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Donnerstag, 23. April 2026

Omukade

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Omukade

Story:

Zweiter Weltkrieg:

Japanische Soldaten halten Gefangene und Zwangsarbeiter in einem Lager. Es kommt zu einer Flucht. Bei dieser werden einige Soldaten wie auch die Gejagten in einem Höhlensystem eingefangen.  Dort haust ein uraltes Geschöpf und bald schon kämpfen alle ums Überleben…

Meine Meinung:

Auf den Tier- und Monsterfilm Omukade freute ich mich am Filmfestival fast am meisten. Der Trailer sah vielversprechend aus und einzelne Szenen erinnerten mich an The Deep Dark den ich am BIFFF sah und an der sehenswerten Tierhorrorfilm The Nest. Daher war es nur logisch, Omukade zu buchen. Gleichzeitig musste ich aufpassen, nicht zu viel zu erwarten.

Es handelt sich um einen thailändischen Film der zur Zeit der japanischen Besatzung im 2. Weltkrieg angesiedelt ist. Inhalt des Filmes ist ein fiktives Monster (Yokai Omukade = Riesentausendfüssler), welches für Angst und Schrecken sorgt. Zudem hat der Omukade viele kleine Helfer, die auch Opfer in willenlose «Zombies» verwandelt (einige Szenen erinnern dabei an Filme wie Die Nacht der Creeps oder Aliens). Der Film ist mehrheitlich Tier- und Monsterhorror. Aber auch etwas Drama, Krieg sowie Actionfilm. Auf asiatischen Humor wird gänzlich verzichtet.

Regie führte ein Regiegespann (Chalit Krileadmongkon sowie Pakphum Wongjinda), welches bisher mehrheitlich Tier- sowie Monsterhorrorfilme drehte. Ich glaube zumindest einen Titel Mal irgendwo zuvor aufgeschnappt zu haben = The Beast Below. NIFFF? BIFFF? In einem Forum darüber gelesen? Ich weiss es nicht mehr. Aber auf alle Fälle interessant, dass die Regisseure ein Faible für Tier- und Monsterinhalte hegen.

Der Cast war mir unbekannt. Bis auf einzelne, wenige Charaktere (z.B. den jap. General mit dem Hitlerschnauz) fand ich die Figuren gelungen. Jede Partie ist im Überlebenskampf vertreten: Engländer, Thailänder und Japaner. Vor allem mit dem kämpfenden Mädel habe ich mit gefiebert und hoffte, dass sie überlebenden würde. Den Engländer fand ich hingegen doof und es ist schade, dass er überlebt. Das mit dem Hitlerschnauz kenne ich zu Genüge aus 70er Jahre Kung Fu Filmen aus Taiwan und Hong Kong. Da wurden die Japaner auch gerne als Bösewichte dargestellt.

Und? Lohnt sich der Film? Omukade war nicht langweilig und positiv ist, dass er sehr abwechslungsreich ist. Natürlich gibt es auch einige CGI-Momente, welche ich stattdessen lieber mit altmodischen Effekten gesehen hätte. Hier und da hätte die Kamera länger und ruhiger sein dürfen (oft recht verwackelt und hektisch). Der Anfang des Filmes und die Erzählstruktur wirkte leicht gehetzt. Was mich hingegen nicht störte, war die Dunkelheit. Das wirkte authentisch und sehr stimmungsvoll (à la The Deep Dark, The Descent).

Für eine einmalige Sichtung war der Film absolut okay, aber an die Klasse eines The Deep Dark reicht Omukade doch nicht heran. Dafür waren die Highlights (Gore, Handgemachte Monster-Effekte) dann doch immer etwas zu kurz oder unübersichtlich zu sehen.  Zudem war die Kameraführung im ersten Viertel des Filmes, speziell in den Kriegs- und Actionszenen in den Erzählungen, zu unübersichtlich und viel zu nah dran. Das hat auch Punkte gekostet. Die besten Szenen hat der Film, wenig überraschend, sobald die Figuren in der Höhle gefangen sind.

Fazit: Tierhorrorfans können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Omukade

Thailand 2025

R: Chalit Krileadmongkon, Pakphum Wongjinda

D: Narilya Gulmongkolpech, James Laver, Yasaka Chaisorn, Daung, Ohmi Ryota, Hideki Nagayama, Keerati Sivakua

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Thailändisch mit Untertiteln. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Montag, 18. November 2024

Onkel Addi - Gib dem Führer Saures

Onkel Addi - Gib dem Führer Saures

Story:

Der Film erzählt im dokumentarischen Stil die Geschichte von Adolf Hitler (Adolf Hitler). Daneben geht es um zwei Brüder: einer (Adriano Celentano) ist vom Nationalsozialismus fasziniert und tritt der Armee bei, während der andere (Adriano Celentano) versucht, Hitler zu töten, da er in diesem eine Gefahr sieht…

Meine Meinung:

Adriano Celentano ist ein Ital. Sänger und Schauspieler. Er war vor allem in Komödien zu sehen. Er war vor allem in den 60ern, 70ern und 80ern aktiv. Die Komödie im dokumentarischen Touch, Onkel Addi - Gib dem Führer Saures, ist meine einzige filmische Erfahrung mit Adriano Celentano. Ich kann also mit anderen Filmen, in denen er involviert ist, nicht vergleichen. Ich denke, dass ist so eine nostalgische Sache à la Bud Spencer und Terence Hill. Für viele Kult, die damit aufgewachsen sind. Auch heute noch. Als Neuling und Erwachsener ist es aber teilweise nur zu einem bestimmten Grad nachvollziehbar.

Das gleiche können mir andere Personen auch über meine Vorliebe für Kung-Fu- oder Godzilla-Filme «an den Kopf werfen». Stört mich nicht, ist aber so. Ich kenne nur wenige Komödien aus Italien. Am ehesten die Tomas Milian Reihe um den «Superbullen» von Bruno Corbucci. Die sind jedoch nicht nur lustig, sondern bietet dennoch hier und da (zum Teil) Action-Momente. Daher mag ich diese als Poliziotteschi-Fan. Der Humor ist jedoch sonderbar. So auch in Onkel Addi - Gib dem Führer Saures. Allerdings bin ich auch durch den Klamauk und Humor des Hong Kong Kinos (vor allem der 90er Jahre) «sonderbaren Humor» gewohnt.

Dass das aber nicht allen zusagt, kann ich annehmen. Onkel Addi - Gib dem Führer Saures ist natürlich durch den dokumentarischen Stil, seinem satirischen Inhalt und dem teilweise makabren, bitterbösen und schwarzen Humor einfach herrlich unterhaltsam und amüsant. Ich musste oft lachen und schmunzeln. Der Film nimmt YouTube oder sonstige Internetclips vorneweg, die lustige Clips über Hitler zeigen (ihn mit neuer Stimme versehen, ihm ulkige Dialoge in den Mund legen etc.). Der Film wartet nämlich mit vielen Archiv-Aufnahmen des echtes Hitler (oder anderen Gestalten aus der Zeit) auf und zieht diese durch den Kakao.

