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Montag, 30. Dezember 2024

Escape 2000

Escape 2000

Story:

In der Zukunft: Menschen werden z.T. willkürlich entführt und von der Regierung auf eine Insel in Lager verschleppt. Dort sollen sie «umerzogen» werden. Nicht selten sind Folter, Vergewaltigung und Schikane an der Tagesordnung. Eine Gruppe Opfer (Olivia Hussey, Steve Railsback, John Ley, Lynda Stoner, Bill Young) wird auserwählt und zur Menschenjagd freigegeben…

Meine Meinung:

Der australische Film von Brian Trenchard-Smith, der Fans auch Genre-Filme wie Leprechaun 3, The Man from Hong Kong oder Night of the Demons 2 präsentiert hat, traf 1982 mit Escape 2000 aka Turkey Shoot den Nerv der Zeit. Der Mix aus Zukunftsvision, Sozialkritik, Exploitation und Menschenjagd war ein perfektes Beispiel für das Ozploitation-Sub Genre. Darunter fallen Titel wie Long Weekend, Razorback oder Mad Max.  Escape 2000 passt mit seinen Inhalten perfekt dazu.

Den Film, den ich seit 20 Jahren oder mehr nicht mehr sah, wurde zu Ehren von Olivia Hussey, die Ende Dez. 2024 verstarb, aufgefrischt. Olivia Hussey war mir vor allem durch ihre Nebenrolle in der TV-Verfilmung von Stephen Kings Es bekannt. Ausserdem spielte sie in Kinji Fukasaku Virus nebst Namen wie Sonny Chiba, George Kennedy und Bo Svenson mit. Escape 2000 bleibt nach der Neusichtung knapp in der Sammlung. Der Film ist kein Kracher, aber auch nicht schlecht. Der Film ist eines nicht: langweilig.

Escape 2000 lässt sich in zwei Teile aufteilen: in der 1. Hälfte schreitet der Plot voran, der Film spielt im Camp (mit WIP-Inhalten) und stellt dem Zuschauer die Figuren vor. Diese sind relativ oberflächlich gezeichnet. Von den Helden hat mich da eigentlich fast nur Bill Young überzeugt, der ein derbes Ende findet. Olivia Hussey spielt nicht wirklich eine Kämpferin, sondern eine verletzliche Person. Steve Railsback als Held fand ich unglaubwürdig. Lynda Stoner bringt immerhin Sex-Appeal in den Film. Die Bösewichte sind herrlich überzeichnet und agieren mit viel Overacting.

Die erste Hälfte hat zwar auch seine Momente, aber wirkte irgendwie, aus heutiger Sicht, auch etwas lahm und billig. So auch die (sehr langsamen) Fahrzeuge der Bösewichte. Die 2. Filmhälfte widmet der Film dann der Menschenjagd à la Harte Ziele. In dieser dominieren die Action-Momente und der Streifen zeigt in diesen Momenten seine Stärken. Die australische Landschaft wird gekonnt und abwechslungsreich (fast wie bei einem Eastern aus Taiwan) in die brutale Jagd integriert. Überraschend bietet der Film auch einige blutige Splatter-Effekte, welche ich in diesem Ausmass nicht mehr in Erinnerung hatte und die dem Film zu seinem Bekanntheitsgrad verhalfen.

Fazit: Etwas angestaubte Exploitation aus Australien mit Stärken in der 2. Filmhälfte! Guter Durchschnitt…

Infos:

O: Turkey Shoot

Australien 1982

R: Brian Trenchard-Smith

D: Carmen Duncan, Olivia Hussey, Steve Railsback, Michael Petrovitch, Steve Rackman, Roger Ward, Michael Craig, Noel Ferrier, John Ley, Lynda Stoner, Bill Young

Laufzeit der US-DVD: 93:14 Min.

Gesehen am: 30.10.2003 / Neusichtung am: 28.12.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anchor Bay vor = Schuber, O-Ton, keine Subs, Uncut, auch heute noch eine sehr gute Bild- und Tonqualität (Scheibe ist von 2003). Den Film gibt es inzwischen auch Uncut in Deutschland: Ascot Elite, Blu-Ray, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Titel: Insel der Verdammten.

