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Samstag, 24. Mai 2025

Bruce and the Iron Finger

 

Bruce and the Iron Finger

Story:

Ein Cop (Bruce Lai) ermittelt in einer Mordserie, in welcher der Täter seine Opfer mit der Iron Finger Technik tötete. Das führt ihn zu diversen Kämpfern (u.a. Bruce Leung), ehe er den richten Täter (Ku Feng) findet…

Meine Meinung:

Von den Filmen aus der The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1., die ich bisher sah (Enter Three Dragons, The Big Boss Part II, Challenge of the Tiger, The New Game of Death, The Dragon Lives Again), gefällt mir Bruce and the Iron Finger, den ich ursprünglich als VHS aus Holland hatte (ungesehen), am besten. Zugegeben, Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache tönt auch amüsant, aber an den kann ich mich kaum erinnern. Zudem schaute ich davon die deutsche Fassung, nicht jene Version aus Severin Films Box. Nachdem Severin Films ihre Box ankündigten, verkaufte/entsorgte ich das VHS aus Holland.

Der Film von Tu Lu-Po (Magic Curse, Crocodile Evil, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!) überzeugt vor allem durch eine grosse Anzahl an Kämpfen, die zudem stark choreographiert wurden. Längen gibt es praktisch keine. Vor allem am Anfang und Mittelteil gibt es erstmal viel Kampfszenen zu sehen, bevor etwas Plot folgt. Der Plot ist sehr dünn. Auf Klamauk wird fast gänzlich verzichtet und der Cast um Bruce Lai (The Ming Patriots, Bruce Lee the Invincible, Edge of Fury), Bruce Leung (Gang Master, Little Super Man, Kidnap in Rome), Addy Sung Gam-Loi (Twins of Kung Fu, Relentless Broken Blade, The Informer), Ku Feng (The Psychopath, The Avenging Eagle, Kuan - Der unerbittliche Rächer) und Lee Hoi-Sang (Die Schlitzaugen mit dem Superschlag, The36th Chamber of Shaolin, Fists and Guts) ist sehenswert.

Die Kampfszenen und deren Choreographie besorgte u.a. Bruce Leung zusammen mit seinem Bruder. Die Kampfszenen von Bruce Leung und Bruceploitation-Star Bruce Lai sind am besten. Ku Feng, der natürlich den Bösewicht spielt, fällt dabei etwas ab. Die Kampfszenen mit Bruce Lai und Bruce Leung rocken. Die sind schnell und rasant choreographiert. Allgemein macht auch die Kamera einen tollen Job. Der Kurzauftritt von Lee Hoi-Sang mündet in einem harten Kampf auf Leben und tot und die 2-3 Kampfszenen von Addy Sung Gam-Loi können sich auch sehen lassen. Addy Sung Gam-Loi spielt einen Schüler von Ku Feng.

Fazit: Ein sehenswerter Bruceploitation-Beitrag mit vielen tollen Kampfszenen!

Infos:

O: Daai Gaau Tau Jyu Sou Noeng Zi

HK 1979

R: Tu Lu-Po

D: Bruce Lai, Ku Feng, Bruce Leung, Addy Sung Gam-Loi, Lee Hoi-Sang

Laiufzeit der US-Blu: 89:28 Min.

Gesehen am: 01.03.25 / 2. Sichtung Mai 2025

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films = The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1. Dort liegt der Film leider nur Englisch Dubbed vor. Die Synchronisation ist schlecht. Der 35mm Print hingegen schaut richtig gut aus. Es gibt englische Subs, der Film ist Uncut und es diverse Extras, aber keine exklusiven Extras mit Machern der Produktion. In Deutschland heisst der Film Shaolin Handlock. Die deutsche Blu-Ray von Cargo Records hat drei Vorteile gegenüber der US-Blu-Ray: an den Seiten mehr Bildinfos, eine hellere Bildqualität und die deutsche Synchronisation ist mutmasslich hervorragend (ich habe mir den deutschen Trailer auf YouTube angesehen). Die Disc wandert definitiv in meine Sammlung. Dann gibt es noch Aushangfotos mit Nacktszenen, die bisher in keiner bekannten Fassung gefunden wurden. Eine Fassung im O-Ton Kantonesisch ist mir nicht bekannt. Für zehn CHF versuche ich nun, in China eine DVCD zu kaufen. Die dürfte hingegen auf Mandarin sein statt in Canto. Aber mich nimmt es wunder, ob dort ggf. exklusive Szenen zu sehen sind. Nachtrag Mai 2025: Die oben erwähnte DVCD aus China konnte ich erwerben. Der macht in Mandarin (auch wenn Kantonesisch O-Ton wäre) deutlich mehr Spass als mit dem grottenschlechten und ultramiesen Englischen Dub der Severin Films Blu-Ray. Der Plot ist bekannt, daher störten auch fehlende Untertitel nicht und die Kampfszenen sind, trotz Vollbild, nicht verunstaltet. Extra Nacktszenen gibt es aber auch in dieser Fassung nicht. Sehenswerte Bruceploitation mit viel Kung Fu Szenen. Glück, dass trotz den Bilden auf dem Artwork (die nicht vom Film stammen) der korrekte Film auf der Disc zu finden war. 

