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Samstag, 27. Dezember 2025

Once Upon a Time in China and America Review

Once Upon a Time in China and America

Story:

Als Wong Fei-Hung (Jet Li) und Co. (Rosamund Kwan, Xiong Xinxin) von Indianern angegriffen werden, verliert Wong Fei-Hung sein Gedächtnis. Er landet bei den Indianern (u.a. Daniel Luján, Jason De Hoyos, Chrysta Bell Zucht), während sich Aunt Yee (Rosamund Kwan) auf die Suche nach ihm macht. Derweil planen Gangster (u.a. Ryon Marshall, Joseph Sayah) einen Raub. Aunt Yee wird vom neuen Hilfssheriff (Jeff Wolfe) unterstützt…

Meine Meinung:

Den Film sah ich bisher nur ein einziges Mal als alte HK-DVD. Das war irgendwann zwischen 2002-2006. Ich wusste praktisch nichts mehr über den Film. Ich wusste nur noch, dass es eine Mischung aus Wong Fei-Hung und Western ist inklusive Indianer. Jackie Chan bediente sich kurz darauf eben dieser Mischung und wurde mit seinen zwei US-Komödien Shang-High Noon und Shanghai Knights sehr erfolgreich. Etwas, was Jet Li und Sammo Hung vom sechsten und letzten Teil der Once Upon a Time in China-Reihe nicht behaupten konnten.

Nachdem Jet Li (Martial Arts of Shaolin, Hitman, Fong Sai Yuk II) nach dem dritten Teil der Reihe ausstieg, kehrten er und Rosamund Kwan (Undeclared War, The Assassin, Long Good Bye) wieder zurück. Aus den Vorgängern blieb nebst Tsui Hark (als Produzent) nur noch Xiong Xinxin (Forced Nightmare, Hero Among Heroes, Wonder Seven) übrig. Neu kommen viele Ausländer dazu, die in die Rollen der Amerikaner oder Indianer schlüpfen. Mir sind die Namen um Jeff Wolfe, Joseph Sayah oder Chrysta Bell Zucht unbekannt. Die Actionszenen besorgte Regisseur Sammo Hung (Bruce, Hong Kong Master, Shaolin Traitorous, Twilight of the Warriors: Walled In).

Der Film ist zwar nicht langweilig, aber auch nicht sonderlich toll. Eigentlich empfehle ich aus der Once Upon a Time in China Reihe nur drei Teile. Den ersten, den zweiten und den fünften (mit den Piraten). Die anderen Teile sind uninteressant und können getrost links liegen gelassen werden. Zwar wurde Sammo Hung und sein Team für die Action-Szenen nominiert (Hong Kong Film Awards), aber die Kampfszenen kommen nicht an jene der Vorgänger ran. Unterhaltsam wars hier und da trotzdem. Aber die ganze Machart des Filmes wirkte irgendwie «billig».

Der Humor funktionierte meist kaum und praktisch alle Figuren sind stereotypische 08/15 Klischees. Auch die Musik wirkte meistens billig. Das bekannte Theme des Filmes gibt es nur noch selten und oft in abgewandter Form zu hören. Einige «lustigen» Szenen haben Fremdscham-Charakter. Zudem mag ich solche Plots nicht, wenn die Hauptfiguren ihr Gedächtnis verlieren und dann erstmal weg vom Fenster sind. Das hat so Dean Shek (A Better Tomorrow 2) oder Chow Yun-Fat (God of Gamblers) Vibes. Jet Li Fans empfehlen ich den ein Jahr zuvor gedrehter Black Mask.

Fazit: Unnötiges Comeback!

Infos:

O: Wong Fei-Hung: Chi Sai Wik Hung See

HK 1997

R: Sammo Hung

D: Jet Li, Rosamund Kwan, Xiong Xinxin, Jeff Wolfe, Richard Ng, Ryon Marshall, Joseph Sayah, Daniel Luján, Jason De Hoyos, Chrysta Bell Zucht

Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Dez. 2025

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Criterion (Once Upon a Time in China: The Complete Films) = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut, Extras (Making of und Behind the Scenes Special). Gibt es auch in Deutschland auf Blu-Ray.