Montag, 25. Dezember 2023

Running Man

Running Man

Story:

Die USA im Jahr 2017:

Die USA werden von einem Polizeistaat regiert. Unliebsame Personen werden zu Unrecht verhaftet und/oder in die brutale aber beim Volk beliebte Reality-Menschenjagd-Show Running Man gesteckt, um vor wahren Problemen abzulenken. Auch Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) erleidet dieses Schicksal, doch während der Jagd durch Killer (Erland van Lidth, Gus Rethwisch, Professor Toru Tanaka) dreht er den Spiess um…

Meine Meinung:

Running Man ist eine Verfilmung von Stephen Kings Roman Menschenjagd, auch wenn der Plot recht verändert wurde. Der Film, der zudem an den deutschen Film Das Millionenspiel (1970) und dessen franz. Remake Kopfjagd - Preis der Angst (1983) erinnert, hat die 2. Sichtung bestanden. Ich sah den Film als Jugendlicher. Dazumal noch als schrottige Laser Paradiese DVD in Dialogen/Handlung zensiert. Ich sah den Film seither nicht mehr und konnte mich an kaum mehr was erinnern.

Running Man war mir daher weniger bekannt als andere Arnold Schwarzenegger (Red Heat, The Expendables, Prey) Filme, welche ich deutlich mehr sah (The Terminator 1 + 2, Total Recall, Predator, Commando). Menschenjagd habe ich erst vor paar Monaten gelesen. Bis auf den sozialkritischen Hintergrund, eine Reality-Show, den Einbezug der Zuschauer, der Täuschung der Zuschauer und den Namen der Hauptfigur (Ben Richards) wurde der Plot verändert. Man darf also keine 1:1 Verfilmung erwarten.

Der Film ist sehr auf Arnold Schwarzenegger zugeschnitten. Der Film ist mehr lustig, als brutal und für heutige Verhältnisse sehr harmlos. Die Gegner sind Comic-Charaktere: viel Overacting und übertrieben dargestellt, aber nicht unsympathisch. Arnold Schwarzenegger war dazumal auf dem Höhepunkt seiner Karriere und jede Szene und jeder Spruch passten perfekt zum Geschehen! Kein Wunder, war der Film erfolgreich. Richard Dawson als «Bösewicht» und Mann hinter dem sadistischen und falschen TV-Spiel war ebenso stark.

Und mit María Conchita Alonso hat man eine schöne Frau in den Plot integriert, so dass der Film teilweise fast wie ein Buddy-Movie anmutet. Die anderen Läufer an der Seite von Arnie waren mehr Kanonenfutter und daher auch egal, dass diese ausgeschieden sind. Aber María Conchita Alonso war sympathisch und hübsch. Im Buch kommt zwar vor dem Finale und im Finale auch eine Frau vor, die wichtig sein sollte, aber anders als im Film dargestellt. Was die Killer angehen stand Professor Toru Tanaka (Dead Heat) später erneut mit Arnold Schwarzenegger vor der Kamera. Und zwar in Last Action Hero. Die Action-Szenen bestehen aus Explosionen, Prügeleien, Verfolgungsjagden und unblutigen Shoot-Outs.

Fazit: Für Arnold Schwarzenegger Fans zu empfehlen!

Infos:

O: The Running Man

USA 1987

R: Paul Michael Glaser

D: Arnold Schwarzenegger, Erland van Lidth, Gus Rethwisch, Professor Toru Tanaka, Maria Conchita Alonso, Richard Dawson

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:41 Min.

Neusichtung am: 27.11.23

Fassungen: Mir lag für diese 2. Sichtung die deutsche Doppel-Blu-Ray von capelight pictures vor = Uncut (FSK16 absolut gerechtfertigt, Film für heutige Verhältnisse sehr harmlos), sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen oder englischen Subs. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Es handelt sich um die Original-Kinosynchro. Auf der 2. Disc sind viele Extras.

Freitag, 22. September 2023

Menschenjagd

Menschenjagd

Inhalt:

«Bachman ist King – Stephen King ist Bachman

Seit in den USA bekannt wurde, dass hinter dem Pseudonym Richard Bachman der Meister des Horror-Thrillers Stephen King steckt, stehen auch die Bachman-Romane an der Spitze der Bestseller-Liste!