Der Humor funkte nicht immer, aber auch das ist halt so, da ungewöhnlich und speziell. Zusätzlich aufgewertet wird der Film durch eine grandiose deutsche Synchronisation und tollen Akteuren, allen voran natürlich Adriano Celentano in seiner Doppelrolle. Adriano Celentano wurde (in der deutschen Fassung) vom grossartigen Thomas Danneberg gesprochen, der u.a. auch Terence Hill, Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Bruce Willis gesprochen hat, ehe er vor einem Jahr im Sept. 2023 verstarb. Daher sind vor allem seine Dialoge herrlich zum Schmunzeln anregend.

Fazit: Für Menschen mit einem Faible für schwarzhumorige Szenen und vor allem für Fans von Adriano Celentano Pflichtprogramm!

Infos:

O: Zio Adolfo, in arte Führer

Italien 1978

R: Franco Castellano, Giuseppe Moccia

D: Adriano Celentano, Anna Cardini, Filippo Costanzo, Amanda Lear, Giuseppe Diamanti, François Bastien

Laufzeit der deutschen DVD: 89:10 Min.

Gesehen am: Okt. 2014 / Neusichtung am: 22.09.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MIG vor = Uncut, Deutsch/Ital. mit deutschen Subs (einige zensierte Szenen liegen nur in Ital. mit Subs vor), gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray (Stand Sept. 2024).

Samstag, 28. September 2024

Bullet in the Head

Bullet in the Head

Story:

Nach einem Mord flüchten die Freunde Ben (Tony Leung Chiu-Wai), Frank (Jacky Cheung) und Paul (Waise Lee) aus Hong Kong nach Vietnam. In Vietnam herrscht aufgrund des Krieges Chaos. Das Trio verspricht sich mit krummen Dingern Geld zu generieren. Zusammen mit Luke (Simon Yam) stehlen sie eine Kiste voller Gold und befreien «das Mädchen» (Yolinda Yan Choh-Sin) des Gangster-Bosses (Lam Chung). Dieser ist wenig erfreut: das Militär nimmt die Fährte auf und bei ihrer Flucht geraten die Freunde zwischen die Fronten des Krieges…

Meine Meinung (Director‘s Cut):

Die Mehrheit der John Woo Filme habe ich in den letzten Jahren aufgefrischt. Titel wie A Better Tomorrow 1 + 2, The Killer, Hard Boiled oder die Ur-Fassung von Heroes Shed No Tears (The Sunset Warrior). Die letzte Sichtung von Bullet in the Head ist sicher 15-20 Jahre her. Dank einem Schnittbericht und den dortigen Infos wurde ich motiviert, mir die deutsche Blu-Ray zu kaufen. Grund war der zuvor nie gesehen Director‘s Cut des Filmes. Die Blu-Ray stellt, Stand Ende Aug. 2024, die bisher weltweit längste Fassung dar. Zudem wurden Tonprobleme vergangener Veröffentlichungen korrigiert. Perfekt also, um den Film aufzufrischen.

Und was soll ich sagen? Bullet in the Head ist für mich schlicht und ergreifend das HK-Meisterwerk von John Woo (To Hell with the Devil, Silent Night, Hand of Death, Harte Ziele, Windtalkers, Just Heroes, Manhunt, From Riches to Rags, The Crossing 2). Sein bester HK-Film, gefolgt von, und da stehe ich sicher auch alleine da, Last Hurrah for Chivalry. Einem Wuxia Meisterwerk. Bullet in the Head hat im Gegensatz zu A Better Tomorrow, The Killer oder Hard Boiled für mich am besten funktioniert. Am meisten Emotionen ausgelöst. Daher ging meine Stimme an Bullet in the Head, nicht zu verwechseln mit Walter Hills Actionfilm mit gleichnamigem Titel aus dem Jahr 2012.

Bullet in the Head bietet inhaltlich extrem viel. John Woo liess viel aus seiner eigenen Biographie inklusive geschichtlich-politischen Themen (Vietnam-Krieg, Aufstände und Demonstrationen, Tiananmen Square Proteste/Massaker) in den Film einfliessen um hat darum herum eine Story gebildet, die von drei guten Freunden handelt, welche in dem Film vor harte Proben gestellt und am Ende z.T. zu Feinden werden. Themen wie Bruderschaft, Verrat und Aufopferung sind dabei Inhalte, mit denen John Woo, als er zu Shaw Brothers Zeiten unter Chang Cheh (Die Todespagode des gelben Tigers) arbeitete, genügend in Berührung kam. Und so in seine eigenen Filme einbaute. Heroic-Bloodshed Momente.

Der Film ist trotz seiner über zwei Stunden Laufzeit zu keiner Sekunde langweilig. Die Action-Szenen sind phänomenal gut gefilmt und inzensiert worden. Die richtigen Kameraeinstellungen zur richtigen Zeit, intelligente Schnitte, blutige Shoot-Outs, gekonnter Einsatz von Close-Ups oder Zeitlupenaufnahmen, für die John Woo berüchtigt ist. Dazu echte Panzer, Explosionen und Massenszenen. Perfekt choreographierte Momente, die teilweise wie ein Gedicht anmuten (Simon Yams Shoot-Outs oder Messer-Szenen im Haus des Gangster-Bosses). Die Kameraarbeit war ebenfalls eine Wucht. Und die wunderschöne und stimmige Musik erst. Ein Traum.

Und dazu ein Cast zum Zunge schnalzen: Tony Leung (People’s Hero, Magic Crane, My Heart Is That Eternal Rose), Jacky Cheung (A Chinese Ghost Story 3, High Risk, Slickers Vs Killers), Waise Lee (Tough Beauty and the Sloppy Slop, Overheard, A Chinese Ghost Story 2), Simon Yam (Raped by an Angel, Green Killer, Fatal Termination). Top-Cast. Waise Lee und Tony Leung standen bereits für andere John Woo Klassiker vor der Kamera (A Better Tomorrow 1-2, Hard Boiled). Am eindrücklichsten fand ich fast Jacky Cheung. Starke Darbietung. Die einzigen Frauenrollen beziehen sich auf kleinere Nebenrollen, die aber für Dramatik sorgen. In diesen machen Fennie Yuen Kit-Ying (School on Fire) und Yolinda Yan Choh-Sin (The Black Wall) eine gute Figur. John Woo selbst hat einen Gastauftritt.

Fazit: Must See Titel für jeden HK-Filmfan! Ein filmisches Meisterwerk!

Infos:

O: Dip Huet Gaai Tau

HK 1990

R: John Woo

D: Tony Leung Chiu-Wai, Jacky Cheung, Waise Lee, Simon Yam, Yolinda Yan Choh-Sin, Lam Chung, Fennie Yuen Kit-Ying, John Woo

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 137:06 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: 28.08.24

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die neue deutsche Blu-Ray von T&G Vision vor = limitiert auf 3500 Stück (ich habe 3144), mit Booklet, Uncut HK-Kinofassung und dem längeren Director‘s Cut (= längste Fassung weltweit), O-Ton und deutsche oder englische Subs. Es handelt sich bisher um die längste Fassung der Welt. Sogar exklusive Szenen aus einem Trailer wurden in den Film integriert. Die eingefügten Szenen haben eine schlechtere Qualität als der Rest des Filmes. Der Rest des Filmes sieht sehr gut aus. Tonprobleme aus anderen Editionen (Zitat: «neue/doppelte/fehlende Effekte, falsche Abmischung») wurden korrigiert. Löblich. Damit wird meine alte UK-DVD ersetzt und diese zu verkaufen versucht.