Montag, 22. Dezember 2025

Once Upon a Time in China IV Review

Once Upon a Time in China IV

Story:

Wong Fei Hung (Vincent Zhao) und Co. (Max Mok, Xiong Xin-Xin, Jean Wang) geraten zwischen die Fronten der Red Lantern Society, welche es auf alle Ausländer und die Regierung abgesehen hat, und an die Deutschen, welche zusammen mit Verrätern (Chin Kar-Lok, Billy Chow) vor Ort die Macht an sich reissen wollen…

Meine Meinung:

Im dritten Teil soll es Differenzen gegeben haben. Das erklärt auch, warum Tsui Hark (der immerhin noch am Drehbuch beteiligt war), Jet Li (The Last Hero in China) sowie Rosamund Kwan (Twinkle Twinkle Lucky Stars) nicht mehr mit von der Partie waren. Aus dem Vorgänger kehren Xiong Xin-Xin (nur noch als Comic-Charakter) und Max Mok (dank Klamauk total nervend) zurück.

Die grösste Änderung widerfuhr den Volkshelden Wong Fei-Hung. Dieser wird nun durch Newcomer Vincent Zhao gespielt, der in Fong Sai Yuk als Bösewicht und Endgegner von Jet Li zu Gefallen wusste. Seine grösste Rolle solle er in Tsui Harks The Blade spielen. Er macht als Ersatz von Jet Li eine solide Arbeit, auch wenn er mir als Bösewicht (in Fong Sai Yuk) besser gefiel. Die Präsenz war eindrücklicher. Die Bösewicht-Rolle stand ihm besser.

Als Bösewichte sind im 4. Teil der Reihe die Deutschen zu sehen. Lustig ist die Tatsache, dass hier im Originalton wie in Stirb langsam, viel Deutsch gesprochen wird. Zwei Chinesen als Verräter helfen den Deutschen: Chin Kar-Lok (steht zu Recht im Schatten seines älteren Bruders Chin Siu-Ho) sowie Billy Chow (Queen’s High). Solide Darbietungen, aber nichts was in Erinnerung bleibt (ausser der Szene mit dem Pferd = Pferde haben in dem Film allgemein wenig zu lachen).

Leider hat mir der vierte Teil nur wenig gefallen. Der Humor war nervend, der Plot wenig originell (ein Mix aus den Inhalten der beiden Vorgänger) und es gab keine einzige Kampfszene, welche die Klasse der ersten zwei Teile (Jet Li, Donnie Yen) erreicht hat. So gesehen ein kleines Ärgernis und nach dem schwachen dritten Teil der bisher zweitschwächte Film der Reihe.

Fazit: Zusammen mit dem Vorgänger vergessenswert!

Gefolgt von: Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten

Infos:

O: Wong Fei-Hung IV: Wong Je Ji Fung

HK 1993

R: Yuen Bun

D: Vincent Zhao, Max Mok, Chin Kar-Lok, Billy Chow, Xiong Xin-Xin, Jean Wang

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: Jan. 2007 / Neusichtung am: 02.12.25

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Criterion vor = Once Upon a Time in China: The Complete Films = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs, diverse Extras. In Deutschland gibt es nach wie vor die DVD-Ausgabe von Splendid, welche ich auch im Januar 2007 erstmals sah = Uncut aber kein O-Ton und eine mässige deutsche Synchronisation machen das Sehvergnügen eher zu einem Ärgernis.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Once Upon a Time in China III Review

Once Upon a Time in China III

Story:

Wong Fei-Hung (Jet Li) begibt sich zusammen mit seiner Freundin und seinem Schüler (Max Mok) nach Peking. Dort bekommen sie es mit Drachentänzen, einem rivalisierenden Russen (John Wakefield), der es auf seine Freundin (Rosamund Kwan) abgesehen hat, einem Kung Fu Meister (Xiong Xin-Xin) und einem geplanten Attentat auf den chinesischen Diplomanten Li Hongzhang (Ge Cunzhuang) zu tun…

Meine Meinung:

Den dritten Teil der Reihe empfand ich schon bei einer vergangenen Sichtung des Filmes als schwach. Auch abgesehen vom direkten Vergleich mit den beiden Vorgängern. Aus dem 2. Teil kehren Jet Li (The Last Hero in China, The One, The New Legend of Shaolin), Rosamund Kwan (Vengeance Is Mine, Long Good Bye, Long Road to Gallantry) sowie Max Mok (An Eye for an Eye, No Way Back, Pedicab Driver) zurück. Die spielen alle die gleiche Rolle. Neu ist, dass Wong Fei-Hung nun mit der 13. Tante verheiratet ist.