Ben Richards bewirbt sich bei der «Game Federation» als «Running Man». Die Spielregeln: Er bekommt täglich Geldprämien dafür, dass er von professionellen Menschenjägern unter der Mithilfe des Fernsehpublikums gejagt wird. Das ganze Land ist aufgerufen, den «reissenden Wolf» zu hetzen, und wenn möglich, auch zu töten…

Von Stephen King sind im Heyne Verlag bisher mehr als 20 Bücher erschienen.»

Meine Meinung:

Von Stephen King habe ich in den letzten Jahren viel gelesen. Nun bekam ich vom Kollegen Menschenjagd geliehen - sogar als deutsche Erstauflage. Das war einer der Romane, warum auch immer, Stephen King damals unter seinem Pseudonym Richard Bachman geschrieben hatte. Der Film wurde in den 80ern mit Arnold Schwarzenegger verfilmt (deutsche Blu-Ray inzwischen bestellt, da ich nun Lust auf den Film bekommen habe).

Das ich den Film sah, ist ewig her. Es wird interessant sein, zu vergleichen. Interessant ist, dass in Menschenjagd Gewalt-Momente rar gesät sind (die Szenen mit den Därmen fand ich, rein vor der Vorstellung, hingegen super eklig) und der Protagonist, anders als im Film, weniger gezielt tötet, sondern seine Gegner meist durch List, Explosionen und vor allem Auto-Crashs ausschaltet und auch Unbeteiligte mit einbezogen werden (mit Ausnahme des Finales). Der Film bietet eigentlich eine glaubhafte und sozialkritische Zukunftsvision.

Endzeit-Stimmung gepaart mit Medienkritik. Wenn man sich das heutige TV-Programm und Fernseh-Shows anschaut, wäre es wenig überraschend, in Zukunft Shows à la Free-Vee (so nennt sich die Show im Roman) zu sehen zu bekommen. Ich mochte im Buch die 1. Hälfte fast mehr als die 2. Das Auswahlverfahren. Die Tests. Das war amüsant und spannend. Die Flucht war auch gut und teileiwese auch schön spannend mit It Follows Vibes. Das Finale (vor und im Flugzeug) fand ich dann sogar richtig spannend, amüsant und fesselnd.

Fazit: Kurzweilig! Wer Menschenjagd-Inhalte mag, kann sich bedenkenlos an diese solide Stephen King Story wagen!

Infos:

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 253

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King (als Richard Bachman)

Erschienen: 1993 (19. Auflage)

Mittwoch, 14. Juni 2023

Django

Django 

Story:

 

Ein Einzelgänger mit Sarg, Django (Franco Nero) ist sein Name, mischt ein kleines Städtchen auf. Im Schlepptau hat er nicht nur den Sarg, sondern auch eine Prostituierte (Loredana Nusciak), die er auf dem Weg in die Stadt befreit hat. Vor Ort legt sich Django mit dem mächtigen Major Jackson (Eduardo Fajardo) an…

 

Meine Meinung:

 

Django war zwar nicht der 1. Italo-Western, aber sicher einer der erfolgreichsten, seinerzeit härteren und vor allem einflussreichsten Filme in dem Genre. Es gab unzählige Django-Nachahmer und Quentin Tarantino huldigte dem Italo-Western Genre und insbesondere Django mit seinem Django Unchained. Der Film machte Franco Nero auch weit über das Italo-Western Genre weltbekannt.

 

Franco Nero wirkte nicht nur in weiteren Italo-Western (Compañeros) mit, sondern auch in vielen anderen Genres (Die Klette, High Crime, Ein Bürger setzt sich zur Wehr, Der Schwarze Tag des Widders, Das Verfahren ist eingestellt, vergessen Sie’s!, Wenn Du krepierst - lebe ich, Die Mafia Story, Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert) und im Ausland (Stirb langsam 2, John Wick: Chapter 2 oder aktuell gerade im Kinofilm The Pope's Exorcist) stand er ebenso vor der Kamera.  

