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Montag, 8. Juni 2026

The Slaughter in Xian

The Slaughter in Xian

Story:

Captain Ho Yuen Sun (Dung Chi-Wa) will den Tod eines Freundes (Chow Lung) rächen, den ausgerechnet sein Chef Captain Ma (Chui Siu-Kin) befohlen hat.

Meine Meinung:

Die letzten Regiearbeiten von Chang Cheh (Shaolin Temple, Man of Iron, Return of the One-Armed Swordsman) können zwar mehrheitlich nicht mit den alten Werken der Shaw Brothers Legende mithalten, dennoch sind Titel wie Ninja in Ancient China, Hidden Hero, Great Shanghai 1937, The Nine Demons oder den hier besprochene The Slaughter in Xian nicht uninteressant. The Slaughter in Xian, der, wie es scheint, komplett in China gedreht wurde, wartet mit unbekannten aber talentierten Jung-Stars auf.

Nachdem Chang Cheh viele Schauspieler zu Stars machte (Jimmy Wang Yu, Chen Kuan-Tai, David Chiang, Ti Lung, die Venoms etc.), folgt nun seine letzte Garde. Je nach Quellen haben einige der Schauspieler auch mitgeholfen, den Film zu inszenieren. Je nach Quellen und Datenbanken sind zwei bis sogar noch mehr Regisseure gelistet. Der Film hat einen ziemlichen Low-Budget Look, was aber nicht stört. Der Film spielt im vergangenen China. Klassisches Setting. Daher passt das so. Der Film ist kein Kracher, aber Chang Cheh Fans können eigentlich bedenkenlos einschalten.

Alles, was Chang Cheh Filme früher geboten haben, kommt hier zum Tragen (Heroic Bloodshed Momente, blutige Morde, Männerfreundschaft, Aufopferung, Rache-Themen). Was kritisiert werden muss ist die Tatsache, dass der Film nach dem sehenswerten Intro erst Mal einige Längen bietet. Der Plot ist relativ dünn und wenig kreativ. Die ersten 20-30 Minuten muss der Fan warten, danach wird es besser und besser. Die Actionszenen bestehen aus kurzen Kampfszenen und/oder blutigen Shoot-Outs. Die Tötungsszene, vor allem die «Pfählung», ist äusserts blutig und derb anzusehen. Allgemein ist der Film alles andere als harmlos.

Der neue Held wird von Dung Chi-Wa verkörpert, der je nach Quelle auch an der Regie mitwirkte und ansonsten auf jeden Fall auch an den Kampfszenen und der Choreographie mitgearbeitet hat. Dung Chi-Wa spielte auch in weiteren Chang Cheh Filmen mit, die Ende der 80er und Anfang 90er veröffentlicht wurden. Zwar hat ein Dung Chi-Wa, wie schon die Venoms (meiner Meinung nach), weniger Charisma als z.B. ein Jimmy Wang Yu, ein David Chiang oder ein Ti Lung, aber körperlich überzeugt er in den Actionszenen problemlos. Die nötige Physis bringt er gekonnt in die Kampfszenen ein. Das dramatische Ende mochte ich.

Fazit: Solider Chang Cheh Film!

Infos:

O: Xian sha lu

HK, China (je nach Quelle) 1987

R: Chang Cheh, Dung Chi-Wa, Mu Li-Xin, Du Yuming (je nach Quelle)

D: Dung Chi-Wa, Chow Lung, Chui Siu-Kin, Ku Wing-Chuen, Du Yuming, Lok Woon-Yau, Chau Ping, Mu Li-Xin

Laufzeit der HK-VHS: Ca. 101 Min.

