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Sonntag, 26. Juli 2026

Butcher Wing

Butcher Wing

Story:

Ah Tang (Hon Kwok-Choi) und Lam Sai-Wing (Ng Ming-Choi) haben Stress mit örtlichen Gangstern (Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi). Wong Fei Hung (Jason Pai Piao) nimmt die Beiden daraufhin als Schüler bei sich auf und unterrichtet sie in Kung Fu…

Meine Meinung:

Butcher Wing ist ein Drunken Master und Die Schlange im Schatten des Adlers Nachzügler. In der First Film Produktion von Gam Ming und Luk Pak-Sang gibt es nichts Neues oder Originelles zu sehen (cool war aber die Musik aus Suspiria, die dreimal vorkommt). Der Film ist kein Kracher, aber auch kein schlechter Film. Butcher Wing ist ein solide Kung Fu Komödie. Der Plot ist simpel und wie schon in Drunken Master und Co. wird hier eine Wong Fei Hung-Geschichte erzählt. Diesmal schlüpft Shaw Brothers Star Jason Pai Piao (Portrait in Crystal, Bolo, Men from the Gutter) in die Rolle des chinesischen Volkshelden.

Er ist ein Plus des Filmes, gerät aber hier und da in den Hintergrund. Sein Kampf im Finale ist eine der besten Szenen des Filmes. Der Finalgegner wird von Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, Shaolin Prince) verkörpert. Auch er macht seine Sache mehr als ordentlich. Schade, dass er im Film nicht mehr Kampfszenen bekommen hat. Jason Pai Piao beisst sich an ihm die Zähne aus. Dass der Held nicht einfach gewinnt, das schätze ich im Kung-Fu-Genre. Die rechte Hand von Lee Hoi-Sang wird von Addy Sung Gam-Loi (The Treacherous Breed, Kung Fu from Beyond the Grave, Fury of a Virgin) gespielt, der immer wieder Kampfszenen zum Besten geben darf.

Die Kampf- und Trainingsszenen sind solide. Gegen Ende werden sie besser und alle Kampfszenen, an denen Jason Pai Piao und Lee Hoi-Sang beteiligt sind, sind sogar sehenswert. Leider nervt der Humor und der englische Dub ist sehr schlecht. Und noch schlimmer ist die Wahl der beiden Helden, die zu den Schülern von Jason Pai Piao werden: es handelt sich um Hon Kwok-Choi (Call Me Dragon) und Ng Ming-Choi (Little Super Man). Beides meiner Meinung nach Schauspieler der C-Riege und wenig sympathisch und nervend. Die Nebenrolle von Cheng Fu-Hung (The Brave Lion) passt hervorragend dazu. Da wäre ein anderer Cast deutlich aufwertender gewesen.

Fazit: Fans von Jason Pai Piao können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Zhu Rou Rong

HK 1979

R: Chin Ming, Luk Pak-Sang

D: Ng Ming-Choi, Hon Kwok-Choi, Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi, Jason Pai Piao

Laufzeit der US-DVD: 89:21 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Videoasia vor = Englischer Dub (übel schlecht), Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, Ocean Shores Kopie, Uncut-Status unbekannt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

Mittwoch, 6. Mai 2026

Kung Fu Stars

Kung Fu Stars

Story:

Die ehemalige Schönheitskönigin He Aiqiu (Betty Ting Pei) und zwei weitere Frauen werden bei einem falschen Schönheitswettbewerb als Prostituierte an einen reichen Geschäftsmann verkauft. Fluchtversuche schlagen fehl, bis sich die rechte Hand des Geschäftsmannes (Wilson Tong) in He Aiqiu verliebt und er ihr helfen möchte. Doch das bezahlt er mit dem Leben, ehe sich weitere Zuhälter (u.a. Jason Pai Piao, Hon Kwok-Choi) gegen den Mörder (Fung Hak-On) auflehnen…

Meine Meinung:

Aka My Darling Gals. Kung Fu Stars lag seit 2018 ungesehen in meiner Sammlung. Die US-DVD spricht dabei von Filmen von Yuen Woo-Ping (Action Regie). Allerdings trifft das auf Kung Fu Stars nicht zu. In diesem ist Yuen Woo-Ping (Wing Chun, Magnificent Butcher, The Buddhist Fist) nur in einem Miniauftritt nebst Namen wie Lam Ching-Ying (Encounters of the Spooky Kind 2, Mr. Vampire III, Pom Pom & Hot Hot), Yuen Biao (A Kid from Tibet, The Champions, Above the Law) oder Eric Tsang (The Last Blood, Hitman, Scared Stiff) zu sehen.

Der Film von Law Kei (Green Killer, Ghost Festival, Bruce Lee the Invincible) ist ein Mix aus Drama, Menschenhandel, Erotik, Gangster- und Kung-Fu Film inklusive asiatischem Klamauk und Humor. Die Hauptfigur ist (die meiner Meinung nach überbewertete) Betty Ting Pei (My Name Ain't Suzie, Mahjong Heroes) sowie Wilson Tong (Kung Fu Genius, Mission to Kill, My Young Auntie). In kleineren Nebenrollen sind noch Jason Pai Piao (Men from the Gutter, Blind Boxer, Twins of Kung Fu) sowie Hon Kwok-Choi (Killer in the Dark) zu sehen. Fung Hak-On (Dirty Kung Fu, Last Hurrah for Chivalry, Dreadnaught) spielt quasi eine Art Hauptbösewicht. Mit Schnauz!

Da ich vor der Sichtung keine Inhaltsangabe fand, war der Inhalt etwas wirr und sprunghaft. Das aufgrund der Tatsache, dass die weissen englischen Untertitel oft nicht lesbar waren. Und nicht erkennbar. Warum? Es gab doch viele helle und weisse Hintergründe und somit sah man die englischen Untertitel nicht. Dazu gibt es Kürzungen (mehr dazu unter Fassungen). Ich wusste, dass der Film im Prostitutions-Setting spielt. Einzelne Momente tragen aber gar nichts zum Film bei (z.B. die Film-in-Film Szenen). Die erste Hälfte empfand ich, auch wenn der Film nur 73 Minuten lief, als lahm. Und relativ uninteressant. Doch es tat gut, dran zu bleiben.

Die besten Momente hat der Film dann in seiner zweiten Filmhälfte. Die Actionszenen kommen nun vermehrt zum Einsatz. Die Kampfszenen sind bodenständiger als in klassischen Martial Arts Filmen. Für die Choreographie waren Sammo Hung (Point of No Return, Don't Give a Damn, The Odd Couple), der im Film auch einen kleinen Gastauftrott mit Kampfszene hinlegt, und Fung Hak-On zuständig. Die haben ihre Sache ordentlich gemacht. Wilson Tong bekommt am meisten Kampfszenen spendiert. Danach Fung Hak-On. Im Finale dürfen dann auch Jason Pai Piao und Co. kurz kämpfen. Das war cool. Die Kampfszenen in der zweiten Hälfte waren sehenswert. Diese und auch Wilson Tongs Darbietung haben mich an die 70er Jahre Gangster-Rollen von Michael Chan Wai-Man erinnert = Das wertet den Film auf und dank den Kampfszenen und der starken zweiten Hälfte des Filmes landet der Film auch (knapp) in der Filmsammlung!