Montag, 14. Oktober 2024

The Wrongly Killed Girl

Horroktober 2024

The Wrongly Killed Girl

Story:

Während der Feierlichkeiten beim «Festival of Lanterns» wird eine junge Frau tot aufgefunden. Schnell wird ein junger Mann verhaftet, ihr Cousin und Liebhaber. Er wird durch den Justizminister zum Tode verurteilt. Doch Richter Bao Zheng glaubt nicht an die Schuld des jungen Mannes und sucht weiter nach dem wahren Täter…

Meine Meinung:

Unbekannter Film aus Taiwan. Damit habe ich meine Horror, Ghost, Vampire und Fantasy Wunschliste (Filme aus Hong Kong und Taiwan betreffend) abgearbeitet. Es stehen jedoch noch unendlich viele Titel auf diesen Listen. Den seltenen The Wrongly Killed Girl fand ich in einem Auktionshaus in China. Die oben genannte Inhaltsangabe war die einzige, welche ich auf die schnelle zum Film, der ohne Englische Untertitel oder Namen welche ich kenne, fand. So war es nicht immer ganz einfach, dem Plot und den Motiven des Filmes und den Figuren zu folgen.

Es geht um einen Mann, der exekutiert werden soll. Dieser wird von fliegenden Flammen und danach von der Tatsache, dass das Schwert ihm keine Wunde zufügen kann, gerettet, ehe der Geist des weiblichen Opfers in ihn eindringt und die Exekution danach gestoppt wird. Wir verfolgen danach vier Charaktere. Davon sind drei zusammen unterwegs (Männer und Frauen). Es sind danach gute Kampfszenen zu sehen. Diese Truppe erreicht noch rechtzeitig einen 4. Mann, der alleine durch die Wälder wandert und von Bösewichten mit coolen Waffen angegriffen wurde.

Nach 50 Minuten wechselt der Film und Inhalt dann in die Hölle, wo scheinbar die Seele der verstorbenen Frau gesucht wird, um diese zu retten. Doch ganz so einfach wird es dann doch nicht. Um kurz vor dem Finale darf das Opfer King Yan (dem Herrscher der chinesischen Version der Hölle) dann berichten, wie sich ihr Mord korrekt abgespielt hat und der wahre Täter wird am Ende verhaftet und verurteilt. Wer gut und wer böse ist, sieht man den Figuren an. Das hilft zumindest, diese auseinander bzw. den Parteien zuzuordnen. Am Anfang befürchtete ich, dass es keine Horrorinhalte geben würde.

Falsch gedacht. Nebst den Geistern sind es vor allem die Szenen in der Hölle, die mich positiv überrascht haben, da unerwartet. Ich mochte diese Szenen und Settings, auch wenn viel harmloser als in anderen Filmen dieser Art dargestellt. Am ehesten würde ich mit Filmen wie When Hell Broke Loose sowie The Secret Mirror from the Hell vergleichen. Was mich weiter positiv überrascht hat waren die Anzahl Kampfszenen und deren Qualität. Die waren qualitativ sehenswerter und cooler gefilmt und choreographiert, als erwartet. Zudem ist der Film und Plot ernst erzählt. Auf Klamauk wird verzichtet.

Fazit: Besser als erwartete Arbeit von Regisseur Wang Hung-Chang (Master Killers), von dem ich noch einige ungesehene Filme vor mir habe (A Girl Called Tigress, Swordsman with an Umbrella)…

Infos:

O: Nan xia Zhan Zhao da po di yu men

Taiwan 1976

R: Wang Hung-Chang

D: Wen Chiang-Long, Ssu-Ma San-San, Yam Ho, Fang Fang, Yen Chung

Laufzeit der chinesischen DVCD: ?

Gesehen am: Okt. 2024

Fassungen: Mir lag die chinesische DVCD vor = gute Bild- und Tonqualität, Vollbild, Mandarin O-Ton ohne Untertitel.  Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024). Zwischen der ca. 38.-48. Minute war meine Disc fehlerhaft und die Stelle musste ich überspringen, um weiterschauen zu können.