Gesehen am: April 2016 / Neusichtung am: 08.06.26

Fassungen: Früher sah ich davon nur ein Bootleg. Diese Disc habe ich schon lange nicht mehr. Die Neusichtung erfolgte via HK-VHS von Universe = Gute Bild- und Tonqualität, Kantonesisch mit festen englischen und chinesischen Subs. Die HK-VCD dürfte identisch sein (Label: Winners's). Dann gäbe es von Universe auch noch eine HK-LD. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Update

Zu Ehren von Buffy-Star Anthony Stewart Head, der am 01.06.26 starb, gibt es ein neues Review zu:


- Repo! The Genetic Opera









RIP


Repo! The Genetic Opera

Repo! The Genetic Opera

Story:

In der Zukunft:

Wer neue Organe braucht, kann diese durch die Biotech Firma GeneCo erwerben und springt dem Tod von der Schippe. Doch wer seine Raten nicht abzahlen kann, den erwartet ebenfalls der Tod. Dann schickt GeneCo ihren Repo Man (Anthony Stewart Head) los, um die Organe zurück zu holen. Interne Machtkämpfe in der GeneCo-Dynastie (Bill Moseley, Paul Sorvino, Kevin 'ohGr' Ogilvie, Paris Hilton) belasten zukünftige Strukturen und auch Repo Man hadert mit seinem Schicksal, als er droht, seine Tochter (Alexa PenaVega) an GeneCo zu verlieren…

Meine Meinung:

Repo! The Genetic Opera wurde zu Ehren von Anthony Stewart Head angesehen, der am 01.06.26 an einer Lungenentzündung verstorben ist. Ich kenne den Schauspieler vor allem aus der 90er Jahre Serie Buffy - Im Bann der Dämonen und eben aus besagtem Spielfilm aus dem Jahr 2008. Bei Repo! The Genetic Opera handelt es sich um eine Bühnenverfilmung. Darren Lynn Bousman inszenierte zwei Jahre zuvor bereits einen zehnminütigen Kurzfilm (mit Michael Rooker) und dann diesen abendfüllenden Spielfilm mit Anthony Stewart Head als Repo Man.

Aus dem Kurzfilm kehrten Terrance Zdunich und Sarah Brightman in gleichen Rollen zurück. Der Rest wurde neu gecastet. Der Film ist ein Musical, der in einem futuristischen, düsteren und gotischen Comic-Look inszeniert wurde. Teilweise hatte der Film auch leichte The Rocky Horror Picture Show Vibes. Der Film hat, obwohl ich kein allzu grosser Musical-Fan bin, die Neusichtung bestanden. Das war schon ziemlich originell, kreativ und einfach Mal was Anderes. Der Plot selbst ist natürlich bekannt. Es gibt auch andere Spielfilm, die die Geschichte des Repo Man erzählen (z.B. Repo Men 2010 mit Jude Law als Actionfilm).

Der Plot ist daher bekannt. Visuell gefällt Repo! The Genetic Opera. Das Set-Design ist klasse und auch die Mehrheit der Songs sind toll. Anthony Stewart Head gefällt in der Rolle des Vaters und des Repo Man. Noch besser haben mir die Bösewichte gefallen. Die schräge, reiche Familie, die dank dem Verkauf von Organen an Macht und Reichtum gelangt, vermag durch den Humor und dem Overacting zu gefallen. Schrill. Die waren irrwitzig dargestellt. Dass Paris Hilton im Film mitwirkt, wusste ich nicht mehr. Ich habe sie während der Sichtung nicht Mal erkannt. Erkannt habe ich hingegen Horror-Star Bill Moseley (The Texas Chainsaw Massacre 2, Night of the Living Dead, House of 1000 Corpses), der eine ebenfalls zu überzeugen weiss.

Fazit: Wer gerne Horror-Musicals hat, sollte sich Repo! The Genetic Opera nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Repo! The Genetic Opera

USA 2008

R: Darren Lynn Bousman

D: Anthony Stewart Head, Bill Moseley, Alexa PenaVega, Paul Sorvino, Kevin 'ohGr' Ogilvie, Sarah Brightman, Paris Hilton, Terrance Zdunich

Laufzeit der US-DVD: Ca. 98 Min.

Gesehen am: April 2009 / Neusichtung am: 08.06.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Lions Gate vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs vorhanden. Wurde in Deutschland von Kinowelt auf DVD und später auch Blu-Ray veröffentlicht (in Englisch mit deutschen Subs).