Infos:

O: Zi Fan Daai Saat Seng

HK 1978

R: Lo Kei

D: Betty Ting Pei, Wilson Tong, Fung Hak-On, Jason Pai Piao, Hon Kwok-Choi, Luk Chu-Sek, Kao Chiang, Lee Ka-Ting, Tang Ti, Eric Tsang, Yuen Biao, Lam Ching-Ying, Sammo Hung, Yuen Woo-Ping, Kitty Meng Chui, Lam Yeung-Yeung, Angel Chan Wai-Ying

Laufzeit der US-DVD: Ca. 73 Min.

Gesehen am: 06.05.26

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Ground Zero («Black Belt Theatre»). Zusammen mit Fist of the Double K auf einer Disc. Zu Kung Fu Stars: 73 Minuten Laufzeit, statt O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs. Diese sind oft nicht lesbar, da weisse Farbe und gleichzeitig heller Hintergrund. Die Bildqualität ist durchschnittlich. Auf YouTube ist der Film ebenfalls zu finden, hingegen in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs und einem anderen Vorspann. Die US-DVD ist gegenüber der YouTube Fassung zensiert. Die Musik scheint teilweise im Kantonesischen und Mandarin Dub unterschiedlich zu sein. Dann finde ich auf YouTube noch weitere Szenen, die in beiden Fassungen fehlen. Bei der US-DVD fehlt:

- Der Vorspann ist alternativ

- Schönheitswettbewerb am Anfang fehlt (ca. fünf Minuten)

- Black-Face Girl zieht sich (im off screen) aus und wirft die Kleider auf den Boden. Umschnitt und sie ist oben durch nackt und sitzend zu sehen (Brüste). Der Mann, der sie dann "Chocolate" nennt, drückt sie mit dem Oberkörper in eine liegende Position aufs Bett. Danach fehlt ein Dialog des Mannes und danach sieht man "Chocolate" nochmal nackt da liegen. Das fehlt auch im YouTube Print.

- Es fehlt eine weitere Nacktszene zwischen einer Frau und einem Mann (auch ihr sind mehrfach Brüste zu sehen). Er gibt ihr Geld und sie fangen zu knutschen an. Fehlt auch im YouTube Print.

- Die Film-im-Film Drehszene (Lesben im Bikini) wurde stark verkürzt. In einem YouTube Clip küssen sie sich mehr, liegen auch aufeinander und stöhnen.

Auf YouTube habe ich in den Kommentaren gelesen (Chinesisch d.h. eine deren englischen Übersetzung), dass es nach Beendigung des Filmes Nachdrehs gegeben hat. Das würde die unterschiedlichen und chaotischen Bedingungen erklären. Ob es eine Komplettfassung (mit Nacktszenen etc.) gibt, weiss ich nicht.  Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2026).

Montag, 2. März 2026

Angel Terminators 2

Angel Terminators 2

Story:

Moon (Moon Lee) und Yukari (Yukari Oshima) sind Freundinnen. Als eine Freundin von ihnen durch Gangster zur Prostitution gezwungen wird, geraten sie, als sie Schmuck der Gangster stehlen, zwischen die Fronten von Triaden-Boss Mad (Karel Wong Chi-Yeung). Derweil versucht Yukaris Vater (Jason Pai Piao) die Beziehung zu seiner Tochter zu glätten und die Polizei (Sibelle Hu) ist ebenfalls hinter Mad her…

Meine Meinung (Hongkong-Fassung):

Angel Terminators 2 hat nichts mit dem Vorgänger zu tun, ausser dem modernem Action-Setting, den kämpfenden Frauen und dem Herstellungsland. Es wird eine eigene Geschichte mit anderem Cast und neuen Figuren erzählt. Angel Terminators 2 gefiel mir weniger gut als bei meiner Erstsichtung und im Vergleich zu Angel Terminators auch weniger gut. Kracher-Status erlangt Angel Terminators 2 definitiv nicht, auch wenn es noch immer ein fetziger Actionfilm ist.

Es gibt mehrere Punkte, die mir bei der aktuellen Sichtung missfallen haben. Zuerst einmal ist die Geschichte unausgegoren. Es gibt drei Sub-Plots und die eigentliche Hauptgeschichte kommt erst nach ca. 60 Minuten zum Tragen. Da hätte ich den ein oder anderen Sub-Plot, den ich ausbremsend, leicht nervend und nicht glaubhaft fand, aus Straffungsgründen entfernt. Das waren vor allem die Szenen, die Vater Jason Pai Piao zeigen, der mit seiner Tochter, gespielt von Yukari Oshima, die oft «Slut» Leggings trägt, Familienprobleme hat. Diese Szenen waren schlecht gespielt.

Daneben fand ich die Clique, in der Moon Lee (Blood Sister, Iron Angels III, Mr. Vampire II) und Yukari Oshima (Drugs Fighters, Iron Angels, Kung Fu Wonder Child) angehören, auch leicht nervend. Ziemliches Overacting. Die Figuren waren weniger mein Fall. Zudem empfand ich die Musik als billig. Schade war auch, dass Moon Lee und Yukari Oshima praktisch durch den ganzen Film nie einem ebenbürtigen Gegner, was Martial Arts Kämpfe und Duell angehen, gegenüberstehen. Das war schade und wird erst im Finale korrigiert, wenn Moon Lee gegen Sophia Crawford (The Big Deal) kämpfen darf.

Nebst Jason Pai Piao (Portrait in Crystal) sehen wir noch Shaw Brothers Legende Lo Lieh (Gold Constables) in einer Nebenrolle. Als Polizisten und Partnerin von Jason Piao Piao darf Sibelle Hu (Crystal Hunt) für Rache und Gerechtigkeit sorgen. Auch sie spielt teilweise drüber. So auch Karel Wong Chi-Yeung als fieser Triaden-Boss Mad. Er hat schon immer gerne Bösewichte gespielt (z.B. in The Last Duel). Wo der Film ansonsten punktet, ist seine grosse Anzahl an Actionszenen. Es gibt hier und da blutige Shoot-Outs, Explosionen und Kampfszenen. Immer wieder. Das Finale ist sicherlich das Highlight des Filmes, was Actionszenen betreffen. Sieht der Zuschauer von den diversen Mängeln der Produktion ab, die auch stark Geschmackssache sind, so bleibt noch immer ein guter und solider Actionfilm.

Infos:

O: Fo Zung

HK 1993

R: Chan Lau, Lu Chin-Ku

D: Moon Lee, Yukari Oshima, Jason Pai Piao, Lo Lieh, Sibelle Hu, Sophia Crawford, Karel Wong Chi-Yeung

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 93:28 Min.