 

Der Film von Sergio Corbucci (Leichen pflastern seinen Weg) gilt als wegweisender Klassiker. Der Film beginnt mit dem starken Django-Theme. Die Musik von Luis Bacalov (Auge um Auge) ist in einzelnen Szenen der Wahnsinn und passt gut zur Einöde und zum dreckigen Schlamm, in welchem die Stadt zu versinken droht – nebst Diktatur, Mord und Anarchie. Da kommt ein Antiheld wie Django, der mit dem mysteriösen Sarg auf Reisen ist, gerade recht.

 

Andere Filme liessen sich davon inspirieren – z.B. der japanische Film Death Trance. Da kommt ebenso ein mysteriöser Typ vor, der mit einem Sarg die Gegend unsicher macht. Und was ist mit Antonio Banderas in Desperado? Kein Sarg, aber auch ein mysteriöser Inhalt in seinem Gitarrenkoffer. Es gibt sicher unzählige weitere Beispiele.

 

Franco Nero macht seinen Job ausgezeichnet. In weiteren Rollen überzeugen Loredana Nusciak als einzige weibliche Hauptfigur, Eduardo Fajardo als Bösewicht, José Bódalo als Anführer der Mexikaner und Ángel Álvarez (A Bullet for the President) als Saloon Besitzer. Genannte Figuren haben mir in ihren Rollen sehr gut gefallen. Die stärksten Szenen hat der Film am Anfang (Intro), im ¼ des Filmes (Auftauchen in der Bar, erstes Treffen von Django und Bösewicht = wird ein toller Spannungsbogen generiert), dem Verrat von Django an seinem mexikanischen Kumpel und das Finale.

 

Die Shoot-Out Szene find ich überbewertet, allerdings wäre die Wirkung sicher anders gewesen, hätte ich den Film ohne Vorwissen dazumal bei Premiere im Kino gesehen. Für heutige Verhältnisse ist der Film auch sehr harmlos. Die FSK18 Freigabe ist ein Witz. Das Finale ist sehr kurz, aber prägend und stimmungsvoll!

 

Fazit: Must See Titel für Italo-Western Fans!

 

Gefolgt von: Django's Rückkehr

 

Infos:

 

O: Django

 

Italien, Spanien 1966

 

R: Sergio Corbucci

 

D: Franco Nero, Loredana Nusciak, Eduardo Fajardo, José Bódalo, Ángel Álvarez

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 91:33 Min.

 

Neusichtung am: 02.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Weltkino vor. Ich kannte den Film bisher nur in Englisch (US-DVD, US-Blu-Ray). Da es bei Italo-Filmen keinen echten O-Ton gibt (meist wird auch die Ital. Sprachfassung nachsynchronisiert) und die deutschen Synchros aus der Zeit dazumal hervorragend waren, entschied ich mich zum Kauf der deutschen Blu-Ray. Der Film ist Uncut und liegt in Deutsch/Ital. mit deutschen Subs vor. Die Bildqualität ist gut, der Ton jedoch enttäuschend. Der Ital. Dub ist viel besser, kräftiger. Der Ton und die Effekte der deutschen Sprachfassung kommen echt schlecht. Keine Power. Die Synchro wäre gut. Auffallend ist, dass die Dialoge im Schlussduell in allen drei Sprachfassungen (Englisch, Deutsch, Ital.) total anders sind. Da ich bisher nur den Englischen Dub kannte, waren die neuen Dialoge zuerst etwas befremdlich. Ich würde sagen, die deutsche Sprachfassung hat die lahmste «Eigen-Übersetzung» im Finale bekommen. Schade. Technisch dürfte die US-Blu-Ray von Arrow Video derzeit die beste Fassung sein.