Sonntag, 22. Oktober 2023

The Horrible Honeymoon Tour

 

Horroktober 2023

The Horrible Honeymoon Tour

Story:

Eric (Lee Tao-Hung) und Angi (Au-Yeung Ling-Lung) heiraten und machen Flitterwochen. Doch dann geschehen merkwürdige Ereignisse. Es gibt Tote und Zeugen wollen eine abgetrennte Hand gesehen haben. Die Polizei ermittelt, währenddessen Eric Angi des Fremdgehens bezichtigt…

Meine Meinung:

Bei The Horrible Honeymoon Tour handelt es sich um einen sehr seltenen Gruselfilm aus Taiwan aus dem Jahr 1980 mit Lee Tao-Hung (The Demons in the Flame Mountain) und Au-Yeung Ling-Lung (Filthy Guy) in den Hauptrollen. Warum der Film zwei Regisseure gelistet hat, weiss ich nicht. Ich nehme an, dass Tyrone Hsu Tien-Yung (The Red Phoenix, Six Directions of Boxing) das Sagen hatte, da Cheung Tak-Kon danach nie mehr als Regisseur tätig war.

The Horrible Honeymoon Tour ist erst Mal interessant da Horror-Genre, Taiwan-Produktion und selten. Doch ein Kracher ist der Film definitiv nicht geworden. Kurzweilig, aber nichts Besonderes. Meiner Meinung nach kann von echtem Horror nicht die Rede sein. Dafür ist der Film viel zu zahm. Ich würde eher von Grusel sprechen. Der Film bietet einige klassische Grusel- und Ghost-Motive. Die Story mit der Hand ist jedoch relativ unglaubwürdig, vor allem das am Ende offenbarte Motiv.

Lee Tao-Hung spielt Eric leider zu naiv. Dass er sofort glaubt, seine Ehefrau habe eine Affäre und danach eine vorübergehende Trennung, war unglaubwürdig und wurde Angi, toll gespielt von Au-Yeung Ling-Lung, nicht gerecht. Die Namen entsprechen der englischen Sprachfassung (mehr dazu unter Fassungen). Der Film hat also auch dramatische Elemente inklusive Motive einer Liebesgeschichte und eines Krimis. Polizeiarbeit kommt auch vor.

Die abgetrennte Hand ist, vor allem für heutige Massstäbe, billig in Szene gesetzt. Nur wo sie von einer Leiche abgetrennt wird, kann man von einem Effekt sprechen. Sonst gibt es ein-zwei Mal etwas rote Farbe, welche Wunden in einem Gesicht darstellen sollen. Ansonsten gibt es, horrortechnisch, nichts zu sehen: Kein Blut, keine Effekte, keine nackte Haut, kein Sex. Eben alles sehr zäh und konservativ.

Fazit: Wer gerne sehr seltene, alte Grusel-Filme aus Asien mag, kann einen Blick riskieren. Aber definitiv kein Kracher! Ich werde den Film vorerst für ein mögliches, zukünftiges Tauschgeschäft in der Sammlung belassen…

Infos:

O: 蜜月怪手

Taiwan 1980

R: Cheung Tak-Kon, Tyrone Hsu Tien-Yung

D: Lee Tao-Hung, Au-Yeung Ling-Lung, Chang Chi-Ping, Wang Fei, Chang Wei

Laufzeit der chinesischen DVCD: 70:51 Min.

Gesehen am: Okt. 2023

Fassungen: Mir lag die chinesische DVCD von New Inventer vor = k.A. ob Uncut oder nicht, mit Ausnahme des Vorspannes gute Bildqualität (aber Vollbild), Mandarin oder Englischer Ton (die Englische Synchro würde ich sogar als gut bezeichnen). Unter dem Titel La Main Fantôme / bạn fay mà gibt es, wie es scheint, noch eine VHS aus Vietnam. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Die Bilder auf dem DVCD Artwork haben nichts mit dem eigentlichen Film zu tun. 