Gesehen am: Aug. 2014 / 2. Sichtung: 02.03.26

Fassungen: Die HK-VCD habe ich, wenn ich nicht irre, in die USA verkauft, als vor einigen Jahren die deutsche Blu-Ray angekündigt wurde. Diese lag mir nun auch für eine 2. Sichtung vor. Das Mediabook von Shamrock Media bietet den Film in zwei Fassungen auf DVD, Blu-Ray und mit Booklet. Uncut, im O-Ton mit deutschen Subs und in einer erstklassigen Bild- und Tonqualität.

Samstag, 21. Februar 2026

The Legend of All Men Are Brothers


The Legend of All Men Are Brothers

Story:

Ru Zi-Sun (Lin Hsieh-Wen) wird von Offizieren verhaftet. Tattooed Dragon (Leung Kar-Yan) befreit ihn. Ru Zi-Sun trifft auf seinem Weg auf Lin Chong (Tien Peng). Dieser wird zu Unrecht eines Verbrechens beschuldigt und verhaftet. Als sich daraufhin seine Frau suizidiert, planen Ru Zi-Sun und Lin Chong Rache an den Hintermännern. Doch bevor sie an diese kommen, gilt es, eine ganze Gruppe von aussergewöhnlichen Kämpfern auszuschalten…

Meine Meinung:

The Legend of All Men Are Brothers war ein Blindkauf während meinem Urlaub in Südkorea (2019). Ich wusste nichts über den Film. Als ich den Film vor paar Jahren digitalisiert habe, staunte ich nicht schlecht, als im Finale sogar ein Monster-Baby auftauchte! Ich wurde neugierig. Leider hat die Videokassette Bildstörungen und das ausgerechnet im Finale, wo der Film seine besten Szenen beinhaltet. Nun sah ich mir den Film an und wurde vor allem dank dem Finale belohnt. Muss man gesehen haben um es zu glauben.

Bei The Legend of All Men Are Brothers handelt es sich um einen Mitte der 80er Jahre Film aus Taiwan von und mit Tien Peng (The Swordsman of All Swordsmen, The Shaolin Kids, Love and Sword). Dieser kommt im Film jedoch erst nach ca. 43 Minuten vor. Zuvor geht es um den Mönch, gespielt von Lin Hsieh-Wen (Lucky Seven 2, Wandering Swordsman, A Heroic Fight). Dieser spielt auch die Hauptrolle. Andere Namen wie Leung Kar-Yan (Profile in Anger) oder Shaw Brothers Star Jason Pai Piao (Twins of Kung Fu) haben nur kurze Gastauftritte.

Der Hauptplot kommt daher spät zum Tragen. Zuvor sind es mehr in sich abschliessende «Episoden», die den Film ausmachen. Die Hauptpersonen sind Tien Peng und Lin Hsieh-Wen. Die tun sich zusammen, trennen sich aber immer wieder, um später wieder zusammen zu finden und sich gegenseitig zu retten. Der Film soll angeblich auf dem Water Margin/All Men Are Brothers Geschichte basieren. Keine Ahnung, ob das stimmt. Auf jeden Fall handelt es sich um einen schrägen Film.

Der Film weiss durch einen überraschend überdurchschnittlich hohen Ekel-Faktor (bzw. Humor) zu gefallen (Sputum, stinkende, schmutzige Füsse, Exkremente, Schweine-Kopf, lebende Maden werden in Gesichter und Münder des Gegners befördert etc.). Der Film dreht im Finale auf, wenn unser Helden-Gespann gegen diverse innovative Bösewichte wie einen Krüppel, einen Schwulen, eine Leiche und dessen Monster-Baby und gegen einen «Drunken Master» kämpfen müssen (der Schwule wird dabei politisch unkorrekt getötet). 

Die Make-Up Effekte der kämpfenden Leiche (Fratze mit lebenden Maden darauf) und dem Monster-Baby sind genau nach meinem Geschmack. Das Monster-Baby wird in gewissen Kommentaren sogar als Alien tituliert. Es kann auch sprechen. Da fühlte ich mich an Critters und Gremlins erinnert. Die Kampf-Qualität, Kampf-Choreographie, der Einsatz von unterschiedlichen Waffen und Gimmicks sticht in den Kampfszenen im Finale positiv hervor. Ein Finale, welches einen Film positiv aufwertet!

Fazit: Allein aufgrund des Finales sehenswert!

Infos:

O: Shui Xu Wai Zhuan

Taiwan 1984

R: Tien Peng

D: Tien Peng, Lin Hsieh-Wen, Leung Kar-Yan, Jason Pai Piao

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:18 Min.

Gesehen am: 21.02.26 / 2. Sichtung (US-DVD): 02.06.26

Fassungen: Mir lag das VHS von Seo Jin Trading Co., Ltd. aus Südkorea vor = Vollbild und ggf. noch gezoomt, um eventuelle englische und chinesische Untertitel aus dem Bild zu stossen, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, sehr gute Bildqualität. Leider in den letzten zehn Minuten (ausgerechnet beim Kampf mit dem Monster-Baby) mit Bildstörungen. Die US-Fassungen (DVD, VHS) unter dem Titel Secret of the Water Technique sollen in Mandarin mit schlecht lesbaren englischen Subs sein. Die Bildqualität soll gemäss LB-Kommentaren nicht sonderlich toll sein. Das VHS aus Taiwan ist in Mandarin mit englischen Subs (auch Vollbild) und soll eine gute Bildqualität haben. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026). Nachtrag Juni 2026: Inzwischen habe ich mir die US-DVD von Ground-Zero Entertainment/Wu-Tang Clan gekauft. Der Film scheint Uncut und liegt, wie es das Cover-Artwork verspricht, in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs vor. Der Titel des Filmes heisst hier Secret of the Water Technique. Die Bildqualität ist leider wirklich relativ bescheiden. Da war die Bildqualität der südkoreanischen VHS besser und schärfer. Die englischen Untertitel sind wirklich oft nicht lesbar, da zu unscharf. In den letzten zehn bis fünfzehn Minuten verschwinden die englischen Untertitel dann komplett aus dem Bild. Was jedoch positiv ist, ist die Tatsache, dass, wie es scheint, ein Widescreen-Print gebraucht wurde. Immerhin etwas. Was die Extras der Disc angehen, gefallen vor allem der Bonus mit den Kampfszenen. Da gibt es ca. 17 Minuten an Kampfszenen aus anderen Veröffentlichungen des Labels zu sehen. Nett. Der Film hat die Zweitsichtung bestanden. Der Film ist nur schon wegen dem verrückten Finale sehenswert und es war schön, dieses nun ohne Bildstörungen geniessen zu dürfen.