Montag, 9. September 2024

War Victims

War Victims

Story:

2. Weltkrieg: Amelia (Marisa Haque) wird Zeugin, wie ihr Mann von den Japanern erschossen wird. Sie wird entführt und in ein Frauenlager gesteckt, wo Folter und sadistische Nötigungen zum Alltag gehören. Bald beginnt sie mit anderen Gefangenen, einen Plan auszuhecken, wie sie dem täglichen Alptraum entkommen können…

Meine Meinung:

Bei War Victims handelt es sich um einen indonesischen WIP-Streifen im Atlas International Film Vertrieb, der auf den damaligen WIP-Zug aufsprang. Auch die Asiaten mischten in dem Genre mit, wenn man sich Filme wie Escape from Hellhole (auch aus Indonesien, aber von Rapi Films), The Bamboo House of Dolls (HK, Shaw Brothers), Women in Heat Behind Bars (aus Japan), Women Prison 1991 (Taiwan, liegt mir noch als LD ungesehen vor) oder The Great Escape from Women's Prison (Südkorea/Taiwan, liegt mir noch hals HK-VHS ungesehen vor) ansieht. Für was genau steht «WIP» eigentlich? Das «Women in Prison»-Genre à la Greta - Haus ohne Männer und Co.

War Victims ist keine Rapi Films sondern eine Parkit Films Produktion. Deren bekannteste Produktion dürfte Special Silencers sein. Da Indonesien ein muslimisches Land ist, ist War Victims in Sachen Nacktszenen ein eher harmloser Film. Es werden zwar Frauen entkleidet, aber es findet eine Fogging-Zensur à la der japanischen Zensur statt, nur noch härter = auch Hinterteile und Brüste werden rigoros zensiert bzw. mit Schleiereffekten überdeckt. Ich empfand den Film als ok, gut und solide. Eine bessere Fassung (mehr dazu unter Fassungen) würde den Film sicherlich noch etwas aufwerten.

Der Film gibt sich zunächst sozialkritisch (Anti-Kriegs-Message zu Beginn) und versteht sich als Mix aus WIP-Film und Kriegsfilm (vor allem gegen Ende). Dazu kommen noch paar Ausflüge in den Dschungel, in denen Frauen bei einem Fluchtversuch auch durch Gefahren des Dschungels, z.B. Schlangen, wegsterben. Etwas Martial Arts gibt es auch, nebst typischen WIP-Szenen (Folter, Vergewaltigungen, geplante Fluchtversuche). Was im Film auch nicht fehlt, ist eine Liebesgeschichte. Die nimmt viel Platz ein und sorgt bei den anderen weiblichen Gefangenen für Konflikte. Am Ende gibt es sogar Action in Form von Shoot-Outs, Flugzeige, echte Explosionen mit echtem Feuer. Das fand ich cool.

Fazit: Bleibt Mal, vorerst, in der Sammlung bis ich davon was qualitativ Besseres finde (oder veröffentlicht wird).

Infos:

O: Kamp tawanan wanita

Indonesien 1983

R: Jopi Burnama

D: Marisa Haque, Boyd Tirayoh, Mangara Siahaan, Dicky Zulkarnaen, Marisa Haque, Boyd Tirayoh

Laufzeit der japanischen VHS: 99:23 Min.

Gesehen am: 14.06.24

Fassungen: Mir lag die VHS aus Japan von Albatros vor = Fogging Zensur, Englischer Dub, japanische Subs. Auch das VHS von Astro (Deutschland) bietet die Fogging Zensur, um die Genitalien der Figuren zu zensieren. Ansonsten sind beide Fassungen ungeschnitten. Die Bild- und Tonqualität sind teilweise ok bis klar zu dunkel. Der Englische Dub ist ganz okay und besser als Ocean Shores Synchronisationen. Es gibt keine DVD/Blu-Ray (Stand: Juni 2024). Es gibt eine VCD in Malaysia und Pakistan. Audio und Zensur-Infos sind mir dazu aber unbekannt.

Dienstag, 11. Juni 2024

Phantom War

Phantom War

Story:

Yin (Yammie Lam Kit-Ying), die zusammen mit ihrem Mann Nan (Ben Ng Ngai-Cheung) in Vietnam kämpfte, geraten in London zwischen die Fronten von Gangstern (u.a. Alex Man). Und ein alter Erzfeind aus Vietnam-Zeiten (Phillip Ko Fei) mischt auch noch mit…

Meine Meinung:

Phantom War ist ein relativ durchschnittlicher Low-Budget Actionfilm aus Hong Kong. Kein unbedingter Must See oder Must Have Titel, aber auch nicht schlecht. Der Film des Regie-Gespannes Cindy Chow Fung und Simon Yeung Siu Gwong ist einer jener Filme, die es nicht ins DVD-Zeitalter geschafft haben. Wie so viele andere Filme aus Hong Kong (oder Taiwan) auch. Es handelt sich um eine Regent Film Limited Produktion und aus dieser stammen auch viele andere ähnliche Actionfilme mit Phillip Ko Fei (Final Run, Fatal Termination, The Cyprus Tigers).

Phillip Ko Fei (Profile in Anger) hat zudem mehrfach mit Cindy Chow Fung (Hard to Kill) und Simon Yeung Siu Gwong (Fatal Chase) zusammengearbeitet und Phantom War auch produziert. Die meisten genannten Filme finde ich qualitativ besser als Phantom War. Phantom War überzeugt in zwei Punkten: seinem Unterhaltungswert und der vielen und abwechslungsreichen Action. Aber der Rest ist halt ziemlich uninteressant: kaum fesselnder Plot, die ewigen Kriegs-Flashbacks, billige, unpassende Musik und Phillip Ko Fei und vor allem auch Alex Man haben schon deutlich besser gespielt. Immerhin das London-Setting ist Mal was Neues.

Auch der restliche Cast vermag nicht sonderlich zu überzeugen. Yammie Lam Kit-Ying macht zumindest in den Kampfszenen eine gute Figur. Schade, dass der Fokus mehr auf ihrem Film-Ehemann liegt. Und Lau Siu-Min (The Butterfly Murders) als Gangster-Boss fand ich ganz übel. Sehr schlechtes Schauspiel. Null Charisma oder Ausstrahlung. Schade. Die Actionszenen oder Effekte (Enthauptung, blutige Shoot-Outs) kommen durch die sehr durchschnittlich und teilweise auch viel zu dunkle Bildqualität kaum zur Geltung. Da würde ein restauriertes Master Abhilfe schaffen und den Film zumindest in den Actionmomenten aufwerten.

Fazit: Solider Durchschnitt mit viel harter Action.

Infos:

O: Ying lun yuet jin

HK 1991

R: Cindy Chow Fung, Simon Yeung Siu Gwong

D: Yammie Lam Kit-Ying, Ben Ng Ngai-Cheung, Alex Man, Phillip Ko Fei

Laufzeit der kanadischen LD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 05.04.24

Fassungen: Mir lag die kanadische LD von Eternity Video & Film Inc. vor (in den USA von World Video vertrieben) = durchschnittliche Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs (für 90% der Dialoge), Uncut. Dürfte inhaltsgleich sein mit der HK-LD von Mei Ah. Alternativen: HK-VCD von WorldTrade Entertainment (Canto/Mandarin mit englischen Subs), HK-VCD von Mei Ah, VHS aus Südkorea (Audio und Subs unbekannt). Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray, keine UHD und auch keine deutsche Fassung (Stand: April 2024).

Montag, 29. April 2024

Heaven's Soldiers

Heaven's Soldiers

Story:

Durch einen Kometen werden nord- und südkoreanische Soldaten im Jahr 2005 in die Vergangenheit ins Jahr 1572 geschickt. Dort begegnen sie dem späteren Helden und General Yi Sun-Shin, der später die Japaner, die das Land besetzt halten sollten, besiegen sollte. Doch im Moment ist Yi Sun-Shin nur ein kleiner Dieb und die Soldaten nehmen vor, ihn in die richtige Bahn zu lenken…

Meine Meinung:

Heaven's Soldiers wurde mir von meinem Kumpel empfohlen, bevor ich 2019 in Südkorea Urlaub machte (Bericht = HIER KLICKEN). Mein Kumpel hat den Film mit dem japanischen Sonny Chiba Film Time Slip vergleichen. Daher war eine gewisse Vorfreude gegeben. Dennoch dauerte es nun fünf Jahre bis zur Sichtung und eine gewisse Skepsis konnte ich trotz Empfehlung nicht ganz ablegen.

Heaven's Soldiers hat mir gut gefallen. Wirklich gut. Sicher einer der besseren Filme aus Südkorea. Ich wurde bestens unterhalten. Der Mix aus Zeitreise, Action, Komödie und Historien- und Kostümfilm hat gut funktioniert. Auch das Einbringen von süd- und nordkoreanischen Soldaten, die zusammen in die Vergangenheit geschickt werden, hat seinen Reiz. Die Truppe und die Figuren sind sympathisch.

Der Film ist technisch auch stark in Szene gesetzt. Die Kostüme, Schlachten, Requisiten und die Vergangenheit wurden glaubhaft eingefangen. Die Schlachten sind zudem relativ übersichtlich gefilmt und sehr blutig in Szene gesetzt. Die Finalschlacht ist in Sachen Action das Highlight des Filmes (plus sehenswerte Pferde-«Stunts»). Zuvor überzeugt aber der Plot und Verlauf. Da einem die Figuren nicht egal sind, macht es Spass, ihnen zuzusehen.

Im Film sind Hwang Jung-min (The Wailing, A Bittersweet Life), Kim Byung-choon (Be My Guest) oder Ma Dong-seok (The Gangster, the Cop, the Devil, The Outlaws) zu sehen. Letzterer ist auch der einzige Schauspieler, den ich vom Namen und Aussehen her kenne. Der Rest war mir eigentlich unbekannt. Warum Regisseur Min Jun-gi keine weiteren Filme realisierte, ist mir ein Rätsel.

Fazit: Mir hat Heaven's Soldiers viel Spass bereitet! Sehenswert und jedem Fan des koreanischen Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Chungoon

Südkorea 2005

R: Min Jun-gi

D: Park Joong-hoon, Kim Seung-woo, Hwang Jeong-min, Kong Hyo-jin, Kim Byeong-choon, Kim Su-hyeon, Ma Dong-seok

Laufzeit der südkoreanischen DVD: Ca. 105 Min.

Gesehen am: 17.02.24

Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD von Enter One vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Schuber, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in D von Splendid auf DVD (FSK 18, Deutsch/Koreanisch mit deutschen Subs).

Sonntag, 14. April 2024

Stockholm Bloodbath

BIFFF 2024 Spezial

Stockholm Bloodbath

Story:

1520 Schweden: Christian II will Schweden gewaltsam unter seine Kontrolle bringen. Seine Armee macht jedoch auch vor Unschuldigen nicht halt. Zivilisten, Frauen und Kinder werde auch ermordet. Anne (Sophie Cookson) und Freja (Alba August) sinnen nach dem Tod ihrer Angehörigen nach Rache. Sie gelangen nach Stockholm, wo nach erbitternden Kämpfen die Kämpfe eingestellt werden. Den aufgebenden Parteien wird Amnestie versprochen. Doch schon während einer 3tägigen Versöhnungsfeierlichkeit eskaliert die Gewalt und es folgen Massenhinrichtungen (im Namen der Kirche) …

Meine Meinung:

Regisseur Mikael Håfström war vor Ort und hat vor der Sichtung einige Hintergrundinfos beigesteuert. Stockholm Bloodbath basiert auf realen Tatsachen. Der Film hält sich an die geschichtlichen Vorgaben. Dennoch wurde der Film auch als Unterhaltungsfilm inszeniert. Es wurden fiktive Charaktere in den Plot integriert, um die Geschichte zu erzählen. Stockholm Bloodbath ist ein Mix aus geschichtlicher Biographie, Drama, Rachefilm à la Quentin Tarantino (auch einige Dialoge sind deshalb übertrieben, vulgär und nicht zur Zeit passend) und Schlachtenfilm im klassischen Setting.

Die Mädels Anne und Freja geraten im Verlauf des Plots zusammen. Zwei stake Frauenrollen, welche es auf die «Bösewichte» abgesehen haben. Diese haben z.T., lustige Namen und es wird eine Racheliste abgearbeitet. Die Namen der Hauptfiguren werden jeweils eingeblendet und das Bild friert ein, sobald die Personen zu sehen sind. Optisch wurde dies mit weiteren Effekten versehen. Von der Machart hat mich das an Warlock: The Armageddon erinnert.

Der Film läuft über zwei Stunden. Dennoch empfand ich den Film als überraschend temporeich, unterhaltsam und fesselnd. Die Zeit ging beim Schauen schnell vorbei und Längen waren keine auszumachen. Klassische Kriegssettings empfinde ich als interessant und spannend. Die Schlachten sind zwar blutig und brutal, aber wenig explizit und es wird mit CGI-Blut gearbeitet. Es wird aus anderen Filmen zitiert (Stirb langsam 2 und der Eiszapfen).

Wo der Film hingegen recht erb und praktische Effekte bietet, sind die vielen Köpfungen während der Hinrichtungsszenen. Auch sonst sind die Bösewichte hübsch fies (z.B. Leichen des Ehemannes oder des Babys verbrennen). Der Film ist allgemein gut gemacht, auch wenn man sieht, dass es keine Hollywood-Produktion ist. Die mir total unbekannten Darsteller waren alle durch die Bank solide und motiviert. Der Film wurde, da er ein internationales Publikum ansprechen sollte, auf Englisch gedreht was im Heimatland nicht nur positiv aufgenommen wurde. Interessant ist, dass der Film, zumindest auf Letterboxd, ganz schlecht wegkommt. Ich fand den Film ok und solide, wenn auch nichts für die Sammlung.