Dienstag, 30. August 2022

The Secret of Shaolin Poles Reviews



The Secret of Shaolin Poles

Story:

 

Commander Ma (Chang Yi) setzt ein Kopfgeld auf Held Fong Sai Yuk (Mang Fei) aus. Dies zieht diverse Feinde und Nachahmer (u.a. Lau Kar-Wing) nach sich. Besonders Japaner Ryunokai Daisai (Yasuaki Kurata) ist bedacht darauf, Fong Sai Yuk zu töten. In einem ersten Duell wird Fong Sai Yuk verwundet und danach von Commander Mas Bruder (Dorian Tan Tao-Liang) trainiert, um in einem 2. Duell eine Chance gegen den Japaner zu haben und seine «Freundin» (Doris Lung Chun-Erh) zu retten…

 

Meine Meinung:

 

The Secret of Shaolin Poles ist ein 1977er Eastern aus Taiwan (oder Hong Kong, je nach Quelle) und war besser als erwartet und fast ein Kracher! Angeblich handelt es sich um einen dritten Teil einer Trilogie (1. Teil = The Prodigal Boxer, 2. Teil = Prodigal Boxer II) und viele Szenen haben an spätere Klassiker wie The Young Master (der Fächer-Kampf) oder Once Upon a Time In China (Pferdeschwanz Kampf) erinnert. Schön!

 

Der Kung Fu Film von Ulysses Au-Yeung Jun (Fatal Recall, The Woman from the Hell, Shaolin Warrior) überzeugt durch viele spektakuläre Kampfszenen, die stark von Lau Kar-Leung (The Eight Diagram Pole Fighter) choreographiert wurden. Sehenswert und qualitativ hochwertig! Es wird mit oder ohne Waffen, auf «Poles» oder dem Boden gekämpft. Die Kampfszenen sind wunderbar anzusehen. Nicht nur die Kampfszenen von Mang Fei mit dem Fächer (gegen Lau Kar-Wing), sondern vor allem die zwei langen, harten Duelle gegen Yasuaki Kurata und der Finalkampf gegen Chang Yi.

 

Dazu kommen nebst Italo-Western Musik andere typische Klischees, die das Kung-Fu Genre dazumal bereithielt: etwas Klamauk (wobei sich der Ton immer düsterer färbt und der Klamauk bald verschwindet), miese Englische Synchro, Schüler-Meister Thema (wobei auch eher am Rande), böser Tyrann, Kinder, Urin-Szenen und grandiose Schmollszenen von Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu). Dank der vielen Kämpfe (die auch lange dauern) gibt es nur wenig Längen.

 

Was dem Film nebst starken Kung-Fu Szenen sehenswert macht, ist sein toller Cast: Mang Fei als chinesischer Robin Hood und Nationalheld Fong Sai Yuk, Yasuaki Kurata (Fist of Legend) in wohl einer seiner besten Kung Fu Rollen als Bösewicht, Dorian Tan Tao-Liang (Horror Holiday) als Krüppel-Meister, Lau Kar-Wing (The Odd Couple) in einer Nebenrolle und sehr Freude hatte ich an Chang Yi (Shaolin Kung Fu - Der gelbe Tiger) als weisshaarigen Bösewicht und Endgegner während mich Doris Lung Chun-Erh teilweise vom Gesicht her an Maggie Cheung erinnerte. Und wie niedlich sie schmollen kann…

 

Fazit: Für Kung-Fu und Eastern Fans unbedingt sehenswert!

 

Infos:

 

O: Fang Shi Yu Da Po Mei Hua Zhuang

 

HK / Taiwan (je nach Quelle…) 1977

 

R: Ulysses Au-Yeung Jun

 

D: Chang Yi, Mang Fei, Lau Kar-Wing, Yasuaki Kurata, Dorian Tan Tao-Liang, Doris Lung Chun-Erh

 

Laufzeit der holländischen VHS: 95:24 Min.

 

Laufzeit der chinesischen DVCD: 86:89 Min.

 

Gesehen am: 20.08.22

 

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed und Vollbild VHS aus Holland von Dragon Video vor = Uncut und scheinbar länger als die UK-DVD, die zensiert sein soll. Bildqualität ist auf gutem VHS Niveau, leider Vollbild und Englischer Dub teilweise schlecht. Eine O-Ton Fassung mit/ohne Subs ist mir nicht bekannt. Es gibt ebenso keine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2022). Nachtrag 13.05.23: für eine 2. Sichtung lag mir nun die DVCD aus China vor = Bootleg und eine Ocean Shores Kopie (einer VCD?) in Englisch oder Mandarin. Gekauft da ich den Film in Mandarin wollte. Die Bildqualität ist gut. Es gibt keine Subs. Im Gegensatz zum VHS aus Holland (inzwischen verkauft) läuft die VCD kürzer (86 statt 95 Minuten). Scheinen Szenen zu fehlen. Mir jedoch nicht aufgefallen, was fehlt.