Freitag, 6. Februar 2026

Bat Without Wings

 

Bat Without Wings

Story:

Lei Feng (Susanna Au-Yeung Pui-San), die Tochter von Sicherheitschef Chief Lei Xun (Wang Yong), wird ermordet. Als Täter wird der mysteriöse Bat Without Wings (Tang Ching/Ku Feng) identifiziert, der jedoch seit fünf Jahren nach einer Reihe von Morden und Vergewaltigungen in einem Duell getötet worden sein soll. Plötzlich fällt der Verdacht auf den Schwertkämpfer Xiao Qi (Derek Yee). Xiao Qi tut sich mit Lei Fengs Freund Han Shen (Ku Kuan-Chung) und Chief Lei Xun zusammen, um den Fall zu klären und den wahren Täter zu ermitteln…

Meine Meinung:

Bat Without Wings ist ein solider Wuxia der Shaw Brothers. Chu Yuan (Perils of the Sentimental Swordsman, Die Bande des gelben Drachen, Killer Clans), der hier so viel Nebel präsentiert, dass selbst Lucio Fulci vor Neid erblassen würde, führte Regie. Er macht das gekonnt. Im Vergleich zu anderen Wuxia dieser Art ist der Plot weniger komplex und verständlicher. Ich mag taiwanesische Wuxia von kleinen, unabhängigen Studios jedoch fast lieber, als diese Shaw Produktion. Die Produktionen aus Taiwan sind meist noch mehr drüber und noch fantasievoller, was mir besser gefällt. 

Bat Without Wings ist solide, aber kein Kracher. Die Kampfszenen ebenso. Da bin ich seitens Shaw Brothers auch Besseres gewohnt (mehr Spektakel, schnellere Fights, mehr spektakuläre Choreographien, höherer Blutgehalt etc.). Zudem gehören die männlichen Hauptfiguren um Derek Yee und Co. nicht gerade zu meinen Shaw Lieblingen. Bekannte Gesichter wie Yang Chi-Ching (The Swordmates), Jason Pai Piao (Bolo) sowie Chan Shen (The Psychopath) haben nur Mini-Auftritte. Yuen Wah ist in einer grossen Nebenrolle zu sehen. Aber auch er war in besseren Shaw Arbeiten zu sehen, die mehr in Erinnerung bleiben (Killer Constable) als seine Beteiligung in Bat Without Wings.

Ein Name machte es besser als Derek Yee (Shaolin Prince): Ku Feng (The Avenging Eagle). Er spielt den Bösewicht gekonnt. Nur im Finale, wenn er «verblödet» (durch ein Gift), fand ich das, ehrlich gesagt, etwas albern. Das gefiel mir nicht. Die diversen Mädels im Film haben auch stark agiert. Von anderen Leads wie z.B. Ku Kuan-Chung (In the Line of Duty V - Middle Man) war ich nie ein grosser Fan. Wo der Film dafür nebst Ku Fengs Leistung auftrumpft und punktet sind die nebligen, stimmungsvollen Bilder, die innovative Kameraführung und abwechslungsreichen Settings. Optisch waren die Filme von Chu Yuan immer prachtvoll und toll anzusehen. Bat Without Wings macht dabei keine Ausnahme.

Fazit: Solide Arbeit der Shaw Brothers!

Infos:

O: Miu Yik Bin Fook

HK 1980

R: Chu Yuan

D: Susanna Au-Yeung Pui-San, Wang Yong, Derek Yee, Ku Kuan-Chung, Ku Feng, Jason Pai Piao, Chan Shen, Yuen Wah, Tang Ching, Yang Chi-Ching

Laufzeit der UK-Blu: 88:22 Min.

Gesehen am: April 2009 / Neusichtung: 06.02.26

Fassungen: Für meine 1. Sichtung lag die US-DVD vor, welche ich inzwischen verkauft habe. Für die 2. Sichtung lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video vor (Shaw Scope Vol. 4) = Eigene Restauration ohne Frame Cuts, O-Ton, englische Subs, Uncut. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent. Gibt es in Deutschland als Der Killer mit der Todesmaske von Lucky Seven auf Blu-Ray (Deutsch/Mandarin mit deutschen Untertiteln).

Freitag, 8. August 2025

Holy Flame of the Martial World

Shawgust 2025

Holy Flame of the Martial World

Story:

Das Schicksal führt Geschwister (Max Mok, Yeung Ching-Ching) nach dem Tod ihrer Eltern wieder zusammen. Gemeinsam wollen sie die Mörder ihrer Eltern (Jason Pai Piao, Leanne Lau Suet-Wah) töten und den Tod ihrer Eltern rächen…

Meine Meinung:

Holy Flame of the Martial World ist Shaw Brothers Antwort auf Tsui Harks Zu: Warriors from the Magic Mountain. Regie führte Lu Chin-Ku (The Haunted Madam, Dreaming the Reality, Lovers Blades). Holy Flame of the Martial World bietet Unmengen an Fantasy-Elementen, abgefahrenen Kamerafahrten, schnellen Szenenabfolgen, charmanten Effekten und extrem viel Wirework-Einsatz. Sehr viel. Der Film wirkte auf mich schon fast zu abgedreht, zu übertrieben und zu überladen, was fantastische Ideen und die Hülle und Fülle an Figuren angehen.

Einige Action-Szenen waren zu schnell und etwas zu unübersichtlich gefilmt und geschnitten. Zudem fand ich den Humor und speziell auch die Musik(Geräusche) teilweise etwas nervend und doof. Wäre der Film ernster und der Film etwas weniger überladen gewesen, hätte ein echter Kracher bei rauskommen können. So bleibt noch immer ein guter, solider und sehenswerter und vor allem zu keinem Zeitpunkt langweiligen Wuxia-Fantasy-Abenteuer, das von Beginn an bis zum Ende rasant und pausenlos zu überzeugen und unterhalten versteht. Die Kostüme, Effekte und Settings sind bunt, abwechslungsreich und könnten aus einem Märchen stammen.

Was den Cast angeht, haben mir vor allem die Mädels um Yung Jing-Jing (Little Dragon Maiden), Yeung Ching-Ching (Treasure Hunters) sowie ein junger Max Mok (Usurpers of Emperor's Power) gut gefallen. Auch Jason Pai Piao (Pursuit of a Killer) sehe ich immer gerne. Er spielt hier den Bösewicht. Etwas weniger Overacting wäre hingegen wünschenswert gewesen. Wo wir schon beim Overacting sind: Venom-Star Phillip Kwok (Hard Boiled) und seine Lach-Technik waren sehr «silly». Er war übrigens nebst Yuen Tak (Iron Angels II) der Action-Choreograph des Filmes. In kleineren Rollen sind ausserdem noch Namen wie Lam Wai (Visa to Hell), Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire) und Elvis Tsui (Shaolin Prince) zu sehen.