Fazit: Wer gerne Mittelalter- und Schlachten-Filme im klassischen Setting mag, kann einen Blick riskieren! Und etwas Geschichte wird dem Zuschauer dabei auch noch näher gebracht.

Infos:

O: Stockholm Bloodbath

Schweden, Dänemark 2023

R: Mikael Håfström

D: Sophie Cookson, Alba August, Emily Beecham

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 145 Min.

Gesehen am: BIFFF 2024

Fassungen: Am BIFFF 2024 gesehen. Im O-Ton und Uncut. Eine skandinavische Blu-Ray soll Mitte April erscheinen (Englischer Ton, diverse Suns). Eine deutsche Vö ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2024).

Donnerstag, 11. April 2024

Noryang: Deadly Sea

BIFFF 2024 Spezial

Noryang: Deadly Sea

Story:

Imjin-Krieg im Winter 1598: Admiral Yi Sun-shin (Kim Yoon-seok) begibt sich nach sieben Jahren Krieg in der Noryang-Strasse in die alles entscheidende Schlacht…

Meine Meinung:

Hit oder Miss. Dem war ich mir bewusst, als ich das Ticket zu diesem geschichtlichen Kriegsfilm im klassischen Setting buchte. Der Film von Regisseur Han min-Kim, der diese Settings zu mögen scheint (siehe andere Filme von ihm), erzählt von dem wahren Imjin-Krieg. Und genau hier liegt schon eines der Probleme: dem 08/15 Zuschauer und vor allem westlichen Fan, ist dieser Krieg unbekannt. Der kurze Crash-Kurs zu Beginn des Filmes, auf Texttafeln erzählt, hilft nicht wirklich weiter wie auch die vielen Namen oder Ortschaften, die erwähnt werden.

Das zweite Problem ist die Tatsache, dass klare Identifikationsfiguren fehlen. Niemand ist wirklich sympathisch oder charismatisch. Als Zuschauer fiebert und/oder fühlt man nicht mit. Ein richtiges Böse oder Gut gibt es meiner Meinung nach auch nicht. Immerhin sind Chinesen, Koreaner sowohl Japaner im Krieg involviert gewesen und auch im Film kommen Figuren aus diesen drei Nationen vor. Die werden aber alle, meist glaubhaft und solide, von südkoreanischen Schauspielern gespielt. Da für mich optisch auch kein mir bekanntes Gesicht dabei war, war dem Treiben zuzusehen, auf die Dauer öde (Film läuft 152 Minuten).

Da kommen wir auch zum dritten Problem: der Film ist lang, zäh und will nicht enden. Immer dann, wenn ich das Ende erwartete, ging es weiter. Hier noch eine Rückblende, da noch eine Erklärung. Das typische Korea-Syndrom, woran einige südkoreanische Blockbuster zu leiden haben. Einige Handlungen der Figuren sind auch unglaubwürdig, nur um danach noch dramatischen Kitsch um besten zu geben. Und dass dem General in der Finalschlacht sein toter Sohn als Geist/Einblendung erscheint, um ihn in richtige Bahnen zu lenken, fand ich einfach unpassend wie auch der dargestellte Tod des jap. Generals. 

Daher ist der Film für mich nur durchschnittlich gelungen. Am Anfang werden dem Zuschauer die Ausgangslage, der Verlauf des Plots und die Figuren/Kriegsparteien erläutert. Da gibt es auch sicher mind. 60 Minuten keine einzige Action-Szene zu sehen. Dafür ist dann die 2. Hälfte eine ununterbrochene lange Seefahrt-Action-Szene. Diese Szenen sind solide in Szene gesetzt. Das können die südkoreanischen Filmemacher einfach. Aber auf Dauer wurde es auch eintönig, da viele Wiederholungen und Massenszenen.

Fazit: Wer das südkoreanische Kino und/oder Kriegsfilme mag, wird den Film sicherlich mögen. Ich fand den Film aufgrund meiner Kritikpunkte nur mässig. 

Infos:

O: Noryang

Südkorea 2024

R: Han-min Kim

D: Kim Yoon-seok, Jeong Jae-yeong, Baek Yoon-Seok

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 152 Min.

Gesehen am: BIFFF 2024

Fassungen: Am BIFFF 2024 im O-Ton mit englischen Subs gesehen. Uncut. In den USA erscheint der Film auf DVD oder Blu-Ray Mitte Mai 2024 von Well Go USA (Uncut, O-Ton, englische Subs). Eine deutsche Vö ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2024).

Montag, 1. April 2024

Die Brücke

Die Brücke

Story:

Deutschland 1945:

Sieben Jugendliche (u.a. Fritz Wepper) schreiben sich für den Krieg ein und werden tatsächlich aufgeboten. Der Feind steht kurz vor der Türe. Der Hauptmann nimmt die Empfehlung eines Lehrers der Jugendlichen an und schickt die sieben unerfahrenen Soldaten an eine strategisch unwichtige Brücke, um diese zu bewachen, um sie damit aus der Schusslinie zu nehmen. Dass die Brücke später gesprengt werden soll, wissen die Jugendlichen nicht. Doch dann erscheint der Feind unerwartet genau an der Stelle…

Meine Meinung:

Die Brücke dürfte eine meiner ersten DVDs gewesen sein (nebst Filmen wie Dentist 2, Halloween: The Curse of Michael Myers, Hellraiser IV – Bloodline, Candyman 3, Die Killerhand) und war ein Geschenk meines Vaters. Er hat mir nicht viele Filme geschenkt, aber Die Brücke und Jaws blieben in Erinnerung und der Kinobesuch von Der Pakt der Wölfe. Zum Ableben von Fritz Wepper, einem deutschen Schauspieler und vor allem durch seine Rolle in Derrick zur Kultfigur avanciert, kam es zur Neusichtung von Die Brücke.

Den Film sah ich nur einmal. Die Sichtung dürfte ca. 25 Jahre her sein. Da mich das Geschenk meines Vaters aber freute, blieb der Film in der Sammlung. Die Brücke hat mir nun, als Erwachsener, besser gefallen als früher. Ich würde den Film als einen der besten und intensivsten Antikriegsfilme betiteln. Seltener wurde die Sinnlosigkeit eines Kriegs (Einsatzes) besser dargestellt als hier. Vergleiche mit Platoon, Hamburger Hill oder Wir waren Helden kann ich im Moment nicht bieten, da ich die Filme lange nicht mehr sah.

Im Vergleich mit anderen Kriegsfilmen (Black Hawk Down, Windtalkers) ist Die Brücke definitiv sehenswerter. Ich fand Die Brücke sogar intensiver als den zuletzt am Zürich Film Festival gesehenen Im Westen nichts Neues. Den habe ich als stark in Erinnerung, aber am Ende auch etwas unglaubwürdig und natürlich bietet der auch all die sichtbaren Grausamkeiten (Sprich blutige Effekte), während Die Brücke vor allem durch den quälerisch langsamen Aufbau Spannung, Intensität und Atmosphäre generiert.

Die Bilder, vor allem durch die Schwarzweiss-Optik und dem Einsatz von Nebel, verstärken die Atmosphäre. Bevor es auf der Brücke tatsächlich zum Duell zwischen den jungen Deutschen und den US-Soldaten kommt, ist die Spannung gar unerträglich. Selten habe ich eine solch knisternde Stimmung erlebt («Die Ruhe vor dem Sturm»). Perfekt inszeniert. Die mir unbekannten Jungdarsteller waren genau die richtige Wahl für diese Film. 

Fritz Wepper spielt einen der Jugendlichen Soldaten und es war eine seiner ersten Rollen. Die Brücke wurde zu einem Erfolg und Fritz Wepper auch international bekannt. Obwohl die letzte Szene suggeriert, dass es sich um ein reales Ereignis handelt, handelt es sich doch um eine fiktive Geschichte. Das schmälert aber nicht die Wirkung des Filmes.

Fazit: Deutsche Filmkunst

Infos:

O: Die Brücke

Deutschland 1959

R: Bernhard Wicki

D: Folker Bohnet, Fritz Wepper, Michael Hinz, Frank Glaubrecht, Karl Michael Balzer, Volker Lechtenbrink

Laufzeit der schweizerischen DVD: Ca. 103 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: 29.03.24

Fassungen: Mir lag die DVD von PlazaVista aus der Schweiz vor = Deutscher O-Ton, gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Gibt es in Deutschland auch auf Blu-Ray.

Samstag, 24. Februar 2024

Heroes Behind the Enemy Lines

Heroes Behind the Enemy Lines

Story:

Zwei Agenten aus China (Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Charlie Chin Chiang-Lin) begeben sich auf eine Undercover-Mission. Als «Ehepaar» dringen sie somit zum Feind vor, um diesen zu infiltrieren…

Meine Meinung:

Meine Erwartungen bezüglich des taiwanesischen Filmes Heroes Behind the Enemy Lines hielt ich gesenkt und klein. Ich habe gewusst, dass der Film relativ wenig Action haben wird. Wenn ich dies nicht gewusst hätte, wäre die Enttäuschung grösser ausgefallen. Aber auch so ist Heroes Behind the Enemy Lines doch zuweilen ein recht lahmer Film, der es am Ende nur knapp und mit zwei zugedrückten Augen in die Filmsammlung schafft. Regie führte der mir unbekannte James Liu Yi. Dieser hat fast ausnahmslos Dramen realisiert.

Seine Stärken lagen also nicht im Kung-Fu oder Actionfilm. Das sieht man dem Film, auch in den wenigen Action-Szenen, an, auch wenn mit Wang Yung-Sheng (The Mystery of Chess Boxing, Seven Men of Kung-Fu, Crazy Nuts of Kung Fu) kein schlechter Martial Arts Director an Bord war. Der Film spielt in einem meiner Meinung nach wenig interessanten Setting, wartet mit Klischees auf (Böse Japaner), uninteressantem Drama und zu vielen Dialogen und viel zu wenig Action. Richtige Highlights gibt es nicht.

Zudem wird in den Action-Szenen relativ wenig gekämpft. Es kommen mehr Schusswaffen und Effekte/Stunts zum Einsatz: das Finale mit dem Zug hatte charmante Miniatur-Bauten-Effekte, die etwas an Godzilla und Co. erinnerten. Die Shoot-Outs sind aber auch relativ lahm und harmlos in Szene gesetzt. Was die Stars angehen, kann der Film immerhin auf die beiden Mädels Judy Lee (Kung Fu - Die Karateteufel, Revengeful Swordswoman) und Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Ghostly Face, Little Hero) zurückgreifen. Nett, aber Potenzialverschwendung, da beide nicht wirklich sonderlich viel von ihrem Können zeigen dürfen. Und von Betty Pei Ti (Intimate Confessions of a Chinese Courtesan) als böser Japanerin hätte es auch mehr Szenen geben dürfen.

Fazit: Nur für Sammler des Genres und/oder der Stars (Polly Shang, Jude Lee…) interessant!

Infos:

O: Zhan Zi Ying Hao

Taiwan 1975

R: James Liu Yi

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Charlie Chin Chiang-Lin, Judy Lee, Wang Ching-Ping, Tien Yeh, Ko Hsiang-Ting, Betty Pei Ti

Laufzeit der taiwanesischen LD: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 08.01.24

Fassungen: Mir lag die Laserdisc aus Taiwan vor = Wahrscheinlich Uncut, im O-Ton Mandarin mit chinesischen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Alternativen: HK-VCD von Mei Ah (Mandarin mit chinesischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Freitag, 2. Februar 2024

The Battle: Roar to Victory

The Battle: Roar to Victory

Story:

Korea 1920:

Korea wird von Japan besetzt. Diverse Widerstandsbewegungen (Yoo Hae-jin, Ryu Jun-yeol, Choi Min-sik) nehmen den Kampf gegen die Japaner (Kazuki Kitamura, Hiroyuki Ikeuchi, Park Ji-hwan) auf…

Meine Meinung:

The Battle: Roar to Victory ist ein südkoreanischer Kriegsfilm der angeblich auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Wie viel davon wahr ist, ist mir nicht bekannt. Auf jeden Fall ist der Film zu sehr auf Schwarzweiss-Malerei aus (Böse Japaner gegen heldenhafte Koreaner), zu übertrieben in seiner Darstellung der Figuren, zu patriotisch und zu einseitig dargestellt. Auf der einen Seite will der Film realistisch sein, auf der anderen Seiten erinnerte mich der Film, gerade durch sein Overacting und die Figuren, an fiktive Filme à la Inglourious Basterds.

Interessanterweise kam der Film, auch wenn in Südkorea an den Kinokassen ein Erfolg, nicht bei allen Einheimischen gut an. Auf der Datenbank Letterboxd gibt es etliche ½ oder 1 Stern Reviews von Koreanern, die den Film Märchen oder antijapanisch nennen - im negativen Sinne. Mir missfiel die Fiktion und das Overacting der Figuren ebenso. Da gibt einige Szenen, die zum Fremdschämen einladen, z.B. der Japaner und die Szene mit dem Messer und Tiger. Peinlich.

Technisch war der Film, wenig überraschend, stark in Szene gesetzt. Die Action-Szenen sind fein inszeniert und es kracht auch ordentlich. Einige längere Aufnahmen sind gar episch zu benennen. Schade um die schönen Bilder und spektakulären Drehorte, dass der Plot kaum fesselt. Teilweise geht es hübsch fies und derb zu, vor allem als die Japaner im Nanking Massaker-Stil Dorfbewohner niedermetzeln. Von der Qualität und den zu dramatischen und patriotischen Klischees ist der Film mit Battle of Jangsari vergleichbar.

