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Dienstag, 5. März 2019

Virus Review




Virus

Story:

Ein Virus löscht praktische die ganze Menschheit aus. Der Film erzählt, wie es dazukommen konnte und wie ein kleiner Haufen Überlebender (u.a. George Kennedy, Sonny Chiba, Olivia Hussey) in der Arktis um ihr Überleben kämpfen…

Meine Meinung:

Virus stellte 1980 den teuersten japanischen Film dar – und das Budget sieht man dem aufwändigen Katastrophen-Film in jeder Szene an. Regisseur Kinji Fukasaku hat damit seinen Rekord von 1978 gebrochen – dazumal war sein Spielfilm Message from Space (eine Space Opera) der teuerste japanische Film überhaupt. Wer das japanische Kino liebt, sollte sich Virus nicht entgehen lassen!

Wenn es darum geht, die Menschheit zu zerstören / vernichten und Katastrophen heraufzubeschwören, dann sind die Japaner die besten darin, dies filmisch umzusetzen. Kinji Fukasaku, der viele hervorragende Filme gedreht hat (Battle Royale, Tora! Tora! Tora!, Cops Vs. Thugs, Doberman Cop, die Battles Without Honour and Humanity Reihe, Samurai Reincarnation, The Legend of the Eight Samurai, ungesehen liegen noch rum und/oder bin ich am Bieten: Crest of Betrayal, Message from Space und The Green Slime), hat hier einen fantastischen Job gemacht, japanische und internationale Stars vor die Kamera zu bringen und ein realistisches, erschreckendes Zukunftsszenario auf die Leinwand zu zaubern.

Obwohl der Film über zwei Stunden läuft, wurde es mir zu keiner Sekunde langweilig. Die verschiedenen Zeitepochen, wechselhaften Settings (Arktis, Das weisse Haus, DDR, Tokyo, U-Boot, Flugzeug…) und grossartigen Leistungen der Darsteller, dessen Charakterzeichnung nicht vernachlässig wurde (zumindest nicht in der japanischen Originalversion), sorgen für fesselnde, packende, aufwändige und schier spannende Unterhaltung (z.B. gelingt am Ende die Entschärfung der Raketen oder nicht?!). Die Drehorte, Settings, Requisiten und Effekte sind sehr aufwändig in Szene gesetzt, der Film mehr als einmal wunderschön gefilmt und eingefangen worden. Dagegen haben andere Filme, in denen die Welt zu zerstören droht, nichts zu melden (z.B. Gorath, The Last War) – nur Weltkatastrophe 1999?, ein weiteres Meisterwerk des japanischen Kinos, kann mit dem starken Niveau von Virus mithalten!

Die Darsteller haben allesamt einen grossartigen Job gemacht. War sicher spannend, in einer internationalen Produktion wie dieser mitzuwirken – stelle ich mir aber auch aufwändig vor. Es gibt auf beiden Seiten bekannte Namen zu sehen: Sonny Chiba (Karate for Life, The Executioner II: Karate Inferno, Wolf Guy), George Kennedy (wohl am bekanntesten in seiner Rolle in Die Nackte Kanone 1-3), Olivia Hussey (Stephen Kings Es, die 1990er TV-Verfilmung) oder Henry Silva (Der Mafiaboss - Sie töten wie Schakale, Killer Vs. Killers, Weapons of Death, Die Rache des Paten), nur um einige Beispiele zu nennen.

Fazit: Wer das japanische Kino liebt, sollte sich diesen Klassiker von Meister-Regisseur Kinji Fukasaku nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Fukkatsu no hi

Japan 1980

R: Kinji Fukasaku

D: George Kennedy, Bo Svenson, Glenn Ford, Henry Silva, Masao Kusakari, Tsunehiko Watase, Isao Natsuyagi, Sonny Chiba, Olivia Hussey

Laufzeit der dt. Blu-Ray: 156:00 Min.

Gesehen am: 12.01.19

Fassungen: Es scheint nur ganz wenige Uncut Fassungen zu geben: DVD und Blu-ray aus Japan, eine US-DVD und die dt. Blu-ray, die unter dem Titel Overkill – Durch die Hölle zur Ewigkeit veröffentlicht wurde. Mir lag die dt. Blu-Ray vor: Diese ist durchgehend in Deutsch wobei einige Passagen (ehemals zensierte) in Englisch, Russisch und Japanisch sind – wobei die meisten dieser Szenen dt. untertitelt sind. Deutsch gesprochene Szenen kommen mit festen jap. Subs daher. Die Bildqualität ist auf den ersten Blick fantastisch und auch der dt. Ton bzw. die Synchronisation ist von allerhöchster Qualität. Einziges Manko (nebst verschmerzbaren festen jap. Subs): üble, sehr unscharfe Nachzieheffekte bei Kamerafahrten – fällt bei den wunderschönen Panorama-Bildern mehr als einmal negativ ins Gewicht – daher werde ich wohl noch Ausschau halten nach einer jap. Laserdisc (90% des Filmes sind so oder so auf Englisch gedreht, 10% dann noch Japanisch, Russisch etc.). Alle anderen Fassungen sind stark zensiert und nicht zu empfehlen. Label der dt. Blu-Ray: kein Label-Aufdruck zu finden…

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