Scheinbar soll es auch zwischen Jet Li und Regisseur Tsui Hark (Dangerous Encounter - 1st Kind, Dragon Inn, Police Assassins) zu Differenzen gekommen sein, was der Grund sein könnte, warum Jet Li bei den nächsten zwei Fortsetzungen nicht mehr als Volksheld gecastet wurde. Der Film ist im Vergleich zum Vorgänger harmlos, zu lustig. Der düstere Grundton des Vorgängers wurde leider nicht beigehalten. Das führt aber auch dazu, dass der Zuschauer nie um Wong Fei Hung oder dessen Truppe besorgt sein muss. Es ist klar, dass ihnen nie was passiert und die Bösewichte sind alle schwach und kein Vergleich mit Donnie Yen und Co.

Der Plot ist uninteressant. Es sind zu viele uninteressante Nebenplots vorhanden (der Russe, der auch in Rosamund Kwan verliebt ist, das geplante Attentat, die Heirat). Natürlich musste der Film auf seine Länge (fast zwei Stunden Laufzeit) gebracht werden. Weniger wäre mehr gewesen. Die Inhalte konnten mich weder überzeugen, noch fesseln, nicht begeistern. Auch die Kampfszenen haben mich nicht überzeugt. Viel zu unrealistisch, zu viel Wirkwork (alle Szenen mit Xiong Xin-Xin), zu viele Drachentänze. Bodenständiger hätte mehr meinem Geschmack entsprochen.

Fazit: Wäre der Film nicht in einer Sammelbox, würde der aus der Sammlung fliegen. Den dritten Teil kann man getrost links liegen lassen…

Gefolgt von: Once Upon a Time in China IV

Infos:

O: Wong Fei-Hung III: Si Wong Jaang Ba

HK 1993

R: Tsui Hark

D: Jet Li, Rosamund Kwan, Max Mok Siu-Chung, Xiong Xin-Xin, Lau Shun, John Wakefield

Laufzeit der US-Blu: Ca. 111 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 20.11.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Criterion (Once Upon a Time in China: The Complete Films) = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt Unmengen an exklusiven Extras (Interview mit Tsui Hark und John Wakefield sowie 20 Minuten an geschnittenen Szenen). In Deutschland von Splendid auf Blu-Ray erscheinen.

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Zatoichi and the Chest of Gold Review

 


Zatoichi and the Chest of Gold

Story:

Zatoichi (Shintarô Katsu) zollt einem Samurai, den er einst tötete, Respekt. Dessen Schwester (Mikiko Tsubouchi) will sich an Zatoichi rächen. Dieser verweilt in dem Dorf und sucht nach einer gestohlenen Ladung Gold, um dem einfachen Volk zu helfen, welches von korrupten Offizieren tyrannisiert wird. Mit seinem Verhalten zieht sich Zatoichi den Zorn des Samurai Jushiro (Tomisaburō Wakayama) auf sich…

Meine Meinung:

Zatoichi and the Chest of Gold ist der sechste Teil der langlebigen Zatoichi-Reihe. Eine Filmreihe, die es nebst den James Bond oder Godzilla Filmen auf etliche Fortsetzungen brachte und sicherlich zu den längsten Filmreihen überhaupt gehört. Zudem folgte eine TV-Serie. Ich habe mit Ausnahme der Takeshi Kitano Version aus dem Jahr 2003 alle Teile bisher nur jeweils einmal gesehen.