Der Film von Won Sin-yeon wartet mit einer grossen Anzahl von bekannten Stars auf: Yoo Hae-jin (Taxi Driver, Confidential Assignment), Kazuki Kitamura (Kill: Bill Vol. 1 + 2, Godzilla: Final Wars, The Raid 2, Azumi), Hiroyuki Ikeuchi (Railroad Tigers, Manhunt), Park Ji-hwan (The Outlaws, Asura: The City of Madness) und Choi Min-sik (Old Boy, I Saw the Devil, Lady Vengeance), wobei letzterer erst am Ende als Überraschungsgast aus dem Hut gezaubert wird (sehr peinliche Darbietungen). Paar Kinder und Frauen sorgen für weitere Dramatik.

Fazit: Kann man gut einmal schauen. Aber für die Sammlung reicht es nicht. Qualitativ kein Vergleich mit wirklich tollen Kriegsfilmen wie My Way und Co.

Infos:

O: Bongodong jeontu

Südkorea 2019

R: Won Sin-yeon

D: Yoo Hae-jin, Ryu Jun-yeol, Jo Woo-jin, Kazuki Kitamura, Hiroyuki Ikeuchi, Park Ji-hwan, Choi Min-sik

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 130 Min.

Gesehen am: 27.12.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, deutsche Subs, Wendecover ohne FSK-Zeichen. Gibt es auch auf Blu-Ray.

Sonntag, 14. Januar 2024

The Last Hunter

The Last Hunter

Story:

Captain Henry Morris (David Warbeck) begibt sich zusammen mit anderen Soldaten (u.a. Tony King, Bobby Rhodes) und einer Reporterin (Tisa Farrow) auf eine gefährliche Mission im Dschungel…

Meine Meinung:

The Last Hunter sah ich ewig nicht. Ich sah den Film zum ersten Mal im Jahr 2007 im April. Ob ich den Film seither überhaupt nochmal sah, wage ich sogar zu bezweifeln. Ausser der Tatsache, dass David Warbeck (Panic) eine der Hauptrollen spielt und der Vietnam-Krieg als Setting dient, wusste ich nichts mehr. Regie führte Antonio Margheriti (Höllenhunde bellen zum Gebet, Seven Deaths in the Cats Eye), der mit Asphalt-Kannibalen bereits in ähnliche Gefiele abdriftete.

Der Film wurde aufgrund des Ablebens und aus Respekt an Schauspielerin Tisa Farrow geschaut, die am 10. Januar dieses Jahres verstarb, und welche ich zunächst mit Cannibal Ferox Star Zora Kerova verwechselt habe. Wie Tisa Farrow, die später als Krankenschwester arbeitete und sich in den 80er aus dem Filmgeschäft zurückzog, in den Italo-Film rutschte, ist mir nicht bekannt. Ich kenne nur drei Produktionen, in welchen sie mitwirkte.

Zwei dieser Filme sind bekannt und legendär: Es handelt sich um Zombi 2 von Lucio Fulci und um Man-Eater. Beides Klassiker, die auf meinem Blog schon besprochen wurden - also fiel die Wahl der Neusichtung und des Respektzollens an Tisa Farrow auf den Vietnam-Actioner The Last Hunter, in Deutschland besser bekannt als Jäger der Apokalypse. Also guckte ich mir den Film abends nach einem leckeren Restaurant-Besuch noch an.

Ich mochte den Film und fand diesen besser und blutiger, als ich den in Erinnerung hatte. Nur mit der Fassung selbst war ich nicht mehr zufrieden. Die Bildqualität ist nur durchschnittlich, was sich auch in einigen Action- und Effekte-Szenen negativ auswirkt. Zu unscharfe und zu dunkle Bildqualität. Der Englische Dub überzeugte mich nicht. Zwar soll dies der «O-Ton» sein, aber bei einigen Nebenfiguren hört sich das Englisch nicht nach Original an. Die deutsche Synchro, nachdem ich in den deutschen Trailer guckte, macht einen ordentlichen Eindruck und dürfte den Film zusätzlich positiv aufwerten. Der Englische Dub war eine Mischung aus ok und billig/künstlich.

Abgesehen davon gefiel mir der Film: Echte Hubschrauber, echte Explosionen, ein hohes Tempo, wenig Füllszenen und blutige Splatter-Make-Up-Effekte runden den Film ab. David Warbeck sehe ich so oder so gerne im Italo-Kino und Tisa Farrow spielt ihre Rolle auch ordentlich. Beides sind die Hauptfiguren. An der Stelle sei noch John Steiner in einer ulkigen Nebenrolle erwähnt, der sich an Erbrochenem ärgert oder seine Soldaten ins Kreuzfeuer schickt, um (nach einem erfolglosen Rape-Versuch) eine Kokosnuss zu holen. Für die sehenswerten Splatter-Effekte zeichnete sich Apolonio Abadeza verantwortlich, der vor allem im philippinischen Kino zu Hause war. Seine wohl bekannteste Arbeit (nebst The Last Hunter) dürfte wohl Zuma, eine Comic-Verfilmung, sein.

Fazit: Für Euro-Cult Fans zu empfehlen

Infos:

O: L'Ultimo Cacciatore

Italien 1980

R: Antonio Margheriti

D: David Warbeck, Tisa Farrow, Tony King, Bobby Rhodes, John Steiner

Laufzeit der US-DVD: 96:07 Min.

Gesehen am: April 2007 / Neusichtung am: 12.01.24 / Neusichtung als deutsche Blu-Ray: 24.03.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Dark Sky Films vor = US-Fassung (glaube die unterscheidet sich minim von der Ital. Fassung), Uncut in Sachen Gore, Englischer Ton, exklusive Extras, englische Subs. Die US-Blu-Ray von Code Red hat eine hervorragende Bildqualität. Um Welten besser, schärfer und heller als meine US-DVD. Die neue UK-Blu gilt es zu vernachlässigen, da extrem stark abgedunkelte Bildqualität.  Welchem Master die deutsche X-Rated Blu-Ray entspricht, konnte ich noch nicht klären. Die deutsche Synchro hört sich anhand des deutschen Trailers aber vielversprechend an d.h. der Film wird dadurch aufgewertet. Mein Plan: die US-DVD entsorgen/verkaufen und die US-Blu-Ray von Code Red oder die X-Rated Blu-Ray kaufen (falls das Master der Code Red Disc entspricht = schön hell). Nachtrag 24.03.24: Für eine weitere Sichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von X-Rated vor = Uncut, Deutsch/Ital. mit Subs, hervorragende und vor allem sehr helle Bildqualität. Einige der Effekte kommen erst jetzt in ihrer vollen Klasse zur Geltung. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls hervorragend. So ist es angenehmer, den Film zu schauen. 

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Godzilla Minus One

 

Godzilla Minus One

Story:

Japan am Ende des 2. Weltkriegs:

Godzilla taucht auf und Koichi (Ryunosuke Kamiki), ein Pilot, der seinen Kamikaze-Dienst an der Front verweigert hat, nimmt zusammen mit Freiwilligen den Kampf gegen das Monster auf, um Japan zu retten…

Meine Meinung:

Nach Shin Godzilla, der mir nicht durchgängig gefallen hat und an dem ich einiges zu kritisieren hatte, war ich sehr skeptisch auf Tohos neusten Godzilla Streich mit dem Titel Godzilla Minus One. Obwohl der Film erfolgreich anlief, durchgehend gute Reviews bekam (imdb 8.4/10, Stand 02.12.23) und er es sogar nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz schaffte (Kinoauswertung), blieb ich weiterhin skeptisch. Warum? Ich empfand den ersten Trailer als wenig ansprechend und die Tatsache, dass Godzilla diesmal aus CGI besteht, gefiel mir nicht.