Dienstag, 7. März 2023

The Furies Review

The Furies

Story:

 

Diverse Frauen (Airlie Dodds, Linda Ngo, Ebony Vagulans, Taylor Ferguson) werden auserwählt, in einem tödlichen Spiel mitzuspielen. Doch diese drehen den Spiess um…

 

Meine Meinung:

 

The Furies bekam ich vom Kumpel geschenkt, ansonsten hätte ich mir diesen 2019er Backwood-Splatter-Streifen aus Australien wohl nie angesehen. Der Film will sozialkritisch sein und den heutigen Zeitgeist treffen. So werden "Rachegöttinnen" (die Furien) zu den "Heldinnen" des Filmes. Die Opfer sind natürlich alles arme Mädels sämtlicher Rassen und die Einleitung zeigt sie bei ihrer Arbeit (fuck the patriarchy Spraydosen-Action) und die Männer sind die Bösen.

 

So weit, so schlecht. Der Film zeigt, dass auch Mädels zulangen können. Doch war dies nicht auch im Horrorfilm der 90er und 80er der Fall? Jamie Lee Curtis, Neve Campbell, Sigourney Weaver und Co.? Da ging es jedoch auch ohne Zeitgeist und Woke-Faktor. Der Film, der an Festivals erfolgreich gelaufen sein soll, stand nie auf meiner Wunschliste. Ich glaube, nur einen Trailer und/oder einen Schnittbericht gesehen/gelesen zu haben. Ein Interesse am Film bestand nie.

 

Mit 79 Minuten Laufzeit ist der Film, der ein hohes Tempo an den Tag legt und keine Gefangenen macht, kurzweilig. Längen gibt es fast keine. Der Plot wurde ähnlich schon unzählige Male und vor allem intensiver, spannender und fieser umgesetzt. Fies ist der Film. Auch blutig, sadistisch und alles andere als harmlos. Aber es ist keine echte Spannung vorhanden, es wird keine Stimmung generiert (Film spielt ausschliesslich am Tag), nackte Haut sowie Drogen sind tabu und die Figuren sind nervend, wenig sympathisch und gehen dem Zuschauer am Arsch vorbei. Auch die Killer und ihre Masken fand ich wenig berauschend, sogar billig. Was die Splatter-Szenen angehen, hatte ich an einer Szene Freude, der Rest war nichts Besonderes und 08/15.

 

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: The Furies

 

Australien 2019

 

R: Tony D'Aquino

 

D: Airlie Dodds, Linda Ngo, Ebony Vagulans, Taylor Ferguson

 

Laufzeit der deutschen DVD: 79:35 Min.

 

Gesehen am: 23.02.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Nameless Media vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Gibt es auch auf Blu-Ray. Habe die Disc vom Kumpel geschenkt erhalten, der die DVD nicht braucht da DVD/Blu-Ray Set.

Samstag, 29. Februar 2020

Revenger Review

Revenger

Story:

Ein Polizist (Bruce Khan) sucht auf einer Insel, auf der Gefangene (Mörder etc.) zwangsverfrachtet werden, nach dem Mörder seiner Frau/Tochter…

Meine Meinung:

Abgelegene Insel voller Verbrecher, Menschenjagd und Rachegeschichte – was soll man da schon falsch machen? Leider ziemlich viel. Revenger, ein südkoreanischer Action-Film, der bis vor kurzem nur via Netflix zu sehen war (und auch qualitativ zu Netflix passt), hat mir nicht wirklich gefallen. Dazu macht der Film viel zu viel unnötig falsch.

Die Laufzeit ist zu lang, es gibt zu viele Längen, zu wenig Action. Die Action-Szenen sind dann bis auf ein-zwei längere Szenen auch nicht wirklich speziell, zum Teil sehr lahm (die Pfeilbogen-Action) und billig (CGI Blut). Die beste Actionszenen sind im Mittelteil.

Dazu kommt, dass die Figuren mit ihrem Overacting und deplatziertem Humor sehr nerven. Sehr! Einige Szenen waren zum Fremdschämen. Dazu kommt nervendes koreanisches Drama-Geheule wenn es um die Figuren, Rückblenden, Dramatik und das Kind im Film, welches auch sehr nervt, geht.

Fazit: Lohnt sich daher nicht!

Infos:

O: Revenger

Südkorea 2018

R: Seung-Won Lee

D: Bruce Khan, Hee-soon Park, Jin-seo Yoon

Laufzeit der südkoreanischen DVD: ca. 102 Min.