Zu Ehren von Regisseur Kazuo Ikehiro kam es nun zu einer Neusichtung. Kazuo Ikehiro verstarb Mitte dieses Monats. Zatoichi and the Chest of Gold war sein Einstieg in die Zatoichi-Reihe. Er sollte später weitere Filme zur Reihe beitragen (Zatoichi’s Flashing Sword, Zatoichi’s Pilgrimage). Abgesehen von diesen drei Filmen kenne ich keine weiteren Filme von Kazuo Ikehiro, der vor allem Samuraifilme gedreht hat. Ich finde 2-3 Titel, die sich interessant anhören = The Daring Nun, Slaughter in the Snow (soll der 3. Teil einer eigenen Trilogie sein) = Wunschliste. 

Da ich die anderen Filme nur einmal sah und deren Sichtungen extrem lange her sind, kann ich mit den anderen Filmen nicht vergleichen. Und vielleicht ist das auch besser so. Die Filme sind, was ich noch weiss, immer relativ ähnlich aufgebaut (wie James Bond Filme). Soll heissen mehr Action, mehr Kämpfe und mehr blutige Samurai-Action wären immer wünschenswert gewesen, aber die Filme waren nie sonderlich Action lastig oder blutig. Im Gegenteil. Die Filme haben oft ruhige Plots mit vielen Dialogen. Der Plot von Zatoichi and the Chest of Gold ist solide, aber nichts Besonderes. Der Film punktet jedoch in Sachen Optik.

Visuell fügt Kazuo Ikehiro dem Werk viele tolle Sequenzen zu, die optisch sehenswert geworden sind. Egal ob Flashback in Zeitlupe, brennende Laternen, die die Dunkle Nacht durchbrechen oder das Intro in den Film, in welchem Zatoichi vor schwarzem Hintergrund seine Feinde besiegt (hatte fast was von einem Old School Kung Fu Intro). Shintarô Katsu (Saga of the Phoenix, The Whale God, Hanzo the Razor: Sword of Justice) agiert einmal mehr eindrücklich als blinder Kämpfer. Dass mit Tomisaburō Wakayama (Ling Fung - Das glorreiche Schwert) der Star aus der Okami-Reihe hier als Bösewicht und Endgegner von Shintarô Katsu zu sehen ist (und das fiel mir bei der Erstsichtung nicht Mal auf), war stark (schon dessen Gamble-Duell vor dem Finale war amüsant und sehenswert).

Fazit: Für Zatoichi Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Zatoichi 7: Zatoichi's Flashing Sword

Infos:

O: Zatôichi senryô-kubi

Japan 1964

R: Kazuo Ikehiro

D: Shintarô Katsu, Mikiko Tsubouchi, Tomisaburō Wakayama, Shōgo Shimada, Machiko Hasegawa

Laufzeit der US-Blu-Ray: 82:27 Min.

Gesehen am: Feb. 2014 / Neusichtung am: 21.10.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von The Criterion Collection (Zatoichi Box Set) = Sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Es gibt diverse exklusive Extras. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2025).

Mittwoch, 16. Juli 2025

Once Upon a Time in China II

Once Upon a Time in China II

Story:

1895 in China:

Wong Fei Hung (Jet Li), sein Schüler (Max Mok) und seine 13. Tante (Rosamund Kwan) reisen nach Shanghai. Dort treibt die Sekte White Lotus unter ihrem Anführer Gao Kung (Xiong Xin-Xin) ihr Unwesen. Diese haben es vor allem gegen die Engländer abgesehen und führen Terroranschläge durch. Zur gleichen Zeit wird Dr. Sun Yat-Sen (Zhang Tielin) zum Staatsfeind erklärt. Wong Fei Hung nimmt den Kampf gegen die White Lotus Sekte auf und setzt sich, da Dr. Sun Yat-Sen unterstützend, auf die Todesliste von Commander Lan (Donnie Yen)…

Meine Meinung:

Kann Tsui Hark (Aces Go Places II, A Better Tomorrow 3, Black Mask 2: City of Masks) an seinen Vorgänger-Hit Once Upon a Time in China anknüpfen? Ja, das kann er. Diesen übertreffen? Nein, das nicht. Die Fortsetzung zu Once Upon a Time in China hält das hohe Qualitäts-Level des Vorgängers. Nebst Jet Li kehrt noch Rosamund Kwan zurück. Kent Cheng entfällt und die im ersten Film von Yuen Biaos gespielten Figur wird folgerichtig von Max Mok gespielt. Neu an Bord sind Shaw Brothers Legende David Chiang, Xiong Xin-Xin als Bösewicht (kommt im 3. Teil in einer neuen Rolle wieder vor) und Donnie Yen als 2. Bösewicht.