Fazit: Wer fantasievolle Shaw Brothers Filme à la Bastard Swordsman, Demon of the Lute und Co. mag, kann bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: Mou Lam Sing Foh Ling

HK 1983

R: Lu Chin-Ku

D: Max Mok, Jason Pai Piao, Phillip Kwok, Leanne Lau Suet-Wah, Chu Ko, Yung Jing-Jing, Yeung Ching-Ching, Lau Siu-Kwan, Elvis Tsui, Chan Shen, Lam Wai

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = Shaw Brothers Classics Vol. Four. Der Film ist Uncut, kommt im O-Ton Kantonesisch daher und es gibt englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Als Extras gibt es ein ca. 8:30minütiges Interview mit Chu Ko, der im Film auch mitspielt. Er liefert einige interessante Hintergrundinfos zum Film = Als Shaw von Tsui Harks innovativer Wire-Work und Fantasy Produktion erfuhr, die gerade gedreht wurden (Zu: Warriors from the Magic Mountain), wurde danach gleich Holy Flame of the Martial World ins Leben gerufen. Die Action-Choreographen Yuen Tak und Phillip Kwok (einer der Venoms, spielt im Film auch mit) sollen sich nicht vertragen haben und nie gleichzeitig am Set gewesen sein und Star Leanne Lau Suet-Wah soll während den Dreharbeiten angeblich erst 16 oder 17 Jahre alt gewesen sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Mittwoch, 25. Juni 2025

Shaolin Intruders

Shaolin Intruders

Story:

Lei Xun (Derek Yee) und sein Kumpel Qiao Yiduo (Jason Pai Piao) vermuten im Shaolin Kloster Killer. Diese haben ihre Taten Ye Qinghua (Lau Yuk-Pok) in die Schuhe geschoben. Lei und Qiao machen es sich zur Aufgabe, die wahren Täter zu finden und im Shaolin Kloster zu ermitteln. Leichter gesagt, als getan…

Meine Meinung:

Shaolin Intruders wurde zu Ehern von Tang Chia (Human Lanterns, Revenge of the Corpse, To Kill a Mastermind) gesichtet, der Ende Juni 2025 aus dem Leben schied. Suizid. Er war als Darsteller jedoch vor allem als Martial Arts Director und Choreograph für die Shaw Brothers tätig, wo er sich einen Namen machte. Damit verdiente er sich auch drei Regie-Arbeiten. Eine davon ist Shaolin Intruders. Aus seinem grossartigen Shaolin Prince bediente sich Tang Chia für Shaolin Intruders.

Aus dem Shaolin Prince Cast sehen wir in Shaolin Intruders Namen wie Jason Pai Piao (Kung Fu Gang Busters, Bolo, Portrait in Crystal), Derek Yee (Vengeance Is Mine, Return of the Sentimental Swordsman, Full Moon Scimitar), Ku Feng (Mighty Peking Man, Devil Curse, Crazy Mission), Elvis Tsui (Butterfly Sword, The Sword of Many Lovers, The Seventh Curse) oder Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, Last Hurrah for Chivalry). Ti Lung kommt nicht mehr vor, dafür ist neu Phillip Ko (Master Killers, Duell der 7 Tiger, Cantonen Iron Kung Fu) mit an Bord. Als Hauptbösewicht.

Tang Chia führte hier nicht nur Regie, sondern er war auch für die exzellenten Kampfszenen verantwortlich. Es wird vor allem mit Waffen gekämpft. Vor allem in Gruppenkampfszenen. Diese sind hervorragend und spektakulär anzusehen. Dennoch gefiel mir im Vergleich der bereits erwähnte Shaolin Prince besser. Da wird nämlich z.T. auch ohne Waffen gekämpft und mir gefiel dort Jason Pai Piaos Rolle besser. Hier mimt er mehrheitlich einen sprücheklopfenden «Comic-Charakter». Zudem wird Phillip Ko Fei im Finale zu einfach besiegt. Das fand ich auch leicht schade.

Fazit: Dennoch ein sehr guter Shaw Brothers Film!

Infos:

O: Saam Cong Siu Lam

HK 1983

R: Tang Chia

D: Derek Yee, Jason Pai Piao, Lau Yuk-Pok, Phillip Ko Fei, Elvis Tsui, Lee Hoi-Sang, Ku Feng, Chan Shen

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Jan. 2011 / Neusichtung am: 24.06.25

Fassungen: Für die 1. Sichtung lag mir früher die US-DVD von Image vor. Diese wurde entsorgt/verkauft. Für die 2. Sichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = gesehen via Shaw Brothers Classics Vol. 4. O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).

Donnerstag, 12. Juni 2025

Fingers That Kill

Fingers That Kill

Story:

Arbeiter Ya Long (Tony Lou Chun-Ku) findet heraus, dass seine Arbeitskollegen und ein Dorf von einer Gangsterbande geschlagen, misshandelt, terrorisiert und gefoltert werden. Die Bösewichte verschleppen und vergewaltigen sogar Yas Freundin, als sich dieser auflehnt. Zu viel für Ya. Er steht für die Gerechtigkeit ein und sagt den Bösewichten an Kampf an…

Meine Meinung:

Regisseur Hui Gwok, der laut der Hong Kong Filmdatenbank nur vier Filme realisiert hat, sorgt mit Fingers That Kill für einen unterhaltsamen, schlagfreudigen und Action reichen Basher. Der Film, dessen Plot vor allem an den Bruce Lee Klassiker The Big Boss und hier und da an den Shaw Brothers Film King Boxer mit Lo Lieh erinnert, ist Basher Fans zu empfehlen. Wie in The Big Boss kämpft unser Held hier gegen kriminelle Arbeitgeber, die ihre Angestellten ausnutzen, die über Leichen gehen und heimlich Drogen schmuggeln.

Wie The Big Boss wurde auch Fingers That Kill teilweise in Thailand gedreht, was dem Film ein exotisches Flair gibt. Somit hebt sich der Film nur schon aufgrund dieser Settings leicht von anderen 70er Jahre Bashers ab. Tony Lou Chun-Ku (Kung Fu Gang Busters) spielt den Helden. Er macht das solide. Seine Waffe ist die Iron Finger Technik, welche er über Jahre entwickelt hat. In einer frühen Kampf- Trainingsszene ist zu sehen, wie Tony Lou Chun-Ku gegen seinen Freund Jason Pai Piao (Killer Constable) kämpft. Letzterer, ein Star aus dem Shaw Brothers Universum, ist nur in dieser einen Szene im Film zu sehen.

Nebst einigen nackten Tatsachen, die für feuchtfröhlichen Sleaze sorgen (auf Seite der Gangster versteht sich) gefallen vor allem Leung Pasan (Twins of Kung Fu) und Thompson Kao Kang (Ol' Dirty & the Bastard) als fiese Bösewichte. Thompson Kao Kang spielt quasi den Endgegner. Der Endkampf gegen Tony Lou Chun-Ku ist lang und hart ausgefallen. Aber auch der Kampf gegen Leung Pasan, der die rechte Hand des Oberbosses spielt, ist sehenswert. Leung Pasan hat eine spezielle Waffe, die der Kampfszene einen gewissen Reiz gibt. Der Film ist ohne Klamauk und mit relativ viel harter Basher Action inszeniert.

Fazit: Für Basher Fans sehr zu empfehlen!

Infos:

O: Tie Zhi Tang Shou

HK 1974

R: Hui Gwok

D: Tony Lou Chun-Ku, Leung Pasan, Kao Yuen, Fong Lap-Man, Thompson Kao Kang, Jason Pai Piao

Laufzeit der HK-VCD: Disc 1 (44:21 Min.) / Disc 2 (45:04 Min.)

Gesehen am: 20.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor = Canto/Mandarin ohne Subs. Solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Vollbild. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2025). In Deutschland auf VHS/DVD (zensiert & ohne O-Ton) erhältlich (Die Tödlichen Finger des Kung Fu).

Dienstag, 18. Februar 2025

Twins of Kung Fu

Twins of Kung Fu

Story:

Michelle Yim und ihr Vater (Lam Kau) erreichen ein kleines Dorf. In diesem sorgen sie mit kunstvollen Auftritten und auf der Suche nach einem Ehemann für Michelle für spassiges Aufsehen. Weniger spassig ist die Tatsache, als später im Wald Leichen gefunden wird. Als Bösewicht Jason (Jason Pai Piao) mit seinem Vater (Leung Pasan) auftaucht, nehmen die Helden (u.a. Addy Sung Gam-Loi, Michelle Yim, Jacky Liu Hong-Yi, Simon Yam) den Kampf gegen die Bösewichte auf…

Meine Meinung:

Aka Twins. Ich besuchte Mitte Dez. meinen Kumpel. Wohl der grösste Kung-Fu Fan, den ich kenne. Auch jener, mit dem grössten Fachwissen. Ich schickte ihm Wochen vor dem Treffen einige Titel, wovon ich zwei gerne schauen würde. Ich habe mich da einfach an Stars, die mich interessieren, orientiert. Ich schickte ihm einige Titel mit u.a. Chang Yi (The War of the Boundary, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue), Chen Kuan-Tai (Gang Master, Blood Brothers) und Jason Pai Piao (Kung Fu Gang Busters, Portrait in Crystal, Men from the Gutter).

Und aus mehreren Filmen durfte ich dann zwei auswählen. Zum einen The Ming Patriots mit Chang Yi, zum anderen Twins of Kung Fu mit Jason Pai Piao. Von Twins of Kung Fu, der in Datenbanken auch lediglich nur Twins heisst (der On-Screen-Titel lautet jedoch Twins of Kung Fu), wusste ich im Vorfeld nichts. Der Kollege informierte mich nur, dass es andere Fassungen gibt, die kürzer sind (ca. 75 Minuten) und dass es sich um eine Kung Fu Komödie handelt. Der Film ist zudem wenig bekannt, wenn ich in Datenbanken nach Reviews suche.

Durch den Erfolg der Jackie Chan Filme Drunken Master und Co. waren ab 1979 Kung Fu Komödien auf dem Markt gefragt. Leung Pasan und Lam Yee-Hung, warum beide als Regisseur gelistet werden ist mir nicht bekannt, haben schlussendlich einen soliden Beitrag mit etwas wirrer und konfuser Story auf die Menschheit losgelassen. Leung Pasan hat den Low-Budget Film auch produziert, spielt den Bösewicht und war auch für die Choreographie zuständig. Laut Datenbank ist dies sein Regie-Debüt, wobei Leung Pasan immer wieder auch als Darsteller (The Twin Dragons) und Choreograph (The Death of Bruce Lee) tätig war.

Er kommt aber erst ab ca. einer Stunde erstmals vor. Der Plot ist, wie bei vielen anderen Kung Fu Komödien aus der Zeit, nicht gradlinig. Lange hat der Zuschauer keinen Plan, um was es geht. Es geht im Film zuerst um örtliche Figuren und viel unlustigen Klamauk. Für den "Humor" ist die Truppe um den schielenden Yue Tau-Wan (Shaolin Prince), den auch schielenden Addy Sung Gam-Loi (The Informer), Hon Kwok-Choi (der mich schon in anderen Filmen nervte), Jacky Liu Hong-Yi (mutiert dann zum Helden) und, und das ist die grösste Überraschung, mit einem sehr jungen Simon Yam (Run and Kill) zuständig.

Simon Yam sah ich, wenn ich mich nicht irre, noch nie in einem Old-School Kung Fu Film. Erst mit dem Auftauchen von Michelle Yim (Dress Off for Life) wird der Film besser. Die bringen bessere Kampfszenen in den Film. Die Qualität nimmt zu. Dazu gibt es à la Fong Sai Yuk eine Sequenz, in welcher Michelle Yim Zuschauer zum Kampf auffordert und der Gewinner bekommt als Preis eine Heirat mit ihr spendiert. Jason Pai Piao, auch als Bösewicht mit dabei, taucht auch erstmal kurz vor der 60. Minute auf. Er spielt also nur im letzten Viertel des Filmes mit. Er spielt nebst Leung Pasan den Bösewicht. Ab diesem Zeitpunkt wird der Film richtig gut. Es folgen Trainingsszenen und danach das Finale. Und diese Szenen machen richtig viel Spass, sind spektakulär choreographiert und mit viel Wucht inszeniert.

Fazit: Fans von günstigen Wald-und-Wiesen Kung Fu Komödien können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Mong Lung Fok Sing

HK 1981

R: Leung Pasan, Lam Yee-Hung

D: Michelle Yim, Jason Pai Piao, Yue Tau-Wan, Addy Sung Gam-Loi, Hon Kwok-Choi, Jacky Liu Hong-Yi, Simon Yam, Leung Pasan, Lam Kau

Laufzeit der HK-VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 11.12.24

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Omni Video (= Ocean Shores vor) = Englisch Dubbed (schlechter Dub), Vollbild, gute Bildqualität, Uncut. Mit ca. 90 Min. läuft es z.B. länger, als die ca. 75minütige DVD aus Holland. Eine Blu-Ray und/oder deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024).

Freitag, 27. Dezember 2024

Bolo

Bolo

Story:

Bolo und Ma (Bolo Yeung & Jason Pai Piao) werden aus dem Gefängnis entlassen und zu den «Sheriffs» eines Dorfes gewählt. Sie machen sich auf die Suche nach Gold und legen sich mit diversen Kleingangstern (Fung Ging-Man, Chiang Tao, Huang Ha) an…

Meine Meinung:

Bei Bolo handelt es sich um einen Old School Kung Fu Film bzw. eine Kung Fu Komödie, welche ab 1979 zu Dutzenden produziert wurden. Bolo soll das Regie-Debüt von Bloodsport-Star Bolo Yeung (Master Killers, Legacy of Rage, Soul of Bruce Lee) darstellen, wobei in der Hong Kong Filmdatenbank im gleichen Jahr eine weitere Regiearbeit von Bolo Yeung geleistet wird (= Writing Kung Fu). Zudem war Bolo Yeung zusammen mit Jason Pai Piao (Portrait in Crystal, Kung-Fu Brothers in the Wild West, Blood Sorcery) auch Produzent und auch Action-Regisseur.

Jason Pai Piao ist der 2. grosse Name des Filmes und spielt zusammen mit Bolo die Hauptrolle. Der Film ist in meinen Augen kein Kracher, aber sehr solide und gut schaubar. Der Plot gibt wahrlich nicht viel her. Sehr unzusammenhängend. Mehr als üblich. Das ist etwas negativ zu werden. Es ist mehr eine Ansammlung von diversen Kurz-Themen und Abenteuer, die unsere Helden überstehen müssen, ohne dabei wirklich jemals in Gefahr zu geraten. Die deutsche Synchronisation, wohl zu grossen Teilen eine KI-Synchronisation, verpasst dem Film dazu auch einige Dialoge oder Figuren eigene Dialekte, um den Film in Richtung «Klamauk» von anno dazumal zu drücken.

So erinnert der Sprecher von Jason Pai Piao z.B. an Thomas Danneberg. Ich empfand das als ganz ok und passend. Vor allem ist das so deutlich besser als in der miesen englischen Synchronisation. Nur bei der Abmischung hat das Label gepfuscht, mehr dazu unter Fassungen. Jason Pai Piao und Bolo Yeung Fans werden jedoch voll auf ihre Kosten kommen. Die zwei bieten viel zu lachen und überzeugen auch in den Kampfszenen. Ich denke, es sind einige der besten choreographierten Kampfszenen, welche ich von Bolo Yeung sah.

Zudem fand ich es schön, Bolo Yeung, der hier mir Locken und Bart zu sehen ist (ungewohnt), Mal a) als Helden (auch ungewohnt) und b) in einer Hauptrolle zu sehen. Sonst spielt er meist Schurken und Nebenfiguren. Das fand ich wirklich cool und er überzeugt definitiv in den Kampfszenen. In einer Sequenz wird ein Song von Sam Hui abgespielt, was ich ziemlich cool fand. Ist auch die Musik des Blu-Ray Menüs und wenn ich nicht irre, kommt der Song auch im deutschen Trailer vor. Ziemlich abgefahren.

Die Kampfszenen waren mehrheitlich gut und solide. Es gibt vereinzelt auch bessere Kampfszenen. Der Finalkampf z.B. war richtig toll, in welchem Jason Pai Piao und Bolo Yeung gegen Huang Ha (The Killer in White, The Challenger, Encounter of the Spooky Kind) kämpfen. Der Humor ist grenzdebil. Die deutsche Synchro und die Dialoge passen gut dazu. In Gastauftritten sind noch Addy Sung Gam-Loi (The Buddhist Fist), Eric Tsang (Hitman), Fung Ging-Man (Lackey and the Lady Tiger) und Chiang Tao (The Kung Fu Cook) zu sehen. Nebst dem schielenden Addy Sung Gam-Loi sind die noch stärker schielenden To Siu-Ming (The First Vampire in China) und Yue Tau-Wan (Miss Magic) zu sehen. Die haben sogar mehr Screentime als Addy Sung abbekommen.

Fazit: Für Sammler von klassischen Kung Fu (Komödien) zu empfehlen, auch wenn kein Kracher!

Infos:

O: Bai Ma Hei Qi

HK 1979 (je nach Quelle 1977)

R: Bolo Yeung

D: Bolo Yeung, Jason Pai Piao, Addy Sung Gam-Loi, Eric Tsang, Fung Ging-Man, Chiang Tao, Huang Ha

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.11.24

Fassungen: Mir lag das deutsche Mediabook von Cinestrange Extreme vor = DVD/Blu-Ray Mediabook mit Booklet in Deutsch/Englisch und deutschen Subs (an den deutschen Dialogen angelegt), kein O-Ton dafür hervorragende Bildqualität (schöner Widescreen-Print) und Uncut. Die deutsche Synchronisation dürfte eine teil- oder sogar durchgehend durch KI erstellte Synchronisation sein. Man hat sich da an inzwischen toten Synchro-Legenden orientiert, eigenen Klamauk/Sprüche erstellt und einige Nebenfiguren sprechen Dialekte. Das stört mich alles nicht, denn das ist noch immer massiv besser als der miese englische Dub. Nur bei der Abmischung hat das Label, wie schon bei Zakato - Die Faust des Todes, geschlampt. Michael Speier von bluray-disc.de hat das gut formuliert, Zitat: «klingt der gesamte Ton ausgesprochen blechern. Surroundeffekte gibt es keine, die Musik klingt teilweise äußerst unangenehm und die Dialoge sind unharmonisch abgemischt, so dass die eine Stimme extrem leise, die andere übertrieben laut klingt – während beide Charaktere sich quasi nebeneinanderstehend unterhalten. Bei einigen Dialogen hat man den Eindruck, dass sie aus einer komplett anderen Quelle stammen, und dass am Anfang und Ende eines Satzes die Lautstärke ein- und ausblendet ist auch keine Seltenheit». In der Hinsicht sollte sich das Label in Zukunft optimieren. Als Bonus gibt es ein «Interview» mit Bolo Yeung, als der 2012 Deutschland besucht hat. Ziemlich uninteressante Fragen und dass ständige Übersetzen (der übelst einfachen englischen Antworten von Bolo, die jeder verstehen müsste) fressen viel Zeit und sind auch oft kaum zu verstehen. Eine Fassung mit O-Ton ist mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2024).

Samstag, 3. August 2024

Portrait in Crystal


Shawgust 2024

Portrait in Crystal

Story:

Long Fei (Jason Pai Piao) ist ein Skulpturen-Künstler. Das Gerücht geht um, dass eine Skulptur, wenn sie mit Blut in Berührung kommt, zum Leben erwacht. Long Feis Skulptur kommt mit Blut in Berührung. Später werden in der Martial Arts Welt diverse Personen getötet. Als Täter wird Long Feis «Skulptur» bestimmt. Daher soll auch Long Fei beseitigt werden. Als dieser davon hört, schickt er sich zusammen mit seinem Vertrauten (Chun Wong) auf, der Sache nachzugehen und den wahren Täter zu finden…

Meine Meinung:

Mir gefallen viele der 1980-1985 Shaw Brothers Produktionen sehr. Ich halte viele dieser Titel für unterbewertet. 1985 schlossen die Shaw Brothers ihre Tore. Es wurden keine Kinofilme mehr produziert, das ehemalige Studio in Hong Kong zerfällt und es gibt gar Pläne, dort Neubauten zu erstellen. Schade. Wenn ich an Shaw Brothers Filme aus dieser Zeitspanne denke, kommen mir Filme wie Pursuit of a Killer (Cops Vs Gangster), Hong Kong Godfather, The Eight Diagram Pole Fighter (RIP Fu Sheng), Demon of the Lute, Shaolin Prince (Jason Pai Piao = toller Bösewicht und cooler Finalkampf), Five Element Ninjas (Michael Chan Wai-Man), Human Lanterns (Blutgericht in Texas Vibes), Curse of Evil (Froschmonster), The Boxer's Omen oder Kid from Kwang Tung (Hwang Jang-Lee) in den Sinn.