Gesehen am: Mitte Dez. 2019

Fassungen: Mir lag die DVD aus Südkorea vor = Uncut, O-Ton (90% Koreanisch, 10% Englisch), englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Bisher die einzige Fassung, die es vom Film gibt (da Netflix Film und/oder von Netflix aufgekauft).

Sonntag, 26. Januar 2020

Battle Royale Review


 
Japanuary 2020
Battle Royale

Story:

Japan in der Zukunft:

Das Battle Royale Gesetzt erlaubt es, eine Schulklasse auszuwählen damit sich die Schüler untereinander auf einer Insel gegenseitig umbringen (weil «Jugend ausser Kontrolle»). Diesmal trifft es die ehemalige Klasse von Kitano (Takeshi Kitano). Schüler (Ko Shibasaki, Chiaki Kuriyama, Tatsuya Fujiwara, Aki Maeda) und externe Schüler (Tarô Yamamoto, Masanobu Andô) kämpfen um ihr Überleben…

Meine Meinung:

Battle Royale ist eine Manga-Verfilmung von Kinji Fukasaku (Legend of the eight Samurai, The Green Slime, Virus) die zum Teil kontrovers aufgenommen wurde, da sich Jugendliche im Film gegenseitig töten müssen, um zu überleben (à la Herr der Fliegen). Japanische Politiker versuchten gar, Comic und Film zu verbieten, was nicht gelang. In Deutschland war der Film vorübergehend auch verboten (!), während die Schweizer liberaler waren (Film lief unzensiert im Schweizer Free-TV!).

Battle Royale war der letzte Film von Meister-Regisseur Kinji Fukasaku (Tora! Tora! Tora!), der während den Dreharbeiten zur Fortsetzung verstarb. Seine Handschrift sieht man dem grossartigen Film in jeder Sekunde an. Das Thema alleine fasziniert und unterhält zugleich. Dies auch bedingt durch sehr gute Leistungen der Darsteller. Dass der Film mit der kontroversen Grundidee erfolgreich sein sollte, ist keine Überraschung.

Takeshi Kitano (Outrage Beyond, Violent Cop) als Lehrer Kitano ist ein grosses Plus des Filmes. Sehr starke Leistung von ihm. Aber auch der Jung-Cast war meist überzeugend: Ko Shibasaki und Chiaki Kuriyama sind sicher die interessantesten weiblichen Figuren im Film. Chiaki Kuriyama spielte später in Filmen von Quentin Tarantino (Kill: Bill) und Sion Sono (Exte: Hair Extensions) mit, Ko Shibasaki in Filmen von Takashi Miike (Over Your Dead Body, One Missed Call).

Beide bekommen im Film starke Szenen präsentiert, die von passender klassischer Musik begleitet werden. Das passt nicht nur gut zum Gezeigten, sondern brennt die Szenen dem Zuschauer auch ins Gedächtnis ein. Als Austausch-Studenten überzeugen Tarô Yamamoto (My Way) und Masanobu Andô als «irrer Bösewicht», dem das Töten Spass macht. Letzterer sah man auch in Filmen von Takashi Miike (Sukiyaki Western Django) und Shinya Tsukamoto (Nightmare Detective).

Der restliche Cast war Kanonenfutter und/oder in meinen Augen okay aber nicht ganz überzeugend bzw. halte ich für überbewertet (vor allem Tatsuya Fujiwara als männlicher Lead). Der Einsatz von europäischer klassischer Musik kommt im Film oft vor (viele Szenen mit Kitano, dem bösen Austausch-Schüler etc.). Wie sich die Schüler individuell Verhalten ist realistisch eingefangen worden – einige wollen Rache, andere nehmen das Töten gerne in Kauf, andere versuchen gewaltfreie Lösungen zu finden, während andere den Selbsttod bevorzugen.

Der Film lag für meine Neusichtung im Director’s Cut vor, der länger läuft. Diese Fassung soll angeblich jedoch nicht die von Kinji Fukasaku favorisierte Fassung sein. Ich gebe auch zu, dass mir diese in einzelnen Szenen zu lang war und nicht jede neue Szene / Handlung wichtig ist. Soll heissen: in Zukunft wird es wohl die Kinofassung werden, die tut es auch, auch wenn der DC noch graphischer ist (mehr Close-Ups, langsamere Kamerafahrten, neues CGI Blut). CGI Blut gibt es vor allem bei den Shoot-Outs – wenn mit Sichel und Co. «gearbeitet» wird, dann gibt Blutfontänen zu sehen wie man das aus dem klassischen, japanischen (Kino à la Kinji Fukasaku) zu genüge her kennt.