Dienstag, 8. März 2022

Lucky Seven 2 Review


Lucky Seven 2

Story:

 

Gangster unter der Führung von Big Sister (Yukari Ôshima) entführen Kinder und erpressen Lösegelder. Die Polizei in Taiwan lässt daraufhin sieben Kinder ausbilden und trainieren, damit diese die entführten Kinder befreien bzw. die Polizei zu Big Sister führen…

 

Meine Meinung:

 

Fortsetzung von Lucky Seven (Taiwan, 1986). Aus Teil eins kehrte Regisseur Chao Chen-Kuo (The War Dogs) und Martial Arts Regisseur Chiu Ying-Hong (Drug Tiger) zurück. Ob es hingegen die gleichen Kids sind, ist mir nicht bekannt, da diese in der hkmdb gar nicht gelistet sind. Es gibt einiger solcher 80er Jahre Kung-Fu Filme mit kämpfenden Kids. Diese sind mir jedoch wenig bekannt, da ich kein grosser Fan von Kindern bin…

 

Nebst Lucky Seven war in Taiwan auch die The Kung Fu Kids Reihe sehr erfolgreich. Durch ein Youtube Video mit coolen Stunts über das HK-Kino wurde ich indirekt auf Kung Fu Kids II mit Dick Wei als Bösewicht aufmerksam. Die Clips der Stunts sahen einfach nur spektakulär aus! So wollte ich den Film sehen, doch mein Kumpel besitzt diesen Film nicht. Stattdessen guckten wir uns als Ersatz dann Lucky Seven 2 an – welchen er auch noch nie sah.

 

Schmackhaft mit dem Wissen, dass immerhin Genre-Grössen wie Japanerin Yukari Ôshima (Devil Cat, Kung Fu Wonder Child, Iron Angels) und dessen späteren Ehemann Philip Ko (7 Men of Kungfu, Eine Prise für tödliche Pfeifen, The Loot) als Cast gelistet sind. Yukari Ôshima spielt dabei den Bösewicht und eine der Hauptrollen, während Philip Ko nur in einer Kurzrolle zu sehen ist (immerhin mit Action).

 

Lucky Seven 2 muss man sich wie folgt vorstellen: The Inspector Wears Skirts ohne Frauen und Männer, dafür mit Kindern und viel taiwanesischem Patriotismus. Dabei gibt es sieben Kinder, jede Menge Gags, Klamauk, Running Gags und auch Action. Die Actionszenen hätten natürlich länger und von der Anzahl her grossflächiger ausfallen dürfen. Dennoch hat der Film Spass gemacht und die Kinder und der Humor waren weniger schlimm und nervend als befürchtet.

 

In den Action-Szene machen die Kinder eine gute Figur wie auch Yukari Ôshima. Sie spielt die Endgegnerin toll und jede Szene mit ihr ist ein Genuss. Davor dürfen auch Amazonen ran, die direkt aus Jackie Chans Armour of God entsprungen sein könnten, der zuvor an den Kinokassen Erfolge eingefahren hat. Und davon liess man sich beeindrucken. Auch diese Kämpfe waren sehenswert. Teilweise cool, rasant und schnell choreographiert und mit Stunts versehen. Dennoch erreichen sie nicht die Qualität der Kampfszenen aus Kung Fu Kids II, wenn ich mit den Clips aus dem Youtube Video Vergleiche. Aber für die Wunschliste reicht es aus!

 

Fazit: Für Fans von asiatischen HK/TW-Komödien, Ausbildungsfilmen, Kinder Martial Arts Streifen oder Yukari Oshima zu empfehlen!  

 

Infos:

 

O: 7 Siu Fook 2

 

Taiwan 1989

 

R: Chao Chen-Kuo

 

D: Yukari Ôshima, Philip Ko, Wong Chung-Yue, Li Chung-Yat, Chiou Ing-Horng, Chiang Ching-Feng, Tsai Chung-Chiu

 

Laufzeit der chinesischen DVCD: Ca. 90 Min.

 

Gesehen am: 19.01.22

 

Fassungen: Ich sah den Film beim Kollegen als chinesische DVCD = Mandarin oder Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs, Uncut, gute Bildqualität. Pics Mal wieder aus anderen Filmen, aber immerhin haben sie es geschafft, Yukari Ôshima und Philip Ko aufs Cover zu klatschen. Gibt es in Deutschland auf DVD, aber nur in Deutsch/Englisch (also kein O-Ton). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2022).