Jet Li (The Sorcerer and the White Snake, The Master, Martial Arts of Shaolin) bekommt diesmal mehr Screentime. Er darf sein Können erneut eindrucksvoll unter Beweis stellen. Er scheint für die Drahtseil-Akte und Kampfszenen wie geschaffen. Und dank der Zusammenarbeit mit Choreograph Yuen Woo-Ping (Eine Prise für tödliche Pfeifen, Shaolin Drunkard, Dreadnaught) werden die Kampfszenen erneut zum Highlight des Filmes. Rosamund Kwan (Undeclared War, The Assassin) bekommt weniger Screentime. Sie ist u.a. in einer amüsanten Szene über Hundefleisch zu sehen. Dass Yuen Biao ersetzt wurde, war korrekt, da sein Potenzial total verschwendet wurde. Die Rolle seiner Figur wird nun von Max Mok (An Eye for an Eye, Usurpers of Emperor's Power) gespielt.

Als Shaw Brothers Fan war ich erfreut zu sehen, dass ja auch David Chiang (The Shanghai Thirteen, The Boxer from Shantung, Blooded Treasury Fight) mitwirkt. Allerdings spielt dieser eine relativ unbedeutende Nebenrolle und dies ohne Action. Von Donnie Yen (Blade II, Ip Man 4: The Finale, Special ID) hätte ich mir mehr Screentime gewünscht. Mit der (White Lotus) Sekte wird zu viel Zeit verschwendet und das Overacting von Xiong Xin-Xin (stand schon in The Blade in einem Tsui Hark Film vor der Kamera) war z.T. fast zu viel des Guten. In einem Gastauftritt sehen wir noch CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness). Donnie Yen kehrt hier auch zu seinem Entdecker Yuen Woo-Ping zurück. Unvergessen sind dessen Zusammenarbeiten wie Drunken Tai Chi, Mismatched Couples oder In the Line of Duty 4.

Dass geschichtlich reale Figuren (nebst Wong Fei Hung) wie Sun Yat-sen in den Plot integriert wurden, wusste ich gar nicht mehr. Er floh von den Kommunisten aus China nach Taiwan, der Rest ist Geschichte. Dass ist auch der Grund, warum China Taiwan täglich droht und provoziert. Der Film ist einen Tick ernster als der Vorgänger, was mir gefiel. Ernster heisst düsterer, weniger Klamauk und teilweise geht es überraschend brutal zu, wenn vor allem Westliche mit brennenden Pfeilen angegriffen werden. Zudem fand ich es positiv, dass der Fokus diesmal mehr auf Jet Li liegt, und nicht seinem Schüler oder anderen Drittpersonen.

Fazit: Schon allein aufgrund des Finalkampfes ist der Film sehenswert! Must See Titel für Jet Li und Donnie Yen Fans!

Gefolgt von: Once Upon a Time in China III

Infos:

O: Wong Fei-Hung II: Nam Yi Dong Ji Keung

HK 1992

R: Tsui Hark

D: Jet Li, Rosamund Kwan, Max Mok, Donnie Yen, David Chiang, Xiong Xin-Xin, William Ho Ka-Kui, Zhang Tielin

Laufzeit der US-Blu: Ca. 112 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neue Sichtung am: 20.04.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray via der Once Upon a Time in China: The Complete Films Box von Criterion Collection = O-Ton, Englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut. Es gibt diverse Extras wie u.a. ein Interview mit Donnie Yen oder eine Doku über Wong Fei Hung. Ich bin aber nicht dazu gekommen, mir die Extras anzusehen. Gibt es in Deutschland von Splendid Film auf Blu-Ray (auch Uncut, mit O-Ton und deutschen Subs).

Sonntag, 6. April 2025

Once Upon a Time in China

Once Upon a Time in China

Story:

Spätes 19. Jahrhundert Kanton:

Arzt und Martial Arts Meister Wong Fei-Hung (Jet Li) und seine Schüler (u.a. Kent Cheng, Jacky Cheung) finden sich in einer Zeit wieder, in welcher Ausländer (Jonathan Isgar, Mark King, Steve Tar) vor Ort ebenso wie ansässige Kleingangster (Yau Gin-Gwok) für Unruhe sorgen. Dazu kommt, dass Wong Fei-Hung von Iron Robe Yim Chun Tung (Yen Shi-Kwan) zum Duell herausgefordert wird und dann muss Wong Fei-Hung auch noch seine 13. Tante (Rosamund Kwan) beschützen…

Meine Meinung:

Basierend auf dem realen Volksheld Wong Fei-Hung, der in Hong Kong schon durch ältere Generationen verkörpert wurde (Gordon Liu in Martial Club oder Kwan Tak-Hing in 77!!! einzelnen Filmen), schickt Tsui Hark (Knock Off, The Twin Dragons, Aces Go Places III) Jet Li (Hitman, Fong Sai Yuk II, Lethal Weapon 4) ins Rennen. Once Upon a Time in China ist der erfolgreiche und aufwändige Blockbuster des damaligen HK-Kinos, der für viele Preise nominiert wurde, einige einsackte und u.a. fünf Fortsetzungen nach sich zog.

Ich sah den Auftakt der Once Upon a Time in China Reihe sehr lange nicht mehr. So freute ich mich, heute mit dem 1. Teil meine Rewatch-Serie gestartet zu haben. In Once Upon a Time in China steckt viel Qualität. Das sieht man der Produktion trotz diverser Probleme beim Dreh (Cast und Crew, die abgesprungen sind oder Jet Li, der sich verletzt hat und im Finale z.T. gedoubelt werden musste) deutlich an. So muss der Film zu den besseren Werken von Tsui Hark gezählt werden, auch wenn ich Filme wie Dangerous Encounter - 1st Kind, The Butterfly Murders oder We're Going to Eat You nach wie vor zu seinen absoluten Highlights zähle. Noch vor Once Upon a Time in China.

Once Upon a Time in China hat tolle Kulissen, stark choreographierte Kampf- und Actionsequenzen, einen eigentlich tollen, namhaften Cast und eine visuell beeindruckende Kameraarbeit. Dazu ein wunderbares Lied, welches zu Beginn des Filmes im Vorspann die Herzen der Fans erfreut. Der erste Kampf von Jet Li gegen den Bösewicht (Yen Shi-Kwan) im Regen ist für mich eine der besten Szenen des ganzen Filmes. Da konnte dann leider auch das Leiter-Finale nicht anknüpfen. Im 1/4 des Filmes gab es mir zu wenig Action und mit einer stolzen Laufzeit von 134 Minuten war der Film doch vielleicht etwas zu lang.

Co-Star Yuen Biaos (Mr. Vampire II) Potenzial wird total verschenkt. Der bekommt eigentlich nicht eine wirklich tolle Kampfszene spendiert. Das ist schon sehr schade, wenn man so einen Namen an Bord hat. Sein Part wurde, wie auch jener von Jacky Cheung (Comic-Charakter ohne Action), für den 2. Film ausgetauscht. Weiter besetzt mit Kent Cheng (Run and Kill), Yuen Cheung-Yan (Sohn von Simon Yuen), Wu Ma (Gastauftritt) und Rosamund Kwan (ihren ganzen Sub-Plot hätte man zugunsten von mehr Action streichen können). Yen Shi-Kwan als Bösewicht war überzeugend. Dies sollte er später in Iron Monkey, wenn er Donnie Yen gegenübersteht, erneut unter Beweis stellen.