Nach Godzilla: Final Wars, damals am NIFFF gesehen, sollte Godzilla Minus One der nächste Godzilla Film werden, den ich im Kino erleben durfte. Und was soll ich sagen? Ich wurde positiv überrascht. In jeder Hinsicht. Godzilla Minus One hat mich teilweise beeindruckt und ich empfand den Film als besser als sein Vorgänger. Es gab mehr Action, weniger Längen, die Effekte waren besser, der Film spannender, dramatischer und düsterer. Auch das Setting, das während dem Ende und nach dem 2. Weltkrieg spielt, war ein kluger Schachzug.

Und Godzilla ist böse. Die erste Action-Szene kam viel schneller als erwartet. In dieser hat mich Godzilla als CGI-Monster noch nicht überzeugt (da war er auch noch nicht mutiert). Da erinnerte er mich zu sehr an den US-Godzilla oder an Jurassic Park (den T-Rex, vor allem das Schreien). Aber spätestens während der 2. Action-Szene haben mich die Effekte, CGI hin oder her, überzeugt. Godzilla wurde, wie Gollum in Der Herr der Ringe, auf die Leinwand gebannt. Die Technik soll Motion capture heissen und erklärt die realistischen Bewegungen seitens Godzilla, obwohl «nur» ein CGI-Effekt.

Die Tatsache, dass der Film düster ist, hat mir gut gefallen. Die Effekte waren stark. Die mir unbekannten Schauspieler haben mir durch die Bank gut gefallen. Der Plot und die Probleme, welche damals vorherrschten (Hunger, Zerstörung, Tod, Trauer, praktisch regierungslos, Krieg), werden gekonnt in den Plot geflochten. Es gibt auch böse Seitenhiebe gegen die damalige Regierung Japans. Das persönliche Schicksal und Traumata von Koichi wirken glaubhaft. Dem Zuschauer sind die Figuren und deren Schicksale nicht egal = alles richtig gemacht. Über das Ende kann man sicherlich streiten, mir gefiel es.

Toll war auch die dezent eingesetzt Musik aus den Vorgänger-Filmen. Da kam fast Gänsehaut-Feeling auf bzw. epische Gefühle. Es wurde Musik aus Godzilla, King Kong Vs. Godzilla und Mothra Vs. Godzilla verwendet. Von Meister Ifukube Akira (Weltraumbestien, The Three Treasures, Whale God). Es gibt noch andere Hommagen ans Original (Szene mit dem Zug). Die mir unbekannten Darsteller in den Hauptrollen wurden von Ryunosuke Kamiki und Minami Hamabe gespielt. Minami Hamabe stand zuletzt bei Shin Kamen Rider vor der Kamera und Ryunosuke Kamiki kennt der Fan aus diversen Takashi Miike Filmen wie The Great Yokai War oder As the Gods Will. Regie führte Takashi Yamazaki, von dem ich nur zwei Filme gesehen habe (Space Battleship Yamato und Returner).

Fazit: Sehenswert und landet auf der Wunschliste!

Infos:

O: Gojira -1.0

Japan 2023

R: Takashi Yamazaki

D: Ryunosuke Kamiki, Minami Hamabe, Yûki Yamada, Hidetaka Yoshioka, Sakura Andô, Kuranosuke Sasaki, Munetaka Aoki

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 125 Min.

Gesehen am: 01.12.23

Fassungen: Der Film erfuhr Anfang Dez. 2023 in Deutschland, der Österreich und in der Schweiz eine kleine Kinoauswertung, teilweise sogar in Japanisch mit deutschen Untertiteln. Ich habe den Film im Kanton Zürich in Winterthur gesehen = Uncut, im O-Ton mit deutschen Untertiteln. Eine Blu-Ray in Japanisch mit englischen oder deutschen Untertiteln ist noch nicht angekündigt (Stand: Dez. 2023).

Sonntag, 10. September 2023

Born to Fight

Born to Fight

Story:

US-Soldat Sam Wood (Brent Huff) kehrt zusammen mit der Reporterin Maryline Kane (Mary Stavin) nach Vietnam zurück, um Gefangene US-Soldaten vor den sadistischen Militärs (u.a. Werner Pochath) zu befreien…

Meine Meinung:

Ähnlich wie der vor kurzem gesehen Deep Blood (1990) ist dieser Ital. Vietnam-Actioner aus dem Jahr 1989 zu billig, um zu überzeugen. Ich hatte nie ein grosses Interesse an dem Film und er kommt nach der Sichtung auch nicht in die Filmsammlung. Ggf. wäre der Film in Deutsch noch etwas besser, aber ich denke nicht, dass das gross was ausgemacht hätte. Den Film würde ich qualitativ schlecht auf der Stufe von Robowar einordnen.

Beides sind billige Trash-Filme im Kriegs-Setting von Bruno Mattei (Rats: Night of Terror, Die Hölle der lebenden Toten, Women’s Camp 119). Zwar ist der Film nicht langweilig und es gibt richtige Explosionen zu sehen, aber der Film sprach mich einfach nicht an. Das Budget war zu klein. Der Film ist zu billig. Es gibt keine Effekte, zu 99% unblutige Shoot-Outs mit zugegebenermassen hier und da schicken Zeitlupen-Aufnahmen, aber sonst sind Highlights rar gesät.

Action repetitiv, lahm, harmlos. War es in Robowar vor allem Predator, aus welchem geklaut wurde, so erinnern hier im Finale viele Szenen an Commando mit Arnold Schwarzenegger. Nur eben ohne Aufwand, Härten und/oder blutige Shoot-Outs. Die Musik, sonst oft toll im Italo-Kino dieser Zeit, war billig und belanglos. So auch Lead Brent Huff. Mir unbekannt. Null Ausstrahlung und Charisma. Schade. Nur Werner Pochath (Blood Lust, Der Alte, Die Zuhälterin, Cat O'Nine Tails) reist mit seinem Overacting etwas, kann den Film aber schlussendlich auch nicht besser machen.

Fazit: Zu billig, um zu überzeugen!

Infos:

O: Nato per combattere

Italien 1989

R: Bruno Mattei

D: Brent Huff, Mary Stavin, Werner Pochath, John Van Dreelen, Luciano Pigozzi, Claudio Fragasso

Laufzeit der US-Bootleg-DVD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 11.08.23

Fassungen: Vom Kollegen eine Bootleg-DVD aus den USA geschenkt bekommen = Kopie der japanischen VHS = Englisch, japanische Subs, Uncut, Widescreen. Gibt es inzwischen auch in Deutsch auf Blu-Ray (als Born to Win – In der Hölle des Dschungels von Cinestrange Extreme).