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Invitation of Ghost Review

 
 
Horroktober 2021

Invitation of Ghost

Story:

Norman (Norman Tsu) hat bei Gangster Wilson (Wilson Tong) hohe Spielschulden. Norman flieht nach Thailand und wendet dort schwarze Magie an, welche ihm Glück bringen soll. Und tatsächlich: er hat Geld, gewinnt, die Gangster können ihm nichts mehr anhaben und schnell hat Norman eine Frau (Jaime Chik Mei-Jan) an seiner Seite. Doch die schwarze Magie hat noch etwas anderes aus Thailand mitgebracht…

Meine Meinung:

Invitation of Ghost ist ein Mitte 80er Jahre Hong Kong Horrorfilm von und mit Wilson Tong. Er führte nicht nur Regie und spielte an der Seite von Star Norman Tsui (That’s Money, Blood Ritual) mit, sondern produzierte den Low-Budget Geister-Film auch. Ähnlichkeiten mit Ghost Nursing sind nicht von der Hand zu weisen: teilweise gleicher Cast (Wilson Tong, Norman Tsui) und gleiche Film-Inhalte = Ghost, Rituale, Zauber, Magie.

Im Vergleich ist Ghost Nursing aber der bessere Film, soweit ich mich erinnern kann. Invitation of Ghost hat in meinen Augen zwei Hauptprobleme: wohl aufgrund des Budgets gibt es zu wenig (Blut/Splatter/Ekel) Effekte- und Make-Up Sequenzen. Es gibt 1-2 blutige Shoot-Outs, am Ende einen kleinen Schmelz-Effekt (Totenschädel der zum Vorschein kommt) und an der Stelle wollen wir das Monster selbst nicht vergessen (plus die Sex-Szene, die an Filme wie Devil Fetus, The Rape After oder Seeding of a Ghost erinnert).

Aber sonst? Pustekuchen! Das ist schon etwas schade, wenn ansonsten Inhalte wie Geister/ein Monster, skurrile Rituale und Magie auf dem Programm stehen. Ich nehme an, dass das dem Budget geschuldet war. Das zweite grosse Problem: die 1. Filmhälfte ist sehr langweilig. Immerhin: gegen Ende wird es actionreicher und der Film somit besser. Wilson Tong (The Club, Daggers 8) und Norman Tsui sind solide, aber schauspielerisch und charismatisch auch schon besser aufgetreten. Sicher nicht ihre Bestleistung. Definitiv kein Höhepunkt in ihrer Karriere. In einem Gastauftritt in einer Gamble-Szene ist ausserdem noch Wu Ma (Two Jolly Cops) zu sehen!

Fazit: Kein Kracher und weniger gut als Ghost Nursing, wird aber dank der 2. Filmhälfte «gerettet»!

Infos:

O: Qing Gui

HK 1984

R: Wilson Tong

D: Norman Tsui, Wilson Tong, Wu Ma, Jaime Chik Mei-Jan, Huang Ha

Laufzeit der chinesischen DVCD: 90:58 Min. (inklusive HK-Trailer, der vor dem Film gezeigt wird)

Gesehen am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die DVCD aus China von New Inventer vor = wie man es vom Label nicht anders kennt falsche Cover-Angaben (Namen und Bilder stammen auch nicht vom eigentlichen Film), Mandarin oder O-Ton Canto, keine Subs, wahrscheinlich Uncut, gute Bildqualität. Alternativen: HK VCD (auch O-Ton und keine Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt 2021).

Freitag, 23. April 2021

When Hell Broke Loose Review

When Hell Broke Loose

Story:

 

Die Handlung des Filmes wiederzugeben, ist sehr schwer, da keine englischen Subs und es nicht ein einziges Review zum Film im Netz gibt:

 

Auf jeden Fall sind diverse Figuren vorhanden, die sündige Taten begehen: kämpfen gegeneinander, entführen eine Frau, eine weitere Frau, die ihren Mann (?) niedersticht und sich danach suizidiert etc. Teilweise haben die Figuren in Form von Träumen Vorahnungen (Folter in der Hölle). Auf alle Fälle spielt der Film im späteren Verlauf in der Hölle, durch welche Buddha (?) in Menschengestalt (Chiang Chang-Wen) reist und versucht, Seelen zu retten…

 

Meine Meinung:

 

Zu Filmen wie Japanese Hell, Jigoku, The Inferno, Heaven and Hell, The Afterworld, Hell und The Secret Mirror from the Hell gesellt sich nun der unbekannte taiwanesische Film When Hell Broke Loose aus dem Jahr 1975 dazu.  Indirekt wurde ich nur durch Social Media – FB – darauf aufmerksam. Ich fand ein Cover (wohl zu einer VHS aus Taiwan) und in einem Forum wurde mir dazu dann der Titel übersetzt = ich hörte zum ersten Mal von When Hell Broke Loose.

 

Wie zu Beginn unter «Story» bereits erwähnt war es kaum möglich, einer Story zu folgen, Personen auseinander zu halten oder Motive und Gründe zu erfahren, warum sie was tun und/oder warum sie in der Hölle landen oder nicht.

 

Der Film startet, was das Intro angeht, mit «Höllen-Diener». Ich nenne sie jetzt Mal so. Gestalten aus der jap. Mythologie. In den oben genannten Höllenfilmen kommen diese in gleicher Form (zumindest die Werke aus Japan bzw. der buddhistische Höllendarstellung) auch so vor (z.B. das Wesen mit der langen Zunge). Danach geht es mit diversen Figuren ausserhalb der Hölle weiter: es gibt Situationen, die eventuelle auf Sünden schliessen lassen, und es gibt ab und zu mittelmässige Kung Fu Szenen zu sehen.

 

Die Musik ist billig und lahm. Erst in der 2. Filmhälfte, wenn plötzlich ein Drache mit mehreren Köpfen und danach ein Fake-Monster-Tiger auftauchen, gefiel mir der Film besser: die Szenen hätten nämlich aus einem japanischen Kaiju-Film stammen können. Und solche Szenen wurden ja nicht nur in Japan, sondern auch in südkoreanischen, thailändischen und eben auch taiwanesischen Filmen gezeigt (oder HK):

 

z.B. in Streifen wie The Fairy and the Devil, Shaolin Drunkard (der Frosch), Magic Lizard, Super Inframan, Young-Gu and Dinosaur Zu-Zu, The Boy and a Magic Box, Little Hero (Polly Shang-Kuan Ling-Feng die am Strand gegen Tintenfisch-Monster kämpft), Tsu Hong Wu, The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army (jap.-thai. Co-Produktion), Roboter der Sterne, Flying Dragon Attacks, The War God oder A Valiant Villain.

 

Ab diesem Zeitpunkt wird der Film besser. Und: er verlagert seine Story danach gänzlich in die Hölle: es gibt tolle Settings zu sehen und vor allem auch einige blutige Splatter-Szenen, die mich für einen taiwanesischen Film aus dieser Zeitspanne doch positiv überrascht haben, z.B. verschwindet eine Axt in einem Gesicht oder aus einem Torso werden Därme entnommen. Es gibt noch 2-3 andere Szenen dieser Art.

 

Fazit: Der Fan wird, wenn auch erst ab der 2. Filmhälfte, befriedigt, da der Film, wie der Titel vermuten lässt, die Story in die Hölle verlegt und es Szenen à la Jigoku und Co. zu sehen gibt! Kein Meisterwerk, aber hat seine positiven Momente und auch interessant da selten! 

 

Infos:

 

O: 打破地獄門, Da po di yu men

 

Taiwan 1975

 

R: Tsai Shi-Chang, Hsu Sheng-Han

 

D: Wen Chiang-Long, Yu Tien-Lung, Chiang Chang-Wen, Sung Kang-Ling, Chao Chiang, Kuo Hsiao-Chuang

 

Laufzeit der chinesischen DVCD: 86:08 Min.

 

Gesehen am: 19.01.21

 

Fassungen: Mir lag aus China die DVCD von New Inventer vor = Uncut, O-Ton, keine Subs, solide Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2021). Es gibt mind. noch ein VHS in Taiwan. Mir ist jedoch nicht bekannt, ob dieses englischen Subs bietet oder nicht. Und vor allem: nicht zu bekommen!

Dienstag, 14. August 2018

Cheap Killers Review

Cheap Killers

Story:

Die zwei Profikiller Sam Cool (Alex Fong Chung-Sun) und Yat Tiu (Sunny Chan Kam-Hung) geraten auf die Abschussliste ihres Bosses Doctrine King (Henry Fong Ping), dessen Flamme Ling (Kathy Chow Hoi-Mei) und Kings Männern (Mike Ian Lambert). Sie überleben – aber sind gezeichnet fürs Leben. Mit Hilfe eines aufrichtigen Polizisten (Stephen Fung Tak-Lun) wollen sie Doctrine King und Ling das Handwerk legen…

Meine Meinung:

Cheap Killers habe ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Ich wusste kaum mehr was über den Film. Die Neusichtung bestätigt, dass der Film, obwohl nach 1995 gedreht (die besten HK Filme kamen vor 1995 was meinen Filmgeschmack der ehemaligen Kolonie angehen), mir auch heute noch gut gefällt.

Der Film besticht durch eine gesunde Portion Härte (Script von Wong Jing), genug Budget (erneut: dank Wong Jing) und durch seine optische Seite! Man sieht dem Film die Handschrift von Regisseur Clarence Fok jederzeit an. Er hat dem Film sein Stempel aufgedrückt – es gibt viel Zeitlupenaufnahmen, schicke Momente, die optisch, was Bilder und Soundtrack angehen, einfach wunderschön geworden sind. Das hat Clarence Fok einfach drauf, siehe andere Filme, die von ihm stammen (Dragon From Russia, Her Name is Cat, The H.K. Triad, Naked Killer).

Produzent Wong Jing und Regisseur Clarence Fok haben schon 1992 zusammengearbeitet und hatten mit dem CAT. III Film Naked Killer grossen Erfolg. Auch wenn Cheap Killers ein guter Film ist, so konnte Clarence Fok nicht mehr an seinen Naked Killer Erfolg anknüpfen. Clarence Fok, der seine Karriere auch bei den Shaw Brothers startete (Film On the Wrong Track mit Andy Lau), ist auch heute noch im Filmgeschäft tätig (Special ID mit Donnie Yen 2013).

Nebst Optik haben mir vor allem die derben Actionszenen (Shoot-Outs oder sonstige Waffen wie Messer etc.) und die aufwändigen Verknüpfungen (Flammenwerfer und Explosionen am Ende) diesbezüglich gut gefallen. Was die Figuren angehen, haben mir die Bösewichte klar besser gefallen als unsere Helden. Der Wandel von Kathy Chow hat mir sehr zugesagt, während Henry Fong Ping einen herrlich schmiereigenen Fiesling abgab. Ku Feng – Shaw Brothers Legende, ist in einer Nebenrolle zu sehen (er spiesst einen der Killer mit der Harpune auf) und Gweilo Bösewicht Mike Ian Lambert, den ich zuletzt in Black Mask gegen Jet Li kämpfen sah (der blonde Kämpfer am Ende, dem die Hand abgeschossen wird), überzeugt als brutaler Killer der sich an unserem Heldenduo rächt (auch inklusive Vergewaltigung – Mann an Mann Vergewaltigungen sind selten im Film – spontan kommen mir nur Beim Sterben ist jeder der Erste und der Shaw Brothers Film Frauen im Foltercamp in den Sinn).

Die «Guten» haben mir weniger zugesagt. Das ist ein Negativpunkt, auch wenn man mit anderen Filmen vergleicht, die Aufopferung und Männerfreundschaften angehen (Filme von Chang Cheh oder seinem Schüler John Woo). Zwar geht Cheap Killers in dieser Hinsicht noch weiter (in der Uncut gibt am Ende sogar noch einen Kuss von Alex Fong), doch den Figuren fehlt es an Charisma. Alex Fong geht noch, Sunny Chan wirkt da jedoch deutlich limitierter und seine Szenen als «kognitiv eingeschränkter» nerven genau so, wie es Dean Shek in A Better Tomorrow 2 getan hat. Stephen Fung hingegen fand ich okay. Aber im Vergleich zu älteren Stars wie Waise Lee, Leslie Cheung, Andy Lau oder Chow Yun-Fat, die in solchen Filmen auch gerne gecastet wurden, bleibt bei Alex Fong und Sunny Chan das Charisma auf der Strecke und auch wirkliche Sympathien fehlen – im Gegenteil: die Bösewichte sind die interessanteren Figuren.

Wer das 90er Jahre Hong Kong Kino mag, kann sich Cheap Killers durchaus ansehen ohne allzu sehr enttäuscht zu werden!

Infos:

O: Yue Doh Laai Yue Ying Hung

HK 1998

R: Clarence Fok

D: Alex Fong, Sunny Chan, Henry Fong, Kathy Chow, Mike Ian Lambert, Stephen Fung, Ku Feng

Laufzeit der China DVCD: 94:32 Min.

Gesehen am: / Review überarbeitet am: 30.05.18

Fassungen: Für die letzte Sichtung lag mir die einzige Uncut Fassung aus China vor vom Label New Inventer = Medium = eine DVCD = solide Bild- und Tonqualität, Mandarin Dubbed mit festen englischen Subs. Dafür halt Uncut = in 14 Szenen länger als alle anderen Fassungen, die um ca. zwei Minuten zensiert sind (Andeutungen der homosexuellen Neigungen der Hauptfiguren und Gewaltszenen). Die HK DVD von Universe behalte ich trotzdem. Die China DVCD war ein Geschenk von einer Internetbekanntschaft (musste nur 1.50 Euro Porto zahlen), da die Disc in den letzten 5 Min. fehlerhaft ist (stockendes Bild, Sprünge). Schade, denn Mandarin Dubbed hätte mich in diesem Fall nicht gestört. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2018).