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Donnerstag, 23. April 2026

Omukade

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Omukade

Story:

Zweiter Weltkrieg:

Japanische Soldaten halten Gefangene und Zwangsarbeiter in einem Lager. Es kommt zu einer Flucht. Bei dieser werden einige Soldaten wie auch die Gejagten in einem Höhlensystem eingefangen.  Dort haust ein uraltes Geschöpf und bald schon kämpfen alle ums Überleben…

Meine Meinung:

Auf den Tier- und Monsterfilm Omukade freute ich mich am Filmfestival fast am meisten. Der Trailer sah vielversprechend aus und einzelne Szenen erinnerten mich an The Deep Dark den ich am BIFFF sah und an der sehenswerten Tierhorrorfilm The Nest. Daher war es nur logisch, Omukade zu buchen. Gleichzeitig musste ich aufpassen, nicht zu viel zu erwarten.

Es handelt sich um einen thailändischen Film der zur Zeit der japanischen Besatzung im 2. Weltkrieg angesiedelt ist. Inhalt des Filmes ist ein fiktives Monster (Yokai Omukade = Riesentausendfüssler), welches für Angst und Schrecken sorgt. Zudem hat der Omukade viele kleine Helfer, die auch Opfer in willenlose «Zombies» verwandelt (einige Szenen erinnern dabei an Filme wie Die Nacht der Creeps oder Aliens). Der Film ist mehrheitlich Tier- und Monsterhorror. Aber auch etwas Drama, Krieg sowie Actionfilm. Auf asiatischen Humor wird gänzlich verzichtet.

Regie führte ein Regiegespann (Chalit Krileadmongkon sowie Pakphum Wongjinda), welches bisher mehrheitlich Tier- sowie Monsterhorrorfilme drehte. Ich glaube zumindest einen Titel Mal irgendwo zuvor aufgeschnappt zu haben = The Beast Below. NIFFF? BIFFF? In einem Forum darüber gelesen? Ich weiss es nicht mehr. Aber auf alle Fälle interessant, dass die Regisseure ein Faible für Tier- und Monsterinhalte hegen.

Der Cast war mir unbekannt. Bis auf einzelne, wenige Charaktere (z.B. den jap. General mit dem Hitlerschnauz) fand ich die Figuren gelungen. Jede Partie ist im Überlebenskampf vertreten: Engländer, Thailänder und Japaner. Vor allem mit dem kämpfenden Mädel habe ich mit gefiebert und hoffte, dass sie überlebenden würde. Den Engländer fand ich hingegen doof und es ist schade, dass er überlebt. Das mit dem Hitlerschnauz kenne ich zu Genüge aus 70er Jahre Kung Fu Filmen aus Taiwan und Hong Kong. Da wurden die Japaner auch gerne als Bösewichte dargestellt.

Und? Lohnt sich der Film? Omukade war nicht langweilig und positiv ist, dass er sehr abwechslungsreich ist. Natürlich gibt es auch einige CGI-Momente, welche ich stattdessen lieber mit altmodischen Effekten gesehen hätte. Hier und da hätte die Kamera länger und ruhiger sein dürfen (oft recht verwackelt und hektisch). Der Anfang des Filmes und die Erzählstruktur wirkte leicht gehetzt. Was mich hingegen nicht störte, war die Dunkelheit. Das wirkte authentisch und sehr stimmungsvoll (à la The Deep Dark, The Descent).

Für eine einmalige Sichtung war der Film absolut okay, aber an die Klasse eines The Deep Dark reicht Omukade doch nicht heran. Dafür waren die Highlights (Gore, Handgemachte Monster-Effekte) dann doch immer etwas zu kurz oder unübersichtlich zu sehen.  Zudem war die Kameraführung im ersten Viertel des Filmes, speziell in den Kriegs- und Actionszenen in den Erzählungen, zu unübersichtlich und viel zu nah dran. Das hat auch Punkte gekostet. Die besten Szenen hat der Film, wenig überraschend, sobald die Figuren in der Höhle gefangen sind.

Fazit: Tierhorrorfans können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Omukade

Thailand 2025

R: Chalit Krileadmongkon, Pakphum Wongjinda

D: Narilya Gulmongkolpech, James Laver, Yasaka Chaisorn, Daung, Ohmi Ryota, Hideki Nagayama, Keerati Sivakua

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Thailändisch mit Untertiteln. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

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