Fazit: Wer gerne japanisches Kino mag, sollte sich diese actionreiche Manga-Verfilmung mit grossartigem Cast, sauber inszeniert und mit wunderschöner Musik unterlegt, nicht entgehen lassen!

Gefolgt von: Battle Royale 2

Infos:

O: Batoru rowaiaru

Japan 2000

R: Kinji Fukasaku

D: Takeshi Kitano, Ko Shibasaki, Chiaki Kuriyama, Tatsuya Fujiwara, Aki Maeda, Tarô Yamamoto, Masanobu Andô

Laufzeit der koreanischen DVD: 121:05 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD von Starmax vor = Uncut (Director’s Cut), gute Bild- und Tonqualität (für so neuen Film für heutige Verhältnisse jedoch schlecht gealtert), O-Ton und englische Subs. Da muss wohl ein Upgrade her (bessere Bild- und Tonqualität und beide Fassungen), z.B. die deutsche Blu-Ray von Capelight mit beiden Fassungen. Nachtrag: mir läge noch die US-Blu Ray vor (was ich vergessen habe) von Anchor Bay = leider nur die Einzel-Disc des DC (soll qualitativ aber 1a sein und sogar besser als die UK Arrow Ausgabe). Nachtrag 31.07.23: neu liegt mir die Blu-Ray von Capelight aus Deutschland vor = Kinofassung und DC, in Deutsch/Japanisch mit Subs. Für diese Neusichtung guckte ich die Kinofassung. Ich muss sagen, dass ich diese favorisiere. Auf wenig verlängerte und neu hinzugefügtes CGI Blut kann ich verzichten, auf mehr Charakterisierung und Handlung (Rückblenden) ebenso. Verständlich, dass diese für die Kinofassung entfernt wurden!

Dienstag, 9. Juli 2019

The Prey Review

NIFFF 2019 Spezial
The Prey

Story:

Ein Undercover Cop (Gu Shangwei) landet in einem Dschungelgefängnis, in welchem Menschenjagden durchgeführt werden…

Meine Meinung:

Auf The Prey freute ich mich im Vorfeld. Actionhandlung, Menschenjagd, was kann dabei schon schief gehen? Leider einiges. Der Film vom Jailbreak Regisseur (schon dieser war kein Meisterwerk) ist leider sogar schlechter und weniger sehenswert als Jailbreak, der sich immerhin nicht ernst nahm und der, auch wenn nicht wirklich tolle, immerhin viel Action bot, so dass der Film zumindest kurzweilig war.

Dies ist The Prey, der sich ernst gibt, leider nicht. Klischeehafte Story à la Harte Ziele und Co., wobei der Film nicht Mal als B-Actionfilm funktioniert. Zu viele Klischees und vor allem zu viele Längen. Dazu kommen schlecht gezeichnete Figuren (vor allem die Bösewichte), doofe Ideen (der Crazy Guy und seine Halluzinationen), lahme Action und ein ödes Finale, welches praktisch in purer Dunkelheit stattfindet, so dass man kaum was sieht.

Das niedrige Budget sieht man dem Film leider in jeder Sekunde an. Wenig Geld heisst nicht, dass man nicht tolle Action drehen kann. Leider hat The Prey nicht nur wenig Budget, sondern auch kein Talent hinter der Kamera und/oder auf dem Regiestuhl. Soll heissen:

Die Action rockt nicht. Definitiv nicht. Kämpfe gibt es fast keine, dafür viele (auch unblutige) CGI Shoot-Outs. Die Choreographie und Kameraführung der Actionszenen sind unter aller Sau. Da war definitiv kein Talent vorhanden. Alles wirkt billig, nicht speziell, viel zu nah am geschehen sprich unübersichtlich. Gu Shangwei war zumindest ein solider Lead und auch etwas sympathisch / charismatisch.

