Kung Fu Genius
Story:
Kung Fu Genius (Cliff Lok) und Freunde (Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh) wollen eine Kung-Fu-Schule eröffnen und ziehen somit den Zorn von Gangstern (Wilson Tong, Lee Hoi-Sang), die ebenfalls eine Kung-Fu-Schule sowie ein Bordell betreiben, auf sich…
Meine Meinung:
Kung Fu Genius ist eine weitere Kung-Fu-Komödie aus dem Jahr 1979. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, Cunning Kids) aus Hong Kong. Wilson Tong (Invitation of Ghost, Daggers 8, Dirty Ho) spielt mit = Endgegner, war für die Kampfszenen und deren Choreographie zuständig und führte Regie. Der Star des Filmes ist Cliff Lok (The Shaolin Kids, Shaolin Death Squads, Drunken Master Slippery Snake), der persönlich nicht zu meinen Lieblingen gehört und Charisma vermissen lässt.
Der Plot ist 08/15 und es gibt jede Menge Humor, Slapstick und Peinlichkeiten. Dazu gehört die Tatsache, dass mehrere Personen im Film, wie und warum auch immer, in einen kognitiv veränderten, lächerlichen und nervenden Menschen umgepolt werden. So à la Dean Shek (Bruce, Hong Kong Master) in A Better Tomorrow II = braucht Nerven. Gut war, dass meine Fassung in Mandarin statt im furchtbaren Englischem Dub war. Das wäre, mit den Figuren und dem Humor, sicher eine absolute Qual gewesen.
Zwei Dinge sah ich als grössere «Kritikpunkte» an. Zum einen eben die Helden, die mir wenig zugesagt haben. Cliff Lok ist mir nicht sonderlich charismatisch und auch Cheng Kang-Yeh nervte mich schon in anderen Filmen (z.B. Heroes of the East). Er spielt oft solche (nervende) Comic-Charaktere. Peter Chan Lung steuert immerhin einen Enten-Kampfstil bei und Hsiao Ho (My Young Auntie) war noch der erträglichste aus der Truppe. Schade war auch, dass der Film fast keine Musik hat. Einmalig gibt es das Dawn of the Dead Theme zu hören und das wäre cool gewesen, wenn das auch bei den späteren Kampfszenen eingesetzt worden wäre.
Stark war hingegen die sehr hohe Anzahl an Trainings- und vor allem Kampfszenen. Vor allem in den letzten 30-40 Minuten gibt es etliche Duelle, so dass Kung-Fu-Fans bestens bedient werden. Zudem haben wir auf der Seite der Bösewichte die Namen besser gefallen als unsere Helden. Wilson Tong sehe ich seit Daggers 8 immer gerne als Bösewicht und einer seiner Männer wird von Glatzkopf Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, The Kung-Fu Warrior) gespielt. Auch ihn mag ich in solchen Rollen. Die Outdoor-Settings, besonders im Finale, waren für die finale Kampfkonfrontation passend gewählt (Steinbruch).
Fazit: Old School Kung Fu Fans können einen Blick riskieren!
Infos:
O: Tian Cai Gong Fu
HK 1979
R: Wilson Tong
D: Wilson Tong, Cliff Lok, Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh, Lee Hoi-Sang
Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.
Gesehen am: 27.04.26
Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Boo Production
vor = Vollbild (hier und da störend in den Kampfszenen), solide Bild- und
Tonqualität, Mandarin mit koreanischen Subs. Auf DVD gibt es den Film u.a. in
England, aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine deutsche Fassung, keine
Blu-Ray und keine UHD (Stand: April 2026). Es scheint eine DVD in Japan zu
geben, die ggf. in Mandarin und Widescreen sein könnte.

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