Fazit: Jet Li Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Once Upon a Time in China II

Infos:

O: Wong Fei-Hung

HK 1991

R: Tsui Hark

D: Jet Li, Yuen Biao, Kent Cheng, Jacky Cheung, Yen Shi-Kwan, Yuen Cheung-Yan, Rosamund Kwan, Wu Ma, Jonathan Isgar, Mark King, Steve Tar, Yau Gin-Gwok

Laufzeit der US-Blu: Ca. 134 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: 19.01.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray Box Once Upon a Time in China: The Complete Films = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, alle sechs Filme und Booklet in einer Box. Als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Tsui Hark (in Englisch), ein Interview mit Yen Shi-Kwan (Englischer Voice Over), Audioaufnahmen von Jet Li (in Englisch), ein kurzes (und uninteressantes) Behind-the-Scenes Spezial und es kommt HK-Film-Kenner Tony Rayns zu Wort (sehr zu empfehlen). In Deutschland von Splendid auf Blu-Ray zu haben (Uncut, Deutsch/Kantonesisch mit Subs).

Dienstag, 31. Januar 2023

Seven Samurai Review

Japanuary 2023

Seven Samurai

Story:

Ein Dorf mit Farmern sucht nach Samurai um sich vor bewaffneten Banditen zu schützen. Sieben Samurai (u.a. Toshirô Mifune) werden gefunden und ins Dorf gebracht, wo die Vorbereitungen für die kommende Schlacht beginnen…

 

Meine Meinung:

 

Der Japanuary 2023 wird mit dem epischen und wegweisenden s/w Klassiker Seven Samurai von Akira Kurosawa abgeschlossen, der viele Filme, Filmemacher und Genres inspiriert hat. Mich haben Szenen an Shaw Brothers Werke von Chang Cheh (Heldensterben) oder ans spätere Italo-Western Genre (Schlamm und Duelle im Finale) erinnert. Der Erfolg gibt dem Film sicherlich recht.

 

Klassiker hin oder her, mit der Personalakte Akira Kurosawa kenne ich mich kaum aus. Ich glaube, ich kenne nur einen seiner Filme (Sanjuro). Die Filme sind mir einfach zu alt, deshalb wenig Interesse. Seven Samurai ist für mich persönlich auch kein Kracher und kein Film für die Sammlung. Die DVD lag unendlich viele Jahre ungesehen rum. Abgeschreckt hat mich die sehr lange Laufzeit von 206 Filmminuten. Stolze Laufzeit!

 

Der Plot war mir aus Seven Samurai Ablegern bekannt. Der Plot nimmt sich für die Figuren und dessen Charaktereigenschaften Zeit. Es dauert auch, bis die Mission erfüllt und die sieben Samurai gefunden, zusammengestellt und ins Dorf gelangen. Das nimmt die erste Stunde ein. Danach folgt Strategie und Ausbildung der Dorfbewohner und im Finale gibt es die Konfrontation mit den Banditen. Etwa so würde ich den Film einschätzen. Im Mittelteil gibt es eine musikalische Intermission. Da fühlte ich mich an Stummfilme (z.B. den Start in King Kong) erinnert.

 

Jetzt aber zur Frage, die alle beschäftigt: Wird der Film seinem Ruf gerecht? Nein, leider nicht wirklich! Ich halte Seven Samurai für überbewertet. Da waren mir 08/15 Ableger, z.B. Seven Warriors aus Hong Kong (1989) deutlich lieber. Die Gründe sind schnell gesagt: für mich war der Film deutlich zu lang (206 Minuten Laufzeit). Zudem mochte ich den Humor nicht. War doof. Und ausgerechnet Toshirô Mifune (Swords of Vengeance) spielt der Kasper und Sprücheklopfer. Nervend.

 

Abgesehen davon kann ich kaum motzen: das Schauspiel, die Optik (z.B. bereits der Vorspann), Kameraeinstellungen (Grab am Ende), Aufnahmen (Finale im Regen und Schlamm oder das brennende Wasserrad) und speziell die Musik waren eine klasse für sich und lassen erahnen, warum die Filme von Akira Kurosawa dazumal so erfolgreich waren! Mit einer weniger langen Laufzeit und Verzicht von Klamauk / Overacting hätte durchaus ein Kracher entstehen können! In der Form jedoch kein Film für meine Filmsammlung.

 

Fazit: Wird seinem Ruf nicht gerecht! Seven Samurai kann man Mal schauen, aber definitiv kein Must See Titel!