Das gilt leider nicht für den Rest des Cast. Besonders die Jäger waren schlecht gecastet wie auch die Vorgesetzten des Undercover Agenten, welche auf der Suche nach ihm sind. Vithaya Pansringarm ist sicher der bekannteste Name, der in Jimmy Hendersons Film mitwirkt. Er wurde vor allem dank Only God Forgives bekannt und spielt nunmehr mehr oder weniger in solchen Trash-Filmen mit (The Meg).

Und die Action wäre, gerade in diesem Film / Genre, das allerwichtigste. Wenn diese schlecht ist, ist der ganze Film schlecht. Sind die Action und der Rest schlecht, ist alles schlecht. Leider kann ich The Prey daher nicht empfehlen.

Fazit: Langweilig und Action ist schlecht = nicht zu empfehlen!

Infos:

O: The Prey

Kambodscha 2018

R: Jimmy Henderson

D: Byron Bishop, Sahajak Boonthanakit, Nophand Boonyai

Laufzeit der Originalversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: NIFFF 2019

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton mit u.a. englischen Subs. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray und deutsche Fassung (Stand: Juli 2019).

Sonntag, 10. Juni 2018

Desierto Review

NIFFF 2016 Spezial
Desierto

Story:

Ein Trupp Mexikaner wird durch einen Schlepper durch die Wüste geführt. Ihr Ziel: illegal in die USA einreisen. Ihr Problem: ein psychopatischer Menschenjäger mit Sniper und bissigem Hund wartet an der Grenze um Jagd auf sie zu machen...

Meine Meinung:

Desierto war einer von zwei Filmen, von welchen ich am 2. NIFFF Tag mehr erwartete und zumindest hier kann ich behaupten: Erwartungen erfüllt und gar übertroffen = landet auf die Wunschliste, da sehr gutes Niveau! Somit an beiden NIFFF Tagen bisher je ein Film, den ich kaufen werde!

Desierto hörte sich mit der Menschenjagd Inhalt von Beginn an interessant an und ist es dann auch. Wer dieses Genre mag, wird mit dem Film nichts falsch machen. Vor allem bietet der Streifen von Beginn an ein hohes Tempo, welches er praktisch bis zum Ende durchhält. Das Niveau wird stetig gehalten. Es fällt nicht. Der Film ist eigentlich eine einzige Menschenjagd, praktisch ohne Verschnaufpause. Intensiv, dreckig, brutal.

Dass dabei Figuren nur wenig beleuchtet werden und Story Hintergründe fehlen liegt dabei auf der Hand (nicht Mal negativ gemeint). Die Darsteller machen ihre Sache gut, der Film ist intensiv und packend. Technisch hervorragend gemacht, schön gefilmt (vor allem auch die vielen Hundeszenen).

Der Film ist auch schonungs- und kompromisslos, was die Taten des Snipers angehen (Hund sorgt für schmerzhafte Szenen und der Sniper für blutige Shoot-Outs). Eine Spannung ist vorhanden, das Adrenalin bei den Verfolgungsjagden spürt man förmlich aus der Leinwand heraus.

Ich wurde prima unterhalten und Dank der Dauerspannung/Action gibts auch keine Längen, so dass ich den Film nur empfehlen kann! PS: die letzten Szenen mit dem Hund geben Pluspunkte!

PS: Film wirkt nach wiederholtem Schauen nicht mehr so intensiv wie damals am NIFFF – aber sorgt noch immer für packende Unterhaltung, da einfach fast immer was passiert und los ist. Viel Hetzjagd und Action, wenig Verschnaufpausen!

Info:

O: Desierto

Mexiko, Frankreich 2015

R: Jonás Cuarón

D: Gael Garcia Bernal, Jeffrey Dean Morgan, Alondra Hidalgo

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 94 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 (Juli 2016)

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Spanisch mit u.a. englischen UT. Es gibt noch keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2016). Nachtrag 10.06.18: Film gibt es inzwischen Uncut in Deutschland auf DVD und Blu-Ray (Ascot Elite / Universum Film) in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs.