage und amüsant war die Szene mitten im Abspann. Also nach dem Ende sitzen bleiben…

 

Fazit: Natürlich Geschmackssacke. Für mich gab es zu viele Längen, zu wenig Effekte/Gore und zu viele naive/nervende Figuren und zu viel Overacting = kein Film für die Sammlung!

 

Infos:

 

O: Kids vs. Aliens

 

USA 2022

 

R: Jason Eisener

 

D: Dominic Mariche, Phoebe Rex, Calem MacDonald, Asher Grayson, Emma Vickers, Caleb Allred, Ben DeViller, Jessica Marie Brown

 

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 75 Min.

 

Gesehen am: 26.04.23

 

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von RLJE Films vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt (noch) keine deutsche Fassung (Stand: April 2023).

Freitag, 7. April 2023

The Tommyknockers

The Tommyknockers 

Story:

 

Ein grünleuchtendes, steinähnliches Gebilde wird in einer US-Kleinstadt in einem Wald entdeckt. Das magische Wirken der Entdeckung lässt die Bewohner verrückt werden. Nur Jim (Jimmy Smits) scheint dagegen immun und kämpft gegen das Böse an…

 

Meine Meinung:

 

The Tommyknockers ist eine Verfilmung einer typischen Stephen King Geschichte, die, mit Ausnahme des Endes, all die Klischees auffährt, die man, wenn man viele King Bücher gelesen hat, kennt. Kinder (Später), Kleinstadt (Stephen Kings Es), Alkoholiker (Doctor Sleep). Besonders letzteres ging mir auf den Sack, da einfach immer wieder gern gesehen bei Stephen King. Mag das und das damit verbundene Selbstmitleid der Figuren nicht. Zumal die Leistungen der Darsteller in The Tommyknockers zuweilen sehr dürftig ausfallen.

 

Der Film soll von den gleichen Machern sein wie die 1990er TV-Fassung von It. It ist für mich jedoch der klar bessere Film: spannender, unheimlicher, viel besser gespielt und viel Nostalgie spielen auch eine grosse Rolle. Ich halte Tommy Lee Wallace (Halloween III: Season of the Witch) auch für deutlich fähiger auf dem Regiestuhl als den mir unbekannte John Power. Tommy Lee Wallace hat mehrfach Erfahrungen im Horrorfilm, John Power gar nicht. The Tommyknockers ist ebenfalls eine TV-Produktion. Wurde im TV quasi als Art Mini-Serie ausgestrahlt (da fast dreistündige Laufzeit).

 

Das Cover-Artwork von The Tommyknockers war mir schon länger bekannt. Und sah vielversprechend aus: Ein Monster? Oder doch ein Alien? Immerhin cooles Kostüm/Effekt-Kreationen. Damit muss der Fan aber bis zu den letzten 15 Minuten zu warten. Davor gibt es eigentlich nichts zu sehen ausser drittklassigen Schauspielern, überzeichneten, peinlichen und kaum sympathischen Figuren, vielen Längen und billigen CGI-Effekten (Lichtstrahlen und so). Die kurzen Clowns/Puppen-Szenen waren nett, aber bedeutungslos. Von den Figuren haben 90% nicht überzeugt. Leider auch Lead Jimmy Smits. Traci Lords bot immerhin etwas fürs Auge.

 

Fazit: Im Gegensatz zur TV-Version von It lohnt diese lahme Mystery-Sci-Fi Geschichte von Stephen King nicht und motiviert auch nicht, sich mit dem Roman zu befassen. Schade!

 

Infos:

 

O: The Tommyknockers

 

USA 1993

 

R: John Power

 

D: Jimmy Smits, Marg Helgenberger, John Ashton, Allyce Beasley, Robert Carradine, Joanna Cassidy, Annie Corley, Cliff De Young, Traci Lords

 

Laiufzeit der deutschen DVD: 169:32 Min.

 

Gesehen am: 24.03.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Nur Deutscher Ton (gute Synchro), gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Eine Blu-Ray scheint es noch nicht zu geben (Stand: März 2023).

Mittwoch, 8. Februar 2023

Alien - Die Wiedergeburt Review

Alien - Die Wiedergeburt

 

Story:

 

200 Jahre nach Alien 3:

 

Ripley (Sigourney Weaver) wird geklont, damit die Wissenschaftler so an das ungeborene Alien kommen, welches sie dazumal als Wirt auserwählt hat. Mission geglückt: mit den Aliens wird experimentiert und Ripley ist Wohlauf. Da brechen die Aliens aus. Ripley tut sich mit einer Gruppe Überlebender (Winona Ryder, Dominique Pinon, Ron Perlman, Gary Dourdan, Raymond Cruz) zusammen, um die Raumstation zu verlassen und die Aliens zu vernichten…

 

Meine Meinung (Kinoversion):

 

Ganz früher, so zu Jugendzeiten, war dies mein Lieblingsteil der Reihe. Mit Reihe meine ich natürlich "nur" Alien 1-4 d.h. ohne Alien Vs. Predator (und Fortsetzung) oder die neuen Alien-Filme von Ridley Scott (den mässigen Prometheus und den bis heute nicht gesehenen Alien: Covenant). Es soll ja und auch eine TV-Serie (Stream?) in der Mache sein…

 

Inzwischen hat sich das geändert. Ich wurde älter, meine Gewohnheiten, auch zum Thema Film, haben sich leicht geändert und bei einigen Filmen bin ich auch strenger geworden, so dass zuletzt im Horroktober und auch Japanuary doch so einiges aus der Sammlung flog nach Neusichtungen. Die vier Alien-Filme zählen jedoch nicht dazu. Meine Reihenfolge sieht aber nun aus wie folgt: Alien, Aliens - Die Rückkehr, Alien - Die Wiedergeburt und das Schlusslicht stellt Alien 3 dar.

 

Nach Teil 3, also für mich schlechtesten Teil der Reihe, ging es nun mit "Die Wiedergeburt" wieder bergauf. Als Regisseur fungiert der Franzose Jean-Pierre Jeunet, von welchem der grossartige Delicatessen stammt. Ich bin der Meinung, dass dieser dem Film auch seinen Stempel aufdrückt und dem Film, zumindest in der Kinofassung (jene ist von Jean-Pierre Jeunet favorisiert), auch zu einer speziellen Stimmung verhilft.

 

Der Plot wird folgerichtig erweitert und Längen gibt es keine. Es gibt praktisch Non-Stop-Action und der Cast ist dabei cool. Da sind Namen dabei wie Sigourney Weaver, Ron Perlman (Schlafwandler), Winona Ryder, Raymond Cruz (Alarmstufe: Rot, From Dusk Till Dawn 2, Deadly Revenge – Das Brooklyn Massaker), Michael Wincott (Nope, The Crow) oder Horror-Star Brad Dourif (Düstere Legenden, Critters 4, Body Parts). 

 

Coolness, Action und Horror stehen im Vordergrund, weniger Spannung und Stimmung. Die Effekte sind ein Mix aus gut/solide (Aliens), bis zu unschön (schwimmende Aliens) bis zu absolut grossartig = die Ripley Missgeburten oder der Alien-Mensch Hybrid im Finale inklusive der Alien Königin = Effekte auf allerhöchstem Niveau! Jason X hat sich, was Jasons Tod angeht, an diesem Film versucht (leider weitaus harmloser und weniger graphisch).

 

Fazit: Wie die ersten drei Teile der Reihe sehenswert! 

 


Infos:

O: Alien: Resurrection

 

USA 1997

 

R: Jean-Pierre Jeunet

 

D: Sigourney Weaver, Winona Ryder, Dominique Pinon, Ron Perlman, Gary Dourdan, Raymond Cruz, Brad Dourif, Dan Hedaya, Michael Wincott

 

Laufzeit der deutschen DVD (Kinoversion): 104:22 Min.

 

Neusichtung am: 10.01.23

 

Fassungen: Siehe Alien! Der Film liegt in der Kinoversion und in einer Extended Version vor. Die vom Regisseur gewollte und favorisierte Fassung ist die Kinoversion. Die Extended Fassung hat "nur" mehr Hintergrundinfos zu den Figuren = wenig interessant. Der Film ist Uncut, liegt vor in Deutsch/Englisch mit diversen Subs und die Bild- und Tonqualität sind gut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.