 

Infos:

 

O: Shichinin no samurai

 

Japan 1954

 

R: Akira Kurosawa

 

D: Toshirô Mifune, Takashi Shimura, Keiko Tsushima, Yukiko Shimazaki, Kamatari Fujiwara, Daisuke Katô, Isao Kimura

 

Laufzeit der US-DVD: 206:27 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Criterion (The Criterion Collection) vor. Die 1. Auflage. Spätere Auflagen sollen qualitativ besser sein. Ich empfand die Bild- und Tonqualität als gut. Uncut, O-Ton und englische Subs vorhanden wie auch Extras und ein Booklet. In Deutschland als Die Sieben Samurai von New KSM auf DVD raus (Deutsch/Jap. Mit deutschen Subs). Wer eine Blu-Ray Ausgabe möchte, sollte zur US- oder UK-Variante greifen (The Criterion Collection #2 / BFI).

Sonntag, 18. Oktober 2020

Videodrome Review

Horroktober 2020

Videodrome

Story:

Max Renn (James Woods), Direktor einer Cable-TV Station, die den Zuschauern Gewalt- und Sexangebote anbieten, kommt der mysteriösen TV-Show «Videodrome» auf die Spur, die möglicherweise gar echte Inhalte zeigen. Max beginnt zu recherchieren und begibt sich in Gefahr…

Meine Meinung:

Videodrome ist für mich ein weiteres Meisterwerk von David Cronenberg (Shivers, Nightbreed), der einige wirklich tolle Filme auf die Menschheit losgelassen hat (Scanners, Die Fliege, Naked Lunch). Videodrome erzählt einmal mehr eine interessante, fesselnde, sozialkritische und spannende Geschichte in der Cronenberg die Medien und deren Wirkung/Folge auf den Menschen, in seiner Art und Weise, darstellt.

Mit anderen Worten: Verschmelzung von Realität und Traum, Veränderung, Mutationen = Body-Horror, für dessen der Regisseur bekannt ist (Scanners, eXistenZ, Die Fliege, Die Brut…). Videodrome ist in meinen Augen einer der besten Arbeiten des Kanadiers. Die Story alleine überzeugt genug, um zu unterhalten und um aus der Masse an Oberflächlichkeit in der Filmwelt herauszuragen.

Der Soundtrack ist superb wie auch das Schauspiel aller Beteiligten. James Woods brilliert und war nie besser. Seine Rolle in Videodrome muss nebst jener aus Vampire zu seinen besten Arbeiten gezählt werden. Aber auch der restliche Cast ist, bis in die kleinsten Rollen, glaubhaft gewählt und verkörpert worden.

Nebst Inhalt, Soundtrack und Darsteller überzeugen auch die teilweise herrlich surrealen und fantasievollen Effekte, die von Rick Baker und Steve Johnson (Howling IV: The Original Nightmare, A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master) stammen.

Rick Baker war u.a. für die Effekte in It’s Alive, The Exorcist, The Food of the Gods, Das Tier oder Tanya's Island zuständig. Die Kreationen, welche sie für Videodrome in Verbindung mit Körperveränderungen und bizarren Mutationen kreierten, gehört zum Besten, was in Sachen handgemachte Effekten möglich war – einzigartig und spektakulär! Grosse Klasse!

Fazit: Eine der besten Arbeiten von David Cronenberg! 

PS: Das Ende des Filmes gefiel mir auch sehr gut. Genau nach meinem Geschmack...

Infos:

O: Videodrome

Kanada 1983

R: David Cronenberg

D: James Woods, Sonja Smits, Debbie Harry, Peter Dvorsky, Leslie Carlson

Laufzeit der US-DVD: 88:45 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Criterion (The Criterion Collection) vor = Doppel DVD mit vielen Extras, einer hervorragenden Bild- und Tonqualität, Uncut Fassung (Unrated d.h. länger als die zensierte Kinofassung aus den USA), O-Ton und englische Subs. Die Unrated Fassung gibt es erst dank Koch Media in Deutschland. Frühere Releases entsprechen der zensierten Kinofassung = nicht interessant.