Dazu gehört auch Portrait in Crystal. Der Film von Hua Shan (The Super Inframan, Sun Dragon) wartet mit Ausnahme von Jason Pai Piao (Men from the Gutter, The Haunted Madam, Demon Strike) mit einem mir unbekannten Cast auf.  Hua Shan hat in Sachen Horror, Fantasy und Action noch weitere Filme realisiert: u.a. Kung Fu Zombie, Bloody Parrot (auch für die Shaw Brothers und mit Jason Pai-Piao) oder den seltenen The Gory Murder. Den Film sah ich seit Sept. 2011 nicht mehr. Der Film hat die 2. Sichtung bestanden. Es handelt sich um einen tollen Mix aus Martial Arts, Fantasy und Horror. Wer fantastische Wuxia Filme mag, dürfte nicht enttäuscht werden.

Es gibt jedoch auch Punktabzüge, da auf der 1. Disc (der HK-VCD) trotz kurzer Laufzeit (der Film läuft total weniger als 80 Minuten) Längen entstehen. Zudem hat Jason Pai Piaos Sidekick, im Film nur Fatty genannt, sehr genervt. Gut, dass er im späteren Verlauf des Filmes stirbt. Die abwechslungsreichen Settings sind wunderbar stimmungsvoll, fantastisch und einfach cool wie auch die Kostüme, Gimmicks, Waffen und Todesarten. Viele Masken, viele Totenschädel. Jason Pai Piao als Lead mochte ich auch und die Mehrheit der Figuren wird von Frauen gespielt. Die machen das auch toll, auch wenn ich den Cast, wie bereits erwähnt, nicht kenne. Dazu gibt es, meiner Meinung nach, viel gestohlene Musik. Mir fiel vor allem der Track aus Nackt und zerfleischt aka Cannibal Holocaust auf. War nur kurz zu hören, aber warum nicht?

Fazit: Sehenswerte Fantasy! Bekomme ich gerade Lust, auch Bloody Parrot aufzufrischen…

Infos:

O: Shui Jing Yan

HK 1983

R: Hua Shan

D: Jason Pai Piao, Chun Wong, Lau Yuk-Pok, Wang Yong, Lam Sau-Kwan, Chan Sze-Kai, Moo Yuk-Fan, Keung Hon, Hon Lai-Fan

Laufzeit der HK-VCD:1. Disc inklusive der Trailer: 47:54 Min. / 2. Disc: 35:42 Min.

Gesehen am: Sept. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2024 / Sichtung der Blu-Ray: 21.09.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von IVL/Celestial vor = solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gibt es in HK und Thailand auch auf DVD. In Frankreich sogar schon auf Blu-Ray (nicht Englisch freundlich). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024). Nachtrag Sept. 2025: Ca. ein Jahr nachdem ich den Film via VCD sah, gibt es nun eine Englisch freundliche Blu-Ray. Und zwar von Imprint Asia aus Australien. Die VCD habe ich entsorgt/verkauft und mir diese Blu-Ray gegönnt. Diese kommt mit Schuber, im O-Ton Kantonesisch mit englischen Subs daher. Als Extras gibt es einen Audiokommentar und ein ca. 16minütiges Spezial, in dem James Mudge über den Film und ähnliche Werke der Shaw Brothers spricht (sehr solide). Was hingegen wirklich toll ist und genau deshalb habe ich die Disc auch gekauft, ist die Bildqualität. Ein Wahnsinn! Eine massive Steigerung gegenüber der VCD. Und das tut dem Film mit seinen quietschbunten Kostümen, Waffen, Make-Up-Effekten, schnellen und rasanten Kämpfen und fantasievollen und stimmungsvollen Settings (alle im Studio gedreht) einfach gut. Die Bildqualität wertet den Film auf. Ich hatte beim Schauen grosse Freude an dem Fantasy-Spektakel! Der nervende Sidekick von Jason Pai Piao fiel mir kaum mehr auf und die Folter-Szene an der nackten (und schweissgebadeten) Frau hatte ich auch nicht mehr im Kopf. Derb und sexy zugleich! Pure Exploitation! Das Upgrade hat sich mehr als gelohnt. Top! 

Montag, 29. Juli 2024

Blind Boxer

Bild Boxer

Story:

Fong Man (Jason Pai Piao) trainiert in der Kampf- und Box-Schule seines blinden Meisters, der auch sein Vater ist. Ein lokaler Gangster bietet ein Box-Turnier (im TV übertragen) an. Der blinde Meister verbietet es seinen Schülern, daran teilzunehmen. Natürlich halten sich nicht alle daran. Als ein Schüler der Schule in diesem Turnier, in welchem die Bösewichte auch betrügen was das Zeug hält, gegen Gorilla ein Unentschieden erkämpft, wird dieser später von Gorilla und Co. getötet. Fong Man sinnt auf Rache, wird aber vor dem Turnier attackiert und als Folge erblindet er. Dennoch nimmt er den Kampf gegen die Bösewichte an…

Meine Meinung:

Yangtze Productions Limited, die Produktionsfirma hinter Filmen wie The Crush, Kung Fu Brothers in the Wild West oder The Death of Bruce Lee, alle mit Shaw Brothers Star Jason Pai Piao (Men from the Gutter, Blood Sorcery, The Haunted Madam) in den Hauptrollen, zeigten sich auch für den in Südkorea gedrehten Blind Boxer, wieder mit Jason Pai Piao in der Hauptrolle, verantwortlich. Blind Boxer erreicht nicht das Niveau von The Crush oder The Death of Bruce Lee. Ich würde den Film als durchschnittlich und soliden Film betiteln. Kein Must Have Titel.

Der Plot ist dünn. Der Sohn eines Meisters wird attackiert und wird blind. Danach beginnen das Training und die Rache. Gefakte Turnier-Szenen, Gangster, Krüppelthema, welches z.B. ein Jimmy Wang Yu in seinen Filmen deutlich innovativer angegangen ist, als Regisseur Chang Sen (Daggers 8, Kung Fu Master Named Drunk Cat) in Blind Boxer. Der Plot enthält keinerlei Überraschungen. Jason Pai Piao ist solide. Wo der Film enttäuscht sind die Actionszenen. Die Box-Szenen sind lahm. Auch die Trainingsszenen sind lahm. Auch das Finale ist lahm. Besser sind nur die Kampfszenen, die ausserhalb des Turniers und des Boxringes ausgetragen werden.

Der Film hat seinen Reiz im modernen Setting. Eine willkommene Abwechslung im damals vor allem dominierenden klassischen Kung-Fu-Film. Und mehrere schmuddelige und sleazige Nackt- und Sexszenen runden die positiven Seiten des ansonsten eher mässigen Filmes ab. Mit einer kurzen Laufzeit von nur 74 Minuten, sind Längen immerhin rat gesät.

Fazit: Nur für ultimative Fans von Jason Pai Piao zu empfehlen!

Infos:

O: Mang Quan

HK 1972

R: Chang Sen

D: Jason Pai Piao, Kao Yuen, Tony Lou Chun-Ku, Ingrid Hu Yin-Yin, Chiang Nan, Kim Wang-Guk, Mang Lee

Laufzeit der holländischen VHS: 74:27 Min.

Gesehen am: 18.05.24

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland von Video Screen vor = Mandarin mit holländischen Subs, Widescreen, gute bis mässige (eine längere Nachtszene im Finale) Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2024).